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SELLERIE
Die Sellerie ist eine Gattung in der Familie der Doldenblütler mit 30 Arten. Insbesondere die Echte Sellerie oder einfach die Sellerie genannt findet als Nutz- und Heilpflanze Verwendung.
 
Nutzung
Als Gemüse und Heilpflanze wird vor allem Echter Sellerie verwendet. Sellerie diente bereits im antiken Griechenland als Nahrungsmittel.
Heilwirkung
Die Heilstoffe sind am konzentriertesten im rohen, frisch gepressten Saft aus Knolle, Blatt und Stängel enthalten, wobei wir jedoch mit der Beigabe von Blättern sparen, da diese den Frischsaft bitter machen. Dieser Preßsaft kann allein – 3mal am Tage, mindest 1 Stunde vor Frühstück, Mittag- oder mit anderen Preßsäften vermischt, genossen werden. Der so eingenommene Saft ist ein hervorragendes Heilmittel bei Wassersucht, Neigung zu Rheumatismus, Gicht und bei Neigung zur Fettsucht, er hilft sehr bei chronischen Lungenkatarrh, Brustkrämpfen mit Angstgefühlen, Blähungen, Magenschwäche, Appetitlosigkeit und behebt die Mangelkrankheiten. Selleriesaft fördert kräftig die monatlichen Regeln, doch kann eine übermäßige Anwendung zu Schwangerschaftsschädigungen führen. Die harntreibende Wirkung des Sellerie ist so stark, dass er bei Neuerkrankungen der Nieren zu meiden ist. Bei chronischen Nierenerkrankungen kann er jedoch ganz mäßig genossen werden. Seine Sellerie auch für Zuckerkranke geeignet machen, doch ist wegen des Gehaltes an Kohlenhydraten anderseits auch Vorsicht geboten. Aber man kann in Form von Suppen und Saucen die Sellerieknollen auch für schwere Fälle von Zuckerkrankheit in die Kost einschieben. Sie wirken sehr eröffnend. Das aus der Wurzelknolle gewonnene gelbliche Öl – 6 bis 8 Tropfen mit Wasser vermischt, 2mal am Tage eingenommen – stärkt die Nerven und regt die durch Krankheit verlorene Sexualkraft an.
 
Beschreibung
Die Selleriearten wachsen als ein- oder zweijährige, krautige Pflanzen. Die Spross-achse ist kahl, aufrecht, gezahnt und gerillt. Das Wurzelsystem besteht aus einer häufig verdickten Pfahlwurzel und dünnen Nebenwurzeln. Einige Arten bilden auch horizontal verlaufende Rhizome aus, aus denen dünne Wurzeln austreiben. Die einfach gefiederten, wechselständigen Laubblätter sind gestielt mit häutchenartigen Blattscheiden.
Die Blütenstände sind locker bis annähernd kompakte, wenigstrahlige Dolden aus wenigen Blüten. Es sind gewöhnlich kurze Blütenstiele vorhanden. Die Blüten sind radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Kelchzähne fehlen. Die weißen oder grünlich-gelben Kronblätter sind eiförmig bis fast rund, mit verjüngtem, eingeschnittenem oberen Ende. Die Griffel sind kurz und unten konisch verdickt. Die Spaltfrüchte sind kugelig oder ellipsoid und an beiden Enden abgerundet sowie seitlich eingedrückt. Sie sind deutlich fünfrippig. Die Samen sind flach.
 
Steckbrief
Heilwirkung: blutreinigend, harntreibend, kreislaufstärkend, menstruationsfördernd, nervenstärkend, Appetitlosigkeit, Blähungen, Bronchitis, Brustentzündung, Brustkrämpfe, Diabetes (unterstützend), Fettsucht, Frühjahrsmüdigkeit, Gicht, Hauterkrankungen, Husten, Lungenkatarrh, Magenschwäche, Milchstau, Rheuma, Wassersucht, Ödeme, Bluthochdruck
wissenschaftlicher Name: Apium graveolens
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
Verwendete Pflanzenteile: Stängel, Blätter, Knollen
Sammelzeit: Mai bis November

ACKERGAUCHHEIL t
Der Acker-Gauchheil, auch Roter Gauchheil, Nebelpflanze, Weinbergsstern oder Wetterkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gauchheil in der Unterfamilie der Myrsinengewächse innerhalb der Familie der Primelgewächse. Er gilt im Ackerbau als Unkraut, weil er schwach giftig in all seinen Teilen ist, vor allem in der Wurzel. Im Hochsommer blitzt einen im Gemüsebeet oft der Ackergauchheil mit seinen leuchtend hellroten Sternblüten entgegen. Viel zu hübsch scheint er, um einfach als Unkraut ausgerissen zu werden. So dekorativ, wie er aussieht, traut man ihm auch allerlei Heilkräfte zu, doch ist der Ackergauchheil leicht giftig und darf daher nur in Kleinstmengen verwendet werden. Wohl dosiert kann er jedoch gegen Warzen und Splitter in der Haut helfen.
 
Anwendung
Da der Ackergauchheil leicht giftig ist, sollte man ihn mit Vorsicht und auch nur niedrig dosiert genießen. Als Teil eines Mischtees kann man ihn einsetzen und auch äußerlich bereitet er den meisten Menschen keinerlei Probleme. Nur Menschen mit Primelallergie bekommen beim Kontakt mit dem Ackergauchheil einen Ausschlag. Alle anderen können den Saft des Ackergauchheils gegen Warzen versuchen. Als Kompresse aufgelegt, kann der Aufguss Wunden reinigen und eingedrungene Splitter oder Dorne austreiben. Gegen Nasennebenhöhlenentzündung oder Nierensteine sollte man den Ackergauchheil nur verwenden, wenn weit und breit keine andere Heilmöglichkeit vor-handen ist, oder niedrig dosiert gemischt mit anderen Kräutern.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Ackergauchheil ist eine niederliegend kriechende, einjährige, sommerannuelle Pflanze oder eine aufsteigend wachsende, winterannuelle Halbrosettenpflanze. Der scharf vierkantige Stängel ist 5 bis 30 cm lang. Die gegenständigen, sitzenden Laubblätter sind eiförmig und ganzrandig. Er wurzelt bis 40 Zentimeter tief. Von Frühling bis Herbst (Mai bis Oktober auf der Nordhalbkugel) erscheinen die Blüten einzeln in den Blattachseln. Die radiärsymmetrischen Blütenweisen einen Durchmesser von etwa 10–15 mm auf. Es sind sogenannte Pollen-Scheibenblumen. Die Blüten sind nur von 7 bis 14 Uhr geöffnet und schließen sich bei aufziehendem Unwetter. Bauern benutzten diese Erscheinung früher zur Vorhersage des Wetters, da der Acker-Gauchheil schon frühzeitig die Blüten schließen sollte, wenn eine Wetterverschlechterung bevorstehen. Daher kommen die deutschen Namen Nebelpflanze und Wetterkraut. Die Staubbeutel besitzen Futterhaare und ziehen verschiedene Bestäuber an, besonders Fliegen. Es kommt vor dem Abblühen jedoch auch zu spontanen Selbstbestäubungen. Am Rande der Kronblätter befinden sich kleine Drüsenhaare. Die Kronblätter sind in Mitteleuropa meist zinnoberrot gefärbt, nur selten blau. Dagegen sind sie bei der im Mittelmeergebiet vorkommenden, etwas größere Blüten besitzenden Unterart subsp. latifolia meist blau gefärbt. Blaublütige Formen des Acker-Gauchheils werden oft mit dem Blauen Gauchheil verwechselt. Eine Untersuchung der Phylogenese von 2007 ergab, dass Anagallis foemina näher mit Anagallis monelli verwandt ist als mit Anagallis arvensis und deshalb als eine eigenständige Sippe gelten soll. Die Taxonomie ist aber noch nicht endgültig geklärt. Die Deckelkapselfrüchte des Ackergauchheils erreichen ihre Reife auf der Nordhalbkugel von August bis Oktober. Der Fruchtstiel krümmt sich mit der Schwerkraft und die Samen werden durch den Wind ausgeblasen oder als Regenschwemmlinge verbreitet.
Ackergauchheil wächst gerne als Unkraut im Garten und auf Feldern, auf Brachland und Weinbergen. Mit seinen niederliegenden Stängeln, die bis zu 25cm lang werden, gehört der Ackergauchheil zu den kleineren Pflanzen. Die kleinen eiförmigen Blätter stehen gegenständig am Stängel. Seine orangeroten, sternförmigen Blüten leuchten wie lustige kleine Augen, sodass es schwerfällt, die Pflanze als Unkraut auszureißen. Viel lieber möchte man sie als Zierpflanze stehenlassen.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! leicht giftig! Nasennebenhöhlenentzündung, Nierensteine, Splitter rausziehend, Verstopfung, Warzen, Wunden, Zahnschmerzen, schmerzstillend
wissenschaftlicher Name: Anagallis arvensis
Pflanzenfamilie: Myrsinengewächse = Myrsinaceae
volkstümliche Namen: Nebelpflanze, Roter Gauchheil, Weinbergstern, Wetterkraut
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide
Sammelzeit: Juni bis Oktober

BACHBLÜTE VERVAIN
Ich werde ungeduldig, wenn ich andere nicht überzeugen kann
Diese Menschen werden ungeduldig, wenn sie ihre Mitmenschen nicht überzeugen können
Mit der Bachblüte werden sie nicht oder kaum mehr ungeduldig, auch wenn sie andere nicht überzeugen können
 

BACHBLÜTE VINE
Ich fühle mich wie in einer Starre
Sie fühlen sich zu oft wie in einer Starre
Vine hilft dieses Gefühl abzulegen

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Gallenleiden
GALLENSTEINE
Gallensteine zählen zu den häufigsten Beschwerden. Jede fünfte Frau und jeder zehnte Mann leiden daran. Gallensteine können zunächst jahrelang bestehen, ohne Beschwerden zu verursachen.
Irgendwann können dann plötzlich starke Koliken einsetzen – heftige Krämpfe im Oberbauch, die sich ins Unerträgliche steigern und bis zur Schulter reichen können, verbunden mit Erbrechen, Schweißausbrüchen, Schwindelgefühl, häufig auch Fieber und Schüttelfrost. Diese Koliken können sich in sehr unterschiedlichen Abständen von Tagen oder Monaten plötzlich wieder einstellen. Er kommt auch vor, dass sie innerhalb von drei Tragen von selbst abklingen. Treten die Koliken jedoch wiederholt auf und halten an, verbunden mit Fieber und/oder Gelbsucht, muss dringend ein Arzt aufgesucht werden. Gegen kleine Gallensteine kann nach Abstimmung mit dem Arzt folgendes Arzneimittel aus der Hildegardmedizin angewendet werden.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
ACKERSCHACHTELHALM (Schachtelhalm, Zinnkraut)
Bei Kneipp steht geschrieben: „Die vielseitige und vorzügliche Wirkung dieses Heilkrautes kann nicht genug hervorgehoben werden. Es reinigt nicht bloß die Geschirre, weshalb es bei allen Hausfrauen als treffliches Putzmittel gilt, es reinigt und heilt auch innere und äußere Gebrechen des menschlichen Körpers.
Bei alten Schäden, faulenden Wunden, bei allen Geschwüren, sogar bei Beinfraß dient Zinnkraut in außerordentlicher Weise. Es wäscht aus, löst auf, brennt gleichsam das Schadhafte weg. Das Kraut wird entweder als Absud bei Waschungen, Wickel, Auflagen verwendet, oder es wird selbst in nasse Tücher eingehüllt und auf die leidenden Stellen gelegt.“
Mannigfaltiger noch sind die Dienstleistungen des Zinnkrautes nach innen.
Bei alten Schäden, faulenden Wunden, bei allen, selbst krebsartigen Geschwüren, sogar bei Beinfraß dient Zinnkraut in außerordentlicher Weise. Es wäscht aus, löst auf, brennt gleichsam das Schadhafte weg. Das Kraut kommt entweder als Absud bei Waschungen, Wickeln, Auflagen (Beingeschwüre) oder, indem es selbst in Nasse Tücher einhüllt und auf die leidenden Stellen gelegt wird, dann besonders bei gewissen Dämpfen zur Verwendung.

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