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Knoblauchrauke
Die Knoblauchsrauke, auch Knoblauchskraut, Lauchkraut, Knoblauchhederich genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Kreuzblütengewächse gehört. Sie ist in Europa weit verbreitet. Die Trivialnamen beziehen sich auf den Knoblauchduft, der beim Zerreiben der Blätter entsteht.
Die Knoblauchsrauke ist eine verbreitete Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Sie fällt auf durch ihr Knoblauchsaroma. Dadurch ist sie ein Wildgemüse, das auch nach dem zeitigen Frühjahr, wenn die Bärlauch-Saison vorbei ist, noch mit diesem würzigen Geschmack verwöhnen kann. Außerdem hat die Knoblauchsrauke einige Heilwirkungen sowohl für die Atmungsorgane als auch gegen Wunden.
Allgemeines
Die Knoblauchsrauke ist eine krautige ein- bis zweijährige Pflanze. Sie riecht typisch nach Knoblauch. Die Stängel sind aufrecht wachsend. Sie können einfach oder verzweigt sein. Die Knoblauchsrauke kann eine Höhe zwischen 30 und 80 cm erreichen. Die Blätter sind eiförmig dreieckig. An der Basis sind sie herzförmig. Die Blattränder können gezähnt sein. Die Blüten bestehen aus vier weißen Kronblättern. Diese sind 5 bis 6 mm lang. Sie erscheinen von Mai bis Juli. Die Blüten bilden Doldentrauben. Die Früchte erscheinen in aufrechtstehenden Schoten.
Die Knoblauchsrauke - auch Knoblauchskraut genannt – ist unter Liebhabern von Wildkräutern keine Unbekannte. Der knoblauchartige bis leicht pfeffrige Geschmack kann in der Küche vielseitig verwendet werden. Das recht unscheinbare Wildkraut, das häufig im Schatten wächst, liefert wertvolle Vitamine und Mineralstoffe und wird sogar gelegentlich als Heilpflanze genutzt. Grund genug die Qualitäten dieses Krauts einmal auszuprobieren.
 
Steckbrief
Heilwirkung: antibakteriell, schweißtreibend, Asthma, Bronchitis, Husten, Skorbut, Wunden, Würmer
wissenschaftlicher Name: Alliaria officinalis
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Sammelzeit: Sommer
 
Nutzung
Die Knoblauchsrauke hat im Mittelalter und der frühen Neuzeit eine gewisse Rolle als Gewürzpflanze gespielt und geriet, als Gewürze preisgünstiger und damit für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich wurden, als solche zunehmend in Vergessenheit. Ähnlich wie beim Bärlauch entdeckt die moderne Kräuterküche allmählich die Knoblauchsrauke in zunehmendem Maße wieder. Allerdings lässt sich die Knoblauchsrauke nicht so vielfältig verwenden wie der Bärlauch, da ihre Geschmacksstoffe flüchtiger sind.
Die Knoblauchsrauke als Heilpflanze
Die Knoblauchsrauke wurde früher zu Heilzwecken verwendet. Sie wirkt antiseptisch, leicht harntreibend und schleimlösend. Man sagt ihr darüber hinaus auch antiasthmatische Eigenschaften nach. In der Volksmedizin wurden aus den Blättern Breiumschläge zur Behandlung von Insektenstichen und Wurmerkrankungen hergestellt.
Knoblauchsrauke als Heilkraut
Als Heilkraut spielt die Knoblauchsrauke heute keine große Rolle, dennoch enthält die Pflanze einige Inhaltsstoffe, die eine Nutzung in Betracht ziehen. In der Vergangenheit war dies anders. Die im Mittelalter als Knoblauchskraut bezeichnete Pflanze kam sowohl bei der inneren als auch äußeren Behandlung diverser Beschwerden zum Einsatz.
Im Kräuterbuch von P. A. Matthioli wurde Knoblauchsrauke u.a. bei der Behandlung von Hüftschmerzen und Seitenstechen verwendet. Genutzt wurde die Pflanze hierzu als Salbe, indem Blätter der Knoblauchsrauke zerrieben und mit Essig, Salz und Ingwer vermischt wurden. Auch gegen Kurzatmigkeit wurde das Wildkraut in Form eines Tees verwendet. Äußerlich wurde Knoblauchsrauke als Frauenkraut sowie bei der Therapie Fallsucht (Epilepsie) und Schlafsucht (vermutlich Hypersomnie) empfohlen.
Knoblauchrauke in der Küche
Unter Kräuterfreunden ist die Knoblauchsrauke längst kein Geheimtipp mehr. Ge-nau wie beispielsweise Gundermann, Giersch und Sauerampfer erfreut sich dieses Wildkraut zunehmender Beliebtheit.
Dass der Genuss der Blätter, Samen, Blüten und Wurzeln auf eine lange Tradition zurückblicken, belegen historische Funde von „Kochgschirr“ aus der Zeit vor etwa 5000 Jahren. Beispielsweise fand man an der dänischen und norddeutschen Ostseeküste Gräber und alte Kochstätten, an denen Reste der Knoblauchrauke gefunden werden konnten.
Die Nutzung der Knoblauchsrauke als würzendes Kraut riss auch in den folgenden Jahrhunderten nicht ab. Bis weit hinein in das Mittelalter wurde die Pflanze zum Würzen unterschiedlicher Gerichte verwendet. Der pfeffrige, würzige und an Knoblauch erinnernde Geschmack wurde anstelle von Pfeffer verwendet, was zu jener Zeit als eine exquisite Kostbarkeit galt und sich nicht von jedermann geleistet werden konnte.
Neben dem eigentümlichen Geschmack, der verglichen mit Bärlauch oder Knoblauch milder ist, hat der Verzehr von Knoblauchsrauke einen Vorteil: nach dem Essen duftet man nicht nach dem aromenverwandten Zwiebelgewächs.
Noch kräftiger im Geschmack als die Blätter sind die Samen und die Wurzeln der Knoblauchsrauke. Von daher verwundert es nicht, dass die Samen für Rezepte von Wildkräutersenf angepriesen werden. Dazu werden die schwarzen Samen zusam-men mit etwas Essig und Salz in einem Mörser miteinander vermengt und zerklei-nert, bis eine streichfähige Masse entsteht. Die Wurzeln hingegen – die nur im ersten Jahr verwendet werden, bevor die Knoblauchsrauke in die Höhe wächst – werden mit einer Raspel zerkleinert. Sie werden ähnlich wie Meerettich verwendet und können für geräuchterten Fisch beispielsweise eine Delikatesse sein.
Ebenfalls roh gegessen werden die Blüten und Blätter der Knoblauchsrauke. Durch das Erhitzen geht das eigentümliche Aroma verloren, weshalb dieses Wildkraut nicht geeignet ist, um Braten oder Soßen während des Kochens zu verfeinern. Stattdessen wird das klein geschnittene Kraut nach dem Erhitzen bzw. vor dem Servieren über Speisen gegegeben. Knoblauchsrauke passt demnach auch hervorragend in die kalte Küche, z.B. zur Verfeinerung von selbstgemachter Kräuterbutter, Wildkräuterquark oder -frischkäse. Rohkostliebhaber verarbeiten die Blätter mit anderen Frühjahreskräutern wie z.B. dem Scharbockskraut gern in Wildkräutersalaten.
Eine andere Möglichkeit, in den Geschmack der Knoblauchsrauke intensiv zu erleben, ist die Herstellung eines Kräuterpestos. Für Knoblauchsraukenpesto werden 100 Gramm Blätter, ein aromatischer Hartkäse, Pinienkerne oder Walnüsse sowie Olivenöl und Salz benötigt. Die Zutaten werden mit einem Mörser zerkleinert und vermischt und zu einer gleichmäßigen Paste zerkleinert.
Knoblauchsrauke sollte grundsätzlich nicht getrocknet werden, da es nahezu sein komplettes Aroma verliert. Eine Möglichkeit des Konservierens ist das Einfrieren.
Verwendung als Gewürz
Knoblauchsrauke wurde schon vor 4000 v. Chr. im Mesolithikum als Gewürz benutzt, wie Phytolithen an Scherben von Tontöpfen aus Neustadt in Holstein an der Ostsee und Stenø in Dänemark zeigen. Damit ist die Knoblauchsrauke das älteste bekannte einheimische Gewürz. Im Mittelalter wurde die Knoblauchsrauke mit ihrem pfeffrig-knoblauchartigen Geschmack vor allem von der ärmeren Bevölkerung genutzt, die sich die teuren Gewürze nicht leisten konn-te. Sie wurde im Mittelalter aus diesem Grund sogar in Gärten angebaut. Zum Essen werden die Blätter von April bis Juni gesammelt. Der Engländer John Evelyn, der 1699 ein Kochbuch Acetaria, a Discourse on Sallets schrieb, nannte die Pflanze unter anderem Jack-by-the hedge – was als Hinweis auf ihre Häufigkeit zu verstehen ist – sowie Alliaria und sauce alone. Des Weiteren wies er darauf hin, dass die Pflanze viele wertvolle medizinische Eigenschaften habe und besonders von Leuten auf dem Lande als Salat gegessen werde, wo sie wild unter Bänken und Hecken wachse. Auch heute werden die jungen Blätter der Knoblauchsrauke in England noch häufig für Sandwichfüllungen verwendet. Der scharfe Geschmack der Knoblauchsrauke ist auf ätherische Öle und das Glukosid Sinigrinzurückzuführen, das den Glukosiden ähnelt, die in anderen Mitgliedern der Kohlfamilie zu finden sind. Beim Kochen verflüchtigt sich allerdings der pfeffrig-knoblauchartige Geschmack. Knoblauchsrauke muss daher Speisen in rohem Zustand beigegeben werden. Die moderne Kräuterküche hat die Knoblauchsrauke wiederentdeckt und mischt die feingehackten Blätter in Salatsaucen und Quark- oder Frischkäsemischungen. Darüber hinaus werden die geschmacksintensiven Blüten verwendet, um salzige Sorbets und Salate zu dekorieren. Die schwarzen Samen der Knoblauchsrauke lassen sich ähnlich wie Pfefferkörner verwenden und haben einen sehr scharfen Geschmack.
 
Beschreibung
Die Knoblauchsrauke ist eine zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 100 Zentimetern erreicht. Sie besitzt eine lange Pfahlwurzel. Der Stängel ist schwach vierkantig, im basalen Bereich entwickelt er eine schwache Behaarung. Die lang gestielten, nierenförmigen Grundblätter sind am Rand buchtig gekerbt. Die Stängelblätter sind wechselständig angeordnet. Sie weisen eine herzförmige Blattspreite mit gebuchtetem Rand auf.
Die Knoblauchsrauke blüht von April bis Juli. In einem endständigen, traubigen Blütenstand sitzen viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind, wie für Kreuzblütler typisch, vierzählig sowie 5 bis 8 Millimeter groß. Die vier Kronblätter und vier weißen Kelchblätter sind frei. Die Blüten besitzen sechs Staubblätter, von denen die zwei seitlichen deutlich kürzer sind. Am Blütenboden, am Grund der Staubblätter, sind ringförmig die Nektardrüsen angeordnet. Der Fruchtknoten ist grün und schlank und durch eine Scheidewand in zwei Fächer geteilt.
Der befruchtete Fruchtknoten entwickelt sich zu einer Schote von drei bis sieben Zentimetern Länge. Die Schote ist dünn, im unreifen Zustand grün und mit nur zwei Millimetern Durchmesser nicht wesentlich dicker als der vormalige Blütenstiel. Sie enthält in jedem der zwei Fächer sechs bis acht Samen, die jeweils nur etwa drei Millimeter lang und ausgereift von schwarzbrauner Farbe sind. Mit zunehmender Reife verändert sich aufgrund des dann stattfindenden Austrocknungsprozesses die Farbe der Schote von grün zu hellbraun. Ist die Schote voll ausgereift, reißen die beiden Fruchtklappen von unten nach oben allmählich auf und fallen schließlich ab. Die Samen werden dabei noch nicht verstreut. Sie sind mit kurzen Stielen an der Scheidewand der Schote befestigt.
 
Anbau, Aussaat und Pflege
Der Anbau und die Pflege von Knoblauchsrauke sind in unseren Breitengraden problemlos möglich. Allerdings gibt es bei der Aussaat, beim Standort und bei der Gartenplanung einige Besonderheiten zu beachten.
Standortansprüche
Knoblauchsrauken lieben halbschattige und schattige Standorte. Bevorzugt werden nährstoffreiche, durchlässe und humose Böden, die etwas Feuchtigkeit speichern können. Im Garten sind Heckenplätze oder ältere Bäume, die nur wenig Sonnenlicht durchlassen optimal. Will man das Kraut auf dem Balkon anbauen, so eignen sich Ost-, Nord und Nordwestlagen besonders. Für Topfkulturen eignen sich handelsübliche Blumenerden besser als Kräutererden, da diese in der Regel nur über wenig Nährstoffvorräte verfügen und häufig zu locker sind.
Aussaat der Knoblauchsrauke
Die Aussaat kann zwischen März und April sowie Mitte bis Ende Oktober erfolgen, wobei die beste Zeit um den März herum ist. Empfehlenswert ist auch eine Aussaat in Samenschalen. Die Schalen sollten dann auf dem Balkon oder direkt ins Freiland gestellt werden. Die Samen sind Kaltkeimer und benötigen zu Beginn Frost. Sonnige Standorte sind bei der Aussaat strikt zu meiden! Bis die ersten Keimlinge erscheinen, kann es durchaus etwas dauern. In der freien Natur erscheinen die Keimlinge meist beim Übergang von kälteren und nachtfrostbetonten Wetter hin zu den ersten wärmer werdenden Frühlingstagen.
Knoblauchsrauke düngen
Wächst das Kraut im Garten auf nährstoffreichem Boden ist eine zusätzliche Düngung in den meisten Fällen nicht erforderlich. Gelegentliche Düngerzugaben benötigen jedoch Topf- und Kübelkulturen, da die Nährstoffe nur für kürzere Zeit Erde gehalten werden können. Ein stickstoffbetonter organischer Dünger ist hier am besten geeignet, um für ein optimales Wachstum der Knoblauchsrauke zu sorgen.
Gießen und Wasserbedarf
Als schattenliebendes Kraut benötigt die Knoblauchsrauke auch entsprechend Wasser. Kurzzeitige Trockenperioden hält sich zwar in der Regel aus, allerdings sollte der Boden niemals vollständig austrocknen. Bei Topfkulturen sollte darauf geachtet werden, dass die Erde immer leicht feucht gehalten wird.
Knoblauchsrauke überwintern
Die Pflanze ist frosttolerant und damit winterfest. Bezüglich der Überwinterung müssen keine gesonderten Maßnahmen getroffen werden.
Knoblauchsrauke und Bäume
Wer das nach Knoblauch duftende Kraut im Garten anbauen will und über einen gesunden Baumbestand verfügt, sollte Vorsicht walten lassen. Nahezu alle Bäume gehen Symbiosen mit Mykorrhizapilzen ein, die von der Knoblauchsrauke jedoch langfristig nach und nach zerstört werden. Direkte großflächige Anpflanzungen unter Bäumen können also unter Umständen zu Schäden am Baumbestand führen.

Heilziest
Kaum jemand kennt den Heilziest, obwohl er mit seiner Schönheit auffällt, wenn man ihm zufällig auf einer Wiese begegnet. Auch die offizielle Heilpflanzenkunde setzt den Heilziest kaum ein, obwohl er in seinem wissenschaftlichen Namen ein officinalis trägt. Die Volksmedizin schätzt ihn jedoch umso mehr, wie das bei fast vergessenen Pflanzen oft der Fall ist.
Die Echte Betonie, auch Heil-Ziest, Flohblume, Pfaffenblume, Zahnkraut oder Zehrkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Betonien innerhalb der Familie der Lippenblütler.
 
Steckbrief
Heilwirkung: blutstillend, adstringierend, kräftigend, schleimlösend, Durchfall, Darmbeschwerden, Halsentzündung, Mundentzündung, Zahnfleischentzündung, Asthma, Schwächezustände, Gicht, Rheuma
wissenschaftlicher Name: Stachys officinalis oder Betonica officinalis oder Stachys betonica
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Betony, Common hedgenettle, Woundwort
volkstümlicher Name: Betonie, Ziest, Heil-Batunge, Betonienziest, Pfaffenblume, Zahnkraut
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, Stachydrin (blutstillend)
Sammelzeit: Juli bis August
 
Anwendung
Aus dem ganzen Kraut kann man einen Tee bereiten, den man für die innerliche Anwendung trinken kann. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum nimmt man diesen Tee zum Spülen und Gurgeln.
 
Pflanzenbeschreibung
Der mehrjährige Heilziest aus der Familie der Lippenblütler wächst gerne auf trockenen Wiesen, an sonnigen Abhängen, auf sandigen Triften und wird bis zu 60cm hoch. Auf einer Wiese voller Wildkräuter fällt er dadurch auf, dass er sehr schön aussieht. Eine Pflanze, die man sich unbedingt näher ansehen mag, weil sie ins Auge fällt. Die schmalen Blätter sind gegenständig angeordnet und am Rande eingekerbt. Sie riechen weniger gut, als man bei so einer gut aussehenden Pflanze erwartet. Die roten Blüten entfalten sich an der Stängelspitze in Form einer Ähre und bilden Scheinquirle. Die Echte Betonie ist eine sehr variable Art (Sammelart), von der zahlreiche infraspezifische Taxa beschrieben wurden.
Die Echte Betonie ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von zumeist 30 bis 80 (20 bis 120) cm. Als Hemikryptophyt bildet sie ein unterirdisches, knotiges Rhizom als Überdauerungsorgan aus. Der Stängel ist aufrecht, charakteristisch stumpf vierkantig und fast kahl oder trägt bis zu 1,5 mm lange, anliegende Haare. Ein Teil der Laubblätter stehen in einer grundständigen Rosette; sie besitzen 4 bis 12 cm lan-ge Blattstiele. Zwei bis drei Paare der Laubblätter sind kurz gestielt bis sitzend und kreuzgegenständig am Stängel angeordnet. Die einfachen Blattspreiten sind schmal eiförmig bis oval, gestielt (die unteren bis zu 15 cm lang) und am Grund herzförmig. Sie besitzen eine deutliche Zähnung, Netznervatur und eine vorwiegend unterseitige Behaarung.
Der Blütenstand ist aus zu locker stehenden Scheinähren zusammengesetzten Scheinquirlen besteht aus jeweils etwa zehn Blüten. Es sind fünf bis zehn sitzende, laubblattähnliche Tragblätter vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind 5 bis 7 mm lang, behaart und in ihrem oberen Teil oft violett und besitzen unbedeutend hervorgehobene Nerven. Der glockige, fünfzähnige Kelch ist zweilippig mit gezähnter ober- und Unterlippe. Die Unterlippe der Blumenkro-ne besitzt einen großen zweilappigen Zipfel und zwei kleine zahnförmige, oft fehlende Seitenzipfel. Die Oberlippe ist deutlich helmförmig, zur Spitze hin flacher werdend gewölbt. Die Kelchblattröhre ist etwa 5 mm lang. Die fünf Kronblätter sind 8 bis 15 mm lang und rosafarben, violett, rot bis dunkelrosa, selten weiß. Die äußeren violett-braunen Staubblätter sind anfänglich parallel angeordnet und drehen sich spätestens zum Ende der Anthese nach außen. Durch diese Eigenschaft unterscheidet sich die Betonie von den meisten Lippenblütlern, teilt diesen Merkmal aber mit Arten der Gattung Ziest. Der zweiblättrige Fruchtknoten trägt an jedem Fruchtblatt nur zwei Samenanlagen und zerfällt zu vier glatten, braunen und über 3 mm langen Teilfrüchten, die als Klausen bezeichnet werden. Die Blütezeit reicht von Juni bis September.

Bachblüten
Ich bin frustriert (Holly)
Diese Menschen haben anscheinend die Frustration gepachtet
Hier können sie diese Frustration abstellen
Bachblüten
Ich bin melancholisch (Honeysuckle)
Diese sind sehr häufig melancholisch
Diese Melancholie können sie mit Honeysuckle besiegen
Brot, Getreide und Beilagen
Brot, Brötchen, Körnermischungen, Getreideflocken, Müsli, sowie Beilagen wie Reis, Nudeln und Kartoffeln
-     Gezuckerte Cornflakes und andere so genannte Frühstückscerealien, sowie alle stark gesüßten oder gerösteten Müslimischungen gehören nicht zur Gruppe der Getreideprodukte. Aufgrund des hohen Zucker- und z.T. auch Fettanteils werden sie als Süßigkeiten bei den „geduldeten Extras“ eingeordnet.
-     Süße Schnitten und Müsliriegeln, die als Pausenbrotersatz beworben werden, sind keine geeigneten Brotmahlzeiten, sondern Süßigkeiten. Fettreiche Kartoffelprodukte wie Pommes frites, Reibekuchen und Kroketten gehören sowohl zu den Fetten und Ölen. Es ist jedoch auch möglich, sie ähnlich wie Chips den Extras einzuordnen. Dagegen sind Pellkartoffeln, Folienkartoffeln und selbst zubereitetes Kartoffelpüree ideale Beilagen
Kartoffeln und Getreideprodukte wie Brot, Reis, Getreidegerichte, Nudeln, Haferflocken und Müsli (am besten aus Vollkorn) bilden die Basis einer vollwertigen Ernährung.
Sie enthalten reichlich Stärke, die ideale Energiequelle. Außerdem liefern Kartoffeln und Getreideprodukte wertvolles Eiweiß, wenig Fett, dafür aber reichlich Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe. Letztere sitzen vor allem in den Randschichten des Getreidekorns und sind bei Vollkornprodukten noch größtenteils vorhanden. In Auszugsmehlen, vor allem in Weißmehl, steckt dagegen nur noch ein Teil dieser wertvollen Inhaltsstoffe, da hier beim Mahlen die Randschichten weitgehend entfernt wurden.
Kartoffeln haben ähnliche Vorzüge wie Getreideprodukte. Empfehlenswert sind besonders Pellkartoffeln, Salzkartoffeln und in Folie gebackene Kartoffeln.
Natürlich dürfen es auch mal Bratkartoffeln, Kroketten, Kartoffelgratin oder Pommes frites sein. Aber nicht zu häufig, da diese Zubereitung der Kartoffeln sehr fettreich ist.

Gesunde Ernährung nach Hildegard
Essen und Trinken im Mittelalter
Ernährung bedeutete zu Lebenszeiten Hildegards offensichtlich etwas anderes als heute, wo der Griff in die Supermarktregale eine jahreszeitlich und regional unabhängige Versorgung mit Lebensmittel aus aller Herren Länder ermöglicht. Was aßen und tranken die Zeitgenossen Hildegards nun aber tatsächlich? Auf welcher Grundlage entwickelte sie ihre Lehre der gesunden Lebens- und Heilmittel?
Die landläufigen Vorstellungen über die Ess- und Trinkkultur des Mittelalters schwanken einerseits zwischen der Völlerei ausschweifender Rittergelage und andererseits ärmlicher, karger Mahlzeiten der bäuerlichen Bevölkerung, immer am Rande der Hungersnot. Tatsächlich existieren nur wenige Überliegerungen dazu, wie zur Zeit Hildegards von Bingen das typische Mahl einer durchschnittlichen Bauernfamilie aussah. Die frühesten Kochbücher entstanden erst im 14 Jahrhundert, also zwei Jahrhunderte nach Hildegards Tod. Das erste deutsche Kochbuch „Buoch von guoter spîse“ erschien 1350 in Würzburg.

Badezusätze
Eine erhebliche Steigerung der Wirkung der Bäder kann durch Pflanzenextrakte erreicht werden. Badezusätze finden vor allem bei warmen Bädern Verwendung. Diese Badezusätze bekommt man in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern.
 
Wirkung der Pflanzenextrakte:
Baldrian
Da Baldrian eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung hat, hilft er bei Schlaflosigkeit und nervöse Unruhe. Daher sollte das Baldrianbad am Abend genommen werden.
Eichenrinde
Eichenrindenbäder wirken durch ihren hohen Gerbsäureanteil entzündungshemmend und schorfbildend bei Wunden. Sie dienen zur Behandlung von Hautkrankheiten, z.B. Ekzemen, Ausschlägen, Hämorrhoiden, sowie von Froststellen.

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