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Goldmelisse
Die Goldmelisse, auch Indianernessel oder Scharlach-Monarde genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Monarda in der Familie der Lippenblütler.
Die Goldmelisse ist als Zierpflanze aus Nordamerika in unsere Gärten eingewandert. Man kann einen wohlschmeckenden Haustee aus dem Kraut der Goldmelisse zubereiten. Auch als Gewürz kann man sie verwenden. Der Tee der Goldmelisse wirkt leicht beruhigend und hilft gegen Übelkeit und Husten. Äußerlich angewandt kann man ihn zur Wundbehandlung einsetzen.
Die Goldmelisse ist eine aus den USA eingeschleppte Pflanze, die häufig auch als scharlachrote Indianernessel bekannt ist. Die Pflanze ist bei vielen Gärtnern wegen ihrer charakteristischen roten Blütenpracht beliebt, die auch zahlreiche Insekten anlockt. Die Indianer nutzen die Goldmelisse bis heute als Heil- und Teekraut und vertrauen auf die antiseptischen Eigenschaften der Pflanze.
 
Steckbrief
Heilwirkung: anregend, beruhigend, harntreibend, schleimlösend, schweißtreibend, Husten, Bronchitis, Fieber, Erkältung, Magenschwäche, Blähungen, Übelkeit, Würmer, Kopfschmerzen, Migräne, Schlaflosigkeit, Menstruation regelnd, Wechseljahresbeschwerden, Wunden, Schlecht heilende Wunden, Hautreizend
wissenschaftlicher Name: Monarda didyma
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Monarda
volkstümliche Namen: Indianernessel, Monarde, Pferdeminze, Riesenbalsam, Scharlach-Indianernessel
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blüten
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Thymol, Carvacrol, Cymen, Geraniol, Linalol, Camphene, Gerbsäure, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Beta-Sitosterol, Valeriansäure
Sammelzeit: Juni bis September
 
Anwendung
Die Goldmelisse wird als Zierpflanze genutzt. Die Wildform wird selten, gezüchtete Sorten zerstreut für Rabatten, Staudenbeete und als Schnittblumen verwendet. In Nordamerika wird diese Art darüber hinaus als Heil- und Duftpflanze genutzt. Sie ist seit 1737 oder 1756 in Kultur. Die zahlreichen Sorten sind entweder Abkömmlinge von Monarda didyma oder von Hybriden aus Monarda didyma und Monarda fistulosa. Sie unterscheiden sich in Blütenfarbe, Wuchshöhe und Mehltauresistenz, ein Teil der Sorten hat auffällige Hoch-blätter. Die Blätter können frisch und gegart gegessen werden. Mit den Blättern kann man Nachspeisen würzen. Aus den frischen und getrockneten Blättern und Blütenständen kann man guten Tee (Oswego Tea) aufgießen. Die Oswegoindianer kannten eine Teezubereitungsart. Ende des 18. Jahrhunderts boykottierten amerikanische Kolonisten den aus England eingeführten Tee. Sie tranken Oswegotee. Sehr gut eignen sich die duftenden Blätter zum Aromatisieren von Tee und Obstsalat. Auch zum Garnieren finden sie Verwendung. Es gibt medizinische Anwendungen für die Droge.
Die Goldmelisse kann man für Heilzwecke und zum Genuss anwenden. Da sie ähnliche ätherische Öle enthält wie der Thymian ist auch ihr Wirkungsspektrum ähnlich wie Thymian, wenn auch milder.
Tee
Zur Zubereitung eines Goldmelissentees übergießt man einen bis zwei Teelöffel des frischen oder getrockneten Krauts oder der Blüten oder Blätter mit einer Tasse ko-chendem Wasser. Lass den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen und seih ihn dann ab.
Atmungsorgane
Goldmelissentee hilft bei Husten und Erkältung. Er löst den Schleim und befreit den Atem. Da die Goldmelisse schweißtreibend wirkt, hilft sie auch gegen Fieber.
Verdauungsorgane
Die Goldmelisse stärkt die Verdauung und lindert Blähungen. Man kann auch Übelkeit damit behandeln.
Nervensystem
Tee aus Goldmelisse hilft gegen Kopfschmerzen und Migräne. Er hilft auch gegen Einschlafstörungen.
Frauenheilkunde
Da die Goldmelisse eine Substanz enthält, die dem Östrogen ähnelt, kann man sie zur Regulierung des Men-struationszyklus und gegen Wechseljahresbeschwerden einsetzen.
Äußerlich
In hoher Konzentration wirkt die Goldmelisse hautreizend, als normal konzentrierter Tee fördert sie jedoch die Durchblutung der Haut. Man kann den Goldmelissentee als Waschung, Umschlag oder für Teilbäder neh-men und damit schlecht heilende Wunden behandeln.
Goldmelisse als Heilkraut
Die auch als scharlachrote Indianernessel bekannte Goldmelisse war den europäischen Heilkundigen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts kaum bekannt. Erst durch die großen Seerouten zwischen der neuen und der alten Welt kam die Pflanze auch bei Ärzten und Botanikern an.
Bis heute spielt die Goldmelisse in der europäischen Pflanzenheilkunde keine allzu große Rolle. In der indianischen Medizin hatte die Pflanze jedoch einen großen Stellenwert in der Behandlung von inneren und äußeren Erkrankungen. Die Medizinmänner der amerikanischen Ureinwohner nutzten die Monarden um beispielsweise Bienen fernzuhalten und um Infektionen und Entzündungen im Haut- und Mundbereich zu bekämpfen. Bekannt ist heute, dass die Indianer Umschläge zubereitet haben, die direkt auf die Haut und auf kleinere Wunden gelegt worden ist.
Die Blätter der Goldmelisse enthalten zahlreiche ätherische Ölverbindungen. Unter anderem finden sich Thymol, Terpinen und Cymen sowie die bioaktiven Komponenten Thymoquinon und Thymohydroquinon in den Zellen der Blätter und Blüten.
Nebenwirkungen und Anwendungshinweise
Die Goldmelisse ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. In der Schwangerschaft und in der Stillzeit sollten aufgrund fehlender Datenlagen auf Anwendungen mit Monarden verzichtet werden. Im europäischen Raum gibt es derzeit keine Monographien, die Aussagen zur Wirksamkeit, Dosierung oder Anwendung enthalten.
Die Goldmelisse lässt sich wie nahezu alle Monardengewächse gut in der Küche und als Heilkraut verwenden.
Goldmelisse in der Küche
Als Gewürzkraut wird die Goldmelisse vor allem in den USA häufig verwendet. Sie gilt dort als hervorragendes Teekraut. Sie lässt sich allerdings in der Küche wie folg verwenden: Würzen von Getränken, als Gewürzkraut für Salate und Kartoffeln, als Würze für Fleischgerichte (v.a. Schwein, Rind), als Gewürz für Suppen und Saucen
Trotz dieser Verwendungsmöglichkeiten ist der nähere Verwandte, die Wilde Bergamotte (Monarda fistulosa) für Saucen, Fleisch und Kartoffelspeisen etwas besser geeignet.
Für knackige und schmackhafte Salate können die frischen Blätter und junge Sprossen der scharlachroten Indianernessel verwendet werden. Goldmelisse eignet sich sowohl für Gemüsesalate als auch für Obstsalate. Sie haben einen frischen, leicht zitrusartigen und minzartigen Geschmack. Goldmelissenblätter harmonieren übrigens hervorragend mit Pfefferminze.
Als Ersatz zu schwarzem Tee oder Pfefferminztee können die getrockneten Blätter und Blütenköpfe der Goldmelisse genutzt werden. Für einen Tee (250 ml) benötigt man entweder 2 Gramm des getrockneten Krauts oder eine halbe Hand voll frischer Blätter. Goldmelissentee war übrigens zur Zeit der Boston Tea Party ein günstiger und beliebter Ersatz für schwarzen Tee, da die Briten die Steuern auf Tee drastisch erhöht hatten und nur noch wenige Menschen sich Tee aus fernen Ländern leisten konnte.
Als Würzkraut passen die frischen oder getrockneten Blätter vor zu allem Enten- und Hühnchengerichten. Auch Currygerichte, die mal etwas extravaganter schmecken sollen, können mit Goldmelisse eine interessante Geschmacksnote erhalten.
Genusstee
Der Goldmelissentee ist wohlschmeckend und wird daher auch gerne als Haustee getrunken.
Küchengewürz
Aufgrund des würzigen Geschmacks der Goldmelisse kann man sie auch als Gewürz in der Küche verwen-den. Man kann sie überall dort einsetzen, wo man auch Thymian oder Minze benutzen kann, beispielsweise in Salat, Gemüsegerichten und Fleischgerichten.
 
Geschichtliches
Die Oswego-Indianer in Nordamerika tranken Tee aus der Goldmelisse zum Genuss und als Heiltrunk gegen verschiedene Beschwerden. Als die weißen Kolonialherren nach der Boston-Tea-Party 1773 vorübergehend keinen Schwarztee hatten, begannen auch sie Tee aus der Goldmelisse zu trinken. In Europa wurde die Goldmelisse später als Zierpflanze eingeführt.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Goldmelisse ist eine ausdauernde krautige Pflanze mit einem Rhizom, die Wuchshöhen von 80 bis 150 Zentimeter erreicht. Die Pflanze duftet nach Zitrone. Die aufrechten Stängel sind vierkantig. Die gegenständigen Laubblätter sind einfach, rau, und nur kurz gestielt. Die Blattspreite weist eine Länge von 15 cm und eine Breite von 5 cm auf. Der Blattrand ist gesägt. Etwa 30 Blüten stehen in terminalen Blütenständen mit roten Hochblättern zusammen. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig. Der Kelch ist 10 bis 14 Millimeter lang und am Schlund kahl oder nur schwach behaart. Die rote, behaarte Krone ist 30 bis 45 Millimeter lang. Die Kronenoberlippe ist kahl oder nur spärlich behaart. Es sind nur zwei Staubblätter vorhanden. Der Griffel endet mit zwei Narbenästen. Die Blütezeit reicht von Juni bis September.
Die Goldmelisse ist in Nordamerika heimisch, was ihr im deutschsprachigen Raum auch den Namen Indianernessel eingebracht hat. Weil sie sehr attraktive rote Blüten hat, wurde die Goldmelisse in europäischen Gärten eingeführt. Sie bevorzugt feuchten aber gut drainierten Boden und ist auch mit Halbschatten zufrieden, wenngleich ihr volle Sonne lieber ist. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 1,50 Meter hoch. Der Stängel hat einen viereckigen Querschnitt. Die eiförmig, spitzen Blätter der Goldmelisse wachsen gegen-ständig am Stängel. Am Rand sind die Blätter leicht gezähnt. Zwischen Juni und September blühen die roten Blüten am oberen Ende der Stängel. Nach und nach entfalten sich rote Lippenblüten und geben der Indianernessel ein unverwechselbares Aussehen.
 
Anbautipps
Normalerweise wird die Goldmelisse durch Ausläufer des Wurzelstocks vermehrt. In der Praxis hat das zur Folge, dass man die Goldmelisse meistens als fertige Pflanze erhält. Diese Pflanzen kann man ins Freiland pflanzen. Der Boden sollte gut entwässert werden, damit sich keine Staunässe bildet, aber die Goldmelisse braucht dennoch viel Wasser. Am besten pflanzt man die Goldmelisse an einen sonnigen Standort, aber sie kommt auch mit Halbschatten klar. Die Goldmelisse ist winterhart und als Staude sehr langlebig.
Standort
Die Goldmelisse ist grundsätzlich eine sehr anpassungsfreudige Pflanze. Sie bevorzugt sonnige Standorte und grundsätzlich milde Klimazonen, kann aber auch an halbschattigen Plätzen sowie in kühleren Gebieten gut überleben. Optimal sind zudem nährstoffreiche, durchlässige und lockere Böden mit einem schwachen bis nahezu neutralem pH-Wert (ca. 6 bis 7).
Aussaat
Die Aussaat der kleinen braunen Samen kann sich für Anfänger als recht schwierig erweisen. Damit die Samen zu keimen beginnen, wird sowohl etwas Kälte als auch Wärme benötigt. Im Freiland können gute Erfolge erzielt werden, wenn das Saatgut ab ca. Anfang bis Ende März im Freiland ausgesät wird. Eine vorhergehende Stratifizierung, also eine Kältbehandlung von etwa 2 bis 4 °C in einem Kühlschrank, kann der Keimungserfolg der Goldmelissensamen erhöhen. Die Stratifizierung sollte mindestens zwei Monate betragen. Wurden die Samen stratifiziert, kann das Saatgut auch erst ab April im Freiland oder alternativ auch im Topf auf dem Balkon ausgesät werden. Auf eine ausreichende Bewässerung (feucht, nicht nass) ist zu achten. Im Freiland sollte auf einen Pflanzabstand von etwa 25 x 25 cm je Pflanze geachtet werden.
Goldmelisse kann problemlos auch im Topf angebaut werden. Da die Pflanze jedoch mitunter größere Rhizome ausbildet, sollten Töpfe mit größerem Volumen (ab 10 Liter) verwendet werden.
Düngung
Als mittelzehrende Pflanze benötigt die scharlachrote Indianernessel im Gegensatz zu vielen anderen Kräuter etwas mehr Nährstoffe. Im Freiland ist es oft von Vorteil, wenn der Boden vor der Aussaat mit einem guten Kompost oder einem Universal-dünger mit nahezu gleichbleibendem NPK-Verhältnis behandelt wird. Bei Topfkulturen sollte im Abstand von vier bis sechs Wochen gedüngt werden, je nach Topfvo-lumen und vorhandener Blumenerde.
Gießen
Die Goldmelisse toleriert wie fast alle Monarden längere Trockenheitsperioden. Um gute Wachstumserfolge zu erzielen, sollte die Pflanze jedoch vor allem an sehr heißen und länger andauernden Sommertagen gründlich in den Abendstunden gegossen werden. Bei normaler Wetterlage genügt eine normale Bewässerung. Staunässe und zu nasse Böden sollten vermieden werden, da dies zu Wurzelschäden führen und den Befall mit Schädlingen begünstigt.
Mulchen
Regelmäßiges Mulchen der Pflanze, vor allem auf Mischböden, kann den Wuchs und auch den Gehalt an ätherischen Ölen erhöhen. Als Mulchmaterial eignen sich vor allem hochwertiger Rinden- oder Pinienmulch.
Überwinterung
Goldmelissen sind gut frosttolerant und vertragen Kälte bis -34 °C. Besondere Maßnahmen für die Überwinterung der Pflanze müssen nicht getroffen werden.
Vermehrung
Die Vermehrung der Indianernessel kann wahlweise über Samen oder vegetativ geschehen. Eine vegetative Vermehrung ist grundsätzlich einfacher. Möglich ist die Teilung des Wurzelstocks (Rhizom) oder von Ausläufern (Stolonen). Pflanzen, die über den Wurzelstock geteilt wurden, sollten für einige Zeit im Topf (bis zu zwei Wochen) kultiviert werden.
Krankheiten und Schädlinge
Bei ordentlicher Pflege ist die Pflanze gut gegen viele Schädlinge geschützt, wenngleich sie vor allem für den echten Mehltau anfällig ist. Bei ersten Anzeichen sollten die Pflanzen ausgedünnt und auf eine gute Luftzirkulation geachtet werden. Auch kann ein natürliches Antipilzmittel (z.B. Beinwelljauche, Brennnesseljauche oder ein Sud aus Ackerschachtelhalm) helfen.
 
Sammeltipps
Während der Blütezeit kann man entweder die Blüten oder das ganze oberirdische Kraut abschneiden. Wenn man das ganze Kraut erntet, dann kann man es zu Sträußen bündeln und kopfüber an einem schattigen, luftigen Ort aufhängen. Wenn man die Blüten sammelt, legt man sie auf einen mit Gaze bespannten Rahmen oder auf ein Stück Küchentuch und lässt sie an einem schattigen Ort trocknen.

Eisenhut ttt
Der Eisenhut ist die giftigste Pflanze Europas! Schon wenige Blüten reichen, um ein Kind zu töten. Da der Eisenhut eine beliebte Gartenpflanze ist, von der nicht alle Besitzer wissen, wie stark giftig sie ist, kommt es immer wieder zu Eisenhut-Blumensträußen auf Esstischen, wo die Blüten unbeachtet in den Salat fallen können. Aufgrund des extrem hohen Giftgehaltes darf man den Eisenhut gar nicht als normales Heilkraut anwenden. Nur in homöopathischer Verdünnung ist eine Anwendung sinnvoll. Ab der D4-Verdünnung kann der Eisenhut (als Aconitum D4) in der Frühphase von Erkältungen benutzt werden. In vielen Fällen kommt die Erkältung dann nicht richtig zum Ausbruch. Auch gegen Nervenschmerzen, wie Hexenschuss oder Ischias kann der Eisenhut in homöopathischer Zubereitung hilfreich sein.
Achtung! Bei Vergiftung mit Eisenhut muss sofort ein Notarzt verständigt oder ein Krankhaus aufgesucht werden! In der Wartezeit bis zum Eintreffen des Notarztes wenn möglich Erbrechen herbeiführen und anschließend Kohletabletten geben.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur homöopathisch anwenden. Homöopathisch ab D4! beruhigend, Bronchitis, Schnupfen, Erkältung, Fieber, Gicht, Herzbeschwerden, Ischias, Hexenschuss, Neuralgien, Schmerzen
wissenschaftlicher Name: Aconitum napellus
Pflanzenfamilie: Hahnenfussgewächse = Ranunculaceae
englischer Name: Aconite
volkstümliche Namen: Blauer Eisenhut, Fischerkappe, Fuchswurz, Gifthut, Gift-kraut, Mönchshut, Reiterkappe, Sturmhut, Tübeli, Venuswagen, Wolfskraut, Würgling, Ziegentod
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Knolle
Inhaltsstoffe: Alkaloid Aconitin, andere Alkaloide, Napellin
Sammelzeit: Achtung! Die Pflanze ist geschützt! Sommer
 
Anwendung
Achtung! Stark giftig. Eisenhut nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Der Eisenhut darf nur in homöopathischer Verdünnung ab D4 oder in vom Arzt verschrieben Präparaten angewendet werden.
Erkältungen
Homöopathisch verdünnt ist der Eisenhut ein gutes Mittel gegen aufkommende Erkältungen. Wenn man eine Erkältung herannahen spürt, nimmt man sofort drei bis sechs Mal täglich 10 Tropfen Aconitum D4. Dadurch entfällt die Erkältung oder verläuft milder als ohne den Eisenhut.
Neuralgien
Der Eisenhut kann auch gegen Neuralgien helfen. Dazu nimmt man drei Mal täglich 10 Tropfen Aconitum D6 oder D12. Man kann den homöopathisch verdünnten Eisenhut auch in Öle zur Einreibung einarbeiten. Dazu einige Tropfen ätherisches Lavendel-Öl. Solch ein Öl kann man dann mehrmals täglich auf die schmerzenden Bereiche einreiben.
 
Giftwirkung
Da der Eisenhut die giftigste Pflanze Europas ist, sollte man ihn mit dem nötigen Respekt behandeln.Alle Teile des Eisenhuts sind giftig, vor allem die Wurzel und die Samen. Schon fünf Blütenblätter können im Extremfall zum Tode führen! Als Wildpflanze steht er zudem unter Naturschutz. Aber auch selbst angepflanzte Gartenpflanzen sollte man keinesfalls als Heilpflanze benutzen. Schon der Hautkontakt kann zu Vergiftungen führen, weil das giftige Alkaloid Aconitin durch die Haut und die Schleimhäute aufgenommen wird. Bei einer Vergiftung durch die Haut kommt es zu Taubheitsgefühlen an den Hautstellen, die mit dem Eisenhut in Kontakt gekommen sind. Bei innerlicher Einnahme kommt es zu Kältegefühlen, nervöser Erregung, Übelkeit, Krämpfen und Herzrhythmus-Störungen. In schweren Fällen treten Lähmungen auf, die zur Kreislauflähmung und Atemstillstand führen können. Im Vergiftungsfall sollte man sofort Erbrechen herbeiführen, sofern das nicht schon von selbst geschieht. Auch die Gabe von medizinischer Kohle kann hilfreich sein. Der Vergiftete sollte sofort unter notärztlicher Aufsicht in ein Krankenhaus gebracht werden. Dort wird er bei schweren Vergiftungen intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Dennoch kann je nach Dosis der Tod eintreten.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Eisenhut stammt ursprünglich aus Sibirien. Im Laufe der Eiszeiten hat er sich über Europa, Asien und Amerika ausgebreitet. Er wächst bevorzugt in gebirgigen, kühlen Gegenden, kann aber auch in Gärten der Ebenen angepflanzt werden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 1,50 hoch. Im Frühjahr wachsen die handförmig geteilten, dunkelgrünen Blätter, die auf der Unterseite silbrig sind. Im Laufe des Sommers wächst der Blütenstängel hoch und trägt die blauen Blüten, die in bis zu 50 cm hohen Trauben stehen. Die Blüten haben ein ganz spezielles Aussehen, was der Pflanze auch den Namen Eisenhut eingebracht hat. Die oberen Teile der Blüten sehen aus wie ein Helm. Außer dem bekannten blauen Eisenhut gibt es in Europa auch noch den gelben Eisenhut, der weniger und kleinere Blüten in blassem Gelb trägt.

Bachblüten
Im Übereifer, sich für eine gute Sache einzusetzen, treibt man Raubbau mit seinen Kräften: reizbar bis fanatisch (Vervain)
Dieser Übereifer, sich für eine gute Sache voll einzusetzen, treibt an einem Raubbau mit deren Kräften, sie sind von reizbar bis fanatisch
Mit der Bachblüte können sie diesen Übereifer herunterschrauben und betreiben keinen Raubbau an ihren Kräften
Bachblüten
Man ist eine starke Persönlichkeit, will unbedingt seinen Willen durchsetzen (Vine)
Diese Menschen sind sehr starke Persönlichkeiten und wollen unbedingt ihren Willen durchsetzen
Mit Vine können sie diese Stärke herunterschrauben
Uneingeschränkt empfohlene Lebensmittel
Getreide: Dinkel, da „leicht verdaulich und heilend“, Weizen nur aus vollem Korn zum Backen
Obst: Brombeere, Fruchtmispel, Kornelkirsche (alte Kirschsorte), Quitte, Zitrone
Gemüse: Bohnen, Brennnessel, Fenchel, Kastanie, Kichererbsen, Kürbis, Pastinaken
Fisch: Barsch, Wels
Fleisch: Geflügel, Hirsch, Reh, Schaf, Ziege
Getränke: Bier, Wein, Fenchelkraut, Hagebuttentee
Nahrungsmittel als Heilmittel
Nahrungsmittel, die Hildegard von Bingen als Heilmittel angesehen hat, sind in erster Linie Dinkel, Fenchel, Maroni, aber auch Quitten oder Rettich, Bohnen, Kichererbsen und Datteln. Eine wichtige Rolle in der Hildegardküche spielen außerdem Kräuter und Gewürze. Hier gilt es Galgant, Bertram, Ysop und Quendel wieder zu entdecken, weiters werden Kreuzkümmel, Minze, Petersilie, Dille, Schafgarbe und Salbei oft eingesetzt.
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