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HUFLATTICH
Der Huflattich ist so genügsam, dass er sogar auf reiner Braunkohle wächst. Im zeitigen Frühjahr gehört er zu den ersten Pflanzen, die ihre Blüten entfalten. Oft werden die gelben Huflattichblüten mit Löwenzahn verwechselt, doch beim genaueren Hinschauen erkennt man erhebliche Unterschiede, denn die Huflattichblüte wächst nicht nur auf einem geschuppten Stängel, sondern die Pflanze hat auch gar keine Blätter in der Blütezeit. Die hufeisenförmigen, weichen Blätter erscheinen erst, wenn die Blüten längst verschwunden sind. Sie riechen mild balsamisch und sind auf der Unterseite grau verfilzt. Der bevorzugte Einsatzzweck des Huflattichs in der Naturheilkunde sind Erkrankungen des Atmungsorgane vom einfachen Husten bis hin zum Asthma. Aber auch bei Hautprobleme hat der Huflattich viel zu bieten, denn er wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und blutstillend.
 
Anwendung
Der Huflattich gilt als bedeutsame Heilpflanze bei Hustenreiz und wirkt schleimlösend. Als arzneilich wirksamster Teil werden die Blätter verwendet. Der Huflattich gehört zu den ältesten Hustenmitteln. Schon Dioskurides, Plinius und Galenos empfehlen den Rauch der angezündeten Blätter gegen Husten. Auch Hildegard von Bingen weist auf die Heilkraft des Huflattichs bei Erkrankung der Atmungsorgane hin. Die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes sah eine Wirksamkeit von Huflattichblättern gegeben bei akuten Katarrhen der Luftwege mit Husten und Heiserkeit sowie akuten, leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, was die Zulassung als Arzneimittel in Deutschland begründete. Zubereitungen aus Huflattichblättern und -blüten enthalten mutagene und potentiell karzinogene Pyrrolizidinalkaloide. Nach aktuellem Erkenntnisstand dürfen Huflattichblätterhaltige Arzneimittel - egal in welcher Darreichungsform - einen Grenzwert von 1μg PA pro maximal deklarierter Tagesdosis nicht überschreiten. Der in der Kommission E-Monographie genannte Grenzwert von 10 μg PA ist damit nicht mehr gültig. Dies bedeutet, dass nur geprüfte Heilpflanzendrogen aus kontrollierten Kulturen mit reduziertem PA-Gehalt angewendet werden sollten. Im Fall von Huflattich wurden in den letzten Jahren PA-freie Sorten herausselektioniert, was die Herstellung von Huflattich-Arzneimitteln prinzipiell wieder erlaubt; die Pflanze findet jedoch derzeit keine Verwendung in der Medizin. Auch in Präparaten der Paramedizin ist kein Bestandteil der Tussilago farfara nachweisbar.
Huflattichtee oder Tinktur bei Husten
Das Haupteinsatzgebiet für den Huflattich ist der Husten und all seine Verwandten. Mit seinen einhüllenden Qualitäten lindert er den hartnäckigen Reizhusten und löst den zähen Schleim. Auch bei Asthma hilft er, freier zu atmen, da er die Bronchien erweitert. Er kann als Tee oder Tinktur eingenommen werden. Beliebt sind auch Teemischungen, die je nach Art des Hustens zusammengestellt werden. Für einen trockenen Reizhusten eignet sich z.B. eine Mischung aus: Huflattich, Königskerze, Süßholz. Zu gleichen Teilen vermischen und als Aufguss zubereiten. In kleinen Schlucken trinken.
Huflattichtee für das Verdauungssystem
Tee aus Huflattichblättern fördert die Verdauung, lindert sowohl Verstopfung als auch Durchfall und wirkt gegen Entzündungen im Verdauungstrakt. Außerdem stärkt Huflattichtee den Appetit.
Huflattichtee bei Hautprobleme
Einen Aufguss der Huflattich-Blüten oder Blätter kann man in Form von Umschlägen oder als Waschung gegen vielerlei Hauterkrankungen verwenden. Da Huflattich entzündungshemmend, zusammenziehend und antibakteriell wirkt, hilft der Tee gegen Ekzeme, schlecht heilende Wunden, bakterielle Entzündungen (z.B. Rotlauf), leichte Verbrennungen, Venenentzündung und Furunkel.
Blütenessenz
Aus den Blüten des Huflattichs kann man auch eine Blütenessenz herstellen, die für Pionierleistungen und die Fähigkeit sich selbst treu zu bleiben steht.
 
Pflanzenbeschreibung
Huflattich ist in Europa, Asien und Teilen von Afrika heimisch. In Nordamerika ist er eingebürgert. Der Huflattich wächst gern in Steinbrüchen, an Böschungen, Bahndämmen oder in den Bergen am Wegrand. Sein bevorzugter Boden ist ton- und lehmhaltig, daher kann er anzeigen, ob ein Boden Ton oder Lehm enthält. Selbst auf Braunkohle kann er wachsen, so genügsam ist er. Wichtig ist dem Huflattich auch ein sehr sonniger Standort. Er kann zwar auch im Halbschatten wachsen, aber dann sind seine Blätter nicht so wirksam. Eine Besonderheit des mehrjährigen Huflattichs ist, dass zuerst die Blüten aus dem nackten Boden wachsen und erst später die Blätter erscheinen. Die leuchtend gelben Korbblüten erscheinen im zeitigen Frühjahr zwischen März und April, ohne dass man Blätter sehen kann. Sie stehen auf schuppigen Stängeln, die weißlich oder rötlich sind. Gerne stehen die Blüten in Gruppen zusammen. Aus den Blüten entwickeln sich haarige Samenfahnen, die an die Pusteblumen vom Löwenzahn erinnern. Die Blätter wachsen erst ab März. Sie sind eckig-herzförmig und etwa handtellergroß. Ihre Form erinnert an die Hufe von Pferden, was dem Huflattich auch den Namen gab. Oben sind die Blätter hellgrün und auf der Unterseite grau-weiß und filzig behaart. Der Huflattich wächst als ausdauernde (perennierende) krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern. Die langgestielten und grundständigen Laubblättererreichen etwa 10 bis 20 Zentimeter Breite. Sie sind gezähnt und herz- oder hufförmig. Durch die weißfilzige Blattunterseite ist das stark-nervige Adernetz nicht deutlich sichtbar. Die Blätter, deren leicht bitterer Geschmack zusammenziehend wirkt, haben einen schwachen Geruch. Zeitig im Frühjahr erscheinen zunächst nur die korbförmigen Blütenstände, die etwa 300 weibliche gelbe Zungenblüten und 30 bis 40 männliche gelbe Röhrenblüten enthalten. Erst nach deren Verblühen folgen die Blätter. Zur Blütezeit sind die Stängel lediglich mit braunen oder rötlichen, behaarten Schuppenblättern besetzt. Verblühte Stängel sind deutlich nickend. Die Blüten duften schwach honigartig und schmecken ähnlich wie die Blätter, jedoch etwas süßer.
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, anregend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, schleimlösend, schweißtreibend, tonisierend, Asthma, Husten, Bronchitis, Reizhusten, Raucherhusten, Brustfellentzündung, Fieber, Erkältung, Heiserkeit, Kehlkopfentzündung, Augenentzündung, Ohrenentzündung, Frühjahrsmüdigkeit, Stoffwechsel anregend, Appetitlosigkeit, Magen-Darmkatarrh, Gastritis, Darmentzündung, Verstopfung, Durchfall, Nervenschmerzen, Nervensystem stärkend, Entzündete Wunden, Schlecht heilende Wunden, Unterschenkelgeschwür, Venenentzündung, Pickel, Furunkel, Ekzeme, Gesichtsrose, Leichte Brandwunden
wissenschaftlicher Name: Tussilago farfara
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Coltsfoot
volkstümlicher Name: Bachblümlein, Berglatschen, Brandlattich, Brustlattich, Foh-lenfuss, Hoflörrich, Hufblatt, Labassen, Ladderblätter, Lehmblümel, Loambleamel, Märzblume, Ohmblätter, Quirinkraut, Rosshuf, Sandblümel, Sommertürl, Teeble-aml, Tabakkraut, Zeitrösele
Falsche Schreibweisen: Huflatich, Hufflatich, Hufflattich
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe: Schleim, Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoff, Gerbsäure, Hyperin, Inulin, Mineralstoffe, Pyrrolizidinalkaloide, Salpeter, Saponine, Tannine, Taraxaste-rol, Violaxanthin, Zink
Wirkstoffe: Im Huflattich sind Pflanzenschleim, Gerbstoffe und Inulin enthalten.
Sammelzeit: Mai

ROTKLEE
Der Wiesenklee, auch Rotklee genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Klee in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler.
Jedes Kind kennt den Klee, weil es sich erhofft, auf der Suche nach vierblättrigen Kleeblättern das Glück zu finden. Das Glück durch Klee finden aber vor allem die Tiere, die ihn besonders gerne fressen. Aber auch in der Heilkunde findet der Klee immer mehr Bedeutung, vor allem der Rotklee, denn er enthält Isoflavone, die in den Wechseljahren bei den Östrogenmangel helfen. Außer dieser Anwendung ist der Klee für die Verdauungsorgane und die Blutreinigung hilfreich.
Rotklee, der gemeinhin auch als Wiesenklee bezeichnet wird, ist ein bedeutendes Heilkraut. Das zu den Hülsenfrüchtlern gehörende Wildkraut, ist ein häufiger Begleiter auf Wiesen und Wegrändern. Rotkleepräparate und Tees werden heute vor allem bei Wechseljahresbeschwerden und Schleimhautentzündungen verwendet. Doch auch die Keimlinge bzw. die Sprossen des Rotklees finden in der Küche aufgrund des hohen Vitaminanteils viele Anhänger.
 
Anwendung
Der Wiesenklee ist eine eiweißreiche Futterpflanze und wird in Deutschland seit dem 11. Jahrhundert angebaut, Kleekulturen waren aber erst nach 1750 verbreitet. Durch die Symbiose mit stickstoff-fixierenden Bakterien (Knöllchenbakterien) ist er als Bodenverbesserer und als Vorfrucht für andere Kulturpflanzen sehr gut geeignet; für die Imkerei wurden Sorten mit kürzerer Kronröhre herausgezüchtet. Gemischt mit anderen Kleesorten und Gräsern wird er als Kleegras zur Gründüngung und als Alternative zu Mais in Biogasanlagen verwendet.
Die wichtigste Anwendung des Rotklees ist wohl als Tee zum hormonellen Ausgleich in den Wechseljahren. Erst vor wenigen Jahren ist diese Einsatzmöglichkeit des Rotklees entdeckt worden. Als Tee eignet sich der Rotklee zur Förderung der Lebertätigkeit, der Verdauung und zur Gallensaftproduktion. Der Weißklee wirkt als Tee blutreinigend. Auch in der Rekonvaleszenz können bei-de angewandt werden. Ansonsten eignen sich Rot- und Weißklee für Teeumschläge gegen rheumatische Schmerzen und Milchdrüsen-Entzündung.
Heilwirkung
Sowohl der Rote aus auch der Weiße Wiesenklee sind nicht offizinell. Im Kräuterbuch des Dr. Andrea Matthiolus (1570) lesen wir, dass die Wiesenkleearten „auch eine Art haben zu erweichen / derwegen sie offt zu den Chlystieren gebraucht werden.“
Die Volksheilkunde hält große Stücke auf beide Kleearten.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Wiesenklee wächst bevorzugt auf Wiesen und an den Rändern von Äckern. Als Futterpflanze wird er sogar angebaut. Zum Leidwesen vieler Gartenbesitzer wächst der Klee auch häufig unbeabsichtigt auf den Rasenflächen. Dabei stellt der Klee eigentlich recht hohe Ansprüche an den Standort, aber anscheinend werden diese Ansprüche auf vielen Rasenflächen aufs Beste erfüllt. Der Boden muss nährstoffreich und fett sein. Staunässe mag die Kleepflanze nicht. In Bodennähe wächst eine Blattrosette, aus der die bis zu 50cm hohen Stängel wachsen. Die typischen Blätter sind dreigliedrig, in seltenen Fällen auch viergliedrig. Die vierblättrigen Kleeblätter sollen angeblich Glück bringen, daher sind sie sehr begehrt. Zwischen Mai und September blüht der Wiesenklee in roten oder weißen Köpfchen. Diese Kleeblüten enthalten viel Nektar und sind daher bei Bienen beliebt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: blutreinigend, Appetitlosigkeit, Gicht, Leberschwäche, Rekonvaleszenz, Rheuma, Verstopfung, erweichend, Wechseljahresbeschwerden, Östrogenmangel, Hitzewallungen
wissenschaftlicher Name: Trifolium pratense
Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler = Fabaceae
englischer Name: Clover
volkstümliche Namen: Rotklee, Weißklee, Wiesenklee, Fleischklee, Feldknoppern, Futterklee, Himmelsbrot, Honigklee, Hummellust, Steyrerklee, Sügerli, Zuckerblümli, Zuckerbrot
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Isoflavone, Proteine, Gerbstoffe, ätherisches Öl, Glykoside, phenolische Substanzen
Sammelzeit: Mai bis September

BACHBLÜTE ROCK WATER
Ich fühle mich überarbeitet                
Diese fühlen sich schlicht überarbeitet
Mit der Bachblüte können sie das Gefühl der Überarbeitung lösen
 

BACHBLÜTE SCLERANTHUS
Meistens fühle ich mich verunsichert
Diese fühlen sich meistens verunsichert
Mit der Bachblüte können sie diese Verunsicherung von sich lösen

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Erkrankungen der Beine
DURCHBLUTUNGSSTÖRUNGEN, KRAMPFADERN, KALTE FÜSSE
Hildegard empfiehlt Dachsfell, da sie erkannt hatte, dass damit generell Durchblutungsstörungen in den Extremitäten behandelt werden können.
Dachsfell
Dachsfell sorgt für eine Durchblutung der haut schon nach wenigen Minuten, ebenso für rasche Schmerzbeseitigung. Bei regelmäßiger Massage entsteht durch die Dachshaare eine besser Durchblutung. Naturheilpraktiker berichten, dass sie manches Raucherbein, das aufgrund schlechter Durchblutung amputiert werden sollte, mit dieser einfachen Methode retten konnten. Auch die Brennnessel hat sich bei Durchblutungsstörungen besten bewährt.
Brennnesselsaft-Hanf-Kompresse
Zutaten: frisch ausgepresster Brennnesselsaft, Wasser, Seilerhanf
Zubereitung: am ersten Tag Brennnesselsaft im Verhältnis 1:5 mit Wasser verdünnen (z.B. 2 Esslöffel Brennnesselsaft mit 10 Esslöffeln Wasser) und die zu behandelnde Hautpartie damit befeuchten und über die Beine binden. Mit einer Mullbinde fixieren, Beine 1 bis 2 Stunden hochlagern.
Am zweiten Tag die Mischung im Verhältnis 1:3 verdünnen, Anwendung wie am ersten Tag. Am dritten Tag 1:1 mischen, Anwendung wie am ersten Tag. Vom vierten bis zehnten Tag werden die Beine mit unverdünntem Brennnesselsaft behandelt, ansonsten Anwendung wie am ersten Tag.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
ACKERSCHACHTELHALM (Schachtelhalm, Zinnkraut)
Häufigste Anwendungsbereiche des Zinnkrauts sind die von Kneipp verordneten Bäder, sei es als Teil- oder Sitzbad. Die Heilpflanze steigert die Durchblutung und wirkt wundheilend. Für diese Bäder benützt man fertige Badeextrakte aus der Apotheke.
Eine weitere äußerliche Verwendung des Zinnkrauts stellt der Tee in Form von Gurgel- und Spülwasser bei Entzündungen des Zahnfleischs sowie der Mund- und Halsschleimhäute dar.
Für den Tee bzw. den Absud überbrüht man drei Teelöffel des Krauts mit einer Tasse heißem Wasser und lässt den Aufguß etwa 20 Minuten kochen.
Mannigfaltiger noch sind die Dienstleistungen des Zinnkrautes nach innen.
Sein Tee, der nie schaden kann, reinigt den Magen. Man nehme von Zeit zu Zeit (nicht täglich) eine Tasse. Er lindert die Schmerzen bei Grieß- und Steinleiden und bringt vor allem den Leidenden Hilfe, die Beschwerden haben im Wasserlassen. Da ist er einzigartig, unersetzbar und unschätzbar.
Bei Blutungen, Blutbrechen zählt er mit zu den ersten und besten Teearten. Wer Blut bricht, nehme ihn schleunigst. Ich kenne Fälle, in denen nach vier Minuten schon völliger Stillstand eintrat.
Bei starkem Nasenbluten ziehe man durch die Nase wiederholt solchen Tee auf. Er wirkt zusammenziehend und hilft schnell.
Solchen, die von Blutflüssen heimgesucht werden, empfehle ich, täglich ein bis zwei Tassen dieses Tees zu trinken.
In jeder Hausapotheke sei Zinnkraut in genügender Menge vorhanden, daß man es im Notfall sofort zur Hand habe.
Eine Alternative zum Tee ist der in der Apotheke erhältliche Zinnkraut-Pflanzensaft, der Eßlöffelweise eingenommen wird.

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