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LÄRCHE
Die Lärche ist eine Besonderheit im Reich der Nadelbäume, denn sie verliert jedes Jahr ihre Nadeln, als wäre sie ein Laubbaum. Dass sie auch eine vielfältige Heilpflanze ist, ist nur wenigen bekannt. Dabei ist es sehr nützlich zu wissen, dass sie bei vielerlei Hautleiden hilft, aber auch bei Problemen des Verdauungssystems und Harnapparates. Die Lärche wird auch als Bachblüte Larch eingesetzt. Die Lärchen bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Kieferngewächse. Sie wachsen häufig in den nördlichen Urwäldern und in Wirtschaftswäldern. Die Europäische Lärche war der Baum des Jahres 2012 in Deutschland und der Baum des Jahres 2002 in Österreich.
 
Steckbrief
Heilwirkung: erweichend, erwärmend, harntreibend, Blasenleiden, Blasensteine, Blutungen, Würmer, Nervenschmerzen, Wunden, eiternde Geschwüre, nässende Flechten, Grind, Bandwürmer, Durchfall, Gallensteine, Menstruationsfördernd
wissenschaftlicher Name: Larix europaea, Pinus larix, Larix decidua
Pflanzenfamilie: Kieferngewächse = Pinaceae
englischer Name: Larch
volkstümlicher Name: Lärchtann, Lerbam, Lörbaum, Lorchbaum, Lertanne, Lörtanne, Schönholz
Verwendete Pflanzenteile: Rinde, Harz, junge Sprosse, Nadeln
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Harzsäuren, Pimarinsäure, Pimarsäure, Pimarolsäure, Bitterstoff, Bernsteinsäure
Sammelzeit: Mai bis August
 
Anwendung
Das ätherische Öl (venetianischer Terpentin) kann man mit Honig vermischen und bei Blasenleiden, Blutungen und Darmkatarrh einsetzen. Äußerlich kann man das ätherische Öl für Einreibungen bei Nervenschmerzen verwenden. Als Umschlag (Tuch in heißes tauchen und ätherisches Öl drauftropfen) hilft das ätherische Lärchenöl bei allerlei Hauterkrankungen. Da die Wirkstoffe der Lärche jedoch sehr kräftig sind, sollte man den Umschlag nach einer halben Stunde entfernen und erst frühestens einen Tag später nochmal anwenden. Auch mit der Dosierung muss man bei der Lärche sehr vorsichtig sein.
Heilkräftige Pflanzenteile
Gesammelt wird die Rinde, das Harz, die jungen Sprossen und die Nadeln. Alle von Mai bis gegen Ende August.
Offizinell ist der aus dem Lärchenharz gewonnene Terpentin, der den Namen Venetianischer Terpentin führt.
Heil- und Wirkstoffe
Im Terpentin ist ätherisches Öl in wechselnden Mengen 15-35%, enthalten. Ferner werden verschiedene Harzsäuren, wie Pimarin-, Pimar- und Pimarolsäure nachgewiesen und schließlich Bitterstoff und etwas Bernsteinsäure.
Heilwirkung
Terpentin hat die Heilwirkung zu erweichen, zu erwärmen, zu säubern und zu zerteilen.
Anwendung in der Volksheilkunde
½ bis 2g Venetianischer Terpentin mit Honig gut vermengt und eingenommen, ist ein gutes Hausmittel gegen Blasen- und Steinleiden, Blutungen, Katarrhen, treibt die Würmer und den Urin, der hiedurch einen veilchenartigen Geruch bekommen.
Äußerlich ist der Venetianische Terpentin gut zu Einreibungen bei Nervenschmerzen, als Umschlag bei blutenden Wunden, eiternden Geschwüren, nässenden Flechten, bei Grind und anderen Hauterkrankungen. Die Umschläge werden in der Weise bereitet, dass man einen wollenen Lappen zuerst in heißes Wasser taucht, ausdrückt und dann erst mit dem Terpentin etwas befeuchtet. Dieser Umschlag ist jedoch nach ½ Stunde zu entfernen und erst am nächsten Tage zu wiederholen.
Innerlich wird der Venetianische Terpentin in Gaben von 5-8 Tropfen bei Bandwurm, Darmschleimdrüsen, blutigem Durchfall, Gallensteinkolik, Nierenkolik und zur Förderung der monatlichen Regel eingegeben. Auch bei inneren Blutungen wirkt der Venetianische Terpentin blutstillend.
Venetianischer Terpentin wird empfohlen bei allen Erkältungskrankheiten des Magens, da er diesen wohltuend erwärmt.
Es wird jedoch nachdrücklichst darauf aufmerksam gemacht, dass zu große Gaben und auch ständiger Gebrauch unbedingt zu vermeiden sind, da sie sonst – dies besonders bei Nierenleiden oder empfindlicher Niere – eine wesentliche Verschlimmerung des Leidens auslösen können.
So wohltuend die äußerliche Anwendung in Form von Einreibungen ist, können hier zu große Mengen oder zu häufige Einreibungen nur schaden. Es entstehen schmerzhafte Anschwellungen und Blasenbildungen.
In entsprechender Verdünnung mit bestem Olivenöl kann man den Venetianischen Terpentin etwas angewärmt tropfenweise in das schmerzende Ohr träufeln. Die Rinde der Lärche, in Wasser gesotten und getrunken, stillt das starke Abweichen und treibt den Harn.
Die Rinde zu Pulver fein zerstoßen und dieses in die eiternden und schwer heilenden Wunden oder Geschwüre gestreut, bringt diese zum Abheilen.
Die Nadeln zerstoßen und übergelegt, lindern die entzündeten Wunden. Die frischen Nadeln in Essig gekocht und die Brühe eine Zeitlang im Munde gehalten, stillt für erste das Zahnweh.
Lärchennadeln- oder Lärchensprossenbäder haben die gleichen Wirkung wie die Fichten- oder Kiefernnadelbäder.
Anwendung in der Homöopathie
Die entsprechenden Verdünnungen mit Terebinthia Veneta werden gegen Hausausschläge, Blutharnen, Nierenentzündungen und gegen hautwassersucht nach Scharlachfiebern angewendet.
Bachblüte
Als Bachblüte Larch steht die Lärche für die Bescheidenheit und das Selbstvertrauen.
 
Pflanzenbeschreibung
Alle Lärchenarten sind sommergrüne Bäume, werfen also im Spätherbst ihre nadelförmigen Blätter ab. Damit sind sie eine der zwei nicht immergrünen Gattungen innerhalb der Kieferngewächse. Die andere Gattung ist die der Goldlärchen, welche nicht zu den Lärchen gehört. An einem Kurztrieb befinden sich 10 bis 60 Nadelblätter oder die Nadelblätter befinden sich einzeln an einjährigen Langtrieben. Die Borke ist an jungen Bäumen silber-grau bis grau-braun; sie wird später rötlich braun bis braun. Die Europäische Lärche erreicht Wuchshöhen von etwa 40 Meter, amerikanische Lärchen werden sogar noch etwas größer. Larixarten sind einhäusig getrenntgeschlechtig, sie besitzen also männliche und weibliche Zapfen an einem Baum. Die einzeln stehenden männlichen Zapfen sind eiförmig bis zylindrisch, gelblich und meist kleiner als 1 cm. Die weiblichen Zapfen sind anfangs grün, rot oder purpurfarben. Sie benötigen von der Befruchtung bis zur Reife vier bis sieben Monate, bleiben aber auch nach dem Ausstreuen der Samen noch mehrere Jahre am Baum. Die eiförmigen bis kugeligen Zapfen stehen aufrecht endständig an Kurztrieben oder an einem kurzen, gebogenen, beblätterten Stiel am Zweig. Bei Reife sind sie hell bis dunkel braun. Die Samenschuppen sind meist etwas breiter als lang. Die Deckschuppen sind glatt und dünn. Die kleinen Samen sind weißlich und 4 bis 6 mm groß mit 6 bis 9 mm großen Flügeln. Die Sämlinge besitzen vier bis acht Keimblätter.
In ihrer Jugend wächst der Lärchenbaum sehr schnell, sodass er zunächst hoch aber schmal wird. Erst später entwickelt die Lärche ihr Breitenwachstum. Im Frühling wachsen die neuen Nadeln büschelweise. Die Nadeln sind gut zwei Zentimeter lang und flach. Etwa zwanzig von ihnen bilden ein Büschel. Im April und Mai blühen die roten, duftenden Blüten. Im Herbst entwickeln sie sich zu kleinen Zäpfchen.
Botanik
Die Lärche ist die Frühlingsverkünderin des Nadelwaldes und hat als lichthungriger Baum das Bestreben, über die übrigen Waldbäume hinauszuragen. Durch diesen in der Jugend besonders starken Höhenwuchs ist sie anfangs sehr schlank und setzt erst in späteren Jahren breitere Jahresringe an. Als einziger Nadelbaum verliert die Lärche alljährlich die Nadeln. Sie sind hellgrün, flach, 2-3cm lang und stehen zu 15-20 in Büscheln, nur bei den jungen Trieben einzeln. Die Lärche ist einhäusig. Die roten wohlriechenden weiblichen Blüten entwickeln sich zu kleinen Zäpfchen.
Geruch und Geschmack
Rinde, Harz und Nadeln haben einen balsamischen, etwas zitronenartigen Geruch und das Harz einen balsamischen Duft. Der Geschmack des Harz ist terpentinartig.
Blütezeit
April, Mai
Samenreife
Oktober, November
Standort
Die Lärche gedeiht am besten im Gebirge und kommt nicht nur in den Alpen, sondern auch in den übrigen Gebirgen Europas oft waldbildend, doch auch inmitten der Nadelbäume vor.

MAIGLÖCKCHEN t
Das Maiglöckchen ist eine Pflanzenart aus der artenarmen Gattung Convallaria in der Familie der Liliengewächse. In der Deutschschweiz wird auch der Trivialname Maieriesli verwendet. Es wurde 2014 zur Giftpflanze des Jahres gewählt. Mit dem duftenden Maiglöckchen wird so mancher Maifeiertag begangen. In vielen Gegenden sind an diesem Tag junge Menschen unterwegs, die kleine Maiglöckchensträuße verkaufen. Da kann man immer nur hoffen, dass diese Sträuße aus Gärtnereien stammen, denn das wildwachsende Maiglöckchen steht unter Naturschutz. Heutzutage denkt kaum jemand an eine medizinische Anwendung beim Anblick der hübschen weißen Blütentrauben. Doch das Maiglöckchen ist ein wertvolles Heilmittel, das schwache Herzen stärkt und unregelmäßigen Herzen wieder zu einem Rhythmus verhilft. Es wirkt deutlich milder und ungefährlicher als der viel verwendete Fingerhut. Früher wurde das Maiglöckchen sogar als Allheilmittel betrachtet, doch seine Giftigkeit hat den Ein-satz des Maiglöckchens für Alltagsbeschwerden nahezu vollständig zum Erliegen gebracht.
 
Anwendung
Achtung! Giftig. Maiglöckchen nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Das Ausmaß der Giftigkeit des Maiglöckchens ist jedoch umstritten. Berichte über ein totes Kind, das Maiglöckchen-Blumenwasser getrunken hatte, ließen sich nicht belegen, andere Todesfälle sind nicht bekannt. Allerdings kann es vor allem bei kleinen Kindern, die die Beeren gegessen haben, zu Durchfall und Erbrechen kommen, manchmal gepaart mit Herzrhythmusstörungen. Zum Essen ist das Maiglöckchen   also keinesfalls geeignet.
Früher galt das Maiglöckchen als Allheilmittel, doch dann wurde seine Giftigkeit festgestellt und seine Anwendung geriet nahezu in Vergessenheit.
Maiglöckchen als Herzmittel
Später wurde jedoch herausgefunden, dass die Glykoside, die im Maiglöckchen enthalten sind, ähnlich wirken wie das Herzmittel Strophanthin, aber weniger giftig sind. Maiglöckchen sind auch weniger giftig als der vielfach benutzte Fingerhut, und sie sammeln sich zudem nicht schädlich im Körper an. Daher werden Präparate mit Maiglöckchen-Wirkstoffen heutzutage gerne gegen eine Vielzahl von Herzbeschwerden eingesetzt. Sie helfen bei Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Altersherz. Auch bei herzbedingtes Asthma kann das Maiglöckchen in ärztlich verschriebenen Fertigpräparaten helfen.
Maiglöckchen für das Nervensystem
In der Volksheilkunde wurde das Maiglöckchen früher gegen alle Arten von Krankheiten eingesetzt. Davon ist vor allem die Anwendung bei Problemen des Nervensystems übrig geblieben. Manchmal wird es zur Vorbeugung gegen und zu Nachbehandlung von Schlaganfall benutzt. Auch gegen Epilepsie wird es traditionell angewandt, jedoch ist der Nutzen dieser Anwendung nicht belegt. In homöopathischer Verdünnung ab D1 kann man das Maiglöckchen vorsichtig anwenden.
 
Geschichte
Als Heilpflanze wurde das Maiglöckchen erstmals in Gabriel von Lebensteins Abhandlung „Von den gebrannten Wässern“ erwähnt, deren ältester bekannter Textzeuge aus dem 1. Viertel des 15. Jh. stammt. Darin wurde das Maiglöckchen als Marienblume beschrieben: „Lilium convalium. Es hat auch vnſer libe fraw geſprochen in dem puch der libe: Ich pin ein plvm des tals vnd auch des grvnen waldes.“ Lebenstein schrieb dem aus Maiglöckchenblumen gebrannten Wasser folgende Heilwirkungen zu:
Allgemeine Wirkung bei innerer Anwendung: Vorbeugung gegen hohen siechtag (lässt sich nicht sicher deuten), stärkt das Herz und alle Organe des Menschen.
Innere Anwendung: gegen Wehenschwäche, Lähmung nach Schlaganfall (von paraliß geschLagen), Verlust des Sprechvermögens, Wassersucht, Weh in den Lenden, Menstruationsbeschwerden, Hauterkrankungen (ausseczig), Harnentleerungsstörungen, Faulen der Leber, Atemwegserkrankung – Lungenemphysem (Wachsen der Lunge), Heiserkeit, Halsschwellung.
Äußerliche Anwendung: gegen Augenrötung, Entzündung an den männlichen Geschlechtsteilen, Erbgrind auf dem Kopf, graue Haare, üblen Geruch aus Nase und Mund.
In dem Michael Puff aus Schrick zugeschriebenen Büchlein von den ausgebrannten Wässern wurden Lebensteins Indikationen in gestraffter Form wiederholt und durch die Angabe „wirkt giftwidrig“ ergänzt. Im Mainzer Gart der Gesundheit von 1485 bildete Erhard Reuwich das Maiglöckchen naturgetreu ab. Der Text erwähnte die wohlriechenden Blumen, verglich die Blätter mit den Wegerichblättern und beschrieb die Herstellung eines Destillats aus den Blumen:
„Diſſe blomen ſynt beſſer an irer krafft wan das krut. Vnd die wůrtzeln beſſer dan die blomen. Item nym diſſer blomen eyn halb phunt vnd thu darvber gůten lutern wyn vnd laiß die dar inne beyſſen vier wochen. Darnach ſeyge den wyn abe vnd diſtillier den durch eyn elembig funff male. Diſſer wyn alſo diſtillieret ist beſſer dan golt. Wer diſſen wyn miſchet mit vi. pfeffer korner vnd wenig lavendel waſſer der darff ſich den ſelbigen monat nit beſorgen fur dem ſlage.“
Bis zur Mitte des 19. Jh. wurde das Maiglöckchen von der Schulmedizin vernachlässigt, dann aber – aus der russischen Volksmedizin auftauchend – wiederentdeckt und als Ersatzstoff der Digitalis und der Scilla bei Herzmuskelschwäche mit Wasserstauung eingesetzt. 1858 stellte der Heidelberger Pharmakologe Georg Friedrich Walz aus dem Maiglöckchen die Glycoside Convallamarin und Convallarin dar. 1867 machte der Göttinger Wilhelm Marmé Tierversuche mit Convallamarin, bewies dessen Herzwirkung, ermittelte die für Hunde tödliche Dosis und reihte es unter die Digitaloide ein. Das Convallarin erkannte er als Abführmittel und schied es für die Herztherapie aus
 
Giftigkeit
Das Maiglöckchen wird insgesamt als sehr stark giftig eingestuft. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber Blüten und Früchte. Es wurden 38 Glycoside in der Pflanze gefunden, die sich von 9 Aglyka ableiten lassen. Hauptwirkstoffe: Convallatoxin, Convallatoxol, Convallosid und Desglucocheirotoxin. Vergiftungserscheinungen: Bei äußerlichem Kontakt mit der Pflanze treten Haut- und Augenreizungen auf. Bei Aufnahme durch den Mund treten Übelkeit, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Schwindel und Brustbeklemmung auf. Zunächst tritt hoher Blutdruck und rascher Puls, später verminderter Blutdruck, sehr langsame und tiefe Atmung und schließlich Herzstillstand ein. Nach dem Genuss von einer bis fünf Beeren sind höchstens kurzzeitige Sinusarrhythmien beobachtet worden, meist keine Symptome. Bei größeren Mengen muss wie bei einer Herzglykosid-Vergiftung behandelt werden.
Durch Beeren, Blüten und Blätter sind besonders Kinder gefährdet. Bei Aufnahme von Teilen der Pflanze sollten der Giftnotruf oder ein Arzt konsultiert werden. Mit dem Maiglöckchen wird z. B. Bärlauch beim Sammeln immer wieder verwechselt. Der typische Knoblauchgeruch von Bärlauch unterscheidet beide. Schwere Vergiftungen von Tieren können bei der Waldmast auftreten. Auch Geflügel ist gefährdet.

Pflanzenbeschreibung
Das Maiglöckchen ist in Europa und Nordamerika heimisch. Es wächst in Laubwäldern, bevorzugt Buchenwäldern, und kommt selten vor. Dort wo es wächst, steht es aber meistens in größeren Beständen. Aus dem ausdauernden Wurzelstock treiben im Frühjahr lange, ovale Blätter mit Spitze aus, die paarweise zusammengewachsen sind. Zwischen den beiden Blättern wächst ein Blütenstängel, der eine einseitig hängende Traube von kleinen, weißen Blüten trägt. Die Blüten sehen aus wie kleine Glöckchen. Sie duften sehr stark und wohlriechend. Aus den Blüten entwickeln sich später leuchtend rote Beeren.
Achtung! Die Pflanze darf nicht gesammelt werden, denn sie steht unter Naturschutz!
Das Maiglöckchen ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30cm erreicht. Es besitzt ein bis zu 50 cm tief wurzelndes Rhizom als Speicher- und Überdauerungsorgan und wird daher zu den Rhizomgeophyten gezählt. Das relativ dünne, kriechende und ausläuferartige Rhizom verzweigt sich monopodial. Die oberirdischen Sprosse bilden sich daher jeweils hinter der Rhizomspitze. Mit Hilfe ihrer anfangs kegeligen Form durchbrechen die jungen Sprosse im Frühjahr den Erdboden. Der ansonsten unbeblätterte, aufrecht wachsende und kantige Stängel besitzt an seiner Basis meist zwei Laubblätter in gerollter Knospenlage, die ihn scheidig einhüllen.
Das Maiglöckchen zeigt zwei bis drei Laubblätter, die direkt dem Rhizom entspringen. Sie gliedern sich in eine stielähnliche, einen Scheinstängel bildende Blattscheide und die Blattspreite. Die Länge der Scheide beträgt etwa 4 bis 30 Zentimeter. Die ganzrandige Blattspreite ist unbehaart. Ihre Länge variiert zwischen 12 und 20 Zentimeter, die Breite umfasst zwischen 2,5 und 5 Zentimeter. Sie ist breit-lanzettlich geformt und läuft in einer kurz zugespitzten Blattspitze aus. Blattober- und Blattunterseite zeigen eine dunkelgrüne Färbung, die Blattoberseite ist deutlich glänzend. Zum Blattgrund hin verschmälert sich das Blatt in den Scheinstängel, wobei die stielähnliche Scheide des niedriger stehenden Blattes die des höher stehenden Blattes scheidenförmig um-schließt. Zusätzlich umhüllen mehrere sich umfassende häutige Niederblätter scheidig die Basis der Scheinstängel.
Zwischen März und Juni entwickeln sich in einem mehr oder weniger einseitswendigen traubigen Blütenstand fünf bis zehn nickende, breitglockige Blüten. Jede Blüte steht über einem häutigen, 4 bis 20 mm langen, lanzettförmigen Tragblatt, das in etwa halb so lang wie das 5 bis 11 mm lange Blütenstielchen ist und dieses an der Basis umhüllt. Kennzeichnend für die Blüten des Maiglöckchens ist der charakteristische, intensiv süßliche Duft, über den potenzielle Bestäuber angelockt werden. Bestimmend für die Duftnote gilt das aromatische Aldehyd Bourgeonal. Die reinweiße Blütenhülle des Maiglöckchens ist einheitlich gestaltet und, wie bei der Unterfamilie Nolinoideae weit verbreitet, erfolgt keine Unterteilung in Kelch und Krone. Die sechs 5 bis 9mm langen Perigonblätter sind bis auf ihre sechs kurzen, 1 bis 3 Millimeter langen, zurückgebogenen Zipfel fast vollständig glockenförmig miteinander verwachsen. Die Perigonblätter sind mit mikroskopisch kleinen Drüsen besetzt. Das Perigon ist meist rein weiß, selten haben Exemplare innen, wo die Staubblätter eingefügt sind, sechs purpurviolette Flecken. Die Blüte des Maiglöckchens ist zwittrig, d. h., sie enthält Staub- und Fruchtblätter in einer Blüte. Es sind zwei Kreise mit je drei untereinander freier, fertiler Staubblättern vorhanden. Die kurzen, meist schwach rötlich gefärbten Staubfäden sind mit der Basis der Blütenhüllblätter verwachsen und überragen diese nicht. Die gelben, länglichen bis lanzettlichen Staubbeutel besitzen zwei Theken. Sie öffnen sich auf beiden Seiten von oben nach unten mit einer Längsspalte um den Pollen zu entlassen. Drei Fruchtblätter sind zu einem rundlichen, oberständigen, dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Jede Fruchtknotenkammer beinhaltet vier bis acht Samenanlagen. Den kurzen, dicken, gerade stehenden Griffel schließt eine kleine, schwach dreilappige bis kopfige Narbe ab. Der Griffel überragt die Blütenhülle nicht.
Die mit einem Durchmesser von sechs bis zwölf Millimeter kugeligen, dreifächerigen Beeren färben sich bei Reife leuchtend rot. Sie enthalten Fruchtfleisch und ein bis fünf Samen. Die gelben bis hell-braunen Samen sind etwa drei bis vier Millimeter lang und fast kugelig bis kantig geformt. Sie benötigen Kälte zum Keimen und gelten als kurzlebig.

BACHBLÜTE WILD ROSE
Totalverlust von Lebensfreude und innerer Motivation aufgrund unbewusster negativer Entscheidungen     
Sie haben einen Totalverlust ihrer Lebensfreude und innerer Motivation, aufgrund unbewusster negativer Entscheidungen
Mit der Bachblüte können sie diesen Totalverlust entgegenwirken

BACHBLÜTE WILLOW
Ich fühle mich vom Pech verfolgt                
Sie fühlen sich häufig vom Pech verfolgt
Mit der Blüte können sie das Gefühl des vom Pech verfolgt sein zu lösen

Hildegard – eine Ganzheitsmedizinern
Es gibt einen wunderbaren Zeichenwitz, der die Gedankenlosigkeit und die Problematik unserer hoch spezialisierten Medizin auf den Punkt bringt. In einem Krankenzimmer stehen sechs Betten, in jedem liegt ein Organ. „Der Magen von Nummer eins“, daneben „die Lunge von Nummer zwei“, „das Herz von Nummer drei“, „die Bronchien von Nummer vier“, und so weiter. Alle Organe werden bestens versorgt. Zu dumm bloß, dass da auch ein Mensch dazugehört …
In der Hildegardmedizin geht es immer um den Menschen in seiner Gesamtheit. Um Leib und Seele, um die Verbindung zur Welt und Umwelt, um das ganze Sein. Die Seele aber ist das Zentrum der Gesundheit. Sie gilt es zu stärken.
Liebe, Energie und Stille stärken die Seele
Stille findet der, der sich besinnt. Das geht einfacher, als man denkt. Man muss nicht anders tun, als sich zurückzuziehen. Egal, ob draußen in der Natur bei einem Spaziergang oder drinnen im Zimmer: einfach still hinsetzen, hinlegen, stehen bleiben und nichts anderes tun als da sein. Sich beim Atmen zuhören, sich ganz spüren. „Hören, wie die Welt sich dreht“, singt Reinhard Mey. Es ist ein schönes Bild für die Tiefe der Energie, die man aus dieser Stille schöpfen kann. Still sein kann man auch mit anderen Menschen, bloß fällt uns das heute furchtbar schwer. Kaum dauert eine Gesprächspause länger als zwanzig Sekunden, beginnt sofort jemand, Belanglosigkeiten abzusondern – nur damit irgendetwas gesprochen wird. Dabei hatten unsere Großeltern so einen schönen Satz für diese Szene: Wenn man beisammensitzt und es wird auf einmal Still, weil niemand mehr etwas sagt, „geht ein Engel durch den Raum“ und man tankt Energie. Aus der Stille.

 
Stoffwechselkrankheiten
Fettsucht
Kneipp fügt jedoch hinzu, daß man sich in der Menge etwas einschränken sollte, da man gewöhnlich doch mehr ißt und trinkt, als zum Lebensunterhalt notwendig ist.
Zur Verdeutlichung führt er ein weiteres interessantes Beispiel an:
Ein 29jähriger Mann suchte mich auf und erzählte: „Ich habe sechs Wochen lang eine Entfettungskur gemacht und nur ein einziges Pfund an Körpergewicht abgenommen, kann ich hier entfettet werden?“ Als er sein Rezept hatte, frage er: „Welche Diät muss ich beachten?“ Ich entgegenete, er solle nicht wenig essen, aber gut. Diese Worten ärgerten ihn und sagte er: „Herr Pfarrer, ausspotten lasse ich mich nicht“ Sie dürfen nicht glauben, ich sei den Fresser oder Säufer. Ich habe diese sechs Wochen hindurch viel Hunger und Durst gelitten und wenn es mir nicht ernst wäre, wäre ich nicht hierhergekommen.“ Ich antwortete: „Es ist nicht Spott, gebrauchen sie die Anwendungen und eine recht nahrhafte Kost und sie werden wieder zurechtkommen!“
Der Mann machte die Kur sechs Wochen hindurch und suchte mich dann wieder auf: „Es ist mir unbegreiflich, daß ich bei dem Hunger, den ich bei meiner früheren Kur ausgestanden, nicht mehr abgenommen habe, daß ich aber jetzt, obwohl ich die sechs Wochen gegessen und getrunken habe, was ich mochte, wenn auch nicht im Übermaß um 29 Pfund leichter geworden bin und mich frisch und gestärkt fühle wie nie, während ich früher wie ein alter Mann herumschwankte.“

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