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FUCHSKREUZKRAUT t
Wenn man in den Bergwäldern des Schwarzwalds spazierengeht, dann begegnet einem ab Juli überall das Fuchskreuzkraut. Der ganze Wald scheint voller Fuchskreuzkraut zu sein. In der Ebene und an den meisten anderen Standorten ist das Fuchskreuzkraut so selten, das nicht einmal die gängigen botanischen Bestimmungsbücher es kennen. Als Heilpflanze wirkt das Fuchskreuzkraut vor allem gegen Blutungen. Es wird jedoch kaum eingesetzt, weil es einerseits weitgehend unbekannt ist und andererseits leicht mit einem nahen Verwandten verwechselt werden kann, der leberschädigende Alkaloide enthält. Das Fuchssche Greiskraut, auch Fuchs-Greiskraut oder Kahles Hain-Greiskraut genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Korbblütler. Sie ist in Europa weitverbreitet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: blutstillend, krampflösend, Diabetes, Bluthochdruck, Menstruationsstörungen, Zu starke Monatsblutungen, Wechseljahresbeschwerden, Nasenbluten, Zahnfleischbluten
wissenschaftlicher Name: Senecio fuchsii, Senecio ovatus
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Fox groundsel, Wood Ragwort
volkstümliche Namen: Fuchssches Greiskraut, Fuchsens Heidnisch-Wundkraut, Heidnisch Greiskraut, Heidnisch Kreuzkraut, Heidnisch Wundkraut, Kahles HainGreiskraut, Hain-Kreuzkraut
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Pyrrolizidinalkaloide, Senecionin
Sammelzeit: Juni bis September
 
Anwendung
Das Fuchs-Kreuzkraut wird kaum als Heilpflanze eingesetzt, selbst als Pflanze ist es kaum bekannt, obwohl es in manchen Bergwäldern die beherrschende Blütenpflanze ist. Man sollte das Fuchskreuzkraut auch nicht in hoher Dosis und über einen längeren Zeitraum anwenden, weil bei einer Verwechslung mit der verwandten Pflanze Senecio nemorensis die enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide schädigend auf die Leber wirken können.
Blutstillend
Die Hauptwirkung des Fuchskreuzkrautes ist seine Fähigkeit, Schleimhautblutungen zu stillen. Daher kann man es gegen Zahnfleischblutungen, Nasenbluten und zur Abschwächung von Periodenblutungen einsetzen.
Frauenbeschwerden
Das Fuchskreuzkraut soll auch bei der Regelung der Menstruation und gegen Menstruationsbeschwerden helfen, letzteres wohl aufgrund seiner krampfstillenden Eigenschaften. Auch gegen Wechseljahresbeschwerden soll es helfen.
Diabetes
Dem Fuchskreuzkraut wird auch nachgesagt, dass es gegen Diabetes helfen kann. Dieser Einsatzzweck ist jedoch nicht durch Studien gestützt, weshalb man nicht sagen kann, ob das Fuchskreuzkraut wirklich gegen erhöhte Blutzuckerwerte helfen kann. Da man das Fuchskreuzkraut nicht über einen längeren Zeitraum einnehmen sollte, verzichtet man besser auf die Anwendung des Fuchskreuzkrautes gegen Diabetes.
Tee und Tinktur
Man kann das Fuchskreuzkraut als Tee und Tinktur zubereiten und anwenden. Für einen Tee übergießt man einen Teelöffel des Krautes mit einer Tasse kochendem Wasser. Fünf Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Die Tinktur kann man so zubereiten wie im Grundrezept beschrieben. Davon nimmt man dreimal täglich 10 bis 50 Tropfen ein. Nur über einen kurzen Zeitraum anwenden!
Giftigkeit
Alle Arten der Gattung Senecio sind durch Pyrrolizidinalkaloide giftig, die zum grossen Teil leberschädigend und krebsauslösend wirken. Für das Fuchssche Greiskraut wurde außerdem eine mutagene Wirkung nachgewiesen. Die Vergiftungssymptome treten meist sehr spät, das bedeutet nach Wochen oder Monaten auf. Vergiftungen können auch über Honig oder Kuhmilch erfolgen. Vergifteter Honig schmeckt bitter und hält gewöhnlich von weiterem Verzehr ab. Das Vieh meidet Senecioarten auf der Weide, jedoch nicht im Heu, wo das Gift erhalten bleibt. Hohe Greiskrautanteile können auch sehr starke Schäden beim Vieh hervorrufen. Sehr hohe Dosen führen auch zu sofortigen, zum Teil tödlichen Vergiftungen, besonders bei Kleinsäugern. Besonders gefährdet sind Pferde und Rinder. Obwohl die Alkaloide gewöhnlich für Insekten sehr giftig sind, gibt es einige Insektenarten, die ihren gesamten Lebenszyklus auf Senecio-Arten verbringen. Hierzu zählen die Nachtfalter-Arten Jakobskraut- oder Blutbär, Schönbär und Brauner Bär aus der Familie der Bärenspinner. Ihre Raupen nehmen die Giftstoffe ohne Schaden auf und speichern sie sogar. Sie haben dadurch einen bitteren Geschmack und sind so vor Fressfeinden geschützt.
Volksheilkunde
Das Fuchssche Greiskraut, im Mittelalter auch als Wundkraut benannt, wurde früher als Mittel bei zu starken Monatsblutungen oder bei Schleimhautblutungen verwendet. Das es aber wie alle anderen Greiskraut-Arten leberschädigende Pyrrolizidinalkaloide enthält, und außerdem Verwechslungsgefahr mit ähnlichen Greiskraut-Arten besteht, wird von einer Verwendung heutzutage abgeraten.         
Achtung! Verwechslungsgefahr! Das Fuchskreuzkraut ist nahe verwandt mit Senecio nemorensis und sieht auch sehr ähnlich aus. Auch   Bastarde (Mischlinge) zwischen den beiden Arten entstehen häufig. Früher gehörten beide Arten sogar zur gleichen Art und galten nur als Unterarten. Das echte Fuchs-Kreuzkraut enthält in geringer Menge bestimmte Sorten von Pyrrolizidinalkaloiden, die nahezu ungiftig sind, die verwandte Art Senecio nemorensis enthält jedoch in höherer Menge giftige Arten von Pyrrolizidinalkaloiden, die bei Dauergebrauch die Leber schädigen können. Da die beiden Arten häufig verwechselt werden, sollte man am besten keins der beiden verwenden, zumindest nicht auf lange Dauer und in großen Mengen.
     
Pflanzenbeschreibung
Das Fuchskreuzkraut ist in Europa heimisch. Es wächst bevorzugt in Wäldern, vor allem im Mittelgebirge und in den Alpen. Am liebsten mag das Fuchskreuzkraut nährstoffreiche Mischwälder, aber es kommt auch häufig in Nadelwäldern vor. Im Schwarzwald ist es eine der häufigsten Pflanzen. In der Ebene kommt es hingegen kaum vor. Das Fuchskreuzkraut ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu 1,50m hoch wird. Meistens ist es etwa einen Meter groß. Im unteren Bereich ist der Stängel unverzweigt, weiter oben verzweigt er sich, wenn er genügend Platz hat. Die schmalen, lanzettlichen Blätter wachsen direkt am Stängel. Sie haben leicht gezähnte Ränder und eine Spitze. Ab Ende Juni, Anfang Juli blüht das Fuchskreuzkraut mit gelben Blüten, die in lockeren Trauben stehen. Die Blüten sind Korbblüten mit dunkelgelben bis bräunlichen Röhrenblüten, die in der Mitte deutlich herausstehen. Meistens gibt es nur fünf Zungenblüten, die recht schmal und leuchtend gelb sind.
Beim Fuchsschen Greiskraut handelt sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die meist Wuchshöhen von 60 bis 180 cm erreicht. Es werden unterirdische Ausläufer gebildet. Die Pflanzen sind normalerweise recht schlank und erst im Bereich ihres Blütenstandes aufrecht verzweigt. Der Stängel kann je nach Unterart grün oder rötlich verfärbt sein. Die gestielten Laubblätter des Fuchsschen Greiskrauts sind ungeteilt, länglich lanzettlich und etwa fünfmal so lang wie breit; ihr Rand ist gezähnt. Bei den mittleren und oberen Blättern laufen die beiden Seiten des Blattgrundes oft als schmale Flügel den Blattstiel herab. Die Laubblätter sind auf beiden Seiten kahl oder fast kahl.
Die Blütezeit reicht je nach Unterart von Anfang Juli bis September. Die körbchenförmigen Blütenstände enthalten je nach Unterart meist drei oder fünf (bis zu acht) gelbe, weibliche Zungenblüten mit einer linealischen Zunge und je nach Unterart 3 bis 16 gelbe, zwittrige Röhrenblüten. Es sind je nach Unterart drei bis fünf Außenhüllblätter und acht bis neun Hüllblätter vorhanden. Die Achänen besitzen einen Pappus.

SUMPFDOTTERBLUME t
Die leuchtend gelben Blüten der Sumpfdotterblume eifern mit mehreren gelben Frühlingsblühern geradezu um die Wette. Dabei hat die Sumpfdotterblume einen gewissen Vorteil, denn ihre Blütenblätter sind besonders groß und daher ist die Leuchtkraft besonders ausgeprägt. Mit ihren sonnigen Tupfern erhellt die Sumpfdotterblume feuchte Stellen, wie Sümpfe oder die Ufer von Flüssen und Seen. Man muss also aufpassen, dass man keine nassen Füße bekommt, wenn man die Sumpfdotterblume näher kennenlernen will. Als Heilpflanze wurde die Sumpfdotterblume im Mittelalter häufig bei Leberbeschwerden eingesetzt und die Volksheilkunde benutzt sie auch bei Husten. Da die Blätter der Sumpfdotterblume jedoch das scharfe Anemonin enthalten, wird sie nur recht selten als Heilkraut angewendet. Die Sumpfdotterblume, auch Sumpf-Dotterblume geschrieben, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Dotterblumen innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse. Sie ist auf der Nordhalbkugel in Eurasien und Nordamerika weitverbreitet.
 
Steckbrief
Hinweis: Achtung! Leicht giftig. Nur niedrig dosiert, in Teemischungen, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Getrocknet verliert sich der Giftstoff
Haupt-Anwendungen: Husten
Heilwirkung: harntreibend, hautreizend, krampflösend, schleimlösend
Anwendungsbereiche: Bronchitis, Grippe, Appetitlosigkeit, Gallenschwäche, Leberschwäche, Rheuma, Nervenschwäche, Migräne, Menstruationsbeschwerden, Warzen
wissenschaftlicher Name: Caltha palustris
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name: Kingcup, Marsh Marigold
volkstümliche Namen: Dotterblume, Butterblume, Eierblume, Goldrose, Kuhblume, Schmalzblume, Wiesengold
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Saponine, Cholin, Flavonoide, Anemonin, Protoanemonin, Carotin
Sammelzeit: März bis Mai
 
Anwendung
Achtung! Leicht giftig. Sumpfdotterblume nur niedrig dosiert, in Teemischungen, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Inwieweit die Sumpfdotterblume tatsächlich giftig ist, ist leider nicht eindeutig klar. Manch einer empfiehlt die jungen, grünen Blätter als Wildsalat und andere raten von der Verwendung der Sumpfdotterblume gänzlich ab. Wie so oft, wird die Wahrheit vermutlich in der Mitte liegen und außerdem hängt der Giftgehalt bestimmt auch vom Standort und vom Sammelzeitpunkt ab, wie bei den meisten Pflanzen. Der Giftstoff, um den es bei der Sumpfdotterblume geht, ist das scharfe Anemonin. Dieses Anemonin verliert sich beim Trocknen. Getrocknete Sumpfdotterblumen sind also ungiftig. Man kann das getrocknete Kraut der Sumpfdotterblume in Teemischungen anwenden. Die Anwendung der Sumpf-dotterblume ist jedoch nur in der Volksheilkunde üblich und selbst hier wird die Sumpfdotterblume eher selten verwendet.
Leberwirkung entsprechend der Signaturenlehre
Im Mittelalter wurde der Wirkungsbereich einer Heilpflanze meistens durch die Signaturenlehre festgelegt. So erstaunt es nicht, dass die Sumpfdotterblume aufgrund ihrer gelben Blüten für Erkrankungen von Leber und Galle verwendet wurden. Leber und Galle werden nämlich als gelb betrachtet, weil Lebererkrankungen zu Gelbsucht führen können.
Husten und Erkältungen
Die Anwendung bei Husten basiert hingegen auf der Tatsache, dass die Sumpfdotterblume Saponine enthält und schleimlösend und krampfstillend wirkt. Dadurch können Husten und Bronchitis gelindert werden.
Homöopathische Anwendung
In der Homöopathie wird die Sumpfdotterblume in den Potenzen D3 bis D6 bei Husten, entzündliche Hauterkrankungen und Menstruationsbeschwerden bei jungen Mädchen verwendet.
Küche
Früher wurden die Knospen der Sumpfdotterblume gerne in Essig eingelegt und als Kapern gegessen. Wegen der möglichen Giftwirkung, die Magenbeschwerden verursachen kann, sollte man auf diese Art der Zubereitung besser verzichten. Ein guter Kapernersatz sind auch die Knospen des Löwenzahns in Essig eingelegt.

Pflanzenbeschreibung
Die Sumpfdotterblume ist in Mitteleuropa heimisch. Sie wächst bevorzugt an sehr feuchten Stellen, beispielsweise an Flussufern und in Sümpfen, worauf der Name schon hinweist. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 30 cm hoch, bleibt aber an manchen Stellen auch nur 5cm groß, wenn die Stängel am Boden verlaufen anstatt sich aufzurichten. Aus dem kurzen Wurzelstock treiben im zeitigen Frühjahr saftig grüne Blätter und Stängel aus. Auch an den Stängeln wachsen Blätter. Die Blätter sind rund herzförmig und glänzen leuchtend grün. Am Rand sind die Blätter eingekerbt. Zwischen März und Mai erscheinen die sonnengelben Blüten, die einem schon von Weitem ins Auge fallen. Die Blüten erinnern stark an die Blüten des Hahnenfußes, mit dem sie verwandt sind. Die Sumpfdotterblume hat jedoch deutlich größere Blüten.
Die Sumpfdotterblume ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die je nach Standort Wuchshöhen zwischen 15 und 60 Zentimetern erreicht. Sie hat ein kräftiges Rhizom, den Wurzelstock. Die bogig aufsteigenden bis aufrechten, hohlen und kahlen Stängel sind im oberen Bereich verzweigt. Die grundständigen Laubblätter sind lang gestielt; weiter oben am Stängel sitzende Laubblätter weisen dagegen fast keinen Blattstiel auf. Die dunkelgrünen, oft glänzenden Blattspreiten sind bei einem Durchmesser von bis zu 15 Zentimetern herz- bis nierenförmig, ungeteilt und am Rand gekerbt.  
Die Blüten erscheinen schon ab März am Ende des Erstfrühlings und blühen je nach Standort bis April oder Juni. Gelegentlich kommt es im Zeitraum von Juli bis Oktober zu einer schwächeren Zweitblüte. An jedem Stängel befinden sich meist mehrere Blüten. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die Blütenhülle besteht in der Regel aus fünf breit ovalen Perigonblättern, die bis zu 2 Zentimeter lang sind. Ein Blütenkelch ist nicht vorhanden. Es sind zahlreiche gelbe Staubblättervorhanden. Es sind fünf bis fünfzehn eng stehenden, freie Fruchtblätter vorhanden. Die Nektardrüsen befinden sich jeweils am Grunde der Fruchtblätter.
Aus jedem befruchteten Fruchtblatt entwickelt sich eine schlanke Balgfrucht, wobei die reifen Balgfrüchte sternförmig angeordnet sind. Die reifen dunkel-braunen Samen sind etwa 2,5 Millimeter lang und in den Balgfrüchten zweireihig angeordnet.
 
BACHBLÜTE CHICORY
Ich muss alles festhalten                                       
Diese müssen vielen bis alles festhalten
Mit Chicory können sie wieder vieles loslassen

BACHBLÜTE CLEMATIS
Unaufmerksam, Zerstreut, träumt mit offenen Augen
Sie sind unaufmerksam, zerstreut und träumen mit offenen Augen
Die Unaufmerksamkeit, Zerstreutheit und träumen mit offenen Augen können sie mit der Blüte entgegenwirken

Hildegards Lebens- und Heilmittel
Getränke
WEIN
Hildegard von Bingen schreibt über die Weinrebe: „Die Weinrebe hat eine feurige Wärme und enthält Feuchtigkeit … Daher macht auch diese starke Feurigkeit ihr Holz zu trocken, dass es anderen Hölzern beinahe unähnlich ist. Die Weinrebe ist ein der Erde abgerungenes Gehölz und ähnelt mehr den Bäumen. Weil die Erde vor der Sintflut brüchig und weich war, brachte sie keinen Wein hervor. Erst als sie durch die Sintflut begossen und gestärkt wurde, brauchte sie Wein hervor.“ Aufgrund sei-ner Feurigkeit hat der Wein eine anregende Wirkung auf den menschlichen Organismus. Hildegard empfiehlt daher grundsätzlich den Wein mit wenigen Tropfen Wasser oder durch das Eintauchen eines Stück Brots verträglicher zu machen. Wein gilt bei ihr nicht als Durstlöscher oder Genussmittel, sondern als Heilmittel und ist Bestandteil vieler Heilrezepturen, bei denen der Wein verkocht wird.
Auch in der modernen Hildegardmedizin wir der Wein sehr geschätzt. Wighard Strehlow betont vor allem den positiven Effekt auf Herz und Kreislauf: Rotwein besitzt eine beruhigende, schlaffördernde Wirkung, während trockene Weißweine eher aufmunternd und anregend sind. Wein in Maßen hilft bei Altersschwäche, Appetitmangel, Verdauungsproblemen sowie depressive Verstimmungen, außerdem reduziert er stressbedingte Spannungen. Eine sehr positive Wirkung hat der gelöschte Wein. Darunter versteht man wahlweise Rot- oder Weißwein, der bis zum Siedepunkt erhitzt wird, sodass sich Bläschen bilden. Sofort gießt man einen Schuss kaltes Wasser hinein und kühlt den Wein ab, bis er angenehm warm zu trinken ist. Der gelöschte Wein enthält maximal drei Prozent Restalkohol, da der meiste Alkohol verkocht ist.

Krankheiten der Atmungsorgane
Asthma
Kneipp sagt, es gäbe viele Krankheiten, die man dem Menschen vom Gesicht ablesen könne, auch Asthma sei eine davon.
Leute, welche mit dieser Krankheit behaftet sind, haben eine krankhafte Farbe, keine Frische und keinen Frohsinn, ihre Stimmung ist eine gedrückte und sie sind ganz mutlos. Kraftlosigkeit spricht aus ihren Zügen, ihr Atem ist kurz und beschwerlich, ihr Gang ist der eines Ermüdeten, kurz, man merkt am ganzen Menschen, daß er krank ist. Solange ein an Asthma Leidender noch von Anfällen frei ist, könnte man allerdings glauben, es fehle ihm nicht gerade viel.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Ein Herr von Stand gibt an: „Ich habe immer schweren Atem, in der Nacht aber oft solche Atemnot, daß ich recht oft rasch aus dem Bette springen muß, um Atem zu holden und weiß mir dann nicht zu helfen außer dadurch, daß ich frische Luft einatme. Ich fühle mich auf der Brus so eng, wie wenn alles zerplatzen wollte. Appetit habe ich gar keinen und was ich esse, vermehrt mir mein leiden. Schlafen kann ich gar nicht, weil ich nicht ruhig sein kann. Es fröstelt mich auch im Inneren recht viel, es ist, als wenn ein Fieber in mir wäre und nicht zum Ausbruch käme. Zum Stuhlgang brauche ich Nachhilfe…“

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