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SCHWARZERLE
Die Schwarz-Erle ist in ganz Europa verbreitet und fehlt nur im Norden Skandinaviens und auf Island. Sie ist durch ihre zäpfchenartigen Fruchtstände, die über den Winter am Baum bleiben, durch die vorne abgerundeten bis eingekerbten Blätter, die kahlen Triebe und durch die schwarzbraune, zerrissene Borke älterer Bäume einfach zu erkennen. Ihr vergleichsweise niedriges Höchstalter von 120 Jahren, ihr rasches Wachstum und das hohe Lichtbedürfnis junger Bäume weisen die Art als Pionierbaumart aus. Auf den meisten Standorten ist sie damit der Konkurrenz anderer Arten auf Dauer nicht gewachsen.
Sie ist jedoch anderen Laubbäumen auf ausgesprochen nassen, Grundwasser beeinflussten oder zeitweise überschwemmten Standorten überlegen und bildet dort auch Reinbestände, so zum Beispiel im Spreewald südlich von Berlin. Da man die Erle häufig in feuchten, auch sumpfigen Gebieten findet, die als unheimlich galten, wird sie im Volksglauben häufig mit dem Teufel und Hexerei in Verbindung gebracht. Erlenholz ist unter Wasser äußerst beständig. Es wurde daher schon in der Jungsteinzeit für Pfahlbauten verwendet. Auch Venedig wurde auf Eichen- und Erlenholz errichtet. Die Schwarz-Erle wurde in Deutschland zum Baum des Jahres 2003 bestimmt.
 
Schwarz-Erle in der Medizin
Erlenpollen sind neben den Pollen von Birke und Hasel die wichtigsten Auslöser von Baumpollenallergien. Dass eine Allergie nur auf Erlenpollen zurückzuführen ist, ist jedoch nicht bekannt; meist besteht zusätzlich eine Sensibilisierung gegenüber den Pollen von Birke, Hasel, Hainbuche und Eiche. Auch ähneln sich die Hauptallergene von Erle, Birke, Eiche und Hainbuche in ihren chemischen und physikalischen Eigenschaften. In Mitteleuropa ist die Sensibilisierung auf Pollen frühblühender Bäume nach Allergien auf Gräserpollen die häufigste Pollenallergie: Etwa 20 bis 30% der Menschen mit Pollenallergie leiden an Frühblüherpollinosis. Allergiker auf Pollen frühblühender Bäume haben häufig auch Nahrungsmittelallergien, sogenannte Kreuzallergien. Etwa die Hälfte der Menschen mit Frühblüherpollinosis vertragen auch Nüsse, Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Pflaumen und Kirschen schlecht. Selten werden auch Früchte wie Kiwi, Litschi und Avocado nicht vertragen.
Einige Bestandteile der Erle werden auch als Heilmittel verwendet. Offizinell wird die Rinde der Schwarz-Erle für Tees und Lösungen eingesetzt. Dabei steht die äußerliche Anwendung bei Haut- und Schleimhauterkrankungen im Vordergrund. Bei Angina und Pharyngitis werden Abkochungen zum Gurgeln verwendet, bei Mundaphthen und Zahnfleischbluten zum Spülen. Die Wirkstoffe sind Gerbstoffe, die bis zu 20% in der getrockneten Rinde enthalten sind, Flavonoide wie Hyperosid und β-Sitosterin.
 
Beschreibung
Die Schwarz-Erle ist ein sommergrüner Laubbaum und erreicht eine Höhe von 30 Metern, selten auch bis zu 40 Metern mit Stammdurchmessern von bis zu einem Meter. Der Stamm ist von geradem Wuchs und erstreckt sich bis zur Kronenspitze. Die Kronenformen sind innerhalb des Verbreitungsgebiets sehr unterschiedlich, üblicherweise wird sie als pyramidal beschrieben. Auffallend ist die bis ins hohe Alter auftretende Syllepsis (Entstehung von Seitentrieben ohne Knospenstadium); an jüngeren Bäumen können sich die sylleptischen Seitentriebe sogar noch einmal sylleptisch verzweigen. Die Schwarz-Erle erreicht mit 100 bis 120 Jahren ein vergleichsweise geringes Alter; Bäume aus Stockausschlägen erlangen selbst dieses Alter nicht.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Fieber, Geschwüre, Halsschmerzen, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name: Alnus glutinosa
Verwendete Pflanzenteile: Rinde

WEINREBE
Die Weinrebe ist eine Art in der Gattung Vitis. Sie ist heute vor allem heimisch im Mittelmeerraum, Mitteleuropa, Südwestasien sowie am Westkap Südafrikas. Die Unterart Edle Weinrebe wird zur Produktion von Wein genutzt.
Die Weinrebe wird überall angebaut, wo es warm genug für sie ist. Um dem Wein, der aus ihren Beeren gekeltert wird, wird ein richtiger Kult getrieben, mit Prinzessinnen, Königinnen und Volksfesten. Doch die Weinrebe ist auch eine Heilpflanze, was nur den wenigsten bewusst ist. Sie hilft bei Erkrankungen des Verdauungssystems und des Stoffwechsels.
 
Anwendung
Die Blätter kann man als Tee trinken oder äußerlich als Kompresse auflegen. In der mediterranen Küche sind sie auch zum Einwickeln von Speisen, z.B. Schafskäse beliebt. Die Blüten werden als Tee getrunken oder als Einreibung benutzt. Sie helfen (laut Volksmedizin) bei leichten Lähmungszuständen durch Probleme der Rückenmarksnerven. Weintrauben kann man essen, als Saft trinken. Im Rahmen einer Traubenkur isst man so viel wie möglich reife Trauben und ansonsten so wenig wie möglich andere Speisen. Solch eine Kur soll sehr heilsam für Verdauung und Stoffwechsel.
Achtung! Wenn man große Mengen Weintrauben isst, muss man sie unbedingt gut kauen, denn wenn man sie unzerkaut runterschlingt, kann man in seltenen Fällen einen Darmverschluss bekommen.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Weinrebe ist ein mit Sprossranken kletternder Strauch, der unbeschnitten die Wuchsform einer Liane entwickelt. Er kann 10-20 m hoch werden. Sie besitzt einen tiefgreifenden, reich verästelten Wurzelstock und einen holzigen Stamm mit bis zu 1,5m Umfang. Ihre bräunliche Rinde löst sich in Längsstreifen ab. Die rotbraun bis braungelb gefärbten Zweige sind meistens kahl und nur selten von einer filzigen Behaarung bedeckt. Sie weisen feine Furchen und kleine, punktförmige Rindenporen auf. Es sind nur 2 dünnhäutige und hellbraune Knospenschuppen vorhanden. Die rundlich-herzförmigen Blätter sind meist deutlich 3 bis 5-lappig und am Blattstiel eng eingebuchtet. Sie messen 5–15 cm im Durchmesser, ihr Grund ist herzförmig und ihre Lappen sind grob gezähnt und decken sich sogar zum Teil. Die Oberseite der Blätter ist kahl, die Unterseite weißwollig bis fast filzig behaart. Meist steht den Blättern eine Ranke gegenüber. Die Länge des Blattstiels beträgt 4–10 cm. Die schwach duftenden Blüten sind in zusammengesetzten, dichten Rispen angeordnet, den Gescheinen oder Blütenständen. Der Kelch ist kurz und 5-lappig. Die Kronblätter sind ca. 5mm lang, gelbgrün und fallen, wie die Kelchblätter, früh ab. Blütezeit ist von Juni bis August. Die länglich bis kugeligen Früchte sind 6–20 mm lang und dunkelblau, violett, grün oder gelblich gefärbt. Zum Teil sind sie bereift. Ihr Geschmack ist süß oder säuerlich. Es sind bis zu 4 Samen vorhanden. Diese sind hartschalig, birnenförmig und auf einer Seite mit 2 länglichen Furchen oder Gruben versehen.
Die Weinrebe ist ein mehrjähriger Strauch, der sich bis zu 15m hoch bzw. weit ranken kann. Die Blätter sind fünflappig und grob gezähnt. Die rispenartige Blüte blüht nur wenige Tage lang, in denen sie von Bienen und anderen Insekten bestäubt wird. Dann bilden sich aus den Blüten die beere, die wir als Weintrauben kennen.
Es gibt grüne, hellbraune und dunkelviolette Beeren, je nachdem, um welche Weinsorte es sich handelt. Weltweit gibt es weit über 2000 unterschiedliche Weinsorten.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Blätter: adstringierend, Gicht, Rheuma, Erbrechen, Frostschäden, Aufgesprungene Hände und Füße, Geschwüre, Ekzeme, Eiternde Wunden, Hautunreinheiten, Blutungen, Krampfadern (rotes Weinlaub), Blüten: Nerven stärkend, Unreife Trauben: Kopfschmerzen durch Hitze, Magenschmerzen, Reife Trauben: blutbildend, stärkend, aufbauend, blutreinigend, Rekonvaleszenz, Fettleibigkeit, Leberleiden, Verstopfung, Arteriosklerose
wissenschaftlicher Name: Vitis vinifera
Pflanzenfamilie: Weinrebengewächse = Vitaceae
englischer Name: Vine
volkstümliche Namen: Weinstock, Traubenstock, Weintraube
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Beeren
Inhaltsstoffe: Gerbstoff, Weinsäure, Apfelsäure, Bernsteinsäure, Wachs, Zucker, Mineralien
Sammelzeit: Blätter: Mai bis August, Beeren: August bis Oktober

BACHBLÜTE PINE
Ich bin verzweifelt          
Sie sind in vielen Situationen verzweifelt
Mit der Bachblüte können sie die Verzweiflung ablegen
 

BACHBLÜTE RED CHESTNUT
Man zerbricht sich den Kopf über die Sorgen von anderen  
Sie zerbrechen sich den Kopf über die Sorgen von anderen
Mit der Bachblüte den Kopf wieder frei bekommen ohne die Sorgen um andere

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Augenerkrankungen
ÜBERANSTRENGUNG DER AUGEN
Saphirbehandlung
Den Saphir mit Wasser befeuchten und die Augenlider mehrmals damit betupfen.
ERHÖHTER AUGENINNENDRUCK
Veilchenöl
Zutaten: 3EL Veilchenblüten und -blätter, 500ml Oliven- oder Fenchelöl
Zubereitung: Blüten und Blätter in Öl entweder 10 Tage in der Sonne stehen lassen und abseihen oder vorsichtig erhitzen und abseihen. Abends Augen rund um die Augenlider damit befeuchten und darauf achten, dass von dem Öl nichts ins Augeninnere gelangt.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
ACKERSCHACHTELHALM (Schachtelhalm, Zinnkraut)
Vor ca. 400 Millionen Jahren war der Schachtelhalm baumgroß und bevölkerte riesige Wälder zusammen mit Riesenfarnen und Moosen. Wie diese so hat auch der Schachtelhalm keine Blüten sondern vermehrt sich durch Sporen.  Im Frühjahr ist der Schachtelhalm eine blaßgebliche stängelartige Pflanze, die nach kurzer Zeit verschwindet. Später wachsen dann grüne Sommertriebe, die früher gerne zum Putzen von Metall verwendet wurden, woher auch der Name Zinnkraut kommt. Der Schachtelhalm enthält sehr viel Kieselsäure, was den Einsatz bei Nierenkrankheiten und Problemen des Bindegewebes begründet. Der Acker-Schachtelhalm, auch genannt, ist eine Pflanzenart aus der Klasse der Schachtelhalme.

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