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Salbei
Der oder die Echte Salbei (Salvia officinalis), auch Garten-Salbei, Küchensalbei oder Heilsalbei genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Salbei (Salvia). Diese immergrüne Gewürz- und Heilpflanze stammt aus dem Mittelmeerraum, ist aber mittlerweile in ganz Europa verbreitet.
Salbei ist eine Pflanzengattung in der Familie der Lippenblütler. Sie ist fast weltweit auf allen Kontinenten außer Antarktika und Australien verbreitet. Mit 850 bis über 900 Arten ist es etwa die zwanzigste unter den artenreichsten Gattungen der Bedecktsamigen Pflanzen. Viele Arten werden seit dem Altertum als Heilpflanzen gnutzt, darunter der für Küche und Medizin wichtige Echte Salbei. Die Sorten einiger Arten werden als Zierpflanzen verwendet.
Der Salbei gehört zu den Kräutern, die im Mittelmeerraum heimisch sind, bei uns aber auch gut gedeihen. An der richtigen Stelle im Garten gepflanzt wuchert er über mehrere Quadratmeter. Sein Spezialgebiet ist die zusammenziehende und desinfizierende Wirkung. Dadurch wirkt er gut bei Halsschmerzen und ist bei Halsentzündungen aller Art die Pflanze der Wahl. Der Salbei hat außerdem eine ausgesprochen schweißhemmende Wirkung. Genauer betrachtet hat der Salbei so vielfältige Heilwirkungen, dass man ihn zu Recht fast als Allheilmittel bezeichnen kann.
Die alten Römer und Griechen schrieben einst dem Salbei zwei erstaunliche Eigenschaften zu. Sie glaubten, der Genuss von Salbei würde ihnen ein biblisches Alter bescheren und zudem ihren Ehen zur ewigen Treue verhelfen. Sind das auch zwei schlagende Argumente, so hat der Salbei noch einiges mehr zu bieten.
Sein Geruch ist von angenehmer Süße. Salbei verströmt ein balsamisches, ziemlich starkes Aroma. Vor der Blüte hat Salbei einen angenehmen bitteren, leicht kampferartigen, Geschmack. Getrocknet verliert der Salbei an Würze. Sein harziges, fast medizinähnliches Aroma ist nicht jedermanns Sache. Salbei wird unter anderem zu Tee verarbeitet. Als Küchenkraut dient Salbei dem Würzen der unterschiedlichsten Speisen. Hier sind es überwiegend warme Gerichte, da der Salbei seine ge-schmacksgebenden Inhaltstoffe besonders reichhaltig unter Hitzeeinwirkung akti-viert.
In der Schweiz und in Italien wird ein spezieller Appetitanreger mit Salbei kreiert. Salbeimäuschen, wie sich die Vorspeise nennt, sind Salbeiblätter, die in Bierteig gebacken werden. Die Salbeistile dieser kulinarischen Köstlichkeit schauen aus dem Teig wie Mäuseschwänzchen heraus.
Mit seinem markanten, leicht bitteren Aroma ist Salbei nicht gerade ein Allrounder in der Küche. Vielen Gerichten verleiht er dafür umso mehr einen unverwechselba-ren Geschmack. Seine Bezeichnung leitet sich vom lateinischen salvare ab, was heilen bedeutet. Salbei schmeckt intensiv würzig und aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe leicht bitter bis adstringierend. Sein Geruch erinnert etwas an Kiefer. Salbei wird er nicht nur in der Küche, sondern auch zu medizinischen Zwecken verwendet . .
Der Echte Salbei, oft auch als Küchen-Salbei bezeichnet, zählt zu den ältesten bekannten Gewürz- und Heilpflanzen überhaupt. Bereits in der Antike und im Mittelalter war er so berühmt, dass zeitweise nur vertraute Menschen mit dem Sammeln des Krauts beauftragt wurden. Auch heute ist der Salbei als universelles Heilkraut gegen viele Beschwerden unverzichtbar in der Naturheilkunde. Neben seiner vielseitgen Wirkungen ist der Salbei auch bekanntes und beliebtes Gewürzkraut der mediterranen Küche und wird u.a. für Saltimbocca, Entrecote oder Antipasti verwendet.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Halsschmerzen, Schwitzen
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blähungen, Bronchitis, Depressionen, Diabetes (unterstützend in leichten Fällen), Durchfall, Eitrige Geschwüre, Ekzeme, Erkältungen, Erysipel, Fußschweiß, Gürtelrose, Gallenschwäche, Gedächtnisschwäche, Gesichtsrose, Gicht, Haarausfall, Hauterkrankungen, Heiserkeit, Hemmt die Milchsekretion, Hitzewallungen, Husten, Insektenstiche, Kehlkopfkatarrh, Keuchhusten, Leberschwäche, Lungenschwäche, Magenbeschwerden, Mandelentzündungen,  Menstruationsbeschwerden, Mundgeruch, Mundschleimhautentzündungen, Nachtschweiß, Nervenschwäche, Rachenentzündungen,  Raucherhusten,  Rheuma, Schlecht heilende Wunden, Schmerzhaft geschwollene Brüste, Starkes Schwitzen, Übergewicht, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Wechseljahresbeschwerden, Weißfluss, Wunden, Zahnfleischbluten, Zahnfleischentzündungen
wissenschaftlicher Name: Salvia officinalis
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Sage
volkstümliche Namen: Altweiberschmecken, Edelsalbei, Echter Salbei, Garten-Salbei, Gschmackblatteln, Königssalbei, Kreuzsalbei, Muskatellerkraut, Sälvel, Salf, Salfat, Salser, Scharleikraut, Selve, Zaffe, Zuffen, Zupfblatteln
falsche Schreibweisen: Saibei
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, d-Kampfer, Salviol, Salven, Betulin, Asparagin, Bitterstoff, Borneol, Carnosinsäure, Zineol, Flavonoide, Fumarsäure, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Ledol, Limonen, Menthol, Östrogenartige Stoffe, Oleanolsäure, Pinen, Sabinol, Salizylsäure, Saponine, Terpineol, Thujon, Thymol, Zink, Vitamine
Sammelzeit: Mai oder September (vor oder nach der Blüte)
Inhaltsstoffe, Geruch und Geschmack: Salbei schmeckt intensiv würzig und aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe leicht bitter bis adstringierend (zusammenziehend auf der Zunge). Sein Geruch erinnert etwas an Kiefer. Das ätherische Öl enthält u.a. Thujon, Kampfer, Cineol und Borneol, deren Gehalt abhängig ist von Art und Sorte.
 
Anwendung
Salviaarten werden vielseitig genutzt. Durch den hohen Anteil ätherischer Öle in diversen Salbeiarten gibt es unterschiedliche Verwendungen. Heilend wirken neben den ätherischen Ölen auch die Gerbstoffe. Der Gattungsname Salvia stammt vom lateinischen Wort salvare für heilen und deutet auf die Heilkraft verschiedener Salbei-Arten oder als Salbei bezeichneter Arten hin. In der traditionellen chinesischen Medizin werden beispielsweise Salvia aerea, Salvia chinensis, Salvia kiangsiensis, Salvia plectranthoides, Salvia trijuga, Salvia umbratica verwendet.
Der Echte Salbei war bereits im Altertum bekannt und wurde im Mittelalter von Mönchen über die Alpen gebracht. Dieser wird vielseitig genutzt, einerseits als Küchengewürz und andererseits in der Heil-kunde. Die Blätter und Blüten werden roh oder gegart gegessen. Die sehr aro-matischen Blätter werden zum Würzen von gekochten Speisen verwendet. Die Blätter wirken verdauungsfördernd und werden daher bei schweren, fettigen Speisen verwendet. Die Salbeiblätter verleihen herzhaften Gerichten einen wurstähnlichen Geschmack. Die jungen, frischen Laubblätter und Blüten können roh, überbrüht oder eingelegt gegessen werden. Über Salate gestreut ergänzen sie ihn mit Farbe und Duft. Auch alkoholische Zubereitungsformen sind seit dem Mittelalter bekannt. Aus den frischen oder getrockneten Blättern brüht man Kräutertee auf. Aus den oberirdischen Pflanzenteilen wird ein ätherisches Öl, das Salbeiöl, gewonnen. Das Salbeiöl wird beispielsweise verwendet um Eiscreme, Süßigkeiten und Gebäck zu aromatisieren. Wenn man die Blattoberseite über die Zähne und das Zahnfleisch reibt, sind sie optimal gereinigt; wobei die Sorten mit purpurfarbenen Laubblättern bessere Ergebnisse bringen, da diese Blätter zäher sind. Das ätherische Salbeiöl wird auch in der Parfümherstellung verwendet, und in Haarwaschmitteln soll es besonders gut für dunkles Haar sein. Pflanzenteile des Echten Salbeis werden als Kompostaktivator, meist gemeinsam mit Pflanzenteilen anderer Pflanzenarten, verwendet, damit die bakterielle Aktivität erhöht wird, um den Kompostiervorgang zu beschleunigen. Es wird behauptet, lebende oder getrocknete Pflanzen würden Insekten vertreiben. Das ist auch der Grund, warum man manchmal Echten Salbei zwischen Kohl und Möhren pflanzt. Früher wurde der Echte Salbei in Räumen verteilt, oder es wurde damit geräuchert, um sie zu desinfizieren. Als Räuchermittel wurden dabei vor allem die getrockneten Salbeiblätter verwendet. Es gibt einige Sorten, auch mit unterschiedlichen Blattfarben, die neben dem Einsatz als Gewürz- und Heilpflanze auch als Zierpflanze verwendet werden. Die Unterarten Lavendelblättriger Salbei und Küchen-Salbei werden etwa gleich vielseitig genutzt.
Die bekanntesten Einsatzgebiete des Salbeis beruhen auf seiner schweißhemmenden Wirkung und den Heilkräften bei Halsschmerzen. Doch der Salbei kann viel mehr. Man kann ihn bei fast alle Erkrankungen einsetzen, sagt zumindest der Volksmund.
Innerlich als Tee
Als Tee kann man den Salbei gegen Halsentzündungen aller Art trinken. Er hilft auch bei Husten, Kehlkopfentzündungen und andere Erkältungserscheinungen. Man kann den Salbeitee auch in Fällen von Keuchhusten und Raucherhusten trinken.
Er stärkt die Funktion der Lungen. Sänger und Sprecher können den Salbeitee bei Heiserkeit und Kehlkopfentzündung anwenden.
Der Salbeitee hilft auch bei der Verdauung, er stärkt den Magen und regt die Verdauungstätigkeit an. Er fördert den Stoffwechsel und hilft auch dabei Übergewicht abzubauen.
Bei zu starkem Schwitzen hemmt Salbeitee die Schweißbildung. Diese Fähigkeit kann man beispielsweise in der Pubertät nutzen, oder auch während der Wechseljahre, wenn man durch die Hormonumstellung zu Hitzewallungen und Schweißattacken neigt. Auch Nachtschweiß kann man mit Salbeitee lindern. Da der Salbei östrogenartige Substanzen enthält, hilft er bei allerlei Wechseljahresbeschwerden und auch Menstruationsbeschwerden in jüngeren Jahren.
Bei stillenden Müttern bremst Salbeitee die Milchproduktion, was vor allem in der Abstillphase sehr nützlich sein kann und Milchstau verhindern hilft.
Zusammen mit Schafgarbe und Birkenblättern kann man Salbeitee bei Diabetes trinken. Man kann damit zwar keine schweren Fälle heilen, aber man kann die sonstige Behandlung und Diät unterstützen.
Äußerlich als Tee
Den Salbei kann man äußerlich als Waschung, für Spülungen und für Bäder anwenden. Er hilft in dieser Form gegen schlecht heilende Wunden, Ekzeme und Geschwüre. Die Wirkung von Insektenstichen kann gemildert werden. Auch die Schwitzneigung kann man durch Salbeiwaschungen oder Bäder bremsen, beispielsweise bei Fußschweiß. Spülungen mit Salbeitee helfen bei Weißfluss. Bei Entzündungen der Mundschleimhaut und Zahnfleischentzündungen kann man den Mund mit Salbeitee ausspülen.
In der Heilkunde
Traditionell ist die antivirale, bakterien-, entzündungshemmende sowie adstringierende, d. h. zusammenziehende Wirkung des Echten Salbeis bekannt. Bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes werden handelsübliche wässrige oder alkoholische Auszüge zum Gurgeln eingesetzt. Salbeitee kann ebenfalls zum Gurgeln benutzt oder getrunken werden. Ihm wird eine schweißhemmende Wirkung zugesprochen. Die Inhaltsstoffe des Heilsalbeis sollen außerdem sekretionsfördernd wirken und die Funktion des Nervensystems unterstützen.
Der Echte Salbei wirkt etwa bei Halsschmerzen als Kräutertee oder gegen übermäßiges Schwitzen. Neben der schweißhemmenden besitzt der Salbeitee auch eine verdauungsfördernde Wirkung. Beispielhaft erwähnt sei die Linderung von Magen- und Darmschmerzen nach einer Antibiotika-Therapie. Enthaltene trizyklische Diterpene wie Carnosol und Carnosolsäure besitzen eine antioxidative, antimikrobielle sowie chemoprotektive Wirkung gegen Karzinogene.
Salbeiöl
Salbeiöl ist ein grünlich gelbes ätherisches Öl, das mittels Wasserdampfdestillation aus den Blättern des Gartensalbeis gewonnen wird. Es besteht vor allem aus Eucalyptol, Kampfer und Thujon und kommt besonders bei desinfizierend wirkenden pharmazeutischen Zubereitungen zum Einsatz.
Ätherisches Öl - innerlich
Das ätherische Öl des Salbeis kann in niedriger Dosis innerlich eingenommen werden, wenn man über hochqualitatives Salbeiöl verfügt. Es wirkt kräftigend, appetitanregend und krampflösend. Bakterien werden abgetötet und Entzündungen gebremst. Auch als ätherisches Öl hemmt der Salbei die übermäßige Schweißbildung. Bei Erkrankungen der Atmungsorgane kann man Salbeiöl inhalieren.
Ätherisches Öl - äußerlich
Äußerlich wirkt das ätherische Salbeiöl bei verdünnter Anwendung wundheilend und adstringierend. Es lindert rheumatische Schmerzen.
Achtung! Das ätherische Salbeiöl kann bei entsprechend empfindlichen Memschen epileptische Anfälle auslösen!
Andere Anwendungen
Gekaute Salbeiblätter helfen gegen Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch. Wenn keine Zahnpasta verfügbar ist, kann man durch Salbeikauen auch die Zähne reinigen.
Salbei als Heilkraut
Der Salbei ist zweifelsohne eines der häufigsten Hausmittel. Vorrangig werden die Blätter des Lippenblütlers bei Erkältungsbeschwerden, Entzündungen des Mund- und Rachenraums sowie gegen krankhaftes Schwitzen verwendet.
Im Mittelalter und der frühen Neuzeit
In den Schriften Causae et Curae – „rsache und Heilung erwähnte die heilkundige Nonne Hildegard von Bingen als Heilkraut, welches vor allem gegen Appetitlosigkeit hilft. Auch in anderen bekannten Kräuterbüchern, z.B. im Gart der Gesundheit oder im Buch von Petri Andreae Matthioli, wird der Salbei als wichtiges Heilkraut dargestellt. P. A. Matthioli erwähnte den Salbei als edles Kraut, welches Ärzten und Köchen gleichsam dienlich ist.
Salbei spielte u.a., in Verbindung mit Thymian, Rosmarin und Lavendel, bei der Bekämpfung der Pest eine große Rolle. Diebe haben sich zur Zeit der Pest mit diesen Kräutern eingerieben und konnten, ohne sich mit den Pest-Erregern (dem Bakte-rium Yersinia pestis) zu infizieren, plündern.
Weitere bekannte Krankheiten, gegen die die Heilpflanze zum Einsatz kam, waren die rote Ruhr (heute als Dysenterie bezeichnet) sowie die Behandlung fauler Hautgeschwüre. Ebenso wurde Salbei gegen Juckreiz, Harnprobleme, Schlafsucht, Lungenentzündung, Erkältung, Krämpfe, nervöse Unruhe und Gliederschmerzen verwendet. Dabei wurden einerseits pure Pflanzenteile (Blätter, Blüten, Stiele), aber auch Salbei in Essig, Wein oder als Tee verwendet.
Heutige medizinische Verwendung
Viele der im Mittelalter bereits beschriebenen Behandlungsempfehlungen sind durchaus auch heute noch gültig. Die im Salbei enthaltenden sekundären Pflanzeninhaltsstoffe sind tatsächlich in der Lage gegen viele Alltagsleiden Linderung zu schaffen. Die Heilwirkung des Salbeis geht dabei vor allem auf die enthaltenden Gerb- und Bitterstoffe sowie die zahlreichen einzelnen ätherischen Ölverbindungen aus, die u.a. die Verdauung fördern, Blähungen lindern und Magen- und Darmkrämpfe bekämpfen können. Hinlänglich bekannt ist, dass die ätherischen Öle eine antibakterielle sowie teils antivirale Eigenschaften aufweisen können.
Salbei wird meist in Form von Tee getrunken. Nach medizinischen Empfehlungen sollten jedoch nicht mehr als drei Tassen Salbeitee pro Tag getrunken werden.
Verwendung von Salbei
Die beste Zeit, um Salbei zu ernten, ist die Zeit vor der Blüte. Mit der Blüte geht das Aroma in den Blättern verloren. Entweder werden die Salbeiblätter zu diesem Zeitpunkt großzügig abgeerntet oder die Blüten abgeknappt. So wächst die Pflanze kräftig weiter, ohne die Kraft in Bildung von Samen in den Blüten zu stecken.
Salbei als Küchenkraut
Ebenso intensiv wie der Duft von Salbei ist, ist auch der Geschmack: angenehm bitter und würzig. Gegessen werden nicht nur die Blätter, auch die Salbeiblüten sind essbar. Geschmacklich gibt es dennoch Unterschiede zwischen den Arten, die insbesondere bei den exotischen Salbeiarten zutage treten. So gibt es Salbeisorten, deren Geschmack an Limonen (Limonensalbei), Ananas (Ananassalbei), Eukalyptus (Peruanischer Salbei), Guaven (Guavensalbei), Pfirsich (Pfirsichsalbei), Honigmelonen (Honigmelonensalbei) oder Marzipan (Marzipansalbei) erinnert.
Die Pflanze hat sich mittlerweile zu einer unverzichtbaren Gewürzpflanze in zahlreichen Gerichten etabliert. Vor allem die italienische Küche setzt auf Salbei, bspw. beim Kalbsschnitzel à la Saltimbocca alla romana auf das obligatorische Salbeiblatt genau wie bei Ossobuco alla milanese und als Füllung in Ravioli . Aber auch Salate (Tomatensalat!), als Gewürz für Fisch, Hühnchen und Schwein, Suppen und Käsesoßen erhalten durch Salbei einen besonderen Geschmack.
Eines der einfachsten Rezepte, das Salbei als Zutat enthält, sind in Butter geschwenkte Salbeiblätter (Salbeibutter). Dazu wird Butter in einer Pfanne zum Schmelzen gebracht; anschließend werden die frischen Blätter in der Pfanne solange erhitzt, bis sie kross werden. Diese besondere Kräuterbutter eignet sich hervorragend für Nudeln oder Gnocchi.
Auch wenn das Aroma frisch geernteter Blätter am intensivsten ist, kann man im Winter ebenso auf die getrocknete oder tiefgefrorene Version zurückgreifen. Wenn Salbei richtig getrocknet und entsprechend gut verschlossen wird, verliert er nur kaum an Aroma. Grundsätzlich gibt es leichte Unterschiede bei der Blattgröße. Junge Blätter schmecken meist deutlich milder als die älteren.
Gelegentlich werden Salbeiblätter als Zutat in der als Kräuter der Provence bezeichneten Mischung verwendet. Allerdings gilt das Kraut nicht als Grundzutat.
Die Verwendung von Salbei als Heilmittel hat eine lange Tradition. Als Gewürz hielt er erst im Mittelalter Einzug in unsere Küche. Salbei wird die Fähigkeit zugesprochen, das Ranzigwerden von Fetten zu verlangsamen.
Salbei riecht aromatisch und schmeckt würzig, bitter und ist adstringierend (pelziges Mundgefühl). Das Gewürz wird für Fleischgerichte, Wild, Geflügel, Würste, Fischgerichte und Kräuterkäse benutzt. Besonders zu fetten Speisen passt Salbei gut, denn er fördert die Bekömmlichkeit schwerer Kost.
Roh und fein gehackt sind Salbeiblätter geeignet für Fischgerichte und Geflügelfüllungen, zum Aromatisieren von Gemüse und Suppen wird Salbei ebenfalls verwendet.
Im 19. Jahrhundert waren Salbeiküchlein ein klassisches Gebäck für die Kircweih oder Kirmes, was auf ihren angeblichen Schutz vor Rausch zurückgeht.
In vielen Ländern, so z. B. in der Türkei, ist Salbeitee ein traditionelles Getränk.
Verwendung und Zubereitung
Salbei wird frisch und getrocknet in der Küche verwendet. Aufgrund des intensiven Aromas sollte er eher sparsam zum Würzen eingesetzt werden. Gerne wird er auch als Tee getrunken.
Besonders in der Mittelmeerküche, v.a. in Italien, Griechenland und Frankreich, ist er ein häufig verwendetes Gewürz. Er passt zu Fleisch jeder Art, Fisch- und G-müsegerichten. Besonders gut harmoniert der leicht herbe Geschmack mit Wildfleisch. Salbei würzt ebenso Pasta, Eizubereitungen (z.B. Omelette) sowie Brote (z.B. Focaccia). Ein bekanntes und beliebtes italienisches Gericht ist „Saltimbocca alla Romana“, das Kalbsfleisch mit Schinken und Salbeiblättern kombiniert. Häufig werden Salbeiblätter in Butter mitgeschwenkt, wodurch die Butter ein feines Aroma annimmt. Burro e salvia passt gut zu gefüllter Pasta wie z.B. Ravioli.
Frische Salbeiblätter halten sich in Papier gewickelt oder in einem Plastikbeutel einige Tage im Kühlschrank. Getrockneter Salbei lässt sich licht- und luftgeschützt gut länger aufbewahren. Der Verlust an ätherischem Öl beträgt innerhalb von zwei Jahren ca. 50 Prozent.
Hinweis: Man kann frische Kräuter auch in einem Glas wässern, ähnlich frischen Blumen. So bleiben sie einige Tage frisch, ohne zu verwelken.
 
Pflanzenkunde
Die Gattung Salvia zählt zur Pflanzenfamilie der Lippenblütler und umfasst viele Arten, die sich u.a. in Blütenfarbe, Blattform und -farbe sowie der Zusammensetzung des ätherischen Öls unterscheiden. Am bekanntesten und besonders sortenreich ist der Gartensalbei, auch Echter Salbei. Neben Salvia officinalis listet der Österreichische Lebensmittelcodex zudem Salvia triloba als Gewürz für den Handel. Diese Art ist auch geläufig unter den Begriffen S. fruticosa sowie Griechischer, Kreuz- und dreilappiger Salbei. Salbei ist im Handel frisch bzw. getrocknet in ganzer, geschnittener oder gemahlener Form erhältlich.
Der Echte Salbei ist ein stark verzweigter Halbstrauch, mit 20 bis 70 Zentimeter Wuchshöhe. Die Blätter sind länglich-eiförmig bis schmal-elliptisch und von einem leicht haarigen Filz bedeckt. Die Blätter können bis zu zehn Zentimeter lang werden. Die Blattfarbe ist olivgrün bis grünlich-grau. Die Blütenfarbe reicht von hellviolett über rosa bis weiß. Im Gartenhandel steht eine breite Palette an Salbei-Pflanzen zur Verfügung: Hier gibt es zahlreiche verschiedene Arten wie z.B. der MuskatellerSalbei (Salvia sclarea), Ananas-Salbei (Salvia elegans) sowie zahlreiche Salvia-officinalis-Unterarten wie „Purpurascens“, der purpurrote Blätter hat, „Non-Flower“ ohne Blüten oder „Rosea“, der nur kleinere Blätter entwickelt und rosa blüht.
Die Salbeipflanze mag es gerne sehr warm und eher trocken, Staunässe verträgt sie nicht. Im Garten eignen sich sonnige Stellen sowie wärmespeichernde Hauswände und Steinumrandungen.
Hinweis: Vergewissern Sie sich beim Kauf einer Salbeipflanze, ob diese auch zum Verzehr geeignet ist. Ziersalbei ist für die Küche nicht geeignet.
 
Geschichte
Die Anwendung als Heilpflanze, deren Name Salbei (entlehnt von lateinisch salvia) auf lateinisch "salvus" (ganz, heil, gesund) beruht, geht bis in die Antike zurück.
Die Ärzte und Heilkundigen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit schätzten den Salbei jedoch auch aus anderen Gründen. Paracelsus, Hildegard von Bingen, Lonicerus und Matthiolus verwendeten ihn bei akutem Fieber, Harnwegsleiden, Koliken, Erkältungen und Zahnschmerzen. Eine besondere Verwendung wurde der Pflanze bei der Behandlung der roten Blutruhr zuteil. Dem Salbei sagte man eine desinfizierende und konservierende Wirkung nach. So wurden die Zimmer, in denen sich Schwerkranke aufhielten, dadurch gereinigt, dass man Salbeiblätter auf Kohle verbrannte.
Ein im 14. Jahrhundert verfasster bairisch-alemannischer Salbeitraktat, der vor allem an medizinische Laien gerichtet war, aber auch von Ärzten benutzt wurde, beruht auf dem vor 1325 entstandenen Branntweintraktat des Taddeo Alderotti und empfiehlt ein auf Branntwein und Salbei basierendes aqua vitae zur Erhaltung von Jugendfrische und für ein langes Leben.
Während der großen Pestepidemie von Toulouse im Jahre 1630 begannen Diebe ohne Furcht vor Ansteckung die Leichname auszuplündern. Sie wurden gefasst und die Ratsherren schenkten ihnen für die Preisgabe ihres Geheimnisses das Leben. Sie verwendeten in Essig eingelegten Salbei und ein wenig andere Zutaten wie Thymian, Lavendel und Rosmarin. Zum Schutz vor der Pest rieben sie sich damit den ganzen Körper ein. Ein Jahrhundert später in Marseille folgten andere Gauner diesem Beispiel.
Salbei gehörte früher auch zu den Mitteln, die Schwangeren helfen sollten. So empfahl die berühmte Londoner Hebamme Mrs. Jane Shapr in ihrem 1671 erschienenen Geburtshandbuch The Midwives Book, Or the Whole Art of Midwifery Discovered, dass eine Schwangere jeden Morgen ihren Körper mit einem mit Salbei gewürzten Ale stärken solle. Auch Hippokrates hatte Salbei als Uterus-Heilmittel verwendet.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Salbei kommt ursprünglich aus Gebirgen in Südeuropa. Er gedeiht jedoch auch in warmen Gegenden Mitteleuropas sehr gut. Er ist ein ausdauernder Halbstrauch, dessen untere Stängel verholzen. Die länglichen, schmalen Blätter stehen gegenständig und sind weich und filzig. Im Frühling sind die Blätter grau-grün, im Herbst bis zum Frühjahr sind sie eher silbrig. Ab Mitte Mai oder Juni blüht der Salbei. An den Spitzen der Stängel stehen die hellvioletten Lippenblüten in Quirlen. Meistens gruppieren sich sechs bis zehn Blüten zu einem Quirl. Der Geruch des Salbeis ist herb und kampferartig. Der Geschmack ist leicht bitter, adstringierend und auch kampferartig.
Die Salbei-Arten sind selten ein-, manchmal zweijährige bis meist ausdauernde krautige Pflanzen, Halbsträucher oder Sträucher. Die Pflanzen duften oft aromatisch. Oft befinden sich an oberirdischen Pflanzenteilen einfache Haare und/oder Drüsenhaar. Die meist selbständig aufrechten Sprossachsen sind meist vierkantig. Die meist gegenständig angeordneten Laubblätter sind in einen sehr kurzen bis langen Blattstiel und eine Blattspreite gegliedert. Die Blattspreiten sind einfach mit glatten bis gekerbten oder gezähnten Blattrand oder tief gelappt bis fiederschnittig. Es sind keine Nebenblätter vorhanden. Es liegt Fiedernervatur vor.
Der Echte Salbei wächst als Halbstrauch und erreicht Wuchshöhen von bis zu 80 Zentimetern. Alle seine Pflanzenteile besitzen einen starken aromatischen Geruch. Die in Bodennähe verholzten Stängel des Echten Salbei sind schwach vierkantig bis rundlich und in der Regel von unten an stark verzweigt. Sie steigen gerade oder bogig gekrümmt auf und sind besonders im oberen Teil dicht kraus behaart. Aus dem verholzten Stängelteil, aber auch aus den Achseln der unteren Blätter am Stängel, treiben häufig dicht beblätterte, sterile Zweige. Sie bilden also keinen Blütenstand.
Die Laubblätter stehen paarweise gegenständig am Stängel. Die unteren Laubblätter haben einen Stiel, der so lang wie die Blattspreite sein kann (bis etwa 9 Zentimeter). Die Länge der Blattstiele nimmt am Stängel nach oben hin ab; die oberen Blätter sind ungestielt (sitzend). Die einfachen Blattspreiten sind bei einer Breite von bis zu 5 Zentimeter lanzettlich bis länglich-eiförmig. Die runzelige Blattoberfläche ist weißfilzig behaart und daher von graugrüner Farbe. Ältere Laubblätter verkahlen, besonders auf der Oberseite. Der Blattrand ist glatt bis höchstens schwach gekerbt.
Die Blüten stehen seitenständig, selten einzeln, sondern meist zu wenigen bis vielen meist in Scheinquirlen zusammen, die in traubigen, ährigen oder rispigen Gesamtblütenständen mehr oder dicht bis weit auseinander übereinander stehen können. Die früh vergänglichen oder haltbaren Tragblätter unterscheiden sich je nach Art mehr oder weniger deutlich von den Laubblättern und können sehr dekorativ sein. Die Deckblätter sind meist winzig bis kaum erkennbar. Es sind nur kurze bis kaum erkennbare Blütenstiele vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf grünen bis purpurfarbenen Kelchblätter sind röhren-, trichter- bis glockenförmig verwachsen. Der Kelchschlund kann innen behaart sein. Die Kelchröhren enden zweilippig, wobei die Oberlippen einfach, zwei- oder dreizähnig und die Unterlippen immer zweizähnig enden. Die 10- bis 15-nervigen Kelche vergrößern sich mehr oder weniger stark bei einigen Arten bis zur Fruchtreife. Die fünf Kronblätter sind zu zygomorphen Blütenkronen verwachsen, die primär den familientypischen zweilippigen Aufbau der Lippenblüten aufweisen, aber die Unterlippe ist bei vielen Arten reduziert. Wenn die Unterlippe voll ausgebildet ist, dann ist sie ausgebreitet dreilappig, wobei der mittlere Lappen am breitesten und konkav ist und die seitlichen Lappen ausgebreitet oder zurückgebogen sind. Die ganzrandige oder zweispaltige Oberlippe ist gefaltet, gerade oder sichelförmig. Die fünf Kronblätter sind röhrig verwachsen. Die Kronröhre ist gerade, horizontal, nach oben gebogen oder oben geweitet und kann innen Haare besitzen. In der Kronröhre können kleine Schuppen (Squamula), zwei bis vier Papillae oder ein Haarkranz oberhalb des Fruchtknotens vorhanden sein. Die Farben der Blütenkronblätter reichen von Weiß bis Gelb sowie von Rot über Rosafarben bis Violett und Blau. Rotblühende Arten ohne Gelenkmechanismus sind üblicherweise vogelbestäubt, je nach geografischer Verbreitung zum Beispiel in Südamerika von Kolibris. Blau- und violettblühende Arten mit Gelenkmechanismus sind meist bienen- oder hummelbestäubt. Übergänge und Ausnahmen sind jedoch möglich. Zwei der vier Staubblätter sind zu sehr kleinen Staminodien reduziert; manchmal fehlen Staminodien. Der Aufbau der Staubblätter weicht stark von dem aller anderen Gattungen der Familie Lamiaceae. Die zwei freien, fertilen Staubblätter besitzen kurze, horizontale oder aufrechte Staubfäden. Bei vielen Arten, vor allem bei den von Bienen und Hummeln bestäubten, haben die Staubblätter ein Gelenk ausgebildet, das den Pollen auf den Insektenkörper platziert. Dabei bleibt im Wachstum die primäre Spitze des Filaments dünn und wird von umliegendem Gewebe umwachsen, sodass sich eine sekundäre Filamentspitze bildet. Das Konnektiv wächst aus und trennt die beiden Theken räumlich. Die jeweils untere der Theken ist oftmals kleiner bis zu einer sterilen Platte reduziert, sodass der Pollen nur noch von den Theken am Blüteneingang gebildet wird. Bei vogelbestäubten Arten ist dieses Gelenk meist nicht (mehr) vorhanden. Die sekundäre Filamentspitze ist teilweise reduziert und das Gelenk somit destabilisiert oder die Filament-Konnektivverbindung ist nicht mehr so gestaltet, dass eine Drehung möglich ist. Der Diskus ist im vorderen Bereich leicht verdickt oder ringförmig. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen; er ist durch falsche Scheidewände in vier Kammern gegliedert. Der lange, dünne Griffel ist zweigabelig und endet im Querschnitt abgeflachten oder stielrunden, im Umriss pfriemlichen, linealischen oder kreisförmigen Lappen; sie können beide gleich sein oder der vordere ist länger und der hintere kann reduziert sein.
Die Blütezeit reicht in Mitteleuropa von Mai bis Juli. Die Blüten stehen an kurzen Blütenstielen im oberen Stängelteil zu je vier bis zehn in fünf bis acht lockeren Quirlen. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der etwa 1 Zentimeter lange, meist rotbraune Blütenkelch ist deutlich in einen oberen Teil mit drei und einen unteren mit zwei Zipfeln gegliedert und auf den Nerven und am Rand flaumig behaart. Die violetten, selten rosafarbenen oder weißen Blütenkronen haben die typische Form der Lippenblütengewächse und sind 2 bis 3 Zentimeter lang. Die Oberlippe ist fast gerade und vergleichsweise wenig gewölbt. Die Klausenfrüchte zerfallen in vier schwarze Klausen.
Die Klausenfrüchte zerfallen in vier glatte, kahle, ellipsoide bis mehr oder weniger kugelige, länglich-eiförmige oder dreikantige, oft braune, einsamige Teilfrüchte mit oder ohne Nerven auf der Oberfläche, die meist bei Feuchtigkeit schleimig sind.
 
Aussaat, Anbau und Pflege
Der Salbei ist einer der beliebtesten Heil- und Küchenkräuter, der in vielen Gärten und Balkonen kultiviert wird. Wie viele mediterrane Kräuter sind einige Eigenarten zu beachten, insofern man an einer Pflanze lange Freude haben möchte.
Standort
Am besten gedeiht Salbei demnach an vollsonnigen Standorten mit mageren Böden. Der Gartenboden oder das Topfsubstrat sollten überwiegend sandig sein und nur einen geringe bis mittleren Humusanteil enthalten. Sehr lehmhaltige Böden müssen mit Zuschlagstoffen wie Lava oder Bims aufgearbeitet werden. Böden, die Staunässe fördern oder zuviele Nährstoffe enthalten, sind strikt zu meiden. Entsprechende Gaben von Gartenkalk und/oder Steinen in der Erde fördern das Wachstum von Salbei.
Salbeipflanzen lassen sich auch gut auf der Südseite von Balkonen als Topfkultur anbauen. Typische Kräutererden sollten jedoch nicht verwendet werden oder zumindest mit etwa 20 bis 40 Prozent Sand vermischt werden. Tontöpfe erweisen sich als besseres Pflanzgefäß gegenüber Plastiktöpfen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unseren Artikel Kräuter im Topf anbauen und pflegen.
Aussaat und Anbau
Salvia officinalis lässt sich sowohl aus Samen ziehen als auch über Stecklinge vermehren. Die Aussaat von Salbeisamen erfolgt in Vorkultur ab Ende Februar auf der sonnigen Fensterbank im Haus oder ab Mai im Freiland. Für eine Freilandkultur sollten die Beete auch für mediterrane Kräuter vorbereitet sein. Der Pflanzabstand zwischen den einzelnen Kräutern sollte mindestens 30 cm betragen. Salbeipflanzen bilden ein teilweise recht dichtes Wurzelsystem aus. Salbei ist ein Lichtkeimer; die Samen müssen nur leicht in die Erde (ca. 0,5 - 1cm) gedrückt werden. Die Keimzeit kann je nach Keimbedingungen bis zu 16 Tagen dauern.
Vermehrung
Für die Vermehrung über Stecklinge wird von einer älteren Mutterpflanze ein kräftiger Trieb abgeschnitten und direkt in kalkreiche Kräutererde gesteckt. Das Schneiden von Ablegern sollte am besten im Frühjahr passieren, da die Pflanze hier noch am meisten Kraft hat, frische Wunden schnell zu schließen.
Gießen
Salbei ist an karge Gebirgslandschaften im Mittelmeerraum angepasst, in denen regelmäßige Niederschläge sehr selten auftreten. Dementsprechend benötigt der aromatische Halbstrauch verhältnismäßig wenig Wasser und hat eine große Trockenheitstoleranz. An länger andauernden trockenen und heißen Tagen sollten die Pflanzen jedoch mäßig gegossen werden. Ein Test, der anzeigt, ob Salbei gegossen werden muss, ist folgender: Man steckt den Finger bis zum Fingernagel in die Erde. Ist die Erde an dieser Stelle bereits trocken, wird gegossen. Ist noch ausreichend Feuchtigkeit im Boden vorhanden, besteht keine Notwendigkeit zur Bewässerung.
Düngung
Ebenso genügsam ist Salbei in punkto Nährstoffversorgung. Lediglich zu Beginn der Vegetationsperiode im Frühjahr wird eine kleine Menge Dünger in die Erde eingearbeitet. Als Dünger eignen sich Gaben von Kompost, die am besten mit Sand gemischt werden. Empfehlenswert ist auch das Zugeben von etwas Urgesteinsmehl (nicht mehr als 5% vom Gesamtsubstrat). Ausnahme in der Düngermenge bilden Exemplare, die im Supermarkt gekauft wurden, umgetopft werden und auf Balkon oder Terrasse kultiviert werden. Hier empfiehlt sich etwa ein bis zwei Wochen nach dem Umtopfen die Gabe von Dünger. Werden die Pflanzen ins Gartenbeet umgetopft, genügt eine kleine Gabe Kompost oder Wurmhumus.
Pflege
Salbei ist eine recht anspruchslose Pflanze, insofern die Standortbedingungen beachtet werden. Legt man auf ältere Pflanzen wert, so ist ein starker Rückschnitt des Halbstrauchs ab Anfang September notwendiger. Hier sollten alle blattlosen Zweige und Stängel entfernt werden, da diese den Winter ohnehin nicht überleben würden.
Überwinterung
Salbei zählt zu den mehrjährigen Kräutern. Kalte Winter übersteht das Kraut in der Regel ohne Probleme. Dennoch sollten Exemplare, die im Garten wachsen, vorsichtshalber mit Reisig oder Laub vor dem Schnee abgedeckt werden. Salbei, der in Topfkultur gehalten wird, wird zu Ende Oktober ins Haus geholt. Dieser überwintert am besten im Treppenhaus oder im Wintergarten. Gleiches gilt für die Exoten unter den Salbeiarten, die nicht in Europa heimisch sind, zum Beispiel: Dreifarbiger Salbei, Fruchtsalbei (Salvia dorisiana), Peruanischer Salbei, Limonensalbei oder Ananassalbei.
Schädlinge und Krankheiten
Mehltau und Spinnmilben sind diejenigen Pflanzenkrankheiten, von denen Salbei in unseren Breiten am häufigsten befallen wird. Meistens sind solche Pilzerkrankungen die Folge von überfürsorglicher Pflege wie Überdüngung oder hohe Feuchtigkeit in der Erde. Gegen Mehltau bei Salbei hilft ein Hausmittel. 10ml Milch werden mit 90ml Wasser verdünnt und in eine Sprühflasche gegeben. Mit dieser Mischung werden die betroffenen Pflanzenteile behandelt. Bei großflächigerem Befall sollte die Salbeipflanze großzügig gekürzt werden. Der Schnittabfall wird mit dem Hausmüll entsorgt. Auf dem Kompost gelagert besteht die Gefahr, dass der Pilz auf andere Pflanzen übergreift. Spinnmilben, darunter auch die rote Spinnmilbe, wird man Herr, indem Salbei mit Kieselgur behandelt wird. Kieselgur ist ein ökologisch verträgliches Insektenbekämpfungsmittel, gegen das Schädlinge im Gegensatz zu chemischen Insektiziden nicht resistent werden.
Ernte
Salbei sollte in der Zeit vom Spätfrühling bis zum Spätsommer geerntet werden. In dieser Phase sind die Anteile ätherischer Öle im Salbei am höchsten. Können größere Mengen an Blättern geerntet werden, lässt sich das Kraut trocknen oder auch einfrieren.

Ackerschachtelhalm
Vor ca. 400 Millionen Jahren war der Schachtelhalm baumgroß und bevölkerte riesige Wälder zusammen mit Riesenfarnen und Moosen. Wie diese so hat auch der Schachtelhalm keine Blüten sondern vermehrt sich durch Sporen.  Im Frühjahr ist der Schachtelhalm eine blaßgebliche stängelartige Pflanze, die nach kurzer Zeit verschwindet. Später wachsen dann grüne Sommertriebe, die früher gerne zum Putzen von Metall verwendet wurden, woher auch der Name Zinnkraut kommt. Der Schachtelhalm enthält sehr viel Kieselsäure, was den Einsatz bei Nierenkrankheiten und Problemen des Bindegewebes begründet. Der Acker-Schachtelhalm, auch Zinnkraut, Acker-Zinnkraut, Katzenwedel, Pferdeschwanz, Schaftheu, Pfannebutzer oder Scheuerkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Klasse der Schachtelhalme.
Der Name Ackerschachtelhalm bezieht sich sowohl auf den Standort, an dem das Wildkraut zu finden ist, als auch auf das Aussehen der Pflanze: Ackerschachtelhalme wachsen bevorzugt auf Äckern und weisen einen in sich geschachtelten Aufbau der Stengelglieder auf. Die alternative Bezeichnung Zinnkraut geht auf die frühere Verwendung der Pflanze zurück: man verwendete das Farngewächs, um Zinngeschirr und andere Utensilien aus Zinn damit zu putzen und polieren. Die zu den Farnen gehörende Pflanze ist eine bedeutende Heilpflanze gegen Gelenkschmerzen und Harnbeschwerden.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Rheuma
Heilwirkung: blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend
Anwendungsbereiche: Blasenschwäche, Nierenschwäche, Durchblutungsstörungen, Schwache Menstruation, Blutungen, Frostbeulen, Krampfadern, Rheumatische Schmerzen, Ödeme, Wassersucht, Wunden Hautentzündungen, Afterjucken
wissenschaftlicher Name: Equisetum arvense
Pflanzenfamilie: Schachtelhalmgewächse = Equisetaceae
englischer Name: Horsetails
Verwendete Pflanzenteile: Sommertriebe
Inhaltsstoffe: Kieselsäure, Saponine, Flavone, Kalzium, Kalium, Magnesium, weitere Spurenelemente
Sammelzeit: Mai – Juli
 
Anwendung
Der Acker-Schachtelhalm war als Heilpflanze einige Zeit fast vergessen, Sebastian Kneipp machte ihn wieder bekannt.
Innerlich
Innerlich wird das Schachtelhalmkraut vorwiegend als Tee eingesetzt. Der Tee muss als Abkochung zubereitet werden und mindestens 20 Minuten kochen, damit sich die Kieselsäure aus den Pflanzen löst. Den Tee kann man verwenden, wenn man seinem Harnapparat oder seinem Bindegewebe etwas Gutes tun will. Zur Blutstillung eignet sich am besten der frische Presssaft.
Äußerlich
Äußerlich ist der Schachtelhalm als Voll-, Teilbad, Wickel oder Auflage geeignet. Dazu wird je nach Bedarf eine größere Menge Tee gekocht. Als Bad wird der Tee mit Wasser verdünnt. Für ein Vollbad muss man ca. 150 g Schachtelhalm rechnen. Wickel und Auflagen, z.B. bei Ekzemen, Geschwüren usw. werden in den Tee getaucht und auf die betroffenen Stellen aufgelegt.
Ackerschachtelhalm und dessen Verwendung
Auch wenn der Ackerschachtelhalm bzw. das Zinnkraut aufgrund der zügellosen Vermehrung nicht sonderlich beliebt ist, vertraut die Naturheilkunde seit Jahrhunderten auf die gesundmachenden Inhaltsstoffe des Ackerschachtelhalms.
Ackerschachtelhalm als Heilkraut
Schachtelhalm in der Antike, im Mittelalter und zur frühen Neuzeit
Ackerschachtelhalm ist nahezu ein Alleskönner und findet seit altersher Beachtung in der Behandlung von Krankheiten. Nicht nur Hildegard von Bingen behandelte Kranke mit Ackerschachtelhalm; auch Ärzte im antiken Griechenland verwendeten das Zinnkraut als Arznei gegen zahlreiche Krankheiten und Beschwerden.
In den alten bekannten Kräuterbüchern waren die heutigen Bezeichnungen Ackerschachtelhalm und Zinnkraut nicht geläufig. Die Namen haben recht häufig gewechselt. Im Gart der Gesundheit (1485) wurde das Kraut noch als Roßzagel bezeichnet, wohingegen im Kräuterbuch von Matthioli die Begriffe Schaffthew, Roßschwantz und Katzenschwantz geläufig waren.
Ackerschachtelhalm wurde zur damaligen Zeit gegen Magen-Darm-Beschwerden, Menstruationsstörungen sowie bei Blasen- und Nierenbeschwerden (insbesondere Nierensteine) verwendet. Im Kräuterbuch von Matthioli wurde beispielsweise empfohlen, das Zinnkraut bei fiebrigen Erkrankungen als Tee zu reichen, anderenfalls in Wein zu sieden. Verwendung fand sowohl das Kraut als auch die Wurzel.
Äußerlich wurde Ackerschachtelhalm u.a. gegen Nasenbluten verwendet:
Der außgedruckte Safft von Katzenschwanß in die Nasen gethan, oder angestrichen, stillet das lauffende Blut darinne.
Die bekannte Farnpflanze wurde auch allgemein zur Wundheilung empfohlen (u.a. Matthioli).
Heutige Bedeutung von Ackerschachtelhalm in der Heilkunde
Der Ackerschachtelhalm enthält zahlreiche Wirkstoffe, die in der Medizin und in der Naturheilkunde Beachtung finden. Es sind vor allem die Kieselsäure, weitere Mineralstoffe wie Kalium, Saponine sowie einige ätherische Öle, die die Heilwirkung der Pflanze ausmachen. Zusammendfassend können die Inhaltsstoffe folgende Wirkungen auf unseren Organismus ausüben: entzündungshemmend, schleimlösend, adstringierend (zusammenziehend), blutstillend, harntreibend, antioxidativ.
Für die Verwendung von Ackerschachtelhalm als Heilkraut werden in der Zeit von Ende Mai/Anfang Juni bis in den August hinein die grünen Sprossen geerntet. Diese können sowohl getrocknet als auch frisch verwendet werden. Die Sprossen werden heute in der Naturheilkunde sowohl für innerliche als auch äußerliche Krankheiten bzw. Beschwerden verwendet, u.a. gegen die folgenden: Nierenentzündungen, Blasenentzündungen, Inkontinenz, Gelenkschmerzen, Arthrose, Rheuma, Gicht, Husten, Durchblutungsstörungen, Juckreiz.
Um an die wertvollen und lindernden Wirkstoffe des Ackerschachtelhalms zu gelangen, bedarf es einiger Mühe. Die üblichen Darreichungsformen sind Tees, Presssäfte sowie die pulverisierte Droge, die dann mitunter pur, in Kapseln und in Tabletten verarbeitet wird. Zinnkraut wird vor allem als Tee konsumiert, wird aber nicht auf die Art und Weise zubereitet wie andere Kräutertees.
Ackerschachtelhalm in der Küche
Als kulinarische Delikatesse ist der Ackerschachtelhalm nicht bekannt und findet in gängigen Rezepten, die sich mit Wildkräutern befassen, kaum bis gar keine Beachtung. Die Gründe sind vielfältig: Ackerschachtelhalm hat nicht nur einen bitteren Geschmack, er ist auch sehr leicht mit Sumpfschachtelhalm zu verwechseln, was manchen Kräutersammler abschreckt. Sumpfschachtelhalm ist auf Grund der enthaltenden Alkaloide giftig, und es braucht einiges an Erfahrung (oder zumindest einen guten bebilderten Pflanzenführer), um Sumpfschachtelhalm von Ackerschachtelhalm beim Sammeln eindeutig zu unterscheiden.
Wesentlich populärer ist Ackerschachtelhalm als Nahrungsmittel im asiatischen Raum, wo insbesondere die gold-braunen Triebe (Sporenähre) in Öl frittiert verzehrt werden.
 
Pharmazeutische Geschichte
Schon Dioskurides kennt eine „Hippuris“, die Harn treibt, Uterusblutungen stillt und Husten und Wunden lindert. Equisetum heißt die Pflanze zuerst bei Plinius, er lobt sie zum Blutstillen, so auch wieder Albertus Magnus im 12. Jahrhundert.
Auch Paracelsus erwähnt den „Katzenschwanz“. Agricola und Hoffmann, Leibarzt Friedrichs des Großen, kennen ihn für den Harntrakt, Matthiolus und Weinmann als zusammenziehendes, blutstillendes Mittel, von Haller gegen Blutsturz, Nieren- und Blasengeschwüre, als Gurgelwasser für Hals und Mundraum und Umschläge bei Wundbrand. Osianders Volksarzneymittel nennen ihn bei Ruhr und Wassersucht. Sebastian Kneipp machte die Pflanze nachhaltig bekannt, äußerlich bei Geschwü-ren, auch alten Gewebeschäden, innerlich bei Grieß- und Steinleiden, unverzichtbar bei Harnverhalt, ferner Blutungen und Bluterbrechen. Später brachte man die enthaltene Kieselsäure mit der Abheilung von Hautwunden, aber auch Tuberkloseherden in Verbindung, auch Arteriosklerose sollte sie entgegenwirken. Leclerc und Gibelli bestätigen die Wirkung bei Lungen- und metrorrhagischen Blutungen bzw. Breiumschläge bei Krampfadergeschwüren, nach anderen verbessert Equisetum die Blutbildung bei Blutungsanämien. G. G. Wegener sah Erfolge bei Lupus und Haarausfall. Die lettische Volksmedizin nutzt den Auszug der Wurzel zu Einreibungen bei Rheumatismus, die tschechische u. a. bei Erbrechen, Durchfall, zu starker Menstruation, als Nasentampon bei Nasenbluten und weiteres. Die meisten Autoren benutzten das Kraut ohne Wurzel bzw. nur die Stängel. Madaus‘ Zeitgenossen gebrauchten Equisetum bei verschiedensten Leiden der Harnorgane und Blutungen, teilweise auch bei Durchfall, Fluor albus, Milzschwellung, Leberstauung, Arteriosklerose und Herzschwäche. Der Tee sei gut geeignet als Dauergetränk bei Rheumatismus alter Leute. Kommission E empfiehlt Schachtelhalmkraut innerlich bei Ödemen, sofern sie nicht von eingeschränkter Herz- oder Nierenfunktion rühren, als Durchspülungstherapie bei Harnwegsentzündungen und Nierengries (mittlere Tagesdosis 6 g Droge), hierbei ist auf ausreichendes Trinken zu achten, äußerlich bei schlecht heilenden Wunden (Umschläge mit 10 g Droge auf 1 l Wasser). 1988 wurden in Deutschland wissenschaftliche Versuche zu feldmäßigem Anbau von Acker-Schachtelhalm durchgeführt.
 
Der Unterschied zwischen Ackerschachtelhalm und Sumpfschachtelhalm
Equisetum arvense versus Equisetum palustre. Der Ackerschachtelhalm und der Sumpfschachtelhalm unterscheiden sich vor allem in der chemischen Zusammensetzung. Der Sumpfschachtelhalm Equisetum palustre ist giftig, während der Ackerschachtelhalm nur in sehr hohen Dosen zu Vergiftungen führt. Insbesondere bei Kühen und Pferden verursacht das namensgebende Gift Palustrin im Sumpfschachtelhalm Vergiftungen.
Umso wichtiger ist es, beide Pflanzen eindeutig von einander unterscheiden zu können. Ausschlaggebend sind zwei Merkmale: die Farbe an den Unterteilungen der Schachtelabschnitte und die Länge der Sprossen. Die röhrenartigen, scheinbar in einander geschachtelten Abschnitte des ungiftigen Ackerschachtelhalms sind in unseren Breiten meistens grünlich; die des Sumpfschachtelhalms sind dunkelbraun, fast schwarz und meistens deutlich gezackt.
Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass es vom Zinnkraut noch einige Unterarten gibt, die auch rötliche bis bräunliche Verfärbungen am Stängel aufweisen können. Ein Beispiel ist die Unterart Equisetum arvense var. decumbens, die vereinzelt in Norddeutschland sowie in Skandinavien anzutreffen ist. Zacken und Färbung sind daher keine eindeutigen Unterscheidungsmerkmale.
Daneben begutachtet man die Länge der Sprossen („Schachtelabschnitte“) und die Stängelscheiden. Sind die Haupttriebe (Schachtelabschnitte der einzelnen Wedel) länger als die Stängelscheiden, handelt es sich um Ackerschachtelhalm. Haupttriebe, die kürzer als die Stängelscheiden sind, deuten auf einen Sumpfschachtelhalm hin.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Acker-Schachtelhalm ist ein Rhizom-Geophyt. Seine reich verzweigten, behaarten Rhizome treiben bis 1,60 m tief in den Boden hinein. Die sporangientragenden (fertilen) Triebe sind von den sterilen Laubtrieben verschieden. Die grünen sterilen Triebe erreichen eine Wuchshöhe von 10 bis 50 cm und einen Durchmesser von (1 bis) 3 bis 5 mm. Sie sind mit Ausnahme der Spitze reichlich und regelmäßig quirlig verzweigt mit einfachen, aufsteigenden bis auf-recht abstehenden Ästen. Der Stängel hat 6 bis 20 Rippen, die glatt oder mit stumpfen, niedrigen Papillen besetzt sind. Im Querschnitt nimmt die Zentralhöhle etwa ein Viertel des Durchmessers ein; sie ist größer als die Seitenhöhlen. Die Stängelscheiden sind 5 bis 12 mm lang (die oberen sind etwa so lang oder etwas kürzer als das unterste Glied der Seitenäste), mit 10 bis 12 (selten 6 bis 20) bis 4 mm langen, dreieckig-lanzettlichen, sehr spitzen, aber nicht begrannten, schwärzlichen, nur schmal weißlich berandeten Zähnen. Die sporangientragenden Triebe erscheinen vor den sterilen Trieben und sterben nach dem Ausstäuben ab. Sie sind nur 5 bis 20 (selten bis 40) cm hoch, von hell-brauner Farbe und haben vier bis sechs Scheiden, aber keine Äste. Die Sporangienähre ist 1 bis 4 cm lang und stumpf.
Der Schachtelhalm wächst in Europa und Nordasien und ist weit verbreitet. Er wächst auf Feldern, Wiesen, Äckern und Wegrändern.
Der Ackerschachtelhalm ist eine ausdauernde Pflanze, die stets in zwei unterschiedlichen Generationen vorkommt. Die den meisten bekannte Generation ist die so genannte Sporophyten-Generation, die als etwa 10 bis 60 cm lange Pflanze mit hellgrünen bis grünweißen nadeligen Trieben (Wedel) erscheint.
Ackerschachtelhalm bildet keine Wurzeln im eigentlichen Sinne aus. Im Boden ist er durch ein Rhizom befestigt, welches Tiefen bis zu 2,00 erreichen kann. Ein auffälliges Unterscheidungsmerkmal ist die Mittelachse bzw. Sprossachse. Die Sprossachse am ersten Seitentrieb ist grundsätzlich länger als die erste Sprossachse am Haupttrieb.
Da der Ackerschachtelhalm ein klassisches Farngewächs ist, bildet dieser auch keine Blüten aus. Die Fortpflanzungsorgane der Pflanze erscheinen als so genannte Sporenähren, die meist im Mai zum Vorschein kommen. Die Sporenähre, auch als Sporentrieb bezeichnet, sind stets braun bis bräunlich gefärbt, aufrecht wachsend und fast immer zapfenförmig. Die Ausbreitungseinheiten werden hier als Sporen bezeichnet (im Gegensatz zu Samen bei den Blütenpflanzen). Die Laubtriebe sind gegenüber der Sporenähre steril, d.h. sie enthalten niemals Sporen.
Frühlingstriebe
Im Frühling wachsen ca. 20 cm große blassgelbliche Stängel mit einer Sporenähre an der Spitze. Die Spitze enthält die Sporen, mit denen sich der Schachtelhalm fort-pflanzt. Der Stängel setzt sich aus mehreren Abschnitten zusammen, die ineinander verschachtelt sind, woher auch der Name Schachtelhalm kommt. Der Frühlingstrieb des Schachtelhalms enthält gar kein Chlorophyll und ernährt sich ausschließlich aus seinem Wurzelgeflecht. Der Zweck des Frühlingstriebs ist ausschließlich die Fortpflanzung. Nach der Fortpflanzung sterben die Frühlingstriebe ab.
Sommertriebe
Im Mai wachsen dann die grünen Sommertriebe, die 10 - 50 cm hoch werden.  Die Gestalt der Sommertriebe erinnert an kleine Nadelbäume; sie haben einen Stängel, von dem quirlförmig grüne "Zweiglein" abstehen. Diese Stängel ersetzen die Blätter. Auch Blüten hat der Schachtelhalm nicht, weil er eine Sporenpflanze ist. Gute Schachtelhalme haben keine braunen Stellen; die braunen Stellen sind ein Hinweis darauf, dass der betroffene Schachtelhalm leicht giftig ist!

Bachblüten
Man fühlt sich anderen Menschen von vornherein unterlegen (Larch)
Sie fühlen sich von vornherein ihren Mitmenschen unterlegen
Mit der Bachblüte können sie das Unterlegenheitsgefühl hinter sich lassen
Bachblüten
Man hat im stillen Angst davor, Freunde, Beziehungen oder Besitz zu verlieren (Chicory)
Diese Menschen haben eine stille Angst, ihre Freunde, Beziehungen oder gar ihren Besitz zu verlieren
Mit Chicory können sie diese Angst vor dem verlieren ablegen
Milch
Milch und Milchprodukte zählen zu den wichtigsten Bausteinen einer ausgewogenen, gesunden Ernährung. Denn Milchprodukte zeichnen sich durch eine besonders hohe Nährstoffdichte aus. Sie versorgen den Körper mit hochwertigem Eiweiß, leicht verdaulichem Fett, Milchzucker und wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen.
Milch ist eine weiße, trübe Emulsion bzw. kolloidale Dispersion von Proteinen, Milchzucker und Milchfett in Wasser. Der Mensch nutzt die Milch vieler domestizierter Tiere als Nahrungsmittel, insbesondere als Getränk. Gebildet wird sie in den Milchdrüsen von Säugetieren, die damit ihre Neugeborenen nähren.
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