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Cactus
Selenicereus grandiflorus ist eine Pflanzenart in der Gattung Selenicereus aus der Familie der Kakteengewächse. Das Artepitheton grandiflorus leitet sich von den lateinischen Worten grandis für ‚groß‘ sowie -florus für ‚-blühend‘ ab und verweist auf die großen Blüten der Art. Trivialnamen sind „Königin der Nacht“, „Reina de la Noche“ und „Queen of the Night“. Die Deutsche Kakteen-Gesellschaft sowie die Gesellschaft Österreichischer Kakteenfreunde und die Schweizerische KakteenGesellschaft wählten Selenicereus grandiflorus 2009 zum „Kaktus des Jahres“.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Angina pectoris, Herzmuskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, Kreislauf stärkend
wissenschaftlicher Name: Selenicereus grandiflorus
Verwendete Pflanzenteile: Junge Stängel und Blüten
 
Pflanzenbeschreibung
Selenicereus grandiflorus wächst spreizklimmend oder kletternd mit bis zu 5 Meter langen Trieben, die Durchmesser von 1 bis 2,5 Zentimeter aufweisen. Es sind vier bis elf niedrige Rippen vorhanden. Die darauf befindlichen Areolen sind nicht erhaben oder erhöht und ohne zahlreiche Haare. Die aus ihnen entspringenden sechs bis 18 weißlichen bis bräunlichen Dornen sind borstenartig oder gelegentlich fein nadelig und stechend. Sie erreichen Längen von 0,45 bis 1,5 Zentimeter und fallen später ab. Die wohlriechenden Blüten sind bis zu 30 Zentimeter lang und erreichen ebensolche Durchmesser. Ihre äußeren Blütenhüllblätter sind gelb bis bräunlich und schmal, die inneren sind weiß und breiter. Die kugelförmigen bis eiförmigen Früchte sind rosa- bis magentafarben und 8 Zentimeter lang.

Baldrian
Echter Baldrian, auch Großer Baldrian (Valeriana officinalis), ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Baldriane innerhalb der Familie der Geißblattgewächse.
Baldriane sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Baldriangewächse innerhalb der Familie der Geißblattgewächse. Die 150 bis 300 Arten sind in Eurasien und in der Neuen Welt weitverbreitet.
Hoch reckt der Baldrian seine schlanken kräftigen Stiele auf denen sich luftige rosafarbene Blüten sanft im Winde wiegen. Die Blüten duften zart und angenehm. Immer wenn mir ein blühender Baldrian am Wegesrand begegnet, schnuppere ich ein wenig an den Blüten und freue mich. Bei diesen zarten Düften und dem luftigen Erscheinungsbild wundert es nicht, daß Baldrian zart beruhigend aufs Nervensystem und den Körper wirkt.
Der Baldrian ist eine bekannte heimische Wildpflanze und gleichzeitig Heilkraut. Die Wurzeln der Pflanze haben eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung. Doch nicht nur als Heilpflanze ist der Baldrian berühmt. Auch als Zierpflanze oder Bienenstaude im Garten wird das Kraut häufig angepflanzt. In einigen Ländern ist er sogar ein beliebtes Gewürzkraut.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Schlafstörungen
Heilwirkung: beruhigend, entspannend, konzentrationsfördernd, krampflösend, schlaffördernd
Anwendungsbereiche: Blähungen, Bluthochdruck, Darmkrämpfe, Gallenbeschwerden, Gastritis, Kopfschmerzen, Krämpfe, Magenkrämpfe, Magenschleimhautentzündung, Migräne, Nervöse Herzbeschwerden, Nervosität, Neurodermitis, Prüfungsangst, Reizblase, Rückenschmerzen, Schilddrüsenüberfunktion, Schlafstörungen, Unruhe, Verspannungen, Wechseljahresbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Valeriana officinale
Pflanzenfamilie: Baldriangewächse = Valerianaceae
englischer Name: Valerian
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln (Blüten)
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Valerensäure, Baldriansäure, Sesquiterpene, Arnikaflavon, Hydrophile Lignane, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harz, Alkaloide
Sammelzeit: Wurzel: Oktober, Blüten: Juli / August
 
Anwendung
Bei allen Zuständen von Nervosität, Schlaflosigkeit und vielen psychosomatisch bedingten Krankheiten (z.B. Magengeschwür oder - krämpfe) kann Baldrian als Tee, Tinktur oder Pulver (z.B. Tabletten) eingesetzt werden. Bei Schlaflosigkeit empfiehlt sich vor dem Schlafengehen ein Tee aus Baldrian, Hopfen, Beifuß und Melisse, der in kleinen Schlucken langsam getrunken wird. Da Baldrian nicht müde macht, kann er auch bei Prüfungsangst eingesetzt werden. Inzwischen gibt es Baldrianprodukte in jedem größeren Supermarkt. Sie können viele Psychopharmaka ersetzen, weil sie nicht nur ungefährlicher wirken sondern auch nicht süchtig machen.
Baldriantee bevorzugt als Kaltauszug
Am besten setzt man den Baldriantee als Kaltauszug an. Dazu übergießt man ein bis zwei Teelöffel Baldrian-Wurzel mit einer Tasse Wasser. Den Tee lässt man etwa zwölf Stunden ziehen. Dann filtert man ab und erwärmt den Tee auf Trinktemperatur. In kleinen Schlucken trinken. Bei Eile oder in Teemischungen kann man die Baldrianwurzel auch als Aufguss zubereiten und den Tee dann 10 bis 15 Minuten ziehen lassen.
Baldrianblüten als Tee
Wer will, kann auch die Blüten des Baldrians als Tee einsetzen. Die Baldrianblüten sind deutlich milder als die Wurzel und riechen angenehmer. Im Handel sind sie normalerweise nicht erhältlich, man muss sie also selber ernten. Mit den Baldrianblüten kann man wahlweise einen Kaltauszug oder einen Aufguss zubereiten und als Tee trinken.
Baldriantinktur
Um eine Baldriantinktur selbst herzustellen, übergießt man Baldrian in einem Schraubdeckelglas mit Doppel-korn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man abends oder bei Bedarf ein bis zwei Teelöffel ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Heilkräftiger Pflanzenteil ist in erster Linie der Wurzelstock (Richtig: Rhizoma Valerianae, doch auch Radix Valerianae). Aus den Wurzeln wird auch das Extrakt (Extractum Valerianae) und der weingeistige Auszug (Tinctura Valerianae) gewonnen. Der Wurzelstock wird im September und Oktober ausgegraben.
Heil- und Wirkstoffen beinhaltet die Wurzel ätherisches Öl, (Oleum Valerianae), das wieder aus einer Reihe von Stoffen besteht, u.a. einer Isovaleriansäure, die diese charakteristische beruhigende Wirkung auslöst. Ferner Gerbsäure, Apfel-, Ameisen- und Essigsäure, Gummi, Schleim, Zucker, Harz, Stärke und verschiedene Salz. Über eine Reihe von Wirkstoffen be-steht noch Unklarheit.
Heilwirkung
Die Baldrianwurzel ist ein Hauptmittel gegen nervöse Störungen, nervöse Erschöpfung, geistige Überarbeitung und Schlaflosigkeit. Baldrian wird bei Frauen bei Erregungszuständen, krankhaftem Nerven- und Seelenzustand besonderer Art (Hysterie), Migräne, nervöser Benommenheit, krampfartigem nervösem Erbrechen und bei Störungen in den Wechseljahren (Klimakterium) besonders empfohlen. Da bei allen Nervenleiden die Heilerfolge noch von vielen anderen Umständen abhängig sind, kann so manche Behandlung mit Bal-drian allein nicht den gewünschten Erfolg bringen. Diese setzt jedoch den Heilwert der pflanze nicht herab!
Der berühmte deutsche Naturarzt Hufeland sagte vom Baldrian: „Er ist eines der besten Nervenmittel, das ich kenne, zur Stärkung und Regulierung des Nervensystems, wo er als Tee, am Morgen und Abend, täglich getrunken wird. Ich habe dadurch langwierige Nervenschwäche, Hysterie und Krämpfe aller Art verschwinden gesehen.“ Auch viele andere berühmte Naturärzte, wie Rademacher und Kneipp u.a. bestätigen die hervorragende Heilwirkung des Baldrian.
Bei nervösen, unruhigen Kindern mit Neigung zu Darmkoliken kann ebenfalls eine Baldriantee-Kur nur von Nutzen sein. Überhaupt bei Verdauungsstörungen nervöser Art durch ungenüge-de Absonderung der Verdauungsstörungen nervöser Art durch ungenügende Absonderung der Verdauungssäfte im Magen und Darm, bei nervös verursachten krampfartigen Zuständen mit Übelkeit, bei nervösem Erbrechen sowie bei kolikartigen Gasstauungen wirkt der Baldriantee als ein vorzügliches magenstärkendes Mittel.
Baldrian ist ein sehr gutes Naturheilmittel gegen die aus neurotischen Zuständen resultierende Furchtsamkeit und krankhafte Ängstlichkeit, er ist darüber hinaus en vollkommen unschädliches und bewährtes Mittel zur Abgewöhnung von Alkohol- und Nikotinmissbrauch. Der Ko-sum dieser Suchtgifte nimmt ja in unseren Tagen der Hast, Erregung, Unruhe und damit nervlicher Überbelastung bedenklich zu!
Der Gehalt der Pflanze an ätherischem Baldrianöl regt in kleinen Gaben das Nervensystem an und wirkt darüber hinaus auf das Herz, den Kreislauf und auf die Körpermuskulatur. Baldrian ist daher auch ein Anregungsmittel bei allgemeiner Körperschwäche und Kreislaufschwäche.
Sehr zu empfehlen ist eine Mischung von Baldriantee mit anderen krampfstillenden und beruhigenden Heilpflanzen zu einer Teemischung von gleichen Teilen, so u.a. mit Anis oder Fenchel oder mit Kamille oder Hopfen. Besonders die Mischung mit Hopfen ist bei schweren nervösen Schlafstörungen bzw. andauernder Schlaflosigkeit sehr angezeigt. Es wird schon nach wenigen Tagen eine Besserung eintreten, ein früheres langsames Einschlafen und immer mehr sich bessernde Dauer und Tiefe des Schlafes. Bei schwerer Schlaflosigkeit müssen die zuerst kleinen Dosen allmählich gesteigert werden. Ein schädliche Nebenwirkung ist keineswegs zu befürchten. Der Baldriantee soll aber nicht zu lange regelmäßig genommen werden. Nach etwa 2 bis 3 Wochen soll man die Teekur auf einige zeit unterbrechen, die man bei Bedarf dann wieder fortsetzen kann. Bei nervösen Herzbeschwerden ist folgende TEEMISCHUNG empfohlen: Baldrianwurzel, Lavendelblüten, Kamille und Fenchel werden zu gleichen Teilen gemischt. Von dieser Teemischung verwende man 2 Teelöffel für 1 Tasse im Aufguss. Man trinke täglich 2 bis 3 Tassen, jedoch immer schluckweise. Für die Zubereitung des Baldriantees sind 2 Varianten üblich. Die einen bevorzugen die Bereitung des Tees in Form des gewöhnlichen Aufgusses, die anderen sind für kalte Zubereitung. Den besseren Heilerfolg soll man mit der Kalt-Zubereitung erzielen. 1 bis 2 Teelöffel feingeschnittene Baldrianwurzel (in der Volksheilkunde nimmt man statt dessen auch 2 Teelöffel getrocknete Blätter) werden am Morgen mit 1 Tasse kaltem Wasser angesetzt, lässt mindestens 8 Stunden ziehen und seiht dann ab. Am Abend vor dem Schlafengehen erwärmt man den abgeseihten Tee bis zur Trinkreife und trinkt denselben schluckweise warm.
In der Volksheilkunde wird die getrocknete Wurzel zu feinem Pulver zerstoßen und eingenommen. Man nimmt in dieser Falle 1 Messerspitze Pulver und trinkt einen Schluck Waser nach. Dies 3mal am Tage.
Wer die Tinktur bevorzugt, nehme 3mal täglich 20 Tropfen auf ein Stückchen Zucker oder zu einem Schluck wasser.
Vor zu großen Dosen sei aber bei der sonst so segensreichen Wirkung des Baldrians gewarnt. Der zu lange Gebrauch und die steigernde Menge kann die sogenannte Baldriansucht auslösen, die in weiterer Folge Lähmungserscheinungen und Herzbeschwerden hervorbringt.
Aus alten Kräuterbüchern und Volksheilkunde
Baldrianwurzel gesotten oder das Pulver mit Wein vermischt und getrunken, beseitigt das Seitenweh, nimmt die Blähungen, treibt den Harn und die Monatszeit der Frauen.
Baldrianwurzeln in Wasser oder Wein gesotten und am Abend einige Tropfen in die Augen geträufelt, macht einen klaren Blick. Das ganz frische Kraut samt der Wurzel zerstoßen, lege man bei Kopfschmerzen auf die Stirne. (Kopfumschlag)
Baldrian war auch im Theriak enthalten, da ihm auch die Kraft gegen Seuchen zugeschrieben wurde.
Anwendung in der Homöopathie
Die homöopathische Tinktur Valeriana, 3mal täglich je 20-30 Tropfen mit etwas Zuckerwasser eingenommen, wird bei reizbarer Nervenschwäche, geschlechtlicher Erregung, Hysterie, Schlaflosigkeit, Neuralgie, Kopfschmerzen, Hexenschuss, Schmerzen und Steifheit im Kreuz, nervösen Herzbeschwerden, Magenkrämpfen, Blähsucht, Ohnmachtsanfällen und bei Störungen in den Wechseljahren angewendet.
Anwendung in der Tiermedizin
Baldrianwurzel wird als Tee oder Pulver oder kombiniert mit anderen Pflanzenteilen als Viehpulver den Haustieren eingegeben bei Krämpfen aller Art, Verdauungsstörungen, kolikartigen Gasstauungen, als magenstärkendes Mittel zur Förderung der Fresslust oder als beruhigendes Mittel.
Fertigprodukte mit Baldrian
Im Handel und in Apotheken werden jede Menge Tabletten und Dragees mit Baldrian angeboten. Die Dosierung dieser Mittel ist sehr unterschiedlich und reicht von leicht, für die Anwendung am Tage, bis zu stark, bei ausgeprägten Schlafstörungen. Häufig sind die Baldrianmittel auch mit anderen Heilpflanzen kombiniert, beispielweise Hopfen, Melisse oder Passionsblume.
Baldrianblüten als Schlafkissen
Die zarten Baldrianblüten kann man in Form eines Kräuterkissens als Einschlafhilfe verwenden. Dazu füllt man getrocknete Baldrianblüten in einen kleinen (selbstgenähten) Kissenbezug aus Stoff. Zur Ergänzung der Wirkung kann man zusätzlich Lavendelblüten, Melisse und Hopfenzapfen in das Kissen füllen. Das Kissen legt man im Bett neben das Kopfkissen, um den sanften Duft einatmen zu können.
Verwendung als Heilkraut
Die Anwendung von Baldrian in der Antike und im Mittelalter
Als Heilkraut blickt der Baldrian auf eine lange Geschichte zurück. Vor allem die Wurzeln der Pflanze waren schon in der Antike begehrte Arzneimittel. Viele Forschungen konnten zudem belegen, dass der Baldrian auch in vielen Ländern des heutigen Asiens bekannt und häufig eingesetzt wurde.
Interessanterweise wurde Valeriana officinalis damals für vollkommen andere Zwecke gebraucht als heutzutage. Aus den Kräuterbüchern des frühen und späten Mittelalters gibt es keine Hinweise, dass die Baldrianwurzel bei Schlafstörungen oder bei nervöser Unruhe verwendet wurde. In den Kräuterbüchern von P. A. Matthioli oder Hieronymus Bock (beide etwa Mitte 16. Jahrhundert) wird Baldrian bei Blähungen, Seitenstechen, Harnbeschwerden, Husten, Akne, Kopfschmerzen sowie Augenbeschwerden verwendet. Häufig wurde die Wurzel pulverisiert und mit Wein, Theriak oder anderen Kräutern wie Süßholzwurzel und Anis vermischt.
Nebenwirkungen und Anwendungsbeschränkungen
Baldrian sollte nicht von Kindern unter 12 Jahren eingenommen werden. Sehr selten können Magen- und Darmstörungen durch den Verzehr eintreten. Die Anwendung von Baldrian sollte nicht länger als vier Wochen andauern. Bei erneuter Nutzung von Baldrian sollten wenigstens vier Wochen Pause liegen. Die maximale tägliche Dosis liegt gemäß Kommission E bei 3 Gramm Baldrianwurzel pro Tasse oder Extrakt. Schlafstörungen sowie andere psychische Beschwerden sollten grundsätzlich durch einen Arzt abgeklärt werden.
Verwendung in der Heilkunde
Als pharmazeutische Droge dienen die getrockneten unterirdischen Pflanzenteile. Die Baldrianwurzel ist eines der bekanntesten pflanzlichen Beruhigungsmittel. Nachgesagt wird ihr unter anderem eine Wirksamkeit bei Unruhe- und Angstzuständen, Schlafstörungen, nervös bedingten Herzbeschwerden und krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Am häufigsten kommt der Arznei-Baldrian als Trockenextrakt zum Einsatz. Auch als Badezusatz soll Baldrian beruhigend wirken. Wissenschaftliche Belege für viele dieser Wirkungen fehlen jedoch. So ist unklar, ob Baldrian-Präparate bei Schlafstörungen helfen oder Angstzustände lindern können.
Die Wirkstoffe sind je nach Herkunft unterschiedlich zusammengesetzte ätherische Öle mit Bornylacetat und Bornylisovalerianat als Hauptkomponenten. Diese sind auch verantwortlich für den typischen Baldriangeruch, der beim Trocknen der Droge auftritt. Weil dieser Geruch dem Lockduft läufiger Katzen ähnelt, werden Kater davon angelockt. Weitere Inhaltsstoffe sind Valeranon, Caryophyllen, Camphen und weitere Mono- und Sesquiterpene, Sesquiterpencarbonsäuren wie die Valerensäuren, Valepotriate (Iridoide) mit Valtrat und Isovaltrat. Wegen der Instabilität dieser Verbindungen sind in Extrakten und Tinkturen z. T. nur deren Abbauprodukte, die sogenannten Baldrinale, nachweisbar. Auch Aminosäuren und in geringer Menge Lignane und Pyridinalkaloide wurden als Inhaltsstoffe gefunden.
Die geschilderten Heilwirkungen konnten bisher keiner Einzelsubstanz zugeordnet werden, so dass für die Heilwirkung das Zusammenspiel mehrerer Wirkstoffgruppen angenommen werden muss. In vielen Fertigarzneimitteln wird die Baldrianwurzel auch mit anderen Drogen kombiniert, für die eine beruhigende Wirkung vermutet wird z. B. mit Hopfen, Melisse, Passionsblume (insbesondere Passiflora incarnata) Frauenmantel und Wacholderbeere.
Eine Studie über die Wirkung der kombinierten Einnahme mit Extrakt aus Echtem Johanniskraut kam zu dem Ergebnis, dass dessen Eigenschaft der Wiederaufnahmehemmung für Serotonin gesteigert wurde. Auch Kombinationspräparate von Johanniskraut, Passionsblume und Baldrian werden angeboten.
Verwendung in der Küche
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Baldrianextrakte werden als Aromastoffe in Nahrungsmitteln wie Gebäck und Speiseeis eingesetzt – vor allem dann, wenn man Apfelgeschmackskomponenten erzielen möchte.
Baldrian ist ein Verwandter des Feldsalats (Valerianella spec. – Kleiner Baldrian). Das frische Frühlingsgrün des Baldrians kann in Salaten mitgegessen werden – er erinnert im Geschmack an Feldsalat, ist sogar etwas zarter. Die Blüten sind gleichfalls genießbar.
Der Baldrian ist in unseren Breiten kaum als Gewürz bekannt. Dennoch gilt er in einigen Ländern als begehrtes Gewürz. So wird die gemahlene Wurzel von Valeriana officinalis unter anderem in Indien und Pakistan zum Würzen von Suppen und Eintöpfen verwendet. Der Geschmack ist recht bitter mit einer leicht lieblichen Unternote und gilt in der europäischen Küche als nicht sonderlich begehrt.
Einige Rohkostfans ernten die ersten feinen Baldrianblätter nach dem Austreiben und verwerten diese wie Feldsalat. Der Geschmack ist recht ähnlich, was wohl auch daran liegt, dass Baldrian und Feldsalat miteinander verwandt sind. Vor allem die jungen Blätter und auch Blüten können in Wildkräutersalaten sparsam eingearbeitet werden. Der Geschmack der Blätter ist gurkenähnlich mit einer leicht bitteren Unternote.
Ebenfalls essbar sind die Samen. Diese haben einen dezent süßlichen Geschmack mit einer deutlichen herben Unternote. Sie eignen sich u.a für Gemüsesuppen sowie für Gebäck. Die Samen selbst können mitgekocht werden und verlieren kaum an Aroma.
 
Wirkungsweise
Die Wurzel des Baldrians wirkt in erster Linie beruhigend. Die Wirkung des Baldrians ist durch medizinische Studien untermauert. Selbst die Funktion der einzelnen Wirkstoffe wurde untersucht. Die Sesquiterpene im Baldrian verändern die Funktion und die Erregungsübertragung der sogenannten GABA-Rezeptoren in Nervenzellen. Das führt zu einer entspannenden und entkrampfenden Wirkung. Die Valerensäure im Baldrian unterstützt diese Wirkung, indem sie die Stoffwechselaktivität der Nervenzellen verändert. Durch diese ent-spannende Wirkung kann man den Baldrian nicht nur bei Schlafstörungen und Nervosität einsetzen, sondern auch bei zahlreichen Gesundheitsbeschwerden, die mit Unruhe und Verkrampfungen einher gehen. Zahlreiche andere Arten der Gattung Baldrian (Valeriana) haben eine ähnliche Wirkung wie der heimische echte Baldrian. Eine mexikanische Verwandte des Baldrians, Valeriana edulis, hat eine besonders große Wurzel mit sehr intensiver Wirksamkeit.
 
Geschichtliches
Früher wurde der Baldrian zeitweise als Allheilmittel betrachtet. Schon im Altertum empfiehlt Dioskurides den Baldrian als erwärmendes Mittel mit harntreibender und menstruationsfördernder Wirkung. Er nennt den Baldrian Phu. Hildegard von Bingen sieht im Baldrian ein Heilmittel gegen Brustfellentzündungen. Auch Hippokrates, Tabernaemontanus und Paracelsus schätzten den Baldrian als wertvolle Heilpflanze. Der Baldrian wurde unter anderem gegen Augenkrankheiten, Epilepsie und sogar gegen die Pest eingesetzt. Bei den Germanen stand der Baldrian, als Baldurs Pflanze, im Ruf, ein Allheilmittel zu sein. Diese Vorstellung wurde im Mittelalter von den meisten Völkern übernommen, in deren Ländern der Baldrian heimisch war. Erst im 17. Jahrhundert wurde die beruhigende Wirkung des Baldrians auf das Nervensystem immer bekannter.
 
Baldrian im Aberglauben
Bei den nordischen Völkern wurde Baldrian als stark aromatisch riechende Pflanze zum Schutz vor bösen Geistern über die Tür gehängt. Wer Baldrian bei sich trug, galt als unempfindlich gegen Hexenzauber und geschützt vor dem Teufel. Man war auch der Überzeugung, dass sich ein im Zimmer aufgehängtes Baldrianbüschel bewegen würde, sobald eine Hexe das Zimmer beträte. Baldrian in den Bienenkorb gelegt, sollte das Schwärmen der Bienen verhindern und weitere anlocken.
Baldrian taucht auch zusammen mit Bibernelle als geweissagtes Heilmittel in vielen Pestsagen auf:
„Eßt Bibernellen und Baldrian so geht euch die Pest nicht an“
Baldrian stand in dem Ruf, Zorn zu erregen, wenn er ein wenig gekaut würde. Ein Scharfrichter, der ein für seinen Beruf unübliches weiches Herz hatte, musste deshalb vor jeder Hinrichtung auf dieser Wurzel kauen, um nicht vom Mitleid mit dem zum Tode Verurteilten übermannt zu werden.
 
Magische Anwendung
Zum Schutz vor bösen Geistern wurde der Baldrian in Nordeuropa an die Tür gehängt. Im Zimmer aufgehängt, sollte ein Baldrianstrauß anzeigen, wenn eine Hexe den Raum betritt, denn dann würde es sich be-wegen. Um sich vor dem Teufel oder Verzauberungen durch Hexen zu schützen, trugen manche Menschen ein Stück Baldrianwurzel bei sich.
 
Namensherkunft - Baldrian und Valerian
Die botanische Bezeichnung verrät bereits sehr viel über die Eigenschaften des Baldrians. Der Gattungsname Valeriana leitet sich vom lateinischen Wort valere ab. Übersetzt bedeutet dieses Wort gesund. Die Artenbezeichnung officinalis stammt vom mittelhochdeutschen Wort Offizin. Damit wurden früher die Wirtschafts- und Verkäufsräume von Apotheken bezeichnet.
Der heutige Name Baldrian geht auf den Gott der Sonne und der Gerechtigkeit Balder zurück. Womöglich wurde der Name sinnbildlich verwendet, um zu suggerieren, dass der Baldrian jenen Menschen helfe, die Milde und Hilfe benötigten.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Baldrian kommt in nahezu ganz Europa vor. Man findet ihn an den Ufern von Bächen und Gräben, auf feuchten Wiesen und an Waldrändern. Der Baldrian ist eine mehrjährige Staude, sodass die Pflanze im Frühjahr immer wieder neu heranwächst. Im Frühjahr wachsen zuerst die unpaarig gefiederten Blätter aus der Erde und bilden ein luftiges Kissen. Ende April steigen die ersten Stiele aus den Blättern auf und wachsen bis zum Sommer bis zu 2 m hoch. Dann entspringen im Juli oder August aus jedem Stängel mehrere rosa-farbene Trugdolden, die sich luftig über die anderen Pflanzen der Umgebung erheben. Ein zarter angenehmer Duft geht von den Blüten aus. Katzen mögen diesen Duft ganz besonders gern, daher wird der Baldrian auch Katzenkraut genannt. Manche Menschen empfinden den Duft der Baldrianblüten auch als eher unan-genehm, vor allem, wenn es regnet. Der Geruch der Wurzeln wird von deutlich mehr Menschen als unan-genehm empfunden, vor allem wenn sie nach der Trocknung stark riechen. Ganz anders geht es den Katzen, die den Baldrianduft lieben und ganz verrückt nach ihm sind. Die Wurzeln mit ihren zahlreichen Fasern sind außen braun und innen weißlich. In anderen Gegenden der Welt wachsen andere Baldrianarten, die meist ähnlich wirken wie der heimische Baldrian.
Echter Baldrian ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 2 Metern. Als Überdauerungsorgane bildet er Rhizome aus.
Von den sattgrünen, gegenständigen, gefiederten Laubblättern mit einer Länge von etwa 20 Zentimetern sind die unteren gestielt, die oberen sitzend. Die Blattfiedern sind oval oder lanzettlich, ganzrandig oder ungleich gesägt.
Bei Baldrianarten handelt sich um ausdauernde, krautige Pflanzen und manchmal Sträucher wie Valeriana microphylla in den Anden. Die Laubblätter sind einfach oder geteilt.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. In endständigen, schirmrispigen Blütenstän-den sind viele Blüten dicht angeordnet. Die Blüte entfaltet einen starken süßlichen Geruch. Die zwittrigen oder weiblichen Blüten sind bei einem Durchmesser von 4 bis 5 Millimetern radiärsymmetrisch. Die Blütenfarben sind hellrosafarben bis weiß mit purpurfarbenen Strichsaftmalen, die später verblassen.
Die bis 4 Millimeter langen, nur 0,5 Milligramm schweren Nüsse (Achänen) besitzen einen federigen, hygroskopischen, hinfälligen Haarkranz (Pappus).
Die - mit Ausnahme des zweihäusigen Kleinen Baldrians - zwittrigen Blütensind drei- bis fünfzählig mit dop-pelter Blütenhülle. Die Blütenkronblätter sind verwachsen. In jeder Blüte gibt es nur drei Staubblätter. Die drei Fruchtblättersind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen.
Botanik
Der ausdauernde Wurzelstock treibt nach allen Seiten lange, gelb-braune Wurzeln und Ausläufer. Der Stängel wird 30 bis 120cm hoch, ist röhrig, schlang und aufrecht, leicht gefurcht. Die gefiederten Blätter sind gegenständig am Stängel, die Blättchen selbst sind lanzettlich und gezähnt oder schmal, linear und ganzrandig. Die gipfelständige Trugdolde ist flach und dreiteilig. Die Blüten rosa bis zart purpurrötlich, manchmal weiß.
Geruch und Geschmack
Der frisch geerntete Wurzelstock ist fast geruchlos. Erst nach dem Trocknen verstärkt sich der Geruch zu dem charakteristischen Baldriangeruch. Manche Wurzelstöcke von etwas feuchteren Standorten bekommen einen durchdringenden, fast widerlichen Geruch.
Der Geschmack ist bitterlich, kampferartig gewürzt und etwas scharf. Beim Trocknen der Wurzel muss man darauf achten, dass Katzen fern gehalten werden, da diese durch den Geruch in eine Art Verzückung geraten und unter jämmerlichen Geschrei sich darauf herum-wälzen.
Blütezeit
Von Anfang Juni bis Ende Juli, vereinzelt bis Ende August.
Standort
Über ganz Europa verbreitet. Der Baldrian wächst gerne in feuchten Gebüschen, Hecken, auf Wiesen, jedoch auch auf steinigen, trockenen und höher gelegenen Lagen. Die Pflanzen von trockenen Standorten sind immer vorzuziehen, da diese aromatischer und wirkungsvoller sind.
Der Baldrian kann auch gärtnerisch kultiviert werden. Da die pflanze Katzen anzieht, ist eine Baldrian-Kultur entsprechend einzufrieden.
 
Anbautipps
Früher wurde der Baldrian sehr oft in den typischen Bauerngärten angebaut. Der Grund dafür war nicht nur die Heilwirkung und der zierende Effekt, sondern auch die Fähigkeit des Baldrians, den Boden zu durchlüften und Regenwürmer anzuziehen. So fördert der Baldrian im Garten das Wachstum des Gemüses und anderer Pflanzen. Der Boden für den Baldrian sollte ausreichend feucht und tiefgründig sein. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Man kann den Baldrian auch in großen Kübel anbauen, muss sie dann jedoch häufig gießen. In manchen Gartengeschäften und bei Spezialversendern bekommt man Samen oder fertige Pflanzen vom Baldrian. Im zeitigen Frühjahr sät man die Samen unter Glas in Saatkästen oder kleine Töpfchen. Ab Mai kann man sie auch ins Freiland säen, wenn der Boden dort über mehrere Wochen hinweg nicht von anderen Pflanzen überwuchert wird. Wichtig ist es, dass man die Samen nicht mit Erde bedeckt, weil er Baldrian ein Lichtkeimer ist. Der Samen braucht nahezu einen Monat bis er keimt. Daher braucht man eine Menge Geduld. Sobald kleine Pflanzen gewachsen sind, pflanzt man sie im Abstand von 50 cm bis 1 Meter aus. Das Gleiche gilt für fertig gekaufte Pflänzchen. Bis zum späten Sommer entwickeln sich die neuen Baldrianpflanzen zu kräftigen Pflanzen. Doch erst nach zwei bis drei Jahren sind sie voll ausgewachsen. Wenn der Baldrian Ausläufer bildet, kann man diese kleinen Pflanzen im Frühjahr von der Mutterpflanze trennen und im passenden Abstand auspflanzen.
 
Sammeltipps
Die Wurzeln des Baldrians werden im Herbst gesammelt, wenn die Blütezeit schon lange vorbei ist. Dann werden die Wurzeln ausgegraben. Am besten lässt man einen Teil der Wurzel zurück, damit der Baldrian mit etwas Glück die Chance hat, neu heran zu wachsen. Die Wurzeln werden abgebürstet und mit kaltem Wasser kurz abgespült. Dann werden sie in kleine Stücke geschnitten und an einem warmen Platz möglichst schnell getrocknet. Wenn man keinen geeigneten warmen Platz hat, kann man sie auch bei niedriger Hitze (50°C) im geöffneten Backofen trocknen. Auch ein Dörrgerät kann hier hilfreiche Dienste leisten. Die Blüten werden im Hochsommer gesammelt, wenn die Pflanzen in voller Blüte stehen. Dann werden sie an einem schattigen Ort getrocknet. Achtung! Damit keine Katzen die zu trocknenden Baldrianteile verunreinigen, sollte man die Trocknung an einem Platz durchführen, der von Katzen nicht erreicht werden kann.
 
Ernte
Eine Ernte der Wurzel im ersten Jahr des Anbaus ist nicht möglich. Erst im zweiten
Jahr lohnt es sich, die Wurzeln für Tees und andere Zwecke zu entnehmen. Geerntet werden können auch die Baldrianblüten, die ähnliche Zwecke wie die Wurzeln erfüllen.

Bachblüten
Die Dummheit anderer Menschen macht einem zum Schaffen (Beech)
Diesen macht die Dummheit ihrer Mitmenschen zu Schaffen
Die Dummheit der anderen Menschen können sie mit Beech hinwegsehen
Bachblüten
Man kann sich schlecht durchsetzen (Centaury)
Sie können sich schlecht durchsetzen und ihre eigene Interessen hervorzuziehen
Centaury kann den willensschwachen helfen sich wieder durchzusetzen
Reflux (Sodbrennen)
Zu Sodbrennen kommt es, wenn der Verschlussmechanismus (ein Schließmuskel) zwischen Magen und Speiseröhre nicht einwandfrei funktioniert. Es kann dann zu einem Rückfluss von Magensaft in der Speiseröhre oder zu saurem Aufstoßen von Magenbrei bis in den Mund kommen. Die Speiseröhre wird dabei gereizt und es kommt durch Entzündung der Schleimhaut zu einem Brennen und zu Schmerzen hinter dem Brustbein/Hals.
Welche Symptome treten bei Reflux auf?
Leitsymptom der Refluxkrankheit ist Sodbrennen. Der brennende Schmerz hinter dem Brustbein tritt oft nach größeren Mahlzeiten auf und verstärkt sich beim Bücken oder im Liegen. Hinzu kommt häufig saures Aufstoßen. Nachts passiert es mitunter, dass der Mageninhalt bis in den Mundraum zurückläuft. Sodbrennen kann aber auch durch andere Magen-Darm-Erkrankungen bedingt sein.
Daneben kann es im Rahmen einer Refluxkrankheit auch zu relativ unspezifischen Symptomen kommen, wie etwa Oberbauchschmerzen, Schluckstörungen, Schmerzen beim Schlucken, Bren-nen im Rachen, Reizhusten, Heiserkeit
Zwischen der Intensität der Symptome und der Ausprägung der gastroösophagealen Refluxkrankheit besteht kein unmittelbarer Zusammenhang: Manche Patientinnen und Patienten klagen trotz schwerer Schleimhautschäden kaum über Beschwerden. Umgekehrt können die Schleimhautbefunde trotz ständigen heftigen Sodbrennens völlig unauffällig sein.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Den entscheidenden Hinweis auf das Vorliegen einer Refluxkrankheit erhält der Arzt oder die Ärztin durch die Schilderung der Beschwerden. Obwohl Sodbrennen auch bei anderen Erkrankungen auftritt, ist es dennoch das entscheidende Kriterium für die Diagnosefindung.
Wird Sodbrennen als Hauptsymptom genannt, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient an einer GERD leidet, bei über 75 Prozent. Kommt saures Aufstoßen hinzu, erhärtet das den Verdacht. Einige Beschwerden, die bei GERD auftreten, können wie erwähnt auch bei anderen Krankheiten gegeben sein (z.B. Magengeschwür, Gallensteine). Um eine sichere Diagnose stellen zu können, wird der Arzt oder die Ärztin Sie daher auf einige dieser Krankheiten hin untersuchen.
Für die sichere Diagnosestellung sowie zur Beurteilung allfälliger Schleimhautschäden wird in der Regel eine endoskopische Untersuchung (Spiegelung) der Speiseröhre durchgeführt. Will der Arzt einen Zwerchfellbruch über ein Röntgenbild feststellen, wird er Ihnen ein Kontrastmittel verabreichen, das Sie während der Aufnahme schlucken müssen.
Zuverlässigstes diagnostisches Instrument ist die Impedanz-pH-Metrie: Dabei wird ein sehr dünner Plastikschlauch durch ein Nasenloch ans untere Ende der Speiseröhre gelegt. Über diesen Katheter, der mit einem tragbaren Aufzeichnungsgerät verbunden ist, werden in der Folge über zwölf bzw. 24 Stunden hinweg der pH-Wert und Messungen des veränderten Wandwiderstandes durchgeführt.
Die Patienten dürfen während dieser Zeit ganz normal essen, trinken und ihren alltäglichen Verrichtungen nachgehen. Sie sind aber angehalten, ihre Tätigkeiten und ihre Beschwerden zu pro-tokollieren. So lässt sich genau feststellen, wann und in welchem Zusammenhang der Reflux auftritt.

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