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Wundschwamm
Der Zunderschwamm ist eine Pilzart aus der Familie der Stielporlingsverwandten. Er befällt geschwächte Laubbäume, vor allem Buchen und Birken, und bildet an den Stämmen dicke, invers konsolenförmige Fruchtkörper. Die mehrjährigen Gebilde können im Durchmesser bis zu 30 cm erreichen. Die krustige Oberseite ist hellgrau oder blass bräunlich gefärbt und fein zoniert. Die Röhren auf der Unterseite haben eine braune Farbe und sind oft mehrfach geschichtet.
Der Name des Zunderschwammes entstand aus der früheren Verwendung als Zuder. Baumpilze werden aufgrund ihrer Eigenschaft, Wasser zu binden, zudem als Schwämme bezeichnet. Außerdem wurden aus ihm bis ins 19. Jahrhundert blutstillende sowie desinfizierende Wundauflagen hergestellt. Ferner kamen alkoholische Flüssigextrakte u. a. bei Blasenleiden, Magenverstimmungen und Menstruationsbeschwerden zum Einsatz.
In Rumänien wird heute noch die Trama zu einem lederartigen Material verarbeitet, aus dem für den Touristenmarkt kunstvolle Hüte, Taschen und Ähnliches gefertigt werden. Ansonsten hat der Zunderschwamm wirtschaftlich weitestgehend keine Bedeutung mehr.
Das wissenschaftliche Interesse am Zunderschwamm hingegen ist in jüngerer Zeit ansteigend und auch in der Mykologieist der Zunderschwamm als sogenannter Vitalpilz populär.
 
Steckbrief
Heilwirkung: blutstillend
wissenschaftlicher Name: Fomes Fomentarius
Verwendete Pflanzenteile: Pilz
 
Nutung
Allgemeines
Die Verwendung des Zunderschwamms reicht bereits etwa 10.000 Jahre zurück. Dies wird durch etliche Funde aus Steinzeitsiedlungen belegt. Bereits Ötzi, der Gletschermann, der 1991 in den Ötztaler Alpen gefunden wurde und dessen Alter auf mehr als 5000 Jahre beziffert wird, trug damals schon Zunderschwamm auf seinen Wanderungen bei sich.
Die Nachfrage nach den Zunderschwämmen erhöhte sich durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im 19. Jahrhundert derart, dass der Pilz zeitweise aus dem osteuropäischen Ausland importiert werden musste und in einigen Gebieten Deutschlands zur Rarität wurde. Im Jahr 1842 wurden beispielsweise in Neustadt am Rennsteig 21,5 Tonnen Zunderschwamm verarbeitet.
Der Zunderschwamm als einer der wichtigsten und häufigsten Weißfäuleerreger an Buchen ist von forstwirtschaftlicher Bedeutung. Durch den vom Pilz eingeleiteten Holzzersetzungsprozess werden die im Holz enthaltenen Nährstoffe dem natürlichen Kreislauf wieder zugänglich gemacht und es entsteht neuer Mutterboden.
Der Zunderschwamm war Pilz des Jahres 1995.
Verwendung als Lebensmittel
Der Zunderschwamm wird als nicht giftig, jedoch als ungenießbar klassifiziert. Dass die Verwendung als klassischer Speisepilz bisher nicht beschrieben ist, lässt sich vor allem auf seine harte und holzige Konsistenz sowie der enthaltenen Bitterstoffe zurückführen. Dennoch wurde der Pilz seit dem Altertum auch innerlich verwendet. Dabei wurde der Pilz vermahlen oder zu einem wässrigen Extrakt verarbeitet. Beide Verarbeitungsformen sind durchaus genießbar bzw. sogar schmackhaft. Vor allem der Verzehr von Zunderschwammpulver als Teeaufguß und der Verzehr von Kräuterschnäpsen mit Zunderschwamm blieben bis in das 20. Jahrhundert erhalten. In Gegenden in denen Zunderschwamm intensive Verwendung fand, entwickelten sich Hausrezepte für Zunderschnaps und ZunderschwammTinkturen. Der zunderschwammhaltige Schnaps Eau de Vie de Marc Champagne 2007 der Brennerei Capovilla Azienda Agricola gilt als ein aktuelles Beispiel, das zudem auf den World Spirits Awards 2009 mit einer Silbermedaille ausgezeichnet wurde.
Verwendung als Zunder
Schon im Neolithikum wurde die locker-filzige Mittelschicht des Pilzes, die so genannte Trama, zu Zunder verarbeitet, also einem Material, das dem Feuer als Nahrung dient und somit beim Feuerentfachen hilft. Durch diesen Verwendungszweck hat der Pilz seinen Namen erhalten.
In der Neuzeit wurde in einem aufwändigen Verfahren diese Hyphenschicht eingeweicht, gekocht, geklopft, in Salpeterlösung oder Urin eingelegt und getrocknet. Dabei erhielt man eine rehbraune filzartige Masse, die durch auftreffende Funken sofort zu glimmen anfing und dieses Glimmen lange erhielt.
Verwendung als Textil
Unbehandelten Zunder verarbeitete man im Mittelalter und der Neuzeit auch zu Pilzleder-Textilien, wie Westen und Kappen. Das Textil erinnert an eine Mischung aus feinem, weichem Wildleder und Filz und besitzt eine sehr weiche Haptik. Diese handwerkliche Kunst gilt heutzutage als fast ausgestorben und wird nur noch von wenigen Familien in Rumänien praktiziert. In Rumänien werden für Touristenmärkte Kappen, Hüte, Taschen, Untersetz-Deckchen und weitere Objekte hergestellt.
Medizinische Verwendung und Wirkungen
Die medizinische Anwendung des Pilzes ist vermutlich sehr alt. Bereits Hippokrates von Kos (ca. 370 v. Chr.), der als Urvater der Medizin gilt, bezeichnete den Pilz als Mykes und dokumentierte seinen Einsatz zur Wundversorgung sowie seine blutstillenden und antiseptischen Eigenschaften.
Außerdem wurde er bis ins 19. Jahrhundert als blutstillende Wundauflage unter der Bezeichnung Fungus chirurgorum (Wundschwamm) in Apotheken verkauft. In der gleichen Aufbereitung des Pilzes fanden die Auflagen als Tamponaden Verwendung in der Zahnheilkunde, in der Gynäkologie und zur Behandlung äußerlicher Entzündungen sowie Hämorrhoiden.
Der Zunderschwamm wurde nicht zuletzt in den traditionellen Arzneibüchern (sog. Pharmacopöen) vieler Länder, z. B. Deutschland, Ungarn, China oder Indien, dokumentiert. In der Volksmedizin verwendete man den Pilz auch innerlich bei Blasenleiden, schmerzhaften Regelblutungen und zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen. Die Chinesische Volksmedizin setzt den Zunderschwamm bei Lungenerkrankungen, Asthma und Magenverstimmungen ein, auch bei Speiseröhren-, Magen- und Gebärmutterkrebs. In Japan nutzte man den Zunderschwamm innerlich als Teezubereitung (Heißwasser-Extraktion) zur Behandlung bei Erkältungskrankheiten, Grippe, Bronchitis und Schwächezuständen.
Guthmann (2016) fasst die medizinischen Wirkungen wie folgt zusammen: wundheilfördernd, blutstillend, entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral, immunmodulierend.
 
Merkmale
Makroskopische Merkmale
Der Zunderschwamm bildet mehrjährige, konsolenförmige Fruchtkörper, die bis zu 30 Jahre alt werden können. Sie erreichen eine Breite von 10 bis 30cm, in Ausnahmefällen auch bis 60 cm Breite und bis 20 cm Dicke und Höhe. An Birken ist er jedoch meist deutlich kleiner. Mit zunehmendem Alter und bei Verbrauch des besiedelten Substrates wird der jährliche Zuwachs geringer, so dass relativ hohe, hutförmige Fruchtkörper entstehen. Eine ähnliche Beobachtung lässt sich bei Fruchtkörpern mit zunehmender Höhe am Substrat machen.
Die Fruchtkörper sind oberseits hell- bis dunkelgrau, ältere Fruchtkörper können fast schwarz werden. Junge, noch nicht überwinterte Fruchtkörper sind wie die Zuwachszone älterer Exemplare gelb bis rostbraun gefärbt. Die Oberfläche der Fruchtkörper ist konzentrisch rillig bis gefurcht und mit einer harten Kruste bedeckt, die sich mit Kaliumhydroxid durch den Farbstoff Fomentariol blutrot verfärbt.
Die oft leicht nach innen gewölbte Unterseite des Zunderschwammes besteht aus einer glatten, grau- bis ockerbraunen Porenschicht. Die Poren sind dickwandig und rundlich; in einem Abschnitt von einem Millimeter befinden sich zwei bis vier Poren. Auf Druck verfärben sie sich leicht braun. Die Röhren sind in Schichten angeordnet. Diese Zonen entsprechen – wie auch die Wachstumszonen der Oberfläche – den Wachstumsschüben des Pilzes. Da mehrere solche Schübe pro Jahr auftreten können (oft zwei pro Jahr), kann aus der Zahl der Schichten nicht auf das Alter des Fruchtkörpers geschlossen werden.
Im Innern des Pilzes befindet sich das weiche Pilzgeflecht des Myzelialkerns. Dieser wird von einer verhältnismäßig dünnen Tramaschicht umgeben, die sich außerdem über den gesamten Bereich unter der Kruste erstreckt. Die Trama färbt sich mit Kaliumhydroxid schwarz. Wie andere baumbewohnende Pilzarten zeigt auch der Zunderschwamm den Geotropismus, das heißt, neu zuwachsende Fruchtschichten werden mit der Unterseite zum Erdboden ausgerichtet. Bildet ein Fruchtkörper nach dem Umstürzen des Wirtsbaumes neue Fruchtschichten, werden diese um etwa 90° gegenüber den schon vorhandenen ausgebildet.
Mikroskopische Merkmale
Der Zunderschwamm besitzt eine aus drei Formen bestehendes Hyphensystem (trimitisch), bestehend aus generativen Hyphen, Skeletthyphen und Bindehyphen. Erstere sind zylindrisch, dünnwandig und hyalin; die Septen (Trennwände der Hyphen) besitzen Schnallen. Die Binde- und Skeletthyphen sind hingegen dickwandig und gelb- bis hellgoldbraun gefärbt. Die Bindehyphen sind verzweigt und Skeletthyphen nicht oder kaum vorhanden. Es existieren keine Zystiden.
 
Traubenkraut tt
Das Beifußblättrige Traubenkraut, auch Beifuß-Traubenkraut, Ambrosia, Beifuß-Ambrosie, Traubenkraut, Aufrechtes Traubenkraut, Wilder Hanf oder mit seinem englischen Namen Ragweed genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler. Sie keimt im Frühjahr bis Sommer und ist ein einjähriges sogenanntes Unkraut. Die Pollen des Beifußblättrigen Traubenkrautes, aber auch der Hautkontakt mit dem Blütenstand, können beim Menschen heftige Allergien auslösen.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Früher als Wurmmittel verwendet
wissenschaftlicher Name: Chenopodium ambrosoides
Verwendete Pflanzenteile: Öl
 
Beschreibung
Das Beifußblättrige Traubenkraut wächst als einjährige krautige Pflanze und erreicht gewöhnlich Wuchshöhen von 20 bis 150 Zentimetern (in Mitteleuropa maximal 180 Zentimetern). Sie verfügt über ein faseriges Wurzelsystem. Der behaarte Stängel ist reich verzweigt. Die unten gegenständig, oben wechselständig angeordneten Laubblätter sind meist doppelt fiederteilig.
Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis Oktober. Das Beifußblättrige Traubenkraut ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch), das bedeutet, dass an einem Pflanzenexemplar sowohl weibliche als auch männliche Blüten in getrennter körbchenförmigen Blütenständen ausgebildet werden. Mehrere Dutzend männliche Blütenkörbchen stehen in dichten, blattlosen, etwa 20 Zentimeter langen, traubigen Gesamtblütenständen am Ende des Stängels und der Seitenzweige. Die Blütenkörbchen enthalten ungefähr 5 bis 15 gelbliche Röhrenblüten. Die männlichen Blütenkörbchen besitzen eine kahle oder schwach behaarte Hülle. Die männlichen Röhrenblüten enthalten fünf freie Staubblätter. Eine Pflanze kann mit ihren männlichen Blüten bis zu einer Milliarde Pollenkörner produzieren. Die weiblichen Blütenkörbchen befinden sich in Knäueln in Blattachseln gewöhnlich unterhalb der männlichen Blütenstände. Die meist einzige weibliche Blüte mit ihrem unterständigen, zweifächrigen Fruchtknoten wird von der behaarten vier- bis siebenzähnigen Körbchenhülle halb umschlossen. Die stark reduzierten Blütenkronblätter der weiblichen Blüte sind ohne Lupe nicht zu erkennen. Ihr Griffel trägt zwei Narben. Bei der Reife fallen die Körbchen als Ganzes ab, so dass die Achänen im unteren Teil vom Korbboden und den vier bis sieben Körbchenhüllblättern umschlossen bleiben, die oft an der Spitze Widerhaken tragen. Die 3 bis 4 Millimeter langen und 2 bis 3 Millimeter breiten Achänen sind 1 Millimeter lang geschnäbelt.
Ähnliche Arten
Im Unterschied zum Gemeinen Beifuß ist die Blattunterseite der doppelt bis dreifach gefiederten und lang gestielten Blätter grün (beim Beifuß grauweiß-filzig behaart) und die Pflanze ist einjährig (Beifuß bildet als ausdauernde Pflanze ein dichtes Wurzelwerk aus). Außerdem sind die reich verzweigten Stängel des Traubenkrauts leicht behaart und die Blütenstände gedrungener.

Bachblüten
Ich bin ein arroganter Mensch (Beech)
Diese Menschen sind und können sehr Arrogant sein
Hier mit Beech können sie das arrogante Art ablegen
Bachblüten
Ich opfere mich für alle, die mich darum bitten (Centaury)
Diese opfern sich für all die Jenigen auf, die sie darum bitten
Centaury hilft ihnen diese Aufopferung abzulegen
Ernährung der älteren Menschen
Der ältere Mensch kann grundsätzlich alles essen, was ihn schmeckt und be-kommt, auch noch bis ins hohe Alter. Ein paar Grundsätze sollten natürlich trotdem beachtet werden. „Essen und Trinken“ ist nicht nur Aufnahme von Nahrung oder Nährstoffen, sondern heißt auch genießen. Essen und Trinken sind aber auch die Voraussetzung für die eigene Leistungsfähigkeit und halten bekanntlich „Leib und Seele zusammen“.
Tipps für die gesunde Ernährung im Alter
Die richtige Ernährung im hohen Alter unterscheidet sich nicht wesentlich von den Regeln für die Ernährung in jüngeren Jahren. Vollkorngetreide, viel Gemüse und Obst, täglich frische Milchprodukte sowie gelegentlich Fisch sorgen für einen abwechslungsreichen und ausgewogenen Speiseplan. Fett- und zuckerreiche Lebensmittel sind weder für Kinder, junge Erwachsene noch für Senioren empfehlenswert und sollten daher möglichst gemieden werden.
Was sich am Leben im Alter jedoch ändert, ist der Stoffwechsel. Aufgrund der geringeren Muskelmasse und eines höheren Fettanteils im Körper sinkt der tägliche Energieumsatz im hohen Alter. Im Vergleich zu jüngeren Jahren brauchen Senioren rund 200 bis 300 weniger Kalorien pro Tag, dafür aber Lebensmittel mit einer höheren Nährstoffdichte. In welchen Nahrungsmitteln sind diese Nährstoffe enthalten? pflege.de beschreibt praktische Ernährungstipps für das Alter und stellt Lebensmittel mit einem hohen Nährstoff- und Vitamingehalt vor.

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