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Ackersenf
Der Acker-Senf, Falscher Hederich oder wilder Senf ist eine Pflanzenartaus der Gattung der Senfe innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse. Zur Gattung der Senfe gehören vier Arten. Der auf dieser Seite beschriebene Acker-Senf war schon in der Bronzezeit ein häufiges „Unkraut“.
Der Ackersenf ist eine wildwachsende Form der Senfpflanze und gilt an seinen bevorzugten Wuchsstellen, den Äckern, als lästiges Unkraut. Durch seine rauhen Haare unterscheidet er sich von anderen gelb blühenden Pflanzen, die senfähnlich sind. Die Samen des Ackersenfs kann man ähnlich benutzen wie echte Senfsamen, beispielsweise als Gewürz. Aus den zerstampften Samen kann man Breiumschläge machen, die die Haut reizen und die Durchblutung fördern. Um die Hautreizung in Grenzen zu halten, sollte man vor dem Auftragen der Senfmasse unbedingt eine fetthaltige Salbe auftragen. Ackersenf ist auch als Bachblüte Mustard bekannt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Stoffwechselschwäche, Halsschmerzen, Bronchitis, Rheuma, Schmerzen
Botanischer Name: Sinapis arvensis
Gattung: Senfe (Sinapis)
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name: Field Mustard
volkstümliche Namen: Wilder Senf, Falscher Hederich
Verwendete Pflanzenteile: Samen
Sammelgut & essbare Teile: Wurzeln, Blätter, Triebe, Stängel, Blüten, Samen
Inhaltsstoffe: Fettes Öl, Senfölglykoside, Schleimstoffe, Senföl
Wuchshöhe: ca. 20 cm bis 60 cm
Hauptblütezeit: Mai bis Oktober
Sammelzeit: Mai bis Frühherbst
Blütenform/Anzahl: Kreuzblütler, 4 Blütenblätter;
Frucht-/Samenreife: je nach Zeit der Blüte bis in den späten Herbst;
Vorkommen: Der Acker-Senf ist ein Archäophyt und wurde mit dem Ackerbau aus dem Mittelmeergebiet in die nördlichen Regionen Europas eingeschleppt. In den gemäßigten Zonen ist er heute weltweit verbreitet.
Verbreitungsschwerpunkt: Der Acker-Senf kommt verbreitet in Unkraut-Fluren, auf Brachen, an Wegen und Schuttplätzen vor. Er bevorzugt nährstoff- und basenreiche Böden, ist ein Lehmzeiger und tritt oft in großen Gruppen auf.
 
Anwendung
Die Samen können denen des Weißen Senfs beigemischt werden. Feingehackte Blätter können als Gewürz dienen. Blütenknospen können wie Brokkoli zubereitet werden. Krautige Teile sind nach längerem Kochen als Gemüse geeignet.
Ackersenf kann man als Gewürz und Wildsalat in der Küche und äußerlich als hautreizendes Pflaster anwenden.
In der Küche
Die jungen Blätter des Ackersenfs kann man als Wildgemüse in Salaten oder Kräuterquarks essen. Da die Blätter scharf sind, eignen sie sich eher als würzender Teil eines Salates als Hauptbestandteil. Die Samen kann man als Sprossen keimen lassen und frisch verzehren. Durch die in ihm enthaltenen Senföle regt der Acker-senf den Stoffwechsel und die Verdauung an.
Äußerlich
Da die Samen des Ackersenfes den kultivierten Senfsamen ähneln, kann man sie auch ähnlich anwenden. Man kann die Samen zerstampfen und als hautreizendes Senfpflaster (Breiumschlag) auflegen. Bevor man den Senfsamen-Brei aufträgt, sollte man die Haut zum Schutz mit einer fetthaltigen Salbe eincremen. Sonst könnte die Reizung der Haut zu Verbrennungen führen. Solche Senfpflaster eignen sich zur Linderung von festsitzenden Beschwerden des Bewegungsapparates, wie beispielsweise rheumatische Schmerzen, Hexenschuss, Verspannungen. Für akute Entzündungen, die sowieso schon viel Hitze produzieren, sind Senfpflaster eher nicht geeignet. Als Faustregel kann man sich merken, dass Senfpflaster für Beschwerden geeignet sind, bei denen Wärme lindernd wirkt.
Bachblüte
Als Bachblüte Mustard steht der Ackersenf für Sinnfindung und hilft gegen Schwermut.
 
Essbarkeit & Verwendung in der Küche
Wurzeln
Die rettich-schärflichen Wurzeln können im Frühjahr fein gewiegt als Gewürz für diverse Speisen genutzt werden.
Blätter, Triebspitzen, Stängel
Von April bis Juni nutzt man die merklich scharfen Blätter, jungen Triebe und auch die Stängel als Küchengewürz oder als Zutat für Salate, Gemüsegerichte, Gemüsefüllungen, Aufläufe und Suppen. Natürlich eigen sie sich, klein gehackt, auch für Kräutertopfen, Kräuterbutter und Pesto.
Blüten
Die knospigen (auch noch nicht aufgeblühten) Blütenstände kann man ähnlich wie Brokkoli gedünstet als Gemüse zubereiten oder roh Salaten beigeben. Abgezupfte Blüten eignen sich als essbare Blütenstreudekoration.
Samen
Junge, grüne, zarte Samenhülsen (etwa von Juni bis August) lassen sich als scharfes, frisches Gewürz für viele Speisen nutzen. Ausgereifte Samen (etwa September bis Oktober) können mit etwas Essig und Salz zu Senf vermahlen werden.
Geschmack
Der Acker-Senf schmeckt senfartig und scharf.
 
Geschichtliches & Wissenswertes
Die kugeligen Samen besitzen eine Samenschale, die bei Feuchtigkeit schleimig aufquillt. Dadurch findet auch Klebverbreitung statt. Kräftige Exemplare können bis zu 25.000 Samen erzeugen. Die Samen sind lange Jahre keimfähig, kommen aber nur nahe der Bodenoberfläche zur Keimung.
Stechend riechende, scharfe Senföle schützen verwundete Pflanzen vor Pilzbefall und Pflanzenfressern. Die Raupen der Kohlweißlinge bevorzugen jedoch Pflanzen mit Senfölen, die auch in den erwachsenen Schmetterlingen noch nachweisbar sind und diese vor Fressfeinden schützen.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Acker-Senf ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 60 cm erreicht. Der Stängel ist im unteren Teil abstehend behaart.
Die unteren Blätter werden bis zu 20cm lang, sind gestielt und stark gegliedert bis leierförmig gefiedert mit einem großen Endabschnitt.
Die zwittrige, radiärsymmetrische Blüte ist vierzählig. Die vier Kelchblätter stehen waagerecht ab. Die vier Kronblätter sind schwefelgelb. Die Blüte besitzt sechs lan-ge Staubblätter, wovon sich zwei außen und vier innen befinden. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.
Die Schote ist kahl, stiel-rund und etwas perlschnurartig eingeschnürt mit 8 bis 13 schwarzen Samen in zwei Fächern und drei bis fünf geraden, starken Nerven auf jeder Fruchtklappe. Die Schote läuft in einen 1 bis 1,5 cm langen, fast runden, geraden Schnabel aus. Die Früchte sind Schoten mit einem samenfreien oberen Abschnitt. Sie öffnen sich durch Austrocknung selbst. Die Art ist ein Selbst-, Wind-und Tierstreuer. Durch Menschenausbreitung ist sie zum Kulturbegleiter geworden.
Der Ackersenf ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt auf Äckern und an Wegrändern. Die einjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die Blätter des Ackersenfs sind gelappt, rauh und haarig. Sie schmecken scharf würzig. Die gelben Blüten erscheinen zwischen Mai und Juli. Sie haben, wie alle Kreuzblütler, vier Blütenblätter. Aus den Ackersenf-Blüten entwickeln sich nach und nach die Samen. Die Samen sitzen in länglichen Schoten.

Walderdbeere
Die Wald-Erdbeere, auch Monatserdbeere genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Erdbeeren innerhalb der Familie der Rosengewächse. Die Wald-Erdbeere dient dem Menschen schon lange als Nahrung, wie auch die botanische Artbezeichnung ausdrückt. Sie wird außerdem als Heilpflanze verwendet und wurde in der mittelalterlichen Malerei als Symbolpflanze häufig abgebildet. Als weiterer Trivialname ist „Buscherdbeere“ belegt. Die Wald-Erdbeere ist keine Wildform der Gartenerdbeere.
Die krautige Pflanze ist mehrjährig. Sie gehört zur Familie der Rosengewächse. Die Walderdbeere kann eine Höhe zwischen 10 und 20 cm erreichen. Der Wurzelstock ist kriechend mit langen Ausläufern, welche Wurzeln für neue Pflanzen bilden. Die Blätter der Walderdbeere sind lang gestielt. Sie setzen sich aus drei elliptischen Teilen zusammen. Die Blattränder sind gesägt. Anfangs stehen die weißen Blüten mit fünf Kronblättern aufrecht. Später sind sie dann hängend. Die Blüten erscheinen in den Monaten Mai bis Juli. Aus den Blüten bilden sich die kugeligen bis eiförmigen roten Früchte. Sie duften angenehm und sind sehr schmackhaft.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Blasen- und Nierengrieß, Durchfall
wissenschaftlicher Name: Fragaria vesca
englischer Name: Strawberry
Synonyme: Rotbeere, Knackbeere, Erbelkraut
Wirkstoffe: In der Walderdbeere sind Pflanzenschleim, Gerbstoffe, ätherische Öle und Glykoside enthalten.
Sammelzeit: Mai bis August
 
Anwendung
Pflanzenheilkundliche Verwendung
Aufgrund des Gerbstoffgehaltes werden Erdbeerblätter als Heilmittel bei Durchfall verwendet. Die jüngeren Erdbeerblätter werden auch als Ersatz für Schwarzen Tee verwendet. Zur Teebereitung werden fein geschnittene und getrocknete Blätter mit kochendem Wasser übergossen und nach einigen Minuten abgeseiht. Bei Durchfall wurde das mehrmaltägliche Trinken dieses Tees empfohlen. In der aktuellen Ausgabe des Deutschen Arzneimittel Codex 2008 sind Erdbeerblätter als Fragariae folium monographiert. Das Bundesgesundheitsamt beurteilt die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit wie folgt: „Da die Wirksamkeit bei den beanspruchten Anwendungsgebieten nicht ausreichend belegt ist, kann eine therapeutische Anwendung nicht befürwortet werden. Gegen eine Anwendung als Fülldroge in Teemischungen bestehen keine Einwände. Die Anwendung von Erdbeerblättern als Teedroge ist im Übrigen dem Lebensmittelbereich zuzuordnen.“ Carl von Linné, der berühmte schwedische Botaniker, der im 18. Jahrhundert lebte, soll sich durch eine Kur mit Erdbeerblättertee und frischen Walderdbeeren von der Gicht befreit haben.
Gesundheit
Die Walderdbeere soll eine appetitanregende, harntreibende, reinigende, entzündungshemmende, blutreinigende und zusammenziehende Wirkung haben. Eine Hand voll Erdbeerblätter im Badewasser soll empfindliche und entzündete Haut beruhigen.
Küche
In den Früchten der Walderdbeere sind Mineralstoffe, Vitamine und Zucker enthal-ten. Sie werden vorrangig zum Verfeinern und Verzieren von Obstsalaten, Obst-torten und Eisgerichten eingesetzt. Die Blätter der Pflanze ergeben einen schmackhaften Tee.
Verwendung als Nahrungsmittel
„Die Köch seind der Erdbeeren auch gewar worden, machen gute Müßlein darauß“, schrieb Hieronymus Bock über die Walderdbeere. Aus archäologischen Funden weiß man, dass Walderdbeeren schon lange zu den von Menschen gesammelten Früchten gehören. In der Antikewurden sie von römischen Dichtern gepriesen. Ovid, Plinius und Vergil haben dieser Pflanzenart bereits Zeilen gewidmet. Im Mittelalterwurden Walderdbeeren ab dem 14. Jahrhundert großflächig angebaut, ohne jedoch die Fruchtgröße merklich steigern zu können. Die Entdeckung der großfrüchtigeren Chile-Erdbeere und die darauffolgende Kreuzung mit der amerikanischen Scharlach-Erdbeere führten dazu, dass die Walderdbeere seit dem 18. Jahrhundert fast nicht mehr kultiviert wurde. Später züchtete man wieder mit der Walderdbeere, wodurch als Kulturform der Walderdbeere die Monatserdbeere entstand. Mit Walderdbeeren werden auch heute noch gelegentlich Konfitüren und Marmeladen aromatisiert. Die grünen Kernchen der Früchte enthalten einen Bitterstoff, der erst nach ein paar Minuten beim Kochen zum Vorschein kommt. Konfitüre ausschließlich aus Walderdbeeren kann dadurch bitter schmecken.
Heilkräftige Pflanzenteile
Gesammelt werden die Blätter (Folia Fragariae), oder das Kraut (Herba Fragariae) ohne Blüten von Mai bis Juli.
In der Volksmedizin wird auch der Wurzelstock, zeitlich im Frühjahr oder im Spätherbst gesammelt. Blätter, Kraut oder die Wurzeln müssen im Schatten getrocknet werden. Die Früchte haben einen lieblichen Geruch und einen feinen, süßen Geschmack. Die Erdbeeren sind ziemlich reich an Vitamin C, doch schwankt der Gehalt sehr infolge Standorteinflüssen. Allgemein soll der Vitamin C Gehalt bei langen Sonnenlichteinwirkungen sowie bei Standorten, bei welchen die Tage warm, die Nächte dagegen sehr kühl sind, besonders hoch sein. Die Beobachtung wurd bisher bei keinen Pflanzen gemacht. Die Früchte enthalten außerdem eine Reihe noch nicht näher erforschter Fruchtsäuren und Zucker.
Heil- und Wirkstoff
Der Blätter bzw. des Krautes wurden noch kaum näher erforscht, außer Gerbstoff, Schleim, organischen Säuren, Kalk- und Eisenverbindungen, wurden bisher keine Heilstoffe ermittelt. Oder sind die genannten Heilstoffe so reichlich vorhanden, da die Pflanze so gute Heilerfolge auszulösen vermag?
Heilwirkung
Die einst in der Volksheilkunde so geschätzte Pflanze, geriet in der Gegenwart fast gänzlich in Vergessenheit. Erst Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp hat die Wald-Erdbeeren als Heilpflanze sehr empfohlen und gibt den Rat, diese mehr zu beachten. Er empfiehlt den Erdbeerenblättertee, zu dem man etwas Waldmeisterkraut beimengen soll. Dadurch bekommt der Tee ein liebliches Aroma. „Man, gebe Erdbeeren besonders Rekonvaleszenten, die große Schwäche und Entkräftung spüren, bei Grieß- und Steinleiden werden durch die ganze Erdbeerzeit täglich gleichmäßige Portionen von Erdbeeren empfohlen. Auch Leberleidende und solche Personen, die mit aus dem krankhaften Blut herrührenden Ausschlägen behaftet sind, sollen sich der Erdbeeren fleißig bedienen.“
Der Blättertee wirkt harntreibend und zusammenziehend.
Der große Naturforscher Karl von Linné (1707 – 1775) hat seine schweren Gichtanfälle nur mit Erdbeerkuren behandelt. Begeistert schildert er, dass die Anfälle nach reichlichen Erdbeergenuss bald nachließen. Seine Erdbeerkur gegen Gicht fand zahlreiche Nachahmer, die stets die Wirkung der Kur bestätigt.
Die Erdbeerkur kann auch zusätzlich bei Nierenerkrankungen und bei harnsäurediathese angewendet werden. Da die Hälfte des Zuckers der Erdbeere als Fruchtzucker vorhanden ist, kann man Erdbeeren in die Diätkost der Zuckerkranken einschalten.
Von ganze besonderer Bedeutung wird die Erdbeere, wenn es gilt, die Sprue zu bekämpfen. Gegen diese Darmkrankheit, die in Indien, im Malaiischen Archipel und in China die dort lebenden Europäer befällt, ebenso aber auch im Mitteleuropa auftritt, hilft keine andere Obstkur so rasch und wirkungsvoll, wie die Erdbeerkur. Bei Sprue tritt bekanntlich eine empfindliche Störungen in der Fettverdauung ein, so dass die Patienten abmagern, an Blutarmut leiden und schließlich schmerzhafte Nervenentzündungen zu erdulden haben. Die Haut bekommt eine graue Farbe und wird stark faltig. Je nach dem Stand der Erkrankung wird nun durch die Erdbeerkur eine völlige Heilung, in schwersten Fällen zumindest eine wesentliche  Besserung des Leidens erzielt.
Die so köstlich mundenden Beeren bergen noch viele unbekannte Heilstoffe, die zu erforschen eine dankbare Aufgabe wäre.
Dass die Erdbeeren mit der so einmaligen Heilwirkung jedoch auch empfindlichen Menschen hie und da nicht bekömmlich sind, ja sogar die Nesselsucht (Urticaria) auslösen können, schmälert aber nicht ihren Ruhm als Heilpflanzen. Wir sehen hier wieder deutlich, dass die Natur selten eine Regel ohne Ausnahme gelten lässt. Die Nesselsucht bei überempfindlichen Personen wird zumeist durch den Übergang des unveränderten Erdbeereiweißes ins Blut ausgelöst und müssen diese Wenigen die so sehr Früchte, ebenso Eier, Austern und Schokolade meiden. Tritt nach Erdbeergenuss ein Nesselausschlag auf, so ist sofort durch eine eiweißarme Rohkost für eine Änderung in der Ernährung zu sorgen, desgleichen für eine guten Stuhlgang. Der Arzt ist auf alle Fälle zuzuziehen, damit er die tiefere Ursache des Nesselausschlages feststellt.
Anwendung in der Volksheilkunde
Seit jeher behauptet die Volkheilkunde, dass Erdbeeren stuhlfördernd und kräftigend auf den Gesamtorganismus wirken. Wenn wir bedenken, dass in den Erdbeeren neben den übrigen Nährstoffen mineralische Stoffe, Kalk- und Eisenverbindugen enthalten sind, so hat die Feststellung der Volksheilkunde zweifellos seine Richtigkeit, denn die Salze wirken stuhlfördernd, ferner erhöhen die zellwandbestandteile und Kerne die Tätigkeit des Darmes.
Außerdem erhöhen die im Körper abgelagerten Salze die Spannkraft des Körpers. Der so liebliche Geschmack der Erdbeeren verleitet uns, sie noch nach erfolgter Sättigung als Nachspeise zu nehmen. Sie sind durch ihre leichte Verdaulichkeit gut geeignet, um Gewichstzunah-men zu erzielen, wo dies nach längerer Krankheit und Körperschwäche als notwendig erscheint. Die Vermischung dieser so köstlichen Früchte mit Schlagobers und Zucker wird in diesen Fällen die erwünschte Wirkung nur noch rascher erhöhen.
Der Wurzelstock im Aufguss, 20 bis 25g auf 1 Liter Wasser, ist ein leicht zusammenziehendes Mittel und sehr geeignet bei Durchfall. Die zerquetschten Blätter aufgelegt, kühlen Entzündungen, ziehen die kleineren Wunden zusammen und bringen diese zum Abheilen.
Der Tee aus den getrockneten Blättern wird in der Volksheilkunde sehr geschätzt als Butreinigungstee, besonders wenn die Erdbeerblätter mit andern Frühlingsblumen vermischt werden, wie Brombeerblätter, Gänseblümchen, Himbeerblätter, Lungenkraut u.a. Auch soll der Erdbeerblättertee bei Magen- und Darmkatarrh, Diarrhöen und bei Hämorrhoiden ähnliche Heilwirkungen auslösen wie der Brombeerblätter.
Erdbeersaft wirkt wie Himbeersaft wirkt wie Himbeersaft und tut besonders den kurzatmigen Personen gut.
Der frischgepresste Erdbeersaft ist ein gutes Mittel bei Harnverhalten.
Erdbeerblätter, um die Sonnwendzeit gepflückt, sind sehr heilkräftig und eignen sich zum Ansetzen in Branntwein. Mit dem verdünnten Ansatz oft den Mund spülen, ist gut gegen die Mundfäule. Diese Mundspülungen sollen auch bei Zahnfleischbluten angewendet werden und nehmen den übelriechenden Mundgeruch.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Wald-Erdbeere ist eine wintergrüne, mehrjährige krautige Pflanze. Sie erreicht Wuchshöhen von meist 5 bis 25 Zentimetern und ist damit im Wuchs kleiner als die Gartenerdbeere. Die Laubblätter stehen in einer grundständigen Rosette zusammen.
Die Blüten erscheinen in den Monaten April bis Juni, und im Laufe des Sommers reifen sie heran. Bei ausreichend starkem Sonneneinfall tragen einzelne Pflanzen auch bis zum Winterfrost Blüten und Früchte. Die Stängel tragen jeweils nur wenige Blüten. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Jeweils fünf kleine Außenkelchblätter umgeben eine Blüte. Ein zweiter, alternierender Kreis wird von den eigentlichen Kelchblättern gebildet. Die Blüte hat fünf weiße Kronblätter. Es sind etwa 20 gelbe Staubblätter vorhanden. Die Fruchtblätter haben eine gelbgrüne Farbe. Die Blüten sind vorweiblich, womit eine Selbstbestäubung verhindert wird.
Botanik
Vom ausdauernden Wurzelstock kommen schnurförmige, an den Knoten  wurzelnde Ausläufer, die neue Pflanzen bilden. Die Blätter sind gestielt und dreizählig. Die Blättchen sind fast eirund, gezähnt und behaart. Auf dem 5 bis 15cm hohen Stängel erscheint der büschelige Blütenstand. Die Blütensind weiß, die Früchte rot.
Geruch und Geschmack
Das Kraut ohne Blüte ist fast geruchlos, etwas herb, der Geschmack etwas grasig und bitterlich.
Blütezeit
April bis Juni. Im Herbst ist manchmal eine zweite Blüte möglich.
Fruchtreife
Je nach Standort von anfangs Juni bis in den Herbst hinein.
Standort
Fast überall an sonnigen Waldschlägen, Lichtungen, auf Böschungen und Waldwiesen.

Bachblüten
Kannst dich schlecht zur Wehr setzen aus Mangel an Selbstvertrauen (Larch)
Diese Menschen können sich recht schlecht zur Wehr setzen, da sie einen Mangel an ihrem Selbstvertrauen haben
Mit der Blüte können sie sich wieder zur Wehr setzen und ihr Selbstvertrauen wird gestärkt
Bachblüten
Man kann schwer vergeben und vergessen (Chicory)
Diese Menschen können schwer anderen vergeben und auch vergessen
Mit der Bachblüte können sie ihren Mitmenschen vergeben und können vergessen
Fisch
Dort wo es Wasser gibt, spielt auch der Fisch seit jeher eine bedeutende Rolle als Nahrungsmittel. Fisch wurde schon in der Bibel als Nahrungsmittel erwähnt.
-     Fisch ist leichter verdaulicher als Fleisch
-     Fisch weit einen hohen Gehalt an Omega 3 Fettsäuren auf, deren cholesterinsenkender Eigenschaft nachgewiesen wurd.
-     Fisch ist leicht verderblich
-     Fisch ist eine gute Jodquelle
-     In der verschiedene Ernährungsformen und -empfehlungen erhält der Fisch den Vorzug gegenüber Fleisch
-     Das Verhältnis von Eiweiß zu Fett ist bei Fisch günstiger zu bewerten als bei Fleisch
Fische oder Pisces (lateinisch piscis Fisch) sind aquatisch lebende Wirbeltiere mit Kiemen. Im engeren Sinne wird der Begriff Fische eingeschränkt auf aquatisch lebende Tiere mit Kiefer verwendet. Im weiteren Sinne umfasst er auch Kieferlose, die unter den rezenten Arten noch mit den Rundmäulern vertreten sind. In beiden Fällen fehlt wenigstens ein Nachfahre der Fische (nämlich die Landwirbeltiere) in ihrer Abstammungsgemeinschaft. Daher bilden die Fische keine geschlossene Abstammungsgemeinschaft in der biologischen Systematik, sondern ein paraphyletisches Taxon. Sie sind lediglich eine unvollständige Abstammungsgemeinschaft, bestehend aus einem jüngsten Vorfahren und dem aquatisch lebenden Teil seiner Nachfahren.
Die Lehre von der Biologie der Fische ist die Ichthyologie (altgriechisch ἰχθύς ichthýs „Fisch“) oder Fischkunde.
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