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Schlüsselblume
Die Echte Schlüsselblume ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Primeln in der Familie der Primelgewächse. Sie ist in weiten Teilen Europas und Vorderasiens verbreitet. Die Stiftung Naturschutz Hamburg kürte die Echte Schlüsselblume zur Blume des Jahres 2016.
Die Schlüsselblume ist der Inbegriff der Frühjahrsblüher, doch in den letzten Jahrzehnten ist sie sehr selten geworden. Daher steht sie auch unter Naturschutz und darf nicht gesammelt werden. Man kann sich ihrer aber erfreuen, wenn man auf sie trifft und im Garten kann man sie anbauen und darf sie dann auch ernten. Da die Schlüsselblume entkrampfend und schleimlösend wirkt, ist sie als Hustentee sehr geeignet. Sie wirkt vor allem gut, wenn der Schleim festsitzt. Besonders gerne wird sie zur Linderung eines Altershustens verwendet, wenn das schwächer werdende Herz dazu führt, dass sich die Flüssigkeit in der Lunge staut. In diesen Fällen erleichtert sie das Abhusten der Flüssigkeit und dadurch entlastet sie auch den Kreislauf. Außer gegen Husten verwendet die Volksheilkunde die Schlüsselblume auch gegen Nervosität und Neuralgien. Selbst Migräne soll gelindert werden.
Die Echte Schlüsselblume gehört zu den ersten Pflanzen im Frühjahr. Die dottergelben Blüten des auch als Himmelsschlüssel bezeichneten Frühblühers erfreuen viele Wildsammler und Hobbygärtner Jahr für Jahr. Für die Naturheilkunde spielt die Schlüsselblume seit vielen Jahren eine große Rolle in der Behandlung von Nasennebenhöhlenentzündungen oder hartnäckigen Erkältungskrankheiten. Die in der Wiesenprimel enthaltenden Saponine können Schleim verflüssigen und das Abhusten erleichtern.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Husten
Heilwirkung: beruhigend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweißtreibend, Stoffwechsel anregend
Anwendungsbereiche: Bronchitis, Erkältung, Gicht, Halsentzündung, Herzschwäche, Keuchhusten, Kehlkopfentzündung, Kopfschmerzen, Lungenentzündung, Migräne, Mundfäule, Mundschleimhautentzündung, Neuralgien, Ödeme, Rheuma, Schlaflosigkeit, Schnupfen, Schwindel, Verstopfung, Vitamin C Mangel, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name: Primula veris, Primula officinalis
Pflanzenfamilie: Primelgewächse = Primulaceae
englischer Name: Cowslip
volkstümliche Namen: Allelujableaml, Arznei-Schlüsselblume, Auritzel, Bärenohr, Batenge, Eieräuglein, Eierkraut, Ehrezeicheli, Fastenbleaml, Frauenschlüssel, Gichtblume, Heiratsschlüssel, Himmelschlüssel, Kraftblume, Märzenblümli, Madäneli, Mundfäulkraut, Petriblume, Schmalzschüsseli, Trubechnöpfli, Wiesen-Primel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Blüten
Inhaltsstoffe: Saponine, Flavone, Primulaverosid, Primverosid, Phenolglykoside, ätherisches Öl, Gerbstoff, Kieselsäure
Sammelzeit: Achtung! Die Pflanze ist geschützt! März bis Mai
 
Anwendung
Schlüsselblume kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die häufigste Art, Schlüsselblume anzuwenden ist der Tee.
Tee
Für einen Schlüsselblumetee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Schlüsselblumenwurzeln oder Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Schlüsselblume-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Schlüsselblumewirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Heilpflanze
Schlüsselblumenblüten enthalten geringe Mengen an Saponinen, etwa drei Prozent Flavonoide - insbesondere Rutosid-, Carotinoide und Spuren von ätherischem Öl. Die Wurzeln enthalten drei bis zwölf Prozent Triterpensaponine, beispielsweise Primulasaponin oder Primacrosaponin, Phenolglykosiden wie Primulaverin sowie seltene Zuckerstoffe. Die Triterpensaponine üben eine reizende Wirkung auf die Magenschleimhaut aus. Dieser Effekt soll über Nervenfasern reflektorisch die Bronchialschleimhaut dazu anregen, mehr Schleim zu produzieren. Hierdurch verdünnt sich das Sekret und erleichtert das Abhusten. Extrakte aus Schlüsselblumen werden vor allem bei Erkältungen mit verschleimtem Husten und Schnupfen als Begleitsymptomatik eingesetzt. Als Nebenwirkung der Anwendung konnten Magenschmerzen und Übelkeit sowie allergische Hautreaktionen festgestellt werden. Frische, junge Schlüsselblumenblättchen können auch Salaten zugesetzt werden.
Frühjahrskurteemischung
Die Schlüsselblumenblüten eignen sich sehr gut für einen Frühjahrskurtee. Man kann sie mit folgenden Kräutern sehr gut mischen: Birkenblätter, Brennnesselblätter, Löwenzahn, Vogelmiere, Ehrenpreis
Von diesen Kräutern kann man die verfügbaren mit Schlüsselblume gemischt als Frühjahrstee trinken.
Schlüsselblume als Einzeltee
Schlüsselblume kann man innerlich, als Tee vor allem bei Katarrhe der Atemwege einsetzen. Schleim wird gelöst und Entzündungen werden gelindert. Daher hilft die Schlüsselblume gegen Husten, aber auch bei Halsentzündungen und Entzündungen der Mundschleimhaut. Man kann die Schlüsselblumenblüten und Wurzeln daher gut einem Grippemischtee beifügen oder als Einzeltee trinken. Außerdem hilft die Schlüsselblume gegen ein aufgescheuchtes Nervensystem. Sie beruhigt die Nerven, sodass man besser einschlafen kann und Kopfschmerzen verschwinden. Ein schwaches Herz wird durch Schlüsselblumentee gestärkt und Wasseransammlungen in den Füssen werden ausgeschwemmt. Die Volksheilkunde setzt die Schlüsselblume auch zur begleitenden Behandlung von Herzmuskelentzündung und Neigung zu Schlaganfall ein.
Tinktur
Um eine Schlüsselblumentinktur selbst herzustellen, übergießt man Schlüsselblume in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. Schlüsselblu-mentinktur kann man bei Migräne, Neuralgien und Schwindelanfälle einsetzen.
Achtung! Empfindliche Menschen bekommen durch Berührung der Schlüsselblumen manchmal einen juckenden Ausschlag (Allergie). Bei   innerlicher Anwendung kann es bei diesen empfindlichen Menschen zu Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall kommen.
Schlüsselblume in der Küche
In der Vergangenheit wurden die Blätter der Schlüsselblume zur Vitamin C Versorgung der ärmeren Bevölkerung genutzt. Sie wurden gelegentlich als Gemüse verzehrt, ähnlich wie Spinat oder Grünkohl.
Die Blüten sind grundsätzlich essbar und haben ein leicht süßliches Aroma. Sie lassen sich für Obstsalate oder zur Dekoration anderer Süßspeisen nutzen.
Aufgrund der hohen Anteile an Saponinen treten gelegentlich jedoch Magenreizungen auf, weswegen die Bedeutung der Pflanze als Küchenkraut deutlich zurückgegangen ist. Beim Genuss von Blüten ist eine Reizung eher unwahrscheinlich, da hohe Mengen verzehrt werden müssten.
 
Magische Anwendung
Die Druiden der Kelten haben die Schlüsselblume wahrscheinlich zu kultischen Zwecken bei Frühlingsfesten eingesetzt. Unter anderem wurde wohl ein berauschender Trunk aus der Schlüsselblume bereitet. In einigen Sagen wird die Schlüsselblume als Schlüssel für geheimnisvolle Keller oder Schatzkammern verwendet. Häufig wird in diesen Geschichten die türöffnende Schlüsselblume (das Beste) nach dem Auffinden des Schatzes unbeachtet liegen gelassen, sodass man die Schatzkammer später nicht wieder öffnen kann. Wenn eine Schlüsselblume zu Weihnachten blühte, galt sie als besonders zauberkräftig. Im Vorgarten angepflanzt, soll die Schlüsselblume Besucher fernhalten. Eine mitgeführte Schlüsselblume soll die Schönheit erhalten oder zurückbringen.
 
Geschichtliches
Weil die Schlüsselblume im Mittelmeerraum nicht vorkommt, ist sie nicht als antike Heilpflanze bekannt. Doch die Kelten und Germanen haben sie wahrscheinlich schon in der Heilkunde und zu religiösen Zwecken eingesetzt. Im Mittelalter wird die Schlüsselblume jedoch in mehreren Heilpflanzen-Büchern erwähnt. Bekannt ist vor allem die Empfehlung der Hildegard von Bingen, die die Schlüsselblume als Himmelsschlüssel bezeichnet. Dieser Himmelsschlüssel sollte den Himmel aufschließen. Die äußerliche Anwendung der Schlüsselblume sollte wärmen und gegen Melancholie helfen. Andere mittelalterliche Autoren empfehlen die innerliche Anwendung der Schlüsselblume bei Gicht, Lähmun-gen und Schlaganfall. Auch zur Stärkung des Herzens und zur Wundbehand-lung wurde die Schlüsselblume eingesetzt. Auf der Basis der Signaturenlehre wurde die gelbe Schlüsselblume bei Erkrankungen von Leber und Galle verwendet. In der Volksheilkunde wurde die Schlüsselblume im späteren Lauf der Jahrhunderte vor allem gegen Husten angewendet. Diese Anwendung ist heutzutage sogar wissenschaftlich anerkannt. Weil die Schlüsselblume so selten geworden ist, und daher geschützt, wird sie heutzutage nicht mehr wild gesammelt. Darum ist auch ihre Anwendung als Volksheilkraut zurück gegangen. Auch in der offiziellen Pflanzenheilkunde wird sie nicht sehr häufig angewendet, weil es andere Hustenkräuter mit stärkeren Wirkungen gibt. Sie gehört aber nach wie vor zu den klassischen Hustenkräutern.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Schlüsselblume wächst bevorzugt auf Wiesen, an Waldrändern und im Gebüsch. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 20 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst runzlige wellig gezähnte Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette aus den eirunden Blättern. Ab März wächst der oben gebogene Stängel. An ihm wachsen keine Blätter. Die goldgelben Blüten erscheinen zwischen März und Anfang April. Sie hängen in kleinen Dolden leicht nach unten gerichtet. Der Duft der Blüten ist honigartig und lieblich.
Die Echte Schlüsselblume wächst als ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 8 bis 30 Zentimetern erreicht und meist in kleineren und größeren Gruppen anzutreffen ist. Sie überwintert mit einem ausdauernden, dicken, kurzen Rhizom. Die vegetativen Pflanzenteile sind oft flaumig behaart aber nicht bemehlt. Die Laubblätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet. Die Blattspreite verschmälert sich mehr oder weniger plötzlich in Richtung des geflügelten Blattstiels. Die dünne, einfache Blattspreite entwickelt eine Länge zwischen 5 und 20 Zentimeter, die Breite misst 2 bis 6 Zentimeter. Ihre Formvariiert von eiförmig bis eiförmig-länglich. Die Blattspitze ist stumpf bis spitz ausgeprägt. Die dunkelgrüne, mit einfachen Trichomen flaumig behaarte Blattoberseite weist eine runzlige Struktur auf. Die ebenfalls behaarte Blattunterseite ist hellgrün gefärbt. Der wellige und unregelmäßig grob gezähn-te Blattrand ist bei jungen Blättern nach unten eingerollt.
Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni (Deutschland und nördlicher) oder von Februar bis Mai (Österreich, Schweiz, Slowenien etc.). Fünf bis zwanzig Blüten sind in einer endständigen und einseitswendigen, einfachen Dolde angeordnet. Der mehr oder weniger lange, fein behaarte Blütenstandsschaft ist unbeblättert. Die Tragblätter sind flach und ungleich. Die aufrechten bis nickenden, behaarten Blütenstiele sind mit einer Länge von 3 bis 20 Millimetern ein- bis dreimal so lang wie die Tragblätter. Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf blass-grünen, 0,8 bis 2 Zentimeter langen Kelchblätter sind bauchig und breit-glockig verwachsen. Die fünf dottergelben Kronblätter sind an ihrer Basis zu einer Röhre verwachsen. Die Kronröhre ist mit einer Länge von 8 bis 20 Millimetern höchstens so lang wie der Kelch. Der Kronschlund weist einen Durchmesser von 8 bis 28 Millimetern auf. Die fünf tellerförmig ausgebreiteten, 8 bis 14 mm langen Kronlappen besitzen an ihrer Basis einen orangefarbenen Fleck und sind am oberen Ende leicht ausgerandet bis deutlich gekerbt. Die fünf Staubblätter sind mit der Kronröhre verwachsen. Fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, einkammerigen Fruchtknoten verwachsenen. Im Zentrum des Fruchtknotens befindet sich die dicke Plazenta, an der die Samenanlagen sitzen.
Aus dem Fruchtknoten entwickelt sich eine 5 bis 10 mm lange, vom Kelch umgebene, Kapselfrucht. Sie ist etwa halb so lang wie der überdauernde Kelch, ihre Form ist eiförmig und leicht bauchig ausgeprägt. Bei Reife öffnet sich die Kapsel mit zehn Kapselzähnchen und entlässt die zahlreichen Samen. Die Sa-men besitzen winzige Bläschen.
Unterscheidungsmerkmale zu ähnlicher Art
Die Merkmale, mit denen sich die Echte Schlüsselblume unter anderem von der Hohen Schlüsselblume unterscheidet, sind die dottergelben, stark duftenden Blüten mit ihren fünf orangefarbenen Flecken (Saftmale) im Schlund der Blüte. Die Hohe Schlüsselblume dagegen duftet weniger stark und der Schlund ihrer Blüten ist goldgelb. Der Blütenkelch ist bei der Echten Schlüsselblume blassgrün, bauchig und glockig, während er bei der Hohen Schlüsselblume eng an den Blütenkronblättern anliegt.
 
Verbreitung
Die Schlüsselblume kommt in Europa und Vorderasien vor. In Europa wächst sie fast überall, aber nicht im Süden der Mittelmeerländer, in den Alpen und im nördlichen Skandinavien. In Deutschland wächst die Schlüsselblume fast überall, aber nicht in Ostfriesland und nur sehr selten in der norddeutschen Tiefebene westlich der Elbe.
Andere Arten: Hohe Schlüsselblume
Die hohe Schlüsselblume ähnelt der echten Schlüsselblume stark, auch bezüglich ihrer Heilwirkung. Sie wächst eher in Wäldern als auf sonnigen Wiesen. Die großen Exemplare dieser Art werden bis zu 30 Zentimeter hoch, also etwas höher als die echte Schlüsselblume. Ihre Blüten sind hellgelb, also etwas heller als die Blüten der echten Schlüsselblume.
 
Anbautipps
Man kann die Schlüsselblume relativ gut im eigenen Garten anbauen. Sie fühlen sich auch auf schweren Böden wohl. Am liebsten wächst sie auf sonnigen Hängen. In manchen Garten-Läden kann man fertige Schlüsselblumenpflanzen kaufen, die man nur noch anpflanzen muss. Man kann auch die Samen aussäen, am besten in kleinen Anzuchttöpfchen. Die kleinen Pflänzchen werden dann später ausgepflanzt. Gegen eventuellen Mehltau kann man Schachtelhalmjauche oder Schalthalmtee zum Gießen verwenden.
 
Sammeltipps
Wilde Schüsselblumen darf man nicht in der freien Natur sammeln, weil die Pflanze geschützt ist. Gesammelt werden also nur Pflanzen aus eigenem Anbau. Die Blüten werden zur Blütezeit vorsichtig abgezupft und zügig im Schatten getrocknet. Die Wurzeln werden im Herbst oder Frühjahr ausgegraben. Dann werden sie gereinigt, geschnitten und schonend im lauwarmen Backofen oder Dörrapparat getrocknet.

Oleander ttt
Die Osterluzei fällt durch ihre bizarr geformten schwefelgelben Blüten auf. Sie wächst gerne in Weinbergen, dort wo es warm und sonnig ist. Manchmal kann man am Vorhandensein der selten gewordenen Osterluzei sogar ehemalige Weinberge wiedererkennen. Die früher hochgelobte Osterluzei wird heute aufgrund ihrer Gifwirkung kaum noch angewendet. Äußerlich wendet die Volksheilkunde die Osterluzei noch gegen entzündete Wunden an. Auch in homöopathischer Verdünnung wird die Osterluzei gerne verwendet, vor allem in der Frauenheilkunde.
Die Gewöhnliche oder Aufrechte Osterluzei ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Osterluzeigewächse gehört.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Homöopathisch ab D3! Entzündungshemmend, krampflösend, schweißtreibend, Fieber, Infektionen, Rheuma, Menstruationsfördernd, Geburt beschleunigend, Entzündete Wunden, Ekzeme, Wundliegen, Druckstellen, Juckreiz, Muskelkater, Schlangenbisse
wissenschaftlicher Name: Aristolochia clematitis
Pflanzenfamilie: Osterluzeigewächse = Aristolochiaceae
englischer Name: Birthwort
volkstümlicher Name: Bruchwurz, Donenrwurzel, Fieberwurzel, Fobwurz, Hünschkraut, Löffelkraut, Osterlug, Sarazenenkraut, Wolfsapfel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Aristolochiasäure, ätherische Öle, Bitterstoffe
Sammelzeit: Frühjahr und Herbst

Anwendung
Achtung! Stark giftig. Osterluzei nur in verschriebenen Fertigpräparaten   oder homöopathisch anwenden.
Die Osterluzei wird heutzutage nur noch in homöopathischer Verdünnung angewandt, denn sie ist nicht nur giftig, sondern der Wirkstoff Aristolochiasäure gilt auch als krebsfördernd. Die Volksheilkunde wendet die Osterluzei immer noch äußerlich an. Als Umschlag wird die verdünnte Osterluzeitinktur zur Behandlung von entzündeten Wunden verwendet. Auch gegen Ekzeme, Unterschenkelgeschwüre und Juckreiz wird die verdünnte Tinktur in der Volksheilkunde manchmal verwendet.
 
Geschichtliches
In der Antike galt die Osterluzei als wertvolle Heilpflanze. Sie wurde gegen Schlangenbisse und zur Erleichterung der Geburt eingesetzt. In einigen katholischen Gegenden wird die Osterluzei noch heute in den Sträußen zur Kräuterweihe zu Mariä Himmelfahrt im August verwendet.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Gewöhnliche Osterluzei ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimeter erreicht. Die kriechende Sprossachse bricht leicht. Das Rhizom ist reich verzweigt und im Boden weithin kriechend. Die Pflanze verströmt einen merkwürdigen, leicht fruchtigen Geruch. Die Laubblätter sind langgestielt, tief ausgebuchtet und herzförmig. Die Blütezeit erstreckt sich in Europa von Mai bis Juni. In den Achseln der oberen Blätter stehen zwei bis acht Blüten zusammen. Die eigenartige Blütenform ist besonders auffallend. Die gestielten, zygomorphen, zwittrigen Blütensind gelb. Sie sind oben tütenförmig, gehen in eine innen mit nach unten stehenden Haaren bedeckte Blütenröhre über, die sich dann unten zu einem Blütenkessel bauchig erweitert. Die Blüten sind eine Falle für besuchende Insekten, die durch die Behaarung der Blütenröhre gefangen gehalten werden. Nachdem die Blüte bestäubt wurde, erschlaffen diese Haare und die wiederum mit Blütenstaub beladenen Insekten können wieder entweichen. Die vielsamige Kapselfrucht ist anfangs grün, später schwarz mit einem Durchmesser von 1 bis 2 Zentimetern.
Die Osterluzei ist ursprünglich im Mittelmeerraum heimisch, wurde aber nach Mitteleuropa eingeführt. Als Standort liebt die Osterluzei vor allem Weinberge, aber auch andere sonnige Hänge. Sie ist in Deutschland so selten, dass sie unter Naturschutz steht. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch. Ihre herzförmigen Blätter sind hellgrün. Die gelben Blüten der Osterluzei sehen ungewöhnlich aus. Hinter einem rundlichen Knubbel befindet sich eine nach oben gebogene Röhre. Die Spitze der Blütenblätter erinnert an Tüten. Diese Blütenform dient dazu, Insekten so lange gefangen zu halten, bis sie die Blüte bestäubt haben.

Bachblüten
Verbitterte Lebenshaltung, man grollt seinem Schicksal und fühlt sich ungerecht behandelt (Willow)
Sie haben eine verbitterte Lebenshaltung und grollen deren Schicksal und fühlen sich von allem ungerecht behandelt
Willow kann helfen Verbitterung und das ungerecht behandelt werden
Bachblüten
Der gute Eindruck, den man nach außen hinterlässt, ist einem sehr wichtig (Agrimony)
Ihnen ist der gute Eindruck sehr wichtig, den sie nach außen hinterlassen
Mit der Bachblüte ist es ihnen nicht mehr so wichtig, wie der Eindruck auf andere ist
Entwicklung des Essverhaltens und Ernährungserziehung
Die Basis für gesundes Ernährungsverhalten wird bereits im Kindesalter geschaffen. Im Kleinkindalter spielt vor allem die Vorbildwirkung eine große Rolle. Im Verlauf der Jahre wird das Erlernte immer mehr zur Gewohnheit und bedarf eines ungeheuren Kraft auf werden um ungünstige Ernährungsverhalten wieder abzulegen.
Die Förderung eines gesunden Essverhaltens findet im Familienalltag statt
Als Eltern möchten Sie, dass Ihr Kind gut gedeiht und sich gesund entwickelt und auch für das spätere Leben die besten Voraussetzungen erhält. Ein wichtiger Baustein hierfür ist die Ernährung und das Essverhalten, das bereits in den ersten Lebensjahren entscheidend geprägt wird.
In diesen ersten Lebensjahren orientieren sich Kinder bei der Ernährung maßgeblich an ihren Eltern, den Geschwistern und den Menschen in ihrer direkten häuslichen Umgebung. Die wesentliche Grundlage für das Essverhalten Ihres Kindes bilden somit die Erfahrungen und Beobachtungen, die es in seiner Familie rund ums Essen und Trinken macht. Hierzu gehören zum Beispiel Ihr eigenes Ernährungsverhalten, die Auswahl der Lebensmittel in Ihrem Haushalt, ob und wie Sie gemeinsam zu Tisch gehen. Vor allem aber gehört hierzu, wie Ihr Kind – seinem Alter entsprechend – in „Essensfragen“ einbezogen wird und sich entfalten kann.
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