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Heidelbeere
Die Heidelbeeren sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Heidekrautgewächse. Die 450 bis 500 Vaccinium-Arten sind vorwiegend auf der Nordhalbkugel verbreitet. Einige Arten werden im deutschen Sprachgebrauch allgemein als Heidelbeeren oder Blaubeeren bezeichnet, wobei die Bezeichnung im engeren Sinne nur für die in Europa verbreitetste Art gilt, die Heidel- oder Blaubeere.
Die Heidelbeere ist eine Art aus der Gattung der Heidelbeeren in der Familie der Heidekrautgewächse. Ihre Verwendung als Beerenobst bzw. Waldfrucht färbt aufgrund des dunklen Fruchtfleisches Zähne und Zunge blau.
Die häufig im Supermarkthandel erhältlichen Kulturheidelbeeren stammen dagegen nicht von der in Europa heimischen Heidelbeere ab, sondern von der Amerikanischen Heidelbeere und anderen nordamerikanischen Arten. Sie erzeugen, da ihr Fruchtfleisch hell ist, keine Blaufärbung im Mund, sofern sie unverarbeitet verzehrt werden.
Wenn man im Sommer im Wald spazierengeht, hat man vielleicht das Glück auf grössere Ansammlungen von Heidelberen zu stoßen. Mit diesen Beeren kann man sich äußerst lecker den Bauch vollschlagen (Achtung! Erst waschen, wegen möglicher Fuchsbandwurm-Eier.). Man kann sie jedoch auch trocknen und als wirksames Mittel bei Durchfällen einsetzen. Auch für Haut- und Schleimhäute leisten die Heidelbeeren gute Dienste. Als Heilpflanze wurde die Heidelbeere zuerst von Hildegard von Bingen erwähnt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Durchfall, Mund- und Rachenentzündungen, Verdauungsstörungen bei Kindern, Diabetes (leichte Formen), antibakteriell, entzündungswidrig, Äußerlich (als Tinktur): Ekzeme, Bartflechte, schlecht heilende Geschwüre, juckende Haut-ausschläge
wissenschaftlicher Name: Vaccinium myrtillus
Pflanzenfamilie: Heidekrautgewächse = Ericaceae
englischer Name: Blueberry
volkstümlicher Name: Blaubeeren, Mostbeere, Schwarzbeere, Staudelbeere
Verwendete Pflanzenteile: Getrocknete Beeren, Blätter
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Glykosid Arbutin, Myrtillin, Neomyrtillin, Vacciniin, Hydrochinon, Chinasäure, Vitamin C, organische Säuren
Sammelzeit: Juni bis August
 
Anwendung
Die Früchte der meisten Vacciniumarten sind essbar. Es gibt einige Sorten, die als Beerenobst angebaut werden. Von einigen Arten wurden die medizinischen Wirkungen untersucht. In Europa werden traditionell vor allem die Heidelbeere und die Preiselbeere, in manchen Regionen aber auch Moosbeere und Rauschbeere in der Natur gesammelt und gegessen. Die nordamerikanischen Wildformen dienten schon früher den nordamerikanischen Ureinwohnern, etwa im Gebiet des heutigen US-Bundesstaates Washington, als Nahrungsmittel. So fanden sich Trockenplätze, die nur durch rechteckige Vertiefungen erkennbar sind. Elf von ihnen konnten in der Indian Heaven Wilderness im Gifford Pinchot National Forest nachgewiesen werden. Kulturheidelbeeren, die heute in Plantagen angebaut werden, sind überwiegend Kreuzungen aus den in Nordamerika beheimateten Arten Vaccinium angustifolium und Vaccinium corymbosum sowie Kulturformen der Elternarten selbst, weiterer Hybride aus der Amerikanischen Heidelbeere und anderen Vaccinium-Arten. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden 75 bis 100 neue Sorten kultiviert.
Die Heidelbeeren kann man trocknen, sodass sie wie harte, kleine Rosinen sind. Diese trockenen Beeren kann man gegen Probleme der Mund- und Rachenschleimhaut kauen. Als Tinktur angesetzt, kann man sie bei Hautkrankheiten äußerlich anwenden. Auch als Pulver eignen sie sich zur äußeren Anwendung. Ein Tee aus den Blättern lindert leichte Formen von Diabetes. Diesen Tee sollte man jedoch nicht zulange einnehmen, weil die Glykoside in den Blättern auf Dauern zu leichten Vergiftungen führen können. Am besten verwendet man die Heidelbeerblätter in Teemischungen, dann sind sie unbedenklich.
Nutzung als Heilpflanze
Als Heildroge dienen die getrockneten, reifen Früchte bzw. die frischen oder tiefgefrorenen Früchte. Weiterhin die getrockneten Blätter.
Hauptwirkstoffe: In den Früchten Catechingerbstoffe, dimere Proanthocyanidine, Anthocyanidine (wie z. B. Astragalin), Flavonoide, Caffeoylsäuren, Fruchtsäuren, Pektine, Invertzucker.
In den Blättern außer Gerbstoffen Iridoide, Phenolcarbonsäuren, in geringer Menge Chinolizidinalkaloide, Arbutin und Hydrochinon höchstens in Spuren, ein relativ hoher Gehalt an Chrom und Mangan. Über das früher angegebene Glukokinin Neomyrtilin gibt es keine neueren Untersuchungen.
Anwendung: Die getrockneten Beeren sind aufgrund des Gerbstoffgehalts und der Pektine ein beliebtes Volksheilmittel gegen Durchfall, ebenso der mit Rotwein angesetzte Heidelbeerwein. Frische Früchte in größeren Mengen genossen wirken dagegen abführend.
Der verdünnte Saft oder 10%ige Abkochungen können als Gurgelmittel bei leichten Entzündungen im Mund- und Rachenraum angewendet werden. Die isolierten Anthocyanidine haben eine kapillarabdichtende Wirkung bei krankhafter Kapillarbrüchigkeit, z. B. bei Diabetes, und sie werden in Fertigpräparaten gegen Netzhauterkrankungen und Störungen des Nacht- und Dämmerungssehens, zur Epithelregeneration bei Magen- und Darmgeschwüren, äußerlich zur Vernarbung von Wunden eingesetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurden den englischen Bomberpiloten Stunden vor dem Start nach Deutschland Heidelbeerpräparate verabreicht, um ihre Nacht-sehtauglichkeit zu stärken.
In der Volksmedizin gelten Heidelbeerblätter als blutzuckersenkend, ohne dass bisher eine antihyperglykämisch wirkende Substanz nachgewiesen werden konnte. Ob der Chromgehalt der Blätter möglicherweise für eine derartige Wirkung verant-wortlich ist, bedarf noch weiterer Untersuchungen. Da bei längerem Gebrauch Vergiftungserscheinungen auftreten können und die Wirksamkeit nicht belegt ist, wird von der Anwendung von Zubereitungen aus Heidelbeerblättern abgeraten.
Heilkräftige Pflanzenteile
Offizinell sind die Beeren und die Blätter.
Die Beeren werden zur Beerenreife gesammelt. Sie sind fast geruchlos bzw. von einem feinen herben Geruch. Die frischen Beeren schmecken säuerlich-süß, die getrockneten eher etwas herb. Die Blätter müssen vor der Fruchtreife gesammelt werden, da der Heilstoff im Blatt, das Myrtillin, zur Fruchtreife im Blatt nicht mehr vorhanden ist! Zumeist wird aber das Sammeln der Blätter erst anläßlich der Beerenreife unter einem durchgeführt, diese heilstofflosen Blätter führen dann zu einem Misserfolg der Blätterteekur. So wertvoll der Heidelbeerblättertee für die Behandlung der Zuckerkrankheit ist, so erfolglos ist aber die Kur, wenn Blätter verwendet werden, die erst anlässlich der Beerenernte gesammelt werden. Dies ist die Ursache, warum die Heidelbeerblätter bezüglich ihrer Heilwirkung bei Zuckerkrankheit in Misskredit kamen.
Hier haben wir ein Beispiel, wie wichtig es ist, die angegebenen Sammelzeiten der Heilpflanzen und ihrer Pflanzenteile genauest zu beachten, da diese Vorschriften nicht von ungefähr sind, sondern auf Grund einer langen Naturbeobachtung und Erkenntnis der feinsten Naturvorgänge heraus empfohlen werden!
Für die Anwendungen in der Volksmedizin werden auch hie und da die Wurzeln ge-sammelt. Diese sind vor der Blütezeit auszugraben.
Heil- und Wirkstoffe
Die Blätter enthalten Gerbstoffe, Arbutin, das Glykosid, Myrtillin, Chinasäure, das glykosideartige Erikolin, Apfel- und Zitronensäure, Zucker und Gummi.
Die Früchte enthalten Gerbstoff, Zucker, Apfel- Zitronensäure, Oxal- und Bernsteinsäure, Pektin und ein noch nicht benanntes Gemisch von Glykosiden, das jedoch nicht verwechselt werden darf mit dem Myrtillin der Blätter. Die Früchte enthalten reichlich das Vitamin C.
Heilwirkung
Die getrockneten und leicht aufgekochten Beeren sind ein gutes Mittel gegen die Diarrhöen, Hämorrhoidalblutungen und Harnsteine. Abkochungen von Beeren in konzentrierter Form sind die beste Mittel bei Bauchtyphus, Kneipp empfiehlt den Teeaufguss von Blättern und Beeren gegen Durchfall.
Bei Dickdarmentzündung (Colitis) kann der Heidelbeerwein bestens empfohlen werden. Der echte, herbe Heidelbeerwein ist nicht nur gegen Colitis, sondern auch gegen alle akuten oder chronischen Magen- und Darmerkrankungen sowie gegen Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit und Schwächezustände, die hieraus entstehen, bestens geeignet. Die sogenannten Gärungs- und Fäulnisdispepsien, das sind Verdauungsstörungen durch Gärungs- und Fäulnisvorgänge im Darm, werden durch den Heidelbeerwein rasch zur Ausheilung gebracht. Der Heidelbeerwein ist gegen diese aufgezählten Krankheiten und Leiden deshalb das beste Naturheilmittel, weil durch ihn die Zersetzungsprodukte und Giftstoffe des Darminhaltes angesauft und abgeleitet werden. Der Alkoholgehalt dieses Beerensaftes verhindert oder hiemmt zumindest beachtlich die Weiterentwicklung der krankheitserregenden Bakterien und Keime, ohne jedoch die so nützliche Darmflora ungünstig zu beeinflussen. Neben diesen hervorragenden Eigenschaften wirkt der naturechte Heidelbeerwein auf die Darmbewegung zusammenziehend und bewirkt, in kleinen Mengen, aber regelmäßig genommen, eine erhöhte Wider-standsfähigkeit gegen die obgenannten Magen- und Darmbeschwerden, ohne die geringsten schädigenden Nebenwirkungen oder gar eine Abstumpfung durch Gewöhnung auszulösen.
Der frische oder durch richtige Sterilisation konservierte Rohsaft ist nicht nur ein Trank von köstlichem frisch-herbem Aroma, sondern auch ein hervorragendes Heil-mittel von vielseitiger Heilwirkung.
Der Rohsaft ist einer der besten und natürlichsten Spül- und Gurgelmittel und heilt in dieser Anwendung die Rachen-, Kehlkopf- und Halskatarrhe. Ein voller Schluck dieses Frischsaftes längere Zeit im Munde belassen, wirkt heilend bei Zahnfleischentzündungen und hat einen gewissen vorbeugenden Einfluss auf das Entstehen der Mundfäule. Vor allem wirkt dieser Saft schmerzstillend und in der Folge heilend bei der Leukoplakie der Zunge, jenen kleinen ent-zündlichen weißen Fleckchen auf der Zunge, wie sie unter anderem bei Rauchern auftreten. Auch beseitigt dieser Saft den oft widerlichen Rauchermundgeruch und erzeugt, wenn regelmäßig getrunken und falls der Raucher nicht ein süchtiger Kettenraucher ist, einem gewissen Wider-willen gegen das Rauchen. Je länger diese Kur fortgesetzt wird, desto mehr steigert sich dieser Widerwille. Es werden zu diesem Zwecke ganz kleine Schlucke zu wie-derholten Malen am Tage eingenommen und sollen diese vorerst etwas im Munde belassen werden.
Ferner hat eine regelmäßige Kur (alle 2 Stunden 1 Stamperl), verbunden mit einer strengen Diät, den Abgang der lästigen Spulwürmer (Akdariden) zur Folge. Der Frischsaft, periodisch getrunken, oder die frischen Beeren durch einige Tage periodisch (alle 2 bis 3 Stunden) eingenommen, bringt nicht nur Verdauungsstörungen leichterer Art, wie sie besonders durch Hämorrhoiden ausgelöst werden, zum Verschwinden, sondern beseitigt auch oft üblen Geruch des Stuhls.
Dass die Heilwirkung der Blätter vom richtigen Zeitpunkte des Einsammelns abhängig ist, wurde bereits erwähnt, kann aber gerade bei den Blättern der Heidelbeere gar nicht oft genug betont werden. Richtig gesammelte Blätter sind in erster Linie ein klinisch erprobtes, ganz vorzügliches Heilmittel bei Zuckerkrankheit. Es gilt als einwandfrei erwiesen, dass das im Heidelbeerblatt enthaltene Myrtillin nicht nur die Zuckerausscheidung herabsetzt, sondern auch gänzlich aufzuheben vermag. Das Myrtillin der Heidelbeerblätter wird daher mit Recht das pflanzliche Insulin genannt.
Trotz dieser einmaligen Vorzüge der Heidelbeerblätter bei der Behandlung der Zuckerkrankheit darf sich jedoch die Heilbehandlung nicht allein auf den Teegenuss in unkontrollierter Form beschränken. Die noch so große und erwiesene Heilwirkung der Heidelbeerblätter schließt die ärztliche Überwachung der Krankheit nicht aus.
Die ständige Kontrolle des Blutzuckerspiegels und der Harnzuckerausscheidungen muss unter allen Umständen durchgeführt werden. Die Bereitung des Tees von Heidelbeerblättern geschieht in der Weise richtig, dass 1 Esslöffel voll gut getrockneter und zerkleinerter Blätter mit einer Tasse Wasser, das eben gekocht hat, überbrüht wird. Nach etwa 10 Minuten seiht man den Tee ab und trinkt denselben ungesüßt und schluckweise. So verteile man die Menge von 2 bis 3 Tassen am Tage, setze jedoch zu den Mahlzeiten das Trinken je eine Stunde vorher und nach-her aus.
Neben der Verwendung des Blättertees bei Zuckerkrankheit wird dieser auch zur Heilung von Harnröhrenkatarrh und Blasenschlaffheit (Blasenatonie) angewendet. Bei längerer Zuckerkrankheit erscheint vorteilhaft, den Heidelbeerblättertee nach einiger Zeit mit andern einschlägigen Heilpflanzen zu mischen. Hierfür werden getrocknete Bohnenschalen, Tausendgüldenkraut, Brennnessel, Löwenzahn, Schafgarbe und Brombeerblätter empfohlen. Die Beimischung von ein bis zwei dieser genannten Heilpflanzen erfolgt zu gleichen Teilen. Die Beeren werden entweder frisch genossen oder als Heidelbeermus (Marmelade) bzw. als Heidelbeerkompott konserviert.
Diese bilden besonders im Spätwinter und Frühjahr eine wertvolle Bereicherung der Vitaminzufuhren bei den Hauptmahlzeiten. Getrocknete Heidelbeeren empfiehlt Pfarrer Kneipp bei leichten Diarrhöen, bei schweren Fällen hilft sehr wirkungsvoll der Heidelbeerbranntwein. Besonders älteren Leuten, die an chronischen Diarrhöen oder Stuhlverstopfung leiden, wird der Heidelbeerschnaps, nicht aber der gesüßte Heidelbeerlikör, ganz mäßig genossen, angeraten.
Anwendung in der Volksheilkunde
Die Heidelbeerwurzel getrocknet und gepulvert in die Wunden gestreut, nimmt das faule Fleisch und bringt die Wunden rasch zum Abheilen.
Ein Pflaster aus gestoßenen, frischen Blättern, mit etwas Rosenöl vermischt hergestellt, lege man auf Geschwülste.
Man bereite den heidelbeergeist, indem man 3 bis 4 Handvoll Heidelbeeren, frisch oder getrocknet, mit 1 Liter Kornbranntwein durch 2 bis 3 Wochen ansetzt. Er lindert Kolikschmerzen und erwärmt den Unterleib.
Gegen Haarausfall empfiehlt die Volksheilkunde durch längere Zeit, täglich dreimal, Einreibungen am Kopf mit Heidelbeerblättertee vorzunehmen.
In der Volksheilkunde der nordische Staaten, besonders in Lettland und Finnland wird gegen Keuchhusten ein Teegemisch von getrockneten Beeren und Blättern empfohlen.
Ein aus eingedicktem Heidelbeersaft und Honig hergestellter Heidelbeersirup wird vielfach den Lungenschwachen, Bronchitikern, ja sogar den Lungenschwindsüchtigen esslöffelweise, mehrmals am Tage gereicht. Dieses Hausmittel löst auch sehr gute Erfolge bei chronischem Appetitmangel und Körperschwäche aus. Körperlich schwache Kinder erhalten bei richtiger Kuranwendung in Bälde ein blühendes Aussehen.
Aus Mythos und Geschichte
Die Heidelbeeren lieferten ein reiches Thema in Mythos, Volksaberglauben und Geschichte. Der Heilige Jakob sei der Schirmherr dieser Beeren und seien diese an seinem Namenstag, dem 25. Juli, besonders heilsam und wohlschmeckend. Nach einer anderen Version soll man die Beeren nur während des Frauendreißiger, der Zeit zwischen dem 15. August und dem 8. September, ernten. Im Weihbuschen, der am 15. August, dem Maria Himmelfahrtstage, geweiht wird, soll nie ein Sträußlein Heidelbeeren fehlen usw.
Pllinius Secundus berichtete, dass die Gallier die Gewänder der Sklaven mit Heidelbeersaft färbten, um sie zu kennzeichnen.
Bei den Ärzten des Altertums war die Heidelbeere als Heilpflanze nicht bekannt. Erstmalig finden wir die Waltbeeren (Waldbeeren) bei der Heiligen Hildegard (12. Jahrhundert) beschrieben und werden die Beeren gegen Husten und Lungenschwindsucht gelobt.
Der Dichter Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 – 1874) gedachte der Heidelbeeren in poetischer Weise:
Frau Sonne hat es brav gemacht.                       Wir wollen uns bücken
Sie hat die Beeren zur Reif gebracht,                 und fleißig pflücken
die Heidelbeeren.                                             die Heidelbeeren.
                                Wir wollen verzehren,
                                Frau Sonne zu Ehren,
                                die Heidelbeeren,
                                die Lieben, blauen Heidelbeeren.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Heidelbeere wächst in lichten Wäldern und im Gebirge. Sie ist ein kleiner, bis zu 50 cm hoher Halbstrauch mit kleinen eiförmigen Blättern. Im Mai und Juni blüht die Blaubeere und von Juli bis August trägt sie süße blau-rote Beeren.
Der 10 bis 60 cm hohe Zwergstrauch wächst stark verzweigt mit aufrechten, kantigen bis schmal geflügelten, grün gefärbten Ästen, die kahl (unbehaart) sind. Die Blätter sind 2 bis 3 cm lang, eiförmig bis elliptisch, drüsig gesägt bis fein gezähnt und beiderseits grasgrün. Die Blüten wachsen einzeln aus Blattachseln und sind nickend. Ihre Krone ist 3,5 bis 5 mm lang, kugelig krugförmig und grünlich bis rötlich. Sie erscheinen ab April/Mai. Von Juli bis in den September tragen die Pflanzen dann schwarzblaue, im Durchmesser maximal einen Zentimeter große, abgeplattet run-de, einzeln stehende Früchte, die als reife Beeren blaugrau bereift sind. Ab dem Spätsommer beginnt die Herbstfärbung des Strauchs – das Laub verfärbt sich dabei tiefrot. Die Heidelbeere ist ein holziger Chamaephyt. Im Gegensatz zur verwandten Preiselbeere ist sie nicht immer-, sondern sommergrün, wirft also im Winterhalbjahr ihre Blätter ab.
Der Strauch erreicht ein Alter von bis zu 30 Jahren. Durch vegetative Vermehrung in Form von Ausläuferbildung (Wurzelkriecher) kann eine Pflanze indirekt jedoch noch älter werden und dabei bis zu mehrere 1000 m² bedecken. Er wurzelt bis einen Meter tief.
Trotz häufiger unmittelbarer Nachbarschaft zur Preiselbeere kommt es nur selten zu Hybriden zwischen den beiden Arten. Diese Bastard-Heidelbeere steht mit ihren Merkmalen zwischen den beiden Elternarten.
Von der Amerikanischen Heidelbeere unterscheidet sich die eurasische Heidelbee-re dadurch, dass sich die farbgebenden Anthocyane sowohl in der Schale als auch im Fruchtfleisch befinden und sie so durch und durch blau gefärbt ist. Bei der seit etwa 1900 aus der Amerikanischen Heidelbeere gezüchteten Kulturheidelbeere be-finden sich die Farbstoffe nur in der Schale, weshalb diese ein helles Fruchtfleisch aufweist und keine blauen Zähne verursacht. Außerdem ist die Kulturheidelbeere doppelt bis mehrfach so groß wie die echte Heidelbeere und schmeckt weit weniger aromatisch als die Wildfrüchte, ist dafür aber länger lagerfähig.
Die Blätter enthalten Arbutin und Hydrochinon (bis 1,5%) und sind daher schwach giftig.
Die Vacciniumarten wachsen als immergrüne oder laubabwerfende, kriechende, ausgebreitete, selbständig aufrechte oder kletternde Zwergsträucher, Sträucher oder Bäume. Meist wachsen sie terrestrisch, seltener auch epiphytisch. Die oberirdischen Pflanzenteile können kahl oder behaart sein; dabei sind die Haare gestielt oder ungestielt, sowie drüsig oder nicht drüsig. Die wechselständig und spiralig oder sehr selten pseudowirtelig angeordneten Laubblätter können gestielt sein. Die häutigen bis ledrigen Laubblätter sind kahl oder behaart. Die einfachen Blattsprei-ten sind elliptisch, eiförmig, länglich-lanzettlich oder spatelförmig. Der flache oder zurückgebogene Blattrand ist glatt oder gesägt.
Die end- oder achselständigen, traubigen Blütenstände enthalten meist zwei bis zehn Blüten; manchmal stehen die Blüten einzeln oder zu mehreren in den Blattachseln. Es sind haltbare oder bald vergängliche Tragblätter vorhanden. Kleine Deckblätter sind nur in der Sektion Oxycoccus vorhanden. Die Blütenstiele können nahe der Blüte verbreitert sein und meist sind sie gegliedert. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und selten vier- oder meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die selten vier oder meist fünf Kelchblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen. Die meist fünf, selten vier oder sechs Kronblätter sind meist auf fast ihrer ganzen Länge kugel-, glocken-, urnen- oder röhrenförmig verwachsen; selten sind sie fast frei. Die Farben der Kronblätter reichen von meist grün, weiß über creme- bis rosa- und bronzefarbe, selten sind sie rot. Die geraden bis zurückgekrümmten Kronzipfel sind meist kürzer als die Kronröhre. Es sind meist zwei, selten ein, Kreise mit je vier oder fünf Staubblättern vorhanden, die die Krone meist nicht überragen. Die kahlen oder behaarten Staubfäden sind gerade und flach. Die Staubbeutel können Hörner besitzen. Der Diskus in ringförmig. Vier oder fünf Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, vier- bis fünfkammerigen oder meist acht- bis zehn pseudokammerigen Fruchtknotenverwachsen. Es sind viele Samenanlagen vorhanden. Die Narben sind kopfig, beziehungsweise unauffällig und gestutzt.
Kennzeichnend für die Gattung Vaccinium sind die eiförmigen bis kugeligen, fleischigen Beeren. Die bei Reife roten oder blauen Beeren enthalten zwei bis vierzig Samen. Die relativ kleinen, eiförmigen bis ellipsoiden Samen besitzen eine netzartige, harte oder schleimige Samenschale (Testa).
Botanik
Die Heidelbeere ist ein kleiner, 20-30cm hoher Halbstrauch und besitzt einen kriechenden Wurzelstock mit kantigen, zähen grünen Stängeln und Zweigen. Die Blätter sind kurzgestielt, klein gezähnt und eiförmig. Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln,  sind kugelig, hell-grün mit rötlichem Schimmer. Die etwa erbsengroßen Beeren werden schwarz und blau bereift, oben kreisförmig abschließend.
Geruch und Geschmack
Die Beeren sind geruchlos bzw. von einem feinen herben Geruch, nach Waldesfrische duftend. Die frischen Beeren schmecken säuerlich-süß, die getrockneten eher etwas herb. Der Saft der Beeren dunkelblau bis beinahe schwarz färbend.
Blütezeit
April bis Juni (Juli)
Beerenreife
Von Anfang Juli bis gegen Ende September
Standort
Die Heidelbeere lebt herdenweise auf frischen, feuchten aber humusreichen Wald- und Heideböden. Sie ist ein Kalkflüchter bzw. wird auf Kalk steril. Die Heidelbeere ist ein wichtiger Hummusbilder, verschlechtert aber gleichzeitig den Boden durch die Erzeugung von versäuertem Rohhumus und Ortssteinbildung.

Gartenkresse
Gartenkresse ist eine Pflanzenart aus der Gattung Kressen innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse. Es wird vermutet, dass die Gartenkresse aus West- oder Zentralasien stammt; dort kommt sie auch heute noch wild vor. Als Kulturpflanze wird sie vielseitig verwendet.
Die Gartenkresse wird meistens in Form von Keimlingen angebaut und verwendet. Die Pflänzchen keimen sehr schnell und sind innerhalb von einer Woche soweit, dass man sie essen kann. Im späten Winter kann man sie in einer Schale auf Küchenpapier im Haus anbauen und hat nach kürzester Zeit erste Anbauerfolge, lange bevor im Frühling das erste Gemüse sprießt. Die Kresse enthält Vitamin C und Senfölglykoside, die die Kresse würzig scharf machen.
Die Kresse erinnert mit ihrem scharfen, pfeffrigen Geschmack ein wenig an Meerrettich. Daher hat die Kresse, die reich an Vitamin A und C ist, wohl auch ihren Namen. Im Althochdeutschen hat das Wort cresso die Bedeutung von scharf.
Die bekanntesten Arten von Kresse sind Barbara-, Brunnen- und Gartenkresse, wobei es die Barbarakresse überwiegend in Wildwuchsform gibt. Bis zum Barbaratag (4. Dezember) sollte sie geerntet werden. Das größte Anbaugebiet der Brunnenkresse liegt im thüringischen Erfurt, nahe dem Dörfchen Dreienbrunnen.
Durch ihre höchst pikante Würzkraft sollte die Kresse in der Küche sehr sparsam zum Einsatz kommen. Gerne überlagert sie mit ihrem Aroma andere Zutaten. Sie ist bestens geeignet zum Würzen von Salaten, Quarkspeisen, Suppen und Soßen. Des Weiteren wird Kresse gerne als Brotaufstrich genommen. Als Saft ist sie oftmals wesentlicher Bestandteil einer Frühjahrskur. Starke Erhitzung bekommt der Kreisse nicht. Sie wird unansehnlich und verliert ihr Aroma.
Tipp: Soll die Kresse warmen Speisen beigemischt werden, so empfiehlt sich die Untermengung am Ende der Garzeit.
Kleines Blatt, geballte Kraft: Bereits geringe Mengen reichen aus, um mit Kresse ein Extra an Würze auf den Teller zu zaubern. Sie ist scharf und sehr markant im Geschmack. Alle Kressearten zeichnen sich durch ihren typischen senf- bis rettichartigen, leicht scharfen bis pfeffrigen Geschmack und Geruch aus. Garten- und Kapuzinerkresse können leicht selbst gezogen werden. Die Gartenkresse keimt sogar ohne Erde und kann sogar am Fensterbrett gezogen werden . . .
 
Steckbrief
Heilwirkung: anregend, harntreibend, Asthma, Frühjahrsmüdigkeit, Appetitlosig-keit, Verstopfung, Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung, Milch fördernd
wissenschaftlicher Name: Lepidium sativum
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name: Garden Cress
volkstümlicher Name: Kresse
Verwendete Pflanzenteile: Keimlinge, Kraut
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Ätherische Öle, Senfölglykoside, Schleim, Schwefel, Alka-loid
Sammelzeit: Frühjahr
Inhaltsstoffe, Geruch und Geschmack: Alle drei Kressearten zeichnen sich durch ihren typischen senf- bis rettichartigen, leicht scharfen bis pfeffrigen Geschmack und Geruch aus. Dieser beruht auf dem Vorkommen spezieller Scharfstoffe (Senf-ölen), die aus den im Pflanzengewebe vorhandenen Glukosinolaten dann entste-hen, wenn das Gewebe zerstört wird, z.B. wenn man in die Blätter beißt. Sie sind für die Pflanze ein Fraßschutz, für uns aber sehr nützlich. Sie zählen zu den se-kundären Pflanzenstoffen und haben zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen u.a. antioxidativ und das Immunsystem unterstützend.
Man findet die Glukosinolate auch in Kraut, Kohlsprossen und Kohlrabi, Gemüse das ebenfalls zur Pflanzenfamilie der Kreuzblütler gehört. Die Kressesorten liefern wertvolle Vitamine und Mineralstoffe wie z.B. Vitamin C, Vitamine der B-Gruppe und Vitamin E sowie Kalium und Kalzium.
 
Anwendung
Die Kresse regt Appetit und Stoffwechsel an und wirkt bei Frühjahrsmüdigkeit aufmunternd. Sie kann gegen Entzündungen der Harnorgane helfen. Die Kresse kann die Atmung erleichtern und dadurch Asthma lindern. Bei stillenden Müttern kann die Kresse die Milchbildung anregen. Am besten wendet man die Kresse frisch an, d.h. frisch auf Brot, in Salaten, Kräuterquarks oder Kräuterbutter.
Nutzung
Gartenkresse schmeckt roh leicht scharf, der Geschmack erinnert an Senf und Rettich, was am Gehalt an Senfölglycosiden liegt. In den Lebensmittelhandel gelangen und in der Küche verwendet werden vor allem die Keimlinge, die etwa eine Woche nach der Aussaat geerntet werden können. Verwendet werden die Sorten dieser Art frisch für kalte Aufstriche, besonders solche auf Frischkäse- oder Quarkbasis, und für Salate. Manchmal streut man die gehackten Blätter auf warme Speisen, wie Gemüsesuppen oder Eierspeisen. Auch beliebt sind gehackte Gartenkresseblätter auf Butter- oder Schmalzbrot. Die Gartenkresse gehört zu den sieben Kräutern in der Frankfurter Grünen Soße. Des Weiteren findet die Gartenkresse Verwendung in der Bioindikation. Bei diesem Kressetest kann anhand des Keimverhaltens eine Belastung von Luft, Wasser und Boden detektiert werden.
Verwendung und Zubereitung
Von allen Kressesorten werden die Blätter frisch gegessen. Sie sollten nicht erhitzt werden, da sich ein bitterer Geschmack entwickeln kann. Die Samen der Brunnen-kresse können als Pfefferersatz verwendet werden. Von der Kapuzinerkresse können auch Blüten sowie weiche Samen gegessen werden. Die Samen erinnern an Kren. Kresse ist nicht zum Trocknen geeignet.
Kresse wird v.a. für kalte Speisen als Würzkraut verwendet, z.B. Topfenaufstriche, zum Dekorieren und Belegen von Broten, Salaten. Warme Speisen wie z.B. Kartoffelgerichte, Eierspeise, Suppen, aber auch Fleisch und Fisch können mit Kresse bestreut und garniert werden. Die Samen der Kapuzinerkresse werden in Essig eingelegt als Kapernersatz gegessen.
 
Geschichte
Die meistverbreitete einjährige Gartenkresse stammt vermutlich aus dem vorderen Orient, ihre Samen wurden schon in alten Pharaonengräbern gefunden. Auch Grie-chen und Römer schätzten sie. Karl der Große verordnete ihren Anbau in seinen Kapitularien.
 
Kultur
Die Kultur der Gartenkresse kann auf unterschiedlichen Materialien und Erde stattfinden, wobei das traditionell genutzte Perlitsubstrat ebenso wie Celluloseflocken und geschäumte Kunststoffe zunehmend von Anzuchtvliesen aus Flachs- und Hanffasern verdrängt werden. Als Vorteile werden der geringere Düngebedarf, die rasche Auskeimung und der schnelle Wuchs der Kresse sowie die einfachere Entsorgung der Anzuchtvliese genannt.
 
Pflanzenkunde
Unter dem Überbegriff Kresse verbergen sich drei verschiedene Gattungen, die zu zwei unterschiedlichen Pflanzenfamilien gehören und sich vorrangig in ihrem Aussehen unterscheiden.
Zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) gehören:
Gartenkresse (Lepidium sativum) meist kurz Kresse genannt und
Brunnenkresse (Nasturtium officinale), auch Bach- oder Wasserkresse.
Zur Familie der Kapuzinerkressegewächse (Tropaeolaceae) gehört die:
Kapuzinerkresse oder Salatblume (Tropaeolum majus).
Die Gartenkresse ist ein einjähriges Kraut, das man an den kleinen, eiförmigen und gefiederten Blättern erkennt. Manche Sorten haben krausblättriges Aussehen. Bereits gekeimte Gartenkresse kann man mittlerweile in vielen Supermärkten, meist in kleinen Papierschalen, kaufen. Die Brunnenkresse ist eine mehrjährige Staude, die bevorzugt an sehr feuchten Stellen entlang von fließenden Gewässern wächst. Ihre Blätter sind eher rundlich. Die Kapuzinerkresse ist eine mehrjährige Pflanze und durch ihre meist orange gefärbten Blüten besonders auffällig. Sie ist auch eine beliebte Zierpflanze. Ihre Blätter sind mit bis zu sieben Zentimetern deutlich größer als die Blätter der anderen Kressen.
Tipp: Garten- und Kapuzinerkresse können leicht selbst gezogen werden: Gartenkresse keimt sogar ohne Erde z.B. in Keimschalen auf Watte in nur wenigen Tagen – feucht halten! Kapuzinerkresse mag es windgeschützt und eher trocken. Sie neigt zu Blattläusen und ist nicht winterhart.
 
Beschreibung
Die Gartenkresse ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis zu 40 Zentimetern. Die Stängel sind aufrecht, kahl, bläulich grün und nach oben verzweigt. Die Laubblätter sind dünn, hellgrün und wenigstens am Rande des Blattstiels borstlich behaart. Die Grundblätter sind meist leierförmig-fiederschnittig mit meist verkehrt-eiförmigen, eingeschnittenen oder gezähnten, stachelspitzigen Abschnitten. Die unteren Stängelblätter sind meist doppelt bis einfach fiederschnittig, mit gezähnten, stachelspitzigen Abschnitten. Die mittleren und oberen Stängelblätter sind von verschiedener Form, meist etwas fiedrig zerschlitzt, seltener nur gezähnt. Die obersten Stängelblätter sind meist linealisch, ganzrandig und spitz.
Die traubigen Blütenstände sind end- oder seitenständig. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier Kelchblätter sind bei einer Länge von 1 bis 1,5 Millimetern elliptisch und auf dem Rücken oft borstig-flaumig. Die vier weißen bis rosafarbenen Blütenkronblätter sind 1,5- bis 1,7-mal so lang wie die Kelchblätter; sie sind länglich-spatelförmig. Die Staubbeutel sind oft violett. Die Schoten sind meist 5 bis 6 Millimeter lang und 3 bis 4 Millimeter breit, etwas zusammengedrückt und von der Mitte bis zur Spitze deutlich geflügelt.

Bachblüten
Starke innere Verbundenheit mit anderen geliebten Personen (Red Chestnut)
Diese haben eine sehr starke innere Verbundenheit mit anderen geliebten Personen
Mit der Bachblüte können sie diese starke innere Verbundenheit lösen
Bachblüten
Man neigt dazu, schnell in innere Panik zu geraten (Rock Rose)
Sie neigen leicht dazu, schnell in innerer Panik zu geraten
Mit der Blüte können sie diese innere Panik überwinden
Allgemeine Aspekte der Ernährung bei Säuglingen
Die „falsche“ Ernährung
-     Kann den kindlichen Organismus überfordern
-     Kann den Säugling zu wenig Nährstoffen für sein Aufbau liefern
-     Kann zu einer Wasseransammlung führen
-     Kann die Widerstandskraft des Babys vermindern
-     Kann die Darmschleimhaut des Kindes schädigen und den Grundstein für lebens-lange Verdauungsbeschwerden legen
-     Kann Allergien auslösen
-     Kann eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung behindern
Stillen bietet genau das, was ein Säugling braucht
Während des ersten Lebensjahres sollten Babys gestillt werden, davon mindestens bis zum Beginn des fünften Lebensmonats ausschließlich. Auch nach Einführung der Beikost sollten Sie Ihr Baby weiter stillen, solange Sie und Ihr Baby dies möchten. Denn Stillen bietet die ideale Möglichkeit, Ihrem Baby genau das zu geben, was es gut gedeihen lässt: Die Muttermilch ist ganz auf die Bedürfnisse eines Säuglings abgestimmt, und wenn Ihr Baby an Ihrer Brust saugt, empfindet es Geborgenheit, Sicherheit und Schutz.
Das gilt für alle Säuglinge, auch für Kinder mit Allergierisiko und solche, die eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung haben. Auch die meisten Kinder mit dem Down-Syndrom (Trisomie 21) können zum Beispiel gestillt werden. Bei Verformungen des Kiefers gibt es spezielle Hilfsmittel. Bei Schluckschwierigkeiten kann es manchmal nötig sein, das Kind anfangs über eine Sonde zu ernähren. Es gibt jedoch Beeinträchtigungen – zum Beispiel ein zu schwacher Saugreflex oder ein schwerer Herzfehler – die das Stillen unmöglich machen. Doch auch wenn Ihr Baby die Flasche bekommt, wird es mit Ihrer liebevollen Zuwendung und Aufmerksamkeit prächtig gedeihen.

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