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BRAUNELLE
Die kleine Braunelle, auch Brunelle genannt, ist in Europa weit verbreitet. Sie wächst auf feuchten Wiesen bis in die Höhe von 2000 Meter, ist also auch im Mittelgebirge häufig anzutreffen. Da die Braunelle aber so klein ist, sie wird gerade einmal zwanzig Zentimeter hoch, muss man genau hinschauen, um sie zu entdecken. Dank ihrer ätherischen Öle und Gerbstoffe kann sie sowohl gegen Atemwegserkrankungen und Probleme der Verdauungsorgane helfen. Früher wurde sie vor allem gegen Diphterie eingesetzt.
Die Kleine Braunelle fällt schnell durch ihre farbenfrohen violetten Blüten auf. Das bei uns häufig vorkommende Wildkraut, das botanisch als Prunella vulgaris bezeichnet wird, ist eine beliebte Bienenstaude. Die essbaren und bitter schmeckenden Blätter und Blüten der Braunelle können vielseitig in der Küche verwendet werden. Die Inhaltsstoffe der Braunelle sind auch medizinisch interessant und werden heute in der Traditionellen Chinesischen Medizin verwendet.
 
Anwendung
Die Kleine Braunelle wurde im Mittelalter zur Behandlung der Diphtherie (Bräune-Krankheit), welche Verfärbungen im Rachen hervorruft, verwendet. Junge, nicht-blühende Pflanzenteile können auch als Salat oder als Gewürz verwendet werden. Die Kleine Braunelle enthält Gerbstoffe, Flavonoide, Terpene, Triterpene, Saponine und andere wirksame Bestandteile. Sie wird im asiatischen Raum als traditionelle Heilpflanze bei verschiedenen Beschwerden angewandt. In Europa ist sie mittlerweile weniger bekannt. Eventuelle adstringierende Anwendungen sind durch die enthaltenen Gerbstoffe erklärbar, und die bekannten Terpene wirken natürlich genauso wie in anderen ätherischen Ölen. Die in der Kleinen Braunelle enthaltene Rosmarinsäure ist die Ursache für ihre Anwendung in der Kosmetikindustrie, die sie in Präparaten zum Schutz der Haut vor Ultraviolett-Strahlung verarbeitet. Zubereitungen aus der Fruchtähre sind bei Mäusen immunsuppressiv. Andererseits konnte in einer Labor-Studie von 1986 einem Inhaltsstoff der Kleinen Braunelle, dem Polysaccharid Prunellin, eine gewisse Aktivität gegen das HI-Virus belegt werden und in einer anderen Labor-Studie die Wirksamkeit gegen Herpes simplex-Stämme gezeigt werden, die gegen Aciclovir resistent waren.
Halsentzündungen
Die Braunelle ist aber immer noch eine Heilpflanze, die man gegen Halsentzündungen einsetzen kann. Dazu bereitet man aus dem Kraut der Braunelle einen Tee und trinkt ihn in kleinen Schlucken. Auch Gurgeln mit dem Tee ist hilfreich bei Entzündungen des Rachenraums. Für den Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel des Krautes mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt den Tee zehn Minuten ziehen. Abseihen und dann trinken.
Hoher Blutdruck
Außerdem senkt die Braunelle den Blutdruck, was ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet für diese Pflanze ist. Vor allem eines, das in unserer Zeit besonders wichtig ist, weil der Bluthochdruck zu einer häufigen Gesundheitsgefahr geworden ist.
Verdauungsschwäche
Dank ihrer krampflösenden Eigenschaften und der Bitterstoffe hilft die Braunelle auch gegen Probleme der Verdauungsorgane. Sie lindert Blähungen und Magenkrämpfe.
Frauenbeschwerden
Da die Braunelle östrogenähnliche Substanzen enthält, müsste sie auch gegen Menstruationsbeschwerden und Probleme der Wechseljahre helfen. Sie kann möglicherweise dank ihrer Substanz Stigmasterol den Eisprung fördern.
 
Pflanzenbeschreibung
Die kleine Braunelle ist in Mitteleuropa heimisch. Sie wächst auf Wiesen, wobei sie sowohl auf Halbtrockenrasen als auch auf Moorwiesen vorkommt. Außerdem kommt sie auf Waldlichtungen und an Ufern vor. Sie liebt stickstoffhaltigen Lehmboden, der ausreichend feucht ist. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 20 cm hoch. Man muss sich also stark herunterbeugen, um die Pflanze genau in Augenschein nehmen zu können. Die eiförmigen, länglichen Blätter wachsen gekreuzt gegenständig direkt am Stängel. Zwischen Mai und Oktober blüht die kleine Braunelle. Einige violette Lippenblüten wachsen an einem dicken, rötlichen Blütenstand, der an einen Kolben erinnert.
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, blutstillend, harntreibend, krampflösend, tonisierend, Fieber, Halsentzündung, Angina, Blähungen, Magenschwäche, Würmer, Bluthochdruck, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, Wunden, Hautentzündungen
wissenschaftlicher Name: Brunella vulgaris, Prunella vulgaris
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
volkstümliche Namen: Brunelle, Kleine Prunelle
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Alkaloid, Ätherische Öle, Bitterstoff, Cumarine, Cyanidin, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Hyperosid, Kaempferol, Beta-Sitosterol, Stigmasterol
Sammelzeit: Mai bis Oktober

ERDRAUCH
Der Erdrauch ist die namensgebende Pflanzengattung der Unterfamilie der Erdrauchgewächse aus der Familie der Mohngewächse.
Früher war der Erdrauch, der auf Äckern und an Wegen als Unkraut wächst, eine wichtige und geehrte Heilpflanze. Das zeigt auch das officinalis in seinem wissenschaftlichen Namen Fumaria officinalis. Heutzutage wird er jedoch kaum noch verwendet, weil der Hauptwirkstoff, das Alkaloid Fumarin, im Ruf steht, leicht giftig zu sein. Diesen Ruf teilt das Fumarin jedoch mit zahlreichen anderen Pflanzenwirkstoffen, denn alles was wirken soll, ist naturgemäß in höherer Dosierung giftig, wie schon Paracelsus wusste. Der Erdrauch hat eine ausgeprägte Wirkung auf die Funktion der Gallenblase. Die Wirkung ist regulierend, das heißt, eine zu starke Gallensekretion durch die Leber wird abgemildert, eine zu schwache Gallenfunktion wird verstärkt. Auch der Abfluss des Gallensaftes in den Darm wird durch den Erdrauch erleichtert.
 
Anwendung
Schon in der Antike galt der Erdrauch als wichtige Heilpflanze gegen Lebererkrankungen. Doch heutzutage wird der Erdrauch kaum noch in der Pflanzenheilkunde eingesetzt. Die häufigste Art, Erdrauch anzuwenden ist der Tee. Da die Inhaltstoffe des Erdrauchs nicht völlig unproblematisch sind, sollte man den Erdrauch am besten in Mischtees anwenden, damit man nicht so große Mengen des Erdrauchs zu sich nimmt. Ein Tee aus Erdrauchkraut gilt als pflanzliches Arzneimittel bei Verdauungsbeschwerden, insbesondere bei krampfartigen Beschwerden im Bereich der Gallenblase und der Gallenwege sowie des Magen-Darm-Traktes.
Innerlich
Erdrauch kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Gallenschwäche und Leberprobleme einsetzen. Außerdem hilft Erdrauch gegen Verstopfung und andere Probleme des Verdauungsapparates. Hinzu kommt die Anwendung gegen Migräne, Kopfschmerzen und depressive Verstimmungen.
Äußerlich
Äußerlich kann man Erdrauch-Tee in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man Ekzeme lindern. Erdrauch hilft äußerlich eingesetzt auch gegen andere Hautentzündungen.
Nebenwirkungen
Bei sachgemäßer Anwendung sind nur selten Nebenwirkungen zu erwarten. Bei übermäßiger Anwendung können die in der Pflanze enthaltenen Alkaloide Bauchschmerzen und Übelkeit auslösen.
 
Pflanzenbeschreibung
 
Der gewöhnliche Erdrauch ist in Europa und Asien heimisch. Er wächst bevorzugt an nährstoffreichen, bearbeiteten Stellen. Daher ist er vor allem an Ackerrändern, in Gärten und in Weinbergen anzutreffen. Die einjährige Pflanze wird bis zu fünfzig Zentimeter groß. Die gefiederten Blätter hat sehr feine Einzelblättchen, sodass die gesamte Pflanze von fern rauchartig wirkt, was dem Erdrauch wohl den Namen eingebracht hat. Zwischen Mai und Oktober blüht der Erdrauch mit roten Blüten. Die Blüten wachsen in aufrechten Trauben. Die Einzelblüten sind asymetrisch und erinnern an Lippenblüten.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Gallenschwäche
Heilwirkung: blutreinigend, harntreibend, krampflösend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Verstopfung, Würmer, Hämorrhoiden, Leberschwäche, Gallenkoliken, Migräne, Depressionen Hypochondrie, Hautprobleme, Hautentzündungen, Ekzeme
wissenschaftlicher Name: Fumaria officinalis
Pflanzenfamilie: Mohngewächse = Papaveraceae
englischer Name: Fumitory
volkstümliche Namen: Echter Erdrauch, Gemeiner Erdrauch, Gewöhnlicher Erdrauch
Inhaltsstoffe: Alkaloide, Flavonoide, Fumarin, Protopin, Fumarsäure, Gerbsäure, Schleim
Sammelzeit: Mai bis Oktober

BACHBLÜTE MIMULUS
Aus Ängstlichkeit innerlich angespannt, zeitweise Sprachschwierigkeiten oder Stottern, nervöses Lachen, man redet aus Nervosität besonders viel
Diese sind innerlich so sehr durch ihre Ängstlichkeit angespannt, haben zeitweise Sprachschwierigkeiten oder Stottern sogar, haben ein nervöses Lächeln und reden aus der Nervosität recht viel
Mit der Bachblüte können sie diese Ängstlichkeiten besiegen

BACHBLÜTE MUSTARD
Man findet keinen logischen Zusammenhang zwischen diesem Zustand und seinem sonstigen Leben
Diese finden keinen logischen Zusammenhang zwischen diesem Zustand und deren sonstigen Leben
Mit der Blüte können sie den logischen Zusammenhang zwischen Zustand und Leben finden

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Augenerkrankungen
ENTZÜNDETE, TRÄNENDE AUGEN
Wermutwein
Zutaten: 40ml Wermutfrühlingssaft, 1l Wein, 150g Honig
Zubereitung: Den Wermutfrühlingssaft in den siedenden Wein mit Honig gießen, sofort vom Herd nehmen, abseihen und heiß in ein steriles Gefäß füllen. Von Mai bis Oktober jeden zweiten Tag von jeweils 1 Likörglas vor dem Frühstückstück trinken.
Als weitere Maßnahmen gegen tränenden Augen und als umfassende Stärkungsmittel für die Augen empfiehlt Hildegard Rosenblätter sowie Wiesengrün-Wasser-Behandlung und frische Frühlingsapfelbaumblätter.
Rosenblätter
Taufrische Rosenblätter morgens auf die Augen legen, 15 Minuten einwirken lassen.

ZUBEREITUNG DER HEILMITTEL (Kneipp)
Tee
Zu einer Tasse Tee nimmt man von getrockneten Kräutern (über das Trocknen lese man bei den Tinkturen und Extrakten nach) gewöhnlich so viel, wie man mit drei Fingern fassen kann oder in Gramm ausgewogen neun Gramm.
Wurzeln, Rinden, Beeren und harte Kräuterstängel werden längere Zeit gekocht, während man Blätter und Blüten nur mit siedend heißem Wasser übergießt, bis zur Erkaltung stehen läßt und dann zum Gebrauch durchseiht.
Beeren und Kerne werden vorher zerdrückt. Hat man Rinde, Blüten und Blätter miteinander zu einem Tee zu verwenden, so kocht man zuerst die Rinde und gibt dann Blätter und Blüten dazu, der Tee wird dann feiner und das Aroma der Blüten bleibt.
In dieser Weise bereiteter Tee hat den feinsten Geschmack mit dem besten, jeder Pflanze eigentümlichen Aroma, aber es ist nicht der kräftigste Tee.

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