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FABIANAKRAUT
Fabiana imbricata ist eine Pflanzenart aus der Gattung Fabiana in der Familie der Nachtschattengewächse. Handelsname oft Pichi Pichi.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Blasenentzündungen
wissenschaftlicher Name: Fabiana imbricata
Verwendete Pflanzenteile: Krautspitzen
 
Verwendung
Der Strauch findet in der südamerikanischen Volksheilkunde gebrauch und wird in Chile bevorzugt als starkes Diuretikum eingesetzt. Angeblich soll die Droge einen wurmtreibenden Effekt auf Nutztiere ausüben. Die homöopathische Anwendung stellt ein Extrakt der Zweigspitzen oder der Rinde in Form einer Urtinktur dar. Die Indianer Nordchiles veräuchern Fabiana in rituellen Zeremonien, um so unwillkommene Geister und Dämonen fernzuhalten. Der inhalierte Rauch soll leichte Euphorie verursachen und im kulturellen Rahmen wohl "ekstatische" Berauschung auslösen können.
 
Beschreibung
Fabiana imbricata ist ein Strauch mit einer Höhe von bis zu 3,5 m. An den Hauptzweigen stehen dachziegel-artig angeordnet eiförmige, verkahlende Laubblätter. Die Blüten stehen endständig und sind nahezu aufsitzend, die Blütenstiele sind nur 0,5 bis 1,2 mm lang. Der Kelch ist becherförmig und mit stumpfen Kelchzähnen besetzt, er erreicht eine Länge von 2,5 bis 3 mm. Die Krone ist trichterförmig, meist weiß, ab und an jedoch auch hell lila, gelb oder bläulich und wird 14 bis 20 mm lang. Die Kronlappen sind abstehend oder zurückgebogen. Die Staubblätter sind zweigestaltig, die Staubbeutel eiförmig und 1,2 bis 1,5 mm lang, sowie 1 mm breit. Die Theken stehen getrennt. Die Narbe ist leicht gespalten.

GALGANT
Der Galgant ist ein Verwandter des Ingwers, der in Asien heimisch ist. Schon Hildegard von Bingen liebte und empfahl den scharfen Wurzelstock des Galgants zur Stärkung der Verdauung. In Asien ist der Galgant ein beliebtes Gewürz und wird auch in der Heilkunde verwendet. Der Name Galgant wird übrigens für vier verschiedene Pflanzenarten aus der Ingwerfamilie verwendet. Gemeinsam ist allen, dass sie scharf sind und die Verdauung stärken. Der Echte Galgant, auch Galgantwurzel, Kleiner Galgant, Galgant oder Siam-Galgant genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Ingwergewächse gehört. Er wird als Gewürz- und Heilpflanze verwendet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: entzündungshemmend, Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Gallensaftfördernd, Menstruationsfördernd
wissenschaftlicher Name: Alpina officinarum, Alpinia galanga
englischer Name: Chinese Ginger
falsche Schreibweisen: Galant
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Kampfer, Eugenol, Gerbsäure
Sammelzeit: Herbst
 
Anwendung
Das bis zu einem Meter lange Rhizom wird als Speisegewürz verwendet. Es riecht würzig und schmeckt bitter aromatisch sowie schwach brennend, erinnert etwas an Ingwer. Galgant ist Bestandteil von Gewürzmischungen (zum Beispiel Curry oder Leberwurstgewürz) und wird auch bei der Herstellung von Kräuterlikören und Limonaden (z. B. Cola) geschätzt. Der gemahlene, als Gewürz verwendete Wurzelstock wird auch als Laospulver bezeichnet. Die Pflanzenheilkunde verwendet das im Rhizom vorhandene ätherische Öl mit Gingerolen, Galangol, Flavonoiden und Gerbstoff. Neben der Anregung der Verdauung wirken die Inhaltsstoffe krampflösend sowie bakterien- und entzündungshemmend. Dadurch bietet sich eine Verwendung bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl sowie bei leichten krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich an. Neben fungiziden Wirkungen konnten tumorhemmende Effekte des Galgant nachgewiesen werden und er vermag im Zusammenspiel mit zytostatischen Mitteln zytotoxische Eigenschaften von Chemotherapien zu unterdrücken. Nebenwirkungen und Kontraindikationen sind nicht bekannt.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Echte Galgant ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 1,50 Meter erreicht. Es werden schlank-zylindrische, horizontal auswachsende Rhizome als Überdauerungsorgane gebildet. Die ganzrandigen Laubblätter sind ungestielt; sie werden 20 bis 30cm lang und 1 bis 2,5cm breit. Es werden traubige Blütenstände mit kleinen Hochblättern gebildet. Die zwittrigen Blüten sind weiß mit rötlichen Linien. Die verwachsenen Kelchblätter sind etwa 1,5cm lang. Die zu einer Röhre verwachsenen Kronblätter sind 8 bis 10 cm lang. Der Fruchtknoten ist behaart. Es wird eine rundliche, rote Kapselfrucht gebildet mit etwa 1cm Durchmesser. Sie blüht von April bis September und fruchtet von Mai bis November.

BACHBLÜTE VERVAIN
Ich bin mit anderen streng                 
Diese Menschen sind zu ihren Mitmenschen streng
Mit der Blüte kann diese Strenge gelöst werden

BACHBLÜTE VINE
Ich bin intolerant                                
Sie sind mit sich selbst bzw. mit ihrer Umgebung intolerant
Mit der Blüte Vine können sie wieder toleranter werden

Grundlagen der Hildegardmedizin
Grundlegend bei Hildegard ist die „2-Säfte-Lehre“ des Claudius Galenus von Pergamon, der im zweiten Jahrhundert Leibarzt des römischen Kaisers Marc Aurel war. Galen, so wird er genannt, dass vier Säfte im menschlichen Körper wirksam sind und diese Säfte müssen im Gleichgewicht sein. Jeder dieser Säfte entspricht einem der Elemente:
Erde – Schwarzgalle
Wasser – Schleim
Luft – Blut
Feuer – rote Galle
Jeder Saft, jedes Element wird auch noch weiter definiert als warm oder kalt, trocken oder feucht. Das ist ein gängiger Begriff des damaligen medizinischen Denken.
Erde – kalt und trocken
Wasser – kalt und feucht
Luft – warm und feucht
Feuer – warm und trocken
Sind nun die Elemente – die Säfte – im Ungleichgewicht, so wird durch Kräuter oder Gewürze ausgeglichen: Fehlt Wärme, gibt man die entsprechende Pflanze: „Trockene“ Kräuter nehmen die Feuchtigkeit, „warme“ die Kälte.
Hildegard von Bingen
Fenchel
… macht den Menschen fröhlich, vermittelt angenehme Wärme und guten Schweiß und er vierursacht gute Verdauung.
Salz
Ist sehr warm und etwas feucht. Wenn der Mensch die Speisen ohne Salz isst, mach es ihn innerlich Lau, wenn es mäßig isst, stärkt und heilt es ihn. Wer aber eine zu stark gesalzene Speise isst, den macht es innerlich dürr und schadet ihn.

Stoffwechselkrankheiten
Fettsucht
Jedermann kann von der Fettsucht befallen werden, aber die Frauen scheinen zu diesem übel fast noch mehr veranlagt zu sein als die Männer. Diese Fettleibigkeit kann sich auch vererben auf das eine oder andere Kind. Ich habe Leute gekannt, die gerade deshalb wenig gegessen und getrunken haben, um von diesem Übel verschont zu werden, die aber dessen ungeachtet kugelrund geworden sind.
Weil die korpulenten Leute gewöhnlich schwaches Blut haben, so ergibt sich daraus, daß bei denselben solches Blut gebildet wird, welches weniger in Muskelfleisch als vielmehr in Fett übergeht. Bei manchen tritt Verfettung des Herzens und der inneren Organe ein, wodurch die Tätigkeit derselben gehemmt wird, immer größere Schlaffheit sich einstellt und nach und nach die Maschine ganz stillsteht, ein Herzschlag macht meistens ihrem Leben ein Ende. Wenn aber die Herztätigkeit abnimmt, schwellen gewöhnlich die Füße an, infolge der Störungen in der Zirkulation des Blutes kommen dann auch Gebrechen in den Nieren vor, wo sich ebenfalls Anstauungen bilden, so daß schließlich auch dadurch Wassersucht eintreten kann. Und weil die Organe bei solchen Leuten ohnehin schwächlich sind und sich zu viel Fett gebildet hat, so leiden sie öfter an Schlaganfällen und erliegen denselben.
Der Fettsüchtige ist ein Schwächling, der gekräftigt werden muss, deshalb müssen solche Anwendungen gegeben werden, die den ganzen Organismus kräftigen. Der Körper des Fettsüchtigen ist schwammig, schlaff und enthält viele überflüssige Stoffe, in der Wassertherapie muß also auf Entfernung und Abstoßung derselben hingearbeitet werden, damit die Organe wieder in den normalen Zustand kommen.

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