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Eiche
Die Eiche gilt in Deutschland als der König der Bäume, was auch durch das langlebige, stabile Holz gerechtfertigt ist. Die Eicheln, die im Herbst heranreifen, schmecken zwar bitter, aber durch ausgiebiges Wässern kann man die Bitterstoffe entfernen und die getrockneten Früchte zu Mehl verarbeiten, was so manche Hungersnot gelindert hat. Auch als Kaffeeersatz eignen sich die Eicheln, wenn man sie röstet und mahlt. Die Rinde der Eiche wirkt stark zusammenziehend, was sie zu einem wertvollen Heilmittel bei Blutungen und Entzündungen macht. Sie wird vor allem äußerlich als Bad oder Umschlag angewendet. Die Blüte der Eiche wird als Bachblüte Oak eingesetzt. Die Eichen sind eine Pflanzengattung in der Familie der Buchengewächse.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Ekzeme, Schlecht heilende Wunden, Durchfall
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend
Anwendungsbereiche: Halsschmerzen, Mundschleimhautentzündungen, Durchfall, Magenschleimhautentzündungen, Magengeschwüre, Darmschleimhautentzündungen, Hämorrhoiden, Blutzucker senkend, Diabetes (leichte), Blasenentzündung, Augenlidentzündungen, Ekzeme, Fußschweiß, Fußpilz, Frostbeulen, Krampfadern, Brandwunden (leichte), Furunkel, Zahnfleischbluten, Druckgeschwüre (Dekubitus), Schnittwunden, Afterjucken
wissenschaftlicher Name: Quercus robur, Quercus pedunculata, Quercus petraea, Quercus sessiliflora
Pflanzenfamilie: Buchengewächse = Fagaceae
englischer Name: Oak
volkstümliche Namen: Stieleiche, Sommereiche, Deutsche Eiche, Traubeneiche, Wintereiche, Eke, Eik, Ferkeleiche, Masteiche, Oachen
Verwendete Pflanzenteile: Rinde, Eicheln
Inhaltsstoffe: Gerbstoff, Gerbsäure, Tannine, Bitterstoff, Gallussäure, Quercin, Quercetin
Sammelzeit: Rinde: März bis Mai, Eicheln: Oktober
 
Anwendung
Als heilkräftiger Pflanzenteil der Eiche wird die Rinde der dünnen Äste und Zweige verwendet. Die Rinde enthält sehr viele Gerbstoffe und daher ist die Eiche eine wichtige Gerbstoffpflanze. Eichenrinde kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die häufigste Art, Eichenrinde anzuwenden ist äußerlich bei Ekzeme und schlecht heilende Wunden. Innerlich wird Eichenrinde als Mittel gegen Durchfall und Darmentzündungen verwendet.
Tee
Für einen Eichenrindentee (Abkochung) übergießt man ein bis zwei Teelöffel Eichenrinde mit einer Tasse kaltem Wasser und lässt das Wasser mit der Eichenrinde zusammen aufkochen. Den Eichenrindentee lässt man drei bis fünf Minuten kochen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken oder äußerlich anwenden. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.
Tinktur
Tinkturen aus Eichenrinde sind weniger gebräuchlich aber durchaus möglich. Um eine Eichenrindentinktur selbst herzustellen, übergießt man Eichenrinde in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein oder wendet sie verdünnt äußerlich an. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Innerlich
Eichenrinde kann man innerlich, als Tee gegen Durchfall einsetzen. Außerdem hilft Eiche bei Magen- und Darmgeschwüre, denn sie wirkt entzündungshemmend und kann gleichzeitig die offenen Geschwüre quasi zusammenziehen und ihre Abheilung beschleunigen. Bei Formen von Diabetes, die mit Entzündungen der Verdauungsorgane einhergehen, kann Eichenrindentee lindernd wirken. Man kann Eichenrinde auch bei leichte innere Blutungen anwenden, natürlich nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum gurgelt man mehrmals täglich mit lauwarmem Eichenrinden-Tee.
Äußerlich
Äußerlich kann man Eichenrinden-Tee in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man schlecht heilende Wunden und Geschwüre, wie beispielsweise Dekubitus lindern. Eichenrindenbäder können auch bei Fußpilz helfen. Eichenrinde hilft äußerlich eingesetzt auch bei Ekzeme. Krampfadern oder Hämorrhoiden schrumpfen durch die Behandlung mit Eichenrinde.
Heilkräftige Pflanzenteile
Als Heilpflanzen sind beide Arten vollkommen gleichwertig. Man sammelt die Rinde von den dünnen Ästchen oder jüngeren Zweigen, von Mai bis Juni.
Die Früchte, Eicheln genannt werden im September und Oktober gesammelt. Der Geruch der Rinde ist eigentümlich herb, der Geschmack herb, zusammenziehend, lohartig und bitter.
Die Eichenrinde wird geschält und im Schatten getrocknet. Die wirksamste Rinde ist die von möglichst jungen Zweigen und Ästchen.
Heil- und Inhaltsstoffen
Enthält die Rinde reichlich Gerbstoff, Eichengerbsäure, Ellagsäure, Gallussäure und fettes Öl.
Vor allem die gerbstoffhaltigen Bestandteile und die Eichengerbsäure der Eiche ergeben ein reichhaltig heilsames Anwendungsgebiet. An der Spitze der Ausführungen sei die Verwendung des Eichenrindentees gegen die entzündlichen Erkrankungen der Magen- und Darmschleimhäute genannt, wobei zur Bekämpfung von Darmkatarrhen in tiefer gelegenen Darmabschnitten der Eichenrindentee besonders wirksam ist. Dieser Tee wirkt auch leicht stopfend, wenn die Durchfälle auf eine Darmentzündung zurückzuführen sind. bei rein nervösen Darmbeschwerden ist jedoch der Eichenrindentee nicht angezeigt. Bei Magen- und Darmgeschwüren kann der Eichenrindentee sehr empfohlen werden, da die blutstillende und gewebsverdichtende Wirkung bald eine wesentliche Erleichterung und Abheilung herbeiführt.
Aber nicht nur bei akuten Magen- und Darmentzündungen, sondern auch bei allen chronischen Entzündungserscheinungen der Niere, bei Gelbsucht und Leberschwellung und bei jener Art von Zuckerkrankheit, die durch schwere Magen- und Darmentzündung entfacht wird und bei Abklingen derselben wieder zurückgeht, kann der Eichenrindentee bestens empfohlen werden.
Der Teeabsud von Eichenrinden ist die beste und sicherste ERSTE HILFE bei Vergiftungen durch Herbstzeitlose, Nachtschatten, giftige Pilze bzw. Schwämme und Stechapfel. Auch schwere Nikotinvergiftung kann wirkungsvoll damit bekämpft werden.
Die Eichenrindentee hat schon vielen bei Bluthusten, Blutbrechen und sonstigen inneren Blutungen geholfen, wenn alle anderen Mittel versagt haben.
Warme Sitzbäder mit Eichenrindenabkochung sind bei Mastdarmvorfall angezeigt und wird die Heilwirkung erhöht, wenn anschließend an das Bad mit einer verdünnten Abkochung von Eichenrinde ein Klistier vorgenommen wird. Auch Mastdarmfisteln werden durch diese Heilbehandlung zum Abklingen gebracht.
Will man die stopfende Wirkung des Eichenrindentees bei innerlichem Gebrauch schwächen, so füge man die Eichenrinde die halbe Menge Faulbaumrinde bei.
Bei Hämorrhoiden, Afterfisteln oder bei Weißfluss sei ein Klistier angeraten, das aus einer Teemischung von gleichen Teilen Eichenrinde, Kamille und Salbei besteht.
Zum äußerlichen Gebrauch eignet sich der Eichenrindenabsud ebenfalls gegen eine ganze Reihe von Leiden und Beschwerden. So werden vor allem Wunden, Eiterungen und Geschwü-re sehr erfolgreich durch Bäder und Umschläge oder durch beide Behandlungsarten geheilt. Bei Fußschweiß werden tägliche Bäder empfohlen, doch helfen diese Bäder nur dann, wenn den Ursachen des abnormen Fußschweißes nachgegangen  und diese Ursachen des abnormen Fußschweißes nachgegangen und diese Ursachen behoben werden. Frostbeulen werden durch warme Eichenrindenbäder günstig beeinflusst und die Schmerzen gelindert.
Bei leichten Brüchen bereiten Säckchen mit gefüllter, gemahlener eichenrinde, feuchtwarm aufgelegt, Erleichterung und Abheilung.
Die Umschläge bzw. Bäder können wir bereits bei Kleinkindern vornehmen, bei Ausschlägen oder wenn sie skrofulöse Anzeichen aufweisen.
ANWENDUNG DER GALLÄPFEL: Galläpfel sind nichts anderes, als die durch den Stich der Gallwespe erzeugte Auswüchse auf den Stielen und blättern der Eichen. Die zu Pulver gestossenen Galläpfel streut man auf blutende Wunden und wird durch die zusammenziehende Kraft des reichlichen Gerbstoffes, der in den Galläpfeln enthalten ist, die Blutungen der Wunden bald aufhören. Diese Pulver beseitigt auch das faule Fleisch auf alten Wunden, dieselben schließen sich in der Folge narbenlos zu.
Gegen heftiges Erbrechen siede man Galläpfel in ½ Liter Essige und ½ Liter Regenwasser gemischt, tauche Tücher darein, drücke sie etwas aus und lege dieselben möglichst warm auf den Magen.
Bei Blei-, Kupfer- und Zinnvergiftung nehme man reichlich Galläpfelpulver ein. Die Gallöpfel sind offizienell (Gallae).
RICHTIGE ZUBEREITUNG VON EICHELKAFFEE: Der Eichelkaffee wird besonders bei der Englischen Krankheit der Kinder bei Skrofeln sowie bei Ruhr und Blasenleiden empfohlen. Alle Personen, die an übermäßiger Magerkeit leiden, zu Drüsenschwellungen, Ekzemen und Augenkatarrhen neigen, sollten den Eichelkaffee mindestens 1- bis 2mal wöchentlich regelmäßig trinken, wodurch bald eine Besserung eintreten würde.
Bei fortgeschrittenen Leiden ist eine öftere Anwendung angezeigt. Da die Bereitung jedoch sehr oft völlig unrichtig erfolgt, sei hier die richtige Zubereitung wiedergegeben.
Im Herbst, wenn die Eicheln reif sind, also von selbst abfallen, werden sie gesammelt. Die Kerne geschält, in kleine Stückchen in Größe von Kaffeebohnen geschnitten und bei nicht zu heißem Feuer geröstet. Die Aufbewahrung geschieht am besten in einem dichtverschlossenen und dunklen Glas. Es ist nicht ratsam, die Eicheln vor dem Rösten mit kochendem Wasser abzubrühen, um ihnen das Bittere zu nehmen. Es geht nicht nur der charakteristische Geschmack, sondern auch der Gehalt an Nähr- und Heilstoffen verloren. Die Eicheln enthalten außer dem Gerbstoff große Mengen von Stärke, Zucker, Eiweiß und Fett. Die zerkleinerten Eicheln werden wie Kaffeebohnen geröstet, aber nicht schwarz, sondern nur gut braun. Zu stark geröstete Eicheln verlieren den Geschmack und die Heilkraft. Auch werden die Eicheln nicht gemahlen, sondern in einem Mörser zu grobem Pulver gestoßen. Die Zerstoßen im Mörser muss unmittelbar nach dem Rösten erfolgen, da die Eicheln bald zäh werden. Das Eichelpulver wird mit heißem Wasser aufgesetzt und etwa 10 Minuten lang gekocht, abgeseiht, dann mit Zucker und zuletzt erst mit Milch vermengt.
Anwendung in der Volksheilkunde
Gegen geschwollene Füße wird ein Mischtee, bestehend aus gleichen Teilen Eichenrinde, Wermut und Zinnkraut empfohlen. Man verwendet einen Esslöffel von dieser Mischung für 1 Tasse im Aufguss und nimmt diesen Mischtee eßlöffelweise ein.
Eichelwasser gegen Milzerkrankung: Eicheln werden im reifen Zustande geschält und mit dem Messer fein geschabt. Das Geschabte wird mit etwa der 3fachen Menge Branntwein 1 Tag angesetzt und dann abgeseiht. Hievon nehme man täglich 3mal am Tage je 2 Teelöffel voll. Dieser Ansatz wird in der Volksmedizin als ein gutes Mittel geschätzt, um milz- und nierenkran-ken Säufern die Wassersucht zu heilen.
Eichenlohbäder werden bei Ekzemen und sonstigen Hautunreinigkeiten empfohlen.
Eine Abkochung von jungen Eichenrinden, davon wiederholt am Tage Umschläge um den Hals gemacht, wird als kropfheilendes Mittelgepriesen.
Gegen die lästige Schuppenflechte nehme man innerlich Eichenrindentee ein und bade außerdem die befallenen Hautstellen sehr fleißig mit einem Eichenrindenabsud.
Bei starkem Durchfall wird ein Mischtee aus gleichen Teilen Eichenrinde und Rosskastanienrinde hergestellt, 2 Teelöffel dieser Mischung kurz aufgekocht und schluckweise getrunken. Kein Zucker- und Honigzusatz!
Anwendung in der Tiermedizin
Eichenrindentee wird dem Vieh gegen bösartiges Drüsenfieber, gegen Nervenfieber, Wurmkolik und Durchfall eingegeben.
Stuten, die zwar normal aufnehmen, doch nicht trächtig werden, erhalten am Tage ½ bis 1 Liter Eichenrindentee.
Umschläge von Eichenrindenabsud sind gegen den gefährlichen Milzbrand-Karbunkel von bester Wirkung.
Mooreiche
Mooreichen im Naturerlebnisraum Burg (Dithmarschen) am Waldmuseum Informationen zum Alter dieser Stämme. Eine Besonderheit stellt die Mooreiche dar. Dabei handelt es sich nicht um eine Baumart, sondern um Eichenstämme, die über Jahrhunderte in Mooren, Sümpfen oder in Flussufern gelegen hatten und ausgegraben wurden. Die Gerbsäure des Eichenholzes verbindet sich mit den Eisensalzen des Wassers, wodurch das Holz sehr hart wird und sich stark verfärbt. Die Verfärbung kann sehr unregelmäßig sein und variiert von hellgrau über dunkelgelb, dunkelbraun, blaugrau bis tiefschwarz. Diese subfossilen Eichen können 600 bis 8500 Jahre alt sein.
Eicheln
Die Früchte (Eicheln) sind reich an Kohlenhydraten und Proteinen und wurden zur Eichelmastgenutzt. Man trieb die Schweine zur Waldweide in die Wälder. In ur- und frühgeschichtlicher Zeit sowie in Notzeiten wurden Eicheln von Menschen als Nahrungsmittel genutzt. Von nordamerikanischen Indianern (z. B. den Maidu) wur-den Eicheln regelmäßig als Grundnahrungsmittel genutzt. Zur Verwendung als Nahrung müssen die geschälten und zerstoßenen Eicheln durch mehrmaliges Ba-den in Wasser allmählich von den wasserlöslichen Gerbstoffen befreit werden, was sich durch die ausbleibende Verfärbung des Wassers leicht erkennen lässt, wobei eine höhere Temperatur den Vorgang beschleunigt. Sie enthalten in hohen Mengen Tannine. Danach können sie, zum Beispiel als Mehlersatz für Breie und Kuchen oder als Kaffeeersatz Muckefuck, verarbeitet werden, wobei bei letzterer Verwendung die Gerbsäure wahlweise auch nicht oder nicht vollständig entzogen werden kann, etwa aus medizinischen Gründen.
Rinde
Aus der jungen, glatten Rinde wurden Gerbstoffe für die Lohgerberei gewonnen (Eichenschälwald). Die Borke der Korkeiche wird als Kork zur Herstellung von Korken, Korkfußböden und mehr verwendet. Von allen Eichenarten eignen sich nur ungefähr 180 zur Herstellung von Weinfässern, siehe auch Barrique. In der Volksheilkunde wurde borkenlose Eichenrinde genutzt, um Entzündungen im Mund und der Schleimhäute zu heilen.
Bachblüte
Als Bachblüte wird die Blüte der Eiche verwendet, die zwischen April und Mai blüht. Sie steht für Stärke und Pflichtbewusstsein.
Küche
In schlechten Zeiten wurden Eicheln als Ersatz für Mehl und Kaffee verwendet.
Um die bitteren Früchte als Mehl nutzen zu können, müssen sie vorher entbittert werden. Dazu werden sie ausgiebig, mehrmals und lange gewaschen.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Eiche ist in den gemäßigten Klimazonen der Nordhalbkugel heimisch. Man findet sie sowohl in Nordamerika, wo es besonders viele Eichenarten gibt, als auch in Europa und Asien. In Deutschland spielt die Eiche eine besonders wichtige Rolle als Symbol der Stabilität. In Mitteleuropa wächst vor allem die Stiel-Eiche und die Traubeneiche. Die meisten Eichenarten sind für die gleichen Heilanwendungen nutzbar. Die Eiche wächst bevorzugt in Mischwäldern. Der stattliche Baum wird bis zu 40 Meter hoch und bis zu 800 Jahre alt, in seltenen Einzelfällen sogar noch älter. Der Stamm der Eiche kann einen Durchmesser von bis zu drei Metern haben. Die Rinde von Stamm und Ästen ist in jungen Jahren glatt und später rissig und rauh. Die Blätter der meisten Eichen-Arten, beispielsweise auch der in Deutschland häufigen Stieleiche, fallen im Winter ab und treiben im Frühjahr neu aus. Die Blätter der Traubeneiche fallen hingegen erst im nächsten Frühjahr ab. Die ledrigen Blätter sind buchtig gelappt und haben dadurch ein sehr typisches Aussehen. Von April bis Mai blühen die Eichen mit unauffälligen gelbgrünen Blüten, die in Rispen herabhängen. Aus den Eichenblüten entwickeln sich bis zum Herbst die nussartigen Eicheln, die in einem halbrunden Hütchen sitzen. Sie enthalten viele Bitterstoffe und sind daher nur nach ausgiebiger Entbitterung für Menschen genießbar. Von Schweinen werden sie jedoch sehr gerne gegessen, was früher auch viel genutzt wurde.
Eichenarten sind sommergrüne oder immergrüne Bäume, seltener auch Sträucher. Die wechselständigen und spiralig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind meist in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die dünnen bis ledrigen, einfachen Blattspreiten sind gelappt oder ungelappt. Die Blattränder sind glatt oder gezähnt bis stachelig gezähnt. Die unscheinbaren, extrapetiolaren Nebenblätter fallen früh ab (nur bei Quercus sadleriana sind sie auffälliger).
Eichenarten sind einhäusig getrenntgeschlechtig. Die meist zu mehreren an der Basis junger Zweige sitzenden Blütenstände sind eingeschlechtig. Die Blüten sind sehr einfach gebaut, wie es bei windbestäubten Taxa häufig der Fall ist. Die männlichen Blüten sind in hängenden Blütenständen (Kätzchen) zusammengefasst. Die Blütenhüllblättersind verwachsen. Die männlichen Blüten enthalten meist sechs (zwei bis zwölf) Staubblätter. Die weiblichen Blüten enthalten meist drei (bis sechs) Fruchtblätter und Stempel. Jede Cupula enthält nur eine weibliche Blüte. Eichen sind insbesondere an ihrer Frucht, der Eichel, zu erkennen und in den einzelnen Arten zu unterscheiden. Die Eichel ist eine Nussfrucht. Sie reifen im ersten oder zweiten Jahr nach der Bestäubung. Jede Nussfrucht ist von einem Fruchtbecher eingeschlossen, der Cupula genannt wird.
Botanik
Die Eiche entwickelt sich zu einem großen mächtigen Baume und kann ein Alter von über 1.000 Jahre erreichen. Die wichtigen. Die wichtigsten und augenfälligsten Unterschiede der zwei genannten Arten bestehen in den Stielen der Blätter und Früchte, der Blütezeit und den Laubabfall.
Fruchtreife
September bis Oktober
Standort
Beide Arten zählen zu den europäischen Waldbäumen. Während die Sommereiche die Niederungen und Täler bevorzugt, liebt die Wintereiche mehr höhere Lagen.

Baybaum
Der Baybaum wächst in Südamerika und in der Karibik. Er ist ein Verwandter des Piments. Der Strauch wird bis zu zwanzig Meter hoch, in der Kultur jedoch meistens nur vier Meter, um die Ernte zu erleichtern. Die Blätter des Bay-Baums enthalten ätherische Öle, die durch Destillation gewonnen werden. Der Duft des ätherischen Öls erinnert an Nelkenöl. Man kann das ätherische Bayöl gegen Erkältungen und Bronchitis verwenden. Verdünnt kann man es auch zur Massage der Kopfhaut benutzen.
Bay, Bayrumbaum oder Westindischer Lorbeer ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Myrtengewächse. Sie ist auf den karibischen Inseln Anguilla, Antigua und Barbuda, Barbados, Kuba, Dominica, Grenada, Guadeloupe, Hispaniola, Martinique, Montserrat, Puerto Rico, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad sowie den Jungferninseln beheimatet und kommt in Guyana sowie Venezuela vor. Beispielsweise auf Hawaii und Fidschi wird er angebaut und ist dort verwildert. Englischsprachige Trivialnamen sind: Bayrum tree und West Indian bay.
 
Steckbrief
Heilwirkung: beruhigend, durchblutungsfördernd, Bronchitis (als Einreibung), Erkältungen, Arteriosklerose, Haarwasser
wissenschaftlicher Name: Pimenta racemosa
Pflanzenfamilie:  Myrtengewächse = Myrtaceae
englischer  Name: West Indian bay
volkstümliche Namen: Bay, Westindischer Lorbeer
Verwendete Pflanzenteile: Öl der Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Kampfer, Eugenol, Terpinene, Linalool, Thujon
 
Nutzung
Der Westindische Lorbeer wird zur Ölproduktion als Strauch auf maximal 4 Meter geschnitten, damit er leichter beerntet werden kann. Verwendet werden die Blätter, die ätherisches Öl enthalten, das durch Destillation gewonnen wird. Hauptkomponente des Öls ist Eugenol, das auch in der Gewürznelke zu finden ist. Zusätzlich enthält es Estragol. Bayöl wurde um 1900 zur Pflege der Kopfhaut verwendet und galt als Haarwuchsmittel. Bayblattdestillat wird unter der Bezeichnung Bay Rum als After Shave, Eau de Cologne und Haarwasser verkauft. Bayöl zeichnet sich durch einen starken, würzigen Duft aus, der an Nelkenöl erinnert. Die antiseptische Wirkung ist nachgewiesen, und daher wird das Öl häufig bei Erkältungen zusammen mit Eukalyptusöl für Inhalationen und Bäder verwendet. Eine beruhigende Wirkung auf das neurovegetative Nervensystem wird dem Öl ebenfalls nachgesagt. Die Früchte sind ähnlich wie die von Piment, jedoch von schlechterer Qualität und daher weniger als Gewürz geeignet.
 
Beschreibung
Pimenta racemosa wächst natürlich als immergrüner Baum und erreicht Wuchshöhen von meist 4 bis 12 Meter. Die gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 3 bis 10 mm lang. Die einfache, ledrige Blattspreite ist bei einer Länge von meist 4 bis 10 (1,5 bis 12,5) Zentimeter und einer Breite von 2,5 bis 6 Zentimeter verkehrt-eiförmig bis verkehrt-lanzettlich oder elliptisch mit stumpfer oder spitzer Spreitenbasis. Es sind fünf bis sechs Paare relativ undeutlicher Seitennerven und dazwischen eine feine Netznervatur vorhanden. Die Blattoberseite ist glänzend und die Blattunterseite hell sowie matt. Auf einem Blütenstandsschaft steht ein zymöser Blütenstand. Die weißen Blüten sind bei einem Durchmesser von etwa 10 Millimeter radiärsymmetrisch. Es sind fünf Kelchblätter vorhanden. Die bei Reife schwarzen Früchte sind mit einer Länge von 7 bis 12 Millimeter eiförmig.

Bachblüten
Ich bin schnell aufgeregt (Holly)
Diese Menschen sind recht schnell aufgeregt
Die Aufregung löst sich mit der Bachblüte Holly
Bachblüten
Ich muss alles festhalten (Hornbeam)
Diese Menschen müssen immer alles festhalten
Hornbeam hilft, dass sie wieder alles loslassen können
Lebensmittelpyramide
Bei der Lebensmittelpyramide, steht das Basissegment für die Getränke, gefolgt von dem breiten Fundament der Gemüse und des Obstes. An diesen Lebensmitteln sollte man sich satt essen. Die kohlenhydratreichen Lebensmittelgruppen, alle voran Getreide und -produkte einschließlich der Kartoffeln, stehen an dritten Stelle der empfohlenen Lebensmittel. Dementsprechend folgen jetzt die Lebensmittel, die nur mit Augenmaß verzehrt werden dürfen. Milch und fettarme Milchprodukte sollen ebenfalls täglich auf den Speiseplan stehen.
Die österreichische Ernährungspyramide ist abwechslungsreich, vollwertig und bunt. Eine ausgewogene Ernährung wird mit ihrer Hilfe ganz einfach. Erlaubt sind alle Lebensmittel, solange die Verzehrmengen im richtigen Verhältnis zueinanderstehen.
Lebensmittelbasierte Empfehlungen sind wichtige Instrumente zur Vermittlung von ernährungsmedizinischen und ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen. Grafische Darstellungen wie beispielsweise Ernährungspyramiden und die Weitergabe von einheitlicher Ernährungsinformation spielen dabei eine wesentliche Rolle. Die Vereinheitlichung der lebensmittelbasierten Ernährungsempfehlungen ist daher eine wichtige Maßnahme im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Ernährung (NAP.e).
Die Arbeitsgruppe des Obersten Sanitätsrats (OSR)  "Public Health – Ernährung" wurde daher mit der Harmonisierung der lebensmittelbasierten Ernährungsempfehlungen in Österreich betraut. Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Michael Kunze (Institut für Sozialmedizin, Medizinische Universität Wien) wurde, koordiniert durch das Zentrum Ernährung & Prävention der AGES, eine akkordierte Version der Ernährungspyramide entwickelt. Diese wurde am 14. November 2009 einstimmig vom OSR angenommen und am 5. März 2010 der Öffentlichkeit präsentiert.
Die Pyramide besteht aus sechs Lebensmittel- und einer Getränkegruppe. Je weiter unten ein Lebensmittel zu finden ist, desto mehr sollte davon konsumiert werden bzw. desto häufiger sollte es Bestandteil im Speiseplan sein.

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