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CAJEPUT
Melaleuca leucadendra, auch Silberbaum-Myrtenheide, Kajeputbaum, Cajeputbaum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Melaleuca. Sie ist im nördlichen Australien, in Neuguinea und im östlichen Indonesien heimisch, wird aber selten auch außerhalb dieses Gebietes kultiviert.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Erkältungen, Husten, Rheuma
wissenschaftlicher Name: Melaleuca leucadendra
Pflanzenfamilie: Myrtengewächse = Myrtaceae
Verwendete Pflanzenteile: Ätherisches Öl
 
Anwendung
Man gewinnt aus einer Reihe breitblättriger Melaleuca-Arten, darunter auch dieser, das Cajeputöl (auch Kajeputöl). Hauptquelle für das Öl ist allerdings eine andere Art, Melaleuca cajuputi subsp. cajuputi Powell, die früher oft nicht von M. leucadendra unterschieden worden ist. Nach dem Gehalt und der chemischen Zusammensetzung des Öls werden drei, Chemotypen genannte, Ökotypen der Art unterschieden.

Pflanzenbeschreibung
Melaleuca leucadendra ist ein immergrüner Baum, der Wuchshöhen von maximal 43 Meter erreicht. Be-sonders auffallend ist die auch für andere Melaleuca-Arten charakteristische korkige, weißliche Borke (kann auch bräunlich-weiß, grau, gelb-grau oder blass braunrosa sein). Sie besteht aus zahlreichen papierdünnen Schichten, von denen sich die äußeren unregelmäßig ablösen. Die Zweige sind jung seidig behaart und später verkahlend. Die wechselständig angeordneten, halbhängenden Laubblätter erreichen 7,5 bis 27 Zentimeter Länge bei einer Breite von 6,5 bis 40 Millimeter, innerhalb der Gattung gehört die Art damit zu den breitblättrigen Arten. Die wechselständigen Blätter sind lang gestielt und beim Austrieb seidig behaart, aber bald verkahlend, ihre Blattspreite ist schmal eiförmig bis schmal elliptisch, oft etwas sichelförmig. Ihre Spitze (Apex) ist spitz, manchmal mit kleiner, abgesetzter Spitze. Die Blätter tragen zahlreiche Öldrüsen, beim Zerreiben riechen sie daher stark aromatisch. Die Blüten stehen meist in Dreiergruppen dicht beieinander an 6 bis 15cm langen Blütenständen, die am Ende der Zweige (subterminal) oder basaler, in den beblätterten Abschnitten, stehen, sie erreichen einen Durchmesser von bis zu 35 Millimeter. Die ungestielten, zwittrigen Blüten weisen eine doppelte Blütenhülle (Perianth) auf. Die Kelchblätter sind zu einer kahlen Kelchröhre verwachsen, deren Rand schmal trockenhäutig sein kann, mit 0,8 bis 2 mm langen Kelchzipfeln, die Drüsen und einen bewimperten Rand aufweisen. Die bald abfallenden, ephemeren Kronblätter sind weiß bis cremefarben. Fünf bis zwölf Staubblätter stehen in einem Bündel, sie sind ebenfalls weiß bis grünlichweiß gefärbt. Es werden ungestielte, verholzte, becherförmige bis zylindrische Kapselfrüchte gebildet, die einen Durchmesser von 4 bis 5 mm aufweisen. Sie enthalten winzige Samen.

TAUBNESSEL
Die Taubnessel ähnelt stark ihrer aggressiven Schwester Brennnessel. Sobald man jedoch ihre weißen Blüten erkennt, ist der Irrtum geklärt. Sie wächst üppig vor allem an Wiesenrändern, Gartenzäunen und Hecken. Ihr Haupteinsatzgebiet ist die Frauenheilkunde und hierbei der Weißfluss, der manche Frauen plagt. In einem solchen Fall sollte frau jedoch vorher vom Arzt abklären lassen, ob es sich nicht um eine Erkrankung wie Trichimonaden oder Pilze handelt.
Die Weiße Taubnessel ist eine mehrjährige krautige Pflanze. Sie gehört zur Familie der Lippenblütengewächse. Die Weiße Taubnessel kann eine Höhe zwischen 30 und 60cm erreichen. Der Wurzelstock ist kriechend. Die Stängel der Pflanze sind aufrecht wachsend. Er ist viereckig und leicht behaart. Die gegenständigen Blätter haben eine eiförmige lanzettliche Form. Die Blattränder sind ungleichmäßig gezahnt. Die Blütenstände setzen sich aus blattachselständigen Quirlen zusammen. Sie bestehen aus sechs bis fünfzehn zweilappigen gelblich-weißen Blüten. Diese erscheinen in den Monaten Mai bis August. Sie duften honigartig.
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, blutstillend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, Husten, Bronchitis, Asthma, Erkältung, Fieber, Verdauungsschwäche, Magenentzündung, Darmstörungen, Hämorrhoiden, Blasenleiden, Schlaflosigkeit, Menstruationsbeschwerden, Weißfluss, Wechseljahresbeschwerden, Prostataschwellung, Krampfadern, Brandwunden (leichte), Furunkel, Ekzeme, Schlecht heilende Wunden
wissenschaftlicher Name: Lamium album, Lamium purpureum, Lamium galeobdolon
englischer Name: Deaf nettle
volkstümliche Namen: Bienensaug, Blumennessel, Goldnessel, Kuckucksnessel, Sügerli, Tote Nessel, Weisse Nessel
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Kraut
Inhaltsstoffe: Saponine, ätherische Öle, Schleim, Gerbstoffe, Labiat-Gerbstoff, Gerbsäure, Flavonglycoside, Histamin, Tyramin
Sammelzeit: April bis Oktober
 
Anwendung
Tee bei Weißfluss
Der verbreitetste Verwendungszweck der weißen Taubnesselblüten ist Ausfluss bei jungen Mädchen. Dazu benutzt man den Tee sowohl innerlich als äußerlich. Dieser Einsatz wird von der Schulmedizin zwar nicht empfohlen, aber die Volksheilkunde schwört darauf.
Frauenmittel
Außer Weißfluss wird die Taubnessel auch gerne gegen alle Arten von Frauenbeschwerden eingesetzt, seien es schmerzhafte Menstruationsblutungen oder Wechseljahresbeschwerden. Die Taubnessel soll auch die Stärke der Blutungen regulieren, starke Blutungen werden abgeschwächt, schwache gestärkt.
Tee für die Luftwege
Taubnesseltee wird auch häufig bei Entzündungen der Atmungsorgane eingesetzt. Mit ihrem Schleim und den Saponinen kann die Taubnessel gereizte Schleimhäute sanft umhüllen und wirkt zudem beruhigend.
Tee für die Verdauung
Auch die Verdauungsorgane profitieren von der milden Wirkung der Taubnesselblüten. Taubnesseltee kann Entzündungen von Magen und Darm lindern.
Heilkräftige Pflanzenteile
Das blühende Kraut ohne Wurzel oder noch besser die blühende Pflanze samt Wurzel. Es werden nicht mehr, so wie es früher üblich war, die Blüten allein gesammelt. Den Grund hierfür hören wir in den nachfolgenden Ausführungen. Wir sammeln die Pflanze ab Anfangs April bis gegen Ende September. Die jungen Blätter ganz trockenem, sonnigem Wetter geerntet werden.
Man sammelt im April die Pflanzen als Spinatgemüse.
Die Pflanzen werden auf zugigen, rußfreien Dachböden vorgetrocknet und müssen dann gründlichst in einem warmen Raume nachgetrocknet werden. Nicht restlos getrocknete oder unrichtig aufbewahrte Pflanzenteile werden schnell unansehlich und verlieren die Heilkraft. Die Aufbewahrung soll in dunklen, gut verschließbaren Gläsern erfolgen.
Heil- und Wirkstoffe
Außer Gerbstoff ätherischem Öl, Pflanzenschleim, Zucker und einem Glykosid von noch unbekannter Zusammensetzung, enthält die Pflanze noch Saponin. Kroeber zählt die Taubnessel zu den Saponindrogen und machte die interessante Feststellung, dass die Saponine bei der weißen Taubnessel von der Wurzel aus gegen die Blätter und Blüten zu abnehmen.
Die weiße Taubnessel ist daher als ganze pflanze mit den Wurzeln am wirkungsvollsten. Die frühere Verwendung nur der Blüten und noch dazu ohne Kelch, ist nicht mehr vertretbar.
Heilwirkung
Die weiße Taubnessel ist in erster Linie ein sehr gutes Heilkraut bei Frauenleiden, wie bei Weißfluß, unregelmäßiger Regel, besonders bei zu schwachen Menstruationsblutungen, als Teeaufguß der Blüten mit Kelch oder besser des blühenden Krautes, mit oder ohne Wurzel, 2 bis 3 Tassen täglich, 1 Teelöffel für 1 Tasse, schluckweise und ungesüßt getrunken. Sehr zu empfehlen ist die Mischung von weißen Taubnesseln mit Frauenmantel und Schafgarbe zu gleichen Teilen.
Taubnesselbäder – mit der ganzen Pflanze bereitet – werden zum Erweichen der verkrampften Gebärmutter empfohlen. Auch dienen diese Bäder zum Erweichen von Beulen und Geschwülsten. Die ganze Pflanze gilt als blutreinigend, schleimfördernd, entzündungswidrig und krampflösend.
Die weiße Taubnessel ist anwendbar als blutreinigende Frühjahrskur – als Tee oder Gemüse – bei Ekzemen, Skrofeln, bei Blutarmut, ferner bei Milzschwellung, saurem Aufstoßen und Magendrücken.
Die Teekur hilft sehr bei Katarrhen der Luftwege, Bronchialkatarrhen, Lungenleiden, ja selbst bei Lungenschwindsucht tritt eine Besserung ein (Kahnt).
Ruhrartige Erkrankungen werden überraschend schnell geheilt.
Die rote Taubnessel war seit jeher eine Heilpflanze der deutschen Volksheilkunde. Gerühmt wird die blutstillende Wirkung. Sie wird am Bauernhof als Sofortmaßnahme frisch auf Verletzungen bei Menschen und Tier aufgelegt.
Sie dient ferner als Heilmittel zur Erweichung von Geschwüren und als Heilpflanze für die inneren Leiden und Beschwerden der Frauen wie sie bei der weißen Taubnessel aufgezählt sind.
Als leicht abführend, leicht wassertreibend und blutreinigend ist sie als ganz junges Gemüse, gemischt mit echtem Spinat und allenfalls mit Brennnesseln zubereitet, sehr zu empfehlen.
Die rote Taubnessel wird vielfach zur Stillung der ruhrartigen Durchfälle verwendet.
Anwendungen in der Volksheilkunde
Neben den genannten Heilanzeigen lobt die Volksheilkunde die weiße Taubnessel noch als Heilmittel gegen Schlaflosigkeit, nervliche Übermüdung und gegen Eiweiß im Harn.
Bei Fingernagelbetteiterung bade man wiederholt den erkrankten Finger in einem Teeaufguß.
Die ganze Pflanze samt Wurzel in Wein einmal kurz aufgekocht und dann abgeseihten Wein schluckweise getrunken ist ein Heiltrank bei Lendenschmerzen, Blasen- und Nierensteinen.
Das Kräuterpulver auf Wunden gestreut, fördert eine rasche Heilung.
Kneipp überprüfte und empfahl das alte Rezept der Volksheilkunde, bei Asthma durch längere Zeit die Teemischung von Brennnesseln und weißen Taubnesseln, täglich 2-3 Tassen schluckweise zu trinken.
Bei Nierenschwäche soll man durch längere Zeit den Tee von der weißen Taubnessel, gesüßt mit Honig, täglich 2-3 Tassen, schluckweise trinken. Der Tee kann auch ausgekühlt getrunken werden.
Bei Blasenkrampf, wenn das Urinieren nur sehr schmerzvoll vor sich geht, trinke man täglich 3-4 Tassen Tee im Aufguß, ungesüßt schluckweise.
Brand an Füßen oder Brandwunden werden geheilt, wenn man fürs erste frisch gepflückte weiße Taubnesselpflanzen mit einer runden Flasche etwas walzt und auflegt. Inzwischen koche man einige Handvoll weiße Taubnessel samt Wurzel dick ein, verrühre gut und gebe einige Eßlöffel Honig dazu. Der Brei wird dann ausgekühlt auf die Brandwunden gestrichen. Dieser Brei kann auf schwer heilende Wunden gestrichen werden.
Die jungen Blätter werden wie Spinat als Frühgemüse zubereitet. Die Mischung Spinatblätter, weiße Taubnesselblätter und Brennnesselblätter ergibt einen sehr schmackhaften Frühjahrsspinat.
Anwendung in der Homöopathie
Die homöopathische Essenz, mehrmals täglich 8-10 Tropfen, leistet sehr gute Dienste bei Weißfluß, Nieren- und Blasenleiden.
Äußerliche Anwendung
Tee aus den Taubnesselblüten kann man als Waschung, Bad oder Umschlag bei verschiedene Hautprobleme einsetzen. Er erweicht Furunkel und lässt sie reifen. Ekzeme werden gelindert und schlecht heilende Wunden können abheilen.
Verschieden farbene Blüten
Früher wurde die weiße Taubnessel vor allem Frauen und Mädchen gegeben und die rote Taubnessel wurde Männern gereicht. Die gelben Blüten der selteneren Goldnessel galten als besonders heilkräftig.
 
Aus der Geschichte der Heilpflanze
Bereits in der altchinesischen Literatur finden wir ein Kraut der lächelnden Mutter, das in der Beschreibung weitgehendst der weißen Taubnessel nahekommt. Dioskurides und Plinius Secundus unterscheiden bereits genau zwischen Taubnesseln und Brennnesseln, wenn sie auch den ersteren keine besonderen Heilwerte zuerkennen wollen. Die heilige Hildegard beschreibt die Heilpflanze binensug (Bienensaug) und meint zweifelsfrei die weiße Taubnessel. In der weiteren mittelalterlichen Literatur finden wir wenig Angaben über die Taubnesseln, Hieronymus Bock und Matthiolus berichten auch nur spärlich aus dem Schatz der Volksheilkunde. Erst durch die Kräuterpfarrer Kneipp und Künzle wurden die Taubnesseln aus der völligen Vergessenheit entrissen. Deren Angaben konnten von der modernen Biologie nur bestätigt werden. In den Forschern Bohn, Leclerc und Kahnt fanden die Taubnesseln erst die eingehenden Künder ihrer Heilkräfte.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Taubnessel ist weltweit heimisch und wächst in Gärten, an Wegen und sogar auf Schutt. Die Blätter der Taubnessel ähneln den Brennnesselblättern, ihnen fehlen jedoch die brennenden Haare. Zuerst wachsen in zeitigen Frühjahr die kantigen Stängel mit den in Quirlen stehenden Blättern. Schon ab April beginnt die Blütezeit der Taubnesseln. Die Blüten stehen in Quirlen unter den Blättern. Die verbreitetste Art der Taubnessel trägt weiße Blüten, es gibt aber auch die Purpur-Taubnessel mit roten Blüten und die Goldnessel mit gold-gelben Blüten. Außerdem gibt es noch zahlreiche andere Taubnessel-Arten.
Botanik
Die ausdauernde Pflanze treibt einen 20-30cm hohen, wenig verzweigten, behaarten Stängel empor, von grüner, manchmal violett anlaufender Farbe. Die Laubblätter sind gestielt sind gestielt, die Blattspreite oft grob gesägt, beiderseits locker behaart. Die Hochblätter sind dagegen kürzer gestielt, länglich zuspitzt. Der glockige Kelch ist zerstreut behaart, grün, am Grunde oft violett. Die Krone von weiß bis schmutzig weißer Farbe, hat innen am Grunde der aufwärts gekrümmten Röhre einen Haarring. Blütenverwachsungen und -mißbildungen sind sehr selten. Da der Nektar am Grund einer langen Röhre abgeschieden wird, sind die Taubnesseln sogenannte Hummelblumen, den nur die langrüsselige Hummel vermag den Nektar zu erreichen.
Die rote Taubnessel wird als Garten- bzw. Ackerunkraut angesehen.
Geruch und Geschmack
Die weiße Taubnessel ist anfangs geruchlos und hat später einen etwas unangenehmen Geruch. Der Geschmack ist schleimig, scharf.
Blütezeit
Mai bis August, eventuell September, vereinzelt nochmals im Herbst blühend.
Standort
Die weiße Taubnessel wächst gerne entlang von Dorfwegen, Gärten, Zäunen, Hecken, Bahndämmen und auf Schuttplätzen. Wir finden sie oft in der Nähe von Viehställen und vom Talgrund bis auf die Almen (2.000m) vorkommend.
Die Taubnessel-Arten sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen. Die oberirdischen Pflanzenteile sind mit kegelförmigen Haaren und kleinen, sitzenden Drüsen besetzt. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfachen Blattspreiten haben eine Netznervatur und sind behaart. Der Blattrand ist stumpfgekerbt bis grobgezähnt.
5 bis 15 fast sitzende Blüten stehen Scheinquirlen mit kurzen Vorblättern zusammen. Die Scheinquirle sind mehr oder weniger weit voneinander entfernt. Die Trag-blätter der Halbquirle sind laubblattartig. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist röhrig bis glockig, fünfnervig und fünfzähnig. Die Kelchzähne sind annähernd gleich lang und pfriemlich. Die Farbe der Blütenkrone ist gelb, weiß, rosa- bis purpurfarben. Die Krone ist zygomorph, vorne bauchig erweitert und deutlich zweilippig. Die Oberlippe ist helmförmig, gewölbt und meist ganzrandig, selten ausgerandet bis zweispaltig. Die Außenseite ist meistens behaart. Die Unterlippe besteht aus einem großen, gestutzten bis zweilappigen Mittelzipfel und zwei seitlichen, kleineren, zahnförmigen bis fehlenden Seitenzipfeln. Es gibt zwei kürzere und zwei längere Staubblätter, die alle fertil sind. Sie sind parallel angeordnet und reichen nicht über die Oberlippe hinaus. Die Teilfrüchte (Klausen) sind scharf dreikantig, an der Spitze gestutzt und tragen am Grund ein Elaiosom.

BACHBLÜTE ROCK WATER
Ich fühle mich wie in einer Starre                 
Diese Menschen fühlen sich wie in einer Starre
Hier hilft die Bachblüte um das Gefühl der Starre zu überwinden

BACHBLÜTE SCLERANTHUS
Ich bin ein unbeständiger Mensch     
Diese Menschen sind sehr unbeständig
Mit der Blüte werden sie wieder beständiger

Grundlagen der Hildegardmedizin
Die Äbtissin Hildegard wird immer auch als Ärztin bezeichnet. Von der Tiefe und Breitbandigkeit ihres Wissens her ist diese Bezeichnung sicher richtig. Wie weit sie tatsächlich selbst behandelt hat, ist nicht bekannt. Erwähnt sind Heilungen von ihr, bei denen aber stets auch die persönliche Zuwendung, der geistliche Beistand der Prophetin wichtig war. Auf jeden Fall war Hildegard eine heilkundige Frau mit großem Wissen um Mensch und Natur. Ihre Sinne, durch die Visionen geschärft, haben ihr sicherlich geholfen, die Naturgesetze in ihrem Zusammenspiel besser zu erkennen, den Menschen in seiner Ganzheit zu verstehen. Von ihr stammen auch die wohl wichtigsten Aufzeichnungen über Krankheiten und Behandlungsmethoden der Zeit des zwölften Jahrhunderts.
Hildegard erklärt:
Warum es nur vier Säfte gibt!
Aus einem Saft oder aus zwei oder drei kann der Mensch nicht bestehen, sondern aus vier, damit sie sich gegenseitig regulieren. So besteht auch die Erde aus vier Elementen, die miteinander harmonisieren.

Stoffwechselkrankheiten
Fettsucht
Fast in jeder Ortschaft sieht man eine, zwei, drei oder auch mehrere Personen, von denen man meinen könnte, sie gehörten einem ganz anderen Menschengeschlecht an, so dick und unförmig sind sie. Sie haben meist einen guten Humor, ein gutes Aussehen und nichts an ihnen läßt darauf schließen, daß sie an irgendetwas Mangel haben. Man soll aber ja nicht glauben, daß diese Leute so außerordentlich gesund und kräftig sind, wie ihr ganzer Körperzustand, ihr frisches und kräftiges Aussehen anzudeuten scheint. Ihr Gang ist langsam und schleppend, und mit den steifen Füßen machen sie nur ganz kurze Schritte, der Atem will gerne stocken und wenn sie während des Gehens reden sollen, dann bleibt die Maschine vollends stecken, zu schweren Arbeiten fehlen ihnen die Kraft und der leichte Atem. Ihre Augen sind recht groß, das Gesicht ist aufgedunsen und hat häufig blaue Flecken mit gelblicher Umwandung auf den Backen, selbst die Lippen und Ohren sind öfter blau. Manche haben einen recht großen sogenannten Spitzbauch, andere hingegen sind wie ein angefüllter Sack, die Arme sind zwar dick, aber das Fleisch ist welk und schlottrig. Diesen Verhältnissen entsprechen auch die Schenkel, welche dick und steif sind, so daß mancher nicht imstande ist, sich so weit zu bücken, um etwas vom Boden aufzuheben. Meist sind solche Leute recht phlegmatisch, wie dies eben ihr Körperzustand mit sich bringt, es fehlt ihnen aller Unternehmergeist.

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