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LOBELIE tt
Die Lobelien sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Glockenblumengewächse. Die etwa 433 Arten sind weltweit meist in tropischen oder subtropischen Gebieten verbreitet. Die Sorten mancher Arten sind Zierpflanzen für Parks und Gärten, manche als einjährige Sommerblumen kultiviert. Die Lobelie ist eine einjährige Pflanze mit hübschen, zartvioletten Blüten. Weil ihre Blätter von den Ureinwohnern Nordamerikas häufig als Tabakersatz geraucht wurden, nennt man sie auch Indianertabak. Botanisch ist sie mit der normalen Tabakpflanze jedoch nicht verwandt. Geraucht oder als Räucherung hilft die Lobelie gegen Asthma und krampfartigen Husten. Wegen potentiell gefährlicher Nebenwirkungen, und weil sie innerlich angewendet kaum heilkräftig wirkt, wird die Lobelie aber kaum noch als Heilpflanze genutzt.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Achtung! Giftig. Nur homöopathisch oder äußerlich anwenden. Asthma
Heilwirkung: auswurffördernd, harntreibend, krampflösend, nervenberuhigend, schleimlösend
Anwendungsbereiche: Atemnot, Brechmittel, Bronchialasthma, Bronchitis, Gelenkentzündungen, Geschlechtskrankheiten, Geschwüre, Hautentzündungen, Husten, Keuchhusten, Krampfhusten. Muskelschmerzen, Rauchentwöhnung, Rheuma, Tennisellenbogen, Verletzungen, Verbrennungen
wissenschaftlicher Name: Lobelia inflata, Dortmannia inflata
Pflanzenfamilie: Campanulaceae = Glockenblumengewächse
englischer Name: Indian Tobacco
andere Namen: Indianertabak, Lobelienkraut, Aufgeblasene Lobelie
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Alkaloide: Lobelin (Piperidin-Alkaloide), Isolobinin
 
Anwendung
Achtung! Giftig. Lobelie nur homöopathisch oder äußerlich   anwenden.
Die Lobelie wurde früher als Asthmazigaretten oder Asthmaräucherpulver verwendet. Die Einwohner Nordamerikas kauten den Indianertabak auch als Brechmittel und als Mittel, um sich das Rauchen abzugewöhnen. Bei innerlicher Einnahme hilft der Indianertabak übrigens nicht gegen Asthma. Darum kann man ihn auch nicht als Hustentee verwenden. Wegen der starken Nebenwirkungen bei höheren Dosierungen wird die Lobelie heutzutage praktisch nicht mehr als Heilpflanze eingesetzt, außer in der Homöopathie. Dabei kann man die getrockneten Blätter durchaus äußerlich gegen Wunden oder Rheuma anwenden. Da man die Lobelie aber kaum im Handel bekommt, ist auch diese Nutzung kaum praktikabel, es sei denn, man baut sich die Lobelie im eigenen Garten an.
Homöopathie
In der Homöopathie wird die Lobelie unter ihrem wissenschaftlichen Namen Lobelia i-flata in relativ niedrigen Potenzen eingesetzt. Die Anwendungsgebiete entsprechender Anwendung in der Pflanzenheilkunde, also bei Asthma, Bronchitis und Atemproblemen. Außerdem wird Lobelia inflata gegen Übelkeit eingesetzt, was entsprechend der Ähnlichkeitsregel passt, weil hohe Dosen Lobelie beim Gesunden zu Übelkeit führen. Die Sorten mancher Arten sind Zierpflanzen für Parks und Gärten, manche als einjährige Sommerblumen kultiviert. Wenige Arten werden in Paludarien und Aquarien verwendet. Männertreu wird als Beet- und Balkonpflanze verwendet und von ihr werden heilende Wirkungen berichtet. Von Lobelia coronopifolia und Lobelia flaccida wurde eine heilende Wirkung berichtet. Lobelia pinifolia wird als Heilpflanze gegen Hautkrankheiten eingesetzt. Indianertabak wurde geraucht gegen Asthma sowie zur Tabak-Entwöhnung, ist durch den hohen Alkaloidanteil dieser Art bei Überdosierung aber tödlich giftig. Blaue Kardinals-Lobelie wurde früher bei der Heilung von Syphilis eingesetzt.
 
Wirkung
Das Alkaloid Lobelin in der Lobelie hat eine aktivierende Wirkung auf die Atmung. Die Nerven des Atemsystems werden beruhigt, indem der Vagusnerv entspannt wird, und Krämpfe werden gelindert, sodass wieder leichter geatmet werden kann, was bei Asthma eine deutlich lindernde Wirkung haben kann. In höheren Dosen wirkt es jedoch lähmend auf das Atmungssystem.
Nebenwirkungen
In höheren Dosen ist die Lobelie giftig. Insbesondere, wenn man sie einnimmt, beispielsweise als Tee, oder kauend, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen kommen. Bei starken Überdosierungen kann es sogar zu Todesfällen durch Atemstillstand kommen.
 
Magische Anwendung
Die Blätter des Indianertabaks wurden verwendet, um gegen Hexerei zu schützen. Auch als Liebesmittel wurde die Lobelie gern verwendet. Die Lobelie soll auch gegen Sturm wirken. Dazu soll man dem Sturm et-was pulverisierte Lobelie entgegenwerfen. So kann man angeblich verhindern, dass der Sturm näher kommt.
 
Geschichtliches
In ihrer amerikanischen Heimat wird die Lobelie, entsprechend ihrem Namen, seit Men-schengedenken als Tabakersatz geraucht oder zur Rauchentwöhnung gekaut. Auch als Brechmittel und Abführmittel wurde sie von den Ureinwohnern Nordamerikas verwendet. Ihren Namen erhielt die Lobelie im 16. Jahrhundert nach dem englischen Hofbotaniker Matthias von Lobel benannt. Der Namensteil inflata kommt von den aufgeblasenen Fruchtkapseln. Amerikanische Pflanzenheilkundler entdeckten die Lobelie als Heilpflanze gegen Asthma und andere Erkrankungen der Atemwege. Äußerlich wurde sie zur Wundheilung und gegen Rheumatismus eingesetzt. Diese Erkenntnisse fanden Einzug in die offizielle amerikanische Heilkunde. Im 18. Jahrhundert wurde die Lobelie dann auch in Europa als Heilpflanze bekannt. In Gärten und Parks wird die Lobelie manchmal zur Zierde angepflanzt.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Indianertabak (Lobelie) wurde von den Ureinwohnern Nordamerikas zwar zum Rauchen verwendet, er hat botanisch aber nichts mit dem normalen Tabak zu tun. Stattdessen gehört er zur Familie der Glockenblumengewächse. Lobelie ist in Nordamerika heimisch. Vor allem findet man sie ursprünglich an der Ostküste der USA und rund um die Großen Seen. Sie wächst bevorzugt in offenen Wäldern. Die einjährige Pflanze wird bis zu 100 Zentimeter hoch, meistens bleibt sie jedoch deutlich kleiner (40-60 cm). Die Blätter sitzen wechselständig an kurzen Stielen. Die Blattform ist schmal oval-eiförmig, sie haben einen leicht gezähnten Rand und eine raue Oberfläche. Die hübschen Blüten erscheinen zwischen Juli und August. Sie entspringen den Blattachseln und sind hellrosa bis zartviolett. Sie stehen in einem grünen Blütenbecher. Bei gut gedeihenden Pflanzen wachsen vielblütige Blütenstände aus den Blattachseln. Die einzelnen Blüten sind länglich. Sie haben oben zwei kleine Blütenblätter und einen Knubbel. Unten gibt es drei Blütenblätter. Aus den Lobelie-Blüten entwickeln sich bis August oder September die aufgeblähten Blütenbecher, die die Samen beinhalten. Diese aufgeblähten Blütenbecher haben der Lobelia Inflata den zweiten Namensteil gegeben, denn inflata heißt aufgeblasen.
Der Habitus der Lobelia-Arten ist sehr unterschiedlich. Lobelia-Arten sind selten ein-, zwei- bis öfter mehrjährige oder oft ausdauernde krautige Pflanzen, die manchmal an ihrer Basis verholzen, einige Arten wachsen als Sträucher. Einige Arten sind Schopfbäume in Hochgebirgsregionen in Afrika, sie gehören zur Sektion Tupa; bei ihnen verholzt der Stamm. Die Sprossachsen sind selbstständig aufrecht, aufsteigend, liegend bis niederliegend und meist nur wenig verzweigt. Der Durchmesser der zierlichen bis robusten Sprossachsen ist je nach Art sehr unterschiedlich von nicht mehr als 5 Millimetern bis mehrere Dezimetern. Die Wuchshöhe ist je nach Art sehr unterschiedlich von etwa 2 Zentimetern bis zu 9 Metern. Manche Arten bilden Rhizome oder Ausläufer. Es wird oft eine deutliche Hauptwurzel gebildet, die als Pfahlwurzel oder auch knollig sein kann; manchmal sind nur adventive Faserwurzeln ausgebildet. Meist sind die oberirdischen Pflanzenteile kahl, Ausnahme sind beispielsweise die Schopfbaum-Arten. Die Pflanzen führen einen giftigen, klaren oder weißen, selten auch anders farbigen Milchsaft.
Die meist wechselständig an der Sprossachse in zwei Reihen oder spiralig verteilt angeordneten Laubblätter sind ungestielt oder gestielt. Die Blattspreiten sind einfach. Die Blattränder sind oft unterschiedlich gezähnt, selten glatt oder gelappt. Es liegt meist Fiedernervatur vor. Nebenblätter fehlen.
Die gestielten Blüten stehen einzeln in den Blattachseln oder in endständigen, traubigen, ährigen, doldigen oder zymösen Blütenständen. Es sind meist laubblattähnliche bis reduzierte Trag- oder Deckblättern vorhanden. Die Blütenstiele besitzen oft ein Paar mehr oder weniger gegenständiger Deckblätter typischer Weise in den unteren zwei Drittel. Die Stellung der Blüte kommt zustande durch Resupination des Hypanthiums. Die Blüten sind meist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Knospendeckung der Kelchblätter ist valvat. Die Kelchblätter sind röhrig verwachsen. Die Kelchröhre ist mit dem Fruchtknoten verwachsen und bildet einen Blütenbecher. Die Blütenkelche sind meist radiärsymmetrisch, selten zygomorph. Die meist fünf, sehr selten nur vier haltbaren Kelchzipfel sind dreieckig und weisen ein glatten oder gesägten Rand auf. Der selten ist in den Kelchbuchten öhrchenartige Anhängsel vorhanden. Die fünf bei einigen Arten mehr oder weniger gleichen bis bei vielen Arten deutlich verschiedenen Blütenkronblätter sind meist auf mindestens der Hälfte ihre Länge röhrig verwachsen. Die Kronröhre ist gerade bis gebogen. Die Blütenkrone ist meist zygomorph, selten fast radiärsymmetrisch. Wenn die Kronblätter verschieden sind, dann ist die Blütenkrone, die auf der Oberseite bis fast zur Basis gespaltene Kronröhre endet zweilippig mit ausgebreiteten Kronlappen. Die Oberlippe besteht aus zwei oft schmalen und aufrechten bis zurückgebogen-en Kronlappen, die meist deutlich kürzer sind als die der Unterlippe. Die Unterlippe besteht aus drei ausgebreiteten Kronlappen. Die Farben der Kronblätter sind oft unterschiedliche Blau- und Purpurfarben, oft mit Tönungen in malven- oder rosafarben, seltener rosafarben bis rot, orangefarben bis gelb, grün oder weiß; oft besitzen die Kronblätter auch mehrere Farben. Selten ist ein mehr oder weniger langer, schlanker Nektar-sporn vorhanden. Meist sind die Blüten zwittrig; wenn die Blüten eingeschlechtig sind, dann sind die Arten zweihäusig getrenntgeschlechtig. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden, sie sind mit der Basis der Kronblätter verwachsen. Die Staubfäden sind auf mindestens der Hälfte ihrer Länge verwachsen; sie können aber bei manchen Arten im Blühverlauf sich auseinander spalten. Die Staubbeutel sind zu einer Röhre verwachsen, die den Griffel umgibt. Die Staubblattröhre ist oft behaart. Die Staubbeutel sind an ihren oberen Ende oft bärtig mit einen Schöpfen aus kurzen, meist fadenförmigen Haaren. Die oberen drei Staub-beutel sind etwas länger und können manchmal unbehaart sein. Zwei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen oder halbunterständigen, zweikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Zentralwinkelständig sind viele relativ kleine, anatrope, unitegmische, tenuinucellate Samenanlagen vorhanden. Der schlanke, stielrunde Griffel endet in einer zweilappigen Narbe.
Die Früchte sind meist fachspaltige Kapselfrüchte, die sich mit zwei Fruchtklappen öffnen oder seltener fleischige bis trockene Beeren; sie enthalten viele Samen. Die glatten, feingrubigen, gerillten oder warzigen Samen sind längliche oder dreikantig; manchmal sind sie geflügelt. Die Samenschale ist sehr unterschiedlich.
 
Anbautipps
Die Lobelie kann man sehr gut im Garten anbauen. Man kann sie entweder aus Stecklingen oder Samen ziehen.
Die Samen kann man wahlweise in der Frühlingsmitte oder im Herbst in Anzuchttöpfen ansäen. Normalerweise dauert es zwei Wochen, bis die Samen keimen.
       
Sammeltipps
Sobald die unteren Früchte reif sind, werden die ganzen Pflanzen geerntet. Man kann sie frisch oder getrocknet nutzen. Zum Trocknen hängt man die gesamte Pflanze in lockeren Bündeln kopfüber an einen halb-schattigen, trockenen Platz.

MANNA
Die Manna-Esche, auch Blumen-Esche oder Schmuck-Esche genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Eschen in der Familie der Ölbaumgewächse. Ihren Namen verdankt sie dem Saft, der aus angeritzten Ästen und Zweigen austritt und schnell erhärtet. Der Saft enthält neben einigen anderen Inhaltsstoffen den süß schmeckenden, sechswertigen Alkohol Mannitol und ist daher für die medizinische Anwendung interessant. In Süditalien wird die Manna-Esche zur Gewinnung des Siebröhrensaftes (Manna) in Plantagen angebaut.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Fraxinus ornus
Verwendete Pflanzenteile: Saft aus dem Stamm
 
Anwendung
Als Heildroge dient Manna, der durch Einschnitte in die Rinde gewonnene, an der Luft eingetrocknete Saft (genannt Manna cannelata) 8 bis 10 Jahre alter Bäume. Der Saft enthält bis zu 9% Mannitol neben Stachyose und anderen Zuckern; in Spuren kommt auch Fraxin vor. Anwendung: Manna ist ein mildes Abführmittel und kann beispielsweise bei Hämorrhoiden und Darmfissuren oder anderen Erkrankungen, bei denen eine Darmentleerung mit weichem Stuhl erwünscht ist, verwendet werden. Auch Schwedenkräutermischungen enthalten oft Manna. Wirkstoff ist auch hier das süß schmeckende Mannitol. Mannitol ist ein Polyol und hat seinen Namen von der Manna-Esche erhalten. Mannitol wird kaum im Darm resorbiert, sondern hält dort Wasser zurück, vermehrt dadurch den Darminhalt und regt somit die Peristaltik an. Als osmotisches Abführmittel darf Manna langfristig nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Intravenös verabreicht führt Mannitol zu einer starken Diurese, wie sie beispielsweise bei Vergiftungen und drohendem Nierenversagen erwünscht ist. Allerdings ist der medizinische Einsatz von Mannitol im akuten Nierenversagen umstritten und kann sogar gesundheitsschädlich sein. Darüber hinaus hat Mannitol eine gewisse Bedeutung als Zuckeraustauschstoff für Diabetiker, da der Stoff unabhängig von Insulin abgebaut wird. Auch als Füll- und Bindemittel für Tabletten wird Mannitol verwendet. Heute gewinnt man Mannitol meist durch Hydrierung von Glucose oder Invertzucker.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Manna-Esche ist ein sommergrüner, laubabwerfender Baum, der Wuchshöhen von 5 bis 10, selten bis 25m erreicht. Er bildet eine lockere, ziemlich lichte und rundlich gewölbte Krone. Der Stamm ist drehrund, gerade und gabelt sich erst in einiger Höhe vom Boden entfernt. Die dunkelgraue oder schwärzlich-graue, warzige Borke besitzt im Gegensatz zur Gewöhnlichen Esche kein deutliches Furchen- und Leistenmuster. Die Äste gehen zum größten Teil strahlend ab, sind aber häufiger gebogen und gedreht als bei der Gewöhnlichen Esche. Die Rinde der Zweige ist oliv- bis graugrün, rundlich bis zusammengedrückt vierkantig und fein punktiert durch hellbraune Lentizellen. Die gegenständigen Knospen sind an der Vorderseite stumpf und etwas gewölbt und besitzen nur zwei äußere, (silbrig bis bräunlich-) graue Knospenschuppen. Die kreuzgegenständig angeordneten Laubblätter sind unpaarig gefiedert und ungefähr 15 bis 20 cm lang sowie im Umriss oval. Es sind meist 5 bis 9 Fiederblättchen vorhanden. Die deutlich gestielten Fiederblättchen sind eiförmig-lanzettlich, an der Vorderseite zugespitzt, gezähnt bis unregelmäßig gesägt und jeweils ungefähr 3 bis 7 cm lang. Ihre Oberseite ist mittelgrün, die Unterseite ist heller und auf den Blattadern vor allem an der Blättchenbasis bräunlich oder weißlich behaart.
Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Die angenehm duftenden Blüten erscheinen gleichzeitig mit den Blättern. In end- oder seitenständigen, zuerst aufrechten, später überhängenden, sehr dichten, ungefähr 10 cm langen und genauso breiten, am Grund beblätterten, rispigen Blütenständen stehen viele Blüten zusammen. Die Blüten sind vierzählig. Die vier Kelchblätter sind unscheinbar. Die vier weißlichen Kronblätter sind 7 bis 15mm lang. Das einsamige Nüsschen (Samara) ist einseitig geflügelt, wobei der sehr schmale, längliche und ungefähr 2cm lange Flügel an der Vorderseite etwas ausgerandet ist. Die im Oktober reifen Früchte färben sich glänzend dunkelbraun.

BACHBLÜTE IMPATIENS
Ich fühle mich isoliert                                            
Sie fühlen sich öfter isoliert
Impatiens hilft das Gefühl der Isolation zu lösen
BACHBLÜTE LARCH
Ich bin leicht beeindruckbar durch Leistungen anderer  
Diese Menschen sind leicht beeindruckbar durch die Leistungen ihrer Mitmenschen
Hier hilft Larch sich nicht mehr beeindrucken zu lassen durch deren Leistungen
Hildegards Lebens- und Heilmittel
Getreide
GERSTE
Gerste ist eng verwandt mit Weizen und Roggen, besitzt jedoch eine wesentlich höhere Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Klimata. In Finnland wird sie bis zum 70. Breitengrad gepflanzt und im Himalaja wächst sie auf über 4.000 Höhenmetern.
Gerste wird heutzutage überwiegend als Viehfutter und als Braugerste für die Bierherstellung angebaut. Besonders die Sommergerste ist stärkereich und eiweißarm und daher gut geeignet für die Herstellung von Malz. Dabei handelt es sich um vorgekeimte gedarrte Gerstenkörner als Hauptbestandteil des Bieres.
In der Hildegardküche spielt Gerste als Nahrungsmittel nur eine untergeordnete Rolle, da Hildegard ihr weniger Heilkräfte als den anderen Getreidearten zuschrieb. In seiner flüssigen Form als Bier wird die Gerste jedoch auch von ihr als gut und bekömmlich geschätzt.

Der Ganzwickel
Der Ganzwickel, der größte und somit auch der wirkungsstärkste Wickel, reicht vom Hals bis zu den Füßen.
Wie man einzelne Körperteile einwickeln kann, so kann auch der ganze Körper mit einem gro0en Tuche eingewickelt werden, welches entweder in gewöhnliches Wasser oder in Kräuterabsude getaucht wird.
TECHNIK
Wolldecke und Zwischentuch in entsprechender Größe werden auf dem Bett wickelfertig ausgebreitet. Das Innentuch wird ins Wasser getaucht, gut ausgewrungen und auf die anderen Tücher platziert. Der Patient, der gut erwärmt sein soll, legt sich nun auf die vorbereiteten Tücher und bekommt ein weiteres nasses Handtuch über die Brust bis zu den Rumpfseiten gelegt. Man beginnt mit dem Wickeln am Hals, auch hier kann für einen besseren Abschluß wieder ein Tuch eingesteckt werden. Das Innentuch wird zuerst von der einen Seite über den Körper gelegt und dann von der anderen Seite, so daß ein Ende das andere überdeckt. Die Beine und der Unterkörper werden nach der gleichen Technik wie beim Unterwickel eingepackt.
Der ganze Körper wird derart eingewickelt, daß überall das Tuch möglichst genau auf der Haut aufliegt.
Die beiden äußeren Tücher werden auf die gleiche Weise um den Körper gelegt.
Die Dauer dieses Wickels ist gewöhnlich eine bis anderthalb Stunden. Ist diese Zeit vorüber, so soll er entfernt werden. Statt des Ganzwickels empfehle ich der leichteren Anwendung und des guten Erfolges wegen den sogenannten Spanischen Mantel.
WIRKUNG
Der Ganzwickel wird besonders bei fieberhaften Erkrankungen und zur Stoffwechselanregung verwendet.

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