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HONIGKLEE
Steinklee, auch Honigklee genannt, ist eine Pflanzengattung, die zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler gehört. Die etwa 20 Arten sind in Eurasien verbreitet.
Der anmutige Honigklee, auch Steinklee genannt, schwingt sich leicht, wie eine Fe-der, über den steinigen Boden, auf dem er gerne wächst. Er ist ein wunderbares Heilmittel für das Blutgefäßsystem und den Lymphfluss. Selbst bei Migräne hat er eine hilfreiche Wirkung.
 
Anwendung
Drei Arten sind landwirtschaftlich bedeutsam: Weißer, Gelber und Indischer Steinklee. Im Feld dient Steinklee als Weidepflanze, besonders auch als Bienenweide und zur Gründüngung. Aus geschnittenem Steinklee wird Heu oder Silage bereitet. Durch das beim Trocknen der Pflanzen freiwerdende Cumarin bekommt das Heu den typischen Heugeruch, beziehungsweise es duftet nach Waldmeister. Verdorbenes Heu und schlecht konserviertes Silofutter hingegen enthalten Dicumarol, ein Abbauprodukt des Cumarins. Der Echte oder Gelbe Steinklee bevorzugt steinige Standorte. Medizinisch verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile vom Echten Steinklee, aber auch das Kraut vom Hohen Steinklee, der auf eher feuchten Plätzen (Wiesen) zu finden ist.
Honigklee wird vor allem äußerlich in Form von Auflagen, Kräuterkissen, Salben und Pflastern gegen Schwellungen, Entzündungen und Wunden eingesetzt. Innerlich als Tee oder Tinktur nimmt man ihn bei Bronchitis, Durchblutungsstörungen, Migräne und zur Verbesserung der Lymphzirkulation.
 
Pflanzenbeschreibung
Steinkleearten sind ein- bis zweijährige krautige Pflanzen. Die wechselständig und spiralig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die unpaarig gefiederte Blattspreite enthält nur drei Fiederblättchen. Die Ränder der Fiederblättchen sind gezähnt. Die Nebenblätter sind mit dem Blattstiel verwachsen. Die Blüten stehen in achselständigen, unverzweigten, traubigen Blütenständen zu-sammen. Es sind nur winzige Tragblätter vorhanden. Die gestielten, zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen. Die mehr oder weniger ungleichen Kelchzähne sind deutlich kürzer als die Kronröhre. Die fünf gelben oder weißen Kronblätter stehen in der typischen Form der Schmetterlingsblüte zusammen. Das aus zwei Kronblättern verwachsene Schiffchen ist kürzer als die beiden Flügel. Neun der zehn fertilen Staubblätter sind untereinander röhrig verwachsen mit gleichgestaltigen Staubbeuteln. Es ist nur ein oberständiges Fruchtblatt vorhanden mit ein bis fünf Samenanlagen. Der Griffel ist dünn. Die Bestäubung erfolgt durch Hymenoptera, hauptsächlich durch Bienen. Die kleine Hülsenfrucht ist etwa so lang wie der Kelch und enthält ein bis vier Samen. Als Verbreitungseinheit dient die Frucht oder der Same.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Blutergüsse, Blutfluss fördernd, chronische Bronchitis, Drüsenschwellungen, Furunkel, Gallen- und Magenbeschwerden, Gefäßwände heilend, Gelenkschmerzen, Geschwüre, Kopfschmerzen, Krampfadern, Migräne, Milchknoten, Ödeme, Offene Beine, Quetschungen, Rheumatische Schmerzen, Venenentzündungen, Verbesserung der Lymphzirkulation, Wundheilung
wissenschaftlicher Name: Melilotus officinalis
Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler = Fabaceae
englischer Name: Melilot
volkstümliche Namen: Bärenklee, Mottenklee, Melilotenklee, Goldklee, Schoten-klee, Mottenkraut
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: Glykoside, Melilotin, Cumarin, Flavonoide, Melilotsäure, Benzoesäure, Schleim, Cholin
Sammelzeit: Mai bis August

KRIECHENDER GÜNSEL
Der Kriechende Günsel ist eine Pflanzenart aus der Gattung Günsel innerhalb der Familie der Lippenblütler.
Der kriechende Günsel ist eine hübsch aussehende, blau blühende Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Er ist relativ unbekannt und wird auch nur selten in unseren Gärten angebaut, obwohl er schön genug ist, um als Zierpflanze gelten zu können. Als Heilpflanze wirkt der kriechende Günsel beruhigend. Er wirkt bei Sodbrennen und Einschlafstörungen. Äußerlich angewandt kann man ihnen bei Wunden, zur Behandlung von Narben und Geschwüren einsetzen.
 
Anwendung
Innerlich
Kriechender Günsel kann man innerlich, als Tee oder Tinktur bei vielerlei Verdauungsbeschwerden einsetzen. Speziell bei Sodbrennen und Magengeschwüre wird er gerne eingesetzt.  Außerdem hilft Kriechender Günsel gegen Entzündungen im Mundraum und im Rachen. Man kann ihn also auch gegen Angina verwenden. Da der kriechende Günsel beruhigend wirkt, kann man ihn auch bei Schlaflosigkeit und Nervosität verwenden. Mit seinen entzündungshemmenden, schmerzstillenden und harntreibenden Eigenschaften eignet sich der kriechende Günsel auch hervorragend zur Behandlung rheumatischer Entzündungsprozesse. Seine Wirkung ähnelt der Wirkung der afrikanischen Teufelskralle, denn beide enthalten den Wirkstoff Harpagid.
Äußerlich
Äußerlich kann man Kriechender Günseltee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man schlecht heilende Wunden, Ekzeme und Geschwüre lindern. Kriechender Günsel hilft äußerlich eingesetzt auch zur Nachbehandlung von Narben.
Nutzung als Zierpflanze
Kriechender Günsel wird auch als Bodendecker unter lichten Sträuchern und Bäumen verwendet, besonders die Variante mit metallisch glänzendem dunkelrotem Laub. Durch die langen Ausläufer wächst er oft auch in den Rasen und wird dann meistens als Unkraut betrachtet. Außerdem gibt es Zuchtformen, die z. T. geflecktes Laub haben oder weniger ausbreitungsfreudig sein sollen.  
 
Pflanzenbeschreibung
Die Kriechender Günsel ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt an halbschattigen oder schattigen Stellen, daher ist er oft im Wald und auf Waldlichtungen anzutreffen. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 30 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt das verzweigt wachsende Wurzel-Rhizom zunächst glänzend dunkelgrüne Blätter aus. Von den Ausläufern des Rhizoms hat der kriechende Günsel vermutlich auch seinen Namen bekommen. Die Blätter sind am Rand leicht gewellt. Ab Mai wächst der Stängel des kriechenden Günsels in die Höhe und wird zum aufrechten Blütenstängel. Die violetten Lippenblüten erscheinen zwischen Mai und Juni. Manchmal sind die Blüten auch hellrosa, was eine Varietät des kriechenden Günsels darstellt.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche
Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, entzündungshemmend, harntreibend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: Mundschleimhautentzündung, Mandelentzündung, Magenübersäuerung, Sodbrennen, Magengeschwür, Schlaflosigkeit, Rheuma, Gicht, Gelenkentzündungen, Ödeme, Knochenbrüche, Wunden, Narben, Geschwüre, Ekzeme
wissenschaftlicher Name: Ajuga reptans
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
volkstümliche Namen: Kriech-Günsel
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Ajugol, Ajugoside, Harpagid, Delphinidin, Aucubin, Gerbsäure
Sammelzeit: Mai bis Juni

BACHBLÜTE HONEYSUCKLE
Man denkt mit Wehmut            
Diese Menschen denken mit Wehmut
Hier kann die Blüte die Wehmut hinter sich lassen
 

BACHBLÜTE HORNBEAM
Der Kopf brummt nach zu langem Fernsehen, zu vielem Lesen, zu vielen Lernen und anderen sensuellen Überladungen
Diesen Menschen brummt der Kopf nach zu langem Fernsehen, zu vielem Lesen, aber auch zu vielem Lernen
Mit der Bachblüte können sie dieses brummen im Kopf abstellen
Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Atemwegserkrankungen
ZUR REKONVALESZENZ
Zypressenbad
Bei Kreislaufschwäche und Schwächegefühlen nach Krankheit empfiehlt Hildegard ein Stärkungsbad mit einem Bund Zypressenzweigen: „Aber auch wer schwach ist oder sogar am ganzen Körper ermattet, der koche die Zweige mit den Blättern im Wasser und er nehme in diesem Wasser ein Bad und er nehme es so oft und er wird geheilt werden und seine Kräfte wiedererlangen.“ Dieses Bad regt zusätzlich die Durchblutung an.
Gerstenkörnerbad
In der Rekonvaleszenz ist dieses Bad mit Gerste gut. Aber auch bei allgemeiner Kraftlosigkeit und Körperschwäche hilft es.
Zutaten: 3-5kg Gerstenkörner
Zubereitung: Gerstenkörner 15 Minuten in Wasser kochen. Anschließend 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Den Sud in das Badewasser geben und 15 bis 20 Minuten in der Wanne entspannen. Gerstenbäder sollten zwei- bis dreimal die Woche genommen werden, bis sich der Kranke besser fühlt.

ZUBEREITUNG DER HEILMITTEL (Kneipp)
Kneipp bereitete die Heilmittel in der Regel als Tinktur oder Extrakt, Tee, Pulver oder Öl auf.
Tinkturen oder Extrakte
Die inneren Heilkräfte können aus einer Pflanze in verschiedener Weise ausgezogen werden. Den besten, stärksten Auszug erhalten wir im eigentlichen Extrakt.
Der Extrakt wird folgendermaßen bereitet:
Man sucht unter den Kräutern und Beeren usw., aus denen man den Extrakt gewinnen will, die besten aus. Diese trocknet man auf einem Brett an der frischen Luft, stets jedoch im Schatten, niemals an der Sonne. Beim Trocknen wird sich noch manches zeigen, was als untauglich verworfen werden muß.

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