Direkt zum Seiteninhalt
KATECHU
Die Gerber-Akazie, manchmal auch Katechu-Akazie oder nur Katechu genannt, ist eine in Süd- und Südostasien beheimatete Art der Gattung der Akazien.  
 
Steckbrief
Heilwirkung: Durchfall, Halsentzündung, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name: Acacia catechu
Verwendete Pflanzenteile: Kernholz
 
Nutzen
Die Samen enthalten einen wasserlöslichen Schleim mit hohem Proteingehalt, der vom Menschen verzehrt werden kann. Die Blätter gelten als gutes Viehfutter und werden vor allem an Ziegen verfüttert. Das Holz ist ein gutes Brennholz, dass auch geköhlert wird. Auch als Bauholz ist das Holz gut geeignet. Ein aus dem Hartholz gewonnenes tanninhaltiges Harz, das Cutch genannt wird findet in der Gerberei und beim Färben Verwendung. Aus der Rinde kann Gummi arabicum gewonnen werden. Kristallines Cutch, das dann Khersal genannt wird, wird zur medizinischen Behandlung von Halsleiden verwendet. Der Wirkstoff der Gerber-Akazie soll ein starkes Adstringens sein, das bei chronischem Durchfall, Ruhr und Kolitis sowie bei Leukorrhoe helfen sowie könne es als Mundwasser bei Stomatitis (Entzündung der Mundschleimhaut), Gingivitis (Entzündung des Zahnfleisches), Pharyngitis (Entzündung des Rachens) und Laryngitis (Entzündung des Kehlkopfs) verwendet werden. Dazu soll das Kernholz getrocknet werden
 
Beschreibung
Die Gerber-Akazie ist ein laubabwerfender Baum, der Wuchshöhen zwischen 6 und 10 Meter erreicht. Die Borke ist brüchig und reißt in flächige Streifen auf. Die Zweige besitzen eine flaumig behaarte Rinde und tragen häufig ein paar hakenförmige Dornen unterhalb der Nebenblätter. Beispielsweise im nördlichen Indien fallen die Laubblätter etwa im Februar und ist während der heißen Jahreszeit ohne Laubblätter; gegen Ende April oder im Mai werden neue Laub-blätter gebildet. Die Laub-blätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Basis des Blattstiels befinden sich Drüsen. In der doppelt paarig gefiederte Blattspreite sitzen an der zottig behaar-ten Blattspindel (Rhachis) 10 bis 30 Paaren an Fiedern erster Ordnung mit jeweils 20 bis 50 Fiederblättchen. Die bewimperten Fiederblättchen sind bei einer Länge von 2 bis 6 Millimeter und einer Breite von 1 bis 1,5 Millimeter linealisch.
In den Blattachseln stehen jeweils eine bis vier 2,5 bis 10 Zentimeter lange ähri-ge Blütenstände. Die zwittrigen Blütensind gelb bis weiß mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist glockenförmig und 1,2 bis 1,5 Zentimeter groß. Die Kelchzähne sind deltoid und behaart. Die spärlich flaumig behaarten Kronblätter sind bei einer Länge von etwa 2,5 Zentimeter lanzettförmig oder verkehrt-lanzettlich. Die Staublätter sind zahlreich. Der Fruchtknoten misst etwa 1 Millimeter und ist drüsig. Die Fruchtstiele sind 3 bis 7 Millimeter langen. Die braun glänzenden Hülsenfrüchte sind bei einer Länge von 12 bis 15 Zentimeter sowie einer Breite von 1 bis 1,8 Zentimeter riemenförmig und relativ flach. Die Früchte reißen nach der Fruchtreife auf und enthalten drei und zehn Samen. In China reifen die Früchte zwischen September und dem darauf folgenden Januar.

POLEIMINZE t
Die scharf und würzig schmeckende Poleiminze mit ihren violetten Blüten sieht der normalen Pfefferminze sehr ähnlich, ist jedoch kleiner. Der Geruch ist angenehm, manchmal auch scharf minzig. Die Poleiminze enthält ein Gift, das Pulegon. Daher ist diese Minze nur mit Vorsicht für innerliche Zwecke einsetzbar. Die Poleiminze kommt zwar fast in ganz Europa vor, ist aber sehr selten geworden, daher ist sie in einigen Ländern geschützt und steht auf der roten Liste. Die Polei-Minze, auch Polei oder Flohkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Minzen innerhalb der Familie der Lippenblütler.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Menstruationsstörungen, Verdauungsbeschwerden
Heilwirkung: adstringierend, gebärmutteranregend, schweißbildend, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche: Blähungen, Erkältungen, Fieber, Flatulenz, Galle, Insekten, Koliken, Leber, Leibschmerzen, Mäuse, Menstruationsstörungen, Neuralgien, Ratten, Schmerzen, Verdauungsbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Mentha gibraltaica, Mentha hirtiflora, Mentha pulegium
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Penny royal
volkstümlicher Name: Flohkraut, Hirschminze, Polei, Poleiminze, Poleyminze
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe: ätherische Öl, Diosmin, Flavonglykoside, Gerbstoffe, Hesperidin, Isomenthon, Menthon, Neoisomenthylacetat, Piperiton, Pulegon
Kontraindikation: Kinder, Leberkrankheiten, Schwangerschaft, Stillzeit
Nebenwirkungen: Bei hoher Dosierung: Vergiftungen z.B. mit Erbrechen und Atemlähmung. Bei Dauergebrauch: Leberschäden
 
Anwendung
Die giftige Poleiminze sollte nur äußerlich eingesetzt werden. Minzöle dürfen bei Kleinkindern nicht im Bereich der Nase und Mund eingesetzt werden, da u.a. ein Atemstillstand ausgelöst werden kann.
Die Polei-Minze gilt in allen Pflanzenteilen als wenig giftig bis giftig. Hauptwirkstoffe sind das in ihr mit 1 bis 2% enthaltene ätherische Öl, das zu 80 bis 94% Pulegon enthält neben Piperiton, Limonen und anderen Bestandteilen. Vergiftungserscheinungen sind Würgen, Erbrechen, Blutdrucksteigerung, zentrale, narkoseartige Lähmung, nach größeren Dosen Tod durch Atemlähmung. Vergiftungen wurden nach dem Gebrauch der Droge als Abortivum bekannt. Für die Giftwirkung dürfte das Pulegon verantwortlich sein. Das ätherische Öl zeigt eine gewisse insektizide Wirkung und soll Flöhe vertreiben können. Als Abwehrmittel gegen Insekten, insbesondere gegen Flöhe, genießt die Polei-Minze einen besonderen Ruf. Das Artepitheton pulegium ist vom lateinischen Wort pulex für Floh abgeleitet. Heutzutage wird die Polei-Minze nur noch wenig in der Küche verwendet, weil sie einen sehr strengen Geschmack hat. Ein Tee, aus ihren Blättern zubereitet, soll verdauungsfördernd wirken. Auch als Mundwasser zum Gurgeln kann er verwendet werden. Die Polei-minze enthält das Gift Pulegon, weshalb diese Minzen-Art nur mit Vorsicht für inner-liche Zwecke einsetzbar ist.
Verwendung als Heilpflanze  
Als Droge dient das Poleiminzenkraut. Wirkstoffe sind: Das ätherische Öl mit 15 bis 90% Pulegon als Hauptbestandteil, neben Menthon und Piperiton Menthol, Lamiaceen-Gerbstoffe und Flavonoide. Anwendungen: Poleiminzenkraut wurde früher in der Volksheilkunde vor allem gegen Verdauungsbeschwerden mit Blähungen und Koliken, Leber- und Gallenbeschwerden und beim Ausbleiben der Monatsblutung verwendet. Da inzwischen leberschädigende Wirkungen aufgrund des Pulegongehalts bekannt wurden, wird heute von dem Gebrauch der Droge als Tee abgeraten (vor allem in der Schwangerschaft), lediglich die Anwendung als Gewürz ist vertretbar. Vergiftungserscheinungen mit tödlichem Ausgang wurden nach Anwendung des ätherischen Öls als Abtreibungsmittel wiederholt beschrieben. In der Antike wurde das Mittel als Methode zur Empfängnisverhütung und Abtreibung eingesetzt.
Tee
8 Teelöffel getrockneter Wasserminzen-Blätter mit 1 Liter kochendem Wasser über-gießen, abdecken, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Für die äußerliche Anwendung kann man den Teeaufguß für Bäder, Waschungen und Kompressen verwenden.
Schädlingsbekämpfung
Mit dem Öl und dem Kraut, kann man Insekten, Mäuse und Ratten vertreiben.
Homöopathie
Die ganze blühende Pflanze wird verarbeitet und als Mentha pulegium bei Beschwerden im Verdauungstrakt eingesetzt.  
 
Geschichtliches
Minzen gehören zu den ältesten Heil- und Ritualpflanzen der Menschen. Wird in Spanien und Marokko angebaut. Es wird Poleiöl (Poleiminzöl) aus dem frischen Kraut hergestellt.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Poleiminze ist in Südeuropa heimisch. Sie ist von Westeuropa bis nach Vorderasien zu finden. Sie wächst bevorzugt auf feuchten und nährstoffreichen Böden, z.B. an Ufern von Flüssen, Teichen und Seen. Die mehrjährige eher kriechende Minze wird zwischen 5 und 40 Zentimeter hoch. Die schmalen Blätter sind eiförmig und bis zu 3cm lang. Die violetten Blüten erscheinen an achselständigen Scheinquirlen zwischen Juli und September. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.
Die Polei-Minze ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 50 Zentimetern erreicht. Sie besitzt unter- und oberirdische Ausläufer, die kahl bis kurz verstreut behaart sind. Sie ist häufig rot überlaufen. Die Pflanzenteile riechen scharf aromatisch. Der niederliegende bis aufsteigende und verzweigte Stängel ist fast kahl. Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind kurz gestielt. Die einfache Blattspreite ist 0,8 bis 3 Zentimeter lang und 0,3 bis 1 Zentimeter breit, eiförmig bis schmal elliptisch und am Grund verschmälert. Die hellgrüne, einfache Blattspreite ist von einem oder zwei bis drei Paaren bogiger Fiedernerven durch-zogen und an der Unterseite behaart. Der Blattrand ist undeutlich gezähnt bis annähernd ganzrandig.
Die Blütezeit reicht Mai bis September. Viele Blüten stehen in 5 bis 15 Scheinquirlen, die deutlich voneinander getrennt und 10 bis 15 Millimeter breit sind. Die Tragblätter der Scheinquirle sind den Stängelblättern ähnlich und knapp doppelt so lang wie die Blüten. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die 2,5 bis 3 Millimeter langen Kelchblätter sind röhrig verwachsen und schwach zweilippig (darin unterscheidet sich diese Art von allen anderen Mentha-Sippen, bei denen der Kelch in mehr oder weniger gleichen fünf Kelchzähnen endet) mit zehn Nerven. Außen ist der Kelch dicht und kurz behaart und zur Fruchtreife durch einen Haarkranz verschlossen. Die ungleichen Kelchzähne sind ein Drittel bis ein Fünftel so lang wie die Kelchröhre und mit Wimpern versehen. Der obere Zahn ist größer als die anderen. Die rosafarbene und selten weiße Krone ist 4,5 bis 7 Millimeter lang und endet in etwa gleich langen, verkehrt-eiförmigen Kronzipfeln. Die Kronröhre hat innen einen leichten Haarkranz. Die vier fertilen Staubbeutel sind 0,4 Millimeter lang. Die Klausen sind 0,7 bis 0,8 Millimeter lang, glatt und hellbraun.
 
Anbautipps
Vermehrung durch Wurzelteilung. Die Poleiminze mag feuchte Böden. Der Standort sollte halbschattig oder sonnig sein.
 
Sammeltipps
Frische Polei-Blätter können ständig geerntet werden. Zum Trocknen: Die Stängel mit den Blättern kurz vor der Blüte bei gutem sonnigen Wetter ernten. Zügig bei maximal 35°C trocknen, anschließend die getrockneten Blätter von den Stängeln abstreifen. Die Blätter in geschlossenen Behältern lagern.

BACHBLÜTE HONEYSUCKLE
Ich bin unkonzentriert, weil ich ständig an die Vergangenheit denke
Diese Menschen sind sehr unkonzentriert, weil sie ständig an die Vergangenheit müssen
Mit der Bachblüte können sie die Vergangenheit ruhen lassen und können sich wieder konzentrieren
BACHBLÜTE HORNBEAM
Ich zweifle daran, die tägliche Arbeit zu schaffen
Diese Menschen zweifeln an sich, die täglichen Arbeiten zu schaffen
Hier kann die Blüte diese Zweifeln ausräumen
Hildegards Lebens- und Heilmittel
Getreide
ROGGEN
Hildegard von Bingen schreibt über den Roggen, der das meistverwendete Getreide ihrer Zeit war: „Roggen erhitzt den Menschen, obwohl er mehr auskühlt als Weizen. Dafür hat er viele andere Werte. Gesunde essen mit Nutzen Roggenbrot, da es die Gesundheit stärkt. Roggenbrot sollten alle mit starkem Fettansatz essen, weil es sie kräftig macht und ihr Speckpolster mindert. Menschen mit schwachem Magen sollten kein Roggenbrot essen, weil sie se nicht verdauen können.“
Der Roggen verdankt seinen schlankmachenden Ruf dem geringen Anteil von nur 1,6 Prozent Fett. Sein Kaloriengehalt ist der niedrigste aller Getreideart (312 Kalorien, d.h. 1325 Joule auf 100g). für die schwere Verdaulichkeit des Roggens sorgen Zuckerfraktionen, die im Darm von Bakterien zersetzt werden. Dabei kommt es zur Gasbildung. Diese Zucker (Stachyose und Raffinose) sind auch in Hülsenfrüchten enthalten. Positiv wirkt sich der Verzehr von Roggen auf Blutdruck und Kreislauf aus. Eisenmangel kann auf diese Weise vorgebeugt werden.

Die Unterwickel
Der Unterwickel beginnt in der Höhe der Brustwarzen und reicht ganz hinunter, so daß sowohl die Beine wie der Leib eingewickelt werden. Die Arme und der Oberkörper bleiben frei.
Achtung: Der Unterwickel zählt zusammen mit dem Ganzwickel, dem sog. Spanischen Mantel und dem nassen Hemd, die in den folgenden Abschnitten beschrieben werden, zu den groß Wickeln, die nur auf Anraten des Arztes nagewendet werden sollten!
Für die Anwendungen wird stets eine Hilfsperson benötigt.
Zurück zum Seiteninhalt