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Saatwucherblume t
Die Saatwucherblume ist eine gelb blühende Pflanze, die einer Margerite ähnelt. Sie war einmal eine weit verbreitete Pflanze, die überall auf den Äckern und in den Getreidefeldern zu finden war. Weil die Saatwucherblume überall im Mitbewerb zu den Nutzpflanzen stand, wurde im Laufe der Jahrhunderte die Pflanze bekämpft. Erst mit der modernen Landwirtschaft wurde die Pflanze selten und findet sich heute öfters in Ziergärten. Der Einsatz als Heilpflanze war und ist kaum gebräuchlich, da es wirksamere Pflanzen gibt.
Die Saat-Wucherblume ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Antiseptikum, Wurmmittel
Heilwirkung: antiseptisch, gerinnungshemmend, harntreibend, magenstärkend, wurmabtreibend
Anwendungsbereiche: Infektionen, Magen, Gelbsucht, Würmer
wissenschaftlicher Name: Chrysanthemum segetum, Glebionis segetum
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Corn Marigold, Corn Daisy
volkstümlicher Name: Goldblume, Saat-Margerite, Saatwucherblume, Twölfgrotenblume, Wucherblume
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, frische Triebe, Samen
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Cumarine
Sammelzeit: Mai bis Oktober
 
Anwendung
Die Saat-Wucherblume wird zerstreut als Zierpflanze für Sommerblumenbeete sowie als Schnittblume genutzt. Die Art ist seit spätestens 1588 in Kultur. Es gibt fast keine Aufzeichnungen zur genauen Anwendung. Samen und getrocknete Blätter wurden in Tees genutzt. Zeitweise die frischen Triebe als einigendes Gemüse (gegen Würmer?). Wegen des möglichen Cumarin-Gehalts ist die Pflanze leicht giftig, daher sollte die Pflanze nicht als Gemüse gegessen werden.
 
Geschichtliches
Vermutlich hat die Saatwucherblume ihren Ursprung im Mittelmeerraum, durch den Getreideanbau und die Dreifelderwirtschaft verbreitete sie sich mit dem Ackerbau in ganz Europa und später in Nordamerika. Problematisch ist, dass die Saatwucherblume das Getreide und andere Nutzpflanzen überwuchert und erstickt. Im Mittelalter verbreitete sich die Saatwucherblume so stark, dass lokale Gesetze gegen das gefürchtete Unkraut erlassen wurden um die Ausbreitung zu verhindern. Der Name Twölfgrotenblume entstand aus der Strafe von zwölf Groten, wenn man auf dem Acker die Saatwucherblume gefunden wurde. Zeitweise wurde die Saatwucherblume auch als Gewürz und Färbemittel genutzt. Durch modernen Ackerbau und Unkrautvernichtungsmittel findet man die Saatwucherblume im normalen Acker nicht mehr. Sie ist mittlerweile eine der seltenen Pflanzen geworden. Ab- und zu werden kleiner Bestände durch Begrünungsansaaten eingeschleppt.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Saat-Wucherblume ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimeter erreicht. Die Blätter sind unzerteilt, vorn verbreitert und grob gezähnt bis dreispaltig eingeschnitten. Die oberen sind stängelumfassend. Die Blütenköpfe haben einen Durchmesser von 4 Zentimetern. Die Zungenblüten/ Strahlblüten sind gelb bis dunkelgelb. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober.
Die Saatwucherblume ist in Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt auf kalkarmen Boden. Die einjährige Pflanze wird bis 20 bis 80 cm hoch. Die Blätter sind etwas dickfleischig. Die Saatwucherblume blüht von Mai bis August. Die gelben Blüten haben einen Durchmesser von 30-55 mm.
 
Anbautipps
Die Saatwucherblume stellt keine besonderen Ansprüche. Die Aussaat erfolgt im Frühling (April bis Ende Mai). Der Boden und Gießwasser müssen kalkarm sein, ein feinkrümeliges Saatbett ist von Vorteil und die Bedeckung darf maximal ein halber Zentimeter stark sein. Man sollte aber darauf achten, dass die Pflanze im Garten sich nicht zu stark ausbreitet und ihrem Namen alle Ehre macht. Das Saatgut bekommt man im Online-Samenhandel oder ist in einigen Sommerblumen- und Bauerngartenmischungen enthalten.
 
Sammeltipps
Im Frühjahr die frischen Triebe für Gemüse. Im Frühsommer die Blüten als Färbemittel. Im Herbst die Samen.

Rainkohl
Der Rainkohl ist eine Wildpflanze, die besonders gerne in der Nähe der Menschen wächst, und obwohl sie über einen Meter hoch werden kann, wird sie meistens übersehen. Seine kleinen, gelben Blüten erheben sich in die Luft als würden sie schweben. Dabei kann man die jungen, üppigen Blätter, die vor allem in Bodennähe wachsen, als Wildsalat oder Gemüse essen. Zerquetscht kann man die Blätter zur Linderung auf Hautentzündungen oder Schnittwunden legen. Als Tee hilft der Rainkohl gegen Lymphknotenschwellungen und Verstopfung.
Der Gemeine Rainkohl (Lapsana communis), auch Gewöhnlicher Rainkohl oder einfach Rainkohl genannt, ist die einzige Art der Pflanzengattung Lapsana innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist eine alte Nahrungs- und Heilpflanze.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Drüsenschwellung, Verstopfung, Schnittwunden, Hautentzündungen
wissenschaftlicher Name: Lampsana communis
englischer Name: Nipplewort
Verwendete Pflanzenteile: Blüten,Blätter
Sammelzeit: Sommer
 
Nutzung
Die jungen Blätter des Rainkohls (April bis Juni) sind essbar und können zu Salat, Spinat, Omelett, Rührei oder Quiches dazugegeben werden. Später werden die Pflanzenteile zu faserig.
Das Kraut wurde früher auf Wunden gelegt. Der frische Milchsaft sollte die Heilung von Schnittwunden beschleunigen.
 
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Beim Gemeinen Rainkohl handelt es sich um eine ein-, selten zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 cm erreicht, meist jedoch etwa 50 cm. Der Rainkohl führt Milchsaft.
Die unteren Laubblätter sind leierförmig gefiedert, wobei die seitlichen Fiederblätter klein sind und das Endfiederblättchen sehr groß. Bei den oberen Blättern verschwinden die seitlichen Fiederblättchen dann ganz. Der Blattrand ist gewellt oder buchtig gezähnt.
Generative Merkmale
In einem lockeren rispigen Blütenstand sind mehrere körbchenförmigeTeilblütenstände angeordnet. Die Körbchenhülle besteht aus einer Reihe von elastischen Hüllblättern, die reif fast aufrecht stehen und eventuell noch zwei oder drei sehr kleine Außenhüllblätter Spreublätter fehlen. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von etwa 1 cm auf und enthalten nur relativ wenige (acht bis 15) Zungenblüten. Die zygomorphen, gelben Zungenblüten sind am vorderen Ende gestutzt mit fünf kleinen Zähnchen. Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die Blüten öffnen sich nur am Vormittag. Ist das Wetter bewölkt, dann bleiben sie den ganzen Tag geschlossen. Die etwa 20-rippigen Achäne besitzt keinen Pappus.

Bachblüten
Man kann die Atmosphäre an bestimmten Orten nicht ertragen (Aspen)
Sie können die Atmosphäre an bestimmten Orten einfach nicht ertragen
Aspen kann die Atmosphäre wieder ertragen
Bachblüten
Ich bin schnell aufgeregt (Beech)
Diese sind sehr schnell aufgeregt
Mit der Blüte können sie diese Aufregung zügeln
Was ist in Nahrungsmittel enthalten?
Hauptbestandteile unserer Nahrung, werden auch als Nährstoffe bezeichnet und können nach unterschiedlicher Gesichtspunkte eingeteilt werden.
Makronährstoffe à das sind energieliefernde Nahrungsbestandteile: wie Kohlenhydrate, Fette/ Lipide, Eiweiß/Protein und Alkohol.
Mikronährstoffe à das sind die nicht energieliefernde Nahrungsbestandteile: wie Vitamine und Mineralstoffe (Mengenelemente und Spurenelemente)
Nahrungsmittel bezeichnet Lebensmittel, die vorwiegend der Ernährung des Menschen dienen, Makronährstoffe (Proteine, Kohlenhydrate und Lipide) enthalten und somit dem Menschen Energie zuführen. Nahrungsmittel unterscheiden sich insofern von Trinkwasser, das auch zu den Lebensmitteln gehört. Gegenstück sind die sogenannten Genussmittel. Die Grenze ist dabei unscharf. Nahrungsmittel für andere Lebewesen werden als Futtermittel bezeichnet.
In der Vergangenheit wurde versucht, definitorisch anhand des stofflichen Nutzens für den Körper (Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine etc.) oder auch des physiologischen Brennwertes zwischen  Nahrungsmittel und Genussmittel zu unterscheiden. Mit der zunehmenden Kenntnis über Inhaltsstoffe, zum Beispiel über sekundäre Pflanzenstoffe, ist diese tradierte Trennung noch schwieriger geworden. Beispielsweise lässt sich heute bei Gewürzen unter Umständen ein konkreter stofflicher Nutzen darlegen, wo zuvor nur der Genuss als Nutzen feststellbar war.

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