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RAUWOLFIA ttt
Die Rauwolfia ist eine alte, stark wirkende Heilpflanze, die vor allem gegen Herzbeschwerden eingesetzt wird. Die Pflanze, die aufgrund ihrer gewundenen Wurzel auch Schlangenwurzel genannt wird, ist in Asien heimisch. Dort wird sie auch traditionell häufig angewendet, besonders auch in der Ayurveda-Heilkunde. Da die Rauwolfia giftig ist, sollte sie nur mit ärztlichem Rat angewendet werden. Die Indische Schlangenwurzel, auch Wahnsinnskraut, Schlangenholz, Indische Schlangenwurz oder Java-Teufelspfeffer genannt, gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse. Sie ist jedoch nicht identisch mit der als Amerikanische-, Schwarze- oder Wilde Schlangenwurzel bezeichneten Trauben-Silberkerze. Ebenfalls nicht zu verwechseln ist sie mit der oft auch als Schlangenholz bezeichneten Art Brosimum guianense, einem südamerikanischen Baum.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Bluthochdruck
Heilwirkung: abführend, beruhigend, blutdrucksenkend, gefäßerweiternd, krampflösend, pulssenkend, stimmungsaufhellend
Anwendungsbereiche: Allergien, Angst, Asthma, Depressionen, Ekzeme, Epilepsie, Fieber, Heuschnupfen. Hypochondire, Insektenstiche, Magengeschwür, Nervosität, Niedriger Blutdruck, Ödeme, Schlaflosigkeit, Schlangenbisse, Unruhe, Verstopfung, Wechseljahresbeschwerden, Würmer, Zwölffingerdarmgeschwür
wissenschaftlicher Name: Rauwolfia serpentina
Pflanzenfamilie: Hundsgiftgewächse = Apocynaceae
englischer Name: Indian Snakeroot
volkstümlicher Name: Schlangenwurz, Indische Schlangenwurzel, Java-Teufelspfeffer, Pagal-Ka-Dawa, Schlangenholz, Wahnsinnskraut
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Alkaloide, Monoterpen-Indolalkaloide, Papaverin, Reserpin, Rescinnamin, Raupin, Raubasin, Ajmalin, Ajmalicin, Stigmasterol, Thebain, Yohimbim
Sammelzeit: Herbst
 
Anwendung
Die Rauwolfia wird vorwiegend als Fertigpräparat eingesetzt. Sie ist eine so stark wirkende Heilpflanze, dass sie in höheren Dosen giftig ist. Daher darf sie nur verwendet werden, wenn sie vom Arzt verschrieben wird (gilt nicht für die homöopathische Anwendung). Anfangs wird meistens mit kleinen Mengen begonnen, bis man die optimale Dosis gefunden hat. Dann nimmt man Rauwolfia-Präparate als Langszeitanwendung bis zu einem Jahr.
Homöopathie
Homöopathisch wird die Rauwolfia in niedrigen Potenzen (D1 - D4) eingesetzt. Die Hauptanwendungsgebiete sind Bluthochdruck, und Depressionen. In diesen niedrigen Potenzen ist die Rauwolfia verschreibungs-pflichtig (bis einschließlich D3). In D6 wird die Rauwolfia serpentina zur Behandlung von Nervenproblemen verwendet.
Ayurveda
In der ayurvedischen Heilkunde gilt die Rauwolfia als trocken und erhitzend. Obwohl der Geschmack der Wurzel bitter ist, ist ihre Wirkung auf die Verdauung scharf. Pitta wird besänftigt, Vata und Kapha werden verringert. Wegen der beruhigenden Wirkung wird die Rauwolfia im Ayurveda vorwiegend gegen Krämpfe und nervöse Unruhe eingesetzt.
TCM - Traditionelle chinesische Medizin
In der chinesischen Medizin wird die Rauwolfia bei einer Schwäche von Leber-Yin und Nieren-Yin oder einem überstarken Leber-Yang angewendet. Hauptbeschwerden für ihren Einsatz sind Bluthochdruck mit Kopfschmerzen und Schwindel.
Gegenanzeigen
Rauwolfia-Präparate dürfen nicht bei jedem Patienten angewendet werden, weil sie bei einigen Krankheiten schaden können. Bei folgenden Erkrankungen oder Situationen darf die Rauwolfia nicht angewendet werden:
Arteriosklerose der Hirngefäße Nephrosklerose, entzündliche Arterienerkrankungen, Depressionen, Schwangerschaft, Stillzeit
Nebenwirkungen
Weil die Rauwolfia so stark wirkt, kann es zu Nebenwirkungen kommen. Folgende Nebenwirkungen treten bei manchen Anwendern auf: Kreislaufprobleme, Herzprobleme, Muskelschwäche, Alpträume, Ängste, Depressionen, Parkinson-Symptome.
Wenn solche Nebenwirkungen auftreten, sollte man den Arzt aufsuchen und das Mittel in Absprache mit dem Arzt absetzen.
Medizinische Anwendungen
Die Wurzeln der Pflanze werden seit Jahrhunderten in der indischen Medizin verwendet und gelangten Anfang des 18. Jahrhunderts auch nach Europa. Bei den medizinisch wirksamen Bestandteilen handelt es sich um etwa 60 verschiedene Alkaloide, genauer um Monoterpen-Indolalkaloide des Yohimban-, Heteroyohiban-, Sarpagan- und Ajmalantyps. Der Gesamtalkaloidgehalt liegt bei 1–2. Die beiden Hauptwirkstoffe sind das Reserpin und das Rescinnamin. Weitere Alkaloide sind beispielsweise: Ajmalin, Deserpidin, Serpentin und Yohimbin. Das Alkaloidgemisch wirkt abführend, beruhigend, blutdrucksenkend, krampflösend und stimmungsaufhellend.
 
Geschichtliches
Schon sehr alte ayurvedische Texte aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. erwähnen die Rauwolfia als Heilpflanze.
Sie wurde damals gegen Schlafstörungen und Nervererkrankungen eingesetzt. Auch zur Wundheilung wurde die Rauwolfia äusserlich angewendet. Ihren Namen Rauwolfia erhielt die Rauwolfia nach dem Arzt und Botaniker Leonard Rauwolf. Der Name wurde der Pflanze von 1703 Charles Plumier verliehen.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Indische Schlangenwurzel ist ein immergrüner, aufrecht wachsender Strauch, der eine durchschnittliche Wuchshöhen von 50 bis 100 cm erreicht. Die Pflanzen enthalten Milchsaft und haben eine glatte weiße Rinde. Die gestielten Laubblätter sind spitzeiförmig und glänzend. Sie bildet zwischen (Februar) April und Mai (Oktober) viele kleine, zwittrige, radiärsymmetrische Blüten aus. Die Kelchblätter sind rötlich. Die weißen Kronblätter sind zu einer Kronröhre verwachsen. Die Kronzipfel überlappen nach links. Es ist nur ein Staubblattkreis vorhanden; die Staubfäden sind sehr kurz. Der Fruchtknoten ist oberständig. Es werden erbsengroße, erst rote, bei der Reife dann schwarze Steinfrüchte gebildet, die etwa 8 mm groß sind.
Die Rauwolfia ist eine tropische Pflanze, die in Asien heimisch ist. Sie wächst in tropischen Gebieten von Nordost-Indien, Himalayaregion und Bangladesh, Sri Lanka und Indonesien. Bei der Rauwolfia handelt es sich um einen Halbstrauch, der bis zu 90cm hoch wird. Meist ist die Pflanze aber nur etwa einen halben Meter hoch. Die Rinde des unverzweigten Stammes ist weißlich. Die bis zu 15 cm langen entspringen direkt von oberen Ende dieses Stammes. In der Mitte der Blätter erscheinen die weiß-rosanen Blüten, die in einer Trugdolde stehen. Die einzelnen Blüten haben fünf kleine Blütenblätter. Den Beinamen Schlangenwurzel trägt die Rauwolfia, weil ihre Wurzel schlangenartig gewunden ist.

SADEBAUM ttt
Der Sadebaum, auch Stink-Wacholder, Gift-Wacholder, Sevibaum, Sefistrauch oder Sebenstrauch genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wacholder. Er spielte früher eine wichtige Rolle in der Volksmedizin.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Früher als Abtreibungsmittel benutzt - Achtung! Lebensgefahr!
wissenschaftlicher Name: Juniperus sabina
Verwendete Pflanzenteile: Triebspitzen
 
Anwendung
Achtung! Stark   giftig. Sadebaum nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Sadebaum ist ein Strauch, der meist Wuchshöhen von nur 1 bis 2, selten 5 Meter erreicht. Er wächst selten ganz aufrecht und meist mehr oder weniger kriechend. Die Borke an älteren Pflanzen ist rötlich-braun. Die Äste weisen einen runden oder leicht kantigen Querschnitt auf. Es gibt zwei unterschiedliche Blattformen. In der Jugend bildet er wirtelig angeordnete 4 bis 5 Millimeter lange, nadelförmige, spitze Blätter aus, die oben bläulich sind. Im Alter treten zusätzlich kreuzgegenständig angeordnete schuppenförmige Blätter auf, die eiförmig und 1 bis 4 mm lang sind. Sie riechen beim Zerreiben unangenehm und haben eine Lebensdauer von 2 bis 3 Jahren. Es treten sowohl einhäusige (monözische) als auch zweihäusig (diözische) getrenntgeschlechtige Individuen auf. Die Blütezeit liegt von März bis Mai. Die beerenförmigen Zapfen sind ei- bis kugelförmig, 5 bis 7 Millimeter groß. Sie reifen im Herbst im gleichen Jahr der Befruchtung oder im nächsten Frühling und sind dann schwarzblau bereift. In jedem Zapfen sitzen ein bis drei eiförmige und gefurchte Samen.

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Dinkel-Reduktionskost
Bei der Dinkel-Reduktionskost wird im zweitägigen Wechsel zwischen der normalen Hildegard-Küche und der Reduktionsdiät unterschieden. An Reduktionstagen wird ausschließlich Dinkelbrot gegessen sowie Fencheltee und Dinkelkaffee getrunken, zur Mittagsmahlzeit ist eine Ergänzung mit Kopfsalat möglich. Auf tierisches Eiweiß, Milchprodukte und Fett (Butter) wird an diesen Tagen völlig verzichtet. Dadurch wird der Körper gezwungen, seine eigenen Eiweiß- und Fettreserven abzubauen, was zur Entschlackung und Gewichtsreduktion führt. An Tagen mit normaler Ernährung nach Hildegards Prinzipien wird eine abwechslungsreiche Mischkost gereicht, die auch Fleisch und Milcheiweiß als Beilage enthalten kann. Auf diese Weise entsteht im Körper kein ernährungsbedingter Mangel. Die Reduktionskost eignet sich ohne Gesundheitsrisiken mehrere Monate hinweg. Diese milde Form des Heilfastens hat sich bei Patienten mit Bluthochdruck und Stoffwechselkrankheiten besonders bewährt.
Der Rückenguß
Der Rückenguß kann nach Kneipp auch im Sitzen angewendet werden. Hierfür sitzt der Patient auf einem Hocker. Die Technik bleibt gleich.
Wenn das Wasser bei allen Güssen ruhig und ausgedehnt wie eine Platte über die zu begießende Stelle fließen soll, so ist dieses Verfahren am allerwichtigsten beim Rückenguß. Man hört viele Leute klagen, dass sie den Rückenguß nicht ertragen können, er macht ihnen Schmerzen, namentlich Kopfweh und verursacht ihnen große Unruhe, sicher hat es hier am Gießen gefehlt.
Kneipp empfiehlt den Rückenguß in Verbindung mit andern Anwendungen ein-, höchstens zweimal wöchentlich.
WIRKUNG
Der Rückenguß wird angewendet, wenn in besonderer Weise auf das Rückgrat stärkend eingewirkt werden soll. Auf die Förderung der Blutzirkulation ist sein Einfluß gleichfalls sehr günstig und stärker als jener des Obergusses.
Richtig durchgeführt und auf ärztlichen Rat hin, hilft der Rückenguß, bei Haltungsschäden und Erkrankungen der Atmungsorgane. Er regt den Stoffwechsel an und ist zudem ein gutes Training für den Kreislauf.
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