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Kardamom
Der Grüne Kardamom ist eine Pflanzenart aus der Familie der Ingwergewächse innerhalb der einkeimblättrigen Pflanzen. Es gibt zwei Varianten dieser Art, die als Gewürz verwendet werden: Der Malabarkardamom und der weniger wertvolle Ceylonkardamom. Es werden meist die Samen verwendet, oft auch die gesamten getrockneten Kapselfrüchte. Kardamom ist ein asiatisches Gewürz, das zur Familie der Ingwergewächse gehört. Im Gegensatz zu anderen Ingwer-Verwandten wird beim Kardamom aber die Frucht genutzt und nicht der Wurzelstock. Kardamom schmeckt leicht scharf und balsamisch und wird in Mitteleuropa vor allem als Lebkuchengewürz. Auch im indischen Chai-Tee, der auch hierzulande immer beliebter wird, hat Kardamom einen festen Platz. Durch seine ätherischen Öle regt Kradamom die Verdauung an und wirkt Blähungen entgegen. Außerdem hat er eine entkrampfende Wirkung auf das Nervensystem und kann auch Frauenbeschwerden lindern.
 
Steckbrief
Heilwirkung: anregend, krampflösend, Husten, Asthma, Blähungen, Mundgeruch, Epilepsie, Menstruationsbeschwerden, Periodenkrämpfe, Wechseljahresbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Elettaria cardamomum
englischer Name: Cardamom
Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Samen
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Campesterol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Borneol, Kampfer, Salicylate
Sammelzeit: Oktober bis Dezember
 
Anwendung
Kardamom ist eine Gewürzart. Die Kapselfrüchte (Kardamomen) des Kardamoms werden kurz vor der Reife von Hand gepflückt, da sie sich ansonsten öffnen und so die Samen verloren gehen. In arabischen Ländern wird dem Kardamom eine aphrodisierendeWirkung nachgesagt.
In der Küche
Die Samen enthalten ein ätherisches Öl, das ihnen ein würziges, süßlich-scharfes Aroma verleiht. Da es leicht verfliegt, sollte man ganze Kapseln dem Kardamompulver – in dem auch meist die geschmacksneu-tralen Fruchtschalen mit vermahlen sind – vorziehen und die Samen erst bei Bedarf mörsern oder mahlen. Beim Mörsern drückt man den Stößel auf die Kapsel, bis sie aufspringt. Dann wird die Hülle entfernt und der Samen zerrieben. Guten Kardamom erkennt man an der frischgrünen Farbe der Kapseln und der ölig-schwarzen Farbe der Samenkörner. Kardamomsamen sind ein verbreitetes Gewürz in der asiatischen und arabischen Küche. Sie sind ein Hauptbestandteil indischer Masalas und des ihnen nachempfundenen Currypulvers sowie von Masala chai. Das ayurvedische Konfekt Laddu, das aus Ghee-Butter hergestellt wird, enthält auch Kardamom. In der europäischen Küche findet das Gewürz hauptsächlich Verwendung in Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen und Spekulatius, aber auch in Wurstwaren, Likören, Schokolade und als Bestandteil von Gewürzmischungen. In Skandinavien ist Kardamom außerdem ein typischer Bestandteil süßer Backwaren (z. B. schwedische Kanelbulle oder finnische Pulla) und im Glühwein (Glögg). Bei der Zubereitung von arabischem Mokka wird dem Kaffeemehl häufig Kardamom zugegeben. Trotz desselben Namens wird der sogenannte Schwarze Kardamom ausschließlich für pikante Gerichte verwendet.
In der Medizin
Als Droge dienen die kurz vor der Reife geernteten Früchte mit den Samen der var. minuscula Bork, die nur an der Malabar-Küste heimisch ist (Malabar-Kardamom). Wirkstoff ist ein ätherisches Öl (ca. 7%), das aus über 120 Verbindungen besteht, vor allem alpha-Terpinylacetat (etwa ein Drittel), Cineol (ebenfalls etwa ein Drittel), alpha-Terpineol, Limonen, Linalylacetat, Linalool, Hydroxyzimtsäure, fettes Öl und Stärke. Für arzneiliche Zwecke werden nur die von der Kapselhülle befreiten Samen verwendet. Ihr ätherisches Öl wirkt fördernd auf die Speichel-, Magen- und Gallensaftsekretion. In der Regel werden alkoholische Auszüge verwendet, bisweilen mit Kümmel und Fenchel kombiniert und in Fertigpräparaten gegen Verdauungsbeschwerden, Blähungen und zur Anregung des Appetits eingesetzt. In manchen Mitteln ist Kardamom auch nur als Geschmackskorrigens enthalten.
 
Pflanzenbeschreibung
Elettaria cardamomum ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht in der Regel Wuchshöhen von 2 bis 3 Meter, vereinzelt bis 5,5 Meter. Es wird ein starkes bewurzeltes Rhizom als Überdauerungsorgan gebildet. Es sind viele lanzettliche Laubblätter vorhanden. Der Blütenstandsschaft wächst aus einem flach über dem Boden kriechenden Seitentrieb aus und erreicht Wuchshöhen von bis zu 1,5 Meter. Die Blüten stehen in einem rispigen Blütenstand zusammen. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten sind dreizählig mit doppelten Perianth. Das Labellum ist der auffälligste Teil der Blüte. Die dreifächerigen, strohigen Kapselfrüchte sind von grünlich-gelblicher Farbe. In jedem Fruchtfach sitzen vier bis acht unregelmäßig geformte, grau- bis rötlich-braune Samen.

Huflattich
Der Huflattich ist die einzige Pflanzenart der Gattung Tussilago aus der Familie der Korbblütler. Er gehört zu den ersten Frühjahrsblumen, deren Blüten vor der Entwicklung der Laubblätter erscheinen. Der Huflattich war in Deutschland die Heilpflanze des Jahres 1994. Er ist auch bekannt unter den Namen Breit-, Brust- oder Eselslattich, Latten, Lette, Ackerlatsche, Kuhfladen, Esels- oder Rosshuf, Eselstappe, Fohlenfuß und Hufblatt.
Der Huflattich ist so genügsam, dass er sogar auf reiner Braunkohle wächst. Im zeitigen Frühjahr gehört er zu den ersten Pflanzen, die ihre Blüten entfalten. Oft werden die gelben Huflattichblüten mit Löwenzahn verwechselt, doch beim genaueren Hinschauen erkennt man erhebliche Unterschiede, denn die Huflattichblüte wächst nicht nur auf einem geschuppten Stängel, sondern die Pflanze hat auch gar keine Blätter in der Blütezeit. Die hufeisenförmigen, weichen Blätter erscheinen erst, wenn die Blüten längst verschwunden sind. Sie riechen mild balsamisch und sind auf der Unterseite grau verfilzt. Der bevorzugte Einsatzzweck des Huflattichs in der Naturheilkunde sind Erkrankungen des Atmungsorgane vom einfachen Husten bis hin zum Asthma. Aber auch bei Hautprobleme hat der Huflattich viel zu bieten, denn er wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und blutstillend.
Der Huflattich gehört zur Familie der Korbblütengewächse. Das Kraut ist mehrjährig und kann eine Höhe zwischen 10 bis 30 cm erreichen. Die Pflanze hat einen Wurzelstock. Die Blätter sind ei- bis herzförmig. An der Unterseite sind sie weiß behaart. Sie erscheinen erst nach der Blüte. Die goldgelben Blütenköpfe stehen an der Spitze der aufrechten oder mitunter auch leicht gebogenen Blütenschäfte. Die Blüten erscheinen in den Monaten Februar bis April.
Huflattich zählt zu den Pflanzen, die sich als Erstes auf den unwirklichsten Untergründen ansiedelt - egal ob Kiesbett, Straßenrand oder Kohle: Huflattich wächst nahezu überall und ist mit den strahlend gelben Blüten sofort zu erkennen. Auch wenn Huflattich als Unkraut in Gärten ungern gesehen wird, hat das Kraut eine heilende Wirkung, die vor allem in der Antike und im Mittelalter geschätzt wurde
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, anregend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, schleimlösend, schweißtreibend, tonisierend, Asthma, Husten, Bronchitis, Reizhusten, Raucherhusten, Brustfellentzündung, Fieber, Erkältung, Heiserkeit, Kehlkopfentzündung, Augenentzündung, Ohrenentzündung, Frühjahrsmüdigkeit, Stoffwechsel anregend, Appetitlosigkeit, Magen-Darmkatarrh, Gastritis, Darmentzündung, Verstopfung, Durchfall, Nervenschmerzen, Nervensystem stärkend, Entzündete Wunden, Schlecht heilende Wunden, Unterschenkelgeschwür, Venenentzündung, Pickel, Furunkel, Ekzeme, Gesichtsrose, Leichte Brandwunden
wissenschaftlicher Name: Tussilago farfara
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Coltsfoot
volkstümlicher Name: Bachblümlein, Berglatschen, Brandlattich, Brustlattich, Fohlenfuss, Hoflörrich, Hufblatt, Labassen, Ladderblätter, Lehmblümel, Loambleamel, Märzblume, Ohmblätter, Quirinkraut, Rosshuf, Sandblümel, Sommertürl, Teebleaml, Tabakkraut, Zeitrösele
Falsche Schreibweisen: Huflatich, Hufflatich, Hufflattich
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe: Schleim, Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoff, Gerbsäure, Hyperin, Inulin, Mineralstoffe, Pyrrolizidinalkaloide, Salpeter, Saponine, Tannine, Taraxasterol, Violaxanthin, Zink
Wirkstoffe: Im Huflattich sind Pflanzenschleim, Gerbstoffe und Inulin enthalten.
Sammelzeit: Mai
 
Anwendung
Der Huflattich gilt als bedeutsame Heilpflanze bei Hustenreiz und wirkt schleimlösend. Als arzneilich wirksamster Teil werden die Blätter verwendet. Der Huflattich gehört zu den ältesten Hustenmitteln. Schon Dioskurides, Plinius und Galenos empfehlen den Rauch der angezündeten Blätter gegen Husten. Auch Hildegard von Bingen weist auf die Heilkraft des Huflattichs bei Erkrankung der Atmungsorgane hin. Die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes sah eine Wirksamkeit von Huflattichblättern gegeben bei 'akuten Katarrhen der Luftwege mit Husten und Heiserkeit' sowie 'akuten, leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut', was die Zulassung als Arzneimittel in Deutschland begründete. Zubereitungen aus Huflattichblättern und -blüten enthalten mutagene und potentiell karzinogene Pyrrolizidinalkaloide (PA). Nach aktuellem Erkenntnisstand dürfen Huflattichblätterhaltige Arzneimittel - egal in welcher Darreichungsform – einen Grenzwert von 1 μg PA pro maximal deklarierter Tagesdosis nicht überschreiten. Der in der Kommission E-Monographie genannte Grenzwert von 10 μg PA ist damit nicht mehr gültig. Dies bedeutet, dass nur geprüfte Heilpflanzendrogen aus kontrollierten Kulturen mit reduziertem PA-Gehalt angewendet werden sollten. Im Fall von Huflattich wurden in den letzten Jahren PA-freie Sorten herausselektioniert, was die Herstellung von Huflattich-Arzneimitteln prinzipiell wieder erlaubt; die Pflanze findet jedoch derzeit keine Verwendung in der Medizin. Auch in Präparaten der Paramedizin ist kein Bestandteil der Tussilago farfara nachweisbar.
Huflattichtee oder Tinktur bei Husten
Das Haupteinsatzgebiet für den Huflattich ist der Husten und all seine Verwandten. Mit seinen einhüllenden Qualitäten lindert er den hartnäckigen Reizhusten und löst den zähen Schleim. Auch bei Asthma hilft er, freier zu atmen, da er die Bronchien erweitert. Er kann als Tee oder Tinktur eingenommen werden. Beliebt sind auch Teemischungen, die je nach Art des Hustens zusammengestellt werden. Für einen trockenen Reizhusten eignet sich z.B. eine Mischung aus: Huflattich, Königskerze, Süßholz. Zu gleichen Teilen vermischen und als Aufguss zubereiten. In kleinen Schlucken trinken.
Huflattichtee für das Verdauungssystem
Tee aus Huflattichblättern fördert die Verdauung, lindert sowohl Verstopfung als auch Durchfall und wirkt gegen Entzündungen im Verdauungstrakt. Außerdem stärkt Huflattichtee den Appetit.
Huflattichtee bei Hautprobleme
Einen Aufguss der Huflattich-Blüten oder Blätter kann man in Form von Umschlägen oder als Waschung gegen vielerlei Hauterkrankungen verwenden. Da Huflattich entzündungshemmend, zusammenziehend und antibakteriell wirkt, hilft der Tee gegen Ekzeme, schlecht heilende Wunden, bakterielle Entzündungen (z.B. Rotlauf), leichte Verbrennungen, Venenentzündung und Furunkel.
gegen geschwollene Füße
Nach einem langen Tag auf den Beinen kann man seine geschwollenen Füße durch ein Fußbad mit Huflattich lindern.
Frischsaft gegen Ohrenschmerzen
Die Volksheilkunde verwendet frisch gepressten Saft aus den Blättern tropfenweise ins Ohr geträufelt gegen Ohrenschmerzen.
Kräutertabak
Früher wurde der Rauch von Huflattichblättern inhaliert, um die Atmung zu erleichtern. Man kann die Blätter des Huflattichs auch als Kräutertabak verwenden oder mit normalem Tabak mischen, um eine leichtere Rauchmischung zu erhalten. Er schmeckt fein würzig und fördert die Tiefe der Atmung.
Blütenessenz
Aus den Blüten des Huflattichs kann man auch eine Blütenessenz herstellen, die für Pionierleistungen und die Fähigkeit sich selbst treu zu bleiben steht.
Huflattich als Heilkraut
Huflattich ist als Arzneipflanze in Vergessenheit geraten. Dabei machen die schleimlösenden Inhaltsstoffe Huflattich zu einem seit altersher erprobtem Heilkraut gegen diverse Leiden im Bereich der Bronchien (z.B. Bronchitis, Husten, Heiserkeit, allgemeiner Erkältung). Ich vertreibe den Husten – so lautet die Übersetzung des botanischen Namens Tussilago. Als Tee (2 Teelöfel auf eine Tasse, ca. 10 min ziehen lassen). getrunken oder als Gurgellösung verabreicht, löst Huflattich festsitzenden Husten und erleichtert das Kratzen im Hals. Anders sah es bei Plinius und anderen historischen Gelehrten aus. Sie rieten dazu, Huflattich zu rauchen – daher das veraltete Synonym Tabakkraut. Davon wird heute abgeraten, da der Rauch die Erkältungsbeschwerden eher verschlimmern als verbessern kann.
Zudem wird davor gewarnt, Huflattich länger als einen Monat zu konsumieren, da die im Huflattich enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide als toxisch eingestuft werden. Um tatsächliche Leberschäden davonzutragen, müsste der Huflattich jedoch in hohen Dosen über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Es wird dennoch angeraten, dass Frauen in Schwangerschaft sowie Leberkranke den Konsum meiden oder zumindest mit einem Arzt oder Fachkundigen besprechen. Im Handel gibt es auch Huflattich-Sorten, die arm bzw. frei an Pyrrolizidinalkaloiden sind. Es wird jedoch auch darauf hingewiesen, dass der Huflattich in keinerlei Weise seinen Stellenwert als Arzneipflanze durch diese Stoffe verliert. Auch konnte noch keine wissenschaftliche Studie einen direkten Zusammenhang zwischen Erkrankungen und der Einnahme von Huflattich feststellen, auch wenn dies auf manchen Internetseiten so dargestellt wird. Hier beziehen sich die Informationen immer ausschließlich auf das Vorhandensein der Alkaloide. Die Pflanze ist im Übrigen im Jahr 1994 zur Heilpflanze des Jahres gekürt wurden.
Für die Verwendung von Huflattich als Heilkraut werden neben den Blättern auch die Blüten genutzt – sowohl getrocknet als auch frisch.
Neben der Darreichung als Huflattichtee, wird auf Huflattichhonig zurückgegriffen. Die Herstellung ist einfach: Entweder werden die Blüten in Honig eingelegt und nach einem Monat ausgesiebt, oder man stellt sich aus einem halben Kilogramm Zucker sowie 200g Blüten einen Sirup her. Ferner wird ein dreiviertel Liter Wasser benötigt, der zusammen mit Blüten und Zucker aufkocht wird und anschließend abgeseiht wird. Bei Bedarf wird bei Husten etwas von Sirup oder Honig pur oder in Tee eingenommen.
Auch wird Huflattich bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt, da die in der Heilpflanze enthaltenden Pflanzenschleimstoffe sowie die Bitterstoffe gegen Entzündungen, Verstopfungen und Durchfällen helfen.
Ebenso wird Huflattich wegen der entzündungshemmenden Inhaltsstoffe bei Hautproblemen, kleineren Schürfwunden, Pickeln, Hautunreinheiten und Ekzemen eingesetzt. Auch Betroffene, die unter trockener Haut leiden, können mit Huflattichextrakten häufig gute Erfolge erzielen. Die Heilpflanze enhält Substanzen, die antibakteriell sind und Entzündungen entgegenwirken können – eine Anwendung, die schon in der Pflanzenheilkunde der Hildegard von Bingen Erwähnung findet.
Dass der Huflattich Hautbeschwerden lindern und sogar heilen kann, war bereits den Botanikern und Ärzten im Mittelalter bekannt. Der Huflattich fand daher auch im ersten großen Kräuterbuch Gart der Gesundheit von 1485 Erwähnung: „Diss krauttes safft gestrichen auff die gryntigen haut heilet den grynt zu hant•(Den safft von disem krautte gemüschet mit essiig unnd rauten safft yegkliches geleiche vil und diss getruncken des abentes auff ein lôffel foll machet ser schwiczen und treibet mit dem schweiss aus die pestilencz“
Auch für die Kopfhaut bzw. in der Haarpflege leistet Huflattich gute Dienste, denn die Pflanze enthält Inhaltsstoffe, die in der Lage, Juckreiz zu mildern und Schuppen nachhaltig zu behandeln. Nur wenige Behandlungen mit Huflattich-Tinkturen oder die Verwendung eines huflattichhaltigen Shampoos genügen, um Kopfhautproblemen wirkungsvoll entgegenzutreten.
Hutlattich gehört neben Krokussen und Schneeglöckchen zu den ersten Pflanzen, die im Spätwinter bzw. beginnenden Frühjahr blühen. Das ist auch der Zeitpunkt, an dem mit der Ernte der Blüten begonnen wird, die in der Küche, vielmehr aber in der Pflanzenheilkunde eingesetzt werden.
Huflattich in der Küche
Löwenzahl, Giersch und Gänseblümchen sind Pflanzen, die als Wildkräuter in Salaten verwendet, immer beliebter werden. Huflattich als essbare Pflanze ist dahingegen relativ unbekannt. Verzehrt werden die Blüten ebenso wie die frischen Blattriebe – als Rohkost oder kurz blanchiert.
Huflattich hat einen leicht pfeffrigen Geschmack ist herzhaft und kann auch als Gemüse verzehrt werden. Hierzu sollte es kurz aufgekocht werden und mit etwas Salz gewürzt werden. Der Geschmack eignet sich ganz hervorragend zu Kartoffelgerichten oder zu Reis.
Huflattichblätter eignen sich auch für die Zubereitungen von gefüllten Gerichten. In die Blätter können z.B. Zutaten wie Käse oder Cremes eingefüllt werden.
Auch wenn der Einsatz in der Küche aus kulinarischen Gründen möglich ist, sollte das Kraut nie in großen Mengen und auch nur selten verzehrt werden. Huflattich enthält toxische Pyrrolizidinalkaloide, die in großen Mengen konsumiert, zu Leberschädigungen führen können.
Gesundheit
Dem Huflattich wird eine zusammenziehende, hustenlindernde, auswurffördernde, krampflösende, entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung zugeschrieben. Bei einer äußerlichen Anwendung soll er schmerzlindernd und entzündungshemmend bei Haut- und Schleimhautrötungen wirken. Als aufgebrühter Tee soll er bei Husten und Asthma helfen.
Küche
In den Blättern ist ein hoher Anteil an Vitamin C enthalten. Gern werden sie in Frühjahrssalaten gemischt.
 
Pflanzenbeschreibung
Huflattich ist in Europa, Asien und Teilen von Afrika heimisch. In Nordamerika ist er eingebürgert. Der Huflattich wächst gern in Steinbrüchen, an Böschungen, Bahndämmen oder in den Bergen am Wegrand. Sein bevorzugter Boden ist ton- und lehmhaltig, daher kann er anzeigen, ob ein Boden Ton oder Lehm enthält. Selbst auf Braunkohle kann er wachsen, so genügsam ist er. Wichtig ist dem Huflattich auch ein sehr sonniger Standort. Er kann zwar auch im Halbschatten wachsen, aber dann sind seine Blätter nicht so wirksam. Eine Besonderheit des mehrjährigen Huflattichs ist, dass zuerst die Blüten aus dem nackten Boden wachsen und erst später die Blätter erscheinen. Die leuchtend gelben Korbblüten erscheinen im zeitigen Frühjahr zwischen März und April, ohne dass man Blätter sehen kann. Sie stehen auf schuppigen Stängeln, die weißlich oder rötlich sind. Gerne stehen die Blüten in Gruppen zusammen. Aus den Blüten entwickeln sich haarige Samenfahnen, die an die Pusteblumen vom Löwenzahn erinnern. Die Blätter wachsen erst ab März. Sie sind eckig-herzförmig und etwa handtellergroß. Ihre Form erinnert an die Hufe von Pferden, was dem Huflattich auch den Namen gab. Oben sind die Blätter hellgrün und auf der Unterseite grau-weiß und filzig behaart. Der Huflattich wächst als ausdauernde (perennierende) krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern. Die langgestielten und grundständigen Laubblättererreichen etwa 10 bis 20 Zentimeter Breite. Sie sind gezähnt und herz- oder hufförmig. Durch die weiß-filzige Blattunterseite ist das starknervige Adernetz nicht deutlich sichtbar. Die Blätter, deren leicht bitterer Geschmack zusammenziehend wirkt, haben einen schwachen Geruch. Zeitig im Frühjahr erscheinen zunächst nur die korbförmigen Blütenstände, die etwa 300 weibliche gelbe Zungenblüten und 30 bis 40 männliche gelbe Röhrenblüten enthalten. Erst nach deren Ver-blühen folgen die Blätter. Zur Blütezeit sind die Stängel lediglich mit braunen oder rötlichen, behaarten Schuppenblättern besetzt. Verblühte Stängel sind deutlich nickend. Die Blüten duften schwach honigartig und schmecken ähnlich wie die Blätter, jedoch etwas süßer.
Der Huflattich wächst als ausdauernde (perennierende) krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern. Die langgestielten und grundständigen Laubblätter erreichen etwa 10 bis 20 Zentimeter Breite. Sie sind gezähnt und herz- oder hufförmig. Durch die weißfilzige Blattunterseite ist das stark-nervige Adernetz nicht deutlich sichtbar. Die Blätter, deren leicht bitterer Geschmack zusammenziehend wirkt, haben einen schwachen Geruch.
Zeitig im Frühjahr erscheinen zunächst nur die korbförmigen Blütenstände, die etwa 300 weibliche gelbe Zungenblüten und 30 bis 40 männliche gelbe Röhrenblüten enthalten. Erst nach deren Verblühen folgen die Blätter. Zur Blütezeit sind die Stängel lediglich mit braunen oder rötlichen, behaarten Schuppenblättern besetzt. Verblühte Stängel strecken sich beträchtlich und sind bis kurz vor der Reife der Samen deutlich überhängend nickend, danach aufrecht. Dies begünstigt die Ausbreitung durch Luftbewegungen (Anemochorie). Die Blüten duften schwach honigartig und schmecken ähnlich wie die Blätter, jedoch etwas süßer.
Verwechslungsmöglichkeiten
Die Blätter des Huflattichs sind leicht mit den sehr ähnlichen Blättern der Weißen Pestwurz zu verwechseln. Die Huflattichblätter sind jedoch im Allgemeinen kleiner als die der Weißen Pestwurz und haben zahlreiche grüne Blattrandzähne. Bei der Pestwurz sind die Leitbündel im Querschnitt des Blattstiels unregelmäßig und nicht U-förmig angeordnet wie beim Huflattich.
 
Aussäen und pflanzen
Huflattich trägt viele Namen, die einen Hinweis auf mögliche Vorkommen dieser Pflanzen enthalten: Lehmblümel oder Sandblümel sind nur einige. Huflattich stellt so geringe Ansprüche an den Untergrund und Boden, auf dem er wächst, bevorzugt aber einen lehmigen, feuchten Standort in der prallen Sonne. Dass Huflattich ein Sonnenanbeter ist, davon zeugt die Reaktion der Huflattichblüten auf die Sonne und den bedeckten Himmel. Im Sonnenlicht präsentiert Huflattich seine Blütenköpfchen, während sich selbige bei Wolken schließen. Die Pflanze gedeiht aber auch im Halbschatten, solange genügend Wasser zur Verfügung steht. Huflattich ist derart anspruchslos, dass man ihn auf Schotterwegen, Steinbrüchen, Bahndämmen, verlassenen Ruderalflächen, Schutthalden und am Wegesrand findet.
Die Vermehrung von Huflattich erfolgt entweder über Samen oder Ableger, gezogen aus der Wurzel. Damit Huflattich andere Pflanzen im Garten nicht verdrängt bzw. an Überhand gewinnt, empfiehlt es sich, Huflattich in Kübeln zu halten.
Auch wenn Huflattich als frosthart gilt, sollten Kübelpflanzen bei Minustemperaturen ins Haus geholt werden.
Die Vermehrung über Samen ist ebenso unproblematisch wie die Gewinnung von Jungpflanzen über Senker. Die Samen werden noch im Frühjahr in die Erde gebracht und bereits nach zwei Tagen beginnen die Samen zu keimen. Auch wenn Huflattich als Unkraut gilt, bieten mittlerweile einige Händler, vor allem im online-Bereich Huflattichsamen an. Blüht Huflattich im eigenen Garten, braucht man sich um die Vermehrung über Samen keine Gedanken machen. Die Pflanze ist selbstaussäend und kann wegen der etwa 300 Samen, die pro Blütenkopf ausgebildet werden, ganze Teppiche bilden, die insbesondere bei Schmetterlingen beliebt sind.

Bachblüten
Ich fühle mich überfordert (Elm)
Diese fühlen sich sehr häufig überfordert
Mit der Blüte können sie diese Überforderung auflösen
Bachblüten
Schwierigkeiten entmutigen mich schnell (Gentian)
Egal welche Schwierigkeiten kommen, entmutige diese Menschen recht schnell
Hier kann die Bachblüte sehr gut helfen ihre Entmutigung durch Schwierigkeiten zu stoppen
Übersicht über Konservierungsverfahren
-     Kühlen
-     Tiefgefroren
-     Pasteurisieren
-     Sterilisieren
-     Trocknen
-     Gefriertrocknen
-     Salzen
-     Pökeln
-     Zuckern
-     Säuern
-     Räuchern
Arten der Konservierung
Bei der Konservierung geht es darum, Ernteerträge länger haltbar zu machen. Dafür müssen wir den Mikroorganismen, die unsere Lebensmittel verderben (z.B. Fäulnisbakterien und Schimmelpilzen) die Lebensgrundlage entziehen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: durch den Entzug von Flüssigkeit, Abtöten durch Erhitzen oder durch den Entzug von Luft, z.B. durch Einlegen in Öl.
Verschiedene Verfahren der Konservierung
Dörren und Trocknen
Dörren ist eine Methode zum Trocknen von Obst, Gemüse oder Pilzen. Sie werden in Scheiben geschnitten und auf ein Gitter gelegt, so dass die Luft möglichst von allen Seiten vorbei strömen kann. Der Vorgang dauert 6 – 12 Stunden, je nach Temperatur (zwischen 30 – 70 °C). Dabei wird vor allem Wasser entzogen, Nährstoffe bleiben erhalten. Auch Körner (Mais, Getreide) und Nüsse werden gedörrt. Für sie verkürzt sich die Trocknungszeit auf 4-6 Stunden.
Heu und Hülsenfrüchte werden vor dem Einlagern ebenfalls getrocknet. Sie werden unter freiem Himmel bei trockenem Wetter über mehrere Tage auf speziellen Gestellen (Reuter, Heustadel) untergebracht. Heu kann auch auf der Wiese trocknen, wenn es regelmäßig gewendet und über Nacht zusammengerecht wird.
Nach dem Trocknen können Bohnen und Erbsen aus den Schoten gelöst und eingelagert werden.
Pökeln und Räuchern
Beim Pökeln wird Salz verwendet, um Fleisch Wasser zu entziehen. Dafür wird das Fleisch mit Pökelsalz (aus Natrium- und Kaliumnitrit oder -nitrat) eingerieben oder in einer Salzlake eingelegt. Es dauert 5 - 6 Wochen, bis der Prozess des Flüssigkeitsentzugs im Innern des Fleisches abge-schlossen ist. Anschließend werden die Fleischwaren geräuchert, d.h. längere Zeit dem Rauch von Holzfeuern ausgesetzt. Beim Heißräuchern geschieht dies in wenigen Stunden bei 50 – 85°C, beim Kalträuchern über mehrere Tage bei 15 – 25 °C mit mehreren Frischluftphasen.
Einkochen und Einwecken
Obst, Säfte und Gemüse können eingekocht werden. Dazu werden die Lebensmittel in Schraubgläser gefüllt und für längere Zeit auf einer hohen Temperatur gehalten. Dadurch werden Bakterien und Pilze abgetötet und das Gut bleibt lange Zeit haltbar.
Auch Marmelade, Gelee und Sirup werden eingekocht; zusätzlich wird Zucker zugesetzt.
Pasteurisieren
Beim Pasteurisieren werden flüssige Nahrungsmittel wie Milch oder Fruchtsäfte für nur kurze Zeit erhitzt (15-30 Sekunden auf 72-75°C).
Milchsäuregärung
Gärungsprozesse können Lebensmittel veredeln und zugleich haltbarer machen. So werden z.B. Sauerkraut oder Wein hergestellt. Die von den Milchsäurebakterien produzierte Säure tötet andere Keime ab. Für Sauerkraut wird Weißkohl sehr fein geschnitten und mit Salz (15g pro 500 g Kohl) angesetzt. Luftdicht gepresst lagert das Kraut für 3 Wochen. Danach wird es gestampft, so dass es im eigenen Saft liegt. Danach ist es für einige Wochen haltbar und behält viele seiner Nähr-stoffe.
Einlegen in Öl
Das Einlegen von Nahrungsmitteln in Öl verhindert das Eindringen von Luft und damit die Ausbreitung von Keimen. Gemüse wird gekocht, gesalzen und gewürzt, bevor es ganz mit Öl bedeckt wird. Auch Frischkäse kann so konserviert werden.
Gewürzsoßen mit Essig
Wurzelgemüse, Obst oder Zwiebeln eignen sich für Gewürzsoßen. Sie werden fein gehackt und in den Kochtopf gefüllt. Dann werden Gewürze und Essig hinzu gegeben, bis sie gerade bedeckt sind. Alles zusammen wird unter Rühren zu dickem Mus eingekocht, bis keine Flüssigkeit mehr sichtbar ist. Zuletzt wird die Soße in Schraubgläser gefüllt und gut verschlossen. Essig wirkt durch seine Säure keimtötend. Festes Gemüse kann auch direkt in Essig eingelegt werden (z.B. Gurken, Rote Beete, Kohl oder Zwiebeln).

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