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GOLDMOHN t
Der Goldmohn ist eine gelb blühende Mohnpflanze aus Kalifornien, die dort auf großen Flächen wild wächst. Sie ist die Staatsblume Kaliforniens. Bei uns findet man den Goldmohn als Zierpflanze in Gärten. Der Goldmohn ist aber nicht nur eine sehr schöne Zierpflanze, sondern auch eine Heilpflanze, die seit tausenden von Jahren gegen Schmerzen und Schlafstörungen eingesetzt wird. Der alternative Name Schlafmützchen passt doppelt, einmal als Mittel gegen Schlafstörungen und zum anderen sieht die geschlossene Blüte wie eine altertümliche Schlafmütze aus.
Der Kalifornische Mohn, auch Goldmohn, Kalifornischer Kappenmohn oder Schlafmützchen genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Mohngewächse. Ihren Ursprung hat diese Art in Kalifornien und anderen südwestamerikanischen Bundesstaaten. Inzwischen ist sie auch in Australien, Südafrika und Europa verbreitet. Sie ist Giftpflanze des Jahres 2016.
 
Anwendung
Die Blätter des Kalifornischen Mohns wurden von den amerikanischen Ureinwohnern für medizinische und spirituelle Zwecke genutzt. Insbesondere wurde er als Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie als mildes Schmerzmittel verwendet. Die abgekochten Blüten wurden gegen Läuse in die Haare gerieben. Die Frauen der Cahuilla sollen die Pollen als Kosmetika verwendet haben. Die Inhaltsstoffe finden heute vorwiegend in der Pflanzenheilkunde und Homöopathie Verwendung. Trotz der nahen Verwandtschaft zum Schlafmohn hat Eschscholzia eine deutlich andere Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur hat das Kraut des Kalifornischen Mohnes als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei leichten Symptomen von mentalem Stress sowie als Schlafmittel bewertet. Dass der Kalifornische Mohn auch für die moderne Pharmaindustrie von Interesse ist, zeigt die Patentanmeldung der Firma Boehringer Ingelheim zur Nutzung als pharmazeutische Droge zur Behandlung von Depressionen.
Der Goldmohn ist oft ein Bestandteil von Fertigarzneimitteln und gibt es auch als Tinktur.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Goldmohn ist im Westen von Nordamerika heimisch. Er wächst bevorzugt auf felsigen, sandigen und trockenen Standorten. Die ein-/zweijährige manchmal dauerhafte Pflanze wird zwischen 25-60cm hoch. Die bläulich-grünen Blätter sind gefiedert. Die gelborangen Blüten erscheinen zwischen Juni und Oktober, Durchmesser etwa 4-5cm. Aus den Goldmohnblüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen. Die Samen befinden sich in Kapseln. Es gibt etwas 10 Unterarten.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Volksheilkunde: Schlafstörungen, Schmerzen, Unruhe
Heilwirkung: Volksheilkunde: analgetisch, angstlösend, antidepressiv, anxiolytisch, ausgleichend, beruhigend, betäubend, harntreibend, krampflindernd, schlaffördernd, schmerzlindernd, schweißtreibend, sedativ, spasmolytisch
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Angstzustände, Bettnässen, depressive Verstimmungen, Einschlafstörungen, Gallenerkrankungen, Inkontinenz, Läuse, Lebererkrankungen, nervöse Übererregbarkeit, Neuropathien, Schlaflosigkeit, Schlafstörungen, Schmerzen, Unruhe, Zahnschmerzen, Homöopathie: Schlafstörungen
wissenschaftlicher Name: Eschscholzia californica Cham.
Pflanzenfamilie: Mohngewächse = Papaveraceae
englischer Name: California poppy
volkstümlicher Name: Eschscholtzia, Goldmohn, Kalifornischer Kappenmohn, Kalifornischer Mohn, Schlafmützchen
Verwendete Pflanzenteile: oberirdisches blühendes Kraut, Pflanzensaft
Inhaltsstoffe: Aporphin-Alkaloide, Allocryptopin, Bitterstoffe, Californidin, Escholzin, Flavonoide, Glykoside, Isochinolone, Protopin, Rutin, Xanthophylle
Sammelzeit: Juni-Oktober
Kontraindikation: Schwangerschaft, Stillzeit

QUENDEL
Der Quendel ist der wilde Bruder des Thymians. Er ist in Mitteleuropa heimisch und wächst an Stellen, die anderen Pflanzen zu trocken, steinig und sonnig sind. Dort an steinigen Plätzen, auf die die Sonne knallt, bildet der Quendel ganze Teppiche, die im Sommer rosafarben blühen und schon von weitem herbwürzig duften. In der Pflanzenheilkunde kann man den Quendel sehr ähnlich einsetzen wie den Thymian. Er hilft gegen Husten, stärkt die Verdauung und lindert Frauenbeschwerden. Auch gegen entzündliche Hautprobleme und Gelenkschmerzen kann man diese vielfältige Heilpflanze verwenden.
   
Anwendung
Der Sand-Thymian wird zerstreut bis selten als Zierpflanze in Steingärten, Einfassungen und Naturgärten, in Sandgebieten auch in Heidegärten genutzt. Es gibt einige Sorten. Die oberirdischen Teile werden getrocknet als Pflanzenheilmittel verwendet. Sie beinhalten die Wirkstoffe Terpene, Carvacrol und Thymol. Ein Aufguss aus Sand-Thymian wird bei grippalen Infekten eingesetzt. Aus dem blühenden Kraut wird auch das ätherische Quendelöl gewonnen. Sand-Thymian ist eine verhältnismäßig gute Bienenweide. Auf einer mit ihm bestandenen Fläche von 1 Hektar kann sich pro Blühsaison ein Honigertrag von bis zu 149 kg ergeben.
Atmungsorgane
Der wichtigste Einsatzbereich des Quendels sind Erkrankungen der Atmungsorgane. Durch seine antibiotischen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekämpft der Quendel Husten und Erkältungen, die durch Krankheitserreger verursacht wurden. Die krampflösende Eigenschaft hilft gegen Spasmen beim Husten, was den Quendel auch gut bei Keuchhusten, Reizhusten und Asthma wirken lässt. Außerdem löst der Quendel den Schleim, der dadurch besser abgehustet werden kann.
Verdauung
Der Quendel regt die gesamte Verdauung an. Daher eignet er sich auch als Gewürz für schwer verdauliche Gerichte. Auch bei Blähungen und Sodbrennen kann der Quendel helfen.
Frauenheilkunde
Vor allem die Volksheilkunde betrachtet den Quendel als ein Frauenkraut. Durch seine krampflösende Fähigkeiten kann der Quendel Menstruationskrämpfe lindern. Er kann auch die Menstruation fördern und den Zyklus regulieren. Die Geburt kann durch Quendel erleichtert werden. Darauf deuten auch die Namen Kinderkraut, Liebfrauenbettstroh und Marienbettstroh hin. Mit Quendel und anderen Bettstroh-Kräutern wurden früher die Matratze von Wöchnerinnen ausgestopft, um ihnen die Zeit nach der Geburt und den Lebensstart für das Baby zu erleichtern.
Achtung! Quendel sollte nicht in großen Mengen in der Schwangerschaft verwendet werden.
Nervensystem
Der Quendel gilt auch als Heilpflanze für das Nervensystem. Er soll Einschlafstörungen lindern können. Früher wurde er auch gegen Epilepsie eingesetzt.
Tee
Bei Husten, Verdauungsprobleme, Frauenkrankheiten und Nervenschwäche hilft der Quendel am besten in Form eines Teeaufgusses. Dazu übergießt man einen Teelöffel Quendelkraut mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lässt den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen. Man kann den Tee mit Honig süßen, um die Wirkung noch zu verstärken. Diesen Tee trinkt man in kleinen Schlucken und lässt auch den Dampf des Tees auf sich wirken.
Äußerlich
Äußerlich kann man den Quendel gegen die Folgen kleiner Unfälle, wie Quetschungen und Prellungen anwenden und auch gegen Wunden und Hautentzündungen. Für Einreibungen kann man eine Quendel-Tinktur ansetzen und verwenden. Mit Quendeltee kann man Bäder durchführen oder Waschungen und Umschläge.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Quendel ist in Mitteleuropa heimisch. Er ist ein naher Verwandter des Thymians, der eher in südlicheren Gefilden wächst. Auch wenn der mehrjährige Quendel nach Mitteleuropa gehört, liebt er dennoch trockene und warme Standorte. Er ist anspruchslos, was die Nährstoffe angeht, darum gedeiht er gut an steinigen Stellen. Je nach Standort hat er eine unterschiedliche Gestalt. Man hat über zwanzig Unterarten identifiziert. Eine lange Wurzel reicht beim Quendel in den Boden. Von dort aus breitet sich eine Pflanze bis zu einem Quadratmeter aus und bildet einen würzig duftenden Teppich. Die Ausläufer des Quendels kriechen über den Boden und lassen niedrige, beblätterte Triebe nach oben steigen. Meistens wird der Quendel nur 10cm hoch, in Ausnahmefällen kann er sich aber bis zu 60cm über den Boden erheben. Die Blätter des Quendels sind sehr klein und schmal oval. Sie sind relativ hart und duften ausgeprägt balsamisch. Ab Mai blüht der Quendel mit rosafarbenen bis violetten Blüten, die in Kugeln oder Ähren stehen.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Eigenschaften: antibakteriell, beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, krampflösend, schleimlösend, schweißtreibend, Atemwege: Bronchitis, Husten, Keuchhusten, Reizhusten, Hustenkrampf, Asthma, Erkältung, Halsentzündung, Heiserkeit, Luftröhrenkatarrh, Verdauungssystem: Verdauungsschwäche, Sodbrennen, Blähungen, Magenbeschwerden, Durchfall, Mundgeruch, Frauenheilkunde: Menstruationsfördernd, Unterleibskrankheiten, Periodenkrämpfe, Geburtserleichternd, Wechseljahresbeschwerden, Nervensystem: Nervenschwäche, Schlaflosigkeit, Epilepsie, Bewegungsapparat: Verstauchungen, Verrenkungen, Quetschungen, Gelenkschmerzen, Haut: Schlecht heilende Wunden, Entzündete Wunden, Ekzeme, Gesichtsrose, Erysipel, Gürtelrose
wissenschaftlicher Name: Thymus serpyllum
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Wild Thyme
volkstümlicher Name: Feld-Thymian, Sand-Thymian, Betony, Feldbulla, Feldkümmel, Feldpoley, Geismajoran, Geschwulstkraut, Grundling, Hollaien, Hühnerbolle, Immenkraut, Keale, Kinderkraut, Kounala, Kranzlkraut, Kudelkraut, Kückenkümmel, Kundenkraut, Kunderle, Liebfrauenbettstroh, Marienbettstroh, Quandl, Quenula, Rainbadkraut, Rainkinderle, Rauschkraut, Rainkümmel, Violetter Bohler, Wilde Meron, Wilder Thymian, Wilder Zimt, Wurstkraut
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoff, Borneol, Carvacrol, Citronellol, Flavone, Gerbstoff, Gerbsäure, Geraniol, Camphen, Pinen, Terpineol, Thymol
Sammelzeit: Mai bis September

BACHBLÜTE HOLLY
Ich bin vorübergehend negativ eingestellt             
Diese Menschen sind vorübergehend sehr negativ eingestellt
Mit der Blüte können sie diese negative Haltung hinter sich lassen
 

BACHBLÜTE HONEYSUCKLE
Man lebt ganz in seinen Erinnerungen                             
Diese Menschen leben ganz und gar in ihren Erinnerungen
Mit der Bachblüten können sie diese Erinnerungen dort belassen wo sie hingehören

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Hauterkrankungen
FURUNKEL UND KARBUNKEL
Unter Furunkel versteht man die eitrige Entzündung eines Haarbalgs oder einer Schnittwunde durch eine Infektion. Mehrere beieinanderliegende Furunkel werden als Karbunkel bezeichnet. Wer immer wieder unter solchen Infektionen leidet, sollte Ernährung und Lebensführung ändern, um die Widerstandskraft des Körpers zu stärken. Es sollte mithilfe eines Arztes festgestellt werden, ob es einen Eiterherd im Körper gibt – vielleicht einen Zahnabszess -, der sich negativ auswirkt. Zu empfehlen sind Aufgüsse aus Kräutern wie Sonnenhut, die das Immunsystem stärken, zusammen mit entzündungshemmenden Kräutern wie Myrrhe, Klette, Veilchen, Löwenzahnwurzel, Knoblauch und Thymian. Durch einen heißen Zugumschlag geht der Furunkel auf, sodass der Eiter abfließen kann. Sehr wirksam ist ein Ulmenpulver mit Wasser zu einer Paste verrührt. Wegen der antibakteriellen Wirkung gibt man noch ein paar Tropfen Laven-del- oder Eukalyptusöl ins Wasser.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
Brennnessel
Bei Kneipp steht geschrieben: „Frische Brennnesseln, vom Standort gerade weggenommen, gedörrt und zu Tee verwendet, lösen Verschleimungen in Brust und Lunge, reinigen Magen von verlegenen Stoffen, die sie hauptsächlich beim Urinieren entfernen.
Kräftiger als die Blätter wirken die Brennnesselwurzeln, ob man sie im Sommer grün ausgegraben oder im Winter getrocknet verwendet. Eine beginnende Wassersucht kann durch Tee von Brennnesselwurzeln behoben werden. Derselbe räumt überhaupt mit faulen Stoffen im Innern gründlich auf.
Wer unreines Blut hat, soll zur Sommerszeit recht oft Brennnesseln, wie Spinat gekocht, essen. Kräuterknödel aus Brennnesseln sind nicht nur ein Nähr-, sondern auch ein Gesundheitsmittel.
Wer an Rheumatismus leidet und kein Mittel mehr findet, ihn auszutreiben bestreiche oder schlage die schmerzenden Stellen täglich ein paar Minuten lang mit frischen Brennnesseln. Die Furcht vor der ungewohnten Rute wird bald der Freude über deren vorzügliche Heilwirksamkeit weichen.“

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