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ERDBEERE
Die Erdbeeren sind eine Gattung in der Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse. Zur Gattung Fragaria gehören ungefähr zwanzig Arten, meistens in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel vorkommend, und verschiedene Unterarten; daneben gibt es viele hybride Formen mit zahlreichen Kultursorten. Erdbeeren spielen mindestens seit der Steinzeit eine Rolle in der menschlichen Ernährung. Die europäischen Wald-Erdbeeren wurden während des Mittelalters auch flächig angebaut. Erst im 17. bzw. 18. Jahrhundert gelangten die beiden großfrüchtigen amerikanischen Arten – die Scharlach-Erdbeere und die Chile-Erdbeere – nach Europa. Aus deren Kreuzung entstand um 1750 in der Bretagne die Urform der Gartenerdbeere, von der die meisten heute kultivierten Sorten abstammen. Aus botanischer Sicht zählt die Scheinfrucht einer Erdbeere nicht zu den Beeren, sondern zu den Sammelfrüchten bzw. Sammelnussfrüchten oder nach anderer Auffassung zu den Sammelachänenfrüchten.
Die Erdbeere ist in Mitteleuropa die Königin der Beeren-Früchte. Dabei sind die roten, saftigen Früchte eigentlich gar keine Beeren, sondern eine Sammelnussfrucht. Wenn die heimischen Erdbeeren reif sind, weiß man, dass die warme Jahreszeit begonnen hat. Das köstliche Aroma der Erdbeeren hat dazu geführt, dass ihr Geschmack bei Marmelade, Fruchtjogurts, Eiscreme und Milchshakes bevorzugt wird, wenn auch oft in künstlicher Form. Frische Erdbeeren sind hingegen nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund und helfen gegen zahlreiche Beschwerden.
 
Anwendung
Erdbeeren kann man am besten frisch essen. Entweder einfach so naschen wie sie sind. Oder man schneidet sie in zwei Hälften, eventuell zuckern und wenn man es mag, Milch drübergießen. Auch ein frischer Erdbeere-Milchshake kann unvergleichlich lecker schmecken. Fertig gekaufte Erdbeerprodukte enthalten meistens keine echten Erdbeeren, sondern nur Aromastoffe, die an Erdbeeren erinnern.
Tee
Getrocknete Erdbeeren kann man als Tee trinken. So ein Tee muss ziemlich lange ziehen, etwa 15 Minuten, damit sich der Erdbeergeschmack möglichst gut entfalten kann.
Erdbeerblätter-Tee
Auch mit Erdbeerblättern kann man einen Tee zubereiten. Die Erdbeerblätter schmecken natürlich nicht so lecker nach Erdbeeren, eignen sich aber recht gut für Haustees.
Nahrungsmittel
Der fleischige Blütenboden wird als Obst genutzt. Kommerziell angebaut werden verschiedene Sorten der Gartenerdbeere. Erdbeeren zählen zu den nichtklimakterischen Früchten: Wenn sie unreif gepflückt werden, reifen sie nicht nach. Die Früchte können als Rohkost verzehrt werden, auch als Obstsalat, ggf. gezuckert und mit einer Portion Schlagsahne, oder sie können als Tortenbelag dienen. Üblich sind auch die Herstellung von Erdbeerkonfitüre oder die Zugabe zu Eiscreme oder Fruchtjoghurt. Bekannt sind unter anderem auch die Verwendung für Bowle oder Rumtopf. Als Konserve oder Tiefkühlkost sind die Früchte wegen ihrer weichen Konsistenz eher nicht geeignet.
 
Beschreibung
Erdbeeren sind mehrjährige krautige Pflanzen. Meist sind sie weich oder seidig behaart, mit dickem, schwach holzigem, fadenförmige Ausläufer treibendem Wurzelstock. Die Ausläufer bewurzeln sich und bilden neue Rosetten aus. Die wechselständigen, grundständigen, langgestielten Laubblätter sind meist dreiteilig, seltener fünfteilig gefingert. Die Nebenblätter sind an der Basis des Blattstiels angewachsen. Erdbeeren tragen weiße, selten gelbliche Blüten, die nach dem Ende der Kälteperiode erscheinen. Sie stehen meist zu mehreren in Trugdolden an der Spitze des aufrechten, armblätterigen Schaftes. Der Blütenbecher trägt fünf grüne Kelchblätter und fünf rundliche Kronblätter. Zwischen den eigentlichen Kelchblättern stehen fünf weitere, kleinere Nebenkelchblätter. Es sind viele Staubblättervorhanden. Auf dem aufgewölbten Blütenboden sitzen zahlreiche freie Fruchtblätter. Bei der Reife bildet der Blütenboden eine saftig fleischige Scheinbeere. Die Früchte im biologischen Sinn sind kleine gelblich bis rötliche, einsamige Nüsschen an der Oberfläche der roten Scheinfrucht. Die Fruchtknoten bilden je ein Nüsschen aus, die durch das Wach-stum der später markant roten Blütenachse während der Reifezeit auseinandergerückt werden. Tiere, die die auffällige Erdbeerfrucht essen, scheiden die kleinen hartschaligen Nüsschen, die sich auf dem Fruchtfleisch befinden, wieder aus, so dass die Nüsschen – soweit sie geeignete Standortbedingungen vorfinden – keimen können. In Europa sind es Säugetiere wie Rotfuchs, Dachs, Igel, Rötelmaus und Siebenschläfer; Vögel wie Amsel, Hausrotschwanz, Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke und Wirbellose wie Weinbergschnecke, einige Käferarten und Tausendfüßer, die von den Früchten angelockt werden. Sie sind damit an ihrer Verbreitung beteiligt. Ameisen schleppen die Früchte sogar in ihre Baue, verfüttern das Fruchtfleisch an ihre Larven und tragen anschließend die verbliebenen Nüsschen wieder weg.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Stoffwechselprobleme
Heilwirkung: adstringierend, blutreinigend, harntreibend
Anwendungsbereiche: Blasengries, Blasensteine, Gicht, Leberprobleme, Nierengrieß, Nierensteine, Rekonvaleszenz, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Fragaria vesca
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Strawberry
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut, Früchte
Sammelzeit: Mai bis Juli

GRINDELIE
Die Grindelie ist eine gelbblühende etwa 1m hohe Pflanze mit hohem Harzanteil. Sie ist in Nordamerika heimisch und von der Gattung gibt es über 50 Arten, die alle ähnliche Wirkungen haben. Bei den Indianern und später bei den Siedlern war die Grindelie eine beliebte Heilpflanze bei viele Krankheiten und ein Gegengift.
 
Anwendung
Tee
1 Esslöffel auf 250ml heißes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Der bittere Tee hilft bei Asthma, Husten und Rheuma.
Abkochung
Eine Abkochung der Wurzel hilft bei Läuse und ist als Haarpflegemittel geeignet.
Pflanzenbrei
Der frische Pflanzenbrei der Grindelie kann als Umschlag auf entzündete oder juckende Hautstellen aufgetragen werden.
Homöopathie
Zubereitungen bei Bronchitis.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Grindelie ist im Südwesten von Nordamerika heimisch. Sie wächst bevorzugt auf trockenen Böden und ist frosthart. Die zweijährige/mehrjährige Pflanze wird zwischen 60 und 120 Zentimeter hoch. Die Blätter sind grob und gezähnt. Die Blüten erscheinen zwischen Mai und September Die gelben Blütenköpfe haben einen Durchmesser von 4-5cm. An den Blütenkelchen bildet sich ein Harz. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Asthma, Hautauschläge, Husten
Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, entzündungshemmend,
harntreibend, krampflösend, lindernd, schleimlösend, spasmolytisch
Anwendungsbereiche: Asthma, Atemwegserkrankungen, Blasenentzündung, Bronchitis, Dermatitis, Halsschmerzen, Hautauschläge, Husten, Keuchhusten, Magen, Milz, Nierenleiden, Krämpfe, Parasiten, Rheuma, Tuberkulose, Wunden
wissenschaftlicher Name: Grindelia robusta
Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name: Great valley gumweed, Gumweed
volkstümlicher Name: Grindelie, Grindelia
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Stängelspitzen mit Blüten und Blättern
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Diterpene, Gerbstoffe, Grindeliasäuge, Harz, Kampferolether, Luteolin, Matricanol, Terpensaponine, Vanillinsäure
Sammelzeit: Mai und September
Nebenwirkungen: Selten Reizungen der Magenschleimhaut

BACHBLÜTE HEATHER
Man reißt in Gesellschaft unwillkürlich das Gespräch an sich und lenkt es auf die eigene Person
Diese Menschen reißen in einer Gesellschaft oft unwillkürlich das Gespräch an sich und lenken es auf die eigene Person
Heather kann helfen nicht im Mittelpunkt zu stehen
 

BACHBLÜTE HOLLY
Ich bin launisch    
Diese Menschen sind und können sehr launisch sein
Mit der Bachblüte können sie das launische hinter sich lassen

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Atemwegserkrankungen
GRIPPE MIT FIEBER
Erkältungstee
Zutaten: 6TL Fenchelsamen, 3TL Brunnenkresse
Zubereitung: Fenchelsamen und die Brunnenkresse mischen. Einen gut gehäuften Teelöffel der Kräutermischung in ¼ l kaltes Wasser geben und 6 bis 8 Stunden ziehen lassen. Die Kräuter durch einen Filter abseihen und den Tee leicht erwärmt über den Tag verteilt trinken.
UNIVERSALHEILMITTE ZUR VORBEUGUNG VON ERKÄLTUNGSKRANKHEITEN
Eberwurz-Zimt-Bertram-Pulver
Die folgende Rezeptur gilt als Universalheilmittel. Zimtpulver wirkt stärkend und stimmungsaufhellend, Bertrampulver reinigend und aufbauend, ebenso Eberwurzpulver. Hildegard empfiehlt die Mischung sowohl Kranken als auch Gesunden: „Die Eberwurz ist warm und etwas kalt. Pulverisiere daher die Wurzel und die Blätter der Eberwurz und so viel wie die Hälfte davon wiegt, so viel Bertrampulver und so viel Zimtpulver gebe der Kranke bei und mische es. Und das auf diese Weise gemischte Pulver nimm täglich entweder mit Brot oder mit warmem Wein oder iss es in Suppen oder trinke es in warmem Wein und du wirst keine große oder lange Krankheit haben bis zu deinem Tod. Und kein Mensch meide dieses so bereitete Pulver, weil er, wenn er gesund ist und dieser Pulver isst, nicht lange krank im Bett liegen wird. Und wer krank ist und es isst, wird gesund werden.“ Hildegard fährt sodann fort mit Empfehlungen von Universalheilmitteln und rät in diesem Zusammenhang zu Eisenkrautentwickeln bei geschwollenen Hals (gemeint sind Halsschmerzen aufgrund einer Mandelentzündung).

Die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) Kneipp
EINLEITUNG
Der zweite Teil des Buches „Meine Wasserkur“ mit der Überschrift Apotheke enthält Kneipps Ausführungen über die Heilmittel. In der Einleitung schreibt er:
Zu den Dingen, welche ich verabscheue und hasse, zählt das GeheimmittelWesen, die Krämerei mit Heilmittel, welche als Geheimnis des Erfinders gelten. Diesen Vorwurf soll mit niemand machen können. Darum öffne ich in diesem zweiten Teil die Läden meiner Apotheke und lasse einen jeden hineinschauen und hineinschmecken bis in letzten Teeschächtelchen und ins kleinste Ölfläschchen.
In jeder Apotheke steckt ein teures Geld, in der meinigen ist nicht viel Rares. Ich gestehe das sehr gerne zu und betrachte diesen leicht möglichen Vorwurf als einen großen Vorzug meiner Apotheke.
Fast sämtliche meiner Tees, Extrakte, Öle und Pulver rühren von früher geachteten, jetzt vielleicht verachteten, spottbilligen Heilkräutern her, welche der liebe Herrgott im eigenen Garten, auf freiem Felde, manche ums Haus herum, an abgelegenen und unbesuchten Stellen wachsen lässt, Heilkräuter, die meisten keinen Pfennig kosten. Was auf trockenem Grund wächst, gar an sonnigen Berghängen, verdient den Vorzug und welche Pflanzen du in der schönsten Blütezeit sammelst, diese werden dir die herrlichste und gesegnetste Frucht bringen. Die Garten- und Feldkräuter sollen jedes Jahr neu gesammelt, die alten weggeworfen werden.
Lange Jahre habe ich sondiert und geprüft, getrocknet und zerschnitten, gesotten und gekostet, kein Kräutchen, kein Pulver, das ich nicht selbst versucht und als bewährt befunden habe!
Pflanzen mit zweifelhafter oder ungünstiger Wirkung oder gefährliche Giftpflanzen habe ich grundsätzlich übergangen.
Wer sämtliche Artikel dieser Apotheke überblickt, sieht sofort, daß sie, wie die gesamten Wasseranwendungen selbst, dreifachen Zweck haben: ungesunde, kranke Stoffe im Inneren aufzulösen, auszuleiten und sodann den Organismus zu kräftigen. Insofern glaube ich mit vollem Recht behaupten zu können, daß beide Verfahren, das innere und das äußere, zusammenstimmen und einheitlich zusammenwirken.

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