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EDELGAMANDER
Der Edel-Gamander ist ein kleiner Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler, der heutzutage nahezu unbekannt ist und weitgehen unbeachtet sein Dasein auf kalkhaltigen Magerböden fristet. Früher war der Gamander so beliebt, dass ihm der Beiname edel verliehen wurde. Die Volksheilkunde verwendet den Edelgamander zur Stärkung der Verdauung, gegen Gicht und gegen Husten. auch schlecht heilende Wunden sollen durch den Gamander zur Heilung finden können. Die Gamander bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Lippenblütler. Sie zeichnet sich blütenmorphologisch durch das scheinbare Fehlen der Oberlippe der Blütenkrone aus. Die etwa 250 Arten sind fast weltweit verbreitet mit dem Schwerpunkt der Artenvielfalt im Mittelmeerraum.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Magenbeschwerden
Heilwirkung: adstringierend, anregend, entzündungshemmend, harntreibend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Bronchitis, Husten, Asthma, Appetitlosigkeit, Magenschwäche, Blähungen, Darmschwäche, Gallenschwäche, Gicht, Rheuma, Kopfschmerzen, Hautentzündungen, Langsam heilende Wunden
wissenschaftlicher Name: Teucrium chamaedrys
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Germander
volkstümliche Namen: Gamander, echter Gamander, breitblättriger Edelgamander, Kalenderkraut, Schaffkraut
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe
Sammelzeit: Sommer
 
Anwendung
Edelgamander kann man wahlweise als Tee oder in Wein anwenden. Die häufigste Art, Edelgamander anzuwenden ist der Tee, wenn man beim Edelgamander über-haupt noch von "häufig" sprechen kann. Früher wurde der Gamander gerne in Wein eingelegt.
Achtung! Nicht überdosieren! Eventuell könnte der überreichliche Gebrauch des Edelgamanders die Leber belasten.
Tee
Für einen Edelgamander-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Edelgamander mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Edelgamander-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Edelgamander-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Würzwein
Früher wurde der Gamander gerne als Gewürz für Wein verwendet. Vielleicht findet man ihn deshalb hin und wieder auf Weinbergen. Möglicherweise ist es aber auch umgekehrt, nämlich dass die Winzer den Edelgamander in der Nähe ihrer Rebstöcke gefunden haben und sein wohlduftendes Aroma zum Würzen ihres Weines verwendet haben. Um einen Edelgamander-Wein herzustellen, legt man einige Gamander-Blätter oder Triebe für zwei bis sechs Wochen in Wein ein. Dann abseihen und etwa dreimal täglich ein bis zwei Esslöffel des Gamander-Weines einnehmen. Dieser Gamander-Wein stärkt die Verdauung.
Innerlich
Edelgamander kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Verdauungsschwäche einsetzen. Außerdem hilft Edelgamander gegen Husten, vor allem wenn es ein asthmaähnlicher Krampfhusten ist.
Äußerlich
Äußerlich kann man Edelgamander-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man schlecht heilende Wunden behandeln.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Edelgamander ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt auf kalkreichen mageren Böden. Nach dem Edel-Gamander ist eine ganze Gattung benannt, zu der auch der häufigere Salbeigamander gehört. Der kleine Halbstrauch wird bis zu 30cm hoch. Der untere Bereich der Stängel verholzt. Die Ausläufer des Gamanders kriechen am Boden entlang. Die Blätter sind etwa zwei bis fünf Zentimeter groß, haben kurze Stiele und ihre Form ist eiförmig. Der Rand der Blätter ist gezähnt. An der Oberfläche sind die Blätter glänzend dunkelgrün. Die rosafarbenen Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Sie stehen in Scheinquirlen in den oberen Blatt-achseln. Aus den Edelgamander-Blüten entwickeln sich sogenannte Klausen-Früchte, die die Samen enthalten. Sie werden vom Wind und wahrscheinlich auch teilweise von Tieren verbreitet.
Bei Gamander-Arten handelt es sich um selten ein- bis zweijährige oder meist ausdauernde krautige Pflanzen, Halbsträucher oder Sträucher. Es werden Rhizome -me oder Ausläufer gebildet. Die selbstständig aufrechten oder aufsteigenden Sprossachsen sind meist vierkantig, einfach oder von der Basis an verzweigt. Die Pflanzenteile sind aromatisch oder schlecht duftend.
Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind kurz gestielt bis fast sitzend. Die Blattspreiten sind herzförmig bis lanzettlich. Der Blattrand ist ganzrandig, gekerbt, unterschiedlich gezähnt oder fiederspaltig. Es liegt Fiedernervatur vor.
Meist zwei bis sechs, selten bis zu zehn Blüten stehen in Scheinquirlen in den Achseln von laubblattähnlichen Tragblättern oder in endständigen traubigen oder aus traubigen Teilblütenständen zusammengesetzten rispigen Gesamtblütenständen. Oft ist die Anzahl der Blüten in den Scheinquirlen auf eine reduziert. Die Tragblätter sind rhombisch-eiförmig bis linealisch-lanzettlich mit glatten oder gezähnten Rändern. Es sind Blütenstiele vorhanden.
Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter ist röhren- bis glockenförmig verwachsen und der Kelch besitzt zehn Nerven. Der Kelchschlund ist kahl bis kranzförmig fein behaart. Die Kelchzähne sind gleichartig und der Kelch radiärsymmetrisch, oder der Kelch ist zweilippig. Falls der Kelch zweilippig ist, ist die Oberlippe dreizähnig und der oberste Kelchzahn am größten und die Unterlippe ist zweizähnig. Die Farbe der Blütenkronen ist sehr vielfältig. Die Krone hat eine kurze Kronröhre ohne Haarring an der Innenseite. Die Kronröhre kann kürzer oder länger sein als der Kelch. Lediglich die Unterlippe ist deutlich ausgebildet. Die Oberlippe ist unscheinbar, kurz und gespalten. Die Zipfel sind zur Unterlippe gerückt, so dass der Eindruck entsteht, die Unterlippe sei fünflappig und die Oberlippe fehle völlig. Die Kronzunge ist fünflappig, wobei der Mittellappen kreis- oder spatelförmig, oder selten zweispaltig ist und die vier Seitenlappern nur relativ klein sind. Die vier Staubblätter ragen aus der Kronröhre heraus und ein Paar ist etwas länger als das andere. Der Pollen ist operculat. Der oberständige Fruchtknoten ist kugelig und leicht vierlappig. Der Griffel ist gleich lang bis etwas länger als die Staubblätter. Der Griffel endet zwei kurzen, gleichen bis etwas ungleichen Narbenästen. Ein Diskus ist gut ausgebildet oder fehlt.
Klausenfrucht zerfällt in vier Klausen. Die Klausen sind verkehrt-eiförmig bis mehr oder weniger kugelig, ihre Oberfläche ist aderig-runzelig oder auch glatt, flaumig be-haart oder kahl. Die seitlich gelegenen Areolen sind 0,3- bis 0,8-mal so lang wie die Klausen. Endosperm ist meist vorhanden. Ein Elaiosom fehlt.

BITTERHOLZ
Picrasma, umgangssprachlich auch Bitterholz, ist eine Gattung sommergrüner Bäume der Tropen und Subtropen Amerikas und Asiens. Bekannt ist die Art Picrasma quassioides, die wie die Gattung als Bitterholz bezeichnet wird, für seine bemerkenswerte Herbstfärbung.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Nicht für Schwangere und Patienten mit Magengeschwür!, Verdauungsschwäche
wissenschaftlicher Name: Picrasma exelsa
Verwendete Pflanzenteile: Holz

Beschreibung
Die Gattung Picrasma umfasst sommergrüne Bäume mit hell bis dunkel rotbraunen, kahlen Zweigen, die dicht mit länglichen grauen Korkporen bedeckt sind und eine deutliche Markzone aufweisen. Die Knospen sind seidig glänzend, silbrig braun behaart. Die Endknospen sind 5 Millimeter lang. Die Borke hat einen bitteren Geschmack.
Die Blätter sind wechselständig angeordnet und stehen gehäuft an den Zweigenden. Sie sind unpaarig gefiedert, die Basis der Blattstiele und der Stiele der Blättchen sind häufig als Pulvinus ausgebildet. Die Blättchen sind ganzrandig oder gesägt. Die Nebenblätter werden früh abgeworfen oder bleiben erhalten.
Die Blüten sind eingeschlechtig oder polygam. Sie sind in lockeren, achselständigen Rispen angeordnet. Das der Einzelblüte gegenüber liegende Tragblatt ist klein oder wird früh abgeworfen. Die Einzelblüten sind vier- oder fünfzählig und haben einen in der unteren Hälfte gegliederten Blütenstiel. Die Kelchblätter sind klein, stehen frei oder sind teilweise verwachsen. Die Kronblätter überlappen sich kaum bis gar nicht. Sie sind zugespitzt, länger als die Kelchblätter und bleiben bei weiblichen Blüten erhalten. Die vier bis fünf Staubblätter sind an der Basis des vier- bis fünflappigen Diskuseingefügt. Die zwei bis fünf Fruchtblätter stehen frei und haben jeweils eine Samenanlage. Sie sind bei männlichen Blüten zurückgebildet. Der Griffel ist an der Basis verwachsen, die Narbe steht frei.
Die Früchte stehen in bis zu 10 Zentimeter langen und bis zu 25 Zentimeter breiten Rispen. Die 6 bis 7 Millimeter großen, eiförmig-kugeligen Steinfrüchtchen sind ringförmig angeordnet. Das dünne, saftig-fleischige Mesokarp färbt sich zur Reife rot.

BACHBLÜTE OAK
Man ist völlig ausgelaugt und abgerackert, klagt aber nie  
Diese Menschen sind völlig ausgelaugt und abgerackert, klagen jedoch nie
Hier hilft Oak das sie das ausgelaugte überwinden und nicht mehr abgerackert sind und klagen wenn es einmal zu viel ist

BACHBLÜTE OLIVE
Man fühlt sich völlig ausgelaugt, total am Ende
Diese fühlen sich völlig ausgelaugt und total am Ende
Mit der Bachblüte können sie dieses ausgelaugte Gefühl ablegen und sind nicht mehr am Ende

Heilmethoden und Heilmittel bei bestimmten Krankheiten
DAS SCHWITZBAD
„Für einen Menschen, der mager und dürr ist, ist das Schwitzbad, das durchglühende Steine aufgeheizt wird, nicht geeignet, weil er sich dadurch noch trockener macht. Aber für einen, der fettes Fleisch hat, ist ein Schwitzbad gut und nützlich, weil er dadurch die Säfte, die bei ihm überreichlich vorhanden sind, unterdrückt und verringert. Dampfbäder, die mit heißen Steinen bereitet werden, sind aber auch für jenen, der gichtkrank ist, nützlich, weil die Säfte, die sich in ihm immer wieder erheben, durch das Schwitzbad ziemlich unterdrückt werden. Aber durch ein Wasserbad beginnen die Säfte, sich zu erheben und sich auf eine ziemlich ungute Weise zu bewegen, weil das Fleisch, das Blut und die Gefäße der Gichtkranken in einen nicht stabilen Zustand übergehen. Die Steine enthalten Feuer und verschiedenerlei Feuchtigkeit. Wenn sie ins Feuer gelegt werden, kann die Feuchtigkeit in ihnen nicht vollständig entfernt werden und es ist aus diesem Grund nicht heilsam, ein Dampfbad mit ihnen zu bereiten, sondern es ist viel gesünder, wenn man dazu Ziegelsteine nimmt, weil sie gebrannt und trocken sind. Denn die Feuchtigkeit, die in ihnen war, ist durch das Brennen des Feuers völlig beseitigt worden. Wer also ein Schwitzbad nehmen will, soll es mit Ziegelsteinen bereiten. Wenn er keine Ziegelsteine bekommen kann, dann soll er Sandsteine nehmen, weil sie ein milderes Feuer und eine mildere Feuchtigkeit als andere Steine in sich haben. Kieselsteine darf er aber nicht nehmen, weil sie ein starkes Feuer in sich haben und weil sie ein starkes Feuer in sich haben und weil sie sich im Wasser mit verschiedenerlei Feuchtigkeit gefüllt haben.“

Nieren- und Blasenleiden
Nierenentzündung
Kneipp wendet hier Ganzwaschungen, kurze Wickel, Ober- und Unteraufschläger sowie Halbbäder an, wenn der Kranke kräftig genug ist. Erträgt der Kranke jedoch kein
Halbbad, rät er zu täglich 2-4 Ganzwaschungen, je nach vorhandener Hitze.
Durch die Waschungen und die Halbbäder wird die Natur zu starker Transpiration gebracht und gekräftigt, der schlechte Stoff wird abgestoßen und ausgeleitet. Je kräftiger durch die Bäder und die Waschungen eingewirkt werden kann, umso rascher wird die Entzündung verlaufen.
Kneipp empfiehlt, gleich bei Entstehung der Entzündung auf die Nierengegend mit einer Auflage aus Topfen, der zu einer feinen Salbe gerührt wird, einzuwirken. Diese Auflage soll den ganzen Rücken bedecken. In der Regel genügen 1-2 Anwendungen, um den Schmerz zu vertreiben.
Die weitere Ausleitung und Auflösung wird erzielt, indem der Kranke zwei- bis viermal auf ein in Wasser und etwas Essig getauchtes Tuch liegt, welches den halben Rücken bedeckt. Dieses Tuch soll aber alle halbe Stunde frisch eingetaucht und nicht länger als zwei Stunden dort gelassen werden. Auch auf den Unterleib wird ein großes, zweifach gefaltetes Tuch gelegt, das in Wasser und etwas Essig getaucht worden ist und nach jeder halben Stunde erneuert wird.

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