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FRÜHLINGS-FRINGERKRAUT
Das Frühlings-Fingerkraut ist ein gelb blühendes Fingerkraut, das gerne auf sandigen Trockenwiesen, Wegrändern und Felshängen wächst. Es ist in Mitteleuropa verbreitet und häufig zu finden, oft in kissenähnlichen Verbänden. Von dem Frühlings-Fingerkraut gibt es vermutlich mehr als 10 Unterarten, sodass die Pflanze je nach Standort schon sehr unterschiedlich aussehen kann. Als Heilpflanze spielt das Frühlings-Fingerkraut nur eine kleine Rolle, es wurde zur Wundbehandlung und gegen Durchfall eingesetzt. Das Frühlings-Fingerkraut, ist ein in Mitteleuropa meist verbreitet und häufig vorkommendes Rosengewächs. Es blüht von März bis Mai, manchmal auch im Spätsommer und Herbst ein zweites Mal.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Durchfall, Wunden
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, antidiarrhoisch, antiinflammatorische, antioxidativ, antiviral, entzündungshemmend, immunstimmulierend, stopfend
Anwendungsbereiche: Durchfall, Hautkrankheiten, Wunden, Zahnfleischentzündungen
wissenschaftlicher Name: Potentilla neumanniana, Potentilla tabernaemontani, Potentilla verna
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Spring Cinquefoil
volkstümlicher Name: Frühlings-Fingerkraut, Gewöhnliches Frühlings-Fingerkraut
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzel
Inhaltsstoffe: Fettsäuren, Flavonoide, Gerbstoffe, Triterpene
Sammelzeit: Blätter: Frühling, Sommer, Wurzel: Herbst
Nebenwirkungen: Narbenbildung
 
Anwendung
Tee
1TL Wurzeln mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Sobald der Tee lauwarm ist, ungesüßt trinken. Hilft bei Durchfall.
Mundspülung
Das Gurgeln mit dem Tee hilft bei Entzündungen im Mundraum.
Umschlag
Ein Breiumschlag aus frischen zerquetschten Blättern hilft bei kleineren oder schwer heilenden Wunden und einigen Hautkrankheiten. Allerdings begünstigen die Inhaltsstoffe eine Narbenbildung.
 
Geschichtliches
Die verschiedenen Fingerkräuter wurden schon in der Antike und im Mittelalter als Heilpflanzen genutzt. Das Frühlings-Fingerkraut wurde seltener genutzt, da es in der Heilwirkung nicht so stark ist. Der Samen diente in Notzeiten als Nahrungsmittel. Heute wird das Frühlings-Fingerkraut ab und zu als Zierpflanze in Gärten kultiviert.
 
Pflanzenbeschreibung
Diese Art ist ausdauernd und bildet oft große, teppichartige Wuchsformen. Die Grundblätter sind fingerförmig und bestehen aus fünf bis sieben keilförmigen bis verkehrt-eiförmigen Blättchen. Diese sind 1 bis 3 cm lang und besitzen jederseits zwei bis fünf Zähne. Der freie Teil der Nebenblätter der Grundblätter ist sehr schmal linear bis lanzettlich (Unterschied zum Rötlichen Fingerkraut). Die blühenden Triebe wachsen seitlich aus den Achseln der vorjährigen, zur Blütezeit teilweise vergangenen Grundblätter. Sie sind niederliegend, mit der Spitze aufsteigend, 5 - 15 cm lang und besitzen mehrere Stängelblätter. Der Blütenstand ist 3 - 10-blütig und oft schon aus den Achseln der unteren Stängelblätter verzweigt. Die Blüten sind gelb und besitzen einen Durchmesser von 10 - 18 mm. Als Potentilla neumanniana werden nur solche Pflanzen bezeichnet, die keine Sternhaare besitzen. Die Behaarung besteht nur aus einfachen, 2 - 3 mm langen Haaren (Striegelhaaren), die meist vorwärts gerichtet sind, seltener auch fast abstehend. Im oberen Teil der Blütentriebe und an den Blattstielen finden sich kürzere, gekrümmte Haare, manchmal auch kurze Drüsenhaare.
Das Frühlings-Fingerkraut ist Mittel-Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt an Wegen und auf sandigen Trockenwiesen. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 5 und 15 Zentimeter hoch. Stängel und Blätter sind behaart. Die handförmigen Blätter sind 5 bis 7 zählig und die Blättchen 1 bis 3 cm lang. Die gelben Blüten erscheinen zwischen März und Juni an oben verzweigten Stielen. Die Blüten haben einen Durchmesser von 10-20 mm. Aus den Blüten entwickeln sich vom Sommer bis in den Herbst die Samen.
 
Anbautipps
Am besten im frühen Frühling (Kaltkeimer) in Töpfen aussäen und im nächsten Jahr in der frostfreien Zeit auspflanzen. Der Standort sollte halbschattig, besser sonnig sein. Die Pflanze mag einen trockenen und sandigen Boden.
 
Sammeltipps
Die Wurzel im Herbst ausgraben, reinigen, zerkleinern und luftigem Ort trocknen.

GROSSES HEXENKRAUT
Das Große Hexenkraut wächst in dunklen feuchten Auwäldern. Im Dunkel des finsteren und feuchten Waldes leuchten die kleinen zartrosa Blüten weithin sichtbar. Hat man früher diese Blüten sehen können, so war das ein sicheres Zeichen dass man sich tief im Wald verirrt hatte. Der Name Großes Hexenkraut verspricht jede Menge Heilkräfte, hält in dieser Hinsicht aber wenig, ist es doch nur schwach harntreibend und blutstillend. Früher war das Hexenkraut ein wichtiges magisches Kraut, z.B. in Liebesdingen und zum Schutz gegen Zauber und Unheil. Das Große Hexenkraut, auch Gewöhnliches Hexenkraut oder Gemeines Hexenkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Hexenkräuter in der Familie der Nachtkerzengewächse.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Wundbehandlung
Heilwirkung: adstringierend, blutstillend, harntreibend
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Blutstillung, Diuretikum, Hautkrankheiten, Wundbehandlung, Bachblüte: Ausstrahlung verbessernd, Konflikte lösend
wissenschaftlicher Name: Circaea lutetiana L.
Pflanzenfamilie: Nachtkerzengewächse = Onagraceae
englischer Name: broadleaf enchanter's nightshade, enchanter's-nightshade
volkstümlicher Name: Gemeines Hexenkraut, Großes Hexenkraut, Hexenkraut, Stephanskraut, Waldklette
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Oxalate, Oxalsäure
Sammelzeit: Frühling-Sommer
 
Anwendung
Selten wird das Große Hexenkraut als Zierpflanze in Gärten verwendet, eine ausgelesene Sorte ist Caveat Emptor, deren Laubblätter stark rosa gefleckt sind.
Salat
Die frischen Blätter einem Salat beigegeben wirken harntreibend.
Äußerlich
Frische zerquetsche Blätter als blutstillender Umschlag oder zur Behandlung von Hautkrankheiten.
Bachblüte
Eine Blüten-Essenz aus den Blüten stärkt die Ausstrahlung, hilft Konflikte friedlich beizulegen.
 
Magie und Mythologie
Der lateinische Name kommt von Circe, eine Zauberin der griechischen Mythologie. Vielleicht dachte man an bezirzen (anziehen/einwickeln), so wie sich die Klettenfrüchte anheften. Frauen nutzten die frischen Blüten des Großen Hexenkrautes um anziehender auf Männer zu wirken. Das Große Hexenkraut wurde schon früher zu magischen Zwecken (Gegenzauber) eingesetzt, beispielsweise als Schutz für das Vieh. Es gibt auch eine Faustregel, die besagt, dass man sich verirrt hat, wenn man das Hexenkraut findet, weil es abgelegene Stellen bevorzugt. Das stimmt zumindest heutzutage nicht mehr, denn das Hexenkraut wächst an lauter leicht erreichbaren Stellen, die ganz in der Nähe von Orten und Häusern sind.
 
Geschichtliches
Selten als Heilpflanze, dafür umso öfter als Zauberpflanze genutzt. Heute nicht mehr als Heilpflanze eingesetzt.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Große Hexenkraut ist in ganz Europa heimisch. Es wächst bevorzugt in feuchten Wäldern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 20 und 60 Zentimeter hoch. Die eiförmigen und lanzettlichen Blätter sind behaart und matt, zwischen 5 und 10 cm lang. Die weißen bis zartrosa Blüten erscheinen zwischen Juli und August. Die Blüten befinden sich an einem aufrechten Stängel an einer endständigen Traube. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 4-8 mm.
Aus den Blüten entwickeln sich zwischen Spätsommer und Herbst die Samen.
Die Samen sind eine stachelige Nußfrucht in Keulenform, die mit ihren Haken an vorbeistreifenen Menschen und Tieren hängen bleibt.
Das Große Hexenkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60, selten bis 75 Zentimetern. Am Rhizom finden sich hinfällige Niederblätter, sowie in 10 bis 20 Zentimeter Tiefe kräftige, am Ende verdickte Ausläufer. Der aufrechte Stängel ist mit weichen Haaren besetzt.
Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ungeflügelt. Die einfache Blattspreite ist herz- bis eiförmig mit keilförmigen Spreitengrund, geschweift gezähnt, mattgrün, zumeist kahl, aber vor allem auf den Nerven flaumig behaart.
Tragblätter fehlen am traubigen Blütenstand. Die Blüten sind weiß. Die zwei Kronblätter sind unverwachsen, mit 2 bis 3 Millimetern Länge eben so lang wie der drüsige Kelch, tief gekerbt und undeutlich genagelt. Es gibt zwei Staubblätter. Der Fruchtknoten ist unterständig. Die Narbe ist zweilappig. Die relativ kleine, verkehrt-eiförmige, zweifächrige Frucht ist eine mit borstigen Widerhaken versehene Achäne (Klettfrucht) und enthält je zwei Samen.
 
Anbautipps
Im Frühling direkt an die gewünschte Stelle aussäen. Der Boden muss feucht und stickstoffhaltig sein, am besten Lehmboden. Die Pflanze mag Schatten und Halbschatten, wächst auch zwischen Bäumen.
 
Sammeltipps
Die Blätter können die ganze Zeit zwischen Frühling und Herbst geerntet. Für die innerliche Anwendung sind junge Blätter angenehmer.

BACHBLÜTE WATER VIOLET
Du empfindest andere Menschen oft als aufdringlich  
Diese Menschen sind sehr empfindlich anderen Personen oft als aufdringlich
Mit der Blüte empfinden sie andere nicht mehr als aufdringlich

BACHBLÜTE WHITE CHESTNUT
Unaufhörlicher inneres Geplapper, Echohalle im Kopf
Diese Menschen haben ein unaufhörliches inneres Geplapper, auch eine Echohalle im Kopf
Mit der Blüte können sie diese Geplapper oder die Echohalle im Kopf hinter einem lassen

Hildegards Lebens- und Heilmittel
Milcherzeugnisse
MILCH UND KÄSE
In der Hildegardmedizin gilt Milch als wertvolles Nahrungsmittel, das allerdings nur jahreszeitlich und in Maßen getrunken werden sollte: „Die Milch der Kühe, Schafe und Ziegen und überhaupt jede Milch ist im Winter heilsamer als Sommer. Wer nicht gesund ist, dem kann Milch im Sommer etwas schaden. Ist er allerdings schwach, soll er etwas davon trinken.“
Milch enthält viele Vitamine und fast alle Eiweißbausteine (Aminosäuren), die der Körper für den Aufbau von Gewebe benötigt. Daher sind Milch und Milchprodukte eine gute Ergänzung zum pflanzlichen Eiweiß in Getreide oder Hülsenfrüchte.
Milch ist darüber hinaus der wichtigste Calcium-Lieferant in unserer Ernährung, besonders Kinder in der Wachstumsphase sollten daher ausreichend Milchprodukte zu sich nehmen.
Etwa 10 Prozent der deutschen Bevölkerung haben Probleme bei der Verdauung des Milchzuckers. Diese sogenannte Laktoseintoleranz entsteht durch einen Mangel des Enzyms Laktase, sodass der Milchzucker unverdaut in den Dickdarm gelangt und dort Beschwerden wie Durchfall und Blähungen verursachen kann. Vorbeugend können Menschen mit Laktoseintoleranz auf Sauermilchprodukte und Käse zurückgreifen, die im Allgemeinen gut vertragen werden. Hart-, Schnitt- und Weichkäse sind praktisch frei von Laktose, da diese während des Dicklegens und Reifens durch spezielle Bakterien abgebaut wird. Sauermilchprodukte wie Joghurt, Kefir, Dickmilch oder Buttermilch enthalten zwar Laktose, gleichzeitig aber auch Milchsäurebakterien, die mit ihrer eigenen Laktase den Milchzucker im Darm abbauen können.

Kinderkrankheiten
Scharlach
Selten ist Appetit vorhanden, deshalb dränge man dem Kinde ja keine Nahrung auf! Der Durst ist gewöhnlich stark. Man gebe dem Kranken fleißig zu trinken, entweder Wasser oder Tees von Salbei und Spitzwegerich, jedoch niemals viel auf einmal, aber öfter.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Max, sechs Jahre alt, bekommt heftiges Fieber und Kopfschmerzen, kann nicht essen und hat großen Durst. Man befürchtet, es sei Scharlach. Weil der Kranke nicht auf sein kann, so soll man ihn jede Stunde, wenn der Körper viel Hitze hat, ganz waschen und so 1-2 Tage fortmachen, bis die Hitze nachläßt, kommt sie aber wieder, dann soll er auf neue gewaschen werden. Kommt dann Scharlach heraus, so ist dies ganz recht, nur fleißig weiter waschen. Kommt aber kein Scharlach heraus, so ist der Krankheits-stoff durch die Poren bereits ausgeleitet. In beiden Fällen ist geholfen.
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