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Geißraute
In Auwäldern und an Flussufern findet man die rosane Geißraute oft verwildert. In Gärten und auf Feldern wird sie heutzutage seltener angebaut als früher. Die Geißraute ist eine alte Heil- und Futterpflanze. Sie wurde früher häufig zur Steigerung der Milchproduktion bei stillenden Frauen eingesetzt. Heutzutage wird die Geißraute vorwiegend wegen ihrer blutzuckersenkenden Wirkung geschätzt, aber diese Wirkung ist bislang nicht gesichert und daher mit Vorsicht zu genießen.
Die Geißraute, auch Echte Geißraute, Bockskraut, Fleckenkraut, Geißklee, Pockenraute, Suchtkraut, Ziegenraute genannt, ist die einzige in Mitteleuropa heimische Pflanzenart der Gattung Galega und gehört zur Unterfamilie Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Fördert die Milchbildung
Heilwirkung: antibiotisch, harntreibend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Fieber, Blasenentzündung, Blutzucker senkend, Diabetes
wissenschaftlicher Name: Galega officinalis, Accoromba tricolor, Callotropis tricolor, Galega bicolor
Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler = Fabaceae
englischer Name: Goats Rue
volkstümliche Namen: Bockskraut, Fleckenkraut, Geißklee, Pockenraute, Suchtkraut, Ziegenraute
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: Galegin, Galuteolin, Bitterstoffe, Phytosterole, Flavonoide, Gerbstoffe, Saponine, Allantoin, Kaempferol
 
Anwendung
Madaus nennt es eine ungelöste Streitfrage, ob antike Ärzte die Pflanze kannten, doch sei sie in Italien bis ins frühe Mittelalter, in Deutschland bis ins 15. Jahrhundert anscheinend unbekannt geblieben. H. Bock und L. Fuchs erwähnten sie noch gar nicht, Gesner und Camerarius hingegen schon, um 1600 sei sie schon in vielen deutschen Gärten zu Heilzwecken kultiviert worden. Sie wurde besonders als harn und schweißtreibend, gegen Würmer, Verdauungs- und Stoffwechselstörungen, Hautkrankheiten, Epilepsie und Vergiftungen empfohlen. Späteren Untersuchungen zufolge wirke der Inhaltsstoff Galegin ähnlich wie Guanidin gegen Diabetes mellitus, in geringerem Maße auch bei Diabetes insipidus. So empfehle Janson bei leicht kranken Diabetikern einen Tee aus Geißraute, Bohnenschoten und Dolden-Winterlieb. Die Droge heißt Galegae herba, Herba Galegae oder Herba Rutae capriariae; verwendet werden die getrockneten, während der Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile. Extrakte der Geißraute enthalten als wesentliche Inhaltsstoffe das Alkaloid Galegin, ein Guanidin-Derivat, und ferner das Glykosid Galuteolin, Gerbstoffe, Saponine und Bitterstoffe. Untersuchungen belegen die milchfördernde und blutzuckersenkende Wirkung von Galega officinalis. Verwendet wird der Wirkstoff in der Homöopathie bei ungenügendem Milchfluss bei Wöchnerinnen.  
Die häufigste Art, Geißraute anzuwenden ist der Tee.
Tee
Für einen Geißrautetee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Geißraute mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Geißrautetee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Geißrautewirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Milchbildungstee
Die milchfördernde Wirkung der Geißraute ist schon seit langer Zeit bekannt und wurde auch in letzter Zeit durch medizinische Studien bestätigt. Sogar der Gattungsname der Geißraute deutet auf die Förderung der Milchbildung hin. Das griechische gala kommt von Milch und agein von treiben. Die Erhöhung der Milchmenge macht sich vor allem in den ersten Tagen nach der Geburt bemerkbar. Die Geißraute hilft also in Fällen, in denen die Milchbildung nur schwer in Gang kommt.
Blutzucker Senkung
Die Blutzucker senkende Wirkung der Geißraute wird erst in letzter Zeit aufmerksamer wahrgenommen. Daher ist die Geißraute in manchen Tees für die begleitende Diabetikerbehandlung enthalten. Die senkende Wirkung auf den Blutzucker ist jedoch noch nicht medizinisch untersucht. Daher sollte man sich keinesfalls auf die blutzuckersenkende Wirkung der Geißraute verlassen. Bei der Diabetesbehandlung sollte man sowieso seinen Blutzuckerspiegel im Auge behalten und pflanzliche Mittel nur als Ergänzung verwenden. Zur Senkung des Insulinbedarfs oder des Bedarfs an blutzuckersenkenden Medikamente kann man Heilpflanzen jedoch einsetzen, vor allem auch in Kombination mit körperlicher Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung.
Futterpflanze
Früher wurde die Geißraute gerne als Futterpflanze für Weidetiere angebaut. Die Geißraute kann als Futter jedoch giftig wirken, im Extremfall sogar tödlich, sodass sie heutzutage nicht mehr als Futterpflanze verwendet wird.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Geißraute ist in Europa und Asien heimisch. Früher wurde die Geißraute häufig als Heil-, Futter- und Zierpflanze angebaut. Aus den Gärten entkam die Geißraute oft und ist daher auch häufig verwildert zu finden. Die Geißraute wächst bevorzugt in Auwäldern, auf Wiesen und an den Ufern von Bächen und Flüssen. Sie liebt feuchten und lehmhaltigen Boden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch. Sie hat dicke Wurzeln, die einer Rübe ähneln. Aus dieser Wurzel treiben im Frühjahr Stängel mit Riefen aus. Die unpaarig gefiederten Blätter stehen wechselständig an den Stängeln. Die Einzelblätter sind schmal und zwei bis vier Zentimeter lang. Die rosa-weißen Blüten blühen im Sommer und stehen in kerzenartigen Trauben. Wie bei vielen Hülsenfrüchtlern sind die Blüten asymetrisch geformt. Aus den Blüten entwickeln sich schotenartige Hülsen, die bräunliche, bohnenförmige Samen enthalten.
Die Geißraute ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Sie bildet rübenartigen Wurzeln. Die bis zu 1 Meter hohen Stängel sind hohl und gerieft. Die wechselständigen Laubblätter sind unpaarig gefiedert. Die 9 bis 17 Fiederblättchen sind 3 bis 9 mm breit und streifennervig. Nebenblätter sind vorhanden.
Die Blütezeit erstreckt sich in Europa von Sommer bis Herbst. Bis zu 50 Blüten stehen in einem dichten, gestielten traubigen Blütenstand. Die rosaroten, ins bläuliche tendierenden oder weißen, 9 bis 15 mm großen, zygomorphen Blüten sind purpurfarben geädert. Die Blütenhülle besteht aus zwei kleinen Flügeln, einer Fahne und einem aus zwei verwachsenen Kronblättern entstandenen Schiffchen. Die Blüte besitzt neun an den Filamenten verwachsene Staubblätter und ein freies Staubblatt. Das Fruchtblatt ist oberständig. Die bis zu 3 Zentimeter lange Hülsenfrüchte enthalten flache, braune Samen.

Bartflechte
Die Bartflechte wächst an Bäumen. Es ist eine artenreiche Pflanzengattung von Flechten. Die Bartflechten enthalten eine antibiotisch wirkende Substanz namens Usninsäure. Diese Substanz erklärt die Wirkung der Bartflechten gegen Erkältungen und Hautentzündungen.
Die Gattung Usnea umfasst Flechten, die meist von Bäumen herabhängend wachsen. Viele Arten werden als Bartflechten oder Baumbart bezeichnet und sind grau oder grünlich. Vertreter der Gattung werden oft auch als Bartflechten bezeichnet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: antibakteriell, Erkältungen, Grippale Infekte, Mandelentzündungen, Rachenentzündungen, Darmerkrankungen, Hautentzündungen
wissenschaftlicher Name: Usnea barbata
Pflanzenfamilie: Bartflechtengewächse = Parmeliaceae
Verwendete Pflanzenteile: Flechten
Inhaltsstoffe: Usninsäure
 
Besonderheiten
In einigen Arten (wie Usnea barbata, deren antibiotische Wirkung auch durch den Chirurgen Mikulicz genutzt wurde) wurde das Antibiotikum Usninsäure entdeckt, das inzwischen synthetisch hergestellt wird. Im Hochland Südamerikas wird eine gesteinsbewohnende Art als Tee bei Husten genutzt. Usnea florida kann beim Monitoring lokaler Klimaveränderungen mittels Flechtenkartierung Anwendung finden.
 
Merkmale
Bartflechten sind busch- bis bartförmige Strauchflechten mit runden, fädigen Ästen; sie sind grau bis gelbgrünlich. Die Lager werden meist fünf bis zehn Zentimeter lang und sind nur an einer Stelle angewachsen. In Gebirgslagen mit sauberer Luft können sie jedoch wesentlich größere Längen erreichen; in Gebieten mit höherer Luftverschmutzung werden sie kürzer. An den Fäden befinden sich oft halbkugelige bis stiftförmige Auswüchse. Sie können sorediös aufbrechen oder Isidien tragen. Zieht man an den Strängen, reißen zunächst nur Rinde und Mark auf, so dass der zentrale weiße Markstrang freigelegt wird. Apothecien sind bei manchen Arten sehr selten, können aber bei einigen bei guter Entwicklung regelmäßig vorhanden sein.

Bachblüten
Ich fühle mich apathisch, total erschöpft (Olive)
Sie fühlen apathisch/teilnahmslos und sind total erschöpft
Mit der Bachblüte können sie diese Teilnahmslosigkeit und Erschöpfung umkehren
Bachblüten
Ich will es allen immer recht machen (Pine)
Diese Menschen wollen es allen immer recht machen
Mit der Blüte können sie dies abstellen, dass sie allen es recht machen
Lebensmittel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Soja, Würzmittel
Obst
„an apple a day, keeps the doctor away“. Vielleicht haben sie diesen englisches Sprichwort (ein Apfel am Tag hilft, den Arzt fernzuhalten) schon einmal gehört. Es lobt die große ernährungsphysiologische Bedeutung dieses Vertreter aus der Obstgruppe.
Obst ist ein Sammelbegriff für die essbaren Früchte oder Scheinfrüchte mehrjähriger Pflanzen, die fast immer roh gegessen werden können.
Frisches Obst gibt als wesentlicher Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Es liefert viele Mineralstoffe und Vitamine. Die meisten Obstsorten enthalten 80-85% Wasser und haben wenige Kalorien. Darüber hinaus liefert Obst, Pektine, Gerbstoffe, Kohlenhydrate und Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe.
Obst hat viele Mineralstoffe und Vitamine, wenig Kalorien und darüber hinaus Kohlenhydrate, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Je nach Aufbau der Früchte unterscheidet man Kern-, Stein-, Schalen- und Beerenobst, aber auch Südfrüchte und exotische Früchte. Fruchtsorten sind in Handelsklassen sortiert. Man muss nicht immer die Handelsklasse Extra oder I wählen, denn oft sind hier sogar mehr Rückstände enthalten. Früchte können Zusatzstoffe enthalten, die die Haltbarkeit verlängern, indem sie auf die Schale aufgebracht werden. Der Einkauf von Früchten und Beeren sollte sich nach Angebot und Jahreszeit richten. Es gibt Obsterzeugnisse wie Fruchtkonserven, Konfitüren, Tiefkühlobst, als Trockenfrüchte und in Form kandierter Früchte. Nüsse und Samen zählt man zum Schalenobst.
Früchte und Beeren
Frische Früchte gelten als wesentlicher Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Sie liefern viele Mineralstoffe und Vitamine. Die meisten Fruchtsorten enthalten 80 bis 85% Wasser und haben wenig Kalorien. Darüber hinaus liefern Früchte und Beeren Pektine, Gerbstoffe, Kohlenhydrate und Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Der Kohlenhydratgehalt ist unterschiedlich. Einige Fruchtsorten haben einen höheren Gehalt wie z.B. Weintrauben und Banane. Der Ballaststoffgehalt des Obstes in von Bedeutung. Pektine, die besonders in saurem Obst und Kernobst enthalten sind, quellen im Darm und wirken reinigen. Sie verhindern die Bildung von Fäulnisbakterien im Darm. Der Vitamingehalt von Früchten und Beeren ist hoch, so liefern sie die Vitamine C, B1, B2, B6 und Carotin.

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