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Schwarzkümmel
Der Echte Schwarzkümmel, oft nur Schwarzkümmel genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Hahnenfußgewächse. Er ist weder mit Kümmel noch mit Kreuzkümmel verwandt.
Der Schwarzkümmel ist Allheilmittel und eine alte Kulturpflanze, die ihren Ursprung in Ägypten und Westasien hat. Die kleinen braunschwarzen Samen enthalten viele wertvolle ätherische Öle. Diese Samen werden zu Heilzwecken (Verdauung) und als Gewürz genutzt. Die Samen schmecken scharf und aromatisch. Aus den Samen wird ein hochwertiges und würziges Öl zu Speisezwecken kaltgepresst, das gut verdaut werden kann, Hormonhaushalt und Immunsystem reguliert. Diese heilsame Öl wird nicht als Heilmittel verkauft, sondern als Nahrungsmittel.
Der Schwarzkümmel ist eine alte Gewürz- und Heilpflanze, die heute mehr und mehr Beliebtheit erfährt. Beachtung finden vor allem die schwarzen Samen der Pflanze, die entweder pur oder als Öl Gemüse- und Fleischgerichten eine interessante Note geben können. In der Naturheilkunde setzt man Schwarzkümmel zur Behandlung von Hauterkrankungen sowie zur begleitenden Therapie von Diabetes ein. Mit dem Echten Kümmel hat der Schwarzkümmel nichts zu tun.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Asthma, Blähungen, Keuchhusten, Verdauung
Heilwirkung: anregend, antibakteriell, antimykotisch, antiseptisch, blutdrucksenkend, blutzuckersenkend, entzündungshemmend, galletreibend, harntreibend, menstruationsfördernd, muttermilchsekretionsfördernd, schweißtreibend, verdauungsfördernd, wurmtötend
Anwendungsbereiche: Afterjucken, Akne, Allergien, Asthma, Blähungen, Bronchitis, Diarrhöe, Durchfall, Ekzeme, Frauenleiden, Gallensteine, Gallenschwäche, Gelbsucht, Immunschwäche, Insekten, Keuchhusten, Koliken, Krämpfe, Leberleiden, Lungenerkrankungen, Magenbeschwerden, Magenschmerzen, Neurodermitis, Parasiten, Pilzinfektionen, Hautpilz, Psoriasis vulgaris, Säuremangel, Schuppenflechte, Tumore, Übersäuerung, Verdauungsbeschwerden, Würmer
wissenschaftlicher Name: Nigella sativa
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name: Black Caraway, Black cumi
volkstümlicher Name: Echter Schwarzkümmel, Römischer Kümmel, Schwarzer Coriander, Schwarz-kümmel
Verwendete Pflanzenteile: Samen
Inhaltsstoffe: Alpha-Pinen, Asparagin, Ätherische Öle, Bitterstoffe, Beta-Amyrin, Campesterol, Cycloartenol, Dithymoquionon, fettes Öl, Gerbsäuren, Harz, Isochinolinalkaloide, Linolensäure, Linolsäure, Myristinsäure, Nigellidin, p-Cymen, Palmitolsäure, Saponine, Sterole, Thymochinon, Triterpensaponine
Sammelzeit: Juli - September
Nebenwirkungen: Magen-Darm-Reizungen, lebertoxisch, (bei zu großer Menge), Kontaktallergie
 
Anwendung
Bereits seit mehr als 2.000 Jahren wird Schwarzkümmel im Orient als pfefferartiges Gewürz und Medizin verwendet. Geschmacklich erinnert Schwarzkümmel leicht an Sesam mit einer leichten Kreuzkümmelnote. Auch heute noch streut man die schwarzen Samen, die im asiatischen Raum auch als black onion seed (schwarzer Zwiebelsamen) bezeichnet werden, ähnlich wie Sesam auf Fladenbrot. Im deutschen Handel ist er oft unter der Panjabibezeichnung Kalonji erhältlich.
Schwarzkümmelöl
Reines Schwarzkümmelöl wird in der Naturheilkunde bei Allergien, Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte), zur Regulierung des Immunsystems, gegen Asthma, in Begleitung von Chemotherapien zur Milderung der Nebenwirkungen, bei Verdauungsproblemen, Bluthochdruck sowie in der Tiermedizin verwendet, unter anderem auch, um Zecken abzuschrecken. In der indischen Heilkunde gilt es als bevorzugtes Mittel zur Linderung von Schwangerschaftsbeschwerden. 2010 versuchte Nestlé, ein Patent auf die Verwendung von Nigella sativa als natürliches Behandlungsmittel gegen Lebensmittelallergien anzumelden. Alleine Pub Med verzeichnete 651 Artikel und Studien zur medizinischen Nutzung der Pflanze und ihrer Bestandteile. Viele dieser Studien belegen eine Wirksamkeit verschiedener Bestandteile, zum Beispiel gegen spezielle Krebsarten. Auch wird bei Autoimmunerkrankungen eine positive Wirkung angenommen. Bislang ist jedoch die Wirkungsweise nicht ausreichend verstanden. Aus diesem Grund ist die Heilwirkung der Schwarzkümmelprodukte nach wie vor umstritten. Zu beachten ist zudem, dass Studien mit einzelnen Bestandteilen in der Regel wesentlich höhere Konzentrationen verwenden, als durch die Aufnahme von Schwarzkümmel oder dessen Öl erreicht werden. Außerdem ist die Wirkung des aus einer Fülle von Substanzen bestehenden natürlichen Schwarzkümmels eine andere als die der einzelnen, reinen Wirkstoffe.
Mögliche Nebenwirkungen
Wegen der starken Konzentrierung des Öls können ggf. kleinere Magenbeschwerden auftreten, bei Überdo-sierung kann es zur Reizung der Magenschleimhäute kommen.
Tee
1 Esslöffel gemörserte oder gequetschte Samen mit 250 ml kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten zie-hen lassen und abseihen. 2x täglich trinken. Hilft gegen "Jede Krankheit außer dem Tod"
Öl
Das Öl wird sowohl innerlich als auch als Hautpflegemittel eingesetzt. Das Öl hilft sowohl bei trockener als auch bei zu fetter Haut. Da das Öl durch Kaltpressung hergestellt wird, die schwierig ist, sollte man das Öl fertig kaufen.
Schwarzkümmel als Heilpflanze
Als Heilpflanze hat der Schwarzkümmel eine lange Tradition. In der Antike war die Pflanze sowohl den Griechen als auch den Römern bekannt, wo sie nicht nur als Gewürz, sondern auch gegen zahlreiche Erkrankungen eingesetzt wurden. Das Hahnenfußgewächs gelangte im Mittelalter sowie in der frühen Neuzeit durch Mönche in viele Klostergärten, wo es zum Teil auch angebaut wurde.
Aufzeichnungen zum Schwarzkümmel fanden sich bereits in vielen älteren bekannten Kräuterbüchern. Allerdings kann heute nicht mit hundertprozentiger Sicherheit geklärt werden, ob es sich eventuell um den heimischen Acker-Schwarzkümmel handelt. Die in einigen Bücher hinterlegte botanische Bezeichnung Nigella fatiua deutet stark darauf hin, dass es sich um den Echten Schwarzkümmel handelte, der früher oft als Schwarzer Koriander bezeichnet wurde. Viele Wissenschaftler gehen heute aber auch davon aus, dass die beiden Arten nicht unterschieden wurden.
Im Kräuterbuch von P.A. Mattioli wurde Schwarzkümmel bei Beschwerden der harnableitenden Organe, bei Luftnot, Menstruationsbeschwerden oder zur unterstützenden Behandlung bei Tierbissen. Äußerlich wurden Schwarzkümmelaufgüsse an die Stirn gestrichen, auf die Haut im Allgemeinen oder in die Nase gerieben. Dort wurden sie u.a. gegen Kopfschmerzen, Insektenstiche, Hühneraugen oder Schnupfen empfohlen.
In der Volksheilkunde Asiens sowie auch in der europäischen Naturheilkunde ist der Echte Schwarzkümmel als Heilpflanze etabliert. Die Samen der Pflanze enthalten vor allem gesättigte und ungesättigte Öle, ätherische Öle, Aminosäuren, Cumarine, Saponine sowie einige Alkaloide. Bekannt sind u.a. hohe Anteile an Linolensäuren, Linolsäuren sowie das Phytosterol β-Sitosterol. Unter den ätherischen Ölen sind vor allem die Stoffe Thymoquinon, Cymen sowie Pinen zu nennen.
Nebenwirkungen
Schwarzkümmel bzw. dessen Öl ist in den allermeisten Fällen gut verträglich. Die Samen und das Öl sollten immer nur in kleineren Mengen eingenommen werden. Sehr hohe Mengen (mehr als 100 Gramm Samen oder mehr als 100 ml Öl pro Tag) können zu Vergiftungserscheinungen führen und Leber- und Nierenschäden verursachen. In seltenen Fällen kann Schwarzkümmel zu Sodbrennen oder allgemeines Aufstossen verursachen. In der Schwangerschaft und in der Stillzeit sollte auf die Einnahme von Schwarzkümmel verzichtet werden, da keine ausreichenden Studien zur Risikoabschätzung vorliegen.
Schwarzkümmel in der Küche
Die Samen des Echten Schwarzkümmels sind ein hervorragendes Gewürz. Sie sind, neben dem Schwarzkümmelöl, auch das einzige Pflanzenteil, das in der Küche verwendet wird. Die übrigen Bestandteile der Pflanze (Blätter, Blüten, Wurzel) enthalten das für Hahnenfußgewächse übliche leicht giftige Protoanemonin und sollte nach Möglichkeit gemieden werden.
Vor allem in der arabischen, indischen und russischen Küche sind zahlreiche Rezepte mit Schwarzkümmel überliefert. Der Geschmack der Samen ist auffallend pfeffrig, leicht bitter und angenehm scharf. Mit dem typischen Kümmelgeschmack haben die Schwarzkümmelsamen nicht viel gemein. Lediglich zu Beginn erinnert das Aroma an eine mildere Geschmacksvariante des Echten Kümmels.
Die Schwarzkümmelsamen können pur oder gemörsert sowohl für Gemüse- als auch für Fleischgerichte genutzt werden. In der traditionellen Küche Indiens würzen die Samen u.a. Kichererbsengerichte, Brote oder Geflügel. In der türkischen Küche ist das dortige Fladenbrot ohne Schwarzkümmel kein Original. Häufig wird das Gewürz dort mit Sesam kombiniert.
Auch in der europäischen und mediterranen Küche ist der Schwarzkümmel ein hervorragendes Gewürz:
Gemüsegerichte und Gemüsepfannen: Es eignet sich für Kohl, Paprika, Auberginen und Zucchini und Bohnen.
Fleischgerichte: Schwarzkümmel eignet sich vor allem für Lamm und Hühnchen. Deftige Fleischsorten wie Schwein und Rind hingegen werden weniger empfohlen.
Suppen und Eintöpfe: Statt normalem Kümmel können mitgekochte Schwarzkümmelsamen gut für Kohl- oder Kartoffeleintöpfe verwendet werden.
Schwarzkümmel harmoniert hervorragend mit Fenchelsamen oder Anis.
Neben den Samen kann auch Schwarzkümmelöl in der Küche verwendet werden. Es ist ein deutlich geschmackstragendes Öl, welches nicht zum Braten oder Backen verwendet werden sollte. Das Öl selbst kann für Pestos, Saucen, Salate oder auch für Teige genutzt werden. Es harmoniert auch hervorragend mit Kürbiskernöl.
Kaffeezusatz
Etwas gemahlener Schwarzkümmel kann nach orientalischer Sitte dem Kaffee zugegeben werden. Der Kaf-fee gewinnt an Geschmack und wird heilkräftig.
Insektenschutz
Samen zwischen die Kleidung gelegt vertreibt Motten. Das Schwarzkümmelöl soll Zecken abschrecken.
 
Geschichtliches
Der Schwarzkümmel wird im Orient seit tausenden von Jahren genutzt: Universalheilmittel. Steigerung der Milchleistung bei Menschen und Kühen. Als Gewürz in Brot, Saucen und zu Fisch und Fleisch. Insektenbe-kämpfungsmittel z.B. gegen Motten. Asthma-Mittel bei Pferden. Man sagt: "Schwarzkümmel heilt jede Krankheit außer dem Tod."
 
Pflanzenbeschreibung
Der Echte Schwarzkümmel wächst als schlanke bis gedrungene einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 50 cm. Die oberirdischen Pflanzenteile sind locker behaart, manchmal mit drüsi-gen Trichomen. Der aufrechte und einfache oder verzweigte Stängel ist im oberen Bereich gestreift. Die gefiederten Laubblätter besitzen 0,8 bis 2 mm breite Blattabschnitte mit spitzen oberen Enden. Die einzeln stehende Blüte ist nicht von Hüllblättern umgeben. Die zwittrigen und protandrischen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die fünf freien, überlappenden, kronblattartigen, weißlichen bis hellblauen, in Nagel und Platte gegliederten Blütenhüllblätter fallen früh ab, die Platte ist eiförmig mit mehr oder weniger stumpfen Enden. Die bis zu zehn Honigblätter sind in einen kurzen Nagel und eine zweilappige Platte gegliedert, der dorsale, weißliche und größere Lappen ist tief geteilt, die zwei Teile haben mittig zwei feine violettliche Querlinien, sie besitzen jeweils ein kurzes, dickes, hellgrünes kopfiges Anhängsel. Der ventrale, schmälere Lappen ist an der Basis violettlich und zur Spitze weißlich und zugespitzt. Zwischen dem dorsalen und ventralen Lappen sitzt die violette, hufeisenförmige Nektardrüse. Es sind viele, lange Staubblätter vorhanden. Der Fruchtknoten ist oberständig, mit zentralwinkelständiger Plazentation, pro Balgfach ist ein Griffel/Narbe vorhanden. Die mehrfächrigen (5–12 Fächer), bei Reife bräunlichen Balgfrüchte sind bis 16 mm lang und bis 12 mm breit, sie sind auf ihrer ganzen Länge geschlossen, aufgeblasen und warzig. Die Bälge tragen die langen und halb aufgerichteten, dauerhaften Griffel/-Narben, sie enthalten zahlreiche Samen. Die dreikantigen, furchigen und feinlöchrigen Samen sind etwa 3–3,5 mm × 1,3–2 mm groß und enthalten ca. 20–40% Fett. Die Tausendkornmasse beträgt etwa 2,5 Gramm.
Die Schwarzkümmel ist in Ägypten und angrenzenden Ländern heimisch. Kultiviert wird der Schwarzkümmel in Südeuropa, Nordafrika und Westasien. Er wächst bevorzugt auf durchlässigen und humosen Böden, aber auch auf steinigen Plätzen und Ackern. Die einjährige Pflanze wird zwischen 5 und 60 Zentimeter hoch. Die Pflanze wächst aufrecht und hat verzweigte Stängel. Die Blätter sind 3fach fiederteilig. Die weißen bis blau-grauen Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Aus den Schwarzkümmelblüten entwickeln sich bis zum frühen Herbst die Samen in Balgfrüchten. Die braunschwarzen Samen sind etwa 2-3 mm groß.
 
Anbautipps
Saatgut gibt im Baumarkt und Gartencenter, der Anbau im eigenen Garten ist eher schwierig. Bei dem Kauf des Saatgutes sollte man darauf achten, dass man den echten Schwarzkümmel kauft und nicht die sehr ähnliche Zierpflanze Jungfer im Grünen. Aussaat im Frühling aber zunächst nicht düngen. Der Boden sollte sonnig, durchlässig und humos sein. Bis zur Samenernte gleichmäßig gießen und vorsichtig düngen.
Aussaat, Anbau und Pflege
In den letzten Jahren wird der Echte Schwarzkümmel auch unter vielen Gärtnern beliebter. Grund ist vor allem seine Blütenpracht sowie die zunehmende Bedeutung als gesundheitsförderndes Gewürz. Grundsätzlich lässt sich das exotische Hahnenfußgewächs mit etwas Geduld und Pflege gut bei uns anbauen.
Standort
Schwarzkümmel liebt sonnige und warme Lagen. Halbschattige Standorte sollten nicht in Betracht gezogen werden, da dann ein hohes Risiko besteht, dass die Pflanze verkümmert. Der Boden bzw. die Erde sollte humos, gut durchlässig und durchlüftet sein. Dichte und lehmige Böden, die zu Staunässe neigen, sollten unbedingt gemieden werden.
Aussaat
Die optimale Aussaatzeit sind die Monate Monate März bis April. Dann können die schwarzen, dreikantigen Samen direkt ins Freiland eingearbeitet werden. Schwarzkümmel ist ein Dunkelkeimer, weswegen die Kümmelsamen etwa 1 bis 2 Zentimeter in den Boden gedrückt werden sollten. Eine Vorkultur ist in der Regel nicht nötig. Der Pflanzabstand im Freiland sollte etwa 20 x 20 cm betragen, da die Wurzeln sich häufig seitlich ausbreiten. Die Keimdauer kann bis zu 21 Tagen betragen, weswegen etwas Geduld angebracht ist. Eine Kultivierung auf dem Balkon ist grundsätzlich möglich. Allerdings sollte der Schwarzkümmel eher in breiten Pflanzgefäßen wachsen. Für Topfkulturen genügt eine handelsübliche Kräutererde.
Gießen
Schwarzkümmel ist eine recht tolerante Pflanze in punkto Wasserbedarf. Es genügt eine normale Wasserversorgung. Der Boden bzw. die Erde sollten nie zu feucht sein, um Staunässerisiken zu minimieren. Kurze Trockenphase hält das Nigella sativa in der Regel gut aus. Zu lange Trockenphasen von mehr als fünf Tagen ohne Bewässerung sollten möglichst vermieden werden.
Düngen
In Gartenböden mit normalen Nährstoffgehalten ist eine Düngung meist nicht erforderlich. Es genügt in der Regel frischen, vorgedüngten Boden zu nutzen. Mineralische Dünger, die den pH-Wert senken (z.B. Guano) sollten unbedingt vermieden werden. Schwarzkümmel benötigt leicht alkalische bis neutrale Böden mit einem pH um die 7.
Krankheiten und Schädlinge
Bei richtiger Pflege und normalen Klimabedingungen ist der Echte Schwarzkümmel recht robust. Ungünstige Witterungen oder eine zu üppige Bewässerung können der Pflanze in Form von Stängelfäule jedoch zusetzen. Die Larven des Schnellkäfers, so genannte Drahtwürmer, finden zum Teil gute Wachstumsbedingungen in den Schwarzkümmelwurzeln. Drahtwürmer sollten dann in Betracht gezogen werden, wenn die oberirdischen Pflanzenteile schnell vergilben bzw. verwelken.
Ernte
Die schwarzen Samen der Pflanze können ab Anfang September geerntet werden. Es empfiehlt sich einen Auffangbehälter zu benutzen, in dem man die Fruchtkapseln innerhalb des Behälters hin- und herschüttelt. Bei der Ernte sollte darauf geachtet werden, dass die Samen schwarzbraun gefärbt sind. Die Samen enthalten in der Regel noch etwas Restfeuchte, so dass eine Trocknung für einige Tage an einem trockenen und windgeschützten empfohlen wird.
Überwinterung
Die Pflanze ist einjährig, weswegen keine Überwinterungsmaßnahmen getroffen werden müssen.
 
Sammeltipps
Ab- und zu eines der reifen Balgfrüchte öffnen und die enthaltenen Samen kontrollieren. Die Samen werden geerntet, wenn diese schwarzbraun sind. Die Samen müssen nachgetrocknet werden. Die Samen werden in Dosen aufbewahrt und erst kurz vor dem Gebrauch zerkleinert, z.B. im Mörser.

Kirsche
Leckere Kirschen kennt fast jeder, sind sie doch ein süßes Symbol des Hochsommers. Die schönste Zeit des Frühlings wird durch die zauberhaften Kirschblüten eingeläutet, die in Japan ganze Volksscharen in die Parks locken. Kirschen sind nicht nur wohlschmeckend, sondern auch gesund und regen den Stoffwechsel an. Dass aber auch die Stiele der Kirschen eine Heilwirkung haben, denn sie können Husten lindern, weiß kaum jemand. Wenn man das zum ersten Mal erfährt, muss man unwillkürlich an die zahlreichen Kirschstiele denken, die man im Laufe seines Lebens achtlos fortgeworfen hat.

Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, blutbildend, harntreibend, Husten, Fieber, Durchfall, Ödeme, Nervosität
wissenschaftlicher Name: Cerasus vulgaris, Prunus cerasus, Cerasus avium, Prunus avium
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Cherry
volkstümliche Namen: Vogelkirsche, Süßkirsche, Sauerkirsche, Weichselkirsche, Morellen
Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Kerne, Stiele
Inhaltsstoffe: Alantoin, Amygdalin, Asparagin, Vitamin C, Cyanidin, Methylsalicylat
Sammelzeit: Juni und Juli
 
Anwendung
Im Altertum galten Kirschen als nützlich bei Störungen der Darmfunktion. Sauerkirschen enthalten die Vitamine A, B1, B2, C und E, sowie nennenswerte Mengen an Kalium und Folsäure. Darüber hinaus sind Sauerkirschen eine reichhaltige Quelle an Anthozyanen 1 und 2. Diese rot-violetten Pflanzenfarbstoffe können dazu beitragen die Enzyme Cyclooxigenase 1 und 2 in unserem Körper zu hemmen, welche mit dem Auftreten von Entzündungen und Schmerzen in Verbindung gebracht werden. Außerdem sollen Sauerkirschen in der Lage sein den Harnsäurewert im Körper zu senken, indem sie die Ausscheidung ankurbeln. Dadurch und dank der entzündungshemmenden Wirkung können Sauerkirschen in der Gichttherapie und bei Hyperurikämie eingesetzt werden. Auch bei Arthritis und anderen entzündungsbedingten Erkrankungen haben sich Sauerkirschen als wirksam erwiesen. Allgemein scheint das entzündungshemmende Potential der Sauerkirsche für einen positiven Nutzen im Rahmen der Bekämpfung von Gefäßerkrankungen zu sorgen. Speziell im Falle des sogenannten metabolischen Syndroms und damit bei abdomineller Fettleibigkeit, Bluthochdruck, niedrigem HDL-Cholesterin, Fettstoffwechselstörungen und Typ-2 Diabetes mellitus konnten vielversprechende Ergebnisse erzielt werden. Weitere Studien deuten auf ein allgemein hohes Potential von Sauerkirschen zur Senkung von oxidativem Stress hin. Des Weiteren stellen Sauerkirschen eine der wenigen Quellen von natürlichem Melatonin dar. Melatonin wird im menschlichen Körper in der Zirbeldrüse produziert und reguliert den SchlafWachrhythmus. Ein Mangel kann dementsprechend zu Schlafstörungen führen. Sauerkirschen können bis zu 13,5ng Melatonin pro Gramm enthalten. Besonders die Sorte Montmorency zeichnet sich z. B. gegenüber der Sorte Balaton durch einen etwa sechsfachen Melatoningehalt aus. Daraus resultierend wird der Sauerkirsche eine positive Wirkung bei Schlafstörungen nachgesagt. Sauerkirschsaft kann bei regelmäßigem Verzehr durch ungewohnte sportliche Belastung entstandenen Muskelkater und Muskelerschöpfung reduzieren und helfen belastungsinduzierte Entzündungen im Respirationstrakt zu vermeiden. Darüber hinaus scheinen Sauerkirschen einen positiven Einfluss auf die Knochendichte und damit auf die Osteoporose-Prävention zu haben. Auch im Rahmen der Schlaganfall-Prävention konnten in Studien vielversprechende Ergebnisse im Zusammenhang mit Sauerkirschen und den in ihnen enthaltenen Anthozyanen erzielt werden. In zwei unabhängigen Studien wurden außerdem durch einen kombinierten Einsatz von Sauerkirschen und essentiellen Fettsäuren, bzw. durch extrahierte Sauerkirsch-Anthozyane (Cyanidin-3-O-glucosid) positive Resultate in Bezug auf Alzheimer und eine allgemein neuroprotektive Wirkung erzielt.
Kirschen
Die häufigste Anwendung der Teile des Kirschbaums ist natürlich das Essen der Früchte. Sie enthalten Vitamine und sekundäre Pflanzenwirkstoffe, aber nur wenig Fett und Eiweiß, was sie als Diätfrucht geeignet macht. Der Genuss der Früchte regt Verdauung und Harnorgane an und stärkt den Stoffwechsel. Herz- oder Magenkranke können die Kirschen als Kompott essen, dann sind sie leichter verdaulich und es kommt auch nicht zu Blähungen, die das Zwerchfell nach oben drücken könnten.
Kirschstiele
Die Stiele der Kirschen helfen, als Tee zubereitet, gegen hartnäckigen Husten. Der Schleim in den Atmungsorganen wird gelöst und kann leichtert abgehustet werden. Außerdem kann man Kirschstieltee bei Blutarmut verwenden.
Kirschkerne
Die getrockneten Kerne der Kirschen kann man mahlen und zusammen mit Wein einnehmen. Sie stehen in dem Ruf, Nieren- und Blasengries lösen zu können.
Harz
Das Harz, das nach dem Beschneiden von Kirschbäumen ausfließt, kann man in Wein einlegen oder als Tinktur zubereiten. Man kann diese Zubereitungen bei chronischen Husten einnehmen.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Sauerkirsche kann als Busch, Strauch oder Baum wachsen und erreicht Wuchshöhen von 1 bis zu 10 Metern. Als Baum weist sie eine lockere, rundliche Krone auf. Ihre Äste sind abstehend und hängen oft über. Die Rinde ist rötlichbraun, glänzend und hat große Lentizellen. Später entwickelt sich eine Ringelborke. Junge Zweige sind dünn und kahl. Die Langtriebe besitzen eine Endknospe. Kurztriebe entspringen gehäuft an den Enden der Langtriebe. Die Laubblätter sind 5 bis 12cm lang, 4 bis 6cm breit, elliptisch-eiförmig und meist zugespitzt; ihre Oberfläche ist glänzend und etwas lederig. Die Untersei-te weist lediglich an den Nerven eine schwache Behaarung auf, der Blattrand ist fein und oft doppelt gesägt. In der Knospenlage sind die Blätter gefaltet. Der Blattstiel ist 1–3cm lang und kann Drüsen aufweisen. Die Blüten der Sauerkirsche sind zu zweien bis vieren in sitzenden Dolden angeordnet. Die Knospenschuppen bleiben bis nach dem Verblühen an den Dolden vorhanden. Die inneren Knospenschuppen sind aufrecht. Am Grund der Dolden befinden sich wenige, kleine Laubblätter. Die Blüten erscheinen zeitgleich mit den Blättern. Der Blütenstiel ist 2–4 cm lang, kahl und abstehend. Die Blüten haben einen Durchmesser von 2–2,5 cm. Der Blütenbecher ist breit glockenförmig und kahl. Die Kelchblätter sind kahl, bräunlich und in der Regel fein gezähnt. Die Kronblätter sind weiß, 10–13 mm lang, ganzrandig und fast kreisrund. Die ungefähr 20 gelben Staubblätter sind ein bisschen kürzer als die Kronblätter. Die Steinfrucht der Sauerkirsche hat einen Durchmesser von 15 bis 20 mm und ist mehr oder weniger kugelig, geringfügig höher als breit, kahl, unbereift und hell- bis schwarzrot. Das Fruchtfleisch schmeckt säuerlich und ist rot gefärbt oder ungefärbt. Der Steinkern ist bis zu 10 mm lang, kugelig bis eiförmig, stumpf und glatt. Ihre Blütezeit reicht von April bis Mai.
Es gibt mehrere Arten von Kirschbäumen, die Sauerkirsche, die fast nur kultiviert vorkommt, die Süß- oder Vogelkirsche, deren wilde Form mit kleinen Früchten es immer noch in lichten Wäldern gibt und die als kultivierte Form in Gärten dicke, süße Früchte trägt. Kirschbäume werden bis zu 20m hoch. Je nach Gegend erscheinen die weißen Blüten im April oder Mai. Die Blüten haben fünf Blütenblätter und umhüllen oft die ganzen Zweige des Baumes mit duftigem Weiß. In Japan ist die Zeit der Kirschblüte ein wichtiges Volksfest und auch andernorts gilt die Kirschblüte als Beginn des Frühlings. Gegen Ende der Blütezeit entfalten sich auch immer mehr Blätter, die spitz-oval sind. Die Kir-schen sind im Juni oder Juli reif und hängen hell-oder dunkelrot meist in Zwei-ergruppen von den Zweigen.

Bachblüten
Man ist durch Schreck aus dem Gleichgewicht gekommen. Man ist in Spannung, weil aufregendes bevorsteht (Rescue)
Diese Menschen sind durch einen Schreck komplett aus dem Gleichgewicht gekommen. Sie sind angespannt, da etwas aufregendes bevorsteht
Hier helfen die Rescuetropfen diesen Schreck zu überwinden und sind kaum mehr angespannt, weil etwas bevorsteht
Bachblüten
Ich muss mich ständig ablenken (Agrimony)
Diese müssen sich ständig in irgendwelcher Ablenkung sein, ansonsten fangen sie unrund zu laufen
Im Positiven Zustand lernen sie, dass sie sich nicht ständig ablenken müssen
3 Gruppen von Kohlenhydraten
Disaccharide: zu den Disaccharide rechnen wir die Saccharose (Rohr- und Rübenzucker), sie wird unter Laien als „Zucker“ bezeichnet. Ferner zählen die Maltase (Malzzucker) und die Laktase (Milchzucker) dazu.
Sie schmecken süß, sind wasserlöslich und müssen durch die Verdauung in Einfachzucker abgebaut werden.
Polysaccharide: es gibt verdauliche und nicht verdauliche Polysaccharide. Stärke ist das Speicherkohlenhydrat der Pflanzen.
Faserstoffe (früher Ballaststoffe) sind ebenfalls Polysaccharide.
Faserstoffe sind unverdauliche Polysaccharide, ein wichtiger Vertreter ist die Zellulose.
Monosaccharide
Glucose (Traubenzucker in Obst, Süßigkeiten)
Fructose (Fruchtzucker in Obst)
Galactose (Bestandteil des Milchzuckers)
Disaccharide
Saccharose (= Glucose + Fructose, Rübenzucker oder Haushaltszucker in Süßigkeiten, Getränken und dort, wo wir ihn zufügen)
Lactose (= Glucose + Galactose, Milchzucker in Milch, Süßigkeiten)
Maltose (= Glucose + Glucose, Malzzucker in Bier, Süßigkeiten)
Polysaccharide
Stärke, das wichtigste Nahrungskohlenhydrat (in Getreide, Kartoffeln, Gemüse und Hülsenfrüchten)
Glykogen im Muskelfleisch
Ballaststoffe, Cellulose oder Pektin (in Vollkorngetreide, Gemüse, Hülsenfrüchten und Obst)
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