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ACKER-SKABIOSE
Die Acker-Witwenblume, auch Wiesen-Witwenblume, Nähkisselchen oder Wiesenskabiose genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Witwenblumen in der Unterfamilie der Kardengewächse.
Die Witwenblumen, auch Knautien oder Knopfblumen, sind eine Gattung aus der Unterfamilie der Kardengewächse. Die in Europa und Asien heimische Acker-Skabiose wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Wegrändern und Wiesen. Die Knospen der Blüten sehen etwas bizarr aus, woran man die Witwenblume gut von anderen Pflanzen unterscheiden kann. Die rosafarbenen Blüten sind weniger auffällig. Früher war die Ackerskabiose eine angesehene Heilpflanze. Man versuchte sogar, sie gegen die Pest und Epilepsie einzusetzen. Heutzutage ist die Ackerskabiose als Heilpflanze eher unbekannt, obwohl sie eine günstige Wirkung auf die Atmungsorgane und die Haut ausüben kann.
 
Anwendung
Blattextrakte wurden früher bei Hauterkrankungen und Ekzemen verwendet. Die Medizin verwendet die Pflanze bei den genannten Indikationen nicht, da keine Wirksamkeit nachgewiesen werden konnte. Die Homöopathie sieht Entzündungen der Atemwege und Verdauungsschwäche als Anwendungsgebiete. Man kann die getrocknete Ackerskabiose als Tee trinken oder als selbstgemachte Tinktur einnehmen.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Ackerskabiose ist eine häufige Wiesenpflanze in Mitteleuropa.
Die Ackerwitwenblume ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimetern erreicht. Es ist ein Rhizom als Überdauerungsorgan vorhanden. Ihr Stängel ist rückwärts mit steifen Härchen versehen.
Grundständige Blätter ganzrandig oder gezähnt. Die gegenständigen Laubblätter sind meist fiederspaltig und erscheinen matt graugrün. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.
In rau behaarten, leicht gewölbten, köpfchenförmigen Blütenständen, die eine gemeinsame Hülle umgibt, sind keine Spreublätter enthalten, viele Blüten. Die Blütenköpfchen enthalten bis zu 50 blau- bis rotviolette Blüten. Neben Pflanzenexemplaren mit zwittrigen Blüten gibt es auch rein weibliche Exemplare; es liegt also Gynodiözie vor. Die Blüten sind vier- oder fünfzählig. Ihr Kelch ist mit acht bis 16 Borsten versehen. Die Kronblätter sind zu einer bis zu 9 Millimeter langen Kronröhre verwachsen, die in vier oder fünf Kronzipfel endet. Es sind zwei bis vier freie Staubblätter vorhanden. Der Pollen ist rötlich.
Der unterständige, einfächrige Fruchtknoten enthält nur eine Samenanlage.
Der Griffel endet in zwei Narben. Der unterständige, einfächrige Fruchtknoten enthält nur eine Samenanlage. Die Achänen besitzen einen bleibenden Kelch.
Die Diasporen sind bis über 35 Jahre keimfähig. Die Fruchtreife liegt im September.
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, blutreinigend, harntreibend, Halsentzündung, Husten, Infektionen, Epilepsie, Hautprobleme, Flechten, Furunkel, Pickel, Seborrhoisches Ekzem
Anwendungsbereiche: Halsentzündung, Husten, Infektionen, Epilepsie, Hautprobleme, Flechten, Furunkel, Pickel, Seborrhoisches Ekzem
Botanischer Name: Knautia arvensis
Pflanzenfamilie: Kardengewächse = Dipsacaceae
englischer Name: Field Scabious
volkstümliche Namen: Feld-Witwenblume, Acker-Knautie, Acker-Witwenblume, Nähkisselchen, Skabiose, Wiesen-Knautie, Wiesenskabiose; Wiesen-Witwenblume, Wiesenknautie, Witwenblume
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Sammelgut & essbare Teile: Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Bitterstoff, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Glykoside
Sammelzeit: Sommer

EISENHUT ttt
Der Eisenhut ist die giftigste Pflanze Europas! Schon wenige Blüten reichen, um ein Kind zu töten. Da der Eisenhut eine beliebte Gartenpflanze ist, von der nicht alle Besitzer wissen, wie stark giftig sie ist, kommt es immer wieder zu Eisenhut-Blumensträußen auf Esstischen, wo die Blüten unbeachtet in den Salat fallen können. Aufgrund des extrem hohen Giftgehaltes darf man den Eisenhut gar nicht als normales Heilkraut anwenden. Nur in homöopathischer Verdünnung ist eine Anwendung sinnvoll. Ab der D4-Verdünnung kann der Eisenhut (als Aconitum D4) in der Frühphase von Erkältungen benutzt werden. In vielen Fällen kommt die Erkältung dann nicht richtig zum Ausbruch. Auch gegen Nervenschmerzen, wie Hexenschuss oder Ischias kann der Eisenhut in homöopathischer Zubereitung hilfreich sein.
Achtung! Bei Vergiftung mit Eisenhut muss sofort ein Notarzt verständigt oder ein Krankhaus aufgesucht werden! In der Wartezeit bis zum Eintreffen des Notarztes wenn möglich Erbrechen herbeiführen und anschließend Kohletabletten geben.
 
Anwendung
Achtung! Stark giftig. Eisenhut nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Der Eisenhut darf nur in homöopathischer Verdünnung ab D4 oder in vom Arzt verschrieben Präparaten angewendet werden.
 
Giftwirkung
Da der Eisenhut die giftigste Pflanze Europas ist, sollte man ihn mit dem nötigen Respekt behandeln. Alle Teile des Eisenhuts sind giftig, vor allem die Wurzel und die Samen. Schon fünf Blütenblätter können im Extremfall zum Tode führen! Als Wildpflanze steht er zudem unter Naturschutz. Aber auch selbst angepflanzte Gartenpflanzen sollte man keinesfalls als Heilpflanze benutzen. Schon der Hautkontakt kann zu Vergiftungen führen, weil das giftige Alkaloid Aconitin durch die Haut und die Schleimhäute aufgenommen wird. Bei einer Vergiftung durch die Haut kommt es zu Taubheitsgefühlen an den Hautstellen, die mit dem Eisenhut in Kontakt gekommen sind. Bei innerlicher Einnahme kommt es zu Kältegefühlen, nervöser Erregung, Übelkeit, Krämpfen und Herzrhythmus-Störungen. In schweren Fällen treten Lähmungen auf, die zur Kreislauflähmung und Atemstillstand führen können. Im Vergiftungsfall sollte man sofort Erbrechen herbeiführen, sofern das nicht schon von selbst geschieht. Auch die Gabe von medizinischer Kohle kann hilfreich sein. Der Vergiftete sollte sofort unter notärztlicher Aufsicht in ein Krankenhaus gebracht werden. Dort wird er bei schweren Vergiftungen intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Dennoch kann je nach Dosis der Tod eintreten.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Eisenhut stammt ursprünglich aus Sibirien. Im Laufe der Eiszeiten hat er sich über Europa, Asien und Amerika ausgebreitet. Er wächst bevorzugt in gebirgigen, kühlen Gegenden, kann aber auch in Gärten der Ebenen angepflanzt werden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 1,50m hoch. Im Frühjahr wachsen die handförmig geteilten, dunkelgrünen Blätter, die auf der Unterseite silbrig sind. Im Laufe des Sommers wächst der Blütenstängel hoch und trägt die blauen Blüten, die in bis zu 50cm hohen Trauben stehen. Die Blüten haben ein ganz spezielles Aussehen, was der Pflanze auch den Namen Eisenhut eingebracht hat. Die oberen Teile der Blüten sehen aus wie ein Helm. Außer dem bekannten blauen Eisenhut gibt es in Europa auch noch den gelben Eisenhut, der weniger und kleinere Blüten in blassem Gelb trägt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur homöopathisch anwenden. Homöopathisch ab D4! beruhigend, Bronchitis, Schnupfen, Erkältung, Fieber, Gicht, Herzbeschwerden, Ischias, Hexenschuss, Neuralgien, Schmerzen
wissenschaftlicher Name: Aconitum napellus
Pflanzenfamilie: Hahnenfussgewächse = Ranunculaceae
englischer Name: Aconite
volkstümliche Namen: Blauer Eisenhut, Fischerkappe, Fuchswurz, Gifthut, Giftkraut, Mönchshut, Reiterkappe, Sturmhut, Tübeli, Venuswagen, Wolfskraut, Würgling, Ziegentod
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Knolle
Inhaltsstoffe: Alkaloid Aconitin, andere Alkaloide, Napellin
Sammelzeit: Achtung! Die Pflanze ist geschützt! Sommer


BACHBLÜTE GENTIAN
Man ist deprimiert und weiß auch warum    
Diese sind deprimiert und wissen oft auch nicht warum
Hier können sie das deprimiert sein mindern
 

BACHBLÜTE HEATHER
Man braucht seine Mitmenschen                 
Diese Menschen brauchen immer wieder ihre Mitmenschen
Mit der Bachblüte können sie es einrichten, dass sie nicht immerwährend ihre Mitmenschen brauchen

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Hauterkrankungen
EKZEME
Schafgarbentee
Zutaten: 1EL Schafgarbenblätter, 3Msp. Schafgarbenblätterpulver, 250ml Wasser
Zubereitung: Schafgarbenblätter und -pulver etwa 3 Minuten in kochenden heißem Wasser ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.
Schafgarbenkompresse
Zutaten: 1EL Schafgarbenblätter, 250ml Wasser
Zubereitung: Blätter in Wasser 1 Minuten aufkochen, warm und feucht über einen Verbandmull direkt auf die Wunde binden. Wenn der Verband trocken ist, erneuern. Beginnt die Wunde zu heilen, kann man die Schafgarbenblätter direkt auf die Wunde binden. Mit dieser Methode heilen auch die schlimmsten Wunden. Selbst hartnäckige Keime lassen sich so beseitigen.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
Brennnessel
Die scharfe Brennnessel kennt wohl fast jeder, und es gibt kaum einen Menschen, der nicht früher oder später die Bekanntschaft mit ihren brennenden Eigenschaften macht. Daher wird sie auch gerne gemieden, obwohl sie als wichtige Heilpflanze eigentlich einen Ehrenplatz in jedem Garten haben sollte. Diesen Ehrenplatz holt sie sich aber meistens schon selber, weil sie sehr ausdauernd und anspruchslos ist und fast überall wächst, wo man sie wachsen lässt.
Die Brennnessel ist eine hervorragende Stoffwechsel-Pflanze. Vor allem als Frühjahrskur wirkt sie Wunder, indem sie all die Schlacken des Winters aus dem Körper ausspült. Man kann sie als Tee trinken, im Salat, in der Suppe und wie Spinat essen. Gut gewürzt und mit zusammen mit anderen Kräutern schmeckt das alles wunderbar und gibt frische Kräfte. Als Tinktur kann man die Brennnessel gegen Haarausfall in die Kopfhaut einmassieren. Außerdem macht sie sich getrocknet in Nieren-Blasen-Teemischungen sehr gut. Sie hilft auch gegen Rheumatismus und Gicht, weil sie die Giftstoffe aus dem Körper ausspült. Besonders mutige Rheumapatienten lassen sich mit dieser Pflanze schlagen, um die Reizwirkung des Brennnesselgiftes auszunutzen. Bei dieser Methode sollte man jedoch vorsichtig sein, weil es auch Überreaktionen auf das Brennnesselgift kommen kann. Die Brennnesselsamen geben Kraft und wirken gut bei Erschöpfungszuständen.

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