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SCHNEEGLÖCKCHEN t
Wenn das Schneeglöckchen blüht, ist der Winter endlich vorbei. Diese freudige Botschaft des zarten, weißblühenden Schneeglöckchens kennt fast jeder. Doch als Heilpflanze ist das Schneeglöckchen fast unbekannt. Auch in alten Kräuterbüchern findet sich das Schneeglöckchen nicht. Dabei birgt die Zwiebel des Schneeglöckchen Hoffnung für Alzheimer-Kranke und kann auch Kinder-lähmung und Neuralgien linden. Die Schneeglöckchen bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse. Die etwa 20 Arten kommen von Mittel-, Südeuropa bis Vorderasien und den Kaukasus vor. Sie sind seit Jahrhunderten beliebte Zierpflanzen, da sie zu den ersten Blütenpflanzen des Vorfrühlings gehören. Drei Arten haben ihre Blütezeit bereits im Herbst. In Mitteleuropa ist nur das Kleine Schneeglöckchen heimisch. Einige andere Arten treten hier stellenweise verwildert auf. Das Hauptverbreitungsgebiet der Schneeglöckchen liegt in den Ländern rund um das Schwarze Meer.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Alzheimer, Gedächtnisstörungen, Kinderlähmung, Nervenschmerzen, Trigeminus Neuralgie, Myasthenie (Muskelschwäche), Menstruationsfördernd
wissenschaftlicher Name: Galanthus nivalis
Pflanzenfamilie: Amaryllisgewächse = Amaryllidaceae
englischer Name: Snowdrop
volkstümlicher Name: Hübsches Februar-Mädchen, Kleines Schneeglöckchen, Lichtmessglöckchen, Lichtmessglocken, Marienkerzen, Milchblume, Schnee-Durchstecher, Weiße Jungfrau
Verwendete Pflanzenteile: Knollen
Inhaltsstoffe: Galantamin, Lycorin
Sammelzeit: Ab Spätfrühling
 
Anwendung
Galantamin wird als Mittel gegen Demenz genutzt und um das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit zu bremsen. Alle Pflanzenteile, besonders die Zwiebel, enthalten giftige Alkaloide. In der Zwiebel befindet sich vorwiegend das Amaryllidaceen-Alkaloid, in anderen Pflanzenteilen Tazettin, Galantamin und Lycorin. Eine kritische Dosis ist nicht bekannt. Mögliche Vergiftungssymptome: Es kommt zu vermehrtem Speichelfluss, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Gelegentlich werden Kreislaufstörungen mit Schweißausbruch und Benommenheit beobachtet.
Schneeglöckchen, die unbekannte Heilpflanze
Das Schneeglöckchen ist eine sehr ungewöhnliche Heilpflanze. Es war nämlich weder in der Antike, noch im europäischen Mittelalter als Heilpflanze bekannt. Daher haben wir hierzulande gar keine Tradition in der Anwendung des Schneeglöckchens. Den meisten Menschen gilt das Schneeglöckchen aus-schließlich als Zierpflanze ohne Heilwert.
Schneeglöckchen im Kaukasus
Im Kaukasus wird das dortige Schneeglöckchen jedoch schon lange in der Volksheilkunde verwendet. Die alten Menschen essen die Zwiebeln gegen Alterserscheinungen und Gedächtnisschwäche. Kinder, die an Kinderlähmung erkrankt sind, werden mit einem Tee aus den Zwiebeln behandelt. Bei so behandelten Kindern hinterlässt die Kinderlähmung gewöhnlich keine dauerhaften Schäden.
Schneeglöckchen-Wirkstoffe gegen Alzheimer
Die Anwendung des Schneeglöckchens im Kaukasus wurde von bulgarischen Forschern untersucht und sie entdeckten unter anderem das Alkaloid Galantamin, auch Galanthamin genannt. Dieser Wirkstoff ist in der Lage, die Folgen von Alzheimer deutlich zu lindern, wenn auch die Grunderkrankung nicht zu heilen. Da es weltweit sehr viele Alzheimer-Patienten gibt, die von diesem Alkaloid profitieren könnten, reichen die natürlichen Vorkommen in Schneeglöckchen bei weitem nicht aus. Daher wurde lange Zeit geforscht, bis es endlich gelang, das Galantamin synthetisch herzustellen. Inzwischen gibt es ein pharmazeutisches Mittel, das künstliches Galantamin enthält und zur Linderung der Alzheimer-Symptome eingesetzt wird. Auch gegen neuralgische Schmerzen kann man Galantamin einsetzen.
Andere Heilwirkungen
Bestimmt gibt es außer den Heilwirkungen auf das Nervensystem und der Fähigkeit, die Menstruation zu aktivieren, noch etliche andere Heilwirkungen des Schneeglöckchens. Doch der Einsatz gegen Alzheimer ist so wichtig und es gibt keine traditionelle Erfahrung über die Verwendung des Schneeglöckchens in der Heilkunde, dass andere Heilwirkungen kaum bekannt sind.
 
Pflanzenbeschreibung
Schneeglöckchen-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Geophyten bilden Zwiebeln als Überdauerungsorgane. Zwei bis – selten – drei parallel-nervige Laubblätter stehen grundständig zusammen. Dann wird der Blütenstand ausgetrieben mit einem langen Blütenschaft und nur einer Blüte. Anfangs umgibt ein Hochblatt die Blüten und schützt diese vor strenger Witterung. Bei günstigen Bedingungen durchbricht die Blüte die Scheide. Da der Stiel schwach gebaut ist, senkt sich die Blüte und nickt. Die duftende, zwittrige, radiärsymmetrische Blüte besteht (wie bei Einkeimblättrigen üblich) aus dreizähligen Blütenblattkreisen. Die Blütenhülle besteht aus drei weißen freien äußeren Blütenhüllblättern und drei verwachsenen grünlichweißen inneren Blütenhüllblättern. Die drei inneren Blütenhüllblätter sind viel kleiner als die drei äußeren und normalerweise grün gezeichnet. Sie sind das Charakteristikum dieser Gattung. Zwei mal drei spitzkegelförmige Staubblätter stehen dicht zusammen. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen mit einem weißen Stempel und einer kopfigen Narbe. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Es werden Kapselfrüchte gebildet, die 18 bis 36 Samen enthalten. An den hellbraunen Samen, mit 3,5 mm Durchmesser, ist ein großer fleischiger Nährkörper angewachsen. Da der Stängel nach der Fruchtbildung schlaff auf den Boden fällt, können Ameisen an die Samen kommen. Sie haben eine Vorliebe für den am Samen festgewachsenen Nährkörper und tragen daher die Samen zu ihrem Bau. Unterwegs fressen sie den Nährkörper häufig auf und lassen den eigentlichen Samen unbeachtet liegen. So tragen sie zur weiten Ausbreitung des Schneeglöckchens bei. Die Blütezeit der Wildarten reicht von Oktober (Königin-Olga-Schneeglöckchen und Galanthus peshmenii) bis zum Ende des Frühlings (Kleines Schneeglöckchen); die Kulturarten blühen teilweise bis in den April. Zur Vermehrung der Pflanzen tragen außerdem auch Tochterzwiebeln bei, so dass sich häufig dichte Horste bilden. Diese können nach der Blüte geteilt werden, während die Pflanzen noch grün sind.
Das Schneeglöckchen kommt ursprünglich aus Südosteuropa und dem Kaukasus. Die verbreitetste Art Galanthus nivalis wächst jedoch schon lange in mitteleuropäischen Gärten und kommt in Mittel- und Westeuropa auch verwildert vor. Da die Pflanze wildwachsend sehr selten ist, ist sie in Deutschland geschützt, darf also nicht gesammelt werden. Das Schneeglöckchen ist eine Zwiebelblume, sie wächst also aus Zwiebelknollen, die ziemlich dicht unter der Erdoberfläche ruhen. Sobald der Frost im Winter nachlässt, treiben die Schneeglöckchen ab Februar schmale Blätter aus. Die zarten Knospen werden noch von einem extra Blatt geschützt. Die jungen Triebe des Schneeglöckchens produzieren ein bisschen Wärme, sodaß sie Schnee in ihrer direkten Umgebung schmelzen können. Schon wenige Tage nach dem Erscheinen der Knospen blühen die Schneeglöckchen auf und kündigen damit den Vorfrühling an. Die Blüten sind weiß, sehr zart und hängen nickend am Stängel, was ihnen den Namenszusatz Glöckchen eingebracht hat. Außenrum gibt es drei längliche schneeweiße Blütenblätter und im Inneren drei zusammengewachsene Blätter, die weiß und grün sind. Die Samen bilden sich nach dem Verblühen in kleinen Samenkapseln. Sie werden gerne von Ameisen verbreitet. Das Schneeglöckchen Galanthus nivalis ist verwandt mit vielen anderen Schneeglöckchen-Arten und auch mit dem Märzenbecher, der gerne in Gärten angebaut wird. Alle Arten haben ähnliche Heilwirkungen.

BLUTAMPFER
Der Blutampfer hat auffallend rote Adern in den grünen Blättern und wird daher als Zierpflanze kultiviert. Die Blätter sind nicht nur schön anzusehen, sondern werden auch als Salatbeigabe in einer blutreinigenden Frühjahrskur genutzt. Die Blätter des Blutampfers sind spürbar milder als die des Sauerampfers und werden auch viel besser vertragen. Der Hain-Ampfer oder Blut-Ampfer ist eine Art aus der Pflanzenfamilie der Knöterichgewächse. Er ist in Mitteleuropa an feuchten, teils gestörten Waldstandorten anzutreffen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Blutreinigung
Heilwirkung: adstringierend, appetitfördernd, blutreinigend, harntreibend
Anwendungsbereiche: Blutreinigung, Mundschleimhautentzündung
wissenschaftlicher Name: Rumex sanguineus, Rumex sanguineus var. sanguineus
Pflanzenfamilie: Knöterichgewächse = Polygonaceae
englischer Name: Bloody Wood Dock
volkstümlicher Name: Blutampfer, Hain-Ampfer
Verwendete Pflanzenteile: junge Blätter und Triebe, Saft
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Hyperosid, Kaliumoxalat, Oxalsäure, Vitamin C
Sammelzeit: Frühling
Kontraindikation: Nierenkrankheiten
Nebenwirkungen: Hautreizungen, Übelkeit, Zahnschäden
 
Anwendung
Obwohl der Blutampfer milder als der Sauerampfers ist, sollte man den Blutampfer nicht in größeren Mengen oder über einen längeren Zeitraum essen. Für eine blutreinigende Frühjahrskur nutzt man täglich eine kleine Menge über 2 Wochen. Der Blutampfer eignet sich im Gegensatz zum Sauerampfers nicht zum kochen.
Salatbeilage
Zur Blutreinigung werden frische junge Blätter oder sehr junge Triebe dem Salat beigegeben. Manch einer frittiert die Blätter für die Salatbeilage.
Suppenbeilage
Kleingeschnittene Blätter der Suppe beigeben.
Mundspülung
Der Frischsaft hilft als Mundspülung gegen Entzündungen im Mundraum.
 
Geschichtliches
Als Heilpflanze werden die vielen Sauerampfer-Arten schon immer genutzt, der Blutampfer wurde und wird gerne als Zierpflanze kultiviert. Zur Blutreinigung wurde er früher in einer Frühjahrskur eingesetzt, heute dient er als interessante und gesunde Salatbeilage.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Hain-Ampfer ist ein ausdauernder Hemikryptophyt und erreicht eine Wuchshöhe von 50 bis 80 (selten 120) Zentimetern. Die Stängelsind oft rötlich überlaufen. Die Grundblätter sind länglich-eiförmig und besitzen einen herzförmigen bis gestutzten Spreitengrund. Der Blattstiel ist dabei so lang wie die Spreite. Die Spreite ist dunkel-grün, bis zu 14 Zentimeter lang und bis 6 Zentimeter breit. Die oberen Stängelblätter sind am Grund gerundet oder keilförmig. Der Blütenstand ist bis zur Mitte beblättert. Die Blütenknäuel sind eher lockerblütig und voneinander entfernt. Die meisten Blüten sind zwittrig. In Fällen, wo die Blüten eingeschlechtig sind, sind die Pflanzen zumindest einhäusig. Die äußeren Blütenhüllblätter liegen zur Fruchtzeit den inneren an. Die inneren sind schmal länglich, 3 bis 3,8 Millimeter lang und 0,5 bis 1,5 Millimeter breit. Sie sind dünnhäutig. Nur das vordere besitzt eine große, kugelförmige Schwiele. Die übrigen Blütenhüllblätter sind schwielenlos oder besitzen nur einen verdickten Mittelnerv. Die Früchte sind schwarzbraune, 1,6 bis 2 Millimeter lange Nüsse. Die Fruchtstiele sind deutlich länger als die inneren Blütenhüllblätter.
Der Blutampfer ist im Mittelmeerraum heimisch. Er wächst bevorzugt an feuchten Stellen z.B. in Auwäldern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 20 und 60 Zentimeter hoch. Die grünen Blätter sind mit blutroten Adern durchzogen. Die rotbraunen Blüten erscheinen zwischen Mail und Juli. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.
 
Anbautipps
Aussaat Januar bis April in Töpfen oder ab April ins Freiland. Stockteilung im März. Der Boden sollte humos und sauer bis schwach sauer sein. Der Blutampfer braucht feuchten Boden und auch feuchte Luft. Er verträgt keine Trockenheit. Er passt daher gut an den Rand eines Gartenteichs. Der Standort sollte warm, halbschattig bis sonnig sein. Je sonniger desto feuchter muss der Standort sein. Der Blutampfer eignet sich auch als Topfpflanze.
 
Sammeltipps
Die jungen zarten Blätter und Triebe für Salate ernten, die alten Blätter sind zu hart. Wenn sich eine Blüte entwickelt, diese entfernen, dann wachsen bis in den Herbst weiter frische Blätter für Salate.

BACHBLÜTE VINE
Ich bin herrschsüchtig                                           
Diese Menschen sind herrschsüchtig
Mit der Blüte können sie das herrschsüchtige hinter sich lassen

BACHBLÜTE WALNUT
Man kann sich bei eigenen Lebensentscheidungen schwer denn Einfluss einer faszinierend starken Persönlichkeit entziehen: Vorbild, Partner, Lehrer usw.
Diese Menschen können sich schwer von dem Einfluss einer starken Persönlichkeit entziehen um eigene Lebensentscheidungen zu fällen
Mit der Bachblüte Walnut können sie sich vom der starken Persönlichkeit lösen und ihre Lebensentscheidungen endlich folgen

Hildegards Lebens- und Heilmittel
Geflügel
HUHN
Hühnerfleisch empfiehlt Hildegard ohne Einschränkungen: „Hühnerfleisch ist für gesunde Menschen gut, aber gegessen macht es sie nicht fett, die Kranken aber erfrischt es ein wenig.“ Kranke sollen das Hühnerfleisch allerdings lieber gekocht als gebraten essen, da es dann leichter verdaulich ist. „Und die Leber der Henne und das Hahnes, oft gegessen, taugt gegen alle Krankheiten, die den Menschen innerlich schädigen.“
STRAUSS
Straußenfleisch wird bei uns wegen seines niedrigen Cholesteringehaltes immer populärer. Schon Hildegard lobte es: „Für fette und starke Menschen ist sein Fleisch gesund, weil es das überflüssige Fleisch mindert. Für Magere und Kranke hingegen ist es nicht geeignet, weil es für sie zu stark ist.“
 
Kinderkrankheiten
Scharlach
Kneipp empfiehlt folgende Behandlungsweise:
Wenn man sieht, daß obige Anzeichen vorhanden sind, daß also der Scharlach ausgebrochen ist, so wirke man der Krankheit rasch entgegen. Liegt so ein Kind in heißer Fieberglut, mit eingenommenem Kopf, ohne jeden Appetit da, so säume man nicht, demselben ein in kaltes Salzwasser getauchtes Hemd anzulegen, es hierauf in eine Wolldecke [zusammen mit einem Zwischentuch] einzuwickeln und gut zuzudecken. In diesem Hemd läßt man das Kind eine Dreiviertel- bis eine Stunde liegen, dann nimmt man das Hemd schnell ab und legt das Kind wiederum ins Bett zurück, der ganze Körper des Kindes wird übersät sein mit dem Scharlachausschlag. Durch dieses Hemd wird aller schlechter Stoff, der sich in der Natur befindet, an die Oberfläche gelockt, wodurch das Kinde eine bedeutende Erleichterung verspürt. In schwierigen Fällen, in denen die Hitze sich steigert und es dem Kranken bange wird, kann in einem Tage das Hemd zwei- bis dreimal, seltener auch viermal angelegt werden. Nach dieser Zeit muß das Kind alle zwei Stunden fleißig mit kaltem Wasser rasch gewaschen und nach jeder Waschung wieder ins Bett gelegt werden. Ab und zu ist es auch gut, ein Halbbad in der Dauer von zwei Sekunden zu nehmen. Auf dieser Weise macht man fot, bis das Fieber verschwunden ist, das Übelstände alle beseitigt sind und der Scharlach vollständig ausgeheilt ist.
Es ist ganz auffallend, wie die so behandelten Kinder nach dieser Krankheit gedeihen. Das kommt einzig und allein daher, weil das Wasser alle schlechten Stoffe vertrieben und die Natur gereinigt und gestärkt hat, was bei Medikamenten nie der Fall sein kann. Die Behandlungsweise bei Erwachsenen ist ganz dieselbe wie bei den Kindern.
Oft kommt es vor, daß den Kranken ein Schüttelfrost befällt, dann muß statt des nassen Hemdes ein in warmen Heublumenabsud getauchtes Hemd genommen werden. Man Sorge, daß die vom Scharlach Befallenen abgesondert von den anderen gelegt werden und sei fleißig darauf bedacht, daß das Krankenzimmer gut gelüftet und die Wäsche und die Kleider desinfiziert werden.

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