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Oregano
Der Dost oder Orant ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Lippenblütler in der Ordnung der Lippenblütlerartigen. Zu dieser Gattung gehören zwei wichtige Gewürzpflanzen, Echter Dost und Majoran.
Dost ist den meisten von uns unter dem Namen Oregano vor allem als Gewürz auf der Pizza bekannt und unentbehrlich. Kaum jemand weiß, dass die Pflanze auch in unseren Breiten wild in der Natur vorkommt und dass sie außer Gewürz auch eine Heilpflanze ist.
Oregano mag es sonnig und warm – deshalb ist es das ideale Gewürz für mediterrane Gerichte. Oregano verbreitet Urlaubsfeeling, Sommer, Sonne und südliches Flair. Nicht umsonst ist Oregano auf Pizza, Pasta und vielen italienischen Gerichten so beliebt. Oregano findet sich in fast jeder Kräutermischung, wie z.B. in italienischer Kräutermischung. Besonders der frisch getrocknete Oregano entfaltet den herrlichen Duft und das würzige Aroma. Wer einen Urlaub im südlichen Griechenland plant, soll unbedingt frisch getrockneten Oregano mit nach Hause nehmen. Denn dieser ist besonders aromatisch.
Tipp: Noch besser kommen die Aromen des Oregano zur Geltung, wenn man diesen vor dem Würzen ein wenig in den Händer oder im Mörser verreibt.
Die Handelsbezeichnung Oregano ist eine Sammelbezeichnung für ein aromatisches Blattgewürz, das meist von der Gattung Origanum aus der Pflanzenfamilie der Lippenblütler stammt, wozu etwa auch Minze und Majoran gehören. Oregano kann jedoch auch das Kraut von etwa 60 weiteren Stammpflanzen sein, die zu 17 verschiedenen anderen Gattungen und insgesamt sechs Pflanzenfamilien gehören . . .
Oregano oder Dost ist eines der wichtigsten mediterranen Kräuter. Aufgrund seines aromatisch-herben Geschmacks ist Oregano, ähnlich wie Basilikum und Thymian, unverzichtbar in der mediterranen Küche. Häufig wird der Dost zu Pizza- und Nudelgerichten verwendet. Oregano hat außerdem viele medizinisch interessante Wirkstoffe, die u.a. bei Magen- und Darmbeschwerden sowie auch bei Pilzerkrankungen Linderung verschaffen können.
 
Steckbrief
Heilwirkung: antiseptisch, antiviral, Appetitlosigkeit, Blähungen, Husten, Krampfhusten, Keuchhusten, Menstruationsbeschwerden, Mundentzündungen, Rachenentzündungen, Cellulitis, Ekzeme, Psoriasis, Verdauungsstörungen
wissenschaftlicher Name: Origanum vulgare
englischer Name: Oregano
volkstümliche Namen: Wilder Majoran, Gemeiner Dost, Dosten, Wilder Balsam, Bergminze, Blauer Dunst, Orant
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut, Blätter
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Thymol, Carvacrol
Sammelzeit: Juni bis September
Inhaltsstoffe, Geruch und Geschmack: Oregano hat ein intensiv würzig-rauchiges, pfeffriges bis scharfes Aroma mit leichter Bitternote. Die wichtigsten Bestandteile und damit geruchsbestimmend sind zwei Phenole, das Carvacrol und das Thymol. Meist ist Carvacrol der Hauptbestandteil. Zudem können im ätherischen Öl u.a. γ-Terpinen, ρ-Cymen enthalten sein.
 
Anwendung
Der Dost, häufig auch Oregano genannt, wird in der Heilkunde hauptsächlich als Tee verwendet. Man kann sich jedoch auch eine Tinktur daraus ansetzen und als Hustentropfen oder gegen Menstruationsbeschwerden einsetzen. Äußerlich kann man ihn gegen Wunden einsetzen, hier sind vor allem seine bakterientötenden Eigenschaften hilfreich. Für die äußere Anwendung eignet sich vor allem das ätherische Öl des Oreganos.
Achtung! Während der Schwangerschaft sollte der Dost nicht innerlich eingenommen werden.
Oregano in der Pflanzenheilkunde
Dost war bereits den Griechen als (erwärmendes) Heilmittel bekannt. Dioscurides berichtet über ihn in seinem Werk De materia medica aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Hippokrates von Kos diente diese Pflanze zur Geburtsbeschleunigung und zur Heilung von Hämorrhoiden.
In der modernen Pflanzenheilkunde findet der gewöhnliche Dost selten als Bestandteil einer Teemischung gegen krampfartige Magen- und Darmbeschwerden Vewendung.
Ätherisches Oreganoöl
Oreganoöl zählt aufgrund seines sehr hohen Gehalts an Phenolen in der Aromatherapie als effektiv gegen Bakterien. Da es die Haut reizen kann, sollte die Anwendung nur innerlich und mit einem Trägeröl (z. B. Sonnenblumenöl) verdünnt erfolgen. Als Einzeldosis gibt man 50 mg (zwei Tropfen) bis zu zehnmal täglich.
Nachgewiesen werden konnte weiterhin eine positive Wirkung bei Verdauungsbeschwerden sowie Erkrankungen der oberen Atemwege. Der Inhaltsstoff Carvacrol wirkt entzündungshemmend.
Oregano als Heilkraut
Auch wenn Oregano meist nur als Küchenkraut bekannt ist, findet er in der Volksheilkunde relativ viel Beachtung. Aufgrund der enthaltenden Inhaltsstoffe kann Oregano für eine Vielzahl an Beschwerden eingesetzt werden.
Oregano war bereits in der Antike und im Mittelalter als Kraut mit großer Heilkraft bekannt. Oregano wurde eingesetzt, um schmerzhafte Hämorrhoiden zu behandeln. In der Frauenheilkunde kam das Heilkraut zum Einsatz, um die Geburt einzuleiten. Ferner galt Oregano im Mittelalter als probates Mittel, um sich vor Dämonen, Hexen und dem Teufel abzuschirmen. Von Oreganostengeln im Haus und Räucherungen mit Oregano versprach man sich die gleiche Wirkung wie Knoblauch eingesetzt gegen Vampire.
In alten Kräuterbüchern wird der Oregano, sowie einige Oreganoarten allgemein als Wohlgemuth (Wolgemut) oder Dosten bezeichnet. Im Kräuterbuch von Petri Andreae Matthioli fand das Kraut sowohl für innere als auch äußere Anwendungen Verwendung. Empfohlen wurde Oregano u.a. bei Juckreiz (Anwendung: Oreganobad), bei Geschwulsten der Mandeln (vermutlich Mandelentzündung) oder bei der Wundbehandlung. Auch zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden, Husten oder Erkrankungen der Luftröhre wurde Oregano bereits angewendet. Das Kraut wurde meist mit rotem Wein versetzt oder als Presssaft getrunken.
Heute findet Oregano dahingegen Verwendung bei Problemen im Magen- und Darmtrakt. Die Gerb- und Bitterstoffe im Oregano haben eine entkrampfende Wirkung, helfen demnach bei Magen- und/oder Darmkrämpfen genau so wie bei Blähungen und regen nebenbei den Appetit an.
Verwendung und Zubereitung
Oregano ist neben Basilikum ein klassisches italienisches Gewürz und im gesamten Mittelmeerraum, insbesondere in Griechenland sehr beliebt. Vielerlei Speisen mit Fleisch, Fisch und Gemüse (v.a. Tomaten) sowie Pasta, Pizza und Salate werden mit Oregano abgerundet. In der Küche Lateinamerikas wird gerne Mexikanischer Oregano verwendet, z.B. in Chili con carne.
Die Blätter der Origanum-Arten werden frisch, meist jedoch in getrockneter, gerebelter Form verwendet. Durch Trocknen wird das Aroma intensiver. Die verschiedenen Origanum-Arten können auch Bestandteil diverser Kräutermischungen sein, z.B. mediterrane Mischung. Oregano sollte nicht zu lange mitgekocht und den Speisen am besten erst am Ende der Zubereitung beigemengt werden.
Oregano in der Küche
Oregano ist ein intensives Gewürzkraut, mit einem leicht bitteren und sehr aromatischen Geschmack. Je nach Qualität und Anbaubedingungen können die Blätter auch einen leicht scharfen Geschmack entwickeln.
Am häufigsten findet Oregano in italienischen bzw. mediterranen Gerichten Verwendung. Egal ob auf Pizza oder in Tomatensoßen - Oregano verleiht einer Vielzahl von Speisen eine würzige Note. Sehr gut passt das Aroma von Oregano auch zu Eierspeisen - allen voran Omeletts oder Bauernfrühstück. Breite Anwendung findet der Oregano bei der Zubereitung von Salaten. Oregano harmoniert ganz hervorragend mit fruchtigen Tomaten oder Gurken.
Oregano eignet sich ebenfalls für zahlreiche Saucen und Suppen. Vor allem Saucen für Fleisch- und Fischgerichte können mit Oregano eine sehr schmackhafte Note erhalten. In Suppen kann Oregano für das Würzen kräftiger Gemüse- oder Cremesuppen genutzt werden. Sehr gut passen passen die aromatischen Kräuter zudem bei Kartoffelcreme- oder Tomatencremesuppen.
Als Gewürzkraut werden sowohl die frischen Blätter wie auch das getrocknete, gegebenenfalls gerebelte Kraut und die essbaren Blüten verwendet. Hinsichtlich der Würzkraft stellt Oregano eine Ausnahme innerhalb der getrockneten Kräuter dar. Viele Kräuter verlieren mit dem Trocknen ihr Aroma; bei Oregano intensiviert es sich aber durch den Trockenvorgang erheblich.
Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern kann Oregano mitgekocht bzw. mitgegart werden, ohne dass es zu Einbußen des Aromas kommt.
Als Würzmittel ist Oregano mindestens seit 300 bis 400 Jahren im Gebrauch. Abgesehen von den nicht ganz eindeutigen römischen Quellen, kann nur ein Basler Rezept aus dem 17. Jahrhundert angeführt werden, in dem Oregano als Zutat zu Pfannkuchen erwähnt wird. Ansonsten lassen sich botanische Bücher selbst noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts lediglich darüber aus, dass Oregano Heil- und Zauberpflanze sei und dass man mit seinem roten Farbstoff Wolle färben könne.
Oregano spielt als Gewürz in der deutschen Küche eher eine geringe Rolle. In der italienischen, griechischen und spanischen Küche ist er ein sehr wichtiges Gewürz, wird aber auch im gesamten übrigen Mittelmeerraum viel verwendet. Oregano passt gut zu Omeletts, italienischen Soßen, Tomatengerichten, Lamm oder Gemüseaufläufen.
In der Tex-Mex-Küche wird Oregano oft zusammen mit Kreuzkümmel, Chilis, Knoblauch und Zwiebeln verwendet. Unter anderem ist er wichtiger Bestandteil von Chili con Carne. Oftmals wird er dabei jedoch auch durch mexikanischen Oregano, einer mittelamerikanischen Gewürzpflanze, ersetzt. Diese ist mit dem eigentlichen Oregano nur entfernt verwandt, hat aber einen ähnlichen, jedoch kräftigeren Geschmack. Den intensivsten Geschmack bietet der echte Griechische Oregano, wohingegen Majoran weniger intensiv schmeckt. Auch Türkischer Oregano findet Verwendung.
 
Pflanzenkunde
Die Lebensmittelbücher der verschiedenen europäischen Länder handhaben die Zusammensetzung von Oregano unterschiedlich, im österreichischen Lebensmittelcodex sind folgende Origanum-Arten angegeben:
Gewöhnlicher Dost (Origanum vulgare)
Kretischer oder Griechischer Dost (Origanum onites)
Im österreichischen Handel erhältlicher Oregano besteht hauptsächlich aus dem Gewöhnlichen Dost, Origanum vulgare. Weitere Informationen erhalten Sie unter Lebensmittelbuch online.
Origanum vulgare ist eine bei uns wild wachsende, ausdauernde, bis zu einem Meter hohe Staude mit hellrosa bis blasspurpur, selten weißen Blüten, die einen glockenförmigen Kelch haben. Die runden bis eiförmigen Blätter sind schwach behaart und bis zu vier Zentimeter lang.
Tipp: Origanum vulgare kann problemlos im Garten kultiviert werden. Wer ihn trocnen möchte, sollte mit der Ernte bis zur Blüte warten, da das Kraut dann am wür-zigsten ist. Die Pflanze mag es sonnig, der Boden sollte nicht zu feucht sein. Sie ist winterhart und treibt im Frühjahr wieder aus.
 
Oregano im Aberglauben
Dost wurde im Mittelalter als wichtige Hexenabwehrpflanze angesehen und sollte vor dem Teufel schützen. Man hielt sie den Hexen unter die Nase, um sie vom Teufel zu lösen. Dost soll das Kraut sein, das Kummer verschwinden lässt, erlo-schenen Lebensmut wieder aufrichtet und den Menschen fröhlich macht. Aus die-sem Grund trägt die Pflanze auch den Namen Wohlgemut.
Oregano oder Dost wurde als Schutz vor bösen Mächten in den Brautschuh gelegt und in den Brautstrauß eingebunden. In Form von Räucherungen wurde Dost schon in der Antike als dämonenabwehrendes Mittel verwendet. Wenn ein Kind lange nicht zu reden begann, gab man ihm einen Löffel voll Oreganowasser. Gegen Epi-lepsie ließ man den Kranken an mit den Fingern zerdrücktem Dost riechen.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Dost bevorzugt trockene, warme Standorte. Man findet ihn vor allem an sonnigen Kalkhängen, Bergwiesen und Kahlschläge. Er gedeiht in ganz Mittel- und Westeuropa, bis hin nach Osteuropa. Der Dost ist eine mehrjährige Pflanze und wird bis zu 50cm hoch. Wenn es ihm an einer Stelle gefällt, wird er von Jahr zu Jahr dichter, bis er im Frühling schon ein dichtes Polster bildet, das dann im Laufe des Sommers fast zu einem kleinen Busch heranwächst. Sein rötlich überlaufener Stängel wächst aufrecht. Wenn die Pflanze genug Platz hat, bilden sich in den Blattachseln zahlreiche Seitentriebe. Die Blütenstände der rosa- bis weinrotfarbenen Blüten sind doldig und rispenähnlich. Schmetterlinge und andere Insekten sind ganz begeistert von den Blüten des Oreganos und laben sich zahlreich an ihnen. So leistet der Dost einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Insektenvielfalt.
Beim Oregano handelt es sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 70 Zentimetern erreicht. Charakteristisch ist ihr ausgeprägter herbaromatischer Duft und Geschmack. Aus einem oft holzigen Rhizom (umgangssprachlich Wurzelstock) treibt der aufrecht wachsende, vierkantige und von Grund an gabelig verzweigte Stängel. Dieser weist ebenso wie die meist rötlich überlaufenen Zweige eine leichte Behaarung auf.
Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 2 bis 7 Millimeter lang. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von meist 25 bis 40 (10 bis 45) Millimetern sowie einer Breite etwa 15 (4 bis 30) Millimeter länglich-eiförmig und laufen meist spitzig aus. An der Blattunterseite kann man eine drüsige Punktierung feststellen. Der Blattrand kann schwach gezähnt oder auch glatt ausgestaltet sein. Einige Exemplare bilden an den Blatträndern auch eine feine Behaarung aus.
Die in endständigen oder seitenständigen dicht gedrängten kugeligen Scheinrispen zusammengefassten Teilblütenstände entwickeln zwischen Juli und September zahlreiche Blüten.
Die zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf dunkelgrünen, etwa 3 Millimeter langen Kelchblätter sind untereinander verwach-sen. Die fünf Kelchzähne sind gleich gestaltet und entwickeln – ebenso wie die Trablätter – gewöhnlich eine leichte purpurfarbene Einfärbung. Der Kelch ist deutlich kürzer als die Kronröhre. Die fünf rosavioletten, selten auch weißlichen Kronblätter sind zu einer glockenförmigen, 4 bis 6 Millimeter langen Kronröhre verwachsen, die zweilippig endet. Die Unterlippe ist dreilappig. Die aufrechte Oberlippe ist ausgerandet und besteht aus zwei Kronblättern. Von den vier Staubblättern sind zwei kürzer und zwei länger; sie sitzen der Kronröhre an. Die zwei längeren Staubblätter ragen aus der Kronröhre heraus, die zwei kürzeren enden gewöhnlich dicht unter der Oberlippe. Zwei Fruchtblätter sind zu einem, durch eine falsche Scheidewande in vier Fächer unterteilten, oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Fruchtknoten geht in einen langen Griffel über, der in zwei kleine Narben endet.
Frucht
Die Klausenfrucht zerfällt zu einem etwa 1 Millimeter länglich-ovalen Nüsschen mit brauner und glatter Oberfläche.
 
Anbau, Pflege und Ertne
Oregano gilt als beliebtes Heil- und Gewürzkraut und wird folglich häufig im Kräutergarten oder als Gewürzkraut auf dem Balkon angebaut. Der Anbau ist nicht sonderlich schwierig, insofern ein günstiger Standort gewählt wird und mit Düngern sparsam umgegangen wird.
Standort
Oregano bevorzugt im Garten bzw. Freiland einen Standort, der warm und sonnig ist. Die Böden sollten relativ durchlässig, eher nährstoffarm und etwas kalkhaltig sein. Lehmige Gartenböden sollten demnach mit einigen Zuschlagstoffen wie Quarzsand, Lavasand oder Bimskies gelockert werden. Für die Aufzucht sollte ein eher windgeschützter Platz gewählt werden. Insofern diese Bedingungen mehr oder weniger eingehalten werden, ist der Oregano relativ anspruchslos in der Pflege.
Aussaat
Oregano ist ein Lichtkeimer, dessen Samen nur lose (bis max. 0,2 cm) auf die Erde gestreut werden und nicht mit Erde bedeckt werden müssen. Die Aussaat im Garten beginnt im Frühjahr ab Ende April. Optimal ist ein Pflanzbstand von jeweils 10 bis 15 cm pro Pflanze. Alternativ kann Oregano auf der Fensterbank in Pflanzschalen vorgezogen werden. Auch der Anbau im Topf ist sehr einfach. Für die Vorzucht eignen sich besonders die späten Winter- bzw. frühen Frühjahrsmonate. Als Erde können mineralische Anzuchterden oder düngerarme organische Erden verwendet werden.
Neben der Aussaat erfolgt die Vermehrung von Oregano über Stecklinge oder durch vorsichtige Teilung der Pflanze.
Pflege und Gießen
Viel Pflege benötigt der Oregano nicht. Er wächst ausdauernd und bildet kann innerhalb einer Vegetationsperiode üppige Büsche bilden. Deshalb wird bei der Aussaat und/oder dem Einpflanzen von Jungpflanzen empfohlen, genügend Abstand zu anderen Pflanzen zu wahren. Angelehnt an die Bedingungen seiner usprünglichen Heimat braucht der Oregano nicht viel Wasser. Kurze Durststrecken übersteht das mediterrane Kraut meist problemlos, wenn er danach großzügig gewässert wird. Staunässe sollte in jedem Fall vermieden werden. Um dies zu vermeiden, sollte bei der Kultur in Blumentöpfen eine Drainageschicht (Lavagrus oder Blähtonkugeln) eingearbeitet werden, damit das Wasser abtropfen kann.
Düngen
Oregano benötigt über das Jahr nur sehr wenig Dünger. Empfehlenswert ist die Zugabe von wenig organischem Langzeitdünger wie Hornspäne oder Kompost. Topfkulturen benötigen je nach Pflanzgefäß und Konkurrenzpflanzen meist mehr Nährstoffe.
Überwinterung
Oregano stammt ursprünglich aus den südlicheren Gebieten Europas, die keine harten Winter mit Frost und Minustemperaturen kennen. Dennoch hat sich Oregano auch in Deutschland als winterhart erwiesen, sollte aber zum Winter hin mit Reisig und Mulch abgedeckt werden.
Ernte und Trocknen
Oregano kann fast das ganze Jahr über von der Pflanze geerntet werden. Zupft man vorsichtig die filigranen Blättchen ab, wird das Wachstum der Seitentriebe gefördert. Ist die Pflanze zu groß und buschig geworden, schneidet man die Stiele mitsamt Blättern etwa eine Handbreit über dem Boden ab. Die Pflanze treibt dann innerhalb kürzester Zeit neu aus.

Nieswurz ttt
Die Nieswurz-Arten sind Pflanzen der mittleren Berghöhen, vor allem in den westlichen Alpen sind sie heimisch. Mitten im Winter blüht die Christrose (schwarze Nieswurz) mit großen Blüten, die an Anemonen erinnern. Die grüne Nieswurz blüht erst im Frühling. Alle Nieswurzarten sind stark giftig. Früher wurden die Niesreiz auslösenden Wurzeln gegen Geisteskrankheit und Herzschwäche eingesetzt, doch die Giftigkeit verhindert heutzutage ihre Verwendung, außer in homöopathischer Verdünnung. Die grüne Nieswurz ist eine Pflanze der mittleren Berghöhen, vor allem in den westlichen Alpen ist sie heimisch. Die grünen Blüten erscheinen zwischen März und April, also meist deutlich später als die der verwandten Nieswurze. Die ganze Pflanze ist stark giftig. Früher wurden die Niesreiz auslösenden Wurzeln gegen Geisteskrankheit und Herzschwäche eingesetzt, doch die Giftigkeit verhindert heutzutage ihre Verwendung, außer in homöopathischer Verdünnung.
Die Pflanzengattung Nieswurz, auch Christrosen, Schneerosen oder Lenzrosen genannt, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Die 15 bis 25 Arten sind von Europa über Kleinasien bis Zentralasien und China verbreitet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur homöopathisch anwenden. Läuse
wissenschaftlicher Name: Helleborus viridis
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name: Green hellebore
volkstümliche Namen: Bärenfuß, Feuerkraut, Feuerwurz, Läusekraut, Lenzrose, Schelmwurz, Teufelskraut, Wolfszahn, Wrangblume
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln, Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Digitalis-Glykoside, Helleborein, Helleborin, Saponine, Cyclopamin
 
Anwendung
Unter den Nieswurz-Arten werden insbesondere die Christrose und ihre Sorten als Zierpflanzen verwendet. Als Art, die am besten auch Sonne und Trockenheit toleriert, gilt die Korsische Nieswurz mit ihren becherförmigen grünen Blüten. Mittlerweile wurden auch eine Reihe von Hybriden gezüchtet. Zu diesen gehört beispielsweise die Sorte Helleborus Queen of the Night, eine Kreuzung der Orientalischen Nieswurz und der Purpur-Nieswurz. Durch die Verwendung als Heilpflanzen wurden zwei Nieswurz-Arten in Mitteleuropa eingebürgert. Sowohl die Christrose als auch die Grüne Nieswurz wurden über Gartenabfälle verschleppt und siedelten sich in der freien Natur an. Die Grüne Nieswurz ist besonders im Alpenvorland in lichten Wäldern und an Weinbergrändern zu finden. Der erste schriftliche Nachweis stammt aus dem Jahre 1798.
Nieswurzen als Gift- und Heilpflanze
Nieswurz-Arten enthalten einige pharmakologisch wichtige und nutzbringende Inhaltsstoffe: Saponin und die Glykoside Helleborein und Hellebrin sind in der ganzen Pflanze zu finden. Helleborein hat Digitaliswirkung. Der Geruch der Inhaltsstoffe führt zu einem starken Niesreiz. Die Giftwirkung der Nieswurz-Arten, wozu in Antike und Mittelalter auch die Weiße Nieswurz (helleborus albus) gezählt wurde, war schon im Altertum bekannt. So wird berichtet, dass Solon während des Ersten Heiligen Kriegs im Jahre 600 v. Chr. einen Bach mit zerkleinerten Helleborus-Rhizomen vergiftete und damit die Bewohner von Krissa, die aus dem Bach tranken, durch Durchfall kampfunfähig machte. Auf die gleiche Episode bezieht sich auch Frontinus, der in seinen Stratagema von der Vergiftung der Einwohner von Krissa mit elleboro durch den Tyrannen Kleisthenes von Sikyon berichtet. Der von Plinius zitierte Herophilos von Chalkedon bezeichnete helleborus, vermutlich das Liliengewächs Weißer Germer, in einer militärischen Metapher als starken Feldherrn. Nieswurzen wurden auch in der Vergangenheit häufig als Heilpflanze verwendet, wie man aus den Erwähnungen bei Hippokrates, Hildegard von Bingen und anderen mittelalterlichen Quellen, Paracelsus, Hieronymus Bock, Pietro Andrea Mattioli und Christoph Wilhelm Hufeland schließen kann. Nach Demokrit half die Nieswurz gegen Torheit, die bei seinen Mitbürgern, den Abderiten weit verbreitet war. Als Heilpflanze wurde die Christrose seit dem 16. Jahrhundert in Gärten gezogen. Der dunkelbraune Wurzelstock wurde pulverisiert als Herzmittel und harntreibendes Medikament eingesetzt. Die Kräuterbücher des 16. und 17. Jahrhunderts wiesen auch auf die Giftigkeit der Pflanze hin und warnten vor Überdosierung. In Der Klosterjäger von Ludwig Ganghofer warnt der Titelheld einen Frater, dem er die Nieswurz bringen soll: Zwei Tröpflein machen rot, zehn Tropfen machen tot“ Die Verwendung als Niespulver verbietet die Bedarfsgegenständeverordnung.
Achtung! Stark giftig. Die Nieswurz wird nicht medizinisch angewendet
Aufgrund der Giftigkeit eignet sich die grüne Nieswurz nicht für die Behandlung mit der frischen Pflanze. Einige andere Nieswurzarten wurden früher gegen Herzschwäche und Wahnsinn eingesetzt. Die grüne Nieswurz galt jedoch als zu schädlich für die medizinische Anwendung. Sie wurde jedoch als äußerliches Mittel gegen Läuse und andere Insekten verwendet. Daher nannte man sie und ihre Schwester, die stinkende Nieswurz, auch Läusekraut. Obwohl eine homöopathische Anwendung der grünen Nieswurz denkbar wäre, wird sie im Allgemeinen nicht homöopathisch angewendet. Stattdessen ist ihre Schwester, die Christrose (schwarze Nieswurz) ein beliebtes homöopathisches Mittel. In der Volksheilkunde wird die grüne Nieswurz hin und wieder gegen Herzschwäche, Verstopfung, Epilepsie und psychische Probleme eingesetzt. Ihre Wirkung ist jedoch noch giftiger als die der schwarzen Nieswurz. Daher ist von der Anwendung der grünen Nieswurz stark abzuraten.

Giftwirkung
Bei Vergiftung mit der Nieswurz kommt es zu Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Ohrensausen und Herzklo-pfen mit verlangsamten Puls. In schweren Fällen kann es zum Delirium bis hin zum Tod kommen. Im Vergiftungsfall sollte man sofort den Notarzt zu Hilfe rufen. Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollte man Erbrechen hervorrufen und Aktivkohle geben. Nach dem Erbrechen kann ein starker Wermut-Tee zusätzlich helfen.
 
Pflanzenbeschreibung
Verwechslungsmöglichkeit
Hier werden Nieswurze der Gattung Helleborus beschrieben. Es gibt auch den weißen Germer, der auch Nieswurz genannt wird. Der Germer gehört jedoch zu einer ganz anderen Pflanzenfamilie. Beide Pflanzengattungen sind stark giftig.
Die grüne Nieswurz wächst vorwiegend in bergigen Gegenden. Man findet sie vorwiegend in den westlichen und südlichen Alpen. Dort gedeiht sie vorwiegend in lichten Wäldern der mittleren Höhen. In Gärten wird sie hin und wieder wegen ihrer interessanten grünen Blüten angepflanzt. Sie sind in Deutschland wildwachsend so selten, dass sie unter Naturschutz stehen. Die grüne Nieswurz ist winterhart und mehrjährig. Sie werden bis zu 25cm hoch. Die Blätter der Nieswurz sind groß, gestielt und gefingert. Die grüne Nieswurz blüht im Frühjahr mit grünen Blüten. Die Blütenfarbe hat ihr ihren Namen gegeben. Alle Teile der grünen Nieswurz sind stark giftig.
Helleborusarten sind ausdauernde krautige Pflanzen, die meist Rhizome als Überdauerungsorgane ausbilden. Die relativ großen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist meist geteilt.
An einem Blütenstand (es ist eine Zyme) befinden sich ein bis viele Blüten. Sie besitzen laubblattförmige Hochblätter. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die Blütenfarben reichen von rot bis violett und weiß bis grün. Die fünf Kelchblätter sind groß und dekorativ in unterschiedlichen Farben und sind meist auch noch während der Fruchtreife vorhanden. Die 5 bis 15 Kronblätter sind klein. In jeder Blüte sind viele (30 bis 60) Staubblätter und zwei bis zehn freie Fruchtblätter vorhanden. Alle Arten sind giftig.

Bachblüten
Alles ist hoffnungslos (Wild Rose)
Bei diesen Menschen ist alles hoffnungslos
Mit der Bachblüte können sie diese Hoffnungslosigkeit herunterschrauben
Bachblüten
Ich bin frustriert (Willow)
Diese Menschen sind immer wieder und leicht frustriert
Mit der Blüte können sie diese Frustration deutlich abschwächen
Reichlich Flüssigkeit (Regel 7)
Wasser ist absolut lebensnotwendig. Trinken sie rund 1,5l jeden Tag. Bevorzugen sie Wasser – ohne oder mit Kohlensäure – und andere energiearme Getränke. Alkoholische Getränke sollten nur gelegentlich und nur in kleinen Mengen konsumiert werden.
Am besten Wasser trinken. Trinken Sie rund 1,5 Liter jeden Tag. Am besten Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßten Tee. Zuckergesüßte und alkoholische Getränke sind nicht empfehlenswert. Ihr Körper braucht Flüssigkeit in Form von Wasser. Zuckergesüßte Getränke liefern unnötige Kalorien und kaum wichtige Nährstoffe. Der Konsum kann die Entstehung von Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2 fördern. Alkoholische Getränke sind ebenfalls kalorienreich. Außerdem fördert Alkohol die Entstehung von Krebs.
Hildegard – ihr Leben, ihre Zeit
Äbtissin Hildegard vollendet ihr Buch am Rupertsberg bei Bingen. Mit diesem Werk, aber auch mit dem Klosterbau wird Stein für Stein, Zeile für Zeile aus der Hildegard von Bermersheim „Hildegard von Bingen“.
Scivias – Wisse die Wege
„Eine Schau von Gott und Mensch in Schöpfung und Zeit“ – so lautet der Titel des Buches, in dem Hildegard dreizehn Vision aufgeschrieben hat. Gleich zu Beginn zitiert Hildegard die „Stimme des Himmels“, die da spricht: „Rede also von diesen wunderbaren Dingen, schreibe sie, wohlbelehrt, nieder und sprich davon.“
Am 1. Mai 1152 weiht der Erzbischof von Mainz die neu errichtete Klosterkirche am Rupertsberg. Während der großen Feier in der Kirche führen die Nonnen das geistliche Singspiel „Ordo virtutum“ (Spiel der Kräfte) auf. Hildegard hat dafür eine ihrer Visionen in Szenen und Musik gesetzt. Der Teufel kämpft mit den Tugenden darum, wer die menschliche Seele erringt. Die Äbtissin ist zu dieser Zeit bereits als Komponistin weiterhin bekannt, ihre Lieder werden selbst in den Kirchen von Paris gesungen. Auch ihr Buch der Visionen hat sie berühmt gemacht. Prominente Theologen schreiben ihr und Papst Eugen III. hat die Visionen der Äbtissin bereits vor einigen Jahren, auf der Synode von Trier, wohlwollend  zur Kenntnis genommen und die Visionärin ermuntert, ihre „Schauen“ auf zuschreiben. Diese Anerkennung der Kirche ist von großer Bedeutung. Die Kirche entscheidet schlussendlich, ob jemand als Heilige gilt oder als Ketzerin. Und der Weg zwischen diesen beiden Polen ist äußerst schmal. Hildegard gilt, so weiß man nun rundum, als gottgefällig lebende gläubige Frau. Was sie in ihrem Visionen erfährt kommt von Gott.

Die Teilwaschungen
Die Teilwaschungen betrifft – wie der Name schon sagt – nicht den ganzen Körper, sondern nur einen Teil. Die wichtigsten Teilwaschungen sind die Oberkörperwaschung, die Unterkörperwaschung und die Leibwaschung.
 
Die Oberkörperwaschung
Die Oberkörperwaschung wird vorgenommen, indem der obere Körper bis an die Hüfte gewaschen wird.
TECHNIK
Man beginnt am rechten Arm, vom Handrücken an aufwärts bis zur Schulter, dann auf der Innenseite des Armes zurück und wieder aufwärts bis zur Achselhöhle. Dann kommen der Hals, die Brust und der Leib in Nabelhöhe. Nun wäscht man die linke Hand und den Arm, beide Rumpfseiten und schließlich den Rücken mit großen Längsstrichen. Der Unterkörper bleibt während der Waschung bedeckt. Das Handtuch wird zwischendurch einmal in frisches Wasser eingetaucht.
WIRKUNG
Die Oberkörperwaschung wirkt auf die Durchblutung der Brustorgane, also der Lunge, des Rippenfells und auf das Herz und wird daher bei Schnupfen, Bronchitis, Grippe, Lungenentzündung sowie Rippenfellentzündung angewendet.

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