Direkt zum Seiteninhalt
SEEROSE
Seerosen machen Teiche zu Schmuckstücken mit ihren prachtvollen weißen Blüten. Sie kommen auch wild in Europa vor, werden aber häufig angebaut. Die Seerose ist aber auch ein Heilmittel. Ihre Blüten sollen angeblich zu starke Libido dämpfen. Mit dem Wurzelstock kann man Husten lindern, Kopfschmerzen und verschiedene Hautprobleme behandeln.
 
Anwendung
Von einigen Arten wurde eine große Anzahl an Sorten gezüchtet. Sie werden als Zierpflanzen und gelegentlich als Aquarienpflanzen verwendet. Die Seerose wird vorwiegend von der Volksheilkunde angewendet. Die Schulmedizin verwendet sie eher nicht.
Wurzelstock innerlich
Die getrocknete Wurzel kann man als Tee bei Kopfschmerzen und Husten verwenden. Auch gegen Erkrankungen des Harnapparates kann man diesen Tee verwenden.
Wurzelstock äußerlich
Äußerlich kann man den Wurzelstock in Form von Waschungen, Bädern oder Umschlägen gegen entzündete Wunden, leichte Verbrennungen und Abszesse einsetzen. Gegen Mundentzündungen kann man mit einem Aufguss der Seerose spülen.
Blüten
Aus den Blüten kann man einen Tee zur Beruhigung und gegen Ängste trinken. Dazu wird eine Abkochung mit einen guten Eßlöffel getrocknete Blüten pro Tasse zubereitet. Früher wurden die Blüten einen Tag lang in Wein eingelegt, um gegen nervliche Probleme getrunken zu werden.
 
Pflanzenbeschreibung
Seerosenarten sind selten Einjährige Pflanzen. Die meisten sind Ausdauernde Pflanzen und krautige Pflanzen. Diese Wasserpflanzen bilden langgestreckte oder knollenförmige Rhizome aus, mit denen sie im Schlamm von Flüssen, Teichen, Seen und anderen Gewässern verankert sind. Bei den meisten Seerosen-Arten liegt Heterophyllie vor. Es werden zwei Typen von wechselständig und spiralig angeordneten Laubblättern ausgebildet: Schwimmblätter und Unterwasserblätter. Die einfachen Laubblätter sind lang gestielt. Die Blattspreite ist oft schildförmig, herzförmig oder pfeilförmig. Der Blattrand ist glatt oder gezähnt. Neben-blätter sind vorhanden oder fehlen. Die einzelnstehenden, zwittrigen Blüten sind schraubig aufgebaut und duften oft. Das Spektrum der Blütenfarben reicht von Weiß über Gelb und Rot bis Blau; Sorten können auch orange, grün, violett oder lila blühen. Die meist vier (selten drei oder fünf) freien Kelchblätter sind meist grünlich. Es sind sechs bis 50 freie Kronblätter vorhanden. Die 20 bis 750 freien Staubblätter sind alle fertil oder zeigen als Staminodien morphologische Übergänge zu den Kronblättern. Die fünf bis 35 Fruchtblätter sind zu einem oberständigen oder teilweise unterständigen Fruchtknoten teilweise oder ganz verwachsen. Die Griffel enden in der Zahl der Fruchtblätter entsprechenden, breiten und konkaven Narben. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Es gibt nacht- und tagblühende Arten. Die fleischigen, schwammigen, beerenartigen Früchte sind von den haltbaren Narben gekrönt. Nach der Befruchtung werden die heranreifenden Früchte meist unter Wasser gezogen und reifen unter Wasser. Die reifen Samen sind bis zu 5 mm groß. Sie bilden Schwimmsäcke, mit denen die Samen zunächst an die Wasseroberfläche treiben, wo Wind und Strömung sie zwei bis drei Tage ausbreiten. Danach löst sich der Schwimmsack auf, die Samen sinken nach unten und beginnen mit der Keimung.
Weiße Seerosen sind in Europa heimisch, andere Arten wachsen in den Tropen. Seerosen sind ausdauernde Pflanzen, die in Gewässern wachsen. Ihre dunkelgrünen Blätter schwimmen auf der Seeoberfläche. Den ganzen Sommer über blühen die großen, weißen Blüten, die teilweise gefüllt sind. Die Staubblätter sind leuchtend gelborange. Als Wildpflanze steht die Seerose unter Naturschutz.
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, beruhigend, blutstillend, erweichend, schmerzstillend, Bronchitis, Husten, Mundschleimhautentzündungen, Magenbeschwerden, Blasenschwäche, Nierenkrankheiten, Herzschwäche, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Angstzustände, Wunden, Furunkel, Leichte Brandwunden
wissenschaftlicher Name: Nymphaea alba
Pflanzenfamilie: Seerosengewächse = Nymphaeaceae
englischer Name: White water lily
volkstümliche Namen: Teichrose, Wasserrose
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Wurzel, Samen
Inhaltsstoffe: Alkaloide, Gerbstoff, Gerbsäure
Sammelzeit: Sommer

WEISSDORN
Die Weißdorne sind eine Gattung von Sträuchern oder kleinen Bäumen der Kernobstgewächse innerhalb der Familie der Rosengewächse. In den gemäßigten Klimazonen der Nordhalbkugel gibt es 200 bis 300 Arten. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt in Nordamerika, insbesondere im östlichen Teil. In Europa werden etwa 22 Arten unterschieden, in Deutschland drei, deren Unterschiede meist nur von Fachleuten wahrgenommen werden. Da die Arten innerhalb der einzelnen Regionen leicht miteinander bastardieren, ist eine sichere Bestimmung schwierig.
Der Weißdorn fällt an Wegrändern und Hecken durch seine üppigen Frühlingsblüten und später durch die glänzenden roten Früchte auf. Seine milde Wirkung zur Stärkung des Herzens macht ihn zu einer ganz besonderen Heilpflanze, denn er wirkt messbar, aber praktisch frei von Nebenwirkungen. Daher ist der Weißdorn das Mittel der Wahl, um ein schwaches Altersherz sanft zu behandeln. So findet man ihn in zahlreichen Präparaten zur Herzstärkung.
 
Anwendung
Weißdorn kann man wahlweise als Tee, als Tinktur oder als Fertigpräparat anwenden. Die häufigste Art, Weißdorn anzuwenden sind inzwischen wohl Weißdorntabletten, aber Tee und Tinktur haben nach wie vor ihre Berechtigung.
Wirkung
Der Weißdorn enthält eine Vielzahl unterschiedlicher Substanzen, die wohl zusammenwirken, um die einzigartige Wirkungsweise des Weißdorns zu erzielen. Eine besonders wichtige Rolle dabei spielen vermutlich die oligomeren Proanthocyanidine, die zur großen Gruppe der Polyphenole gehören. Auch Crataeguslacton, die Crataegussäure, spielt wohl eine große Rolle bei der Herzwirksamkeit des Weißdorns. Das Besondere der Weißdornwirkung ist, dass das Herz gestärkt wird, und praktisch keine Nebenwirkungen auftreten. Die herzstärkende Wirkung wird im Fachjargon als positiv inotrop bezeichnet. Auch der Fingerhut (Digitalis), die wichtigste Heilpflanze zur Herzstärkung, wirkt positiv inotrop, aber er hat zahlreiche Nebenwirkungen, kann sich ansammeln und ist potentiell tödlich giftig. Der Weißdorn ist in dieser Hinsicht klar im Vorteil, allerdings wirkt er auch schwächer und hat nicht die starke Durchschlagkraft, die der Fingerhut bzw. Präparate daraus, in sehr schweren Fällen haben kann. Durch den Weißdorn werden die Blutgefäße erweitert und dadurch die allgemeine Durchblutung verbessert, vor allem die des Herzens. So kann der Weißdorn auch bei Angina pectoris helfen und gegen Herzinfarkt vorbeugen. Eine weitere Besonderheit des Weißdorns ist, dass er den Blutdruck reguliert, das heißt zu hoher Blutdruck wird gesenkt und zu niedriger Blutdruck wird erhöht. Er kann also auch Menschen mit niedrigem Blutdruck helfen, für die es nur wenige wirksame Heilpflanzen gibt. Als Nebeneffekt wirkt der Weißdorn leicht beruhigend, was unter anderem bei nervösen Herzbeschwer-den hilfreich ist. Die Wirkung des Weißdorns setzt eher langsam ein, weshalb man den Weißdorn eine Weile anwenden muss, bevor man die Wirkung deutlich spürt. Dann kann man ihn langfristig nutzen, um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen. Die Wirkung des Weißdorns ist in wissenschaftlichen Studien so gut untersucht worden, dass die Kommission E ihn für die Behandlung von Herzinsuffizienz empfiehlt.
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen sind beim Weißdorn nicht bekannt.
 
Pflanzenbeschreibung
Als Gattung sind Weißdorne vergleichsweise einheitlich und einfach zu bestimmen. Weißdorne finden sich in den gemäßigten Klimazonen der Nordhalbkugel in Wäldern und Gebüschen, kultiviert auch in Parks und Gärten. Sie sind sommergrüne Sträucher oder kleine, rundkronige Bäume, die dicht verzweigt und normalerweise dornig sind. Ihre Rinde ist glatt, grün-braun bis dunkelbraun und im Alter schuppig-rissig. Die Stämme alter Bäume sind oft spannrückig (mit Längswülsten und Furchen versehen – muskelbepackt). Ihr Holz ist hart und schwer. Die wechselständigen Blätter sind häufig auffällig gesägt, tief eingeschnitten oder gebuchtet. Die auffälligen weißen, seltener rosa oder roten Blüten stehen in Doldenrispen; die Einzelblüten sind 0,7 bis 2,5 Zentimeter breit. Die meist „Beeren“ genannten, kleinen Apfelfrüchte sind 0,7 bis 2,0 Zentimeter groß und normalerweise rot oder orange, bei einigen Arten blau, schwarz oder gelb. Sie enthalten einen bis fünf aneinander geballte Steinkerne. Ihr Fruchtfleisch ist meist trocken und mehlig, nur bei wenigen Arten auch saftig. Die einzelnen Arten sind dagegen sehr schwer zu unterscheiden, da sie sich zum einen in viele Unterarten und Varietätenaufspalten (Sippenbildung), zwischen denen es wiederum Übergangsformen gibt, und zum anderen sämtliche Arten – zumindest innerhalb der einzelnen Regionen – leicht und oft miteinander bastardieren. Je nach Zählung kann sich so die in Beschreibungen der Gattung angegebene Zahl der Arten bis auf ein Mehrfaches des oben angegebenen Zahlenbereichs von 200 bis 300 steigern. Weißdorn ist auf der gesamten Nordhalbkugel im gemäßigten Klima heimisch. Er wächst bevorzugt an Waldrändern oder Hecken an möglichst sonnigen Standorten. Am liebsten wächst er auf Lehmboden, Kalkböden mag er weniger gern. Weißdorne können sehr alt werden. Einige Exemplare sind über 500 Jahre alt. In einigen Bundesländern ist der Weißdorn sehr selten geworden, sodass man ihn als bedrohte Art bezeichnen kann. In anderen Gegenden gehärt der Weißdorn zu den häufigen Sträuchern. Eigentlich kann man gar nicht von dem Weißdorn sprechen, denn es gibt viele Weißdorn-Arten, die sich gerne miteinander kreuzen. Daher gibt es auch zahlreiche Mischlinge, die sich für den Laien oft kaum erkennbar von den eigentlichen Arten unterscheiden. In Deutschland gibt es vorwiegend zwei richtige Arten, den eingriffeligen Weißdorn und den zweigriffeligen Weißdorn. Ersterer hat Blüten mit einem Griffel (ein Teil der Blüte) und letzterer hat Blüten mit zwei und mehr Griffeln. Ansonsten unterscheiden sich die beiden Arten kaum voneinander. Daher werden sie und ihre Mischlinge auf dieser Webseite wie eine einzige Heilpflanze beschrieben. Der mehrjährige Strauch oder Baum wird bis zu 5 Meter hoch. Die Äste sind weit verzweigt und tragen eine gräuliche, glatte Rinde. Die Zweige haben Dornen, die etwa 2 Zentimeter lang sind. Der ganze Strauch riecht ein wenig nach Bittermandeln, sodass der feinnasige Kenner ihn schon von weitem riechen kann. Die glänzenden Blätter sind insgesamt eiförmig, haben aber mehrere Ausbuchtungen, sodass sie gelappt aussehen. Die Blatträndern sind häufig etwas gesägt. Kurz nachdem im Frühjahr die Blätter gewachsen sind, erscheinen im Mai bis Juni die weißen Blüten, die in Trugdolden stehen. Diese Blüten sehen ähnlich aus wie Apfel- und Kirschblüten und zeigen die Verwandtschaft zu diesen Bäumen. Sie haben fünf weiße, manchmal rosa angehauchte Blütenblätter. Die Blüten werden bis zu 1,5 cm groß und riechen nach Mäuseurin, wie das Deutsche Arzneibuch schreibt. Aus den Blüten entwickeln sich bis August oder September rote, glänzende Früchte, die ein wenig wie Mini-Äpfel aussehen. Der Geschmack die Früchte ist vor allem mehlig und ein wenig säuerlich.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Herzschwäche
Heilwirkung: beruhigend, durchblutungsfördernd, gefäßerweiternd
Anwendungsbereiche: Altersherz, Angina Pectoris, Arteriosklerose, Augenringe, Bluthochdruck, Erschöpfung, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufstörungen, Nervosität, Niedriger Blutdruck, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Schwindel, Wechseljahresbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Crataegus monogyna, Crataegus laevigata, früher: Crataegus oxyacantha
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Hawthorn
andere Namen: Christdorn, Haakäsen, Hagapfel, Hagäpfli, Hagedorn, Hägele, Hagewiepkes, Heckendorn, Heinzelmännerchen, Mehlbaum, Mehlbeere, Mehldorn, Mehlfässchen, Müllerbrot, Weißheckdorn, Wibelken, Wubbelken, Wyßdorn, Zaundorn
Falsche Schreibweisen: Weisdorn
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter, Früchte
Inhaltsstoffe: Oligomere Proanthocyanidine, Crataeguslacton (Crataegussäure), ätherisches Öl, Trimethylamin, Glykosid Oxyacanthin, Gerbstoff, Saponin, Fructose, Aluminium, Kalium, Natrium, Calcium, phosphorsaure Salze
Sammelzeit: Blüten: Mai und Juni, Blätter: Mai bis September, Früchte: August und September

BACHBLÜTE CLEMATIS
Man flüchtet sich bei Schwierigkeiten in unrealistische und illusionäre Vorstellungen
Bei Schwierigkeiten flüchten diese Menschen in unrealistische und illusionäre Vorstellungen
Mit der Bachblüte Clematis flüchten diese Menschen bei Schwierigkeiten in diverse Vorstellungen

BACHBLÜTE CRAB APPLE
Man verabscheut sich, weil man etwas getan hat, was nicht in Einklang mit seiner wahren inneren Natur steht                 
Sie verabscheuen sich, da sie etwas getan haben, was nicht im Einklang mit der wahren inneren Natur steht
Mit der Blüte können sie diese Abscheu entgegenwirken

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Hauterkrankungen
EKZEME
Buchsbaumsaft-Olivenöl
Zutaten: 3TL Buchsbaumsaft, 4TL Olivenöl
Zubereitung: Mit der Mischung aus Buchsbaumsaft und Olivenöl werden die Hautausschläge vorsichtig abgetupft und verbunden. Dreimal täglich wiederholen.
Lärchensalbe
Zutaten: 10g Lärchenbaumspitzen, 100g Schweineschmalz
Zubereitung: Junge, frische Lärchenbaumspitzen werden im Mixer zu einem Brei verarbeitet. Davon werden 10g in 100g frisches Schweineschmalz nach kurzem Erwärmen verrührt. Auf die trockene rissige Haut und die juckenden Stellen wird die Lärchensalbe direkt einmassiert. Täglich wiederholen.
Bergkristall
Die nässenden Hautausschläge werden mit einem sonnengewärmten Bergkristall in Berührung gebracht und 30 Minuten lang aufgebunden.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
BOCKSHORNKLEE
Bei Kneipp steht geschrieben: Als Tee zubereitet wirkt das Mittel kühlend bei hitzigen Fiebern, bei Halsleiden mit starken Hitzen im Hals dient es als gutes Gurgelwasser. Ein Kaffeelöffel des Pulvers reicht aus für eine mäßige Tasse Tee, von dem alle zwei Stunden oder öfter ein Esslöffel voll getrunken oder zum Gurgeln verwendet wird. Über diesen Tee ließen sich wirklich ganze Bücher schreiben.
Was die äußere Anwendung betrifft, so ist Foenum graecum das beste von allen mit bekannten Mitteln zum Auflösen von Geschwülsten und Geschwüren. Es wirkt langsam, schmerzlos, aber bis zum letzten Tropfen Eiter ausdauernd und gründlich. Man kocht ähnlich wie beim Leinsamen den bekannten öligen Brei, den man in kleine Leinentüchlein bringt und auflegt.
Bei bevorstehenden unvermeidlichen Operationen ist es sehr gut, vorher einige Tage lang ein Pflaster von Foenum graecum aufzulegen, damit die Operation leichter vorgenommen werden kann.

Zurück zum Seiteninhalt