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Borretsch
Der Boretsch wird häufig in Gärten als Küchenkraut angebaut. Mit seinen fleischigen, haarigen Blättern sieht er zunächst gar rauh aus, aber die zierlichen, blauen Blüten erwecken schliesslich einen ganz anderen Eindruck. Dass der Boretsch geschmacklich sehr gut zu Gurken passt, hat ihm den Namen Gurkenkraut eingebracht. Auch als Heilpflanze ist der Boretsch seit altersher sehr beliebt. Traditionell wird er gegen Herzschwäche und Melancholie verwendet. Doch auch für die Verdauungsorgane und den Stoffwechsel kann er gute Dienste leisten. Äußerlich angewandt hilft er gegen schlecht heilende Wunden, Eiterbeulen und Ausschläge.
Borretsch, vereinzelt auch Boretsch geschrieben, auch als Gurkenkraut oder Kukumerkraut bezeichnet, ist eine zur Familie der Raublattgewächse gehörige Pflanze. Sie wird als Gewürz- und Heilpflanze verwendet. Sie ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, wird seit dem späten Mittelalter in Mitteleuropa kultiviert und zählt daher zu den Archäophyten.
Viele Kräuter haben einen eigenen, typischen und unverwechselbaren Geschmack. Das macht die Unterscheidung leicht, doch es gibt ein Kraut, das würde man mit verbundenen Augen für ein Gemüse halten: Borretsch alias Gurkenkraut. Charakteristisch ist der ausgeprägte Geschmack nach frischen grünen Gurken, die sich hervorragend in Salaten oder auf Brotaufstrichen machen. In der Heilkunde werden die Samen der Pflanze bzw. das aus ihr gewonnene Borretschöl vor allem bei Hautbeschwerden verwendet.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Herzschwäche, Melancholie
Heilwirkung: beruhigend, entgiftend, entzündungshemmend, erweichend, schleimlösend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Trockener Husten, Fieber senkend, Verstopfung, Gicht, Rheuma, Herz stärkend, Nervöse Herzbeschwerden, Bluthochdruck, Depressionen, Nervenschwäche, Schlaflosigkeit, Menstruationsbeschwerden, Ekzeme, Hautausschläge, Schlecht heilende Wunden, Furunkel
wissenschaftlicher Name: Borago officinalis
Pflanzenfamilie: Rauhblattgewächse = Boraginaceae
englischer Name: Borage
volkstümliche Namen: Biretsch, Blauhimmelstern, Boraken, Borgel, Borretsch, Borungen, Gegenfrassbleaml, Gurkenkraut, Herzblumen, Herzfreud, Liebäuglein, Wohlgemuth, Wohlmutsblumen
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe: Schleim, Alantoin, Alkaloid, Pyrrolizidinalkaloide, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine
Sammelzeit: Juni bis August
 
Anwendung
Boretsch kann man wahlweise als Tee oder frisch anwenden. Die häufigste Art, Boretsch anzuwenden ist heutzutage seine Anwendung als Salatgewürz, die getrockneten Blätter und Blüten können jedoch auch als Tee zubereitet und getrunken werden.
Tee
Für einen Boretschtee übergießt man ein bis zwei Teelöffel getrocknete Boretschblätter oder Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Boretschtee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Borretschwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Innerlich
Boretsch kann man innerlich, als Tee, gegen nervöse Herzbeschwerden einsetzen. Er soll auch gegen Melancholie helfen. Außerdem hilft Boretsch gegen Fieber und Schlaflosigkeit und diverse andere gesundheitliche Probleme.
Äußerlich
Äußerlich kann man Boretschtee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man Ekzeme und Ausschlag lindern. Boretsch hilft, äußerlich eingesetzt, auch gegen langsam heilende Wunden und Abszesse.
Heilkräftige Pflanzenteile
Sind die Borretschblätter und die Blüte, im Juni und Juli gesammelt und im Schatten getrocknet.
Heil- und Wirkstoffe
Wenn auch manche pharmakologische Untersuchung außer einem hohen pflanzlichen Schleimstoffgehalt nur geringe Mengen ätherischen Öles, Asparagin, Gerbstoff und kleinste Mengen von salpetersauren Salzen und einem Kalziummalat feststellen zu können glaubt, berechtigt dies keinesfalls, die Heilkräfte dieser Pflanze nicht ganz anzuerkennen bzw. sie zu bagatellisieren. In einer Reihe von europäischen Staaten, so in Frankreich, Spanien, Portugal und Rumänien ist der Boretsch offizinelles Heilkraut und steht bei den aus Siebenbürgen stammenden Volksdeutschen in hohem Ansehen. Auch im Namen Boretsch ist eine sehr wic-tige Heilwirkung angedeutet: Boretsch ist eine Verstümmelung des Lateinischen Namen Borago. Dieser Name ist wieder entlehnt aus dem Alt-Arabischen Aborag = Vater des Schweißes.
Heilwirkung
Allein schon die alten Volksnamen, wie Herzfreund, Liebäuglein oder Wohlgemut deuten Heilwirkungen an. Der Boretsch gehört seit altersher in der Volksheilkunde zu den vier heraus herzstärkenden Heilpflanzen, Waldmeister, Veilchen, Rose und Boretsch. Boretsch eignet sich sehr gut bei nervöser Herzschwäche und nervösem Herzklopfen. Dem Boretsch, auch Gurkenkraut genannt, wird auch eine giftwidrige Wirkung nachgesagt. Sind Giftstoffe im Körper angesammelt, werden diese durch Schweißausbrüche abgeleitet. Diese Heilpflanze wirkt fieberstillend, erfrischend und belebend, Voraussetzungen also, dass der Kranke von den schweren melancholischen und hypochondrischen Gedanken los wird und sich wohler und zuversichtlicher fühlt. Dies mag auch den berühmten heilkundigen Hieronymus Bock (1554) veranlasst haben, in einem Kräuterbuch zu bereichten, dass die holdseligen Borangenblumen mögen in Speis und Trank fröhlich benützet werden, denn sie stärken das herz und Hirn, erwecken die Verzagen und die traurigen und melancholischen Menschen zur Freude und munterem Sinn und läutern das Geblüt.
Anwendung in der Volksheilkunde
Nach Meinung der Volksheilkunde beeinflusst Boretsch, als Tee genossen, sehr günstig die verhärtete Leber.
Feucht-warme Umschläge auf die entzündeten Augen gelegt, lindert die Schmerzen und heilt die Entzündung der Augen.
Borretsch in der Pflanzenheilkunde
Als Heilpflanzen werden verwendet: Borretschblüten
Sie enthalten Bornesit, Allantoin, Schleimstoffe, Kaliumsalze (bis zu 17%). In der Volksheilkunde wird die Arzneidroge angewendet bei Harnverhaltung, Fieber, Verschleimung der Atemwege, Durchfall sowie ferner bei Entzündungen, Rheumatismus, klimakterischen Beschwerden und zur Blutreinigung.
Borretschkraut, auch Gurkenkraut genannt
Die Arzneidroge enthält Gerbstoffe (ca. 3%), Kieselsäure (1,5–2,2%), Schleimstoffe (bis zu 11%) und Pyrrolizidinalkaloide. Wegen des hohen Pyrrolizidin-Gehalts sollte die Arzneidroge nicht mehr pharmazeutisch angewendet werden, da diese Verbindungen genotoxisch und cancerogen wirken. Auch bei der Verwendung als Küchengewürz ist Vorsicht angezeigt.
Borretschsamenöl
Es enthält Fettsäureglyceride mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, insbesondere Gamma-Linolensäure. Es wird bei atopischen Ekzemen (Neurodermitis) eingesetzt. Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass ein Extrakt aus Borretsch Amoebozoa abtötet.
Borretsch in der Naturheilkunde
Borretsch symbolisierte Fröhlichkeit und Lauterkeit im Denken. Plinius schrieb: „ich, Borretsch, bringe immer Freude“. Borretsch hatte den Ruf, die Lebensgeister zu wecken. So hieß es bei John Gerard in „The Herball, or Generall Historie of Plantes“ (1597): Heute tun die Menschen die Blüten in den Salat, um sich fröhlich zu stimmen und die Laune zu verbessern. Vieles kann man aus der Pflanze machen, was das Herz erleichtert, die Sorgen vertreibt und den Geist erhebt. Die Blätter des Borretsch, im Wein zu sich genommen, machen Männer und Frauen froh und glücklich, vertreiben Trauer, Langeweile und Melancholie, das haben bereits Dioskorides und Plinius bestätigt. Sirup aus Borretschblüten ist gut für das Herz, lässt die Melancholie vergehen und beruhigt die Verrückten.
Diese positiven Eigenschaften sind aus pharmakologischer Sicht nicht nachvollziehbar; die potentielle Toxizität der Pflanze lässt einen sorglosen Umgang mit ihr als bedenklich erscheinen.
Verwendung in der Küche
Die Blätter des Borretschs werden in Salaten gegessen oder in Suppen gekocht, auch eine Zubereitung als Gemüse ähnlich dem Spinat ist möglich. Aus den etwa drei Millimeter großen, dunklen Samen wird Borretschsamenöl gewonnen. Borretsch ist ein Bestandteil der Grünen Sauce, die im Raum Frankfurt am Main (als Frankfurter Grüne Soße), in Mittelhessen und im Raum Kassel nach unterschiedlichen Rezepten als typisches Gericht der hessischen Regionalküche zubereitet wird. Borretsch wird dort auf regionalen Wochenmärkten, aber auch beim Lebensmittelhandel verkauft. Blüten und Blätter haben einen gurkenähnlichen, erfrischenden Geschmack. Sie eignen sich sehr gut zum Aromatisieren von kalten Getränken. Feingehackt benutzt man die jungen Blätter als Würze für Obstsalate und Gemüse. Die blauen Blüten sind essbar (sie enthalten deutlich weniger Alkaloide als die Blätter), haben einen süßlichen Geschmack und werden gerne als Salatdekoration verwendet. Essig lässt die Farbe der Blüten in rot umschlagen. Die Blüten können kandiert werden und so Süßspeisen dekorieren. Die Blüten werden dazu mit Eischnee bestrichen, mit Puder-zucker bestreut und anschließend getrocknet. In getrockneter Form finden die Blüten im Iran vor allem als Tee Verwendung (Gole Gāw Zabun). Der Tee wird bei Husten und Erkältung eingenommen und gilt als nervenberuhigend. In Ligurien wird Borretsch zur Füllung von Ravioli und Pansoti verarbeitet. In Großbritannien wird Borretsch vorwiegend mit dem Likör Pimm’s genossen und ist geschmacksgebender Bestandteil von Gilpin's Westmorland Extra Dry Gin.
Boretsch ist ein traditionell gern verwendetes Salatgewürz, was auch durch seinen Volksnamen Gurkenkraut deutlich wird. In grosser Menge über einen langen Zeitraum gegessen, könnte Boretsch jedoch zu Leberproblemen führen, weshalb man keine Riesenmengen Boretsch essen sollte. Hin und wieder als Salatgewürz kann man den Boretsch jedoch benutzen.
 
Namensherkunft
Für die gebräuchliche Bezeichnung Borretsch (von mittelhochdeutsch boretsch) gibt es eine Reihe unterschiedlicher Erklärungen. Einige Autoren leiten Borretsch vom lateinischen Wort borra, Gewebe aus rauer Wolle, ab und vermuten eine Beziehung zu den behaarten Stängeln und Blättern. Andere Autoren sind der Meinung, der Name stamme vom arabischen abu r-rach, Vater des Schweißes, und verweisen auf die in der Volksmedizin genutzte schweißtreibende Wirkung des Borretsch. Gelegentlich wird Borretsch auch auf das keltische Wort borrach (Mut) zurückgeführt.
Der im Volksmund gelegentlich verwendete Name Gurkenkraut leitet sich vom charakteristischen Gurkengeschmack der Blätter ab. Weitere volkstümliche Bezeichnungen für die Art sind Blauhimmelstern, Herzfreude, Liebäuglein und Wohlgemutsblume. Weitere Trivialnamen: Augenzier, Barasie (mittelniederdeutsch) Barasien (mittelniederdeutsch), Baratze (mittelniederdeutsch), Beragä (Pinzgau), Bernarga (mittelhochdeutsch), Bernarghe (mittelhochdeutsch), Borach (mittelhochdeutsch), Borahe (mittelhochdeutsch), Borets (mittelhochdeutsch), Boretsch (mittelhochdeutsch), Borrasie (mittelhochdeutsch), Borrassye (mittelhochdeutsch), Burrase (mittelhochdeutsch), Burrasie (mittelhochdeutsch), Burres, Burretsch, Gegenstrass, Guckunnerkraut (Augsburg), Herzblümlein, Porrasie (mittelhochdeutsch) Porich, Porrist, Porstasie (mittelhochdeutsch), Puretsch (mittelhochdeutsch) und Wohlgemuth (Ostpreußen).
 
Geschichte
Vom Mittelalter bis zum Beginn des 19. Jh. galten Zubereitungen aus Borretsch und aus Ochsenzungen, insbesondere aus deren Blüten, als wirksame Mittel zur Reinigung des Blutes von verdorbener roter colera und von überschüssiger melancolia. Die dazugehörigen Krankheitsbilder waren Herzschwäche, Herzrasen, Ohnmacht, Traurigkeit, Manie, dreitägliches Fieber und viertägliches Fieber. Beiden Pflanzen wurden die gleichen Wirkungen zugeschrieben.
Unter dem Namen Manus Christi galten Zucker-Verreibungen mit Destillaten aus Borretsch-Blüten oder aus Ochsenzungen-Blüten als Mittel gegen stärkste Schwächezustände bei Krankheiten des Herzens und gegen Unsinnigkeit durch die Dämpfe der Melancholie. Adel und aufstrebendes Bürgertum der frühen Neuzeit veredelten diese Christus-Hände durch die Zugabe von zerstampften Perlen und von fein verriebenem Gold. Zusammen mit Duftveilchenblüten zählten Ochsenzungen- und Borretsch-Blüten zu den drei flores cardinales bzw. cordiales. Zeitgenössische Fallbeschreibungen des Pseudo-Arnaldus de Villanova und des Straßburger Wundarztes Hieronymus Brunschwig legen nahe, dass Zubereitungen aus Borretsch und Ochsenzungen auch zur Behandlung von Kranken eingesetzt wurden, die „von Sinnen kamen, dass man sie binden musste.“
Zu Beginn des 19. Jh. wurden beide Pflanzen aus dem offiziellen therapeutischen Arsenal verbannt. 1991 veröffentlichte die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes eine (Negativ-)Monographie über Boretsch-Blüten und Boretsch-Kraut, in der insbesondere wegen der im Borretsch in wechselnden Mengen enthaltenen, toxischen Pyrrolizidinalkaloide eine therapeutische Anwendung von Blüten und Kraut als nicht vertretbar beurteilt wurde.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Boretsch ist in Kleinasien heimisch. Schon im Altertum kam er über Griechenland nach Südeuropa und später auch nach Mitteleuropa, zuerst in die Klostergärten. Heute findet man den Boretsch vor allem in Gärten, aber manchmal auch verwildert. Die einjährige Pflanze wird bis zu 50 Zentimeter hoch. Im Frühjahr wachsen zuerst dicke eiförmige Blätter, die stark behaart sind. Der Familienname Rauhblattgewächse ist deutlich zu erkennen. Auch die Stängel sind rauh behaart. Die blauen Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Mit ihrer Zartheit stehen sie in deutlichem Kontrast zu den dicken, rauhen Blättern. Der Name Blauhimmelstern beschreibt die anmutigen Blüten ziemlich passend.
Borretsch ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von bis zu 70 Zentimetern. Stängel und Laubblätter sind borstig behaart. Die derben, dunkelgrünen Laubblätter sind bei einer Länge von 10 bis 15 Zentimetern lanzettlich bis eiförmig.
Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Der Blütenstiel ist etwa 3 Zentimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen und die Kelchzipfel sind lanzettförmig sowie während der Anthesesternförmig zurückgeschlagen. Die Kronblätter sind anfangs rosafarben und färben sich erst später während der Anthese durch die Änderung des pH-Werts leuchtend blau. Die fünf blauen Kronblätter bilden in der Blütenmitte fünf Schlundschuppen. Die blau-lila Staubblätter stehen so eng aneinander, dass sie einen Streukegel bilden. Der Fruchtknoten ist oberständig und befindet sich ebenso wie der Griffel im Inneren dieses Streukegels. Die Klausenfrucht zerfällt in Klausen, die ausgereift etwa 5 Millimeter lang und dunkelbraun sind.
Botanik
Die 30-50cm hohe Pflanze hat einen saftigen, runden Stängel und breite elliptische Blätter, die gleich dem Stängel mit rauhen Haaren besetzt sind. im Schlunde der blauen Blumenkrone befinden sich 5 Schüppchen. Die fünf, der Krone aufgewachsenen, mit länglichen Anghänseln versehenen Staubblätter neigen sich zu einem schwärzlichen Kegel zusammen. Der Fruchtknoten der überhängenden Blüte hat nur einen Griffel.
Geruch und Geschmack
Der Geruch der ganze Pflanze ist gewürzhaft und etwas zwiebelähnlich, der Geschmack ist würzig, angenehm.
Blütezeit
Juni bis August
Standort
Der Boretsch stammt aus Kleinasien, kam im Altertum über Griechenland nach Südeuropa, wo er gar bald nicht nur als Bienenweide, sondern auch als Heilpflanze geschätzt wurde. Die Römer bevorzugten den Boretsch als Salatbeigabe. Durch die Mie mitteleuropäischen Klostergärten, von dort alsbald in die bäuerlichen Hausgärten. Boretsch kommt auch verwildert vor, namentlich in Süddeutschland auf Brachfeldern, Schuttplätzen, salpeterreiche Böden bevorzugend. Als sehr beliebtes Küchenkraut wird er vielfach in Gemüse- oder Hausgärten angebaut.
   
Aussäen und pflanzen
Borretsch ist ein vergleichsweise einfach anzupflanzendes Kraut.
Standort
Die Pflanze liebt sonnige und eher windgeschützte Standorte mit feuchten, lockeren und kalkhaltigen Böden. Obwohl die Bodenansprüche recht gering sind, sollten überdüngte oder zu nährstoffhaltige Böden und Erden gemieden werden. Dichte, lehmhaltige und wenig durchlässige Böden sollten mit Zuschlagstoffen wie Quarzsand, Perliten oder Bims etwas gelockert werden.
Aussaat
Die Aussaat des Borretschs kann in der Regel ganzjährig erfolgen. Empfohlen wird allerdings die Aussaat zwischen April und Juni. Die etwa 5 - 6 mm großen dunkelbraunen bis schwarzen Samen können direkt in den Gartenboden bzw. Erde ausgebracht werden. Zu beachten ist, dass die Samen mindestes 1 - 3 cm in die Erde gedrückt werden müssen, da der Borretsch ein Dunkelkeimer ist. Zuviel Licht würde hier die Keimung unterbinden. Die Keimzeit kann bis zu 14 Tagen betragen.
Beim Pflanzen sollte ein gewisser Abstand beachtet werden. Es wird empfohlen einen Reihenabstand von 30 bis 50 cm einzuhalten, da sonst die Gefahr besteht, dass die Pflanzen Nährstoffkonkurrenten werden. Die Anzahl der Samen solle 30 pro laufendem Meter nicht überschreiten.
Topfkultivierung
Falls Borretsch auf dem Balkon angepflanzt werden soll, werden eher tiefe und größere Pflanzbehälter oder Töpfe empfohlen. Das Kraut bildet mit der Zeit ziemlich lange Pfahlwurzeln mit ausgeprägten Ausläufern aus. Die Samen können in einem Minigewächshaus oder in kleinen Schalen auf der Fensterbank zum Keimen gebracht werden. Pikiert werden sollten die kleinen Pflänzchen erst dann, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Der Borretsch ist nicht frosttolerant und somit auch nicht winterhart.
Vermehrung
Insofern der Borretsch in der Blüte steht und die einsamigen Nussfrüchte ausbildet, können Samen für Folgeanzuchten verwendet werden. Der Borretsch bildet jede Menge Samen aus. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Borretsch sich nicht allzu sehr selbst ausbreitet. Bei längerer Zucht neigt er zum Überwuchern.
Düngung
Bei Böden und Erden mit guter Qualität genügt es, wenn im Frühjahr vor der Kultivierung einmal gedüngt wird. Bei Topfkulturen kann es aufgrund des meist begrenzten Volumens notwendig sein, mehrmals im Jahr kleine Gaben Dünger zu verabreichen. Starke mineralische Dünger sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Gut geeignet sind übliche Kräuterdünger auf organomineralischer Basis.
Gießen
Borretsch hat einen leicht erhöhten Wasserbedarf und reagiert mitunter empfindlich auf größere Trockenheitsphasen. Vor allem bei Topfkulturen sollte die Erde nie vollständig austrocknen. An aufeinanderfolgenden heißen Sommertagen kann es notwendig sein, mehrmals zu gießen.
Krankheiten und Schädlinge
Häufige Plagegeister des Rauhblattgewächs sind grüne und schwarze Blattläuse, die zum Teil in großen Massen die Pflanze befallen. Um Blattläuse möglichst fernzuhalten, sollte auf einen passablen Pflanzabstand geachtet werden. Gelegentlich tritt Mehltau als Folge übervorsorglicher Pflege auf.

Acker-Skabiose
Die Acker-Witwenblume, auch Wiesen-Witwenblume, Nähkisselchen oder Wiesenskabiose genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Witwenblumen in der Unterfamilie der Kardengewächse.
Die Witwenblumen, auch Knautien oder Knopfblumen, sind eine Gattung aus der Unterfamilie der Kardengewächse. Die in Europa und Asien heimische Acker-Skabiose wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Wegrändern und Wiesen. Die Knospen der Blüten sehen etwas bizarr aus, woran man die Witwenblume gut von anderen Pflanzen unterscheiden kann. Die rosafarbenen Blüten sind weniger auffällig. Früher war die Ackerskabiose eine angesehene Heilpflanze. Man versuchte sogar, sie gegen die Pest und Epilepsie einzusetzen. Heutzutage ist die Ackerskabiose als Heilpflanze eher unbekannt, obwohl sie eine günstige Wirkung auf die Atmungsorgane und die Haut ausüben kann.
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, blutreinigend, harntreibend, Halsentzündung, Husten, Infektionen, Epilepsie, Hautprobleme, Flechten, Furunkel, Pickel, Seborrhoisches Ekzem
Anwendungsbereiche: Halsentzündung, Husten, Infektionen, Epilepsie, Hautprobleme, Flechten, Furunkel, Pickel, Seborrhoisches Ekzem
Botanischer Name: Knautia arvensis
Pflanzenfamilie: Kardengewächse = Dipsacaceae
englischer Name: Field Scabious
volkstümliche Namen: Feld-Witwenblume, Acker-Knautie, Acker-Witwenblume, Nähkisselchen, Skabiose, Wiesen-Knautie, Wiesenskabiose; Wiesen-Witwenblume, Wiesenknautie, Witwenblume
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Sammelgut & essbare Teile: Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Bitterstoff, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Glykoside
Sammelzeit: Sommer
Hauptblütezeit: Juli bis August;
Frucht-/Samenreife: etwas September
Blütenfarbe: blau- bis rotviolett;
Blütenform/Anzahl: Korbform, zusammengesetzt aus bis zu 50 Blüten;
Vorkommen: Das Verbreitungsgebiet der Acker-Witwenblume umfasst ganz Europa und große Teile Asiens. Schwerpunkt liegt in den westlichen Gebieten bis in Höhenlagen von 1500 Meter.
Wuchshöhe: ca. 30 cm bis 80 cm;
Lebensdauer: mehrjährig;
Typisch: Flache Köpfchen, Randblüten größer, Blätter gegenständig, obere Blätter fiederspaltig;
 
Anwendung
Blattextrakte wurden früher bei Hauterkrankungen und Ekzemen verwendet. Die Medizin verwendet die Pflanze bei den genannten Indikationen nicht, da keine Wirksamkeit nachgewiesen werden konnte. Die Homöopathie sieht Entzündungen der Atemwege und Verdauungsschwäche als Anwendungsgebiete. Man kann die getrocknete Ackerskabiose als Tee trinken oder als selbstgemachte Tinktur einnehmen.
 
Essbarkeit & Verwendung in der Küche
Blätter und Triebspitzen
Junge Blätter können vor der Blüte (also etwa April bis Juli) in kleinen Mengen Salat beigegeben werden. Die Blätter sind relativ bitter. Sie sie zu mildern, legt man sie, am besten klein geschnitten, für etwa zwei Stunden in handwarmes Wasser. Sie eigenen sich auch (in kleinen Mengen) als herbe Zutat für Suppen, Fonds und Gemüsegerichte. In feine Streifen geschnitten können sie als Würze in Kräutertopfen (Quark) und Brat-lingen verwendet werden.
Blüten
Sie dienen (von Juli bis August) als essbare Dekoration über Gemüsegerichten, Salate, Butterbrote, usw.
Geschmack
Die Blüten sind mild/neutral, die Blätter hingegen bitter-würzig;
 
Geschichtliches & Wissenswertes
In Österreich kommen zwei Unterarten von Knautia arvensis vor:
Gewöhnliche Acker-Witwenblume Laubblätter kahl oder behaart, Stängelhaare derb, am Grund oft rötlich; tetraploid; Vorkommen in allen Bundesländern
Pannonische Acker-Witwenblume Laubblätter grau-filzig behaart, Stängelhaare fein, am Grund grünlich; diploid; Vorkommen in Niederösterreich, Oberösterreich, Wien und Burgenland.
Blütenbiologisch handelt es sich beim Blütenstand um den Körbchenblumen-Typ. Die Blüten sin duftend. Die Blüten sind immer vormännlich. Der Nektar ist durch eine Saftdecke geschützt, aber trotzdem auch kurzrüsseligen Insekten zugänglich. Zuerst öffnen und strecken sich nacheinander die Staubblätter, dann die Griffel. Als Bestäuber fungieren Bienen und diverse Schmetterlinge (so beispielsweise das Widderchen). Auch Selbstbestäubung kommt vor.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Ackerskabiose ist eine häufige Wiesenpflanze in Mitteleuropa.
Die Ackerwitwenblume ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimetern erreicht. Es ist ein Rhizom als Überdauerungsorgan vorhanden. Ihr Stängel ist rückwärts mit steifen Härchen versehen.
Grundständige Blätter ganzrandig oder gezähnt. Die gegenständigen Laubblätter sind meist fiederspaltig und erscheinen matt graugrün. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.
In rau behaarten, leicht gewölbten, köpfchenförmigen Blütenständen, die eine gemeinsame Hülle umgibt, sind keine Spreublätter enthalten, viele Blüten. Die Blütenköpfchen enthalten bis zu 50 blau- bis rotviolette  Blüten. Neben Pflanzenexemplaren mit zwittrigen Blüten gibt es auch rein weibliche Exemplare; es liegt also Gynodiözie vor. Die Blüten sind vier- oder fünfzählig. Ihr Kelch ist mit acht bis 16 Borsten versehen. Die Kronblätter sind zu einer bis zu 9 Millimeter langen Kronröhre verwachsen, die in vier oder fünf Kronzipfel endet. Es sind zwei bis vier freie Staubblätter vorhanden. Der Pollen ist rötlich.
Der unterständige, einfächrige Fruchtknoten enthält nur eine Samenanlage. Der Griffel endet in zwei Narben. Der unterständige, einfächrige Fruchtknoten enthält nur eine Samenanlage. Die Achänen besitzen einen bleibenden Kelch.
Die Diasporen sind bis über 35 Jahre keimfähig. Die Fruchtreife liegt im September.

Bachblüten
Man ist gefühlsmäßig irritiert. Eifersucht, Misstrauen, Hass- und Neidgefühle (Holly)
Diese Menschen sind gefühlsmäßig überfordert und irritiert. Sie sind eifersüchtig, sie misstrauen und haben Hass- und Neidgefühle
Mit der Bachblüte können sie ihre Gefühle wieder ordnen. Eifersucht, Misstrauen, Hass- und Neidgefühle verschwinden
Bachblüten
Man hat Sehnsucht nach der Vergangenheit (Honeysuckle)
Diese Menschen haben große Sehnsucht nach der Vergangenheit
Honeysuckle hilft die Vergangenheit gehen zu lassen
Bauchgesteuerter Typ
Sind hingegen erhält ein inneres, meist unbewusstes Sättigungssignal. Er hört einfach auf zu essen, ohne darüber nachdenken zu müssen, ob es genug oder zu viel war. Diese Steuerung funktioniert meistens so gut, dass sich kaum Probleme mit dem Körpergewicht einstellen.
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