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SPARGELSALAT
Der Spargelsalat ist kein Salat aus Spargel, sondern eine Salatpflanze. Er ist eine alte chinesische Kulturpflanze. Bei dem Spargelsalat werden weniger die Blätter geerntet, sondern der Stängel. Deshalb wächst der Spargelsalat auch schnell in die Höhe, eine bei Salatpflanzen eher unerwünschte Form des Wachstums. Der Spargelsalat ist eine Züchtung und kommt in der Natur nicht vor. Die Pflanze ist ein praktischer Pflücksalat bei dem am Ende der Stängel die wichtigste Ernte ist, der Geschmack liegt irgendwo zwischen Spargel, Mangold und Artischocke. Der Wirkstoffgehalt des Milchsaftes ist niedriger als bei den Wildformen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Gemüse
Heilwirkung: Pflanzenheilkunde: beruhigend, schmerzstillend, Volksheilkunde: beruhigend, erweichend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: Pflanzenheilkunde: Beruhigung, Schmerzen, Volksheilkunde: Hyperaktivität, Husten, Keuchhusten, Krämpfe, Parasiten, Rheuma, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Skorbut, Warzen, Homöopathie: Blasenkrämpfe, Nervöse Erregbarkeit
wissenschaftlicher Name: Lactuca sativa angustana Vilm., Lactuca sativa ssp. Angustana
Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name: Celtuce, Chinese lettuce
volkstümlicher Name: Chinesischer Salat, Chinesischer Stangensalat, Spargelsalat, Spargel-Salat
Verwendete Pflanzenteile: frische Blätter, Milchsaft, Stängel
Inhaltsstoffe: Lactucin, Lactucopicrin, Vitamin A, Vitamin C
Sammelzeit: Mai-August
Nebenwirkungen: Milchsaft: Herzprobleme, Kontaktallergie, Kopfschmerzen, Schweißausbruch, Schwindel, Unruhe
 
Anwendung
Auf die innerliche Anwendung des Milchsaftes sollte verzichtet werden, da der Wirkstoffgehalt schwankt und die Dosierung schwierig sind.
Salat
Nur ganz junge Blätter eignen sich für einen Salat. Der Stängel in feine Scheiben geschnitten kann roh einem Salat begeben werden.
Gemüse
Der Stängel wird vor der Blüte geerntet, geschält und kann roh, gedünstet und gekocht gegessen werden. Es bietet sich eine Zubereitung wie Spargel an, daher auch der Name.
Milchsaft
Der Milchsaft zur Zeit der Blüte, wird getrocknet als Beruhigungs- und Schmerzmittel eingesetzt. Den frischen Milchsaft auf Warzen tupfen.
Tinkturen
Tinkturen aus dem getrockneten Saft als Beruhigungs- und Schmerzmittel.
Aufgüsse
Aufgüsse mit verdünntem Pflanzensaft gegen Parasiten.
 
Geschichtliches
Der Spargelsalat eine alte chinesische Kulturpflanze, die aus anderen Salatsorte gezüchtet worden. Ziel war es einen möglichst massereichen Stängel zu erhalten. In England schon länger bekannt, verbreitet sich der Spargelsalat in den Gärten auf der ganzen Welt als Ergänzung zu normalem Salat.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Salatspargel ist eine Züchtung aus Lactuca serriola und kommt nicht in der Natur vor. Er wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, lockeren und sonnigen Böden. Die einjährige Pflanze wird bis zu 1,5 Meter hoch. Der Stängel wird je nach Sorte zwischen 3 und 5 cm dick. Die Blüten erscheinen zwischen Juli und August. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.
 
Anbautipps
Das Saatgut bekommt man bei Samenhändlern oder im gut sortiertem Gartencenter. Beliebte Sorten sind: Roter Stern (frühe Sorte mit dünnem Stängel), Chinesische Keule (lange dicke Stängel). Der Salatspargel braucht einen sonnigen Standort. Der Boden sollte locker und nährstoffreich sein. Im Februar im Gewächshaus oder Fensterbank in kleinen Töpfchen aussäen und im April oder Mai ins Freie pflanzen. Die Samen keimen nicht bei zu großer Wärme. Oder direkt im März oder April ins Freie aussäen. Die Pflanze verträgt keinen Frost. Bei Trockenheit gießen. Es dauert etwa 3 Monate bis der Spargelsalat geerntet werden kann.
 
Sammeltipps
Die kleinen frischen Blätter können wie Pflücksalat zu Salat verarbeitet werden, ältere sind zu hart und bitter. Die Stängel vor der Blüte ernten, ältere sind hart, bitter und hohl. Am besten schmeckt der Stängel, wenn die Länge etwa 15-25 cm und die Dicke etwa 3-4 cm betragen. Stängel vor der Verarbeitung entblättern, reinigen und schälen. Der Milchsaft wird in der Blütezeit geerntet, indem die Pflanze immer wieder angeritzt wird und die eingetrocknete Masse abgeschabt wird.
 
TRAUBENSILBERKERZE
Die Trauben-Silberkerze, auch Amerikanische, Schwarze oder Wilde Schlangenwurzel, Amerikanisches, Hohes oder Staudiges Christophskraut, Frauenwurzel, Klapperschlangenkraut, Schwindsuchtwurzel, Traubenförmige Schwarzwurz und Wanzenkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Actaea (früher Cimicifuga) in der Unterfamilie der Ranunculoideae innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse. Die Traubensilberkerze ist eine mannshohe Staude, die in Nordamerika heimisch ist. Schon die nordamerikanischen Ureinwohner schätzten die Traubensilberkerze wegen ihrer geburtserleichternden Wirkung und ihren Fähigkeiten Schmerzen und Krämpfe zu lindern. Die Traubensilberkerze ist auch hierzulande vor allem durch ihre Wirkung bei Wechseljahrs- und Menstruationsbeschwerden bekannt geworden. Doch sie hilft auch gegen vielerlei andere Beschwerden, ist gar das reinste Multitalent, das sogar bei Asthma, Herzbeschwerden und leichter Diabetes Linderung bringen kann.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Wechseljahresbeschwerden
Heilwirkung: adstringierend, beruhigend, blutzuckersenkend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Asthma, Bronchitis, Brustentzündung, Darmkrämpfe, Depressionen, Diabetes, Eierstockentzündung, Epilepsie, Fieber, Gallensteine, Geburtserleichternde Mittel, Halsschmerzen, Herzschwäche, Herzkrämpfe, Herzrasen, Hexenschuss, Hitzewallungen, Husten, HWS-Syndrom, Ischias, Krampfhusten, Kreuzschmerzen, Magenkrämpfe, Melancholie, Menstruationsstörungen, Menstruationsfördernd, Migräne, Muskelrheuma, Muskelschmerzen, Myalgie, Nervöse Herzbeschwerden, Nervosität, Neuralgien, Östrogen-Dominanz, Ohrenschmerzen, Osteoporose, Periodenkrämpfe, Periodenschmerzen, PMS, Reizbarkeit, Rheuma, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Übergewicht, Unruhe, Wehenerleichterung, Zuckerkrankheit, Zyklus-Schwankungen
wissenschaftlicher Name: Cimicifuga racemosa
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name: Black Cohosh, Black Snake Root, Rattle Root
volkstümliche Namen: Cimicifuga, Frauenwurzel, Langtraubiges Christophskraut, Nordamerikanische Schlangenwurzel, Schwarze Schlangenwurzel, Silberkerze, Wanzenkraut
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Cimifugin, Phenolcarbonsäuren, Hydroxyzimtsäureester, Fukinolsäure, Piscidiasäure, Cimicifugosid, Triterpen-Glykoside, Actein, Cytisin, Methylcitisin, Isoflavone, Bitterstoffe, Harze, Glykoside, Phyto-sterin, Salicylsäure, Gerbstoff, ätherisches Öl
Sammelzeit: Herbst
 
Anwendung
Die Wurzel der Traubensilberkerze kann man als Tee oder Tinktur gegen Beschwerden der Wechseljahre, und der Menstruation verwenden. Aber auch viele andere Beschwerden können von der Traubensilberkerze gelindert werden, beispielsweise Asthma, Husten, Entzündungen, rheumatische Schmerzen und Krämpfe. Ein schwaches Herz findet Stärkung und angespannte Nerven werden beruhigt. Die Traubensilberkerze findet sich auch in vielen Fertigarznei-Produkten im Handel.
Tee
Für einen Traubensilberkerze-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Traubensilberkerze-Wurzel mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn 15 Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Traubensilberkerze-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Traubensilberkerze-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tinktur
Um eine Traubensilberkerzetinktur selbst herzustellen, übergießt man Traubensilberkerzenwurzeln in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis dreimal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Traubensilberkerze gegen Wechseljahresbeschwerden
Der Haupteinsatzbereich der Traubensilberkerze sind Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Zyklusschwankungen, depressive Verstimmung und Schlafstö-rungen, um nur einige besonders häufige zu nennen. Die Traubensilberkerze steht im Ruf, ein Phytohormon zu sein, also ein pflanzliches Hormon, das dem Östrogen ähnlich ist. Die Wirkstoffe der Traubensilberkerze sind chemisch gesehen aber völlig anders als Östrogen. Sie wirken jedoch teilweise etwas ähnlich wie weibliche Hor-mone und dadurch können Sie zahlreiche Frauenbeschwerden lindern. Wissen-schaftlich wird diese Funktionsweise "Selektive Östrogen-Rezeptor Modulation (Phyto-SERM)" genannt. Dabei wird unter anderem der sogenannte LHRH-Pulsge-nerator im Hypothalamus gedämpft, wodurch beispielsweise überschießende Reak-tionen der Temperatursteuerung gedämpft werden. Das sorgt für eine Linderung der Hitzewallungen, die so typisch für die Wechseljahre sind. Die Traubensilberkerze hilft auch gegen Muskel- und Gelenkschmerzen, weil sie entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt. Ferner lindert die Traubensilberkerze Schlafstörungen und trockene Haut. Sogar die lästige Gewichtszunahme, die häufig in den Wechseljahren stattfindet, kann durch die Traubensilberkerze verringert werden.
Weitere Anwendungsgebiete
Traubensilberkerze kann man nicht nur gegen Wechseljahresbeschwerden einset-zen. Sie hilft gegen alle Frauenbeschwerden, die durch hormonelle Schwankungen ausgelöst werden, also auch gegen Menstruationsbeschwerden in jüngeren Jahren. Auch die Geburt kann durch die Traubensilberkerze erleichtert werden, denn die Krämpfe werden gelindert und die Wehen reguliert, sodass die Geburt gut fortschrei-tet, aber nicht zu schmerzhaft ist. Wichtig: Wegen der wehenfördernden Wirkung sollte man die Traubensilberkerze nicht zu Beginn und in der Mitte der Schwanger-schaft einsetzen! Erst kurz vor dem Geburtstermin sollte man mit der Einnahme der Traubensilberkerze beginnen. Außerdem hilft Traubensilberkerze gegen zahlreiche andere Beschwerden, die nichts mit Frauenkrankheiten zu tun haben. Vor allem sind es die krampflösenden und schmerzstillenden Eigenschaften, die die Anwendungs-gebiete bestimmen, aber auch die entzündungshemmende Fähigkeit der Traubensil-berkerze. Die Anwendungsmöglichkeiten ziehen sich durch sämtliche Organsyste-me des Körpers. Immer wenn etwas mit Krämpfen, Schmerzen oder Entzündungen zu tun hat, kann man die Traubensilberkerze einsetzen, beispielsweise Magenkräm-pfe, Gallenkoliken, nervöse Herzbeschwerden, Rückenschmerzen und Migräne. Sogar als begleitende Behandlungsmaßnahme bei Diabetes kann man die Traubensil-berkerze einsetzen, weil sie den Blutzuckerspiegel senken kann.
 
Geschichtliches
Die Traubensilberkerze wird schon seit langer Zeit von den nordamerikanischen Ureinwohnern zur Erleichterung der Geburt und gegen Schmerzen und Schlangen-bisse eingesetzt. Für verschiedene Anwendungsgebiete wurde die Traubensilber-kerze in Nordamerika jeweils zu unterschiedlichen Tageszeiten geerntet, weil sie je nach Tageszeit unterschiedliche Fähigkeiten haben soll. Im 19. Jahrhundert wurde die Traubensilber-kerze nach Europa gebracht, wo sie vor allem als Zierpflanze in Gärten kultiviert wurde. Ihr von den Europäern verliehener wissenschaftlicher Name Cimicifuga bedeutet Wanzenflucht (Cimex = Wanze und fuga = Flucht), weil der Geruch von Wurzeln, Blättern und Blüten Wanzen und andere Insekten vertreibt. Der Artname Racemosa bedeutet Traube, weil die Blüten in lockeren Trauben wach-sen. Der deutsche Name Traubensilberkerze kommt vom traubenartigen Wuchs der silberfarbigen Blüten, die wie eine Kerze aus-sehen. Die Traubensilberkerze wurde schon im 19. Jahrhundert nicht nur als Zierpflanze, sondern auch medizinisch einge-setzt. Weil sie den damaligen Gepflogenheiten entsprechend meistens zu hoch do-siert wurde, hatte sie aber häufig unangenehme Nebenwirkungen wie Kopfschmer-zen oder Übelkeit. Möglicherweise liegt es an diesen Nebenwirkungen, dass die Traubensilberkerze als Heilpflanze in Europa bald wieder in Vergessenheit geriet. Erst in letzter Zeit wurde die Heilwirkung der Traubensilberkerze gegen Wechsel-jahresbeschwerden in Europa wiederentdeckt. Inzwischen werden zahlreiche Fertig-präparate mit der Traubensilberkerze gegen Frauenbeschwerden angeboten. Nach und nach werden auch die zahlreichen anderen Fähigkeiten der Traubensilberkerze bekannt.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Traubensilberkerze kommt aus Nordamerika, wo sie im Norden der USA und Kanada heimisch ist. Sie wächst bevorzugt in Wäldern, mag es also am liebsten schattig. Die Pflanze wird bis zu 2,50 m hoch und bildet eine kräftige, buschige Staude. Der Wurzelstock der mehrjährigen Pflanze ist schwärzlich, von zylindrischer Form und stark verzweigt. Aus ihm sprießen im zeitigen Frühjahr doppelt gefiederte Blätter. Zwischen Juni und September blühen die weißlich silbernen Blüten, die in luftigen Trauben stehen. Die Blüten riechen nicht gerade sehr angenehm, vor allem nicht für Wanzen, die vor dem Geruch fliehen, was der Cimicifuga auch ihren Namen eingebracht hat.
Die Trauben-Silberkerze ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0,75 bis 2,5 Metern erreicht. Als Überwinterungsorgane dienen vor allem das langlebige Rhizom, aber auch die Wurzeln (insgesamt botanisch ungenau Wurzel-stock genannt). Der aufrechte, kahle Stängel ist beblättert. Die relativ großen Laub-blätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der 15 bis 60 Zentimeter lange, kahle Blattstiel ist im Querschnitt kantig bis mehr oder weniger stielrund. Die Blattspreite ist doppelt bis dreifach gefiedert mit 20 bis 70 Blättchen. Die Fieder-blättchen sind 4 bis 12 Zentimeter lang sowie 3 bis 8 Zentimeter breit, spitz und tief gesägt. Die kahle Endfieder des zentralen Segmentes ist bei einer Länge von 6 bis 15 Zentimetern sowie einer Breite von 6 bis 16,5 Zentimetern eiförmig bis ver-kehrt-eiförmig, dreilappig, mit etwa keilförmiger bis etwa herzförmiger Basis, spitzem bis zugespitztem oberem Ende und gezähntem bis gezähnt-gesägtem oder eingeschnittenem Rand; selten sind auf der Unterseite die drei erhabenen Blatt-adern flaumig behaart.
Die Blütezeit liegt im Sommer zwischen Juni und September. In einem im oberen Bereich flaumig behaarten, 10 bis 60 Zentimeter langen, relativ schmalen, aus mehreren traubenähnlichen Teilblütenständen zusammengesetzten, aufrechten, rispigen Gesamtblütenstand stehen zahlreiche Blüten zusammen. Das Tragblatt ist bei einer Länge von 3 bis 4 Millimeter pfriemlich. Deckblätter fehlen. Der 4 bis 10 Millimeter lange Blütenstiel ist flaumig behaart. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und relativ klein. Die vier Kelch-blätter sind grünlich-weiß. Die meist vier (ein bis acht), mit etwa 3 Millimetern relativ kleinen, weißen Kronblät-ter sind länglich, genagelt und fallen sofort nach dem Aufblühen ab. Nektarien be-finden sich an der Basis. In den Blüten sind zahlreiche (55 bis 110) Staubblätter mit weißen, 5 bis 10 Millimeter langen Staub-fäden und weißen Staubbeuteln vorhan-den. Es ist nur ein, selten zwei sitzende, mehr oder weniger flaumig behaarte Frucht-knoten vorhanden. Der kurze, dicke Stempel endet in einer 0,5 Millimeter breiten Narbe. Die sitzende, dickwandige Balgfrucht ist bei einer Länge von 5 bis 10 Millime-tern eiförmig und seitlich mehr oder weniger abgeflacht; sie enthält zahlreiche Sa-men. Die braunen, glatten bis mehr oder weniger grob gerippten Samen sind bei einem Durchmesser von etwa 3 Millimetern halbkugelig.
 
Anbautipps
Man kann die Traubensilberkerze aus Samen anziehen oder durch Stecklinge oder Wurzelteilung vermehren. Die Anzucht aus Samen ist nicht so einfach, weil die Samen Kaltkeimer sind und daher eine ausgeprägte Kältephase brauchen um zu keimen. Man sät die Samen daher im Herbst in feuchte Erde und setzt sie im Winter dem Frost aus. Wenn man Glück hat, keimen die kleinen Pflanzen im Frühjahr. Sobald die etwa handgroß sind, kann man die Pflanzen an einer schattigen Stelle mit feuchtem und humusreichen Boden auspflanzen. Bei Vermehrung durch Stecklinge schneidet man die Stecklinge im Sommer und stellt sie entweder ins Wasser oder in Töpfchen mit feuchter Erde, bis sich Wurzeln bilden. Die Teilung großer Wurzelstöcke zur Vermehrung erfolgt im Frühsommer.
 
Sammeltipps
Zum Ernten der Wurzel sollte die Pflanze mindestens drei Jahre alt sein. Nach der Fruchtreife im Spätherbst gräbt man die Wurzel aus. Wenn man die Pflanze behalten will, nimmt man nur einen Teil von Wurzel und Wurzelstock und gräbt einen anderen Teil wieder ein, damit die Pflanze im nächsten Jahr wieder neu wachsen kann. Die Wurzeln werden gründlich saubergebürstet und in kleine Stücke geschnitten. Entwe-der setzt man direkt eine Tinktur mit den frischen Wurzelstücken an oder man trock-net sie an einem warmen, trockenen Platz, beispielsweise im offenen Backofen bei maximal 40°.

BACHBLÜTE CLEMATIS
Man räumt der Phantasie in seinem Leben sehr viel Raum ein  
Diese Menschen räumen der Phantasie in ihrem Leben zu viel Raum ein
Hier hilft die Bachblüte um den Menschen aus der Phantasie zu helfen
 

BACHBLÜTE CRAB APPLE
Überbetonung des Reinheitsprinzips auf seelisch-geistiger und/oder körperlicher Ebene
Diese haben eine Überbetonung des Reinheitsprinzips auf seelisch-geistiger und bzw. oder körperlicher Ebene
Mit der Blüte können sie die überbetonte Reinheitsprinzip umkehren

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Atemwegserkrankungen
GRIPPE MIT FIEBER
Die folgenden Rezepte zur Bekämpfung eines grippalen Infekts mit Fieber dürfen nur nach Rücksprache mit einem Arzt angewendet werden.
Meisterwurzwein
Zutaten: 1TL Meisterwurz, 200ml trockener Weißwein
Zubereitung: Meisterwurz in kleine Stückchen schneiden und im Mörser zerstoßen. Über Nacht in der Hälfte des Weißweins einlegen. Anschließend den restlichen Wein dazugeben, Meisterwurzmasse durch ein Sieb abseihen und über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken.
Galgant-Himbeerwasser
Zutaten: 2-4Msp. Galgantpulver, 200ml kaltes Wasser, 1 Schuß Himbeersaft
Zubereitung: Galgantpulver in kaltes Wasser einrühren. Mit Himbeersaft abschmecken. Den Tag über verteilt in kleinen Schlucken lauwarm trinken. Hildegard: „Ein Mensch, der ein hitziges Fieber in sich hat, pulverisiere Galgant und trinke dieses Pulver in Quellwasser und er wird das hitzige Fieber löschen.“

Die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) Kneipp
EINLEITUNG
Je länger ich mich mit den Kranken abgebe, um so klarer wird mir, daß Gott, der Schöpfer aller Dinge, uns die halbe Apotheke im Wasser und die andere Hälfte in den Kräutern bestimmt hat.
Kneipp schreibt in „Mein Testament“:
Wenn man eine gut eingerichtete Apotheke beschaut und betrachtet, so muß man notwendig denken: es gibt doch recht viele Mittel, welche geeignet und bestimmt sind, den Kranken Hilfe oder doch Linderung zu bringen. Wenn da-gegen ich behaupte: Wasser und Kräuter sind auch eine Apotheke, um die menschlichen Gebrechen und Krankheiten zu heilen, so könnte manchem der Gedanke kommen: Kräuter und Wasser sind doch zu unbedeutend gegen die große Anzahl der Krankheiten und Leiden. Doch sachte! Wie man aus einem großen Ballen Tuch mehrere Kleider machen kann, so kann man auch mit dem Wasser eine recht große Anzahl verschiedener Anwendungen machen, viel-leicht nicht weniger, als man in der Apotheke Gefäße mit Medikamenten füllt.

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