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STORCHENSCHNABEL
Der Storchschnabel ist ein Verwandter der Geranie, was uns die hübschen, aber kleinen Blüten beweisen. Im Unterschied zur Geranie riecht er jedoch ziemlich herb, sodass er auch oft stinkender Storchschnabel genannt wird. In der Heilkunde hilft uns der Storchschnabel bei Problemen der Haut und des Verdauungssystems. Die Storchschnäbel oder Geranien sind mit 380 bis 430 Arten die artenreichste Gattung der Pflanzenfamilie der Storchschnabelgewächse. Sie sind auf allen Kontinenten verbreitet. Arten und Sorten der Gattung Geranium werden mindestens seit dem 16. Jahrhundert als Zierpflanzen kultiviert und Arten und vor allem Sorten sind in zahllosen Gärten und Parks anzutreffen.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Blutungen, Durchfall, chron. Magenentzündung, Hautleiden, Geschwüre, Ausschläge, Offene Beine, Mund- und Rachenentzündung, Nasenbluten, wunde Brustwarzen (bei Stillenden), Stoffwechsel anregend
wissenschaftlicher Name: Geranium robertianum
englischer Name: Herb Robert
volkstümliche Namen: Stinkender Storchschnabel, Storchenschnabel, Ruprechtskraut, Robertskraut, Gottensgnadenkraut, Warzenkraut, Orvale
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Bitterstoff, Geraniin, Gerbstoffe, ätherisches Öl
Sammelzeit: April bis September
 
Anwendung
Zwar wird Geranium bereits in den antiken Schriften erwähnt, es handelt sich dabei jedoch nicht um Storchschnabelarten. Hildegard von Bingen dagegen erwähnt, ebenso wie Paracelsus, das Ruprechtskraut eindeutig als Heilpflanze. Vermengt mit Weinraute und Poleiminze sollte es das Herz stärken und fröhlich machen. In zahlreichen mittelalterlichen Heilpflanzenbüchern wie beispielsweise denen von Hieronymus Bock und Tabernaemontanus wird das Ruprechtskraut ebenfalls erwähnt - genauso wie gelegentlich der Blutrote Storchschnabel. Auch in der Volksmedizin wurden diese Pflanzen bei Gelbsucht, Blutungen, bösartigen Geschwüren sowie äußerlich bei Flechten und Hautausschlag eingesetzt. Ein Tee des Ruprechtskrautes sollte gegen Kinderlosigkeit helfen. Auch heute wird das Ruprechtskraut noch den Heilpflanzen zugerechnet. Die in der Pflanze enthaltenen Gerbstoffe mit ihren adstringierenden und entzündungshemmenden Wirkungen erklären einige Indikationen wie beispielsweise die Empfehlung, Tee des Ruprechtskrautes zum Spülen und Gurgeln bei Entzündungen im Rachenraum zu verwenden. Ebenso erweist sich Geranium als gutes Mittel gegen Ohrenschmerzen, indem man sich ein frisches Blatt der Pflanze in das Ohr steckt und es dort solange wirken lässt bis der Schmerz verschwindet. Das in der Homöopathie verwendete Mittel Geranium odoratissimum wird dagegen nicht aus Storchschnabelarten hergestellt, sondern aus dem Storchschnabelgewächs Pelargonium odoratissimum.
Der Storchschnabel kann man ganz normal als Tee verwenden. Dazu benutzt man das Storchenschnabelkraut. Auch als Tinktur, Wein oder Pulver kann man ihn einsetzen und hat ihn dann jederzeit bequem zur Hand. Äußerlich eignet er sich besonders als Frischsaft. Wenn die frische Pflanze jedoch nicht vorhanden ist (z.B. im Winter), dann kann man stattdessen einen Tee verwenden.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Storchschnabel ist eine einjährige Pflanze, die häufig wild als Unkraut wächst. Man kann ihn jedoch einfach im Garten anbauen. Er wird bis zu 50cm hoch und hat reich verzweigte, teilweise rötliche Stängel. Die dreieckigen Blätter sind drei- bis fünfteilig fiederschnittig gelappt. Blätter und Stängel sind weich behaart. Die kleinen, aber hübschen Blüten sind rosafarben bis violett. Jede Blüte hat fünf Blütenblätter, die in der Mitte durch eine dunklere Linie geziert werden. Den Namen hat der Storchschnabel von seinen Fruchtknoten, die wie spitze Schnäbel aussehen. Die deutsche Bezeichnung „Storchschnabel“ erscheint beim ersten Blick auf die blühende Pflanze unverständlich. Der Fruchtstand erklärt jedoch den Namen: Die länglichen, eigentümlich gestalteten Fruchtgrannen erinnern an den Schnabel des Storches. Die botanische Bezeichnung Geranium basiert ebenfalls auf der Form der Fruchtstände; sie lässt sich auf das griechische Wort géranos (Kranich) zurückführen. Im Deutschen wurde die Pflanze Storchschnabel früher auch Kranichschnabel genannt.
Storchschnabelarten sind überwiegend ausdauernde, seltener ein- oder zweijährige krautige Pflanzen, wenige Arten sind Halbsträucher oder Sträucher. Sie enthalten ätherische Öle. Storchschnabel-Arten wachsen buschig oder horstartig. In freier Natur sorgen die großen Blätter der Geranien und ihre häufig starke Breitenausdehnung dafür, dass sie im Vergleich zu konkurrierenden Pflanzenarten an ihrem Stand-ort verhältnismäßig viel Nährstoffe und Wasser erhalten. Wie alle Familienmitglieder der Storchschnabelgewächse haben Storchschnabelarten gelenkartig verbundene Stängel, die häufig Drüsenhaare haben. Einige Arten wie beispielsweise der Balkan-Storchschnabel sind nahezu immergrün, andere wie der Basken-Storchschnabel bilden während ihrer Blütezeit große, rundliche Laubhügel aus, die während des Winterhalbjahrs verrotten.
Die wechsel- oder gegenständigen, gestielten Laubblätter sind je nach Art unterschiedlich gestaltet. Bei einigen Arten gleicht das Blatt der bei den Pelargonienarten vorkommenden runden Form, bei den meisten Arten ist es jedoch fünfteilig und jeder Blattlappen stark eingekerbt. Stark geteilte Laubblätter hat beispielsweise Geranium purpureum; bei dieser Art ist jedes Blatt in fünf Lappen unterteilt, die Teilung reicht dabei bis zur Blattachse. Zusätzlich ist jedes Blatt an der Spitze gelappt. Diese Blatt-form, die für viele der Geranium-Arten typisch ist, bezeichnet man botanisch als tief fiederspaltig. Bei den meisten Arten sind die Laubblätter einfarbig dunkelgrün, bei nur wenigen Arten treten unterschiedliche Grüntöne in der Blattfarbe auf. Die dunkelsten Laubblätter hat die auf Neuseeland und Tasmanien beheimatete Art Geranium sessiliflorum. Bei einigen Sorten dieser Art wurde die ungewöhnliche Blattfärbung noch vertieft, sie ist fast dunkelviolett. Nebenblätter sind vorhanden.
Die Blüten stehen selten einzeln, meist zu zweit. Es ist in der Regel ein langer Blütenstiel vorhanden. Dies ermöglicht den Geranien an ihren natürlichen Standorten eine Konkurrenz zu den meist anderen, gleich hochwachsenden Pflanzenarten von denen sie umgeben sind und auf diese Weise ihre Bestäubung sicherstellen. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf grünen, freien und häufig behaarten Kelchblätter weisen stets eine vorspringende Spitze auf. Die Kelchblätter schließen zuerst die Blütenknospe ein. Wenn sich nach der Bestäubung aus der Blüte die Frucht entwickelt, vergrößern sich die Kelchblätter und schützen den Ansatz der entstehenden großen Frucht. Die fünf freien Kronblätter sind bei manchen Arten genagelt. Die Farbe der Blütenkronblätter der Storchschnabelarten reicht von Weiß über Rosa und Purpurrot bis zu einem leuchtenden Blau. Bei vielen Arten und Sorten ist eine deutliche Maserung der Kronblätter erkennbar. Es sind zwei Kreise mit je fünf Staubblättern vorhanden, sie sind alle fertil; bei den anderen Gattungen der Familie ist ein Teil der Staubblätter zu Staminodien reduziert. Die Ränder der Staubfäden sind behaart. Die meist fünf Nektarien des Diskus alternieren mit den Kronblättern, selten sind sie zu einem Ring vereinigt. Fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Griffel endet in fünf Narben.

BRUNNENKRESSE
Die Brunnenkresse wächst in und an Bächen und Seen. Sie gedeiht nicht nur in der warmen Jahreszeit, sondern fast rund ums Jahr, was sie auch im zeitigen Frühling und Spätherbst zu einem wichtigen Vitaminspender macht. Mit ihren fleischigen, rundlichen Blättern sieht sie schon sehr saftig aus, was auch auf ihre Eigenschaft als Salatpflanze hindeutet. So sind Wildsalate und Kräuterquark denn auch der Haupteinsatzzweck der Brunnenkresse. In dieser Form kann sie Frühjahrsmüdigkeit lindern und Vitaminmangel beheben. Die Echte Brunnenkresse oder Brunnenkresse, auch Wasserkresse genannt, ist eine als Gemüse verwendete Pflanzenart aus der Gattung der Brunnenkressen der Kreuzblütengewächse. Ihr Name ist in Bezug auf ihren Standort abgeleitet von mittelhochdeutsch brunne (Quelle, Quellwasser, Grundwasser, fließendes Wasser).
 
Steckbrief
Heilwirkung: anregend, antibakteriell, blutreinigend, harntreibend, schleimlösend, Husten, Bronchitis, Erkältung, Halsentzündung, Zahnfleischentzündungen, Vitamin C Mangel, Frühjahrskur, Verdauungsschwäche, Würmer, Gallen- und Blasensteinbeschwerden, Blutzucker senkend, Leichte Diabetes, Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung, Rheuma, Gicht, Epilepsie, Unreine Haut, Leichte Brandwunden, Ekzeme, Juckreiz
wissenschaftlicher Name: Nasturtium officinale
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name: Watercress
volkstümliche Namen: Bachbitterkraut, Bachkresse, Bitterkresse, Bittersalat, Born-kassen, Kersche, Paderkerse, Wasserkresse, Wassersenf, Weiße Kresse
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Antibiotika, Bitterstoff, Eisen, Arsen, Jod, Salicylate, Senföl, schwefelhaltiges ätherisches Öl, Zink
Sammelzeit: Vor allem: April und Mai, Aber auch: Ganzjährig
 
Anwendung
Da die Wirkstoffe der Brunnenkresse durch Trocknung weitgehend verloren gehen, wird sie fast nur frisch angewendet. Am besten nimmt man die Brunnenkresse als Salatgewürz zu sich. Da die Wirkstoffe in der Brunnenkresse jedoch scharf sind und die Schleimhäute reizen können, sollte man sie nicht täglich verwenden, sondern nur mit Pausen. Man kann auch den Frischsaft der Brunnenkresse einnehmen und zwar maximal dreimal täglich ein Teelöffel voll, verdünnt in einem Glas Wasser. So behutsam angewendet wirkt die Brunnenkresse belebend und blutreinigend. Sie stärkt die Verdauung und regt die Niere an. Verschleimung der Atemwege wird gelöst.
Achtung! In der Schwangerschaft sollte die Brunnenkresse nicht angewendet werden.
Volksmedizin
Diese alte Heilpflanze gilt als Aphrodisiakum und appetitanregend, stoffwechselfördernd, harn- und wehentreibend. In der Naturheilkunde wird sie für die Entschlackung von Leber, Lunge und Magen empfohlen. Außerdem soll sie bei Zuckerkrankheit Diabetes mellitus helfen. Sie wird bei Frühjahrskuren und bei Rheuma verwendet. Äußerlich angewendet dient sie als Haartonikum und zur Teintklärung. Schon im 17. Jahrhundert galt die Brunnenkresse wegen ihres Vitamin-C-Gehaltes als geschätztes Mittel gegen Skorbut. Dass dies jedoch ein Irrtum war, ist schon durch die Tatsache bewiesen, dass Brunnenkresse, wie auch das ebenso verwendete Löffelkraut, nur an Land gegen Skorbut angewendet werden konnte, wo auch gleichzeitig frische und ausgewogenere Nahrung verfügbar war. Brunnenkresse ist auch wegen seiner blutreinigenden und blutaufbauenden Wirkung bekannt. Zusätzlich wird sie als entzündungshemmend für die Mundschleimhaut empfohlen.
Homöopathie
In der Homöopathie findet Nasturtium officinale Verwendung. Die zugeschriebene Wirkung besonders bei Harnwegsinfektionen ist wissenschaftlich jedoch nicht bestätigt.
Heilkräftiger Pflanzenteil
Ist das frische Kraut, das man von März bis Mai oder auch im Sommer bis in den Herbst hinein sammeln kann, wenn die Pflanze nicht geblüht hat.
Heil- und Wirkstoffe
Diese sind größtenteils nur in der frischen Pflanze vorhanden, wodurch die Konservierung durch Trocknung nicht möglich ist. Die frische Pflanze enthält in allen oberirfischen Teilen das Senfölglukosid Glukonasturtin. Es liefert durch eine fermentative Aufsspaltung neben Traubenzucker ein ätherisches Öl mit dem hauptbestandteil Phenylaethylsenföl. Das genannte Senföl löst, auf die Schleimhäute oder auf die Haut gebracht, Reizerscheinungen aus. Neben reichlich Kaliumnitrat, Eisen, Arsen und Jod, wurden die Vitamine A, C und D nachgewiesen. Auch geringere Mengen Gerbstoff und Zucker sind vorhanden.
Heilwirkung
Die Brunnenkresse ist eine blutreinigende und blutverbessernde Heilpflanze. Sie wirkt magenstärkend, harntreibend und regt die Magensäfte an. Außerdem wirkt sie stark schleimlösend, so dass sie selbst alten eitrigen Auswurf und alten, zähen Schleim auswirft. Ihre zahlreichen Mineralstoffe, Eisen- und Jodgehalt an Vitamin C macht sie für die Bekämpfung aller skorbutischen Krankheitsbilder, von skrofulösen Kranheitszuständen und der Zahn-fäule geeignet. Man verabreicht die Brunnenkresse am besten als Salat. Besonders gegen Ende des Winters und zu Beginn des Frühjahrs, wenn noch keine frischen Gemüse zur Verfügung stehen, ist der Genuss der Brunnenkresse sehr angezeigt. Neben der Salatzubereitung ist auch die Einnahme von Frischsaft möglich. Man kann am Tag 2 bis 3mal je 1 Tee- bis Esslöffel voll, mit der fünffachen Menge Wasser verdünnt, einnehmen.
Der reine Saft darf nicht eingenommen werden, da dies Entzündungen im Magen und Hals auslöst. Man soll Brunnenkresse nicht täglich einnehmen, eine Kur mit Unterbrechungen soll nicht länger als vier Wochen dauern. Frauen dürfen in der Schwangerschaft Brunnenkresse nicht verwenden!
Nicht nur die Magensaftsekretion, auch die Gallenblasensekretion wird durch die Brunnenkresse sehr günstig angeregt. Da das Senföl durch die Niere größtenteils ausgeschieden wird, tritt eine stärkere Nierendurchblutung ein, wodurch sich die erhöhte Urinausscheidung erklärt.
Schließlich wurde festgestellt, dass die Harnzuckerausscheidungen durch die Einwirkung des Brunnenkressensaftes vermindert werden.
So vielseitig heilend die Brunnenkresse wirkt, muss aber mit Nachdruck vor einer zu großen Dosierung und vor zu langer Anwendung gewarnt werden, da es zu entzündlichen und langwierigen Nierenreizungen kommen kann.
Äußerlich angewendet (feuchte Saftumschläge) werden Hautkrankheiten und Hautkrankheiten und Hautunreinigkeiten geheilt. Auch der kreisförmige Haarausfall an einzelnen Stellen, durch einen Pilz verursacht, wird durch die äußerliche Anwendung des Brunnenkressensaftes geheilt.
Anwendung in der Homöopathie
Die Essenz mit ihren Verdünnungen wird gegen Fieber und gegen Nervenschmerzen mit Erfolg gebraucht.
Anwendung in der Volksheilkunde
Der pulverisierte Samen der Brunnenkresse wird als Niespulver, bei Schlafkrank-heiten und bei Zungenlähmung angewendet. Beginnende Lungenschwindsucht kann durch Gebrauch, bei regelmäßigen Unterbrechungen, geheilt werden.
Sehr beliebt ist in der Volksheilkunde die Anwendung des BRUNNENKRESSENSIRUPS, hergestellt aus 1/3 frischen Preßsaft und 2/3 abgekochtem und ausgekühltem Zuckerwasser, als Mittel für die Blutreinigung und Anregung des überflüssigen Schleimabganges.
Als FRÜHJAHRSSALAT wird gerne Brunnenkresse mit Brennnesselblätter, Löwenzahnblätter und Kopfsalat vermischt. Diese Salatmischung kann gar nicht genug empfohlen werden!
Das frische Kraut, zerstoßen und aufgelegt, vertreibt die Sommersprossen, Räude und Hautunreinigkeiten.
Brunnenkresse ist die beste Speise für alle Wassersüchtigen und für Lebererkrankte.
Küche
Die Echte Brunnenkresse besitzt einen frischen, leicht scharfen Geschmack, der durch das Senfölglykosid Gluconasturtiin verursacht wird. Er erinnert geschmacklich an die verwandte Gartenkresse. Verwendung findet Brunnenkresse wie Gartenkresse in Suppen und Salaten. Zum Garnieren von Sandwiches, zu Steaks und besonders schmackhaft mit rohem Spinat eignet sie sich ebenfalls. Zum Trocknen und als Gewürz eignet sich Brunnenkresse nicht, weil sie dann fast keinen Geschmack mehr hat. Die Echte Brunnenkresse enthält Bitterstoffe, Gerbstoffe, Zucker, Ätherische Öle, Raphanol, Vitamine A, B1, B2, C und E, und Mineralstoffe wie Eisen, Iod, Phosphor, Calcium. Sie war ehemals ein wichtiger Vitamin-C-Lieferant durch die schon im Winter mögliche Ernte.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Brunnenkresse ist in Europa heimisch. Sie wächst an und in Flussufern und Seen. Angebaut wird sie häufig in Wasserbehältern. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 70cm lang. Die zentralen Stängel kriechen und bilden überall Wurzeln. Die dunkelgrünen Blätter sind rund gefiedert und fleischig. Ihre Oberfläche glänzt. Zwischen Juni und September blüht die Brunnenkresse mit kleinen weißen Blüten. Aus den Blüten entwickeln sich kleine Schoten. Nach der Blütezeit werden die Blätter härter, schärfer und nicht mehr so saftig. Zur späten Ernte muss man dann abwarten, bis neue Blätter austreiben. Zerriebene Blätter riechen scharf. Auch der Geschmack der Blätter ist scharf und leicht bitter.
Diese wintergrüne, ausdauernde krautige Pflanze ist eine Sumpf- bzw. Wasserpflanze. Sie hat hohle, runde Stängel, die zwischen 15 und 80, teils 90 Zentimeter lang sind und im Wasser liegen. Die Triebe sind kahl. Die rundlichen Wurzelblättchen treiben am unteren Ende. Die kleinen, grasgrünen, unpaarig gefiederten -ten Laubblätter bestehen meist aus zwei bis vier (selten ein oder fünf) Fiederpaaren. An den Nodien treiben Adventivwurzeln aus. Dann entstehen vielblütige, lockere traubige Blütenstände. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die Blütenblätter sind länger als der Blütenkelch. Die weißen Kronblätter sind 3 bis 4 Millimeter lang. Sie hat sechs gelbe Staubbeutel. Nach der Blüte färbt sich der Trieb oft lila. Die Schoten sind 8 bis 20 Millimeter lang und 2 bis 3 Millimeter breit und enthalten deutlich sichtbar bis zu 60 Samen in zwei Reihen. Die Schote ist damit etwa gleich lang oder länger als der Fruchtstiel. Die Samen sind auf der Oberfläche wabenartig in etwa 25 Felder unterteilt. Die Tausendkornmasse beträgt 2,8 Gramm. Die Blütezeit beginnt Ende Mai, teils auch im Juni und dauert bis Juli. Die Früchte reifen von September bis Oktober.
Unterscheidung von ähnlichen Arten
Die Echte Brunnenkresse ist leicht mit dem an gleichen Standorten wachsenden Bitteren Schaumkraut zu verwechseln, das durch dessen violette Staubbeutel und die mit Mark gefüllten, nicht kriechenden Stängel sowie die nicht geöhrten Laubblätter zu unterscheidbar ist. Eine Verwechslung bei der Nutzung der Brunnenkresse als Salat ist aber unkritisch, da das Bittere Schaumkraut ungiftig ist und ähnliche Eigenschaften wie die Brunnenkresse hat. Verwandte Arten sind das Behaarte Schaumkraut, das Gewöhnliche Tellerkraut oder das Frühlings-Barbarakraut. Alle drei genannten Arten sind der Brunnenkresse sehr ähnlich und könnten zur Kultur ohne Wasseranstau verwendet werden.
Botanik
 
Die ausdauernde Wasserpflanze wird 30 bis 70cm lang und besitzt eine kriechende, reich bewurzelte Grundachse. Der Stängel ist hohl, die Blätter gefiedert, glatt und dunkelgrün, mit 5 bis 15 Blättchen. Die weißen Blüten stehen traubig und bringen anstehende, etwas gebogene Schötchen hervor.
Der Geruch der geriebenen Pflanze ist scharf, der Geschmack ist bitter und scharf.
Blütezeit
Juni bis September
Standort
Die Brunnenkresse wächst überall in Bächen, Brunnen, Quellen und Wassergräben. Sie wird vielfach in eigenen Wasserbehälter gezogen.

BACHBLÜTE IMPATIENS
Ich fühle mich überarbeitet       
Diese fühlen sich schlicht überarbeitet
Impatiens kann das Gefühl der Überarbeitung wenden

BACHBLÜTE LARCH
Ich bin empfindlich gegenüber Kritik           
Diese sind empfindlich gegenüber Kritik jeglicher Art
Larch hilft das empfindlich bei Kritik zu überwinden

Heilmethoden und Heilmittel bei bestimmten Krankheiten
BÄDER
Auch Bäder befürwortet Hildegard als wichtige Mittel zur Wiederherstellung der Ge-sundheit. Sie schreibt dazu:
DIE VERSCHIEDENHEIT DER WASSER UND BÄDER
„Es ist für den Menschen nicht vorteilhaft, oft im Wasser zu baden, außer er ist mager und dürr und es wird im leicht kalt oder warm, wenn er ein dünnes Fleisch hat, ein solcher soll im Wasser baden, damit er seinem Körper etwas Wärme und Feuchtigkeit verschafft. Menschen, die fettes Fleisch haben, schaden Wasserbäder, weil sie innerlich ohnehin schon warm und feucht sind und ihrem Körper schaden, wenn sie ihm noch mehr Wärme und Feuchtigkeit zuführen, außer sie baden nur sehr selten im Wasser, um lediglich den Schmutz abzuwaschen und verlassen es dann gleich wieder. Das Wasser, die gut zum Trinken sind, sind auch gut geeignet für Bäder. Sie sollen aber ein wenig erwärmt werden und dann kann der Mensch lange darinsitzen, wenn er will, weil solche Bäder dem Menschen keine Krankheit bringen, sondern ihm eine gute und schöne Farbe verleihen. Wasser, die schlecht zum Trinken sind, sind auch schlecht für Bäder.

Nieren- und Blasenleiden
Bettnässen
Kneipp hatte zunächst Probleme, Mittel zur Heilung dieses Leidens zu finden, das nur sehr schwer in den Griff zu bekommen ist. Doch dann merkte er, daß das beste Mittel das folgende ist:
Täglich zweimal 4-5 Minuten bis über die Waden ins Wasser gehen, sonst soll man nichts gebrauchen, aber eine recht einfache, kräftige Kost soll man genießen und die Abendkost soll eine trockene sein.
Aus einem Institut, welchem ich dieses Rezept mitteilte, erhielt ich nach 4 Wochen die Nachricht, daß man mit diesem einfachen Mittel 24 Kinder geheilt habe. Eine zweite Anwendung bestand darin, daß sie nach dem Gehen im Wasser auch die Arme zwei Minuten in kaltes Wasser hielten, was sichtlich nicht bloß gegen fraglichen Fehler wirkte, sondern den zuvor krank aussehenden Kindern eine gesunde Gesichtsfarbe verlieh.
Doch mir sind auch einzelne Fälle vorgekommen, in welchen das Wassergehen allein nicht geholfen hat. In solchen Fällen verordnete ich, geregelte Anwendungen vorzunehmen, welche stärkend auf den ganzen Körper einwirkten: Wöchentlich drei Halbbäder und zwei Vollgüsse, außerdem mussten sie täglich barfuß oder im Wasser gehen. Bemerkt sei hier noch, daß das kälteste Wasser am wirksamsten ist.
Auch bei Erwachsenen kann das angegebene Mittel ausreichen. Nur wenn durch Schwäche auch die Säfte mit dem Blut sehr heruntergekommen sind, empfiehlt es sich, täglich eine Tasse Schafgarbentee zu trinken, die eine Hälfte am Morgen, die andere am Abend.
Des weiteren führt Kneipp noch an, daß man bei diesem Leiden allgemein recht wenig flüssige Speisen zu sich nehmen und auch alle unnötigen Getränke vermeiden sollte.

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