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DRACHENBLUTBAUM
Daemonorops ist eine in Asien heimische, artenreiche, häufig kletternde Palmengattung. Etliche Arten liefern Rattan, einige ein Drachenblut genanntes Harz.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Durchfall, Mundschleimhautentzündung
wissenschaftlicher Name: Daemonorops draco
Verwendete Pflanzenteile: Harz aus den Früchten
 
Nutzung
Die Stämme vieler Arten werden als Rattan lokal genutzt und im Handel vertrieben. Die Sprossspitzen etlicher Arten werden als Nahrung verwendet. Vor allem in der Vergangenheit wurde das rote Harz der Früchte einiger Arten, vor allem von Daemonorops draco, Daemonorops rubra und nahe verwandter Arten als Drachenblut für medizinische Zwecke und zum Färben verwendet. Der Handel damit umfasste Borneo, Sumatra, die Malaiische Halbinsel und China.
 
Merkmale
Die Vertreter sind einzel- oder mehrstämmige, bewehrte Palmen. Der Stamm ist fehlend, aufrecht oder die Palmen sind hoch kletternd. Sie sind vorwiegend mehrmals blühend, selten hapaxanth und stets diözisch. Der Stamm besitzt kurze oder lange Internodien und ist im unteren Bereich aus achselständigen oder gegenüber den Blättern stehenden Knospen verzweigt.
Die Blätter sind gefiedert, sehr selten zweiteilig und besitzen gewöhnlich eine end-ständige Ranke. Diese fehlt nur bei einigen stammlosen Arten sowie jungen Exemplaren. Bei stammlosen Arten ist die Blattscheide gespalten, bei den anderen Arten ist die nach außen weisende Seite dicht mit Stacheln bewehrt. Eine Ochrea wird selten gebildet. Der Blattstiel ist meist gut entwickelt. Er ist wie Rhachis und Ranke bewehrt. Die Fiederblättchen sind einfach gefaltet, ganzrandig und linealisch bis breit-lanzettlich.
Die Blütenstände stehen axillär, sind aber mit dem Internodium und der Blattscheide des folgenden Blattes verwachsen. Sehr selten werden mehrere Blütenstände gleichzeitig in den Achseln der distalsten Blätter gebildet, der Stamm ist dann hapaxanth. Der Blütenstand besteht aus zwei oder drei Ordnungen von Achsen, männliche und weibliche Blütenstände ähneln einander, die männlichen sind aber einmal öfter verzweigt. Der Blütenstandsstiel ist vorhanden oder fehlt, manchmal ist er sehr lang, aufrecht oder hängend und ist verschieden bewehrt. Das Vorblatt ist auffällig, zweikielig, verholzt, ledrig, häutig oder papieren. Es ist verschieden stark bewehrt, am Beginn röhrig, später zerrissen. Hochblätter am Blütenstandsstiel fehlen meist. Die Hochblätter an der Blütenstandsachse stehen annähernd zweizeilig, ähneln dem Vorblatt, zerreißen ebenfalls in ganzer Länge. Ihre Spitzen bleiben manchmal innerhalb der Spitze des Vorblattes und bilden einen Schnabel, derart die Blüten zur Blüte einschließend. Die Spitzen können auch frei sein. Die Hochblätter mit Ausnahme des Vorblattes fallen üblicherweise zur Blüte ab, derart die Blüten freigebend, sehr selten bleiben sie erhalten. Das Vorblatt ist manchmal leer, manchmal trägt es einen Seitenzweig erster Ordnung. Die Seitenachse erster Ordnung sind meist dicht flockig behaart und tragen sehr kleine, distich stehende Hochblätter. Jedes dieser Hochblätter trägt eine Achse zweiter Ordnung. Diese tragen in weiblichen Blütenständen Blütendyaden, in männlichen tragen sie weitere Seitenachsen. Die weiblichen Blütenstände ähneln den männlichen, haben aber robustere Rachillae. Die weiblichen Blüten stehen in Dyaden mit einer sterilen männlichen Blüte. Das Vorblatt der Dyade ist meist auffällig kantig und stielartig. Das Vorblatt der weiblichen Blüte ist unauffällig oder becherförmig. Die sterile männliche Blüte ähnelt der fertilen, hat aber leere Antheren, und fällt früh ab.
Die männlichen Blüten tragen ein kurzes, röhriges, zweikieliges Vorblatt, das manchmal stielartig ausgebildet ist, häufig aber sehr unauffällig ist. Der Kelch ist becherförmig und flach dreilappig. Die Krone ragt über den Kelch, ist meist doppelt so lang wie dieser und ist fast bis zur Basis in drei schmale, dreieckige Blütenblätter zerteilt. Die sechs Staubblätter stehen an der Mündung der Kronröhre. Sie sind meist gleichartig. Die Staubfäden sind schlank bis eher breit, fleischig. Die Antheren sind schmal bis breit und stehen intrors. Der Pollen ist ellipsoidisch und bisymmetrisch. Ihre längste Achse misst 16 bis 55 Mikrometer. Die weiblichen Blüten sind nur etwas größer als die männlichen. Der Kelch ist becherförmig und flach dreilappig. Die Krone ist etwa doppelt so lang wie der Kelch und etwa bis zur Hälfte in drei dreieckig Lappen geteilt. Die sechs Staminodien stehen an der Mündung der Kronröhre und haben leere Antheren. Das Gynoeceum ist unvollständig dreifächrig mit drei Samenanlagen. Es ist fleischig, die Oberfläche schuppig, die Samenanlagen stehen basal und sind anatrop.
Die Früchte sind verschieden geformt: rundlich, verkehrt birnenförmig oder zylindrisch. Das Exokarp ist mit senkrechten Reihen rückwärts gerichteter, manchmal harziger Schuppen besetzt. Das Mesokarp ist dünn, das Endokarp ist nicht ausgebildet. Pro Frucht reift meist nur ein Samen aus. Er ist eckig oder rundlich und mit einer dicken, süß oder sauer und bitter schmeckenden Sarcotesta versehen. Das Endosperm ist tief gefurcht. Der Embryo steht basal.

ELEUTHEROCOCCUS
Die Borstige Taigawurzel, auch kurz Taigawurzel, Teufelsbusch, Stachelpanax, Sibirischer Ginseng, Eleutherokokk genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Araliengewächse.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Blutdruck normalisierend, Nicht bei Fieber anwenden!, Rekonvaleszenz, Stärkung des Immunsystems, anregend
wissenschaftlicher Name: Acanthopanax senticosus
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Sammelzeit: Herbst
 
Nutzung
Die (getrockneten) Blätter werden zum Aufgießen für einen Tee verwendet. Die Wurzel der Pflanze wird als Droge genutzt.
Wirkung
Die Taigawurzel gilt als tonisierend, stimulierend, das Immunsystem anregend, antiviral wirksam und Blutzucker senkend. Sie wird als adaptogene Heilpflanze verwendet.
Forschung
Nach russischen Untersuchungen in den 1950er Jahren soll sie Ausdauer, Konzentration, Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft verbessern. Sowohl beim Menschen als auch im Tierversuch konnte die leistungssteigernde Wirkung der Droge nachgewiesen werden. Die ermüdungswidrige Wirkung konnte zum Teil auch bestätigt werden.
 
Beschreibung
Die Borstige Taigawurzel ist ein sommergrüner Strauch, der Wuchshöhen von 2 bis maximal 7 Metern erreichen kann. Er ist nur wenig verzweigt und seine Zweige besitzen kleine Stacheln. Die lang gestielten Laubblätter sind handförmig geteilt; die gestielten Blättchen sind oval und gezähnt. Es werden doldige Blütenstände gebildet. Die kleinen, radiärsymmetrischen, zwittrigen Blüten sind gelb. Die aromatischen Früchte sind blau bis schwarz. Die Art blüht im Juli und wird von Insekten bestäubt.

BACHBLÜTE CRAB APPLE
Ich bin eher ein umständlicher Mensch                 
Diese Menschen sind in ihrer Art eher umständlich
Mit der Bachblüte können sie ihre umständliche Art hinter einem lassen
BACHBLÜTE ELM
Verzagte Erschöpfungsphase bei starken Charakter, denen dann sonst gut Selbstvertrauen vorübergehend abhanden gekommen ist            
Diese Menschen haben verzagte Erschöpfungsphasen, bei starken Charakteren, denen dann ansonst das Selbstvertrauen vorüber abhanden kommt
Mit der Bachblüte können sie diese Erschöpfungsphasen entgegenwirken und das Selbstvertrauen kommt ihnen nicht abhanden
Hildegards Lebens- und Heilmittel
Getreide
Wighard Strehlow nennt zusammenfassend zehn Attribute, die dem Dinkel in der Hildegardmedizin zugeschrieben werden:
-        Dinkel ist das beste Getreide,
-        Wirkt wärmend (fördert die Durchblutung),
-        Ist fettend,
-        Ist hochwertig,
-        Ist milder als alle anderen Getreidekörner,
-        Fördert die Muskelbildung,
-        Führt zu einem guten Blutbild,
-        Hellt die Stimmung auf,
-        Ist bekömmlich und vielseitig,
-        Ist leicht verdaulich
HAFER
Hafer gilt in der Hildegardküche als fast genauso heilsam wie Dinkel. Kranke sollen jedoch keinen Hafer essen, da er weniger leicht verdaulich als Dinkel ist und dazu neigt, die Verdauungsorgane zu verschleimen. Besonders positiv beeinflusst der Hafer das Gefühlsleben. „Den sticht der Hafer“, spricht der Volksmund, wenn sich jemand besonders unternehmungslustig gebärdet – und tatsächlich wurde seine psychotrope Wirkungen mit wissenschaftlichen Methoden zweifelsfrei nachgewiesen. Bereits 100g Hafer decken den Tagesbedarf von sechs der acht lebenswichtigen (essentiellen) Aminosäuren und ein Drittel der essenziellen Fettsäuren.
Hildegard von Bingen schreibt über den Hafer: „Hafer sorgt für einen guten Geschmacks- und Geruchssinn. Gesunden Menschen wird Hafer eine Freude zur Gesundheit. Er fördert ein fröhliches Gemüt und eine helle Aufgeschlossenheit. Die Haut wird schön und das Fleisch kernig und Gesund. Kranken allerdings ist der Hafer nicht zu empfehlen, weil er in ihrem Magen verklumpt und zur Verschleimung führen kann.“
Hafer war, neben Roggen, bis ins 18. Jahrhundert hinein das wichtigste Grundnahrungsmittel, vor allem nördlich der Alpen. Erst die Einführung der Kartoffel verwies den Hafer auf einen der hinteren Plätze in der Lebensmittelskala. Heute werden 96 Prozent der Haferernte als Viehfutter verwendet – gut für die Tiere, ein Verlust aber für den Menschen, der freiwillig oder unwissend auf ein hochwertiges Nahrungsmittel verzichtet.

Der Beinwickel
Die Beinwickel hat seinen Namen davon, weil das ganze Bein bis hinauf zum Becken eingehüllt wird.
TECHNIK
Man verfährt ebenso wie beim Wadenwickel, die Tücher müssen jedoch entsprechend größer sein. Zuerst wird der Unterschenkel dann der Oberschenkel gewickelt.
Auch bei diesem Wickel kann man das Tuch sowohl in Wasser als auch in Heublumen- oder andere Kräuterabsude eintauchen. Der Wickel kann nach 1-2 Stunden erneuert werden, wie es eben der Zustand des Kranken erfordert.
WIRKUNG
Die Wirkung des Beinwickels ist ebenfalls ausleitend. Er kann bei Geschwülsten und bösen Geschwüren angewendet werden. Auch bei Krämpfen oder Ischias [jedoch nur auf Anraten des Arztes!!!] bewährt er sich vorzüglich.
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