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Hauhechel
Hauhecheln sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Das Hauptverbreitungsgebiet der etwa 88 Arten ist der Mittelmeerraum.
Die Hauhechel ist ein kleiner Strauch aus der Familie der Hülsenfrüchte und ein gefürchtetes Unkraut. Ihre rosafarbenen Blüten sind eine Zierde der Wiesen, wo sie wachsen. Doch die Dornen pieksen schmerzhaft, wenn man ihnen zu nahe kommt. Die Wurzel der Hauhechel wird zur Blutreinigung bei Frühjahrs- und Schlankheitskuren verwendet. Auch gegen Blasenentzündung und Nierensteine wird sie häufig eingesetzt. Besonders geeignet ist eine kurze Teekur zur Durchspülung bei entzündlichen Harnwegen. Die Wurzeln haben je nach Boden stark schwankende Mengen an Inhaltsstoffen, teilweise bleibt sogar die erwünschte Wirkung aus, wenn die Wurzel keine Saponine enthält.
Die Dornige Hauhechel (Ononis spinosa) ist eine in Europa altbekannte Heilpflanze, die vor allem zur Behandlung bzw. Linderung von Blasen- und Nierenkrankheiten angewendet wird. Die hübsch anzusehende Pflanze mit ihren rosa gefärbten Schmetterlingsblüten enthält reichlich Saponine und ätherische Öle, die eine naturheilkundliche Anwendung befürworten. In vielen Gärten ist die Pflanze aufgrund ihrer tiefen Pfahlwurzeln und ihrer scharfen Dorne jedoch nicht immer beliebt.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Aquaretikum, Diuretikum, Entwässerungsmittel, Harntreibendes Mittel
Heilwirkung: antibakteriell, antiphlogistisch, aquaretisch, blutreinigend, entwässernd, entzündungshemmend, harntreibend, östrogen, steinlösend
Anwendungsbereiche: Pflanzenheilkunde: Blasenkatarrh, Diuretikum, Nierenbeckenentzündung, Harngrieß, Vorbeugung gegen Harnsteine, Volksheilkunde: Bauchwassersucht, Blasenentzündung, Blasenkatarrh, Blasenschwäche, Blasensteine, Blasengrieß, Diuretikum, Ekzeme, Feigwarzen, Gelenkrheuma, Gicht, Harnröhrenentzündung, Harngrieß, Harnsteine, Hautprobleme, Herpes simplex, Herpes zoster, Mundgeruch, Nierenbeckenentzündung, Nierenentzündung, Nierengrieß, Nierensteine, Rheuma, Wassersucht, Zahnschmerzen, Homöopathie: Nierenerkrankungen, Harnwegserkrankungen
wissenschaftlicher Name: Ononis spinosa
Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler = Fabaceae
englischer Name: Rest-Harrow
volkstümlicher Name: Aglakraut, Aglarkraut, Dornige Hauhechel, Eindorn, Einhagel, Eselskraut, Frauenkriegswurzel, Frauenstreit, Gundeldorn, Hachelkraut, Harnkrautwurzel, Hasenblume, Hasenöhrle, Haudornwurzel, Hauhechel, Hechelkrautwurzel, Heckelkraut, Heudorn, Heuhechel, Höhldorn, Hofdorn, Hohachel, Huldorn, Katzenspeer, Lahmdorn, List, Listendorn, Ochsenbrech, Ochsenbruch, Ochsenkraut, Pflugsterz, Questenkraut, Questenkrautwurzel, Schafhechel, Schafhechle, Schmalhef, Stachelkraut, Stachelkrautwurzel, Stallchrut, Stallkrautwurzel, Triefkraut, Weiberklatsch, Weiberkrieg, Weiberzorn, Weichsen, Wetzsteinkraut, Witschge, Witwerdörn, Wiwkrut
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten, junge Triebe, Wurzel
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Anethol, Carvon, fettes Öl, Flavonglykoside, Flavonoide, Formononetin, Genistein, Gerbstoffe, Glykoside, Gummi, Harz, Isoflavonide, Menthol, Onocerin, Ononin, Orocol, Phytosterin, Saponine, Sitosterin, Trifolirhizin, Triterpene, Zitronensäure
Sammelzeit: Kraut: Juni und Juli, Wurzel: September bis November
Nebenwirkungen: Bei hohen Dosen: Hämolyse (Auflösung der roten Blutkörperchen)
Wechselwirkungen: keine bekannt
Kontraindikation: Ödeme durch Minderfunktion von Herz oder Nieren
 
Anwendung
Die Hauhechelwurzel kann man frisch oder getrocknet als Tee oder in Teemischungen zur Blutreinigung und Förderung des Stoffwechsels einsetzen. Da sich der Körper besonders schnell an die harntreibende Wirkung anpasst, kann man die Wurzel nur für ein paar Tage anwenden. Sobald die Wirkung nachlässt ist eine 1-2 wöchige Pause nötig, damit die Wurzel wieder wirken kann.
Wurzel-Tee
2TL Hauhechelwurzelstücke mit 250ml kaltem Wasser übergießen und 10 Stunden stehen lassen. Dann abgedeckt nur ganz kurz aufkochen und anschließend abseihen. Sobald der Tee lauwarm ist: ungesüßt trinken. 2TL Hauhechelwurzelstücke mit 250ml Dazu muss ausreichend Wasser (etwa 2l/Tag) getrunken werden. Regt Harn- und Stoffwechseltätigkeit an.
Blüten-Tee
1-2TL der Blüten mit 250ml heißem Wasser übergießen, abdecken und ein paar Minuten ziehen lassen. Hilft gegen geschwollene Beine.
Mundspülung
Einen Wurzelabsud mit Essig gekocht, hilft als warme Mundspülung gegen Zahnschmerzen.
Umschläge
Einen Wurzelabsud mit Essig gekocht, hilft als Umschlag gegen schorfige Wundkrusten.
Einreibung
Einen Wurzelabsud mit Wein gekocht, hilft als Einreibemittel gegen Wadenkrämpfe.
Kraut
Das zerkleinert und zerquetschte Kraut hilft als Auflage bei Ekzemen, Hautausschlägen und Hautjucken.
frische Wurzel
Ein kleines Stückchen frische Wurzel kauen hilft gegen Zahnschmerzen.
junge Triebe
Die sehr jungen dornenfreien Triebe kauen hilft gegen Mundgeruch. Die jungen Trieben können auch eingemacht und später gegen Mundgeruch eingesetzt werden.
Homöopathie
Verarbeitet wird die oberirdische frische Pflanze zur Blütezeit, eingesetzt gegen Nierensteinkoliken, Nierengrießbildung und Wassersucht.
Anthroposophische Homöopathie
Verarbeitet wird der unterirdischen und angetrocknete Teil der Pflanze zur Blütezeit. Wird mit anderen Mitteln kombiniert.
Weitere Informationen
Hauhechelwurzelpulver in Tee und Salben: Über die blutreinigende Wirkung hilft sie auch gegen Hautkrankheiten und rheumatische Beschwerden.
Hauhechel als Heilkraut
Die Hauhechel ist eine sehr alte Heilpflanze, die bereits zur Zeit der alten Römer verwendet wurde. Auch der bekannte griechische Arzt Dioskurides (1. Jh. n. Chr.) erwähnte die Hauhechel (onosma) in seinem berühmten Werk Materia Medica. Zu dieser Zeit wurde die Pflanze vor allem gegen Nieren-, Harn- und Steinbeschwerden eingesetzt.
Im Kräuterbuch von P. A. Matthioli (1563) wurde die Rinde der Hauhechel in Wein eingelegt und getrunken, um Steine mit Gewalt zu brechen. Ebenso wurde die Pflanze verwendet, um Feigwarzen zu behandeln, Leberbeschwerden (Verstopfung der Leber) und Milzkrankheiten zu lindern oder um den Harnfluss zu verbessern. Neben inneren Krankheiten wurde die Hauhechel auch gegen Zahnschmerzen verwendet. Hier wurden die Wurzeln mit Wasser und Essig behandelt. Zitat: Die Wurtzeln in Wasser und Essig gesotten / und im Mund gehalten / lindert das Zahnwehe. Sie vertreibt auch die Rufen / darüber gelegt oder gestrichen.
Auch in der heutigen Anwendung wird die Hauhechel vor allem bei einigen Nieren und Blasenkrankheiten verwendet. Hier wird die Wurzel der Pflanze meist in Form von Tees verwendet. Die Wurzeln enthalten Saponine, ätherische Öle und Gerbstoffe, die dafür sorgen, dass die Harnmenge erhöht wird. Außerdem werden die Teeauszüge auch zur Prophylaxe von Harn- und Nierensteinen bzw. zur Entfernung von Nierengrieß verwendet.
Hauhecheltee – Hinweise zur Anwendung
Für die Zubereitung eines Hauhecheltees genügt es, 200 ml kochendes Wasser mit etwa 1 ½ Teelöffeln geschnittener Hauhechel-Wurzel zu übergießen. Den Aufguss dann für etwa 20 bis 30 Minuten ziehen lassen. Den Behälter gut abdecken!
Pro Tag sollten nicht mehr als 3 Tassen Hauhecheltee getrunken werden. Bitte nicht mehr als drei Tage hintereinander anwenden. Bei längerer Anwendung etwa eine Woche warten und bei nicht nachlassenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.
In der Volksmedizin wird die Hauhechel heute noch gelegentlich zur Blutreinigung verwendet.
Heilkräftige Pflanzenteile
Gesammelt werden die Wurzeln, im Frühjahr oder Spätherbst, wobei mit Vorsicht vorzugehen ist, da Verletzungen durch die Dornen schwer heilen. Die Wurzeln werden an Bindfäden auf luftigen Dachböden zum Trocknen aufgehängt. Dickere Wurzeln werden der Länge nach entzweigeschnitten.
Heil- und Wirkstoffe
In der Wurzel wurden als Heil- und Wirkstoffe, ätherisches Öl, fettes Öl, Gummi, Stärke, Zucker, Eiweiß, harz, Gerbstoffe, Zitronensäure, Phytosterin, einige Glukoside wie Onoin und Ononit u.a. festgestellt. Die nicht immer harntreibende Wirkung der Hauhechelwurzel ist nach neueren, teilweise noch umstrittenen Anschauungen auf den Saponingehalt zurückzuführen. Auf manchen Standorten scheint die Pflanze keine oder nur wenige Saponine zu erzeugen und löst dies auch eine verminderte harntreibende Wirkung aus. Nach Meinung des Autors, ist die harntreibende Wirkung der Hauhechelwurzel durchschnittlich sehr gut, jedoch zeitlich begrenzt. Zu Beginn der Teeanwendung ist eine sehr intensive Harn- bzw. Wasserausscheidung festzustellen, die jedoch rasch abklingt. Eine Erhöhung der Dosis bringt keine Steigerung der Ausscheidungen. Man muss vielmehr die Teekur abbrechen und nach einer Pause von 4-7 Tagen wieder fortsetzen. Nach dieser Zeit, es ist dies individuell verschieden, tritt eine erneute stärkere Harn- bzw. Wasserausscheidung ein.
Heilwirkung
Die Wurzel gilt in erster Linie ein gutes harntreibendes Mittel. Sie ist ein bevorzugtes Mittel bei Neigung zur Harnsäurebildung und der in der Folge damit verbundenen Grieß- und Steinbildung. Bei allgemeiner Wassersucht und im besonderen bei Bauchwassersucht, bei Schwellungen infolge Flüssigansammlung im Gewebe (Ödemen), Nierenentzündung, Nierengrieß und Nierensteinen, bei Blasenkatarrh, Blasensteinen, Gicht, Rheuma und chronischem Gelenkrheumatismus, leistet die Hauhechelwurzel gute Dienste.
Für die Teebereitung nimmt man 2 Teelöffel der kleingeschnittenen Wurzel auf 1 Tasse Wasser im kalten Ansatz durch 8 Stunden, lässt dann kurz aufkochen und seiht sogleich ab. Kein Zuckerzusatz!!! Man stellte wiederholt fest, dass der Teegenuss die Verdauungsdrüsen anregt und dadurch eine aufkommende Darmträgheit behebt. Auch die Drüsen der Bronchialschleimhaut werden zu einer erhöhten Tätigkeit veranlasst und bringt man dadurch Bronchialkatarrhe rascher zum Abheilen.
Die günstige Wirkung auf den allgemeinen Stoffwechsel verursacht schließlich eine gute Abheilung stark juckender trockener bis nässender Ekzeme.
Anwendung in der Homöopathie
Die Homöopathie verwendet die Essenzen und ihre Verdünnungen bei Nierensteinkoliken und bei Nierengrießbildung.
Anwendung in der Volksheilkunde
Hauhechel wird schon seit dem Altertum in der Volksheilkunde vielfach angewendet. Eine uralte volksmedizinische Weisheit lautet: „Nimm zeitweise Hauhecheltee, es reinigt das Geblüt!“
Die Wurzelrinde in Wein abgekocht und diesen getrunken bricht den Stein mit Gewalt. Dieser Trank dient auch gegen die Gelbsucht.
Die Wurzel in Essig gesotten und den Absud warm im Mund gehalten, lindert das Zahnweh.
In den Essigabsud der Wurzel Leinentüchlein getaucht und damit feuchtwarme Umschläge gemacht, beschleunigt das Abheilen der schorfigen Wundkrusten.
Die Abkochung der Wurzel in Weißwein wird mit Erfolg als Einreibung bei Waden oder Fingerkrampf verwendet.
Bei Harnbeschwerden nehme man 3 Teile Hauhechelwurzel und je 1 Teil Wacholderbeeren, Petersilienwurzel und Zinnkraut. Von dieser Mischung nehmen man 1 Teelöffel für 1 Tasse im Aufguss und trinke täglich 3 Tassen.
In der Volksheilkunde werden die frischen Blätter und Blüten als Auflagen bei nässenden Hautausschlägen und bei Hautjucken angewendet. Gleichzeitig soll ein Blutreinigungstee getrunken werden.
Achtung! Bei bekannter Herzschwäche oder bekannten Wasseransammlungen sollte der Gebrauch von Hauhechel vermieden oder zumindest mit einem Arzt abgeklärt werden.
Hauhechel in der Küche
Die dornige Hauhechel findet in der Küche kaum Verwendung. Gelegentlich findet die Hauhechel Gefallen bei Liebhabern von Wildkräutersalaten, wobei die jungen Triebe verwendet werden, die einen leicht scharfen Geschmack aufweisen. Ausgewachsene Pflanzen haben einen sehr unangenehmen Geschmack.
 
Geschichtliches
Schon im Altertum wurde die Hauhechelwurzel zur Blutreinigung, gegen Blasen und Nierensteine und viele andere Krankheiten genutzt. Schon einige Jahrhunderte vor Christi Geburt wurde die Hauhechel von Theo-phrast beschrieben. Allerdings dürfte die beschriebene Hauhechelart eine andere als die Dornige Hauhechel gewesen sein. In Deutschland fand die Dornige Hauhechel im 16. Jahrhundert ihren Einzug in die Kräu-terbücher, z.B. im Kreutterbuch von Leonhart Fuchs. Als Zauberkraut setzte man es auch zum Schutz des Viehs ein. Bis zur modernen Landwirtschaft ein gefürchtetes Unkraut, da die stabile Wurzel jeden Pflug stoppte und die Dornen Mensch und Tier verletzten.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Dornige Hauhechel ist in Osteuropa heimisch und winterhart. Sie wächst bevorzugt auf sonnigen, sandigen und trockenen Wiesen, Brachland und Wegrändern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 30 bis 60 Zentimeter hoch. Die Blätter sind gefiedert und etwa 3 cm lang. Die rosa Blüten erscheinen zwischen Juni und August Aus den Hauchechelblüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen. Die Samen befinden sich in behaarten Samenhülsen. Der oberirdische Teil der Pflanze stirbt bei Frost ab. Die stabilen Wurzel-stöcke mit verzweigten Pfahlwurzeln erreichen eine Tiefe von etwa 1 Meter. Die Wurzel ist außen graubraun bis schwarzbraun und im Innern weiß. Es gibt verschiedene Hauhechelarten.
Botanik
Ein schwer auszurottendes Unkraut, dessen hin- und hergebogene Wurzeln tief in die Erde gehen. Sie leisten sogar dem Pflug Widerstand und können nur mit der Spitzhaue gerodet werden. Die Wurzel ist ausdauernd, die kleinstrauchartige Pflanze wird 40 bis 60cm hoch. Der aufsteigende Stängel hat abstehende Ästchen, unter denen sich ein länglicher gerader Dorn befindet. Die Schmetterlingsblüte ist rosarot, der Erbsenblüte fast ähnlich.
Geruch und Geschmack
Der Geruch der Pflanze ist süßlich, holzartig, an Süßholz erinnernd. Die frisch ausgegrabenen Wurzeln verbreiten zumeist einen ausgesprochenen Bocksgeruch. Der Geschmack der Pflanze ist etwas unangenehm. Die Wurzel schmeckt eher scharf, herb, reizend.
Blütezeit
Von Juni bis September
Standort
Hauptsächlich auf Brachland vorkommend, oft auch auf Äckern, Rainen und Weiden. Die Pflanze ist kalkliebend. Durch starkes Düngen und Jauchen bringt man dieses Unkraut am schnellsten zum Verschwinden.
Bei Ononisarten handelt es sich um selten einjährige oder meist ausdauernde krautige Pflanzen, manchmal auch kleine Sträucher. Oft sind die oberirdischen Pflanzenteile drüsig bis klebrig behaart, was bei den Hülsenfrüchtlern eher die Ausnahme ist. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind gestielt. Die Blattspreiten sind meist dreiteilig. Von den gezähnten Teilblättchen ist das mittlere meist gestielt und die seitlichen ungestielt. Selten besteht die Blattspreite aus nur einem Teilblatt oder es sind sogar mehr als nur ein Paar seitliche Teilblätter vorhanden. Die zwei Nebenblätter sind mit den Blattstielen verwachsen.
Bei vielen Arten stehen die Blüten einzeln oder bis zu dritt in den Blattachseln, es können aber euch deutliche endständige, traubige oder rispige Blütenstände ausgebildet sein, die aber nicht so kompakt sind wie bei vielen Kleearten. Trag- und Deckblätter sind winzig oder fehlen. Die Blüten sind sitzend oder lang gestielt. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf ungleichen Kelchblätter sind verwachsen. Die Blütenkronblätter sind meist gelb, manchmal rot, rosa bis lila oder weißlich. Die Fahnen sind genagelt. Die Schiffchen sind schnabelartig verschmälert. Es sind zehn Staubblätter vorhanden. Alle Staubfäden sind röhrig verwachsen. Das einzelne lineal-längliche oder eiförmige Fruchtblatt enthält zwei bis viele Samenanlagen.
 
Anbautipps
Die Dornige Hauhechel ist als gefürchtetes Unkraut sehr pflegeleicht. Man sollte sich gut überlegen die Dornige Hauhechel im eigenen Garten anzubauen, ist die Pflanze nur mit hohem Aufwand durch Ausgraben der tiefen Wurzel oder starker Dauerdüngung wieder loszuwerden. Aus Wurzelstücken und Wurzelresten kann sich wieder eine neue Pflanze entwickeln, daher kann die Pflanze über Wurzelteilung vermehrt werden, am besten im Herbst. Im Frühling die Samen aussäen. Ein Anbau im Topf bring nur bei entsprechend tiefen Töpfen eine gute Wurzel hervor, das Kraut und Blüte wächst auch in kleinen Töpfen recht gut. Der Standort sollte sonnig sein. Der Boden sollte durchlässig, kalkhaltig, trocken und sandig sein, wächst auch auf lehmigem Boden. Wenig düngen und nur bei großer Trockenheit gießen
 
Sammeltipps
Die Wurzel wird im Frühling oder Spätherbst geerntet. Mit Hilfe von Spitzhaue/ Spitzhacke wird die Wurzel in schweißtreibender Arbeit aus dem Boden gegraben. Dabei sollte man darauf achten, dass man sich nicht an den Dornen verletzt, da diese schwer heilende Wunden verursachen. Wurzel reinigen. Dicke Wurzelteile der länge nach halbieren, dünne Wurzeln können direkt getrocknet werden. Die Wurzel stinkt. Zum Trocknen die Wurzeln an Bindfäden aufreihen und an einem luftigen, warmen und trockenen Ort aufhängen, ideal ist ein luftiger Dachboden. Die Wurzeln können auch in kleine Stücke geschnitten werden und im Backofen oder Trockengeräte bei niedriger Temperatur (40 °C) getrocknet werden. Die Wurzelstücke insektensicher, trocken und lichtgeschützt lagern. Gut gelagerte Wurzelstücke halten etwa 4-5 Jahre. Bei dem Ernten von Blüten und Blättern auf die Dornen achten.

Gilbweiderich
Kaum jemand kennt den Gilbweiderich, dabei ist er eine recht vielseitige Heilpflanze, die früher ihren festen Platz im Repertoire der Naturheilkundler hatte. Seine herausrangendste Wirkung sind die adstringierenden und blutstillenden Fähigkeiten, was den Gibweiderich zu einem Mittel der Wahl bei Zahnfleischbeschwerden und Mundentzündungen macht.
Als Gilbweiderich, auch Gelbweiderich oder Felberich genannt, bezeichnet man eine Pflanzengattungin der Unterfamilie der Myrsinengewächse innerhalb der Familie der Primelgewächse. Die 150 bis 180 Arten sind hauptsächlich auf der Nordhalbkugel verbreitet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, auswurffördernd, Blutgerinnung, Bronchitis, Durchfall, Darmprobleme, Husten, Wunden (reinigend), Geschwüre, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name: Lysimachia vulgaris
englischer Name: Yellow Loosestrife
volkstümlicher Name: Gemeiner Felberich
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: Gerbstoff, Kieselsäure, Saponine, ätherisches Öl
Sammelzeit: Juni bis August
 
Anwendung
Gilbweiderichtee eignet sich zum Gurgeln und Spülen bei Blutungen und Entzündungen im Mundraum. Er eignet sich auch als getrunkener Tee gegen Blutungen aller Art. Durch seine auswurffördernde Wirkung eignet er sich als Hustentee. Außerdem hilft er bei Durchfälle und andere Darmkrankheiten. Äußerlich angewandt kann man Gilberich für blutende oder schlecht heilende Wunden verwenden. Mit den Blüten kann man Stoffe gelb färben.
 
Pflanzenbeschreibung
Der gemeine Gilbweiderich gehört zur Familie der Primelgewächse. Er ist relativ selten und wächst gerne an Ufern, Gräben und anderen feuchten Stellen. Der Stängel des Gilbweiderichs ist aufrecht und etwas kantig. Seine großen, eiförmigen Blätter wachsen gegenständig oder quirlständig. Die Blüten wachsen in Rispen, die aus den Blattachseln und der Spitze der Pflanze sprießen. Sie sind leuchtend gelb, haben 5 Blütenblätter und sind gut einen Zentimeter lang. Der Geruch des Gilbweiderichs hält Insekten fern.
Bei Lysimachiaarten handelt es sich meist um ausdauernde krautige Pflanzen, seltener auch um Halbsträucher, die selbstständig aufrecht bis niederliegend wachsen. Die vegetativen oberirdischen Pflanzenteile besitzen häufig Drüsen, die man als Punkte oder Striche erkennen kann. Die meist gegenständig oder in Quirlen, seltener sind sie wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind einfach und ganzrandig.
Die Blüten einzeln in den oberen Blattachseln oder in seiten- oder endständigen, rispe, trugdoldigen oder traubigen Blütenständen zusammen, die oft zu kopfigen Bündeln verkürzt sind. Es sind Tragblätter vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünf- oder selten sechs- bis neunzählig mit doppelter Blütenhülle. Die meist fünf, selten sechs bis neun Kelchblätter sind nur kurz verwachsen. Die meist fünf, selten sechs bis neun Kronblätter sind nur kurz glocken- oder fast radförmig verwachsen. Die Farben der Kronblätter sind meisten gelb, seltener weiß oder rosafarben. Die fünf Staubblätter sind frei oder an der Basis zu einem Ring verwachsen und mehr oder weniger stark mit der Kronröhre verwachsen. Die fast kugelige Kapselfrucht öffnet sich bei Reife meist mit Klappen, bei wenigen Arten bleibt sie geschlossen.

Bachblüten
Sammlung, Konzentration (White Chestnut)
Diese Menschen können sich nicht sammeln und die Konzentration ist auch schwach
Mit der Bachblüte können sie sich sammeln und die Konzentration steigt wieder
Bachblüten
Wesentliches erkennen, Selbstverwirklichung (Wild Oat)
Diesen Menschen fehlt das wesentliche zu erkennen und die Selbstverwirklichung ist schwach
Hier kann Wild Oat helfen das Wesentliche wieder zu erkennen und können sich wieder Selbst verwirklichen
Einteilung der Kohlenhydrate
KH oder Saccharide sind ein Sammelbegriff für alle Zucker- und Stärkearten, sowie Faserstoff. Sie kommen vor allem in pflanzlichen Nahrungsmittel vor.
Kohlenhydratlieferanten:
Pflanzlich: Getreide/-produkte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse, Zucker, Nüsse, Samen
Tierisch: Milch/-produkte wie Joghurt, Kefir, Buttermilch, Sauermilch, Molke, Leber (Glykogen)
Einteilung von Kohlenhydraten
Kohlenhydrate lassen sich in Einfachzucker (Fachausdruck: Monosaccharide, allgemeine Struk-turformel: C n H 2n O n , z.B. Fruchtzucker oder Traubenzucker), Zweifachzucker (Fachausdruck: Disaccharide, allgemeine Strukturformel: C n H 2n-2 O n-1 , z.B. Malz-, Milch- oder Haushaltszucker) und Vielfachzucker (Fachausdruck: Polysaccharide, allgemeine Strukturformel: C n H 2n-2 O n-1 , z.B. pflanzliche oder tierische Stärke) einteilen.
Durch Verknüpfung einzelner Monosaccharide entstehen Disaccharide, lagern sich mehr als zwei Monosaccharide aneinander, entsteht ein Oligosaccharid, bei ganz vielen Monosacchariden entstehen Polysaccharide.
Kohlenhydrate können vom Körper aber nur in Form von Monosaccharide verarbeitet werden, so dass alle anderen Kohlenhydrate zu diesen mit Hilfe von aufgespalten werden.
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