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KAPUZINERKRESSE
Die Kapuzinerkresse ist anders als die meisten anderen Pflanzen, die hier wachsen. Zuerst fallen nur ihre kreisrunden Blätter auf, an denen man die Kapuzinerkresse schon von weitem erkennt. Wenn sie dann zwischen Hochsommer und Herbst ihre leuchtenden Blüten entfaltet, verliert man die interessante Blattform fast aus dem Auge, denn die Blüten sind so schön anzusehen, dass man sich an ihnen kaum sattsehen kann. Obendrein ist die Kapuzinerkresse so schattenverträglich, dass sie auch dunkle Stellen unter Bäumen oder andere Schattenplätze mit Grün und kräftigen Farben erfüllen. Man kann sowohl die runden Blätter als auch die Blüten essen und mit dem leicht scharfen Geschmack seine Speisen würzen. In der Küche werden vor allem die essbaren Blüten des Krauts geschätzt. Das ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Kapuzinerkresse hilft nämlich gegen Erkältung und Husten.
 
Anwendung
Kapuzinerkresse wird in erster Linie als gesundes Gewürz gegessen.
Innerlich
Kapuzinerkresse kann man gegen Husten und Bronchitis einsetzen, weil sie schleimlösend wirkt. Außerdem hilft Kapuzinerkresse bei Hals- und Rachenentzündungen aufgrund der antibiotischen Eigenschaften der in ihr enthaltenen Senfölglykoside. Da sie auch das Immunsystem stärkt, weil sie viel Vitamin C enthält, ist die Kapuzinerkresse eine hervorragende Heilpflanze gegen Erkältungen. Mit ihren harntreibenden Eigenschaften in Kombination mit der Desinfektion kann sie auch gegen Probleme des Harnapparates helfen. Man wendet die Kapuzinerkresse jedoch nicht als Tee an, sondern würzt damit seine Speisen, um in den Genuss ihrer gesundheitlichen Fähigkeiten zu kommen.
Küche
Von der Kapuzinerkresse kann man sowohl die runden Blätter als auch die Blüten essen und sogar die Knospen lassen sich lecker einlegen. All diesen Pflanzenteilen gemeinsam ist der leicht scharfe würzige Geschmack, der ein wenig an Gartenkresse erinnert. Die beiden Pflanzenarten sind jedoch nicht miteinander verwandt. Die hübschen Blüten machen sich gut als Zierde in Salaten. Auch Nachtische lassen sich mit den Blüten hübsch garnieren, denn sie sind deutlich milder als die Blätter und daher auch für Süßspeisen geeignet. Die Blätter kann man kleingehackt in Salaten, Kräuterquark, Eierspeisen, auf Kartoffeln, auf Butterbrot und anderen Speisen einsetzen. Überall, wo man frisches, würziges Grün haben will, eignen sich die Blätter der Kapuzinerkresse. Blätter, Knospen, Blüten und Samen sind essbar und erinnern mit ihrem leicht pfeffrigen Geschmack an Brunnenkresse. Knospen und unreife Samen können als Gewürz verwendet werden, mariniert oder in Essig eingelegt werden sie wie Kapern verwendet. Blätter und Blüten werden meist als Salat angerichtet.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Große Kapuzinerkresse bildet niederliegende, fleischige Stängel und wird etwa 15 bis 30 Zentimeter hoch. Findet sie eine geeignete Unterlage, kann sie als Blattstielranker drei Meter hoch klettern. Die Blätter sind schildförmig, ganzrandig, die Blattspreite ist rund bis leicht nierenförmig mit einem Durchmesser von drei bis zehn (gelegentlich bis 17) Zentimeter. Vom Blattstiel, der in der Blattmitte ansetzt, gehen neun Blattadern aus. Die Blüten sitzen in den Blattachseln einzeln an einem sechs bis 13 Zentimeter langen Blütenstiel. Sie messen drei bis sechs Zentimeter und sind gelb, orange oder rot, häufig mit dunkleren Flecken. Die fünf Kelchblätter sind lanzettlich und bis zwei Zentimeter lang. Der wenig gekrümmte Sporn misst etwa drei Zentimeter. Die beiden oberen Blüten-blätter sind ganzrandig, die unteren drei weisen am Übergang von der schmalen Basis zum breiten Vorderteil des Blütenblatts Fransen auf. Die acht Staubblätter sind ungleich geformt und nicht miteinander verwachsen. Der aus drei Fruchtblättern zusammengesetzte Fruchtknoten trägt einen Griffel, der in einer dreigeteilten Narbe endet. Die Frucht zerfällt bei der Reife in drei einsamige Teilfrüchte.
Die Kapuzinerkresse stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Doch inzwischen ist sie in Europa heimisch geworden, wie auch in anderen gemäßigten Zonen der Erde. Man kann bei ihr also von einem Neophyten sprechen, einem pflanzlichen Einwanderer.  Ihre Gattung bildet eine eigene Familie, die Familie der Kapuzinerkressengewächse. Kapuzinerkresse wächst bevorzugt auf relativ nährstoffreichem Boden und verträgt auch schattige Standorte. Die einjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch, kann aber manchmal auch klettern und wird dann entsprechend höher. Aus den dicken, runden Samen sprießen im späten Frühjahr runde Stängel, an deren Ende nahezu kreisrunde Blätter wachsen. Die runde Form der Blätter ist eine Besonderheit unter den heimischen Pflanzen. Sie haben zudem Eigenschaften wie Lotusblätter, denn sie weisen Schmutz ab. Dreck wird einfach mit dem nächsten Tau oder Regen abgespült. Die orangefarbenen, roten oder gelben Blüten erscheinen zwischen Juni und Oktober. Diese Blüten sind etwa fünf Zentimeter groß und ausgesprochen dekorativ. Am hinteren Ende haben sie einen Sporn, der ein wenig an die Kapuzen von Mönchskutten erinnert. Diese Sporne haben der Pflanze den Namen Kapuzinerkresse eingebracht.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Erkältungen
Heilwirkung: anregend, antibiotisch, blutreinigend, pilztötend, schleimlösend
Anwendungsbereiche: Bronchitis, Grippale Infekte, Halsentzündung, Verstopfung, Infektion der Harnwege, Menstruationsfördernd
wissenschaftlicher Name: Tropaeolum majus
englischer Name: Nasturtium
Pflanzenfamilie: Kapuzinerkressengewächse = Tropaeolaceae
andere Namen: Gelbes Vögerl, Kapuzinerli, Salatblume
falsche Schreibweisen: Kapuzienerkresse
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Senfölglykoside
Sammelzeit: Juni bis August

LINDE
Die Linden bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Lindengewächse innerhalb der Familie der Malvengewächse. Die Linde ist ein weitverbreiteter Baum, der wunderbaren Schatten spendet, geeignet ist, daß man Herzchen in ihn schnitzt (was ihm bestimmt etwas wehtut) und gerne an Versammlungsplätzen wächst. Auch in Städten ist die Linde sehr beliebt, um Plätze und Straßen zu begrünen. Ihre Blüten sind ein wichtiges Heilmittel bei Fieber und Grippe.
   
Anwendung
Linde kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die häufigste Art, Lindenblüten anzuwenden ist der berühmte Lindenblütentee. Man kann ihn auch in Teemischungen gegen Erkältung verwenden.
Innerlich
Linde kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Erkältungen und Grippe einsetzen. Außerdem hilft Linde gegen Verdauungsbeschwerden und Störungen des Nervensystems wie Kopfschmerzen, Migräne oder Schlafstörungen.
Äußerlich
Äußerlich kann man Lindentee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man die Abheilung von Wunden fördern. Linde hilft äußerlich eingesetzt auch gegen Furunkel und andere Abszesse. Umschläge mit Lindenblütentee können das Reifwerden fördern.
Heilwirkung
Offizinell sind die Lindenblüten für den bekannten Lindenblütentee. Dieser wirkt krampfstillend und vor allem schweißtreibend. Kneipp empfiehlt ihn sehr bei Nierenleiden und bei Verschleimung der Lunge und Luftröhre. Die krampflösende und schweißtreibende Wirkung wird dem ätherischen Öl, mit seinem Hauptbestandteil Farnesol, ferner dem Schleim Wachs und Gerbstoff zugeschrieben. Besonders alte verschleppte Bronchialkatarrhe aus der Spätwinterzeit finden durch eine mehrtägige Lindenblütentee-Kur ein rasches Ende.
Das Schwitzen durch den Genuss eines Lindenblütentees wird manchmal mit der Behauptung abgetan, dass dies durch das heiße Wasser ausgelöst würde, womit der Tee abgebrüht wird. Die neuesten Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass der Schweißausbruch nach dem Genuss eines Lindenblütentees – ähnlich wie nach dem Genuss eines Holunderblütentees – durch einen ganz besonders schweißtreibend wirkenden Heilstoff in Verbindung mit den anderen bereits genannten Heilstoffen ausgelöst wird. Nur eine soll man beim Lindenblütentee beachten: man soll diesen Tee nicht zum Dauergetränk machen! Wenn auch der Lindenblütentee neben den sogenannten Heilwirkungen blutreinigend ist, bei Nierenschwäche oder geistiger Überanstrengung belebend wirkt, die Herztätigkeit anregt, kann es bei ständigem Gebrauch Herzschädigungen auslösen! Diese in der Volksmedizin weiterverbreitete Ansicht fand nun in jüngster Zeit ihre wissenschaftliche Bestätigung.
   
Pflanzenbeschreibung
Die Linde ist in Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt dort, wo sie von Menschen angepflanzt wird, auf Dorfplätzen, an Straßen, Alleen und Parks oder auf Wiesen. Wild kommt die Linde eher selten vor. Es gibt viele Lindenarten. In Mitteleuropa sind Sommerlinde und Winterlinde die häufigsten Arten. Die Sommerlinde ist die Lindenart, die bevorzugt als Heilpflanze angewendet wird. Die Winterlinde und andere Lindenarten kann man jedoch auch zu Heilzwecken einsetzen. Der Baum wird bis zu vierzig Meter hoch. Die Blätter der Sommerlinde sind groß, bis zu 15cm breit und lang. Die Blätter der Winterlinde sind deutlich kleiner, etwa 6cm breit und 5cm lang. Die in Trugdolden hängenden Blüten erscheinen zwischen Juni und Juli. Sie sind sehr beliebt bei Bienen und werden eifrig umschwirrt. Aus der Lindenblüte entwickeln sich kugelige Früchte mit Rippen. Lindenbäume können sehr alt werden, oft viele hundert Jahre alt.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Grippe
Heilwirkung: beruhigend, blutreinigend, entspannend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Erkältung, grippale Infekte, Schnupfen, Husten, Hustenkrampf, Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Darmentzündung, Verstopfung, Rheuma, Blasenentzündung, Bluthochdruck, Wassersucht, Ödeme, Kopfschmerzen, Migräne, Schlaflosigkeit, Angstzustände, Hexenschuss, Ischias, Wunden, Furunkel, Falten
wissenschaftlicher Name: Tilia grandifolia, Tilia cordata
Pflanzenfamilie: Lindengewächse = Tiliaceae
englischer Name: Lime Tree
volkstümliche Namen: Sommerlinde, Grossblättrige Linde, Winterlinde, Stein-Linde, Kleinblättrige Linde
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Farnesol, Saponine, Flavonglykoside, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Schleim
Sammelzeit: Juni

BACHBLÜTE CHERRY PLUM
Man ringt um seine Selbstbeherrschung               
Diese Menschen ringen um deren Selbstbeherrschung
Cherry Plum hilft die Selbstbeherrschung zu stärken
 

BACHBLÜTE CHICORY
Ich kann keine Kritik vertragen                              
Diese Menschen können absolut keine Kritik vertragen
Mit der Blüte können sie wieder Kritik einstecken

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Hauterkrankungen
EKZEME
Ekzeme sind entzündliche Hautkrankheiten, die jedoch nicht ansteckend sind. Charakteristisch für sie ist ein meist trockener, manchmal auch nässender, in jedem Fall juckender schmerzhafter Hautausschlag. Die Ursachen können so vielfältig sein, dass es Detektivarbeit und viel Geduld erfordert, die beste Behandlung zu finden. In Folgenden ein paar bewährte Mittel der Hildegardmedizin:
Buchsbaumsaft
Um die Ekzem von innen nach außen abzuheilen, wird zunächst eine innere Einnahme von Buchsbaumsaft mit Rosenlakritzsaft empfohlen. 8 Tage nach der inneren Behandlung beginnt die eigentliche Hauttherapie mit einer Mischung aus Buchsbaumsaft und Olivenöl. Mit dieser Kombination wird die „innere Unreinheit“ nach außen getrieben und die Haut wird wieder rein.
Zutaten: 1TL Buchsbaumsaft, 30ml Rosen-Urtinktur, 70ml Süßholzsaft (verdünnt 1:1), 250ml Wein.
Zubereitung: Saft und ½ TL Rosenlakritzsaft (Mischung aus Rosen-Urtinktur und Süßholzsaft) mit Wein erhitzen. Davon dreimal täglich bis zum Abklingen des Ekzems 1 Likörglas vor dem Essen trinken.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
BOCKSHORNKLEE
Der Bockshornklee ist eine Pflanzenart und gehört zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Er ist eng verwandt mit dem Schabzigerklee. Ursprünglich kommt der Bockshornklee aus Indien, wo er schon im Altertum hochgeschätzt wurde. Die Benediktinermönche haben ihn bei uns eingeführt und in ihren Klostergärten angebaut. Die Samen des Bockshornklee helfen bei der Stärkung von Menschen in der Rekonvaleszenz oder mit Untergewicht. Äußerlich kann man ihn gegen Entzündungen und Eiterungen der Haut verwenden, beispielsweise bei Furunkeln oder offenen Beinen.
Der Bockshornklee ist Gewürz- und Heilpflanze zugleich. Im Fokus der ansonsten eher unscheinbaren Pflanze stehen die Samen. Gemahlene Bockshornkleesamen gehören zur Standardausrüstung der indischen und persischen Küche. Die Pflanze selbst verfügt über zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe, die somit ihren Nutzen auch in der modernen Heilpflanzenkunde rechtfertigt.

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