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HUNDSZUNGE
Die Hundszungen sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Raublattgewächse. Die Hundszunge ist eine relativ häufige Pflanze, die eng mit dem Beinwell verwandt ist. Sie sieht jenem auch recht ähnlich, obwohl die Blüten der Hundszunge nicht nach unten hängen. Die Blüten der Hundszunge wechseln von rötlich über violett bis hin zu blau. Als Heilpflanze wird die Hundszunge heutzutage kaum noch verwendet. Von der inneren Anwendung ist wegen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide abzuraten. Nur die äußerliche Anwendung gegen Hautprobleme wäre noch empfehlenswert.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Hautverletzungen, Leichte Verbrennungen
wissenschaftlicher Name: Cynoglossum officinale
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Pyrrolizidinalkaloide, Heliosupin, Cynoglossin, Consolidin
Sammelzeit: Herbst
 
Pflanzenbeschreibung
Hundszungen-Arten sind meist zweijährige oder ausdauernde, seltener einjährige, krautige Pflanzen. Die wechselständigen Laubblätter sind einfach und ganzrandig; sie sind meist gestielt.
Meist in endständigen zymösen Blütenständen, meist ohne Tragblättern, stehen viele Blüten zusammen. Die zwittrigen Blüten sind meist fünfzählig und radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Die meist fünf Kelchblätter sind höchstens an ihrer Basis verwachsen und vergrößern sich nach der Anthese. Die meist fünf Kronblätter sind zu einer zylindrischen bis trichterförmigen Röhre verwachsen und besitzt einen radförmigen Saum. Die Kronröhre wird durch fünf Schlundschuppen verschlossen. Staubblätter und Griffel sind in der Kronröhre eingeschlossen. Es ist nur ein Kreis mit meist fünf fertilen Staubblättern vorhanden. Die Staubblätter stehen in oder oberhalb der Mitte. Die zwei Fruchtblätter bilden den oberständigen Fruchtknoten; er ist durch falsche Scheidewände in vier Klausen geteilt. Die Klausenfrucht zerfällt in meist vier Teilfrüchte. Die meist vier einsamigen nussartigen Klausen sind ei- bis kreisförmig, auf der Dorsalseite konvex, flach oder leicht konkav, zum Teil mit Randwulst und mit Widerhaken versehen.

KREUZDORN t
Kreuzdorn, auch Wegedorn genannt, bildet eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Kreuzdorngewächse . Die etwa 100 Arten sind bis auf einige wenige Regionen weltweit verbreitet. Der Kreuzdorn lockt im Herbst mit seinen schwarzen Beeren, die jedoch nicht zum Naschen geeignet sind, sondern eine abführende Wirkung haben. Schon Dioskurides kannte und empfahl den Kreuzdorn und seine Brüder. Die Volksheilkunde verwendet den Purgierkreuzdorn, wie er häufig genannt wird, auch für andere Zwecke außer Verstopfung. Beispielsweise soll er gegen Rheumatismus, niedrigen Blutdruck und Wasseransammlungen hilfreich sein.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Leicht giftig! blutreinigend, harntreibend, Verstopfung, Rheuma, Gicht, Kreislauf anregend, Blutdruck steigernd, Ödeme, Blutungen, Ekzeme, Hautausschläge
wissenschaftlicher Name: Rhamnus catharticus, Rhamnus cathartica
englischer Name: Buckthorn
volkstümlicher Name: Purgierkreuzdorn, Echter Kreuzdorn, Amselbeere, Chelgerli, Färberbeere, Hexendorn, Hirschdorn, Kreuzbeere, Purgierdorn, Schyssbeeri, Wegdorn
Verwendete Pflanzenteile: Früchte
Inhaltsstoffe: Anthrachinon-Verbindungen, Glykoside, Flavonglykoside
Sammelzeit: September und Oktober
 
Anwendung
Das Öl der Samen wird zur Herstellung von Schmieröl, Druckerfarbe und Seife verwendet. Die Wurzeln und Blätter einiger Arten dienen als Heilmittel. Die Früchte einiger Arten, Purgier-Kreuzdorn, Stechpalmen-Kreuzdorn, Felsen-Kreuzdorn, Färberdorn, werden zum Färben verwendet.
Abführmittel
Aus den getrockneten, reifen Beeren kann man einen Tee zubereiten. Dazu übergießt man zwei Teelöffel Beeren mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lässt den Aufguss 10 Minuten ziehen. Man kann die Beeren auch als Mus oder unbearbeitet essen. Als mildes Abführmittel brauchen Erwachsene 10 bis 20 Beeren.  
Achtung! Abführmittel sollte man nicht über einen längeren Zeitraum einnehmen, weil die Stuhlträgheit dadurch chronisch werden kann. Außerdem kann es zu Wassermangel und Mineralstoffmangel kommen. Stattdessen besser die Ernährung mit mehr Ballaststoffen anreichern. Schwangere sollten den Kreuzdorn nicht verwenden!
Andere Einsatzzwecke
Die Volksheilkunde setzt den Kreuzdorn auch gegen Rheumatismus und Gicht ein.
Niedriger Blutdruck soll angeregt werden und Wasseransammlungen ausgeschwemmt. Auch gegen chronische Hautausschläge und Ekzeme soll der Kreuzdorn helfen, vermutlich aufgrund der erhofften Reinigungswirkung durch die Anregung der Verdauung und die blutreinigende Wirkung.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Purgierkreuzdorn ist in Europa, Afrika und Asien heimisch. Der Strauch wird bis zu drei Meter hoch. An seinen Zweigspitzen trägt er lange Dornen, die ihm seinen Namen eingebracht haben. Die Blätter sind eiförmig und glänzend. Sie haben vertiefte Blattnerven. Aus den unscheinbaren Blüten entwickeln sich fast schwarze runde Beeren in Erbsengröße.
Die Rhamnusarten sind meist sommergrüne, selten immergrüne Sträucher und kleine Bäume. Sie bilden häufig Dornen. Einige Arten bilden Knospenschuppen an den Winterknospen.  Die gegenständigen oder wechselständigen, selten in Büscheln auf Kurztrieben angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreiten sind einfach und oft gesägt. Die Nebenblätter sind stark zugespitzt.
Die Blüten stehen einzeln oder in zymösen, traubigen oder rispigen Blütenständen zusammen. Die unscheinbaren Blüten sind oft zwittrig und vier- oder fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenfarbe ist grünlich-weiß oder gelblich. Die vier oder fünf Kelchblätter sind glocken- bis becherförmig verwachsen, und der Kelch endet in eiförmig-dreieckigen Kelchzipfeln. Die vier bis fünf Kronblätter sind kürzer als die Kelchblätter, selten fehlen sie ganz. Die vier bis fünf Staubblätter besitzen dorsal fixierte Staubbeutel. Die kugelförmigen, freistehenden Fruchtknoten sind oberständig. Die ledrigen oder fleischigen, beerenähnlichen Stein-früchte enthalten zwei bis vier Kerne, die von Vögeln ausgebreitet werden. Die Früchte der meisten Arten enthalten einen gelben Farbstoff, die Samen reichlich Protein und Öle.
 
Sammeltipps
Ab August bis Oktober kann man die voll ausgereiften Beeren sammeln. Unreife, grüne Beeren sollte man nicht sammeln und verwenden, denn diese sind giftig und können zu Bauchschmerzen führen. Die gesammelten, reifen Beeren trocknet man möglichst zügig entweder an der Sonne oder mit künstlicher Wärme, wenn die Sonnentrocknung nicht möglich ist.

BACHBLÜTE CHERRY PLUM
Du bist öfters jähzornig                     
Diese Menschen können und sind von jähzorniger Natur
Mit der Blüte können sie die jähzornige Natur hinter sich lassen
 
BACHBLÜTE CHICORY
Ich bin herrschsüchtig                       
Diese können recht herrschsüchtig sein
Mit der Blüte können sie das herrschsüchtig herunterfahren

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Atemwegserkrankungen
Halsschmerzen/Mandelentzündung
Andornkrautsuppe
Zutaten: 1EL Andornkraut, 250ml trockener Weißwein, 125ml Waser, 1-2 EL Butter, Butterschmalz oder Sahne
Zubereitung: Andornkraut in Wasser 5 Minuten kochen, anschließend durch einen Filter abseihen. Weißwein und Butter, Schmalz oder Sahne hinzufügen und alles erneut kurz aufkochen lassen. Die Andornsuppe zweimal täglich frisch zubereitet löffeln. Bei beginnenden Halsschmerzen kann man auch ein frisches Blättchen Akelei essen.

Hautkrankheiten
Fußschweiß
Der Fußschweiß ist ganz besonders zu behandeln. Man soll ja nicht glauben, daß alles, was aus den Füßen herausfließt, nur vom Fuß herkommt, das müssten ja Füße sein so dick wie ein ganzer Leib. Also ist der Fußschweiß ein Schweiß aus dem Körper, der durch die Füße abgleitet wird. Wenn man einen solchen Fußschweiß gewaltsam zu verdrängen sucht, so daß man die Öffnung zupflastert, so weckt man den kranken Stoff im Körper, es treten im inneren Anstauungen ein.
Kneipp rät zu folgender Behandlung:
Dieser Schweiß lässt sich recht leicht heilen, wenn man auf den ganze Körper einwirkt, weil dadurch eine gleichmäßige Transpiration entsteht und alles Abgenützte ausgeleitet wird.
Am besten und sichersten werden beide Füße ganz eingewickelt in Tücher, die in Heublumen- oder Fichtenreiserabsud getaucht sind. Diese Umschläge saugen die faulen Stoffe auf und die beiden Kräuter haben zugleich kräftigende und heilende Wirkung. Man nehme 5-6 solcher Wickel innerhalb zehn Tagen, danach vierzehn Tage lang täglich ein warmes Fußbad (das bis an die Waden hinaufreicht) von je 10 Minuten mit dreimaligen Wechsel und einer stets kalten Abwaschung (höchstens eine Minute lang). Schließlich wird in der Woche ein wie oben beschriebener Fußwickel oder ein solches Fußbad ausreichen. Nach gestillten Fußschweißen ist es vortrefflich, zuweilen eine Viertelstunde im nassen Gras barfuß zu gehen [im Winter empfiehlt Kneipp sogar, für kurze Zeit barfuß im frisch gefallenen Schnee zu laufen]. Wer das nicht kann, gehe vor dem Schlafengehen einige Minuten in seinem Zimmer barfuß auf und ab. Man sollte nicht glauben, wie vorteilhaft, wie kräftigend und abhärtend die frische Luft sauf so entblößte, dem Wollstrumpfzwang entrissene Füße wirkt!

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