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HARNKRAUT
Das Kahle Bruchkraut ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nelkengewächse. Diese Art wird auch als Christenschweiß, Dürrkraut, Glattes Tausendkraut, Harnkraut, Jungfernkraut, Kuckucksseife, Nierenkraut, Tausendkorn oder Passionsblümchen bezeichnet.
 
Anwendung
Pharmakologie
Als wirksame Bestandteile enthält das Kraut bis zu 10% Saponine, ferner Flavonoide und Cumarine. Verwendet werden die getrockneten oberirdischen Teile. Bei Laborratten wurde eine Senkung des überhöhten Blutdruck und Förderung der Filtrationsrate ihrer Nieren beobachtet; Bruchkrauttee wird volksmedizinisch als Diuretikum zur Durchspülungstherapie bei Harnsteinen, Nierengrieß und Krämpfen verwendet. Eine schwach spasmolytische Wirkung der Droge gilt als akzeptiert, die Wirksamkeit in den volksmedizinischen Anwendungsbereichen jedoch noch nicht hinreichend nachgewiesen. Gemeinsam mit der Preiselbeere wies das Bruchkraut innerhalb einer Reihe von getesteten Substanzen die stärkste antimikrobielle Wirkung gegenüber uropathogenen Escherichia coli-Bakterien auf und ist daher wirksam bei Blasen- und Harnleitererkrankungen.
Heilwirkung
Das Harnkraut ist ein vorzügliches Heilmittel bei Wassersucht, ferner bei selbst schweren Lungenkrankheiten, Nieren- und Blasenleiden, Besonders zu empfehlen ist das Harnkraut bei Entzündungen Harnwege, Harndrang, krankhaftem harnverhalten, Eiweiß im Harn (Albuminurie) und bei Steini- und sonstigen Absonderungen in den Harnorganen. Das Harnkraut wirkt krampflösend besonders bei Nieren- und Blasenleiden. Bei Blasenkatarrh erfolgt eine baldige Heilung. Nur eines ist sehr zu beachten: das Harnkraut darf bei Leber- und Gallenerkrankungen, besonders bei Gallensteinleiden, absolut nicht verwendet werden!
Dieses Heilkraut vermag auch bestimmte Geschlechtskrankheiten zu heilen. Art der Anwendung und Dosierung bestimmt jedoch ausschließlich der Arzt!
 
Pflanzenbeschreibung
Das Kahle Bruchkraut ist eine ein-, zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze. Manchmal verholzt es an der Basis schwach. Die ganze Pflanze ist frisch grün bis gelblich grün. Das Kahle Bruchkraut zeigt alle typischen Merkmale der Gattung Bruchkräuter. Der Stängel ist typischerweise 5 bis 15 cm lang, kann aber bis zu 30cm lang werden. Die Blätter und der Stängel sind vollkommen kahl oder höchstens sehr kurz bewimpert. Die dreieckigen Nebenblätter sind etwa 0,5 bis 1,5 mm lang.
Die ungestielten, zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Die Kelchblätter sind grün, elliptisch und stumpf bespitzt. Die weißen Kronblätter sind viel kleiner als die Kelchblätter und oft fehlen sie auch ganz. Es sind fünf fertile Staubblätter und fünf kronblattartige Staminodien vorhanden.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Albuminurie, Blasenentzündung, Blasenprobleme, Bronchitis, Harndrang, Harnsteine, Lungenleiden, Lungenverschleimung, Nierenprobleme, Nierensteine, Wassersucht, Wunden, chronischer Husten, schleimlösend, Ödeme
wissenschaftlicher Name: Herniaria glabra
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Sammelzeit: Juni bis September

ENGLISCHE WASSERMINZE
Die Englische Wasserminze ist eine Minze, die im Wasser an Ufern, seichten Gewässern oder feuchten Wiesen wächst. Wenn die Pflanze noch nicht blüht, sieht sie dem Rosmarin auf den ersten Blick sehr ähnlich.
Es gibt Pflanzen mit bläulichen bis violetten und selten mit weißen Blüten. Die Duftpflanze riecht stark nach Menthol/Minze und wird zur Behandlung von MagenDarm-Beschwerden eingesetzt.
Die Minzen sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Lippenblütengewächse. Die meisten der je nach Quelle etwa 20 bis über 30 Arten sind in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel beheimatet; auf der Südhalbkugel (Australien und Afrika) kommen nur wenige Arten vor. Alle Minze-Arten gedeihen meist an feuchten Standorten.
 
Anwendung
Minzen werden schon sehr lange in Gärten angebaut. Im Jahr 812 schrieb Karl der Große bereits vier Minzearten für den Anbau in Gärten in seinem Reich vor: PoleiMinze, Wasser-Minze, Ähren-Minze und Ross-Minze.
Ferner ist zum Thema Artenvielfalt der Minze das folgende kurze Zitat aus dem 9. Jahrhundert überliefert:
„Wenn aber einer die Kräfte und Arten und Namen der Minze / samt und sonders zu nennen vermöchte, so müsste er gleich auch / wissen, wie viele Fische im Roten Meere wohl schwimmen, / oder wie viele Funken Vulkanus, der Schmelzgott aus Lemnos, / schickt in die Lüfte empor aus den riesigen Essen des Aetna.“    Walahfrid Strabo: aus Liber de cultura hortorum (kurz Hortulus)
Die Englische Wasserminze ist nicht zur innerlichen Daueranwendung geeignet, da einige Inhaltsstoffe z.B. die Leber schädigen können. Das Öl der Englischen Wasserminze sollte nur äußerlich eingesetzt werden, auch wenn in einigen Gegenden das Minzöl in der Volksheilkunde innerlich genutzt wurde. Minzöle dürfen bei Kleinkindern nicht im Bereich der Nase und Mund eingesetzt werden, da u.a. ein Atemstillstand ausgelöst werden kann.
Tee
2 Teelöffel getrockneter Blätter mit 250ml heißem Wasser übergießen, 5 Minuten abgedeckt ziehen lassen, abseihen. Hilft bei Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Schwäche, Übelkeit und Fieber.
Minzöl
Einige Tropfen mit Essig gemischt als Gurgelmittel gegen Mundgeruch, nicht verschlucken. Als Badezusatz zur Erfrischung und Stärkung. Als Einreibemittel von schmerzenden Gelenken.
 
Pflanzenbeschreibung
Minze-Arten sind aromatische und ausdauernde krautige Pflanzen mit unterirdischen Ausläufern oder Rhizomen. Sie besitzen meistens einfache oder verzweigte Haare. Die aufrechten bis kriechenden Stängel können verzweigt sein. Die gegenständigen Laubblätter sind einfach und haben meistens einen gezähnten oder gesägten Rand. Ein Blattstiel kann vorhanden sein. Die Blüten sind in überwiegend vielblütigen Scheinquirlen angeordnet, die unterbrochene Scheinähren mit laubigen Tragblättern oder dichte Scheinähren mit kleinen Hochblättern bilden. Die mittelgroßen Blüten sind zwittrig bis funktional eingeschlechtig und zygomorph mit doppelter Perianth. Funktional eingeschlechtige Blüten kommen bei vielen Arten häufig vor; besonders männlich-sterile Blüten treten bei bis zu 40% oder sogar mehr Individuen einer Population auf. Die fünf ungleichen Kelchblätter sind röhrig bis glockenförmig verwachsen. Die fünf vorwiegend weißlichen bis rosa-farbenen Kronblätter sind verwachsen und nur schwach zweilippig. Die Oberlippe ist meist so groß wie einer der drei Lappen der Unterlippe. Hierdurch scheint die Blüte fast regelmäßig vierspaltig. Es sind nur vier ungleiche Staubblätter vorhanden, die deutlich aus der Kronröhre herausragen. Die zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen; er ist durch falsche Scheidewände in vier Kammern gegliedert; jede der vier Kammern enthält nur eine Samenanlage. Der aus der Kronröhre herausragende Griffel endet zweiästig. Bei einigen Arten sind die Blüten vormännlich. Die Klausenfrucht zerfällt in vier kleine Klausen, die eiförmig bis kugelig sind mit einer glatten oder deutlich netzartigen Oberfläche.
Die Englische Wasserminze ist im südlichen Westeuropa und westlichen Nordafrika heimisch. Sie wächst bevorzugt an feuchten Standorten. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 40 Zentimeter hoch. Die Blätter sind etwa 3-4 cm lang und für Minzen mit etwa 3 mm sehr schmal. Die weißen bis violetten Blüten erscheinen zwischen Juni und September. Die Blüten sitzen direkt an den Stängeln. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen. Die Englische Wasserminze neigt wie alle Minzen zur Hybridisierung.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Magen-Darm-Beschwerden
Heilwirkung: anästhetisch, antibakteriell, beruhigend, desinfizierend, fiebersenkend, gallebildend, harntreibend, krampflösend, magenstärkend, menstruationsfördernd, schmerzlindernd, tonisierend, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche: Blähungen, Brechreiz, Fieber, Galleproduktion, Heiserkeit, Husten, Kopfschmerzen, Magenkrämpfe, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Müdigkeit, Mundgeruch, Kopfschmerzen, Reisekrankheit, Rheuma, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Seekrankheit, Übelkeit
wissenschaftlicher Name: Mentha cervina, Mentha punctata, Preslia angustifolia, Preslia cervina
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Hart's pennyroyal
volkstümlicher Name: Englische Wasserminze, Cervina Minze
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Gerbstoffe, Limonen, Menthol
Sammelzeit: Juni-Juli
Kontraindikation: Kleinkinder, Leberkrankheiten, Schwangerschaft, Stillzeit
Nebenwirkungen: Leberschäden bei Dauergebrauch

BACHBLÜTE CENTAURY
Ich lasse mich leicht überreden                            
Sie lassen sich zu leicht für etwas überreden, was sie eigentlich gar nicht wollen
Mit der Bachblüte können sie dies ablegen
 

BACHBLÜTE CERATO
Ich bin leicht beeindruckbar durch Meinungen anderer
Sie sind sehr leicht beeindruckbar durch die Meinungen anderer Menschen
Mit der Blüte lassen sie sich kaum beeinflussbar

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Hauterkrankungen
AKNE
Außerdem sind auch Aufgüsse und Abkochung en aus blutreinigenden Kräutern wie Löwenzahn, Brennnesseln und Schwertlilie zu empfehlen. Zur Bekämpfung und Schwertlilie zu empfehlen. Zur Bekämpfung von Hautinfektionen nimmt man pflanzliche Antibiotika wie Sonnenhut und Indigo. Bei manchen Frauen wird Akne kurz vor der Menstruation schlimmer, wenn der Östrogenspiegel fällt und Androgene überwiegen. Die Überproduktion männlicher Geschlechtshormone (Andregene) ist auch bei pubertierenden Jungen ein Problem. In diesem Fall sind Aufgüsse aus einer Kräutermischung mit Salbei und Engelwurz hilfreich.
Da bei Akne die Haut verstopft ist, empfiehlt sich ein Gesichtsdampf, um die Poren zu öffnen. Man übergießt dazu je 1 Esslöffel Lavendel, Kamille, Holunderblüten, Lindenblüten, Schafgarbe oder Frauenmantel mit 500ml kochendem Wasser.
Nach etwa 8 Minuten haben sich die Poren so weit geöffnet, dass sich die Mitesser mit einem sauberen Wattebauch leicht entfernen lassen.
Fette Haut reinigt man mit einer Mischung aus frischem Zitronensaft sowie Rosen- und Holunderblüten zu gleichen Teilen. Auch Waschungen mit Zitronensaft und Hafermehl, in Wasser verrührt, mit warmer Milch oder Joghurt sind zu empfehlen. Diese äußerlichen Anwendungen sind aber nur sinnvoll, wenn die Akne auch von innen behandelt wird.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
Bitterklee/Fieberklee
Kaltauszug oder Aufguss
Der bittere Tee wird nicht gesüßt! Bei Fieber schluckweise trinken. Zur Appetitanregung 30 Minuten vor der Mahlzeit schluckweise trinken. Nicht mehr als 2 Tassen pro Tag trinken. Eine Mischung aus gleichen Teilen Fieberklee, Salbei, Tausendgüldenkraut und Wermut. 1 Teelöffel auf 250 ml Wasser. Als Aufguss zubereiten. Nur ungesüßt trinken. Hilft bei Darm-, Gallen-, Magen-, Leber-Problemen. Nicht mehr als 2-3 Tassen trinken.
Gurgeln
Mit dem Tee gurgeln, hilft gegen fiebrige Halsleiden.
Umschläge
Umschläge mit Tee, frisch gepresstem Saft, frischem zerkleinertem Kraut oder Wurzel helfen bei Hautkrankheiten.
Bei Kneipp steht geschrieben: „Dieses Kraut gibt vorzüglichen Tee für den Magen; er wirkt gut auf die Verdauung und hilft gut die Magensäfte bereiten. Bitterklee in Branntwein angesetzt gibt den sogenannten bitteren Geist, der demselben guten Zweck dient.“
Bitterklee in Branntwein angesetzt gibt den sogenannten bitteren Geist, der demselben guten Zweck dient.

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