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Faulbaum
Der Faulbaum ist ein Strauch, manchmal ein kleiner Baum. Er ist eine beliebte Zier-pflanze in Parks und Gärten. Seine stinkende Rinde riecht faulig, daher auch die vielen Namen mit dem Hinweis auf den Geruch. Diese Rinde wird geerntet, getrocknet und mindestens 1 Jahr lang gereift. Eingesetzt wird die Rinde als Abführmittel. Dieses milde aber sehr wirksame Abführmittel schont die Dickdarmschleimhaut und beansprucht den menschlichen Körper kaum. Es führt nur sehr langsam zu Gewöh-nungseffekten und ist sicher in der abführenden Wirkung. In Nordamerika wächst der Amerikanische Faulbaum, mit ähnlichen Wirkstoffen, lediglich bei Verstopfung soll die Wirkung stärker sein.
Der Faulbaum, genauer Echter Faulbaum genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Kreuzdorngewächse. Sie ist von Europa bis Westsibirien und in Marokko weitverbreitet. Der Name Faulbaum geht auf den leichten Fäulnisgeruch der Rinde zurück. Die Rinde wird medizinisch als Abführmittel verwendet, die aus dem Faulbaum gewonnene Holzkohlewurde früher für die Herstellung von Schwarzpulver verwendet.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verstopfung
Heilwirkung: Pflanzenheilkunde: abführend, antiabsorbtiv, ydragog, laxierend, stuhltreibend, Volksheilkunde: abführend, milzanregend, kreislaufstärkend, schleimlösend, wurmtötend
Anwendungsbereiche: Pflanzenheilkunde: Obstipation, Verstopfung, Volksheilkunde: Abszesse, Arterienverkalkung, Blutreinigung, Fettsucht, Gallenflußstauung, Gallensteine, Gallenschwäche, Grind, Hämorrhoiden, Krätze, Leberschwellung, Mundschleimhautentzündung, Wassersucht, Verstopfung, Völlegefühl, Zahnfleischentzündung, Homöopathie: saure Diarrhö, Durchfall, Verdauungsschwäche
wissenschaftlicher Name: Rhamnus frangula, Frangula alnus
Pflanzenfamilie: Kreuzdorngewächse = Rhamnaceae
englischer Name: Alder Buckthorn
volkstümlicher Name: Amselbaum, Bauchberste, Brechwegdorn, Buckbeere, Buckstrauch, Buckthorn, Elsebaum, Faulbaum, Faulkersch, Faulkirsche, Gichtholt, Gichtholz, Glatter Wegdorn, Grindholz, Hexendorn, Hundsbeere, Pulverholz, Pur-gierbeere, Scheißbeere, Schusterholz, Spargelbaum, Spillbaum, Sprickel, Stink-baum, Stinkbeere, Stinkboom, Stinker, Stinkstrauch, Teufelsbeere, Vogelbeere, Zapfenholz, Zweckenholz
Verwendete Pflanzenteile: Innenrinde, Rinde
Inhaltsstoffe: Anthrachinone, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Glukofranguline, Glykoside, Saponine
Sammelzeit: Mai - Juli
Nebenwirkung: Durchfall, Elektrolytverlust
Kontraindikation: Darmverschluss, Entzündungen im Magen-Darm-Bereich, Herzschwäche, Kinder, Schwangerschaft, Stillzeit
 
Anwendung
Die frische oder zu kurz gelagerte Rinde darf nicht benutzt werden, da die giftigen Bestandteile starkes Erbrechen auslösen. Nach der Einnahme dauert es 8-10 Stunden bis die Wirkung im Dickdarm einsetzt. Die optimale Menge an Rinde ist dann erreicht, wenn nach der Anwendung der Stuhl weichgeformt ist. Nicht länger als 2 Wochen an einem Stück einsetzen, es drohen Herz- und Muskelprobleme durch Kaliumverlust. Die Faulbaumrinde wird oft als Abführmittel in der Schwangerschaft empfohlen, sollte aber keinesfalls eingesetzt werden, da bei falscher Anwendung eine Fehlgeburt die Folge sein kann.
Tee
1TL zerkleinerter Faulbaumrinde auf 250ml Wasser. Kalt aufsetzen und kurz auf-kochen, dann 30 Minuten ziehen lassen. Tee vor dem Schlafengehen trinken, die abführende Wirkung setzt erst am nächsten Morgen ein.
Waschungen und Umschläge
Den Tee kann man in Waschungen und Umschlägen äußerlich bei Hautkrank-heiten einsetzen.
Mundspülung
1TL zerkleinerter Rinde auf 25ml Essig. Kalt aufsetzen und einige Zeit kochen, nach dem Abkühlen zur Mundspülung eingesetzt hilft gegen Entzündungen im Mund-raum.
Apfelwein-Abkochung
½ TL auf 250ml Apfelwein. Kalt aufsetzen und kurz aufkochen, trinken sobald die Temperatur es erlaubt. Hilft gegen Arterienverkalkung und beugt Schlaganfällen vor.
Tinktur
Mit 5TL auf 100ml Rotwein oder Obstler lassen sich Tinkturen herstellen. Etwa 1 Esslöffel vor dem Schlafengehen zu Abführzwecken einnehmen.
Heilkräftiger Pflanzenteil
Ist die Rinde (Cortex Frangulae), die ab Mai bis Juli von den abge-holzten starken Ästen abgeschält und bei Sonnenzutritt in offenen Schuppen getrocknet wird. Die frisch geerntete Rinde wirkt stark brecherregend und darf nicht verwendet werden, sie muss mindestens ein Jahr lagern und erreicht erst nach dem 2. Jahr einen Höchstwert ihrer heilenden Wirkung: nach dem 3. Jahr sinkt der Heilwert schnell ab.
Heil- und Wirkstoffe
Vor allem das Glukofrangulin, das die so einmalige abführende Wirkung der zwei Jahre lang gelagerten rinde auslöst. Ferner verschiedene Oxymethylantrachinone (vermutlich ident mit dem Emodin des Rhabarbers), Rhamnocerin, Rhamnol, Arachinsäure, Bitterstoff, Harze, Zucker, Apfelsäure, oxalsaurer Kalk, mehrere noch unbekannte Verbindungen, ätherisches Öl und schließlich wurde das Vitamin C nachgewiesen.
Heilwirkung
Erst um 1300 wird zum ersten Male diese Heilpflanze erwähnt und geriet nach einer großen Werteschätzung in der Volksmedizin als billiger Ersatz des sehr teueren Rhabarbers in fast gänzliche Vergessenheit. Um das Jahr 1848 wird die Rinde offizinell der Cortex Frangulae eingeführt und ist seither wieder ein geschätztes Abführmittel.
Dieses Heilmittel hat den großen Vorteil, dass eine Gewöhnung sowie ein Versagen der Wirkung, im Gegensatz zu vielen anderen (besonders anorganischen) Mitteln, nicht eintritt. Die Faulbaumrinde führt auch bei langem Gebraucht zu keiner Reizung der Darmschleimhaut, noch zu einer vermehrten Schleimabsonderung oder Erweiterung der Dickdarmgefäße. Sie kann daher bei Hämorrhoiden, Schwächezuständen des Darmes, bei Blutarmut, ja selbst bei bestehender Schwangerschaft unbe-denklich verwendet werden. Die Faulbaumrinde ist allen annorganischen Abführmitteln vorzuziehen, selbst den pflanzlichen Mitteln wie Aloe oder Rizinus.
Faulbaumrinde kann bestens empfohlen werden bei Dickdarmerschlaffung und mangelnder Dickdarmbewegung bis zur chronischen Verstopfung und allen sich daraus ergebenden Beschwerden und Leiden, wie Dickdarmschmerzen, Völlegefühl im Leib, Leberschwellung, Leberanschoppung, Gallenflussstauungen, Gallen-blasenentzündung, Eindickung der Galle und schließlich Gallensteinbildung. Nebenbei verursacht der Nichtabgang der Darmgifte, Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Ohrensausen, Behinderung des Denkvermögens, Herzklopfen u.a. Alle diese Nebenerscheinungen werden ebenfalls behoben.
Faulbaumrindentee wirkt schließlich bei Bleikolik, Fettsucht, Wassersucht und Hämorhoiden als heilend ohne nachteilige Nebenerscheinungen.
Anwendung in der Volksheilkunde
Beim Volke gilt die Faulbaumrinde als ein gutes wurmtreibendes Mittel.
Mit verschiedenen anderen Heilkräutern vermischt, wird die Faulbaumrinde als Blut-reinigungstee getrunken.
Mit Mundfäule der Kinder wird die Rinde mit Essig gesotten und mit diesem lau-warmen Absud dann viele Mundspülungen vorgenommen.
Von der Rinde wird wiederum die innere Rinde abgeschabt und dient ein Absud dieser als Badewasser bei Grind und Krätze.
Die Rinde in reinem Apfelmost kurz aufgesotten, sofort abgeseiht und schluckweise getrunken, gilt als ein vorzügliches Hausmittel gegen Arterienverkalkung und gegen Neigung zu Schlaganfall.
Räuchern
Holz und Rinde des Faulbaumes eignen sich als Räucherpulver in der Aromathe-rapie, um eine entspannende und beruhigende Atmosphäre im Raum herzustellen.
Homöopathie
In der Homöopathie wird die frische Rinde verarbeitet und als Rhamnus (D3) gegen Durchfall/saure Diarrhö eingesetzt.
 
Geschichtliches
Für die Antike gibt es keine Dokumentation einer Nutzung zu Heilzwecken. Aus dem Holz wurde im Mittelalter die Holzkohle für das Schießpulver/Schwarzpulver herge-stellt. Die Holzkohle aus dem Faulbaum hat den Vorteil, das der Aschegehalt sehr gering ist. Aus dem Faulbaum wurden auch Gehstöcke und Faßspunde hergestellt. Früchte und Rinde dienten als Färbemittel. Im 13./14. Jahrhundert wurde vermutlich die Rinde zu Heilzwecken (Haut- und Zahnerkrankungen) genutzt, geriet aber wieder in Vergessenheit. Im 16. Jahrhundert wurde die Pflanze neu entdeckt, diesmal gegen Verstopfung. Erst im 17. Jahrhundert wurde die Rinde in größerem Umfang genutzt. Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert war der Faulbaum die Heilpflanze gegen Verstopfung. Die giftigen Früchte wurden zeitweise bei Magen-Darm-Erkankungen eingesetzt. Die Früchte wurden im Backrohr getrocknet oder zu einer Marmelade verkocht.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Faulbaum ist in Europa und Asien heimisch. Der Faulbaum wächst bevorzugt an feuchten Stellen, in Hecken, Mooren, lichten Laubwäldern und Auwäldern. Der mehrjährige und sommergrüne Strauch wird meist zwischen 2 und 3 Metern hoch, selten wird er zu einem Baum bis zu einer Höhe von 8 bis 9 Metern. Bei jungen Pflanzen ist die Rinde grün, mit zunehmenden Alter wird die Rinde braungrau. Die Blätter sind verkehrt eiförmig und vorne zugespitzt. Die weiß-grünlichen Blüten erscheinen zwischen Mai und Juni an 2-10 blütigen Trugdolden. Aus den Faulbaum Blüten entwickeln sich von Juli bis September zunächst grüne, dann rote und am Ende violett-schwarze kugelige Steinfrüchte. Das Fruchtfleisch ist grünbraun.
Botanik
Der Faulbaum wächst meist zu einem Strauch von 2 bis 3m, seltener zu einem Baum von 7 bis 8 m Höhe empor. Die Rinde ist in der Jugend grün, wird dann später bräunlich-grau. Die Blätter sind verkehrt eiförmig, vorne zugespitzt, etwas gezähnt. Die Blüten sind unscheinbare, grünliche, zwittrige Gebilde, blattachselständig zu 2 bis 6 Stück angeordnet. Aus der Blüte geht eine anfangs grüne, später rötliche, bei der Reife schwarz-violette Steinfrucht mit grünlich-braunem Fleisch hervor. Der Faulbaum gilt als sogenannter Schwarzerlenbegleiter. Das gelbliche, kurzfaserig brechende Holz spielte einmal bei der Erzeugung von Schießlulver eine Rolle.
Geruch und Geschmack
Die Rinde hat einen eigenartigen Geruch. Sie färbt beim Kauen den Speichel gelb-braun und schmeckt schleimig, angenehm, süßlich-bitterlich, faulig. Die frische Rinde wirkt stark brecherregend.
Blütezeit
Mai bis Juni
Standort
Hecken, Raine, lichte Laubwälder, Auwälder, Bachufer
   
Anbautipps
Aussaat im Herbst oder Stecklinge von im Sommer. Der Faulbaum mag einen feuchten Boden und Halbschatten. Er ist pflegeleicht und bedarf keiner besonderen Aufmerksamkeit, der Faulbaum galt zeitweise als unnützes Unkraut.
 
Sammeltipps
Geerntet wird die Rinde im Mai bis Juli vor der Blüte von 2-3 Jahren alten Seitenzweigen. In diesem Alter ist der Gehalt an gewünschten Wirkstoffen am größten. Über dieses Alter hinaus nimmt der Wirkstoffgehalt schnell ab. Zur Ernte führt man mit dem Messer an zwei Stellen runde Schnitte durch, dann einen Längsschnitt, dann die Rinde abschälen. Man schält aus der abgelösten Rinde die zweite feuchte glänzende Rinde mit dem Messer heraus. Diese Rinde wird an einem sonnigen, warmen und luftigen Ort gut getrocknet, die getrocknete Rinde muss mindestens 1 Jahr lagern, damit sich die unerwünschten Verbindungen abbauen und die gewün-schten bilden können. Im zweiten Jahr ist die Wirkstoffzusammensetzung am besten und lässt mit zunehmender Lagerzeit nach. Manchmal wird die Rinde bei etwa 100°C getrocknet um die Lagerzeit stark zu verkürzen. In Papierbeutel oder Glasbe-hälter aufbewahren und gut lesbar mit dem Datum der Ernte beschriften.

Erdbeere
Die Erdbeere ist in Mitteleuropa die Königin der Beeren-Früchte. Dabei sind die roten, saftigen Früchte eigentlich gar keine Beeren, sondern eine Sammelnuss-frucht. Wenn die heimischen Erdbeeren reif sind, weiß man, dass die warme Jahreszeit begonnen hat. Das köstliche Aroma der Erdbeeren hat dazu geführt, dass ihr Geschmack bei Marmelade, Fruchtjogurts, Eiscreme und Milchshakes bevorzugt wird, wenn auch oft in künstlicher Form. Frische Erd-beeren sind hingegen nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund und helfen gegen zahlreiche Beschwerden.
Die Erdbeeren sind eine Gattung in der Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse. Zur Gattung Fragaria gehören ungefähr zwanzig Arten, meistens in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel vorkommend, und ver-schiedene Unterarten; daneben gibt es viele hybride Formen mit zahlreichen Kultursorten. Erdbeeren spielen mindestens seit der Steinzeit eine Rolle in der menschlichen Ernährung. Die europäischen Wald-Erdbeeren wurden während des Mittelalters auch flächig angebaut. Erst im 17. bzw. 18. Jahrhundert gelangten die beiden großfrüchtigen amerikanischen Arten – die Scharlach-Erdbeere und die Chile-Erdbeere – nach Europa. Aus deren Kreuzung entstand um 1750 in der Bretagne die Urform der Gartenerdbeere, von der die meisten heute kultivierten Sorten abstammen. Aus botanischer Sicht zählt die Scheinfrucht einer Erdbeere nicht zu den Beeren, sondern zu den Sammelfrüchten bzw. Sammelnussfrüchten oder nach anderer Auffassung zu den Sammelachänenfrüchten.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Stoffwechselprobleme
Heilwirkung: adstringierend, blutreinigend, harntreibend
Anwendungsbereiche: Blasengries, Blasensteine, Gicht, Leberprobleme, Nierengrieß, Nierensteine, Rekonvaleszenz, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Fragaria vesca
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Strawberry
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut, Früchte
Sammelzeit: Mai bis Juli
 
Anwendung
Erdbeeren kann man am besten frisch essen. Entweder einfach so naschen wie sie sind. Oder man schneidet sie in zwei Hälften, eventuell zuckern und wenn man es mag, Milch drübergießen. Auch ein frischer Erdbeere-Milchshake kann unvergleichlich lecker schmecken. Fertig gekaufte Erdbeerprodukte enthalten meistens keine echten Erdbeeren, sondern nur Aromastoffe, die an Erdbeeren erinnern.
Tee
Getrocknete Erdbeeren kann man als Tee trinken. So ein Tee muss ziemlich lange ziehen, etwa 15 Minuten, damit sich der Erdbeergeschmack möglichst gut entfalten kann.
Erdbeerblätter-Tee
Auch mit Erdbeerblättern kann man einen Tee zubereiten. Die Erdbeerblätter schmecken natürlich nicht so lecker nach Erdbeeren, eignen sich aber recht gut für Haustees.
Nahrungsmittel
Der fleischige Blütenboden wird als Obst genutzt. Kommerziell angebaut werden verschiedene Sorten der Gartenerdbeere. Erdbeeren zählen zu den nicht-klimakterischen Früchten: Wenn sie unreif gepflückt werden, reifen sie nicht nach. Die Früchte können als Rohkost verzehrt werden, auch als Obstsalat, ggf. gezuckert und mit einer Portion Schlagsahne, oder sie können als Tortenbelag dienen. Üblich sind auch die Herstellung von Erdbeerkonfitüre oder die Zugabe zu Eiscreme oder Fruchtjoghurt. Bekannt sind unter anderem auch die Verwendung für Bowle oder Rumtopf. Als Konserve oder Tiefkühlkost sind die Früchte wegen ihrer weichen Konsistenz eher nicht geeignet.
Zierpflanze
Die Ziererdbeeren mit rosa Blüten sind Gattungshybriden aus einer Erdbeere und dem Sumpf-Blutauge. Diese Hybriden sind dekaploid (acht Chromosomensätze von der Erdbeere und zwei vom Sumpf-Blutauge).
 
Beschreibung
Erdbeeren sind mehrjährige krautige Pflanzen. Meist sind sie weich oder seidig behaart, mit dickem, schwach holzigem, fadenförmige Ausläufer treibendem Wur-zelstock. Die Ausläufer bewurzeln sich und bilden neue Rosetten aus. Die wech-selständigen, grundständigen, langgestielten Laubblätter sind meist dreiteilig, selte-ner fünfteilig gefingert. Die Nebenblätter sind an der Basis des Blattstiels angewachsen. Erdbeeren tragen weiße, selten gelbliche Blüten, die nach dem Ende der Kälteperiode erscheinen. Sie stehen meist zu mehreren in Trugdolden an der Spitze des aufrechten, armblätterigen Schaftes. Der Blütenbecher trägt fünf grüne Kelchblätter und fünf rundliche Kronblätter. Zwischen den eigentlichen Kelchblättern stehen fünf weitere, kleinere Nebenkelchblätter. Es sind viele Staubblätter vorhan-den. Auf dem aufgewölbten Blütenboden sitzen zahlreiche freie Fruchtblätter. Bei der Reife bildet der Blütenboden eine saftig fleischige Scheinbeere. Die Früchte im biologischen Sinn sind kleine gelblich bis rötliche, einsamige Nüsschen an der Oberfläche der roten Scheinfrucht. Die Fruchtknoten bilden je ein Nüsschen aus, die durch das Wachstum der später markant roten Blütenachse während der Reifezeit auseinandergerückt werden. Tiere, die die auffällige Erdbeerfrucht essen, scheiden die kleinen hartschaligen Nüsschen, die sich auf dem Fruchtfleisch befinden, wieder aus, so dass die Nüsschen – soweit sie geeignete Standortbedingungen vorfinden – keimen können. In Europa sind es Säugetiere wie Rotfuchs, Dachs, Igel, Rötelmaus und Siebenschläfer; Vögel wie Amsel, Hausrotschwanz, Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke und Wirbellose wie Weinbergschnecke, einige Käferarten und Tausendfüßer, die von den Früchten angelockt werden. Sie sind damit an ihrer Verbreitung beteiligt. Ameisen schleppen die Früchte sogar in ihre Baue, verfüttern das Fruchtfleisch an ihre Larven und tragen anschließend die ver-bliebenen Nüsschen wieder weg. Die Erdbeere benutzt allerdings nicht nur die Endochorie und Blastochorie als Ausbreitungsmechanismus. Früchte, die an den Stängeln verbleiben, vertrocknen nach einiger Zeit, wobei die Nüsschen herabfal-len. Diesen Mechanismus bezeichnet man als Barochorie.

Bachblüten
Ich fühle mich unterdrückt (Larch)
Diese fühlen sich allem und jedem unterdrückt
Mit der Bachblüte können sie dieses Gefühl des unterdrückt seins abwenden
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Man weigert sich innerlich, die Negativität zu akzeptieren, deshalb kann sich nichts ändern (Willow)
Diese weigern sich innerlich, ihre Negativität zu akzeptieren, können dadurch nicht an sich ändern
Mit der Blüte können sie ihre Negativität akzeptieren und sind bereit sich zu ändern
Ernährungsphysiologische Bedeutung
Fett hat neben Kohlenhydrate und Eiweiße vor allem als Energielieferant große Bedeutung für unsere Ernährung. Neben dieser Hauptfunktion haben Öle und Fette auch andere Aufgaben wie Wärmeschutz, Verdauung von fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K), Bildung bestimmter Hormone sowie Unterstützung von Gehirnfunktionen und Immunität.
Ernährungsphysiologie ist ein Zweig der Physiologie, der untersucht, in welcher Menge und Zusammensetzung Lebensmittel und Nährstoffe dem Organismus zu-geführt werden müssen, damit dieser je nach Alter, Geschlecht und Lebensbedingungen optimal ernährt wird.
Sie überschneidet sich inhaltlich mit der Ernährungswissenschaft und der Biochemie. In der Tierzucht sollen ernährungsphysiologische Forschungen die Tierernäh-rung, Futtermittel und Nährstoffbedarfsnormen für Nutztiere optimieren. In der Medizin liegt besonderes Augenmerk auf Stoffwechselkrankheiten, Mangel- und Fehlernährungen sowie krankheitsbedingte Unterernährung.
Angewendet werden die Erkenntnisse der Ernährungsphysiologie in der Ernährungsmedizin und in der Diätetik.
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