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KUCKUCKS-LICHTNELKE
Die Kuckucks-Lichtnelke ist eine rosarot blühende Nelke mit zerzaust aussehenden Blüten. Sie wächst an feuchten Stellen in Mooren, Wiesen und Sümpfen. Da immer mehr Flächen trockengelegt werden, wird die Kuckucks-Lichtnelke in der Natur immer seltener, wird dafür immer öfter als Pflanze an Gartenteichen kultiviert. Oft findet sich an der Kuckucks-Lichtnelke, ein schleimiges Gebilde, die Kuckucksspucke. Als Heilpflanze wird sie nur selten eingesetzt, z.B. gegen Grützbeutel. Die Kuckucks-Lichtnelke ist eine Pflanzenart in der Familie der Nelkengewächse.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Grützbeutel
Heilwirkung: antibakteriell, antimikrobiell, immunmodulierend
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Atherom, Grützbeutel, Weichteiltumor, Blüten-Essenz: fördert Fluss der Lebensenergie, gibt Kraft, gegen Vergiftungen
wissenschaftlicher Name: Lychnis flos-cuculi, Silene floscuculi
Pflanzenfamilie: Nelkengewächse = Caryophyllaceae
englischer Name: Ragged Robin, Cuckoo Flower, Thunder Flower
volkstümlicher Name: Kuckucks-Lichtnelke, Kuckuck-Lichtnelke
Verwendete Pflanzenteile: Samen, Blüten
Inhaltsstoffe: Saponine
Sammelzeit: Frühling, Spätherbst
 
Anwendung
Früher hatte die Kuckucks-Lichtnelke eine geringe Bedeutung in der Volksmedizin. Heute wird sie als Zierpflanze in Gärten oder an Gartenteichen verwendet.
Volksheilkunde
Leider konnten wir noch nicht die genaue Anwendungsform der Volksheilkunde in Erfahrung bringen. Bei anderen Lichtnelken wird der gemörserte Samen als Breiumschlag eingesetzt.
Blüten-Essenz
Eine Blüten-Essenz aus den frischen Blüten: Herstellung der Bachblüten. Fördert Fluss der Lebensenergie, gibt Kraft und befreit von Vergiftungen und Blockaden.
 
Geschichtliches
Der Name Kuckucks-Lichtnelke dürfte von der Kuckucksspucke kommen, die sich oft an der Pflanze findet. Kuckuck hat weniger mit dem Vogel zu tun, es war früher ein anderes Wort, wenn man nicht Teufel oder Hexe sagen wollte. Der richtige Name für die Pflanze ist also eher Teufels-Lichtnelke oder Hexen-Lichtnelke. Die Pflanze selbst wurde auch mit Teufel, Kobolden, bösen Geistern und Dämonen in Verbindung gebracht. Trotzdem ist in einigen Gegenden die Kuckucks-Lichtnelke ein magischer Hinweisgeber wer als künftiger Partner in Frage kommt. Als Heilpflanze spielt die Kuckucks-Lichtnelke nur in Notzeiten eine Rolle, wenn sonst keine Heilpflanze vorhanden ist. Teilweise wurde die Wurzel als Seifenersatz genutzt.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Kuckucks-Lichtnelke ist in Europa und Teilen von Asien heimisch. Sie wurde im 19. Jahrhundert nach Nordamerika gebracht und verbreitet sich auch dort. Sie wächst bevorzugt an feuchten Standorten wie Moore, Sümpfe und Feuchtwiesen und zeigt einen hohen Grundwasserspiegel an. Die einjährige Pflanze wird zwischen 30 und 80 Zentimeter hoch. Die Blätter sind unten spatenförmig und nach oben lanzettenartig. Die rosaroten Blüten mit 5 Kronblättern erscheinen zwischen April und Juli. Die Blüten sind vierfach gespalten und haben einen Durchmesser von etwa 3 - 4cm. Aus den Kuckucks-Lichtnelke-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen. An der Kuckucks-Lichtnelke findet sich oft ein schleimiges Gebilde, der sogenannten Kuckucksspucke, ein Schaumnest der Schaumzikade.
Die Kuckucks-Lichtnelke ist eine kurzlebige, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 90 cm erreicht. Es werden Blattrosetten, kurze Stängel ohne Blüten und hohe, aufrechte, blühende Stängel ausgebildet. Die gestielten Grundblätter sind am Rand gewimpert und spatelartig geformt. Die oberen gegenständigen Stängelblätter sind lanzettlich geformt.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Es wird ein lockerer, trugdoldiger Blütenstand ausgebildet. Die Blüten sind überwiegend zwittrig, doch kommen auch rein weibliche und rein männliche Pflanzenexemplare vor. Die Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle und besitzen einen Durchmesser von etwa 4 Zentimetern. Die fünf Kelchblätter sind zu einer 6 bis 10 Millimeter langen, zehnnervigen, unbehaarten Kelchröhre verwachsen. Die fünf Kronblätter sind 15 bis 25 mm lang und vierfach (selten nur zweifach) tief geschlitzt, dabei bilden sie eine Nebenkrone aus. Die meisten Pflanzenexemplare blühen zwar rot, aber es kommen auch weiße Exemplare vor. Es sind fünf Griffel vorhanden.
Die Kapselfrucht ist bei einem Durchmesser von bis zu 8 Millimetern kugelig und öffnet sich oben mit fünf Zähnen; dort entlässt sie die Samen. Die dunkelbraunen, nierenförmigen, etwa 1 Millimeter großen Samen besitzen eine Oberfläche, die dicht mit winzigen Spitzen besetzt ist. Fruchtreife erfolgt von Juli bis Oktober.
 
Anbautipps
Im frühen Frühling direkt ins Freiland aussäen. Oder im Frühling bestehende Pflanzengruppe teilen. Der Boden sollte tiefgründig, lehmig, humusreich und immer feucht sein. Der Standort sollte halbschattig oder sonnig sein.
 
Sammeltipps
Die Kapseln mit dem Samen im Herbst sammeln, ausschütteln und nachtrocknen. Für die Herstellung von Blüten-Essenzen sollen die Blüten nicht berührt werden. Dazu kann man ein Blatt zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und so geschützt die Blüten vorsichtig abzupfen.

SPARGEL
Spargel ist bekannt als weißes Edelgemüse, das den Frühling mit Gaumenfreuden bereichert. Auch sein grüner Bruder kommt allmählich immer mehr in Mode. Die meisten Menschen wissen sogar, dass Spargel gesund ist. Doch auf eine verschlankende Wirkung durch den Spargel darf nur hoffen, wer den fettreichen Saucen widersteht. Mit Sauce Hollandaise macht der Spargel abgemagerte Menschen wieder kräftiger und ohne Saucen hilft er rundlichen Menschen beim Abspecken. All seinen Genießern hilft der Spargel bei der Entgiftung. Spargel ist eine Pflanzengattung in der Familie der Spargelgewächse. Spargel ist in Eurasien und Afrika weit verbreitet. Es gibt einige Arten und Kulturformen, die als Zierpflanzen verwendet werden. Die wirtschaftlich wichtigste Art dieser Gattung ist der Gemüsespargel.
 
Steckbrief
Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, harntreibend, krampflösend, schweißtreibend, tonisierend, Appetitlosigkeit, Diabetes (unterstützend), Erbrechen, Magenreizung, Nierenschwäche, Rekonvaleszenz, Verstopfung, Ödeme
wissenschaftlicher Name: Asparagus officinalis
englischer Name: Asparagus
volkstümliche Namen: Aspars, Korallenkraut, Schwammwurz, Spargen, Sparsen, Sparsich
Verwendete Pflanzenteile: Triebe, Wurzeln, Samen
Inhaltsstoffe: Asparagin, Flavonoide, Inulin, Saponine
Sammelzeit: Triebe: April und Mai, Wurzeln: Herbst
 
Anwendung
Spargelwurzeln
Die Wurzeln des Spargels sind die offiziellen medizinischen Pflanzenteile. Im Unterschied zu den Trieben enthält die Wurzel reichlich Zucker, ist also für Diabetiker nicht so geeignet wie die Triebe. Aber auch die Wurzel regt die Nierentätigkeit an und hilft daher bei der Entgiftung.
Spargelsamen
Die Samen des Spargels werden nur selten eingesetzt. Gepulvert kann man die Samen dreimal täglich einnehmen. Sie helfen gegen Übelkeit und Erbrechen und beruhigen den Magen.
Heilkräftige Pflanzenteile
Gestochen werden die Spargeltriebe im April und Mai. Die Wurzeln werden im Herbst ausgegraben.
Heil- und Wirkstoffe
Die zahlreichen Inhaltsstoffe, wie Asparagin, fettes und ätherisches Öl, bis zu 40% Zucker in den Wurzeln – dagegen  keiner in den Gemüsesprossen – Spuren von Arsen, Bernsteinsäure, Tyrosin und Methylmerkaptan bedingen die heilkräftige Wirkung des Spargels. In den Gemüsesprossen wurden schließlich Spuren von Cholin nachgewiesen. Die Vitamine A, B und C, Eisen, Phosphor und Kalk unterstützen die heilenden Eigenschaften des Spargels.
Heilwirkung
Wenn auch der Spargel keine offizinelle Heilpflanze ist, so ist dennoch seine Heilwirkung bedeutend, ja er übertrifft vielleicht so manche offizinelle Heilpflanze in seiner heilenden Eigenschaft. Vor allem muss erwähnt werden, dass durch den Spargelgenuss die Zelltätigkeit der Nieren gesteigert und die Wasserausscheidung erhöht wird. Spargel ist mehr als eine Diätkost für Nierenkranke. Bei Nierenentzündung dagegen ist Spargel zu meiden.
Die Armut an Kohlenhydraten macht den Spargel zu einer vorzüglichen Diätspeise für Zuckerkranke. Da er reichlich Fett – besonders Rahm und Butter – aufnimmt, wird er für den Zuckerkranken kalorienreich bereitet. Dies ist auch für die Diät der abgemagerten und unterernährten Rekonvaleszenten von Bedeutung, da außerdem der Spargel sehr appetitanregend wirkt.
Neben der Erhöhung der Wasserausscheidung hat der Spargel auch eine leicht abführende Eigenschaft. Die unverdaut verbleibenden langen Gefäßbündel bilden einen Ballaststoff, vermehren die Stuhlmenge und haben so eine eröffnende Wirkung auf den Dickdarm.
Nach Spargelgenuß hat der Urin einen eigenartigen charakteristisch Geruch. Dies darf nicht beunruhigen, es ist dies nur ein Zeichen, daß die angesammelten Giftstoffe im Körper abgehen.
Der Spargelsamen wird gepulvert und etwa 3mal am Tage ½ bis 1g eingenommen. Er stillt das hartnäckige Erbrechen und übt ähnlich wie der Anis- und Kümmelsamen eine beruhigende Wirkung auf den Magen aus. Schließlich zählt die Spargelwurzel zu den eröffnenden Wurzeln, neben Fenchel, Petersilie und Sellerie.
Ein empfehlenswerter MISCHTEE ZUR FÖRDERUNG DES URINABGANGES: Man mische zu gleichen Teilen die Wurzeln von Spargel, Fenchel, Sellerie und Petersilie. 1 Teelöffel der Mischung für 1 Tasse im Aufguß, 1-2 Tassen am Tage, schluckweise und ungesüßt.
ZUR HERZSTÄRKUNG: Man bereite von 60g Spargel in ¾ Liter Wasser einen 8stündigen kalten Ansatz. In ¼ Liter lauwarmen Wasser löse man 2 Teelöffel Honig und vermische beide Auszüge. Man nehme alle Stunden 1 Eßlöffel ein.
Aus Kräuterbüchern und Volksheilkunde
Die Wurzel in Wasser oder Wein gesotten und getrunken, eröffnet die Leber, vertreibt die Gelbsucht und reinigt Nieren und Blase.
Die Wurzel hilft wider das Hüftweh.
Spargelwurzel in Wein gesotten und warm im Mund gehalten, stillt das Zahnweh.
In der Volksheilkunde wie auch in alten Kräuterbüchern und Schrift wird vereinzelt behauptet, daß größerer Spargelgenuß Auftreten von Blut im Harn (Haematurie), ja sogar Zuckerkrankheit verursache. Diesbezügliche klinische Feststellungen liegen nicht vor. Es können jedoch die besten Heilpflanzen bei Übertreibung der Dosierung auch nachteilige Folgen auslösen. In diesem Zusammenhang muss auch berichtet werden, dass bei manchen Personen eine Überempfindlichkeit (Idiosynkrasie) gegenüber Spargel besteht, die so ausarten kann, dass bereits durch Berühren des Spargels, die sogenannte Spargelkrätze, ein Hautausschlag, ausgelöst werden kann. Da diese Überempfinglichkeit sich bereits geruchsmäßig äußert, haben diese Personen dadurch schon eine Art Vorwarnung und dürfen Spargel weder berühren noch genießen.
Anwendung in der Homöopathie
Asparagus dil D1, täglich 3mal je 10-15 Tropfen, ist ein vielfach angewendetes Heilmittel gegen chronische Blasenleiden, Herzbeschwerden mit zu geringem Puls, Zuckerkrankheit, Impotenz bei Männern im Anfangsstadium, Milz- und Leberleiden, Hautunreinigkeiten, Rheumatismus, Gicht und bei krankhafter Vergrößerung der Vorsteherdrüse.
Spargeltriebe in der Küche
Der Genuss der Spargeltriebe als Delikatesse ist die hauptsächliche Anwendung des Spargels. Spargel kann man in Salzwasser mit etwas Zitronensaft kochen und dann beispielsweise mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln servieren. Auch Suppen, Salate und Aufläufe mit Spargel sind beliebt und wohlschmeckend. In den letzten Jahren gewinnt auch der grüne Spargel immer mehr an Bedeutung. Spargel wirkt harntreibend und blutreinigend. Er fördert die Nierentätigkeit, sollte aber nicht bei Nierenentzündung verwendet werden, weil er die Nieren zu stark reizt. Außer der Förderung des Harnapparates stärkt Spargel den Appetit und regt die Verdauungstätigkeit an. Daher verhilft er Rekonvaleszenten wieder zu neuer Kraft. Wenn man den Spargel nicht mit stark fetthaltigen Saucen isst, sondern als Salat oder Suppe, dann unterstützt der Spargelgenuss auch Schlankheitskuren. Dadurch kann Spargel auch bei der Diabetes-Diät helfen. Nur kurze Zeit nach einer Spargelmahlzeit riecht der Urin ganz charakteristisch. Dieser Geruch ist normal und ein deutliches Zeichen dafür, dass der Spargel die Ausscheidung fördert.
 
Aus der Geschichte des Spargels
Spargel gehört zu den ältesten Heilpflanzen in der Geschichte der Heilkräuterkunde. Eine fernöstliche Art, Asparagus hicidus, war im alten China unter dem Namen T´ein man Tung schon etwa 3.000 v. Chr. eine sehr geschätzte Heilpflanze zur Behebung von trockenen Hustenanfällen, zur Stärkung der Lungen, zur Heilung von Hautschwellungen und Geschwüren und um die Hitze und Schmerzen in den Füßen zu lindern. Das Spargelfußbad für den ankommenden Gast war ein Zeichen, dass der Gastgeber besonders um das Wohlbefinden seines Gastes besorgt war. Auch im alten Ägypten war der Spargel eine berühmte Heil- und Kulturpflanze. In den Grabkammern der Pyramide von Sakkara, etwa aus den Jahren 2.700 v. Chr., finden wir den Spargel unter den Opfergaben abgebildet, die man dem Toten mitgab. Aus den Bildern ist zu ersehen, dass er dem Toten nicht nur als Heilpflanze, sondern auch als Küchenkraut mitgegeben wird. Man wusste allem Anschein nach, auch den Spargel als Leckerbissen zu schätzen. Die Ärzte des klassischen Altertums wandten den Spargel vielfach an, so unter anderem Hippokrates gegen Hüftweh und die Wurzel gegen Gelbsucht. Dass die Römer, keinem Leckerbissen abhold, den Spargel als Küchenkraut sehr lobten, wird uns nicht wundern, doch berichtet Plinius auch von so manchem heilenden Rezept. In Deutschland ist der Spargel erst im 16. Jahrhundert bekannt geworden und man findet von da an viele Hinweise in den Kräuterbüchern. Die Chroniken berichten schon aus dem Altertum, dass Spargel als Speise für Festmähler und Diplomatenbankette ausersehen war und konnte diesbezüglich auch aus großer Verlegenheit befreien. Als Kaiser Karl V. in der Fastenzeit unerwartet in Rom erschien, war die Verlegenheit bezüglich des Banketts sehr groß. Der zuständige Kardinal wusste sofort Abhilfe: es gab drei verschiedene Spargelgerichte mit drei verschiedenen parfümierten Tischtüchern und drei verschiedenen erlesensten Weinen. Wie der Chronist berichtete, soll der Kaiser noch lange von dieser Fasten-Delikatesse geschwärmt haben. Wie die Wegwarte, kam auch der Spargel zur Zeit der napoleonischen Kontinentalsperre mit der hohen Politik in Berührung, da man sich abmühte, aus Spargen ebenfalls ein Kaffeesurrogat herzustellen. Diese Ersatzmittel wollte aber gar nicht munden und so wurde es noch während dieser bewegten Tage aufgegeben.
Wir wollen zum Abschluß noch einen küchentechnischen Rat für unseren Hausfrau-en geben. Holzig gewordene Spargel wirft man nicht sogleich weg, sie ergeben eine wohlschmeckende Suppe, wenn man sie auskocht und mit Suppenkräutern eine richtige Diätsuppe für den magenkranken bereitet.
 
Pflanzenbeschreibung
Asparagusarten wachsen als ausdauernde, krautige Pflanzen oder Halbsträucher. Sie bilden meist kurze Rhizome als Überdauerungsorgane. Die aufrechten oder oft kletternden Stängel sind verzweigt; in den Achseln der Stängel und Verzweigungen werden laubblattähnliche, grüne Sprossachsen, sogenannte Phyllokladien gebildet. Diese stehen selten einzeln, sondern meist in Büscheln und sind flach und dreikantig bis fast stielrund. Die angedrückt am Stängel angeordneten Blätter sind nicht grün, meist relativ klein, schuppenförmig und fleischig bis häutig; ihre Basis ist zu harten Dornen umgebildet. Die Blüten stehen selten einzeln, meist zu mehreren in den Blattachseln oder manchmal in traubigen oder doldigen Blütenständen zusammen. Über jeweils einem häutigen Deckblattsteht ein gegliederter Blütenstiel. Die relativ kleinen, dreizähligen Blüten sind meist zwittrig, seltener eingeschlechtig. Sind die Blüten eingeschlechtig, dann sind die Arten zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die sechs gleichgestaltigen, glockig bis fast kugelig zusammenstehenden Blütenhüllblätter sind frei oder manchmal an ihrer Basis verwachsen. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden sind meist mit den Blütenhüllblättern mehr oder weniger lang verwachsen. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Jede Fruchtknotenkammer enthält einige Samenanlagen. Die kugeligen Beeren enthalten einige oder häufig nur einen Samen. Die Beeren einiger Arten sind giftig. Der Spargel enthält 93 bis 94 Prozent Wasser, 1,95 Prozent Stickstoffsubstanzen, 0,14 Prozent Fett, 0,37 Prozent Zucker und 2,03 Prozent sonstige verdauliche Kohlenhydrate.
Der Spargel ist ursprünglich in Südeuropa heimisch. Da seine Triebe so vorzüglich schmecken, wurde er im Mittelalter auch in Mitteleuropa eingeführt. Der Wurzelstock des Spargels ist ausdauernd und wächst meist waagerecht in der Erde. Im Frühjahr treibt der Wurzelstock mehrere fingerdicke Triebe. Unter der Erdoberfläche ist dieser Trieb weiß, das ist der bekannte weiße Spargel. Sobald der Trieb aus der Erde schaut, wird er grün, so wie der grüne Spargel, der ursprünglich vorwiegend in Mittelmeerländern beliebt war, inzwischen aber auch in Deutschland zu kaufen ist und immer bekannter wird. Wenn die Spargelernte Mitte Juni beendet ist, dann dürfen die Spargelpflanzen wachsen. Die Spargelpflanze wird bis zu 1,50 m hoch, verzweigt sich und trägt kleine, feine Blättchen. Erst dreijährige Pflanzen tragen grünliche Blüten und später rote Beeren.
Botanik
Der holzige Wurzelstock ist ausdauernd, kurz, meist waagrecht gelagert, mit langen, dicken Wurzelfasern versehen. Im Frühjahr treibt der Wurzelstock viele fingerdicke Sprossen von weißer Farbe, die mit fleischigen Schuppen bedeckt sind und die ergrünen, sobald sie an das Tageslicht kommen. Die Sprossen werden im Frühjahr etwa 20 bis 25cm unter dem Erdboden abgeschnitten und bilden das Spargelgemüse. Lässt man die Sprossen dagegen stehen, so wachsen sie zu einem bis 1,5m hohen Stängel aus, der verzweigt und kleine, trockene, schuppenartige, feine Blättchen trägt. Erst die Sprossen des 3. Jahres gelangen zur Blüte. Die Blüten sind grünlich-weiß, die Frucht ist eine rote Beere. Diese wird mit Vorliebe von den Vögel gefressen und da der in der Beere enthaltene Samen unverdaut abgeht, finden wir Spargelpflanzen auch außerhalb des Gemüsegartens in der freien Natur.
Geruch und Geschmack
Die Spargeltriebe haben einen süßlichen Geruch und Geschmack. Die Wurzeln sind in Geruch und Geschmack süßlich bis herb. Die in den Beeren enthaltenen schwarzen Samen sind geruch- und geschmacklos.
Blütezeit
Mitte Mai bis Mitte Juni
Beerenreife
August
Standort
Ursprünglich aus Südeuropa stammend, kommt der Spargel bei uns auch verwildert auf Schutt und kiesigen Flußufern vor. Der veredelte Gemüsespargel wird vielfach in eigenen Spargelbeeten gezogen. Er hat seine wärmere Heimat noch nicht vergessen und gedeiht im Freiland am besten überall dort, wo auch der Weinstock sich klimatisch wohl fühlt.

BACHBLÜTE HEATHER
Die Gedanken kreisen nur um die eigenen Probleme, man nimmt sich sehr Wichtig
Bei diesen Menschen kreisen ihre Gedanken nur um die eigenen Probleme und nehmen sich zu Wichtig
Mit der Bachblüte können diese kreisende Gedanken besser kontrollieren und nehmen sich deshalb nicht mehr so Wichtig

BACHBLÜTE HOLLY
Ich fühle mich isoliert                                  
Diese Menschen fühlen sich öfters isoliert
Mit der Blüte können sie das Gefühl der Isolation abstellen

Heilmethoden und Heilmittel bei bestimmten Krankheiten
DAS BRENNEN
Die dem heutigen Leser am unangenehmsten anmutende Methode ist die des Brennens:
Das Brenneisen
„Das Brennen, das heißt die Verwendung eines Brenneisens, ist zu jeder Zeit gut und vorteilhaft, weil es, wenn es vorsichtig erfolgt, die Flüssigkeiten und schleimigen Säfte unter der Haut verringert und dem Körper Gesundheit verleiht. Es ist ebenso für junge wie für alte Menschen geeignet, für junge deshalb, weil dann, wenn ihr Fleisch und ihr Blut in der Jugend noch zu nehmen, sich auch die schädlichen Säfte bei ihnen vermehren, für alte aber, weil dann, wenn bei ihnen im Alter das Fleisch und Blut abnehmen, schleimige Säfte zwischen ihrer Haut und ihrem Fleisch zurückbleiben. Für alte Menschen ist es etwas gesünder als für junge Menschen, weil durch das Schwinden ihres Fleisches und Blutes und durch das Schrumpfen ihrer Haut umso mehr schleimige Säfte zwischen der Haut und dem Fleisch hin und her strömen …
Wer aber ein Brenneisen ansetzt, soll nur die Haut durchdringen, damit nicht das Fleisch in größerer Tiefe Löcher bekommt und so eher die Gesundheit des Menschen mit dem Blut ausströmt als die schleimigen Säfte und schädlichen Flüssigkeit.“

Nieren- und Blasenleiden
Blasenentzündung (Blasenkatarrh)
In einem anderen Fall, der Patient hatte sich eine akute Blasenentzündung zugezogen, rät Kneipp zu einem Leibstuhldampf:
Es wurde eine Handvoll Zinnkraut in den Topf im Leibstuhl getan und darauf siedendes Wasser gegossen, so schnell wie möglich musst sich nun der Kranke auf den Leibstuhl setzen, damit der Dampf recht gut auf den Leib einwirken konnte.
Der Patient saß noch keine 20 Minuten auf dem Leibstuhl, als schon ziemlich viel Wasser abging, ebenso hörten die krampfhaften Schmerzen bald auf. Nach 20 Minuten musste der Kranke in das Bett, ohne sich zu waschen, damit der eingetretene Schweiß noch länger dauere und sich erst nach und nach verlieren. Nach ungefähr zwei stunden hörte der Schweiß von selber auf und der Kranke wurde jetzt mit frischem Wasser abgewaschen.
Das Waschen hat hier wohl die höchste Bedeutung, weil dadurch die kalte Luft am allerwenigsten auf den Lein einwirken kann. So blieb der Kranke einen Tag lang im Bett und musste sich einer zweimaligen Ganzwaschung unterziehen. Auf den Unterleib, also die Blasengegend, wurde ein zweifaches Tuch gelegt, dieses wurde so oft erneuert, als die Hitze überhandnehmen wollte und so wurde ein gleichmäßige Temperatur in der Natur hergestellt und erhalten. Wasser mit Essig vermischt wirkt sehr kräftigend und die Hitze kann sich nicht weiterverbreiten.
Der Kranke bekam weiter nichts außer alle zwei Stunden Tee von Zinnkraut und Attichwurzel. Es stellte sich recht bald wieder guter Appetit ein und der Patient konnte in kurzer Zeit wieder an sein Geschäft gehen.
Sollte der erste Dampf nicht ausreichen und sollten die Beschwerden sich erneuern, so kann ein zweiter genommen werden, welcher in der Regel auch genügt.

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