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Safran
Safran gehört zu den teuersten Gewürzen der Welt. Seine gelborangenen Stempelfäden liegen preislich in der gleichen Größenordnung wie Gold. Das ist aber auch kein Wunder, denn man braucht etwa hundert Blüten, um ein einziges Gramm des kostbaren Gewürzes zu gewinnen. Da ist es nur verständlich, dass dem Safran in der Volksmedizin geradezu wundersame Kräfte zugesprochen werden. Er gilt als stark aphrodisierend. Der Safran hat aber auch echte medizinische Wirkungen. So wirkt er gegen Krämpfe aller Art und leicht schmerzstillend.
Der Safran, wissenschaftlicher Name Crocus sativus, ist eine Krokus-Art, die im Herbst violett blüht. Aus den Narben ihrer Blüten wird das ebenfalls Safran genannte Gewürz gewonnen. Diese Pflanzenart ist eine triploide Mutante des auf den ägäischen Inseln beheimateten Crocus cartwrightianus. Sie ist wegen des dreifachen Chromosomensatzes unfruchtbarund kann nur vegetativ durch Knollenteilung vermehrt werden. Die Stammform Crocus cartwrightianus besitzt deutlich kürzere, aber ebenfalls aromatische Narben.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Krämpfe
Heilwirkung: blutstillend, menstruationsfördernd, nervenstärkend
Anwendungsbereiche: Darmkolik, Gelbsucht, Keuchhusten, Krampfhusten, Kräm-pfe, Magenkolik, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Zahnungsschmerzen
wissenschaftlicher Name: Crocus sativus
Pflanzenfamilie: Schwertliliengewächse = Iridaceae
Verwendete Pflanzenteile: Narben des Griffels
Sammelzeit: Frühling
 
Verwendung
Safran schmeckt bitter-herb-scharf, was bei normaler Dosierung – anders als der typische Duft – nicht zum Tragen kommt. Er enthält Carotinoide, vor allem Crocin, sodass sich mit Safran gewürzte Gerichte intensiv goldgelb färben. Weiter enthält er den Bitterstoff Safranbitter, aus dem sich beim Trocknen teilweise der für das Safranaroma verantwortliche Aldehyd Safranal bildet. Weitere Aromastoffe sind unter anderem Isophorone. Bekannte Gerichte mit Safran sind Bouillabaisse, Risotto alla milanese, Lussekatter und Paella. In der persischen Küche werden besonders Reisgerichte gerne mit Safran verfeinert. Safran muss vor Licht und Feuchtigkeit geschützt in fest schließenden Metall- oder Glasgefäßen aufbewahrt werden, da das Gewürz am Licht schnell ausbleicht und sich das ätherische Öl relativ leicht verflüchtigt. Safran wurde auch als Farbmittel eingesetzt; der wasserlösliche Farbstoff Crocetinist in der Pflanze glycosidisch an das Disaccharid Gentiobiose gebunden; diese Verbindung wird als Crocin bezeichnet. Bereits Plinius der Ältere erwähnt Safran als Farbmittel. Es wurde auch eingesetzt, um Goldschriften zu imitieren, oder um Zinn oder Silber wie Gold erscheinen zu lassen. Es wurde auch in Mischungen mit anderen Pigmenten oder Farbstoffen verwendet. Um den aromatischen Duft zu bewahren, sollte Safran nicht lange gekocht werden. Es empfiehlt sich, die Narbenschenkel einige Minuten in etwas warmem Wasser einzuweichen und mit der Flüssigkeit gegen Ende der Garzeit dem Gericht zuzugeben. Eine noch intensivere Färbung erhält man, wenn die Safranfäden frisch gemörsert werden.
 
Beschreibung
Jede Blüte enthält einen sich in drei Narben verzweigenden Griffel. Nur diese süßaromatisch duftenden Griffel werden getrocknet als Gewürz verwendet. Um ein Kilogramm von ihnen zu gewinnen, benötigt man etwa 150.000 bis 200.000 Blüten aus einer Anbaufläche von ca. 10.000 Quadratmetern; die Ernte ist reine Handarbeit, ein Pflücker schafft 60 bis 80 Gramm am Tag. Hinzu kommt, dass Safran nur einmal pro Jahr im Herbst (und das nur für einige Wochen) blüht. Deshalb zählt Safran zu den teuersten Gewürzen. Im Einzelhandel zahlt man zwischen 7 und 25 Euro pro Gramm.

Bärlauch
Der Bärlauch ist eine Pflanzenart aus der Gattung Allium und somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Die in Europa und Teilen Asiens vor allem in Wäldern verbreitete und häufige, früh im Jahr austreibende Pflanzenart ist ein geschätztes Wildgemüse und wird vielfach gesammelt. Bärlauch wird auch Bärenlauch, Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Rinsenknoblauch, Hundsknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch, Ramsen oder Waldherre genannt.
Im Frühling gibt es Stellen im Wald, die stark nach Knoblauch duften. Dort wächst der Bärlauch, manchmal in großen Familien, denn wenn er erst einmal irgendwo heimisch geworden ist, breitet er sich gerne üppig aus. Ein Kräuterquark mit reichlich Bärlauch gehört zu den leckersten Frühjahrserlebnissen und ist obendrein noch sehr gesund. Er fördert nicht nur die Verdauung, sondern verhindert auch Arteriosklerose und senkt den Blutdruck und kann somit sogar Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Dadurch ist der Bärlauch das reinste Labsal gegen Zivilistationskrankheiten.
Jedes Jahr, wenn der Frühling Einzug hält, zieht der Bärlauch Duft durch die Wälder. Bärlauch ist nicht nur ein würziges Kraut, sondern macht für viele Feinschmecker die Frühlingsküche lebendig. Denn Bärlauch ist ein besonders aromatisches Kraut. Aber Achtung! Zuviel von Bärlauch kann auch zu Magenverstimmungen führen. Schlimmer noch, wenn Bärlauch von Unkundigen wild gesammelt wird.
Der Bärlauch ist eines der bekanntesten heimischen Wildkräuter. Die zu den Lauchgewächsen gehörende Pflanze mit dem botanischen Namen Allium ursinum, ist Heilkraut und Gewürzkraut zugleich. Im Frühjahr wird der Bärlauch frisch für Pestos, Aufstriche, Wildkräutersalate und Saucen verwendet. In der Naturheilkunde wird die auch als Hexenzwiebel oder Waldknoblauch bezeichnete Pflanze vor allem bei Verdauungsstörungen genutzt.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Arteriosklerose, Frühjahrskur
Heilwirkung: adstringierend, anregend, antibiotisch, blutreinigend, Cholesterinspiegel senkend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, Galle treibend, harntreibend, hautreizend, schleimlösend, schweißtreibend, Stoffwechsel anregend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Asthma, Blähungen, Bluthochdruck, Bronchitis, Durchfall, Durchblutungsstörungen, Fieber, Frühjahrsmüdigkeit, Gedächtnisschwäche, Kalte Hände, Kalte Füße, Kopfschmerzen (häufige), Leistungsschwäche, Rheuma, Schlechte Wundheilung, Verdauungsstörungen, Würmer
wissenschaftlicher Name: Allium ursinum
Pflanzenfamilie: Zwiebelgewächse = Alliaceae
englischer Name: Ramsons
volkstümliche Namen: Hexenzwiebel, Hexenzwiefel, Ramsen, Waldknoblauch, wilder Knofel, Zigeunerlauch
Synonyme: Zigeunerlauch, Waldknoblauch, Hexenzwiebel
falsche Schreibweisen: Baerlauch, Beerlauch, Berlauch
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Allicin, Vitamin C, Ätherisches Öl: Vinylsulfid, Merkaptan, Mineralsalze, Eisen, Schleim, Zucker
Wirkstoffe: Im Bärlauch sind neben ätherischen Ölen auch organische Salze und Vinylsulfid enthalten.
Sammelzeit: April und Mai
 
Wirkung
Wegen seiner knoblauchähnlichen Substanzen wirkt der Bärlauch ähnlich wie der Knoblauch. Er reinigt die Blutgefäße und wirkt dadurch bei Arteriosklerose. Infolgedessen kann der Bärlauch bei Schlaganfall und Herzinfarkt vorbeugen. Auch bei alltäglichere Folgen der Arteriosklerose kann der Bärlauch helfen, sei es der Bluthochdruck, die kalten Füße oder Hände, schlechte Hautheilung durch Mangeldurchblutung, Kopfschmerzneigung, Schwindel, manche Gedächtnisstörungen, Schmerzen beim Gehen oder Leistungsschwäche. Außerdem wirkt der Bärlauch stärkend auf den Stoffwechsel und die Verdauung. Man kann ihn auch bei Frühjahrsmüdigkeit anwenden. Er soll sogar den Bären nach ihrem Winterschlaf auf die Beine helfen und ihnen neue Kraft geben. Der Bärlauch verleiht also Bärenkräfte.
 
Anwendung
Der Bärlauch kann nicht getrocknet werden, denn dann gehen seine Wirkstoffe verloren. Daher verwendet man ihn am besten frisch. Man kann die möglichst jungen Bärlauchblätter verwenden, aber auch die Knospen schmecken gut. Die Blätter kann man zu zahlreichen Rezepten verarbeiten und die Knospen kann man einlegen wie Kapern oder einfach so essen, z.B. im Salat. Als Tee ist der Bärlauch wegen seines zarten Knoblaucharomas nicht so geeignet, dafür umso mehr für die Frühjahrsküche oder die mittelalterliche Küche.
Bärlauchrezepte
Besonders lecker schmeckt der Bärlauch im Kräuterquark, denn man zusammen mit Kartoffeln servieren oder einfach als Brotaufstrich verwenden kann. In schmale Streifen geschnitten schmeckt der Bärlauch auch einfach auf Butterbrot oder als Garnierung von Käsebrot, Tomatenbrot usw.
Auch als Bereicherung von Salaten ist er köstlich.
Bärlauch in der Küche
Der Bärlauch ist eine altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze. Die Pflanze ist zwar komplett essbar, genutzt werden aber vorwiegend die Blätter, oft auch mit den Stängeln, frisch als Gewürz, für Dip-Saucen, Kräuterbut-ter und Pesto oder ganz allgemein als Gemüse in der Frühjahrsküche. Ernte-zeit für die Blätter ist im März und April. Durch Milchsäuregärung erzeugtes Bärlauchkimchi kann auch für viele Monate haltbar bleiben. Durch Hitzeeinwirkung werden die schwefelhaltigen Stoffe verändert, wodurch der Bärlauch viel von seinem charakteristischen Geschmack verliert. Daher wird er meist roh und kleingeschnitten unter Salate oder andere Speisen gemischt. Im Frühjahr kann Bärlauch auch den Schnittlauch oder das Zwiebelkraut ersetzen. Nicht so bekannt ist die Verwendung der Knospen zur Herstellung von Bärlauchkapern.
Wer auf Bärlauch nicht verzichten möchte, sollte lieber diese entweder selbst im Garten auf einem abgrenzten Stück pflanzen. Bei guter und richtiger Pflege ist dann der Genuß von frischem Bärlauch keine Gefahr mehr.
Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen
Trotz der leichten Identifikation durch den typischen Geruch, der beim Reiben der Blätter entsteht, wird Bärlauch beim Sammeln immer wieder mit dem Maiglöckchen, den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen oder den meist ungefleckten Blättern jüngerer Pflanzen des Gefleckten Aronstabs verwechselt. Diese drei Pflanzen sind äußerst giftig und es kommt immer wieder zu teils tödlichen Vergiftungen. Der ungiftige Wunder-Lauch mit ähnlichem Geruch wird gelegentlich als Bärlauch bezeichnet.
Medizinische Nutzung
Im Mittelalter wurde Bärlauch als Herba Salutaris bezeichnet und als Arznei- und Nahrungspflanze genutzt. Ihm wurden unheilabwehrende Eigenschaften zugeschrieben. In der Volksmedizin wird der Bärlauch heute bei Magen-Darm-Störungen eingesetzt, aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung gegen Gärungsdyspepsien sowie als Karminativum. Weitere Einsatzbereiche sind als Antihypertoniku, und Antiarteriosklerotikum. Auch in der Naturheilkunde kommt Bärlauch als Heilmittel oft zur Anwendung. Die Heilwirkung ist den zahlreichen in ihm enthaltenen, überwiegend schwefelhaltigen ätherischen Ölen zuzuschreiben, die sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Des Weiteren ergibt sich eine effektive Heilwirkung bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen. Zudem wirkt er stoffwechselanregend, positiv auf den Cholesterinspiegel und hilft bei Wurmbefall.
Tinktur
Man kann den Bärlauch auch als Tinktur gegen Arteriosklerose und indirekt bei Bluthochdruck anwenden. Um eine Bärlauchtinktur selbst herzustellen, übergießt man Bärlauchblätter in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Andere Bärlauchzubereitungen
Wegen der Gesundheitswirkungen des Bärlauchs gibt es einige Präparate, die Bär-lauch enthalten. Bei diesen Mitteln wird der Knoblauchgeschmack vermieden, denn viele Menschen mögen keinen Knoblauch. Es gibt beispielsweise Bärlauchkapseln, teilweise auch als Frischblattkapseln, die Frischblatt-Granulat enthalten. Die Wirkung der Bärlauchlkapseln entspricht in etwa der Wirkung des frischen Bärlauchs. Sie helfen gegen Arteriosklerose und deren Folgeerkrankungen.
Bärlauch haltbar machen
Es ist nicht so einfach, den Bärlauch haltbar zu machen. Die frischen Blätter halten sich leider nur ein bis zwei Tage, im Kühlschrank etwas länger. Weil die Bärlauchsaison kurz ist, kommt schnell der Wunsch auf, den Bärlauch haltbar zu machen.
Getrockneter Bärlauch
Getrocknet ist der Bärlauch ist meistens nicht sehr gut. Wenn man ihn selbst trocknet, wird er normalerweise strohig und schmeckt nicht mehr stark nach Bärlauch. Professionell getrocknet kann der Geschmack bei guten Produkten einigermaßen erhalten bleiben.
Bärlauch einfrieren
Man kann den Bärlauch relativ gut einfrieren. Tiefgefroren schmeckt der Bärlauch zwar nicht ganz so gut wie frisch, aber deutlich besser als selbst getrocknet. Zum Einfrieren wäscht man den Bärlauch, trocknet ihn ab und schneidet ihn klein. Dann füllt man ihn in kleine Portionsbeutel oder in eine Eiswürfelform und legt ihn in die Tiefkühltruhe. Bei Bedarf entnimmt man eine Portion und taut sie auf.
Bärlauchpesto
Bärlauchpesto ist eine klassische Methode, den Bärlauch haltbar zu machen. Dabei wird pürierter Bärlauch mit gerösteten Pinienkernen, Parmesankäse und Olivenöl vermischt. Im Kühlschrank ist solch ein Bärlauchpesto mehrere Wochen haltbar.
Bärlauch und seine Verwendung
In erster Linie wird Bärlauch in der Küche verwendet. Bärlauch hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Kraut etabliert und wird mit Beginn der Saison im Frühling in vielen Supermärkten oder auf Wochenmärkten angeboten. Daneben kann man Bärlauch vereinzelt als getrockenetes Kraut kaufen – allerdings verbunden mit Einbußen das Aroma und der gesundheitsunterstützenden Wirkung.
Bärlauch als Heilkraut
Bärlauch ist den meisten nur als Gewürzkraut ein Begriff. Dennoch hat der aromatische Frühblüher zahlreiche Inhalts- und Wirkstoffe, die eine naturheilkundliche Anwendung möglich machen. Das Kraut hat viele positive Eigenschaften für die Gesundheit und wurde bereits in der Antike und im Mittelalter rege verwendet. Für heilkundliche Anwendungen werden sowohl die Zwiebel (Allii ursini bulbus) als auch die Blätter des Bärlauchs (Allii ursini herba) verwendet.
In der Antike und im Mittelalter war der Bärlauch eine häufig verwendete Heilpflanze. Im Mittelalter wurde das Kraut in vielen Klostergärten kultiviert. Hildegard von Bingen, eine der bekanntesten Kräuterkundigen des frühen 12. Jahrhunderts, empfahl das Kraut bei Verdauungsstörungen sowie als gutes Mittel zur Blutreinigung. In den alten Kräuterbüchern des 15. und 16. Jahrhunderts wurde die Heilwirkung des Bärlauchs, dort übrigens als wilder Knoblauch bezeichnet, analog zum Knoblauch beschrieben. Demnach wurde Bärlauch u.a. bei Blähungen, Bauchschmerzen, bei Einschlafproblemen, zum Auslösen von Wehen bei Schwangeren oder bei Stimmproblemen verwendet. Eingenommen wurde der Bärlauch entweder pur, in Wein gesotten, gekocht oder als Sud. In Essig eingelegter Bärlauch wurde zudem bei Zahnproblemen empfohlen. Gepresste Bärlauchzwiebeln kamen als Mittel gegen Läuse zum Einsatz.
Die in den Blättern und Wurzeln enthaltenen Schwefelverbindungen, die für den typischen Bärlauchduft verantwortlich sind, aktivieren die Tätigkeit von Galle und Leber und fördern so die Verdauung von schweren Gerichten in Magen und Darm. Gleichzeitig sind die schwefeligen Verbindungen, Allicin, Allinin und Flavonoide förderlich bei Bluthochdruck und wirken senkend auf den Cholesterinspiegel.
Außerdem wirken die Inhaltsstoffe im Bärlauch leicht antibiotisch, unterstützen die Schleimlösung bei Erkältungen und Bronchitis, regen den Harnfluß an. Studien konnten sogar pilzhemmende und pilztötende Eigenschaften beim Schwarzschimmel feststellen.
Volksmedizinisch wird die Bärlauchzwiebel in Form von Zwiebelpresssaft oder roh u.a. bei Bluthochdruck und Arterienverkalkung (Arteriosklerose) verwendet. Die Blätter hingegen werden bei Beschwerden des Magen-Darm-Trakts, Blähungen, Bluthochdruck bzw. Kreislaufbeschwerden sowie bei Hautunreinheiten und einigen Hauterkrankungen. Frische Bärlauchblätter können heute auch noch als Blutstiller bei kleineren blutenden Wunden verwendet werden.
In einigen medizinischen Studien finden sich sogar mögliche Anwendungsansätze für Krebstherapien. Wässrige Auszüge aus pulverisierten Bärlauchpflanzen konnten in Zellkulturen, den Zelltod von Magenkrebszellen auslösen. Die Schwefelverbindungen im Bärlauch, wie auch anderen Lauchgewächsen, haben krebsvorbeugende Eigenschaften.
Nebenwirkungen
Bärlauch ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. Zu hohe Dosen des Krauts können zu Magenreizungen führen. In sehr seltenen Fällen kann Bärlauch Allergien auslösen, die sich u.a. durch Pickel, Exkzeme oder Luftnot zeigen.
Verwendung und Zubereitung
Bärlauch ist vielseitig einsetzbar: Am besten wird er frisch und roh verwendet, da sein Aroma leicht an Intensität verliert. Die unterirdischen Zwiebeln können wie Knoblauchzehen verwendet werden, sollten aber geschont werden, um den Bärlauchbestand nicht zu gefährden, schließlich will man ja auch in den nächsten Jahren noch unbesorgt ernten. In Öl eingelegt, getrocknet sowie eingefroren ist er länger haltbar, jedoch weniger aromatisch. Vor dem Einfrieren sollte er kurz in heißem Wasser blanchiert werden.
Bärlauch verfeinert kalte Zubereitungen mit Topfen oder Frischkäse und passt gut in diverse Salate sowie in Kräuterbutter. Gekochten Speisen sollte er erst am Ende der Kochzeit beigemengt werden, um sein volles Aroma auszuschöpfen. Sein knoblauchartiges Aroma passt u.a. gut zu Gemüse-, Fleisch- und Fischgerichten. Er kommt in vielen mediterranen Speisen vor. Insbesondere die italienische Küche beherzt seinen Geschmack, z.B. in Ravioli, Risotto oder zusammen mit Basilikum in Pesto, der typischen Gewürzpaste zu Nudeln.
Bärlauch als Gewürzkraut
Bärlauch ist eines der beliebtesten Frühjahrskräuter. Einfache Gerichte erhalten durch das mild knoblauchartige Aroma eine interessante Note, die prägnant, aber nicht so intensiv wie die von Zwiebeln und Knoblauch ist. Ein weiterer Vorteil von Bärlauch ist, dass man im Gegenteil zu anderen Zwiebelgewächsen keinen unangenehmen Mundgeruch bekommt.
Immer häufiger bekommt man im Handel Produkte, die mit Bärlauch verfeinert wurden. Bärlauchkäse, Frischkäse mit Bärlauch, Bärlauchsuppe, Bärlauchtofu sind nur wenige Beispiele für das Wildkraut, das den Kräuterfrühling einläutet.
Bärlauch harmoniert perfekt zu Fischgerichten, Suppen, Salaten, Kartoffelgerichten, hellen Soßen, bspw. in Form einer Bärlauch-Käsesauce zu Nudeln. Vorsicht ist allerdings bei Fertigprodukten zum Anrühren geboten. Diese enthalten oft nur wenig Bärlauch; das Aroma kommt unter Umständen durch zugesetzen Knoblauch oder künstliche Aromen zustande. Wichtig ist auch, dass Bärlauch erst zum Ende der Zubereitung von Gerichten hinzugefügt wird, da das Aroma durch Hitze an Intensität verliert.
Im Frühjahr ist Bärlauchsuppe eine willkommene Abwechslung in der Küche. Mit wenigen Zutaten wie Schalotten, etwas Sahne (oder einer pflanzlichen Cuisine), Gemüsebrühe sowie Salz und Pfeffer, lässt sich schnell und einfach eine köstliche Suppe kochen.
Neben der mitgegarten Variante kann Bärlauch auch roh verzehrt werden. Feine Streifen der Blätter schmecken auf einem simplen Butterbrot ebenso gut wie als Wildgemüse in frischen Salaten oder als Quark- oder Frischkäsedip in Kombination mit anderen frühlingsfrischen Kräutern. Darüber hinaus können Bärlauchblätter auch für Kräutersalz und Kräuterbutter verwendet werden.
Eine besondere Spezialität ist Bärlauchpesto, das vor allem im Frühjahr beliebt ist. Das ursprüngliche Pestorezept baut auf Basilikum als Kräuterzutat. Die übrigen Zutaten unterscheiden sich nicht. Ein einfaches Rezept für ein Kräuterpesto besteht lediglich aus einem Bund Bärlauch, das gründlich mit Wasser angespült und vorsichtig trocken getupft wird. Anschließend werden die Blätter mit gerösteten Pinienkernen (alternativ Cashewnüsse oder Sonnenblumenkerne) mit ausreichend Olivenöl in einer Küchenmaschine zerkleinert, bis eine pestoartige Konsistenz entsteht. Zum Schluss wird mit Salz und Pfeffer nach Gusto abgeschmeckt.
Auch wenn Bärlauch vorwiegend frisch verwendet wird, kann man das Kraut mit einem Tipp ganzjährig zum Würzen und Verfeinern vorrätig haben. Bärlauch lässt sich problemlos einfrieren. Dazu werden die frischen gewaschenen und trocken getupften Blätter am besten bereits zerkleinert und dann ein Gefrierbeuteln oder entsprechenden Dosen eingefrostet. Weniger empfehlenswert ist das Trocknen von Bärlauch. Häufig wird empfohlen, Bärlauch im Backofen zu trocknen. Hier gehen allerdings viele der Aromastoffe verloren. Will man dennoch Bärlauchblätter trocknen, ist die Verarbeitung in einem Dörrautomat empfehlenswert. Nach dem Trocknen sollten die Blätter lichtgeschützt und aromadicht aufbewahrt werden.
 
Pflanzenkunde
Bärlauch ist eine mehrjährige Pflanze, die wild wächst und nur selten kultiviert wird. Bekannt ist er auch als wilder Knoblauch, Knoblauchspinat, Waldknoblauch, Hexenzwiebel oder Bärenlauch. Im Volksmund wird er auch Hundsknofel genannt. Er zählt wie andere Zwiebel- und Lauchgewächse neuerdings zur Familie der Narzissengewächse. Seine hellgrünen, länglich-spitzen Blätter, die an der Unterseite matt sind, erreichen eine Länge von bis zu 25 Zentimetern. Die Blütenstände sind halbkugelig und haben viele weiße, sternförmige Einzelblüten. Bärlauch gedeiht ab Frühling von März bis Juni in schattigen und feuchten Gebieten wie z.B. in Laubwäldern oder Auen sowie an Bachufern.
Vorsicht beim Bärlauchsammeln – es besteht Verwechslungsgefahr mit den giftigen Blättern von Maiglöckchen, Herbstzeitlose, Aronstab und Weißwurz. Nur die Blätter des Bärlauch riechen und schmecken deutlich nach Knoblauch. Die Doppelgänger sind geruchlos und schmecken oft bitter. Sich nur auf den Geruch zu verlassen, hilft beim Ernten jedoch nichts, weil die Finger innerhalb kürzester Zeit nach Knoblauch riechen und man somit nicht mehr feststellen kann, ob man vielleicht einen geruchlosen Doppelgänger in den Händen hält. Allein die genaue Kenntnis der Pflanzen schützt vor bösen Überraschungen! Möchte man zarte Blätter, so müssen sie vor der Blüte gepflückt werden.
Bei Verdacht auf eine Maiglöckchen- oder andere Vergiftung erhalten Sie unter der Notfallnummer der Vergiftungsinformationszentrale (VIZ) +43 1 406 43 43 jederzeit Auskunft.
Tipp: Bärlauch kann auch selbst im Garten oder in Blumenschalen gepflanzt werden. Die Steckzwiebeln mögen lockere, humusreiche Erde. Um keimen zu können, braucht der Bärlauch Frosteinwirkung, da er ein „Kaltkeimer“ ist.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Bärlauch ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von etwa 20 bis 50 Zentimetern erreicht. Die sehr schlanke, längliche Zwiebel wird aus den Ansätzen der beiden Laubblätter gebildet und ist 2 bis 4, selten bis 6 Zentimeter lang. Sie ist umgeben von durchsichtigen, weißlichen oder gelblichen Häuten, die sich später bis auf einige Borsten reduzieren. Nebenzwiebeln werden nur vereinzelt gebildet oder sie fehlen ganz. Der aufrechte, kompakte Stängel ist dreikantig bis annähernd rund und nur am Ansatz beblättert. Die meist zwei, selten ein oder drei grundständigen Laubblätter haben einen 5 bis 20 Millimeter langen Stiel und verbreitern sich abrupt in die 2 bis 5 Zentimeter breite flache, elliptisch-lanzettliche Blattspreite. Die Blattoberseite glänzt und ist von dunklerem Grün als die matte Unterseite. Sein Geruch ist typisch lauchartig. Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Der Blütenstand wird umschlossen von einer zwei- oder dreiklappigen, zugespitzten eiförmig-länglichen Hülle, die ebenso lang oder länger ist wie die Blütenstiele und bald abfällt. Die duften-den, wenigen bis mehr als zwanzig Blüten stehen in einer flachen Scheindolde, Brutzwiebeln fehlen stets. Die geraden Blütenstiele sind bis 2 Zentimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig. Das reinweiße Perigon besteht aus sechs linealisch-lanzettlichen, 8 bis 10 Millimeter langen Blütenhüllblättern, die spitz oder abgestumpft sein können und aufrecht abstehen. Die pfriemlichen Staubblätter sind etwa halb so lang wie die Blütenhüllblätter und am Ansatz verwachsen. Der Griffel endet mit einer einfachen Narbe. Die Fruchtstiele sind direkt unter dem Perigon leicht geschwollen, der Fruchtknoten ist tief dreifach gefurcht. Die Kapselfrucht enthält wenige Samen.
Der Bärlauch bevorzugt schattige Laubwälder und humusreiche Standorte. Man findet ihn häufig in Auwäldern in der Nähe von Flüssen. Er ist eine mehrjährige Pflanze, die Jahr für Jahr wieder neu erscheint. Zuerst wachsen im Frühjahr, etwa ab März, die Blätter des Bärlauchs. Am Anfang sind sie sehr klein. Im Verlauf von einigen Tagen wachsen die Blätter heran und werden im Schnitt 25 cm lang. Sie sind länglich, lanzettlich, weich und ähneln den Blättern des Maiglöckchen. Im Gegensatz zu Maiglöckchen-Blättern duften Bärlauch-blätter jedoch eindeutig nach Knoblauch. Dieser Geruch ist wichtig zur Unterscheidung, denn Maiglöckchen sind giftig. Es sind die Blätter, die geerntet wer-den, am besten vor der Blüte, denn dann sind sie zart und lecker. Im weiteren Verlauf des Frühlings wächst aus der Blattrosette ein oder mehrere Stängel, der die weiße, luftige Bärlauchblüte trägt. Die Bärlauchblüten sind reichblütige Scheindolden und die einzelnen Blüten sehen aus wie kleine Sterne.
 
Aussäen und pflanzen
Bärlauch ist eine sehr ausbreitungsfreudige Pflanze. Eine Zwiebel im Boden kann bei günstigen Bedingungen genügen, damit im darauffolgenden Jahr ein Teppich aus Bärlauch entstehen kann.
Standort
Bärlauch zählt zu den Kräutern, die schattige und halbschattige Standorte bevorzugen. Ferner benötigt die Pflanze feuchte, kalkhaltige, nährstoffreiche und humose Böden. Der Boden sollte jedoch so gut Wasser leiten können, so dass keine Staunässe entsteht. Entsprechend häufig findet man Bärlauchkolonien unter schattenspendenden Laubwäldern (daher auch der andere Name Waldknoblauch) und in grundwassernahen Gebieten wie Auen.
Aussaat und Anzucht
Bärlauch lässt sich über die Zwiebeln als auch über Samen kultivieren. Die Anzucht mit Samen sollte am besten zum Herbstanfang durchgeführt werden. Bärlauch zählt zu den Kaltkeimern, die für eine kurze Zeit Frösten ausgesetzt sein müssen, damit die Samen zu keimen beginnen. Die Aussaat mit Samen kann jedoch unter Umständen ein Geduldsspiel werden, da die Keimrate bei Bärlauchsamen durchaus niedrig sein kann und die Samen meistens länger als ein Jahr zum Keimen benötigen. Da die Samen ferner Dunkelkeimer sind, sollten die Körner etwa 2 bis 3 cm in den Boden eingedrückt werden. Zwischen den einzelnen Bärlauchsamen sollte ein Abstand von 20 bis 25 cm eingehalten werden, um spätere Nährstoffkonkurrenz möglichst zu vermeiden.
Zwiebelpflanzung
Schneller und effizienter ist die Kultivierung mit Zwiebeln. Stehen Bärlauchzwiebeln zur Verfügung, so können diese im Abstand von etwa 25 cm zueinander in den Boden eingearbeitet werden. Die Zwiebeln sollten nicht zu Zeiten gesteckt werden, die Fröste erwarten lassen. Beim Einpflanzen sollte darauf geachtet werden, dass die Spitze nach oben zeigt.
Pflege und Düngen
Da die genießbaren Blätter des Bärlauchs nur im zeitigen Frühling erscheinen, anschließend verwelken und eingehen, benötigt Bärlauch keine besondere Pflege. Wächst Bärlauch im Garten ist die Pflege des Wildkrauts mit wenig Aufwand verbunden, insofern der Boden zu dieser Jahreszeit ausreichend feucht ist. Eine spezielle Düngung des Krauts ist meist nicht erforderlich. Als hilfreich erweist sich, das Eindecken mit Laub zur Herbstzeit. Die Laubblätter zersetzen mit der Zeit und liefern ausreichend Nährstoffe für die Folgeperiode.
Überwinterung
Weitere Schritte im Pflanzjahr sind ebenfalls nicht notwendig, da die Blätter nach der Welke eingezogen werden und erst im nächsten Frühjahr wieder austreiben. Eine möglicherweise notwendiger Schritt kann die Begrenzung des Wuchsgebiets sein. Will man verhindern, dass sich Bärlauch unkontrolliert im Garten ausbreitet, bieten sich unter in den Boden eingebrachte Begrenzungen an, bspw. Kunststofffolie um die Zwiebel. Im Handel sind solche Begrenzungen häufig unter dem Namen Rhizimsperre zu bekommen.
Eine Kultivierung auf dem Balkon ist unter Umständen möglich. Voraussetzungen sind Balkone, die sich in Schattenlage befinden. Nord- und Ostlagen sind hierfür optimal. Als Pflanzgefäße eignen sich längliche Kübel, so dass die Bärlauchpflanzen sich selbst ausbreiten können. Es ist unbedingt erforderlich, dass die Erde niemals austrocknet. Der Bärlauch darf niemals längere Zeit direkter Sonne ausgesetzt sein.
 
Verbreitung
Der Bärlauch kommt in großen Teilen Europas und an manchen Stellen Nordasiens vor. In Asien findet man ihn fast nur im Kaukasus und gelegentlich im westlichen Russland. In Europa findet man den Bärlauch vorwiegend nördlich der Alpen, im Balkan und im südlichen Osteuropa außer in der ungarischen Tiefebene. In England und Irland findet man den Bärlauch häufig, außer im nördlichen Schottland. In Frankreich ist der Bärlauch fast überall häufig. In Italien ist der Bärlauch hingegen eher selten und in Spanien sehr selten. In Skandinavien findet man den Bärlauch im südlichen Norwegen und in einem Streifen in Südschweden. In Deutschland ist der Bärlauch im Süden häufiger als im Norden. Man findet ihn prinzipiell am häufigsten in den Auwäldern rund um große Flüsse. Besonders häufig kommt er beispielsweise in der Oberrheinebene und im Neckartal vor. In der Norddeutschen Tiefebene ist der Bärlauch hingegen selten. Darum gilt er in Hamburg und in Brandenburg als vom Ausster-ben bedroht. In Bremen und Schleswig-Holstein gilt er als extrem selten.
 
Sammelhinweis
Die Erntezeit für den Bärlauch liegt je nach Gegend zwischen Anfang März und Anfang Mai. Da der Bärlauch in den letzten Jahren immer beliebter wird, sollte man beim Sammeln zurückhaltend sein und berücksichtigen, dass sich die Pflanze nur langsam verbreitet. Generell sollte man nur in großen Beständen ernten und auch nur dort, wo es erlaubt ist. Von der einzelnen Blattrosette sollte man mindestens zwei Drittel stehen lassen, damit die Pflanze genug Blattmasse hat, um die Zeit bis zum nächsten Jahr zu überstehen. Dank der großen Beliebtheit kann man den Bärlauch in der Saison auch immer öfter frisch im Handel kaufen, der häufig aus gezieltem Anbau stammt. Bevor man im Wald spärliche Bestände plündert, und dadurch auf Dauer schädigt, ist es möglicherweise besser, sich frischen Bärlauch zu kaufen.
Bärlauch – Verwechslungsgefahr
Aber Achtung: Bärlauch selbst im Wald zu sammeln, ist nicht zu empfehlen. Denn die Verwechslungsgefahr giftigen Blättern anderer Pflanzen ist besonders hoch. Warnt man zahlreich vor den giftigen Maiglöcken, sind es viel mehr noch zusätzlich die giftigen Herbstzeitlosen, deren Blätter jetzt schon teilweise aus dem Boden ragen. Also: verzichten Sie lieber auf das Pflücken von Bärlauch an Ihnen unbekannten Stellen, denn das Gift der Herbstzeitlose kann tödlich wirken.
Der oftgenannte Tipp, Bärlauch-Blätter sind anhand des Geruches unverwechselbar, stimmt nicht ganz. Denn hat man bereits den würzigen, aromatischen Knoblauchduft von frischen Bärlauch auf den Fingern, kann man kaum noch die geruchlosen giftigen Blätter davon auseinanderhalten. Denn der auf den Finger anhaftende Bärlauch duft ist einfach zu dominant.
Verwechslungsgefahr: Identifizierung des Bärlauchs
Ganz wichtig ist auch die Identifizierung des Bärlauchs. Die Blätter riechen eindeutig nach Knoblauch. Ist das bei angetroffenen Blättern nicht der Fall, handelt es sich nicht um Bärlauch. Ähnliche Blätter, die nicht nach Knoblauch duften können das giftige Maiglöckchen oder die ebenso giftige Herbstzeitlose sein. Auch der Aronstab und die vielblütige Weißwurz können gelegentlich mit dem Bärlauch verwechselt werden auch wenn die Verwechslungsgefahr bei diesen beiden nicht so groß ist.
Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen
Auf den hier gezeigten Bildern sieht man, wie gering die Unterschiede zwischen Bärlauchblättern und Maiglöckchen-Blättern sind. Der Bärlauch wächst einzeln aus dem Boden, bildet aber Gruppen. Beim Maiglöckchen wachsen immer zwei Blätter aus einem Stängel. Wenn man Pech hat, wachsen Bärlauch und Maiglöckchen sogar an der gleichen Stelle. Dann hilft auch der Knoblauch-Duft nicht bei der Unterscheidung, denn alles riecht hier nach Knoblauch. Wie der Bärlauch bildet auch das Maiglöckchen manchmal regelrechte Felder. Wer den Bärlauch nicht gut kennt, kann solch ein Maiglöckchenfeld durchaus für ein Bärlauchfeld halten. Maiglöckchen haben eine ähnliche Giftwirkung wie der Fingerhut; und zwar aufs Herz. Zwar nicht ganz so stark, aber in größeren Mengen durchaus bedrohlich. In der Praxis kommt es aber kaum zu gefähr-lichen Vergiftungen mit Maiglöckchen-Blättern, weil die Giftigkeit eher gering ist.
Verwechslungsgefahr mit Herbstzeitlose
Ganz anders sieht das bei der Herbstzeitlosen aus. Die Herbstzeitlose ist stark giftig; es besteht Lebensgefahr! Jedes Jahr kommt es zu etlichen Vergiftungs-fällen, weil der Bärlauch mit der Herbstzeitlose verwechselt wird. Zum Teil enden diese Vergiftungen sogar tödlich. Bei der Herbstzeitlosen wachsen mehrere Blätter aus einem Stängel. Der Bärlauchkenner wird deutliche Unterschiede in der Blatt-form sehen, aber für den Neuling sehen die Blätter sehr ähnlich aus. Auch von der Herbstzeitlosen gibt es manchmal regelrechte Felder, die man fälschlicherweise für Bärlauchfelder halten könnte.
Verwechslungsgefahr mit der Weißwurz
Die Verwechslungsgefahr mit der Weißwurz ist nicht ganz so groß, aber im Eifer des Gefechtes kann es dennoch passieren. Bei der Weißwurz wachsen die Blätter abwechselnd aus einem Stängel. Die Weißwurz ist ähnlich giftig wie das Maiglöckchen.
Verwechslungsgefahr mit Aronstab
Die Blattform des Aronstabes sieht eigentlich ganz anders aus als die Bärlauchblätter, aber sie wirken saftig grün und lecker. Außerdem wachsen sie manchmal mitten im Bärlauchfeld, sodass man sie aus Versehen einsammeln könnte. Schon bei winzigen Mengen gegessener Aronstab-Blätter brennt die Zunge, der Mundraum und der Rachen sehr unangenehm. Bei größeren Mengen kann es zu starken Verätzungen und Allgemeinsymptomen kommen. Wie man sieht, muss man bei der Bärlauchernte also genau hinschauen. Wenn man den Bärlauch noch nicht kennt, nimmt man am besten jemanden mit, der sich damit auskennt. Außerdem sollte man jedes Blatt kontrollieren, bevor man es zubereitet und isst. Wenn man den Bärlauch erst einmal richtig kennt und aufmerksam bleibt, ist seine Ernte eigentlich ungefährlich.
Fuchsbandwurm
Beim Thema Ernte stellt sich auch die Frage nach dem Fuchsbandwurm. Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit der Füchse, der durch Fuchskot verbreitet wird. Der Bandwurm befällt unter anderem die Leber und kann tödliche Folgen haben. Inzwischen kann man den Fuchsbandwurm zwar erfolgreich behandeln, aber es ist immer noch eine schwere Erkrankung. Daher beachtet man beim Sammeln des Bärlauchs am besten ein paar Regeln, um keine befallenen Blätter zu erwischen. Füchse hinterlassen ihren Kot am liebsten an Stellen, wo sie einen guten Überblick haben. Folgende Stellen sollte man als Bärlauchsammelstellen also meiden: Wegkreuzungen, Kuppen, Baumstümpfe, Felsen. Nach dem Sammeln hilft es, das Sammelgut sehr gründlich einzeln abzuwaschen und anschließend durch Abreiben mit einem sauberen Papiertuch abzutrocknen.
 
Anbautipps
Für den Bärlauchanbau im eigenen Garten braucht man eine halbschattige Ecke, am besten unter Laubbäumen. Der Bärlauch mag humusreichen, feuchten Boden, der möglichst kalkhaltig sein sollte. Günstig sind viele vermoderte Blätter, die von den Laubbäumen gefallen sind. Im Zweifelsfall kann man die Blätter auch von woanders holen, wenn es im eigenen Garten keine gibt. Reinen Sandboden mag der Bärlauch nicht. Sehr gut ist es, wenn man viel Platz für den Bärlauch hat, denn wenn er sich wohlfühlt, beginnt er nach ein paar Jahren kräftig zu wuchern. Damit sich der Bärlauch nicht über den ganzen Garten verbreitet, ist eine Rhizomsperre im Boden nützlich, außer man will, dass sich der Bärlauch überall ausbreitet. Wenn sich der Bärlauch erst einmal im Garten heimisch fühlt, ist er sehr pflegeleicht und kann einen über viele Jahre hinweg erfreuen. Der Anbau von Bärlauch im eigenen Garten kann auf drei verschiedenen Arten stattfinden. Man kann die Bärlauch-Pflanzen: Ansäen, als Zwiebel stecken, als Pflanze pflanzen.

Bachblüten
Du befürchtest oft, dass du hintergangen wirst (Holly)
Diese Menschen befürchten oft, dass sie von allen hintergangen werden
Mit der Bachblüte können sie die Befürchtung, des hintergangen werdens ablegen können
Bachblüten
Starkes Unabhängigkeitsbedürfnis (Impatiens)
Diese haben extrem starkes Unabhängigkeitsbedürfnis
Hier können sie das Unabhängigkeitsbedürfnis gleich richten
Therapie bei Osteoporose
3 Säulen der Therapie
-     Kalzium – Vitamin D – reiche Ernährung
-     Viel Bewegung, Sonnenlicht
-     Medikamentöse Behandlung durch einen Arzt
Ernährung & Mikronährstoffe bei Osteoporose
Die elementare Basis aller Therapien sollte eine gesunde, ausgewogene, mikro-nährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikro-nährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel bieten wir einen Überblick zum Thema und geben Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.
Mikronährstoffe bei Osteoporose
Eine Mikronährstofftherapie ist aufgrund des erhöhten oxidativen Stresses bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Osteoporose dringend anzuraten. Denn die vermehrte Bildung von freien Radikalen (oxidativer Stress) und ein ungenügender Antioxidantienstatus sind krankheitsrelevante Faktoren bei der Entstehung und der Verschlechterung einer Osteoporose. Demnach führt die vermehrte Bildung von freien Radikalen bei gleichzeitigem Mangel an natürlichen Antioxidantien zu einem Absterben der knochenaufbauenden Zellen, zu einer vermehrten Entzündung und zu einer Einschränkung der Energieproduktion im Knochen. Außerdem wird zusätzlich der Knochenabbau forciert, weil die Knochen resorbierenden Zellenstimuliert werden.
Allgemein bekannt ist zudem die wichtige Rolle von Kalzium und Vitamin D für den Knochen. Zahlreiche Studien haben belegt, wie wichtig eine gute Versorgung mit Kalzium und Vitamin D von Kindheit an für die Knochen ist. Für Vitamin D ist übrigens in Mitteleuropa auch in der gesunden Bevölkerung ein weitverbreiteter Mangel nachgewiesen worden.
Weitere wichtige Effekte auf die Knochengesundheit haben Magnesium und die Spurenelemente Zink, Kupfer, Mangan und Jod. So bewirkt schon ein Magnesiummangel von nur 10% eine deutliche Osteoporoseförderung. Es ist nicht weiter überraschend, dass unsere Knochen von einer kombinierten Gabe an Kalzium, Magnesium und der verschiedenen Spurenelemente besser profitieren als von Kalzium allein.
Ein besonderes Augenmerk sollte von nun an auch auf die B-Vitamine gelegt werden. B-Vitamine und Folsäure sind wichtig, um die aggressive Aminosäure Homocystein abzubauen. Bei einem Mangel an diesen Vitaminen sammelt sich Homocystein im Blut an und fördert die Osteoporose. So zeigen Studien, dass schon leicht erhöhte Werte über 15 µmol/l das Osteoporose-Risiko verdoppeln.
Zusätzlich haben die Omega-3-Fettsäuren auch noch positive Wirkungen auf die Kalziumaufnahme und reduzieren die Kalziumausscheidung. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Omega-3-Fettsäuren vom Verdauungssystem besser aufgenommen werden, wenn sie in einer flüssigen Emulsion (z.B. in einem Saft) und nicht in Kapseln eingenommen werden.

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