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Schwarzer Nachtschatten tt
Der schwarze Nachtschatten ist ein eher unscheinbarer Vertreter der Nachtschattenfamilie. Er ähnelt ein wenig der Kartoffelpflanze wird aber meistens nicht so üppig und vor allem bildet er keine Kartoffeln aus. Als raschwüchsiges Gartenunkraut ist der schwarze Nachtschatten eher unbeliebt und da er giftig ist, wird sogar gefürchtet. Das Ausmass seiner Giftigkeit ist jedoch umstritten und mancherorts werden seine wenig schmackhaften Beeren sogar gegessen. In der alten Volksheilkunde hat der schwarze Nachtschatten durchaus seinen Platz als Mittel gegen Rheuma, Gicht und Fieber. Auch Verstopfung sollte er beheben. Heutzutage wird der schwarze Nachtschatten jedoch kaum noch als Heilpflanze verwendet, vor allem um die möglichen Risiken durch seine giftigen Alkaloide zu vermeiden.
Der Schwarze Nachtschatten oder Schwarz-Nachtschatten ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nachtschatten, die fast weltweit verbreitet und häufig als Ruderalpflanze zu finden ist.
 
Steckbrief
Heilwirkung: beruhigend, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, schweisstreibend, Fieber, Verstopfung, Rheuma, Gicht, Hauterkrankungen
wissenschaftlicher Name: Solanum nigrum
Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse = Solanaceae
englischer Name: Black Nightshade
volkstümlicher Name: Hundebein, Hundsbeere, Hundskraut, Mondscheinkraut, Nachtbeere, Nachtschaden, Saukraut, Sautod, Teufelskirsch
Verwendete Pflanzenteile: Beeren
Inhaltsstoffe: Alkaloide, Solasodin, Solanin, Solanein, Solacein, Gerbsäure, Saponine, Beta-Sitosterol, Diosgenin
Sammelzeit: August bis Oktober
 
Anwendung
Volksmedizin
Medizinische Anwendungen des Schwarzen Nachtschatten sind aus vielen Kulturen bekannt. Das während der Blütezeit gesammelte und getrocknete Kraut wird in der Volksheilkunde als Medizin gegen Magen- und Blasenkrämpfe und Keuchhusten eingesetzt, eine äußerliche Anwendung wird bei Ekzemen, nässenden Flechten, Juckreiz, Hämorrhoiden, Schrunden, Prellungen und Abszessen empfohlen.
Laut afrikanischer Volksmedizin sollen Kinder, die schwarzen Nachtschatten als Gemüse essen, von Krankheiten wie Marasmus und Kwashiorkor verschont bleiben.
Giftigkeit
Die Giftigkeit des schwarzen Nachtschattens ist umstritten und vermutlich nicht bei allen Exemplaren gleich stark. Klar ist wohl, dass die reifen Beeren, ohne die Kerne, eher ungiftig sind, denn sie werden mancherorts sogar gegessen, obwohl sie nicht besonders wohlschmeckend sind. Die unreifen Beeren und die Kerne enthalten geringe Mengen der typischen Nachtschatten-Alkaloide, wie beispielsweise Solanin. Zur Erinnerung: Solanin ist auch in Kartoffelpflanzen und unreifen Tomaten enthalten, deren Knollen bzw. reife Früchte ja zu den beliebtesten Gemüsen gehören. Dennoch sollte man den schwarzen Nachtschatten als giftige Pflanze respektieren und nicht leichtfertig anwenden. Reife Beeren kann man als Erwachsener wohl in geringer Menge unbesorgt einsetzen und auch die äusserliche Anwendung der Pflanze dürfte ungefährlich sein.
Durch das Vorkommen von Solanin und anderen Alkaloiden, vor allem in den unreifen Früchten, werden immer wieder Vergiftungen beschrieben. Bei Kleinkindern ist zum Teil auch der eigentlich geringe Solaningehalt reifer Früchte ausreichend, um Vergiftungserscheinungen hervorzurufen. Die Symptome können dabei Erbrechen, Durchfall, Atembeschwerden, erhöhte Herzfrequenz und Nierenreizung sein. Zudem treten Angstzustände, Krämpfe und Lähmungen auf, ebenso ein Ansteigen der Körpertemperatur mit anschließendem Abfallen unter den Normalwert. Bei starken Vergiftungen tritt der Tod durch Lähmung des zentralen Atemsystems ein. Da zum Teil Hühner nach dem Fressen von giftigen, unreifen Beeren verenden, hat sich für die Art auch der Name Hühnertod eingebürgert. Vergiftungen von Weidetieren können zum Teil auch auf den hohen Nitratgehalt der Pflanzen zurückgeführt werden. Ist dies der Fall, schmeckt die Milch betroffener Tiere bitter. In Deutschland verbietet die Kosmetik-Verordnung die Verwendung von Solanum nigrum und seinen Zubereitungen aufgrund der Giftigkeit für die Herstellung und Behandlung von kosmetischen Stoffen.
Innerliche Anwendung in der Volksheilkunde
Die Volksheilkunde setzte den schwarzen Nachtschatten früher gegen Fieber, Rheuma und Gicht ein. Auch als Abführmittel wurde er verwendet. Für diese Ein satzzwecke werden die frischen, reifen Beeren eingenommen. Oder man verwendet den verdünnten frischen Pflanzensaft. Getrocknet verlieren sich die Wirkstoffe des schwarzen Nachtschattens.
Äusserliche Anwendung
Äusserlich angewendet wurde der schwarze Nachtschatten von der Volksheilkunde gegen allerlei Hauterkrankungen verwendet. Wie auch bei der Kartoffel wirkt wohl das Solanin förderlich auf die Haut. Traditionell wurde auch die Schuppenflechte mit Säften des schwarzen Nachtschattens behandelt.
 
Pflanzenbeschreibung
Der schwarze Nachtschatten ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Böden, kommt aber auch auf kargen Böden klar. Man findet ihn als Gartenunkraut, an Wegrändern, auf Böschungen und Schuttplätzen. Das einjährige Kraut wird an geeigneten Standorten bis zu einen Meter hoch, wo es weniger üppig ist, wird es meist nur einen halben Meter hoch und bei häufiger Mahd bleibt er noch kleiner. Der Stengel des schwarzen Nachtschattens ist reich verzweigt. Die dunkelgrünen Blätter sind eiförmig und buchtig gezähnt. Ab Juli bis September blüht der schwarze Nachtschatten mit kleinen weiss-gelben Blüten, die in Trauben wachsen und meist nach unten hängen. Aus den Blüten entwickeln sich nach Selbstbefruchtung zunächst grüne Beeren, die im Laufe der Zeit schwarz werden. Die Selbstbefruchtung ist nötig, weil die Blüten keienn Nektar enthalten und Insekten daher kein Interesse an ihnen haben. Die Beeren sind etwa erbsengross und reifen sehr schnell heran, sodass auch Pflanzen, die erst nach einer Mahd die Chance haben zu blühen und zu fruchten, es noch bis zur Reife der Beeren schaffen.
Der Schwarze Nachtschatten ist eine einjährige, krautige Pflanze, die meist bis zu 70 cm hoch werden kann und niederliegend bis aufrecht wächst. Die Oberfläche aller Pflanzenteile kann schwach bis filzig behaart sein, die Trichome sind einfache, mehrzellige Haare mit drüsigen oder nichtdrüsigen Köpfen. Die Stängel verholzen auch an der Basis nicht, sind nicht oder nur wenig kantig, oftmals schwärzlich überlaufen.
Die auffallend dunkelgrün gefärbten Laubblätter sind zwischen 2,5 und 7,0 cm lang und zwischen 2,0 und 4,5 cm – selten auch bis 6,0 cm – breit. Sie sind eiförmig, eiförmig-lanzettlich, eiförmig-rhombisch oder lanzettlich geformt, der Blattrand ist ganzrandig bis geschwungen gezähnt. Sie stehen an 2 bis 5 cm langen, drehrunden Blattstielen.
Die Wurzeln besitzen oligarche Leitbündel mit kleinlumigen Gefäßen. Die Endodermis ist nicht klar ausdifferenziert.
Die Blütezeit des Schwarzen Nachtschattens reicht von Juni bis Oktober. Die Blütenstände sitzen in den Achseln der mittleren bis oberen Blätter. Sie sind einfache, lockere, oftmals verlängerte Trugdolden aus meist fünf bis zehn, seltener auch nur drei Blüten. Die Blütenstandstiele haben eine Länge von 14 bis 28 mm, selten haben sie auch nur eine Länge von 8 mm. Die Blütenstiele sind deutlich kürzer und biegen sich während der Ausbildung der Früchte zurück. Der glockenförmige Blütenkelch ist 1,2 bis 2,5 mm lang und besteht aus meist eiförmigen Kelchblättern. Während der Fruchtreife vergrößert er sich leicht, biegt sich dabei zurück oder liegt an der Frucht an. Die sternförmige Blütenkrone besteht aus fünf weißen Kronblättern, die an der Basis bis zur Hälfte ihrer Länge miteinander verwachsen sind und zum Blütenzentrum durchscheinend werden. Die Krone hat einen Durchmesser von 5 bis 7 mm, wobei Extremwerte zwischen 4 und 9 mm liegen können. Sie besitzt die 1,5 bis 3-fachen Länge des Blütenkelches. Die fünf an der Kronenbasis fixierten Staubblättersind gelb, 1,5 bis 2,5 mm, selten auch bis 2,8 mm lang. Die zusammenneigend angeordneten Staubbeutel sind dicht behaart und öffnen sich löcherig, begleitet von einem Spalt entlang der Längsachse. Die Pollenkörner haben eine Größe von etwa 29,5 bis 33,9 µm Durchmesser. Der Griffel ist etwa 2,8 bis 3,5 mm oder selten auch bis zu 4,5 mm lang und steht nicht über die Staubblätter hinaus. Typische Befruchter des Schwarzen Nachtschattens sind Schwebfliegen (Syrphidae), Bienen (Apis) und Hummeln (Bombus).
Die Früchte sind 6 bis 10 mm große, breit eiförmige Beeren mit zwei Kammern und einem saftigen Perikarp ohne Steinzellen, deren Farbe zwischen mattem violett, schwarz und gelblich-grün variiert. Jede Beere enthält meist zwischen 26 und 60 Samen, Extremwerte liegen jedoch zwischen 15 und 96. Die abgeflachten Samen sind 1,7 bis 2,4 mm lang. Der Embryo ist stark schraubenförmig, die Kotyledonen sind kürzer als der restliche Embryo, das Endosperm ist reichlich ausgeprägt.

Mutterkümmel
Kreuzkümmel, auch Kumin oder Cumin (seltener Römischer Kümmel, Mutterkümmel, Weißer Kümmel oder Welscher Kümmel), ist eine asiatische Pflanze aus der Familie der Doldenblütler, deren getrocknete Früchte als Gewürz genutzt werden. Die Bezeichnung Kreuzkümmel leitet sich aus der kreuzförmigen Blattstellung der Pflanze sowie dem kümmelähnlichen Aussehen der getrockneten Früchte ab. Trotz der ähnlichen Bezeichnung sind Kreuzkümmel und Kümmel nicht näher verwandt. Die Pflanzen gehören verschiedenen Gattungen an und unterscheiden sich auch stark im Geschmack.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Blähungen, Magen
wissenschaftlicher Name: Cuminum cyminum
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
Verwendete Pflanzenteile: Früchte
Sammelzeit: Spätsommer
 
Anwendung
Kreuzkümmel hat einen intensiven, unverwechselbaren Geschmack, der von dem im ätherischen Öl enthaltenen Cuminaldehyd verursacht wird. Eine wichtige Rolle spielt Kreuzkümmel in der nordafrikanischen, der türkischen und in der griechischen Küche, in der Küche des Nahen Ostens, Irans und Indiens sowie in Brasilien und in der mexikanischen Küche. In Bulgarien und der Türkei wird er als Gewürz für Grillfleischspezialitäten oder Dauerwürste wie Sucuk oder Pastırma benutzt. In den Niederlanden und in Flandern ist Kreuzkümmelkäse eine bekannte Spezialität. Ein typisches Gericht mit intensivem Kreuzkümmelaroma ist Falafel. Das indische Garam masala enthält immer Kreuzkümmel. Auch handelsübliche Gewürzmischungen für Chili con Carne enthalten viel Kreuzkümmel. Der Kreuzkümmel wird besonders oft mit Echtem Koriander kombiniert
 
Pflanzenbeschreibung
Kreuzkümmel fand sich in 3000 bis 4000 Jahre alten Küchenresten im heutigen Syrien; auch im Alten Ägypten des zweiten Jahrtausends vor Christus wurde das Gewürz bereits in der Küche verwendet. Im Römischen Reich war Kreuzkümmel ebenfalls als Gewürz- und Heilpflanze beliebt. In Europa wurde Kreuzkümmel bis ins Mittelalter überwiegend zu Heilzwecken kultiviert. Heutige Hauptanbaugebiete sind Indien, Iran, Indonesien, China und der südliche Mittelmeerraum. Innerhalb des Mittelmeerraums kommt er in Algerien, Tune-sien, auf der Sinaihalbinsel, in Jordanien, Israel und Armenien ursprünglich vor.

Bachblüten
Ich bin aggressiv (Holly)
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Loslassen der Vergangenheit (Honeysuckle)
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Lebensmittelgruppe Getreide, Getreideerzeugnisse, Kartoffel
Getreide zählt zu den ältesten Nahrungsmittel der Menschheit.
Ernährungsphysiologisch sind Getreide und -erzeugnisse wichtige Kohlenhydratlieferant.
Der Nährstoffgehalt verschiedener einheimischer Getreide beträgt beim Ganzen Korn 60-70% Kohlenhydrate. Der Eiweißanteil liegt bei 11-13%, der Fettanteil bei 2-4%. Ausnahme Hafer mit 7% Fett). An Mineralstoffen sind Kalzium, Phosphor, Kalium, Natrium und Eisen enthalten. Getreide liefert die Vitamine B1, B2, Niacin und E.
Vielfalt aus Korn und Knolle
Weizen, Gerste, Roggen, Mais, Hafer, Reis, Hirse oder Dinkel in Form von Brot, Brötchen, Teigwaren, Müsli, Gebäck, Grieß oder Flocken – diese Vielfalt bereichert unseren Speiseplan. Buchweizen, Quinoa und Amaranth sind zwar kein Getreide, werden aber aufgrund ihrer ähnlichen Nährstoffzusammensetzung ebenfalls zu diesem Kreissegment gezählt.
Auch Kartoffeln gehören zu diesem großen Segment des Ernährungskreises. Zubereitungsarten gibt es für sie viele: gekocht in Form von Salz- und Pellkartoffeln oder im Ofen gebacken, als Bratkartoffeln, Gnocchi oder Püree.
Das steckt drin
Kohlenhydrate in Form von Stärke machen Getreideprodukte und Kartoffeln zu einer wichtigen Energiequelle. Außerdem enthalten sie hochwertiges Protein (Eiweiß) und liefern viele Vitamine und Mineralstoffe (vor allem B-Vitamine, Eisen, Zink und Magnesium) sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Das gilt besonders für die Vollkornprodukte.
Vollkorn: so oft wie möglich
Vollkornmehl, Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Vollkornflocken und auch Naturreis werden aus dem ganzen Getreidekorn – samt Schale und Keimling – hergestellt und sind deshalb besonders reich an den wertvollen Inhaltsstoffen. Demgegenüber werden bei der Herstellung von Getreideprodukten aus niedrig ausgemahlenem Getreide (z. B. Weißbrot und Weizenmischbrot) sowie von geschältem Reis die Schale und der Keimling und mit ihnen die wertvollen Inhaltsstoffe weitgehend entfernt.
Ob zum Frühstück, als Beilage zu warmen Gerichten oder als Brotmahlzeit – bevorzugen Sie die Vollkornvariante. Wenn Sie bisher wenig oder keine Vollkornprodukte gegessen haben, steigern Sie den Verzehr von Getreidekörnern, Getreideschrot und Vollkornerzeugnissen langsam. Magen und Darm brauchen Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Trinken Sie mindestens 1,5 Liter täglich. Die Flüssigkeit ist wichtig, damit die Ballaststoffe aufquellen und ihre positive Wirkung entfalten können.

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