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HIMBEERE
Die Himbeere ist eine Pflanzenart aus der Untergattung Idaeobatus in der Gattung Rubus innerhalb der Familie der Rosengewächse.
 
Steckbrief
Heilwirkung: entzündungshemmend, schweißtreibend, Immunsystem steigernd, Halsentzündung, Durchfall, Magenentzündung, Darmentzündung, Hämorrhoiden Blutungen, Zahnfleischentzündung, Verstopfung, Rheumatismus, Skorbut, Geburt erleichternd
wissenschaftlicher Name: Rubus idaeus
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
Falsche Schreibweisen: Himbeer
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Früchte
Sammelzeit: Mai bis August
 
Anwendung
Himbeerblättertee ist ein wertvoller Tee für die letzten Wochen der Schwangerschaft und die Geburt. Himbeerblätter helfen dabei, die Geburtswehen leichter zu ertragen.
Heilkräftige Pflanzenteile
Gesammelt werden in erster Linie die Beeren zur Reifezeit.
Zur Blütezeit sammelt man die jungen Blätter und blühenden Triebspitzen.
Seit dem Mittelalter wird der Strauch auch in Gärten kultiviert. Die duftigsten Früchte mit dem einmaligen Aroma wachsen aber nicht in Gärten, sondern draußen in der freien Natur:
Heil- und Wirkstoffe
Frische Himbeeren enthalten je nach Sorte und Standort bis zu 80% Saft, davon et-wa 60-70% Wasser, ferner Zucker, Gerbstoff, Pektin, Zitronen- und Apfelsäure, Stickstoffsubstanzen, Farbstoff- und Aromasubstanzen sowie eine Reihe von noch nicht näher erforschten Spurenelementen. Die Blätter enthalten Gerbstoff, Milchsäure, Bernsteinsäure und ebenfalls eine Reihe von nicht näher erforschten Spurenelementen. Sowohl Früchte wie Blätter enthalten die Vitamine A und C
Heilwirkung
Die Himbeeren, die nur noch in Holland, Frankreich, Spanien und Portugal offizinell sind, dienen vor allem zur Bereitung des HIMBEERSIRUP. Er wird durch vorsichtiges Einkochen des ausgepressten Saftes mit Zucker hergestellt. Das richtige Mengenverhältnis ist 7 Teile abfiltrierter Saft und 10 Teile Zucker.
Gezuckerter HIMBEERESSIG wird aus 1 Teil Himbeersirup und 2 Teilen Weinessig hergestellt. Beide sind herzstärkend. Aus beiden wird eine Limonade bereitet, die für fiebrige Kranke eine wohltuende Stärkung und Erfrischung ist. Der reine Himbeersaft, verdünnt oder unverdünnt. Himbeersirup oder Himbeeressig sind wohl die besten Getränke bei allen Krankheiten, die mit mehr oder weniger starkem Fieber verbunden sind. Wenn alle Nahrung vom Kranken abgelehnt wird, ein Glas Himbeersaft wir er kaum verschmähen. Bei keinem andern Fruchtsaft, sei er noch so wohlschmeckend ist der Säuregrad, die Süße der Anteil an Mineralstoffen und die kollidale Struktur so harmonisch und gesundheits-fördernd vereint wie beim Himbeersaft. Bezüglich der Sterilisation von frisch gepresstem Himbeersaft siehe das Rezept beim Apfelbaum.
Die Himbeeren eignen sich wie die Heidelbeeren für die Diätkost der Zucker- und Nierenkranken. Auch für die Rheumatiker ist di Himbeere eine empfehlenswerte Diätfrucht. Die Beeren fördern den Stuhlgang und bekommen selbst bei schweren Magenerkrankungen gut. Gallenkranke sollten die Himbeere mehr in ihrer Diätküche aufnehmen.
Himbeeressig ist ein ideales Gurgelmittel bei Halsentzündung. Der Himbeerblättertee ist ein wertvoller Bestandteil des Blutreinigungstees.
Aus alten Kräuterbüchern und Volksheilkunde
Der Aufguss von Himbeerblättern und der blühenden Gipfeltriebe hat die gleiche Eigenschaft wie der Brombeerblättertee wird gerne gegen Hautausschläge und bei Keuchhusten empfohlen.
Die in Honig zerriebenen Blüten ergeben eine Salbe gegen Augenentzündungen und Gesichtsrose.
Himbeerlaub, frisch gepflückt und zerstoßen, auf die hitzige Leber oder den heißen Magen gelegt, nimmt die Hitze.
Ein Aufguss von den getrockneten Beeren und Blättern wird als schweißtreibendes Mittel und gegen Skorbut angewendet.
Himbeeren zu Gelees, Marmeladen und Kompott eingekocht, bilden eine wertvolle Bereicherung der vitaminärmeren Ernährung im Winter und bei Frühlingsanfang. Es gibt kaum ein erfrischendes und belebenderes Gericht, wie den sogenannten Obstsalat, ein Gemisch frischer Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren.
Dieser Obstsalat kann auch durch verschiedene andere einheimische Früchte und Obstarten ganz nach Geschmack ergänzt werden.
Nutzung
Steinkernfunde bei Pfahlbauten aus dem Neolithikum zeigen, dass Himbeeren bereits seit der Steinzeitwichtige Obstpflanzen waren. Kultiviert wurden sie erst im 16. Jahrhundert. Die Pflanze ist eine wegen ihrer Früchte beliebte Gartenpflanze. Die durch ihren hohen Vitamingehalt äußerst gesunden Früchte werden häufig roh verzehrt oder beispielsweise als Marmelade, Gelee, Kompott, Saft, Kuchenbelag, Kaltschale oder Fruchtgrütze vielfältig in der Küche verwendet. Im Jahr 2011 wurden von den landwirtschaftlich geernteten Früchten 82,9 % als Tafelobst verwendet, 7,8% als Industrie- oder Verwertungsobst. 9,2 % wurden nicht vermarktet. In der Imkerei sind Himbeeren aufgrund des hohen Zuckergehalts (36–70 %) ihres Nektars und dessen hohen Zuckerwerts (0,18–3,80 mg Zucker/Tag je Blüte) eine geschätzte Nebentracht. Die Beerenfrucht findet auch zum Aromatisieren von reinem Alkohol Verwendung. Die dabei entstehende Spirituose trägt die Bezeichnung Himbeergeist. Die Beeren reifen nach der Ernte nicht nach. Sie zählen damit zu den nichtklimakterischen Früchten.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Himbeerstrauch erreicht eine Wuchshöhe von 0,6 bis 2 Meter. Die Ruten sind mit feinen Stacheln besetzt. Die wechselständig an den Sprossachsen angeordneten Laubblätter sind gestielt. Die unpaarig gefiederten Blattspreiten bestehen aus drei, fünf oder sieben gezähnten Fiederblättern. Zwischen Mai und August werden von den einzelnen Sprossachsen abgehend rispige Blütenstände gebildet. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenboden ist stark vorgewölbt. Es sind fünf Kelchblätter vorhanden. Die fünf freien Kronblätter sind weiß. Die über zwanzig Staubblätter sind frei und fertil. Es sind freie Fruchtblätter vorhanden. Die bei Reife roten, bei Zuchtformen auch gelben oder schwarzen, weichen Früchte sind, anders als der Trivialname Himbeere suggeriert, botanisch gesehen keine Beeren, sondern Sammelsteinfrüchte, die sich aus den einzelnen Fruchtblättern bilden. Anders als bei der Brombeere ist die Frucht nur lose an den Blütenboden gebunden und kann leicht abgezogen werden. Je nach Sorte können Himbeeren von Juni an bis zu den ersten Frösten im Spätherbst geerntet werden. Ihre Hauptgeruchskomponente ist das Himbeerketon.
Botanik
Der 2-3m hohe Strauch hat einen ausdauernden Wurzelstock. Der Stängel ist zweijährig. Die Blätter sind groß, an den Blütenästen dreizählig, sonst meist fünfzählig. Die Blättchen sind an der Unterseite meist weißfilzig. Die Stacheln an den Stängeln sind borstenartig. Der Blüten-stand ist eine Doldentraube. Die Blüten sind weiß, die Früchte der Brombeere ähnlich, jedoch rot.
Geruch und Geschmack
Die Blätter haben einen schwachen, angenehmen Geruch und einen etwas schleimig-würzigen Geschmack. Die Beeren haben einen lieblichen Geruch und einen köstlichen, süßen Geschmack.
Blütezeit
Mai und Juni
Beerenreife
Juni bis August
Standort
Der Himbeerstrauch liebt Waldschläge und sonnige Waldränder sowie sonnige Hänge. Er bevorzugt nur gute Böden und gilt daher als ein Standortanzeiger für sehr gute Böden.

KLATSCHMOHN
Im frühen Sommer sieht man die leuchtend roten Blüten des Klatschmohns schon von weitem, so kräftig ist seine Farbe. An manchen Stellen leuchten tausende der Blüten um die Wette, woanders kommt der Klatschmohn auch einzeln oder in kleinen Gruppen vor. Wenn Kinder liebevoll Blumensträuße mit dem Klatschmohn schmücken, ist die Enttäuschung meistens groß, wenn die hübschen Blütenblätter nach kürzester Zeit abgefallen sind. In der Volksheil-kunde gilt der Klatschmohn als ein kleiner Bruder des echten Mohns, aber die beruhigende Wirkung der roten Blütenblätter ist sehr mild und wird von der Schulmedizin nicht anerkannt. Der Klatschmohn, auch Mohnblume oder Klatschrose genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mohn innerhalb der Familie der Mohngewächse. Der Klatschmohn ist aufgrund seiner blutroten Blüten ein unverwechselbares Wildkraut und Kulturbegleiter. Die auch als Mohnblume bezeichnete Pflanze kann sowohl als Küchenpflanze als auch als Heilkraut verwendet werden, allerdings sollten immer nur geringe Mengen verzehrt werden. Die in allen Pflanzenteilen des Klatschmohns enthaltenen Alkaloide können bei unsachgemäßer Dosierung Vergiftungserscheinungen auslösen.
 
Steckbrief
Heilwirkung: beruhigend, erweichend, schleimlösend, schmerzlindernd, tonisierend, Husten, Nervosität, Schlaflosigkeit, Menstruationsfördernd, Furunkel, Hautpro-bleme
wissenschaftlicher Name: Papaver rhoeas
englischer Name: Common Poppy
volkstümliche Namen: Blutblume, Feldmohn, Feuerblume, Feuer-Mohn, Flattermohn, Klatschrose, Kornrose, Schnalle, Wolder Mohn
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Inhaltsstoffe: Alkaloid Rhoeadin, Anthocyanglykoside, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine, Schleim, roter Farbstoff
Sammelzeit: Mai bis Juni
 
Anwendung
In medizinischen Studien wurde keine echte Wirkung beim Klatschmohn festgestellt. Daher wird der Klatschmohn von der Schulmedizin nur als Schmuckdroge zur Verschönerung von Teemischungen eingesetzt. Die Volksheilkunde verwendet den Klatschmohn jedoch gern und spricht ihm beruhigende Wirkungen zu.
Innerlich als Tee
Er wird in Tees gegen Schlaflosigkeit und nervöse Unruhe eingesetzt. Auch bei Husten und Hustenreiz soll der Klatschmohn helfen. Er soll auch schmerzlindernd wirken.
Sirup
Gegen Husten und Unruhezustände von Kindern wird aus dem Klatschmohn traditionell ein Sirup hergestellt.
Äußerlich
Den Tee des Klatschmohns kann man als Umschlag oder Waschung bei Hautprobleme und Furunkel anwenden.
Speisepflanze
Roh verwenden kann man erstens die jungen Blätter vor der Blüte, zum Beispiel in Salaten. Sie schmecken etwa wie Gurken mit Haselnussgeschmack. Die roten Blütenblätter eignen sich als essbare Dekoration. Man kann auch die jungen, noch grünen Früchte essen. Die Blätter können wie Spinat gekocht werden, zum Beispiel mit gebratenen Schalotten und etwas Rahm.
Heilpflanze
Als Drogen dienen die getrockneten Blütenblätter. Die roten Klatschmohnblütenblätter sind heute allein als Schmuckdroge ohne Anspruch auf Wirksamkeit in Teemischungen verschiedener Indikationen enthalten. Früher nutzte man sie in Form eines Sirups bei Husten und Heiserkeit und als Beruhigungsmittel für Kleinkinder, bei Schmerzen, Schlafstörungen und Unruhe. Da es keinen Beleg für die Wirksamkeit gibt, hat man diese Anwendungen aufgegeben.  
Klatschmohn als Heilpflanze
Der Klatschmohn wird in der heutigen europäischen Naturheilkunde nur noch selten verwendet. Das liegt vorrangig daran, dass für viele Krankheiten und Beschwerden deutlich bessere Naturheilmittel verfügbar sind und das einige Inhaltsstoffe eine schwach giftige Wirkung haben.
Im Mittelalter war der Klatschmohn eine bekannte und häufig beschriebene Heilpflanze. Die damals häufig als Klapperrose bezeichnete Pflanze wurde unter anderem bei Schlaflosigkeit, Verstopfung, Fieber, inneren Schmerzen sowie bei allgemeinen, nicht näher beschriebenen, Frauenkrankheiten genutzt. Verwendung fanden alle Pflanzenteile: Von den Blättern über die Wurzel bis hin zu den Samen. In der Regel wurde ein Aufguss von den Blättern und den Blüten empfohlen, aber auch Wein oder spezialisierte Methelixiere waren durchaus gebräuchlich.
Nebenwirkungen und Anwendungshinweise
Klatschmohn sollte immer nur in geringen Dosen verwendet werden. Bei niedriger Dosierung sind Nebenwirkungen in der Regel nicht zu erwarten. Werden Teile des Klatschmohns jedoch unkontrolliert eingenommen, besteht die Gefahr einer Vergiftung, die mit einer Verlangsamung des Herzschlags, Kurzatmigkeit und Übelkeit einhergehen können. Treten solche Symptome nach dem Verzehr auf, ist unverzüglich ein Arzt zu konsultieren.
Klatschmohn als Küchenkraut
In der Küche lässt sich Klatschmohn durchaus einsetzen. Beispielsweise können die Mohnblätter als Zutat in Salaten eingesetzt werden. Sie haben einen angenehmen gurkenähnlichen und leicht nussigen Geschmack. Gut eignen sich die vor allem jungen Blätter in Kombination mit Nüssen oder Pinienkernen. Außerdem lassen sich die Blätter als Spinatersatz verwenden, wenngleich der Geschmack nicht unbedingt vergleichbar ist.
Die Klatschmohnblüten können als Dekoration für Obstsalate oder Torten. Hierzu werden die einzelnen Kronblätter einzeln gezupft.
Die kleinen schwarzen Samen des Klatschmohns lassen sich ebenfalls als Kuchenbelag verwenden. Jedoch sollte man es unterlassen, einen vollständigen Mohnkuchen mit den Samen zu machen, da es bei größerer Verzehrmenge zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Der typische Backmohn stammt übrigens von den Samen des Schlafmohns, der u.a. für die Herstellung von Morphin bzw. Heroin verwendet wird. Die Samen selbst enthalten zwar auch einige geringe Anteile an Alkaloiden, sind aber für gesunde Erwachsene unproblematisch. Kinder und vor allem Kleinkinder und Säuglinge sollten jedoch vom Verzehr absehen, da es zu Vergiftungserscheinungen kommen kann.
Zierpflanze
Unter der Bezeichnung Seidenmohn sind Gartenformen von Papaver rhoeas in diversen Farbvarianten, besonders als gefüllte Sorten, im Handel. Es kann auch von Klatschmohnsamen ein Öl gewonnen werden, welches ähnliche Eigenschaften aufweist wie das vom Schlafmohn (Mohnöl).
 
Pflanzenbeschreibung
Der Klatschmohn ist in Europa, Asien und Nordafrika heimisch. Inzwischen ist er weltweit anzutreffen, vor allem aber in gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel. Wie der Name schon sagt, gehört der Klatschmohn in die Familie der Mohngewächse, ist aber ein harmloser Vertreter dieser Familie. Er wächst vor allem an Wegrändern, an Böschungen und auf Schuttplätzen. Früher wuchs er auch viel auf Kornfeldern, aber durch die Unkrautbekämpfung ist er dort nahe-zu verschwunden. Der Klatschmohn ist ein- bis zweijährig. Er hat schmale Blätter. Im Frühling wächst ein dünner Stängel bis zu 80cm hoch. Der Stängel neigt dazu, im Wind stark zu schwanken. Zwischen Mai und Juni blüht die leuchtend rote Blüte mit dünnen Blütenblättern. Die Blüte verblüht nach wenigen Tagen und hinterlässt eine Kapsel, in der die Samen heranreifen.
Der Klatschmohn ist eine sommergrüne, einjährige bis zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 90 Zentimetern erreicht. In gegliederten und netzartig verbundenen Milchsaftröhren wird Milchsaft produziert. Der wenig verzweigte Stängel ist relativ dünn und behaart. Die rauen, borstig behaarten Laubblätter sind bei einer Länge von etwa 15 Zentimetern im Umriss lanzettlich, einfach bis doppelt fiederschnittig mit grob eingeschnittenen bis scharf gesägten Blattabschnitten.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die Blüten stehen einzeln, endständig auf dem Stängel. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die zwei behaarten Kelchblätter fallen beim Öffnen der Blütenknospe ab. Die Kronblätter sind in der Knospe unregelmäßig zusammengeknautscht. Die mit einem Durchmesser von 5 bis 10 Zentimetern relativ großen Blütenkronen können in Größe erheblich variieren. Die vier scharlach- bis purpurroten, selten weißen oder violetten Kronblätter besitzen im unteren Bereich einen großen schwarzen, oft weiß umrandeten Fleck, sind sehr dünn. Sie ähneln etwas knittrigem Papier und sind daher leicht zu erkennen. Es sind etwa 164 Staubblätter vorhanden. Die kurz kegelige Narbenscheibe besitzt meist 10 (5 bis 18) Narbenstrahlen. Die typische, bei einer Länge von 10 bis 22 Millimetern bis zu doppelt so lange wie breite und an ihrer Basis abgerundete Kapselfrucht enthält einige hundert Samen. Die Kapselfrucht ist durch zahlreiche falsche Scheidewände (Wucherungen der Samenleisten) in unvollständig gefächerte Porenkapseln (Streubüchsen) unterteilt. Die dunklen Samen (Mohnkörner) sind bei einem Durchmesser von bis zu 1 Millimeter sehr klein.
 
Klatschmohn – Anbau und Pflege
Standort
Mohnblumen sind verhältnismäßig anpassungsfähig, bevorzugen jedoch eher einen vollsonnigen Standort. Halbschattige und Schattige Lagen werden jedoch nicht toleriert. Der Boden bzw. die Erde sollte grundsätzlich durchlässig, nährstoffreich und leicht kalkhaltig sein. Ein sand- oder kieshaltiger Boden mit mäßiger bis guter Nährstoffverfügbarkeit erscheint ideal. Reine torfhaltige Pflanzenerden sowie viele abgepackte Kräutererden sind für den Anbau von Mohn nicht empfehlenswert und sollten daher zumindest mit Sand durchsetzt werden.
Aussaat
Die beste Aussaatzeit für den Klatschmohn ist der Frühlingsanfang. Die kleinen schwarzen Samen sollten Ende März bis Mitte April direkt ins Freiland oder in tiefgründigen Töpfen auf dem Balkon ausgesät werden. Soll das Saatgut direkt ins Freiland ausgestreut werden, ist es ratsam, die Samen mit etwas Sand zu vermengen. Klatschmohnsamen sind Lichtkeimer und sollten maximal 1cm mit Erde bedeckt werden. Um Nährstoffkonkurrenz und Platzmangel vorzubeugen, sollte ein Pflanzabstand zwischen 25 und 35 cm eingehalten werden. Die Keimdauer beträgt bei der Mohnblume etwa 14 bis 21 Tage.
Düngung
Liegt ein nährstoffreicher Boden vor, ist eine Düngung meist nicht notwendig. Nährstoffarme Böden werden am besten vor der Pflanzung mit komposthaltigem Material vermengt. Wächst der Mohn zweijährig, können vor der zweiten Vegetationsperiode kleinere Gaben eines handelsüblichen N-P-K-Düngers verabreicht werden. Wird die Mohnblume in Topfkultur gehalten, sind meist zusätzliche Düngegaben notwendig. Empfohlen werden organische Depotdünger auf Pellet- oder Stickbasis. Weitere Hinweise und Tipps gibt es in unserem Artikel Kräuter richtig düngen.
Gießen
Der Klatschmohn toleriert längere Trockenphasen durch sein tiefgründiges Wurzelwerk meist problemlos. Es sind daher keine besonderen Wassergaben notwendig. Ein normales Gießverhalten reicht völlig aus. Ausnahmen bilden längere hintereinanderfolgende Hitzeperioden sowie Topfkulturen. Hier kann es ratsam sein, in den späteren Abendstunden einmal kräftig zu gießen. An normal temperierten Tagen sollte ein üppiges Gießen jedoch unterbleiben, da dies Krankheiten und Schädlingsbefall beflügeln kann.
Krankheiten und Schädlinge
Insofern Pflegehinweise eingehalten werden und das Wetter über das Jahr nicht allzu feucht ausfällt, gilt der Klatschmohn als recht robuste Pflanze. Bei anhaltend hoher Feuchtigkeitszufuhr besteht jedoch die Gefahr, dass sich Mohnbrand ausbreitet. Darunter ist eine bakterielle Pflanzenerkrankung zu verstehen, die sich meist durch durchsichtige und später dunkler werdende Flecken auszeichnet. Tritt Mohnbrand auf, sollten alle befallene Mohnpflanzen schnellstmöglich vollständig entfernt werden (nicht auf den Komposthaufen werfen!). Die Mohnblume wird außerdem häufig von Blattläusen befallen.
Überwinterung
Es sind keine besonderen Überwinterungshinweise zu beachten. Einjährige sterben meist nach der Fruchtreife ab. Zweijährige Mohnpflanzen sind sehr frosttolerant und treiben im Frühjahr wieder aus.
 
Sammeltipps
Die Blüten des Klatschmohns müssen gesammelt werden, sobald sie aufgeblüht sind. Sie müssen zügig getrocknet werden, damit die Farbe erhalten bleibt, was nur manchmal gelingt. Häufig werden die Blütenblätter beim Trocknen grau und sind nicht mehr als Schmuckblüten in Mischtees geeignet. Die milde Wirkung der Blütenblätter ist aber von der Färbung nicht beeinträchtigt.

BACHBLÜTE ASPEN
Hast Albträume              
Sie haben Albträumen
Mit Aspen können sie diese Albträume mindern

BACHBLÜTE BEECH
Ich finde andere unattraktiv                                   
Sie finden ihre Mitmenschen unattraktiv
Die Blüte kann dazu beitragen das unattraktives Denken abgelegt werden kann

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Atemwegserkrankungen
HUSTEN
Andornwein
Hildegard: „Wer in der Kehle krank ist, der koche Andorn in Wasser … und füge zweimal so viel Wein bei. Er lasse alles nochmals in einer Schüssel aufkochen unter Beigabe von genügend Fett. So trinke er es oft und er wird in der Kehle geheilt werden.“
Zutaten: 10g Andorn, 30g Fenchelgrün, 30g Dill, 1l trockener Weißwein
Zubereitung: Die Kräuter fein hacken und in dem Wein ca. 4 bis 5 Minuten köcheln lassen. Anschließend von vom Herd nehmen und einige Minuten ziehen lassen. Durch ein Tuch abseihen und in Flaschen füllen. Mehrmals am Tag ½ Tasse des Andornweins trinken.
Reizhusten
Zutaten: 5TL Melisse, 4TL Nelkenwurzel, 2TL Veilchen, 2TL Betonie, 1TL Mistel, 250ml Wasser
Zubereitung: Alle Kräuter gut miteinander mischen. 1 ½ Teelöffel der Kräutermischung in ¼ l kaltes Wasser einrühren und 6 Stunden ziehen lassen. Dabei ab und zu umrühren. Dann kurz aufkochen, 5 Minuten ziehen lassen. Kräuter durch einen Filter abseihen, 3 Tassen des Reizhustentees in kleinen Schlucken über den Tag trinken.
Hautkrankheiten
Übermäßiger Schweiß
Ein Beispiel aus der Praxis:
Ein Herr vom Stand schwitzte jede Nacht so, daß am Morgen die ganze Matratze sowie das Kopfkissen und das Oberbett durchnäßt waren, ein nächtliches schweres Kreuz, das ihn immer mit der Angst vor dem Schlafengehen erfüllte. Zu dieser Last gesellte sich noch eine zweite, nicht geringe Unannehmlichkeit. Bei der größten Sorgfalt und der sorgfältigsten Einhüllen und Vermummung nämlich konnte der Herr im Winter den ewigen Katarrh nicht loswerden. Dazu das stete Schwitzen, man roch die Kleider selbst schon von weitem. Ein lästiges Übel in der Tat! An schnelle Heilung darf bei diesem Leiden nie gedacht werden, nur an die allmähliche Stärkung des durch so vieles Schwitzen entkräfteten Körpers und an fortgesetzte Ausleitung der krankhaften Stoffe. Ungeduldig darf der Patient nicht werden. Der unsrige hat bewiesen, was bei Ausdauer und Pünktlichkeit die Anwendung von Wasser vermag. Als Lohn seiner Treue erhielt er die volle Gesundheit wieder.

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