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Adonisröschen tt
Die Adonisröschen sind eine Pflanzengattung in der Familie der Hahnenfußgewächse. Die etwa 30 bis 35 Arten sind in Europa und den kühleren Regionen Asiens beheimatet.
Das Adonisröschen ist eine stark wirkende Heilpflanze, die ähnlich wirkt wie der Fingerhut und entsprechend auch giftig ist, wenn auch weniger giftig als der Fingerhut. In der normalen Hausapotheke hat das Adonisröschen deshalb nichts zu suchen, sondern gehört in die Hand eines Fachmanns. Im Gegensatz zum Fingerhut sammeln sich die Digitalis-Glykoside des Adonisröschens nicht im Körper an und sind daher eher geeignet, über einen längeren Zeitraum eingenommen zu werden. Das Haupteinsatzgebiet des Adonisröschens ist das Herz und seine verschiedenen Schwächen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Funktionelle Herzbeschwerden
Heilwirkung: beruhigend, harntreibend, venenstärkend
Anwendungsbereiche: Asthma, Bronchialasthma, Epilepsie, Fieber, Herzinsuffizienz, eingeschränkte Herzleistung, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Husten, Hypotonie, Hyperthyreose, Kreislaufschwäche, Leichte Herzklappenfehler, Menstruationsbeschwerden, Morbus Basedow, Nervöse Herzbeschwerden, Nervosität, Niedriger Blutdruck, Ödeme, Prostatabeschwerden, Rheuma, Rheumatische Herzbeschwerden, Schilddrüsenüberfunktion, Tachykardie, Venenschwäche, Wassersucht
wissenschaftlicher Name: Adonis vernalis L.
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name: False Hellebore
volkstümliche Namen: Frühlings-Adonisröschen, Frühlings-Teufelsauge, Frühes Adonisröschen, Feuerröschen, Blutauge, Falsche Nieswurz, Böhmische Nieswurz
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut ohne Wurzeln (Adoniskraut, Adonidis herba)
Mittl. Tages-Dosis: 0,5 Gramm
Max. Einzel-Dosis: 1 Gramm
Max. Tages-Dosis: 3 Gramm
Interaktionen: Verstärkt die Wirkung anderer Medikamente, z.B. Abführmittel, Mittel zur Natriumausscheidung
Nebenwirkungen: Appetitlosigkeit, Brustvergrößerung bei Männern (Gynäkomastie), Depressionen, Durchfall, Erbrechen, Halluzinationen, Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen, Psychosen, Pulsbeschleunigung (Tachykardie), Sehstörungen, Starrezu-stand (Stupor), Verwirrung
Gegenanzeigen: Nicht für Schwangere, Stillende, Kinder, bei Kaliummangel – Personen die empfindlich auf Digitalis-Glykoside reagieren
Inhaltsstoffe: Flavonoide; Verschiedene Digitalis-Glykoside: Adonidosid, Adoniver-nosid, Cymarin, Adonitoxin, Adonin, Cholin, Harz
Sammelzeit: April/Mai, Die Pflanze ist geschützt! Also nur sammeln, wenn man sie selbst angebaut hat.
 
Anwendung
Da das Adonisröschen giftig ist, sollte man nicht damit spaßen und auch nicht damit experimentieren. Die Wirkung ist wegen der langsamen Aufnahme schwer einzuschätzen. Das Verhältnis von Adonitoxin und Cymarin unterliegt starken Schwankungen und die Wirkung kann bei der nächsten Pflanze anders sein. Es ist im allgemeinen deutlich milder als der Fingerhut und kann diesen manchmal ersetzen, wenn man Fingerhut-Präparate nicht verträgt.
Fertigpräparate
Am sichersten ist die Anwendung von Fertigpräparaten, z.B. aus der Apotheke, denn in solchen Fertigpräparaten ist die Menge der Wirkstoffe immer einheitlich, sodass eine sichere Dosierung möglich ist. Selbst bei Anwendung von Fertigpräparaten darf man das Adonisröschen nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt anwenden. Die Fertigpräparate werden meistens aus dem Pulver der oberirdischen Teile des Adonisröschens zubereitet. Häufig enthalten diese Präparate auch Maiglöckchen, Meerzwiebeln und Oleander, es sind also Mischpräparate.
Tinktur
Generell ist eine Tinktur wirksamer als ein Tee, weil die Glykoside teilweise nicht wasserlöslich sind. Ein großer Teil der Wirkstoffe wird jedoch schon im Magen zerstört, denn die Glykoside reagieren empfindlich auf die Magensäure. Das Selbermachen von Tinkturen ist beim Adonisröschen nicht empfehlenswert. Das liegt einerseits an der Seltenheit des Adonisröschens und andererseits an der Giftigkeit, die das Adonisröschen in eigenen Tinkturen unberechenbar macht. Ärztlich verordnete Tinkturen des Adonisröschens sollte man nur nach Anweisung des Arztes anwenden.
Mischtees
Traditionell wurde das Adonisröschen in der Volksmedizin gerne in Mischtees gegen Herzbeschwerden eingesetzt. Die Volksheilkunde verwendet das Adonisröschen auch bei Menstruationsbeschwerden und Fieber. Außerdem wurde das Adonisröschen in der Volksheilkunde bei Ödeme, vor allem gegen geschwollene Füße eingesetzt. Der Vorteil als Bestandteil in Mischtees ist, dass man dabei das Adonisröschen nicht so leicht über-dosieren kann.
Homöopathisch
Als homöopathisches Mittel wird Adonis vernalis in niedrigen Potenzen gegen ähnliche Beschwerden eingesetzt wie in der Heilpflanzenkunde. Außerdem verwendet man das homöopathische Adonis vernalis bei Kreislaufschwäche bei Infektionskrankheiten. Manchmal findet Adonis vernalis auch bei Prostatabeschwerden Anwendung. Von Adonis vernalis in homöopathischer Zubereitung nimmt man normalerweise 3 mal täglich 5 - 15 Tropfen ein.
Achtung! Wenn man Digitalisglycoside einnimmt, darf man   nicht gleichzeitig auch Adonisröschen-Präparate anwenden.
       
Vergiftungs-Symptome
Bei Vergiftung mit dem Adonisröschen kommt es zu nervöser Unruhe. Außerdem kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Wenn der Verdacht auf Adonisvergiftung be-steht, sollte man unbedingt sofort einen Arzt aufsuchen.
 
Geschichte
Das Adonisröschen ist ursprünglich eine Pflanze der kontinentalen Steppen Eurasiens. So hat es seine Herkunft in den westsibirischen Steppen. Nach den Eiszeiten ist das Adonisröschen stellenweise nach Westeuropa eingewandert. Überall, wo es steppenartig trocken ist und wo die Wiese durch Beweidung relativ kurz gehalten wurde, konnte sich das Adonisröschen heimisch machen. Daher steht die Ausbreitung des Adonisröschens in engem Zusammenhang mit der Schafhaltung. Weil die Schafzucht weniger geworden ist, wird auch das Adonisröschen immer seltener. An manchen Stellen werden extra Schafe gehalten, um die Trockenrasengebiete zu pflegen, und dadurch unter anderem die Lebensbedingungen für das Adonisröschen zu erhalten.
Mittelalterliche Anwendung
In Kräuterbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts findet man das Adonisröschen als Mittel bei Herzschwäche und Wassersucht. Etwas später, im 18. Jahrhundert wurde das Adonisröschen zur Mode-Heilpflanze. Große Mengen der Wurzel wurden in Thüringen ausgegraben und in ganz Europa verkauft. Dadurch wurde das Adonisröschen stark dezimiert und ist heute eine sehr seltene Pflanze.
Sage
Die Sage erzählt, dass der wunderschöne Adonis von Aphrodite geliebt wurde. Auf Zypern wurde Adonis im Rahmen eines Racheaktes der Göttin Artemis von einem Eber getötet. Wo immer nun das Blut des schönen Adonis hin tropft, wächst ein Adonisröschen. Hierbei ist jedoch die Sommerform des Adonisröschens gemeint, denn diese Blume blüht rot. Eine andere Variation der Adonisröschensage stammt aus der römischen Mythologie. Hier ist es der eifersüchtige Mars, der den Eber schickt, um Adonis zu töten. Adonis hatte sich mit der Göttin Venus eingelassen. Venus und Aphrodite sind verschiedene Namen der gleichen Göttin der Liebe.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Adonisröschen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und gedeiht auf kalkhaltigem Boden an warmen eher trockenen Stellen. Es ist eine typische Pflanze des trockenen Kontinentalklimas. Seine bevorzugten Standorte sind Steppenrasen und Trockenrasen. Da diese Rasenarten selten sind, ist auch das Adonisröschen in den meisten Gegenden sehr selten. In Deutschland kommt das Adonisröschen am häufigsten in trockenen Gegenden Ostdeutschlands vor, beispielsweise in Brandenburg. Überall woanders trifft man nur an wenigen Stellen einige Exemplare an. Daher ist es auch kein Wunder, dass das Adonisröschen streng unter Naturschutz steht. Die mehrjährige Pflanze hat einen fingerdicken Wurzelstock mit vielen Nebenwurzeln. Aus dem Wurzelstock treiben im Frühling 15 bis 30 cm hohe Stängel aus. Die Blätter sind mehrfach gefiedert. Die einzelnen Blattabschnitte sind schmal linealisch, fast wie weiche Nadeln. Zwischen März und Mai blüht das Adonisröschen in kräftigem Gelb. Die Blüten werden bis zu sieben Zentimeter groß. Sie haben viele Blütenblätter. Man kann die Verwandtschaft zum Hahnenfuß und zur Sumpfdotterblume deutlich erkennen. Die Blüten des Adonisröschens sind jedoch sehr viel größer und prachtvoller. An einer Pflanze wachsen meistens mehrere Blüten.
Adonisröschenarten wachsen als einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Bei den ausdauernden Arten werden Rhizome als Überdauerungsorgane gebildet. Die aufrechten, manchmal verzweigten Stängel können behaart oder unbehaart sein. Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind gestielt. Die Blattspreite kann handförmig oder ein- bis dreifach fiederteilig sein, mit fadenförmigen Fiederblättchen. Die Blattränder sind meist glatt, selten gezähnt.
Die gestielten Blüten stehen meist einzeln und endständig ohne Hochblätter an den Stängelverzweigungen; selten stehen sie in einem wenigblütigen, endständigen Blütenstand zusammen. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die fünf bis acht freien Kelchblätter sind mehr oder weniger grün und 6 bis 22 mm lang. Die 3 bis 24 freien Kronblätter sind 8 bis 35 mm lang; sie sind selten weiß, meist rot oder gelb, oft gestreift oder am Grund dunkel gefärbt. Nektarien fehlen. Es sind 15 bis 80 Staubblätter vorhanden mit dünnen Staubfäden. 20 bis 100 spiralig angeordnete, freie, oberständige Fruchtblätter enthalten jeweils nur eine Samenanlage. Sie besitzen einen Griffel, der in einer erkennbaren, kleinen Narbe endet.
Die vielen kleinen, ungestielten, fast kugeligen Nussfrüchtchen sitzen kopfig gedrängt und spiralig angeordnet in einer Sammelfrucht an einer auf 10 bis 40mm verlängerten Blütenachse, die je nach Art zwischen den Früchtchen deutlich zu sehen ist oder nicht. Auf den Früchtchen ist meist der Griffel noch gut erkennbar; er kann gerade oder stark gekrümmt sein.
 
Anbautipps
Das Adonisröschen gilt als schwer kultivierbar, dennoch lohnt ein Versuch. Für den Anbau des Adonisröschens braucht man einen kalkhaltigen Boden und einen sehr trockenen, sonnigen Standort. Da Schnecken das Adonisröschen sehr gerne essen, sollte man schon vor dem Anpflanzen Maßnahmen gegen Schnecken ergreifen. Das Wachstum benachbarter Pflanzen wird durch das Adonisröschen gebremst, daher eignet es sich nicht für Gruppen mit verschiedenen Blumenarten. Wenn man das Adonisröschen aussäen will, tut man das am besten im kalten Frühbeet sobald die Samen im Sommer reif sind. Die Samen brauchen meistens lange bis sie keimen. Sobald die Pflanzen gekeimt sind und das erste Jahr überstanden haben, kann man sie an ihren Platz im trockenen Beet pflanzen. Einfacher ist es, wenn man die fertigen Pflanzen kaufen kann. Man kann sie dann direkt ins Beet pflanzen.
 
Sammeltipps
Weil das Adonisröschen streng unter Naturschutz steht, darf man es in der Natur nicht sammeln. Auch bei Pflanzen im eigenen Garten sollte man mit der Ernte sehr zurückhaltend sein. Da die Wirkstoffe des Adonisröschens sehr unterschiedlich stark sind, je nachdem wie der Standort und das Klima ist, kann es sehr leicht zu Unter- oder Überdosierungen bei selbst gesammelten Pflanzen kommen. Am besten freut man sich am wunderschönen Aussehen der sonnengelben Blüten und kauft sich die Präparate aus dem Adonisröschen in der Apotheke.

Taubnessel
Die Taubnessel ähnelt stark ihrer aggressiven "Schwester" Brennessel. Sobald man jedoch ihre weißen Blüten erkennt, ist der Irrtum geklärt. Sie wächst üppig vor allem an Wiesenrändern, Gartenzäunen und Hecken.
Ihr Haupteinsatzgebiet ist die Frauenheilkunde und hierbei der Weissfluss, der manche Frauen plagt.
In einem solchen Fall sollte frau jedoch vorher vom Arzt abklären lassen, ob es sich nicht um eine Erkrankung wie Trichimonaden oder Pilze handelt.
Die Taubnesseln sind eine Pflanzengattung in der Familie der Lippenblütler.
Die Weiße Taubnessel ist eine mehrjährige krautige Pflanze. Sie gehört zur Familie der Lippenblütengewächse. Die Weiße Taubnessel kann eine Höhe zwischen 30 und 60 cm erreichen. Der Wurzelstock ist kriechend. Die Stängel der Pflanze sind aufrecht wachsend. Er ist viereckig und leicht behaart. Die gegenständigen Blätter haben eine eiförmige lanzettliche Form. Die Blattränder sind ungleichmäßig gezahnt. Die Blütenstände setzen sich aus blattachselständigen Quirlen zusammen. Sie bestehen aus sechs bis fünfzehn zweilappigen gelblich-weißen Blüten. Diese erscheinen in den Monaten Mai bis August. Sie duften honigartig.
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, blutstillend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, Husten, Bronchitis, Asthma, Erkältung, Fieber, Verdauungsschwäche, Magenentzündung, Darmstörungen, Hämorrhoiden, Blasenleiden, Schlaflosigkeit, Menstruationsbeschwerden, Weißfluss, Wechseljahresbeschwerden, Prostataschwellung, Krampfadern, Brandwunden (leichte), Furunkel, Ekzeme, Schlecht heilende Wunden
wissenschaftlicher Name: Lamium album, Lamium purpureum, Lamium galeob-dolon
englischer Name: Deaf nettle
volkstümliche Namen: Bienensaug, Blumennessel, Goldnessel, Kuckucksnessel, Sügerli, Tote Nessel, Weisse Nessel
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Kraut
Inhaltsstoffe: Saponine, ätherische Öle, Schleim, Gerbstoffe, Labiat-Gerbstoff, Gerbsäure, Flavonglycoside, Histamin, Tyramin
Sammelzeit: April bis Oktober
 
Anwendung
Tee bei Weißfluss
Der verbreitetste Verwendungszweck der weißen Taubnesselblüten ist Ausfluss bei jungen Mädchen. Dazu benutzt man den Tee sowohl innerlich als äußerlich. Dieser Einsatz wird von der Schulmedizin zwar nicht empfohlen, aber die Volksheilkunde schwört darauf.
Frauenmittel
Außer Weißfluss wird die Taubnessel auch gerne gegen alle Arten von Frauenbeschwerden eingesetzt, seien es schmerzhafte Menstruationsblutungen oder Wechseljahresbeschwerden. Die Taubnessel soll auch die Stärke der Blutungen regulieren, starke Blutungen werden abgeschwächt, schwache gestärkt.
Tee für die Luftwege
Taubnesseltee wird auch häufig bei Entzündungen der Atmungsorgane eingesetzt. Mit ihrem Schleim und den Saponinen kann die Taubnessel gereizte Schleimhäute sanft umhüllen und wirkt zudem beruhigend.
Tee für die Verdauung
Auch die Verdauungsorgane profitieren von der milden Wirkung der Taubnesselblüten. Taubnesseltee kann Entzündungen von Magen und Darm lindern.
Äußerliche Anwendung
Tee aus den Taubnesselblüten kann man als Waschung, Bad oder Umschlag bei verschiedene Hautprobleme einsetzen. Er erweicht Furunkel und lässt sie reifen. Ekzeme werden gelindert und schlecht heilende Wunden können abheilen.
Verschieden farbene Blüten
Früher wurde die weiße Taubnessel vor allem Frauen und Mädchen gegeben und die rote Taubnessel wurde Männern gereicht. Die gelben Blüten der selteneren Goldnessel galten als besonders heilkräftig.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Taubnessel ist weltweit heimisch und wächst in Gärten, an Wegen und sogar auf Schutt. Die Blätter der Taubnessel ähneln den Brennnesselblättern, ihnen fehlen jedoch die brennenden Haare. Zuerst wachsen in zeitigen Frühjahr die kantigen Stängel mit den in Quirlen stehenden Blättern. Schon ab April beginnt die Blütezeit der Taubnesseln. Die Blüten stehen in Quirlen unter den Blättern. Die verbreitetste Art der Taubnessel trägt weiße Blüten, es gibt aber auch die Purpur-Taubnessel mit roten Blüten und die Goldnessel mit gold-gelben Blüten. Außerdem gibt es noch zahlreiche andere Taubnessel-Arten.
Die Taubnessel-Arten sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen. Die oberirdischen Pflanzenteile sind mit kegelförmigen Haaren und kleinen, sitzenden Drüsen besetzt. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfachen Blattspreiten haben eine Netznervatur und sind behaart. Der Blattrand ist stumpf-gekerbt bis grobgezähnt.
5 bis 15 fast sitzende Blüten stehen Scheinquirlen mit kurzen Vorblättern zusammen. Die Scheinquirle sind mehr oder weniger weit voneinander entfernt. Die Tragblätter der Halbquirle sind laubblattartig. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist röhrig bis glockig, fünfnervig und fünfzähnig. Die Kelchzähne sind annähernd gleich lang und pfriemlich. Die Farbe der Blütenkrone ist gelb, weiß, rosa- bis purpurfarben. Die Krone ist zygomorph, vorne bauchig erweitert und deutlich zweilippig. Die Oberlippe ist helmförmig, gewölbt und meist ganzrandig, selten ausgerandet bis zweispaltig. Die Außenseite ist meistens behaart. Die Unterlippe besteht aus einem großen, gestutzten bis zweilappigen Mittelzipfel und zwei seitlichen, kleineren, zahnförmigen bis fehlenden Seitenzipfeln. Es gibt zwei kürzere und zwei längere Staubblätter, die alle fertil sind. Sie sind parallel angeordnet und reichen nicht über die Oberlippe hinaus. Die Teilfrüchte (Klausen) sind scharf dreikantig, an der Spitze gestutzt und tragen am Grund ein Elaiosom.

Bachblüten
Ich gehe Konflikten aus dem Wege (Centaury)
Diese gehen nur zu gerne den Konflikten zu leicht aus dem Weg
Mit der Bachblüte können sie den Konflikten trotzen und gehen ihnen nicht mehr auf dem Weg
Bachblüten
Ich bin sehr schnell am weinen (Chicory)
Diese Menschen sind sehr schnell am weinen
Mit der Blüte können sie das weinen in den Griff
Osteoporose
Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, die durch eine Verringerung der Knochendichte gekennzeichnet ist. Die Folgen sind schwache und bruchanfällige Knochen, in Begleitung ständi-ger Knochenschmerzen.
Osteoporose wird unweigerlich immer mit den Schlagwörtern: Frauen, Alter und Kalium in Verbindung gebracht.
Die Osteoporose (von altgriechisch ὀστέον ostéon, deutsch ‚Knochen‘ und πόρος poros, Furt, Pore‘) ist eine Störung im Knochenstoffwechsel und eine häufige Alterserkrankung des Knochens, die ihn dünner und poröser und somit anfällig für Brüche (Frakturen) macht.
Die auch als Knochenschwund bezeichnete Krankheit ist gekennzeichnet durch eine Abnahme der Knochendichte infolge eines den Aufbau übersteigenden Abbaus von Knochengewebe im Rahmen des natürlichen Knochenumbaus. Aufgrund der höheren Umsatzrate ist die Spongiosa typischerweise stärker betroffen als die Kortikalis, was sich in den Prädilektionsstellen für Knochenbrüche niederschlägt; die erhöhte Frakturanfälligkeit kann allerdings das ganze Skelett betreffen.
Die Osteoporose, welche erstmals 1885 von dem Innsbrucker Pathologen Gustav Adolf Pommer (1851–1935) beschrieben wurde, ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter. Am häufigsten (95 Prozent) ist die primäre Osteoporose; diese tritt, im Gegensatz zur sekundären Osteoporose, nicht als Folge einer anderen Erkrankung auf. 80 Prozent aller Osteoporosen betreffen Frauen nach der Menopause, wobei vor allem kleinknochige Nordeuropäerinnen und Raucherinnen betroffen sind. 30% aller Frauen entwickeln nach der Menopause eine klinisch relevante Osteoporose. Sekundäre Osteoporosen sind seltener (5%), wobei Erkrankungen, die eine Behandlung mit Glukokortikoiden während einer längeren Zeitspanne erfordern und/oder zu einer Immobilisation führen, im Vordergrund stehen.
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