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Goldrute
Die Gewöhnliche Goldrute, auch Gemeine Goldrute oder Echte Goldrute genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Goldruten innerhalb der Familie der Korbblütler. Trivialnamen sind beispielsweise Petrusstab, Ungsengkraut und Heidnisch Wundkraut. Die Goldruten, auch Goldrauten genannt, sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Korbblütler. Die etwa 100 Arten sind hauptsächlich in Nordamerika verbreitet. Die Goldrute ist das üppige Gelb des Spätsommers. In großen Kolonien wächst sie auf Schotter und an Wegen und lässt die Welt ein wenig leuchten, wenn die Blumen des Hochsommers längst verblüht sind. Ihr Haupteinsatzgebiet in der Heilkunde ist der Nieren-Blasen-Apparat. Sie wirkt stark harntreibend.
Die Goldrute ist das Heilkraut bei Nierenbeschwerden. Der recht schöne Korbblütler, der häufig auf Wegesrändern und Lichtungen angetroffen, enthält zahlreiche Inhaltsstoffe, die die Nierentätigkeit enorm steigern kann. Die unter ihrem botanischen Namen Solidago virgaurea bekannte Pflanzen galt schon seit der Antike als mächtige Heilpflanze, auch wenn sie zu jener Zeit eher für die Wundheilung verwendet wurde.
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, harntreibend,  blutreinigend,  entzündungshemmend, Blasenentzündungen, Blähungen, Darmentzündung, Diabetes, Durchfall, Insektenstiche, Nierengrieß und -Steine,  Nierenleiden,  Ödeme, Störungen der Harnabsonderung,  Wundheilung,  Rheuma,  Gicht, Wassersucht
wissenschaftlicher Name: Solidago virgaurea
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Goldenrod
volkstümliche Namen: Heilwundkraut, Machtheilkraut, Gülden Wundkraut, Petrusstab, Wisselnkraut, Him-melbrand, Pferdskraut, Ochsebrot
Verwendete Pflanzenteile: das blühende Kraut
Inhaltsstoffe: Saponin, Bitterstoff, Inulin, Gerbstoff, ätherisches Öl
Sammelzeit: Juli-Oktober
 
Anwendung
In der Phytotherapie wird die Droge der blühenden Pflanze der Gewöhnlichen Goldrute als Aquaretikum zur (vorbeugenden) Behandlung von Harnsteinen und Nierengrieß, bei Reizblase sowie zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege eingesetzt. Adjuvant wird die Droge bei rheumatischen Beschwerden genutzt. Wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoffe sind Flavonoide, Saponine, Phenylglykoside, Gerbstoffe sowie ätherisches Öl. Als Leitsubstanzen gelten Leicarposid und Virgaureosid. Solidaginis virgaurea herba hat diuretische, schwach spasmolytische, antiphlogistische, antibakterielle sowie antioxidative Wirkungen und hemmt die Glutathion-S-Transferase. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird auch das Kraut der Riesengoldrute eingesetzt, es ist jedoch klinisch weniger erforscht. Bei mittelalterlichen Texten wie der Physica von Hildegard von Bingen muss beachtet werden, dass damals mit Solidago der Beinwell gemeint war. Aus Stängeln und Blättern kann ein Farbstoff gewonnen werden, je nach Konzentration und Beize erhält man goldene bis braunrote Färbungen. In England werden Goldruten als Gartenpflanzen verwendet, seit den 1980er Jahren auch in den USA. In Deutschland und der Schweiz sind sie als Neophyten eher ungeliebt, da sie heimische Pflanzenarten zu verdrängen drohen. Die Goldrute ist die Nationalblume der US-Bundesstaaten Nebraska und Kentucky. In der Überlieferung des Christentums gilt die gelbblütige Goldrute wegen ihrer medizinischen Bedeutung als Laurenzilorbeer in Erinnerung an den Heiligen Laurentius von Rom. Goldruten stehen im Verdacht, allergische Reaktionen wie Heuschnupfen auszulösen, obwohl die Pollen der Goldruten schwer und klebrig sind und nicht weit fliegen können. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten. Verschiedene Schmetterlingslarven nutzen Goldruten als Futterpflanze.
Die Goldrute kann man als Tee trinken. Man kann sie auch als Tinktur oder Kräuterwein ansetzen. Dazu wird das Goldrutenkraut zur Zeit der Blüte verwendet. Vor allem die kanadische Goldrute kann man zerstampft auf Insektenstiche legen. Manche Indianer kauen die Blüten auch bei Halsentzündungen.
Die Gewöhnliche Goldrute wird als Heilpflanze bei Blasen- und Nierenleiden eingesetzt. Die Droge wirkt kräftig diuretisch. Die Diuresewirkung wird auf den Gehalt an Saponinen zurückgeführt. Der SolidagoExtrakt vermindert die Permeabilität der Gefäßwände und bewirkt gleichzeitig eine Erhöhung der Gefäßresistenz. Für die Gewöhnliche Goldrute wurden auch entzündungshemmende, schwach krampflösende und schmerzstillende Eigenschaften belegt, die auf dem Gehalt an Leiocarposid und Virgaureosid beruhen.
Im Mittelalter fand sie auch als Wundkraut Verwendung.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Phenolglycoside, besonders Leiocarposid und Virgaureosid A, ferner Flavonoide. Das ätherische Öl enthält u. a. das Sesquiterpen γ-Cadinen als Hauptkomponente, das auch im Wacholder vorhanden ist.
Wegen des Gehaltes an Flavonoiden lässt sich die Gewöhnliche Goldrute auch zum Färben von Wolle oder Baumwolle verwenden. Die Stoffe erhalten einen gold-gelben Ton.
Verwendung als Heilkraut
Die Echte Goldrute ist eine alte Heilpflanze, die bereits von Ärzten in der Antike eingesetzt wurde. In vielen alten Kräuterbüchern des Mittelalters und der frühen Neuzeit finden sich zahlreiche Beschreibungen und Behandlungsempfehlungen. Ihr früherer Name Heidnisches Wundkraut lässt darauf schließen, dass die Pflanze früher vor allem für die äußere Behandlung eine große Rolle gespielt hat.
So finden sich beispielsweise im Kräuterbuch von P. A. Matthioli Hinweise, dass die Heilpflanze bei Fleischwunden, bei Fisteln und bei Geschwüren zum Einsatz kam. Eine häufige Verarbeitungsweise was das Pulverisieren der Goldrute. Das Pulver wurde dann in die jeweiligen Wunden gestreut, was wohl häufig zu guten Behandlungserfolgen (zumindest für die damalige Zeit) geführt hat. Neben Pulvern kamen auch Goldrutensud oder –brühe vor, die entweder auf die frischen Wunden eingerieben oder – bei Entzündungen im Mund- und Halsraum - gegurgelt wurden. Neben der vorrangig äußeren Anwendung, war auch die harntreibende Wirkung der Goldrute bekannt. Das Kraut wurde in Wasser oder rotem Wein gesiedet und entsprechend getrunken.
Auch heute kommt der Goldrute eine große Bedeutung als Heilpflanze zu. Die Goldrute hat eine großes Spektrum unterschiedlicher Inhaltsstoffe. Die Blätter enthalten vor allem Flavonoide (u.a. Astralagin, Quercitrin und Rutin), verschiedene Saponine (Triterpensaponine) sowie Gerbstoffe und deren Derivate wie die Kaffeesäure.
Nebenwirkungen und Anwendungsbeschränkungen
oldrute gilt insgesamt als gut verträgliche Heilpflanze. Grundsätzlich ist eine Eigentherapie jedoch kritisch. Beschwerden der Nieren oder des Urogenitaltrakts sollten daher immer einem Arzt vorgestellt werden. Wichtig: Wenn Goldrutentees oder -tinkturen verwendet werden, ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Durch die ausschwemmenden Eigenschaften verlieren Sie viel Wasser, das durch viel Trinken kompensiert werden muss.
Die Goldrute wird heute vor allem als Heilpflanze verwendet. Sie wird gleichermaßen in der Natur- und Schulmedizin verwendet und findet sich häufig auch in homöopathischen Medikamenten. Darüber hinaus verwendet man Goldrute heute noch gelegentlich als Färbemittel. Die gelben Blütenstände enthalten viele verschiedene Flavonoide, mit der sich Textilien bzw. Wolle leicht färben lassen.
Verwendung in der Küche
In der Küche wird die Echte Goldrute kaum verwertet. Dennoch sind die Samen, die Blütenköpfe sowie die jungen Blätter essbar. Das Wildkraut kann in der Küche sogar vielseitig verwendet werden.
Die nahrhaften Samen stellten früher eine beliebte Überlebensnahrung dar. Sie enthalten viele Mineralstoffe und Vitamine und können beispielsweise in Müslis oder als Topping für Frischkäse verwendet werden.
Die Blüten sind ebenfalls essbar und können als Dekoration in Salaten oder aber auch kandiert gegessen werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung zerkleinerter und getrockneter Blüten in Kräutersalzen.
Die jungen Triebspitzen lassen sich gut in Wildkräutersalaten verarbeiten und schmecken angenehm aromatisch. Die Blätter können als Gemüse gekocht werden und ähnlich wie Spinat zubereitet werden. Es sollte jedoch nicht übermäßig verzehrt werden, da die Pflanze die Nierentätigkeit stark anregen kann.
 
Pflanzenbeschreibung
Trockene Waldwiesen, lichte Wälder oder Kahlschläge sind die bevorzugte Heimat der Goldrute. Sie gedeiht sowohl auf kalkreichen als auch auf sauren Böden in fast ganz Europa bis hin nach Nordafrika. Goldrute ist eine mehrjährige Pflanze, die Jahr für Jahr an der gleichen Stelle wieder wächst. Die echte Goldrute wird bis zu 1m hoch. Der aufrechte Stängel, der sich normalerweise nicht verzweigt (außer ganz oben), hat meistens nur wenige Blätter. Die Blätter sind länglich lanzettlich. Ab Ende Juli, Anfang August blüht die Goldrute leuchtend gelb mit vielen kleinen Blüten. Häufiger als die echte Goldrute kommt inzwischen die kanadische Goldrute vor, deren Wirkstoffe und Einsatzspektrum ähnlich sind, wie bei der echten Goldrute. Die Blütenstände der kanadischen Goldrute sind breiter, vor allem an ihrer Basis. Das gibt ihnen ein dachähnliches Aussehen.
Solidagoarten sind ausdauernde, krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 5 bis 100, selten bis 200 Zentime-tern erreichen. Viele Arten bilden Rhizome als Überdauerungsorgane. Die Stängel sind meist aufrecht, seltener niederliegend. Manchmal sind sie verzweigt. Die Stängel sind meist glatt oder manchmal behaart. Die wechselständigen, gestielten oder ungestielten Laubblätter sind einfach und glatt oder behaart. Die Blatträn-der sind oft gesägt. Bei der Gewöhnlichen Goldrute handelt sich um ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 10 bis 100 Zentimeter, meist jedoch etwa um die 40 Zentimetern erreichen. Die Stängel sind meist unverzweigt, zumindest im unteren Bereich.
Die wechselständigen Laubblätter sind im unteren Teil des Stängels gestielt und eiförmig und gehen nach oben in schmäler lanzettliche, sitzende Blätter über. Der Blattrand ist meist unregelmäßig gezähnt, nur selten fast ganzrandig.
In ganz unterschiedlich aufgebauten, oft auch verzweigten Blütenständen  stehen meist viele (zwei bis 1500) kleine körbchenförmige Teilblütenstände; sehr selten stehen die Blütenkörbchen einzeln. Die Blütenkörbchen sind glockenförmig bis zylindrisch und weisen Durchmesser von 1,7 bis 10 Millimetern auf. Der Körbchenboden ist von zehn bis 35 Hüllblättern in drei bis fünf Reihen umgeben. Im Blütenkörbchen stehen am Rand meist zwei bis 15 (selten fehlen sie oder es sind bis zu 24) Zungenblüten und im Zentrum meist zwei bis 35 (selten bis zu 60) Röhrenblüten. Die Zungenblüten, auch Strahlenblüten genannt, sind zygomorph, weiblich, fertil, meist ungehaart und meist gelb oder selten weiß. Die radiärsymmetrische Röhrenblüten, auch Scheibenblüten genannt, sind gelb, zwittrig, fertil und fünfzähnig. Die Achänen weisen meist acht bis zehn Rippen auf. Der Pappus besteht aus 25 bis 45 Borsten in zwei Reihen; manchmal sind die Borsten zusätzlich von 0,25 bis 0,5 Millimeter langen Schuppen umgeben. Die körbchenförmigen Teilblütenstände stehen in endständigen, allseitswendigen, schwach verzweigten rispigen bzw. zusammengesetzten traubigen Blütenständen zusammen. Die Blütenstände sind deutlich lockerer als bei den anderen europäischen Goldruten-Arten. Die Blütenkörbchen sind mit 6 bis 10 Millimetern Länge auch deutlich größer. Die sechs bis zwölf rein gelben Zungenblüten sind viel länger als die Körbchenhülle und stehen seitlich ab, sodass die Körbchen einen Durchmesser von 10 bis 15 Millimeter haben. Die Blütezeit reicht von Juli bis Oktober.
 
Anbau, Aussaat und Pflege
Die Goldrute ist eine recht pflegeleichte Pflanze, die sich leicht aussäen und anbauen lässt. Als wertvolle Insektenpflanze und ihrer abwechslungsreichen Blütenpracht ist sie in vielen Ziergärten und Wildkräutergärten beliebt.
Standort
Sie hat einen recht großen Toleranzbereich in puncto Licht- und Bodenverhältnisse. Dennoch bevorzugt sie trockene, kalkhaltige und eher schwere bzw. lehmigsandige Böden in sonnigen Lagen. Sie wächst unter Umständen jedoch auch an halbschattigen Standorten und in teils sandig-lehmigen Böden, jedoch wächst die Goldrute dann meist deutlich kleiner. Für solche Standorte sollte dann auch eher die alpine Unterart Solidago virgaurea var. alpestris gewählt werden.
Welche Erde ist für die Goldrute geeignet?
Soll die Goldrute im Garten gepflanzt werden, so sollte bei sehr lehmigen Böden mit Zuschlagstoffen wie Quarzsand oder Lavasand gearbeitet werden. Eher sandige Böden sollten mit Tonmehl (Bentonit) durchmischt werden, um eine rasche Auswaschung der Nährstoffe zu verhindern, auf die die Goldrute im Verlauf der Saison sensibel reagieren würde. Soll die Goldrute auf Balkon oder Terrasse angepflanzt werden, so ist auf eine gute Kräutererde zu achten, die bestenfalls torffrei ist. Diese sollte jedoch noch mit Sand oder anderen lockeren Zuschlagstoffen (z.B. Perlite, Zeolith) durchmischt werden, da sonst zuviel Nährsalze enthalten sind, die sich negativ auf die Entwicklung der Pflanze auswirken können.
Aussaat und Anbau
Die Aussaat der Goldrutensamen erfolgt im Frühjahr zwischen Anfang April und Anfang Juni direkt im Gartenbeet. Soll die Echte Goldrute auf dem Balkon in Töpfen angepflanzt werden, kann diese ebenfalls im selben Zeitraum direkt ausgesät oder in Vorkultur zwischen Februar und Mitte April auf der Fensterbank erfolgen. Die Samen der Goldrute sind Lichtkeimer. Diese sollten daher nur leicht in Boden bzw. Erde gedrückt werden.
Der Pflanzabstand zwischen den einzelnen Goldruten sollte mindestens 25 bis 30 cm betragen. Pro Quadratmeter sollten nicht mehr als 14 Pflanzen stehen. Soll die Goldrute im Topf wachsen, so empfehlen sich breite Töpfe mit moderater Tiefe (etwa 30 bis 40 cm), da sonst der Pflegeaufwand zu groß und das Risiko vor Pflanzenkrankheiten zu hoch sein würde.
Gießen
Die Goldrute ist sehr tolerant in Bezug auf Gießen. Sie übersteht mehrere Trockenperioden meist ohne Probleme. Im Garten muss nur nach größerer Trockenheit und sehr warmen Wetter (mehr als 10 Tage Trockenheit) intensiv gegossen werden. Ansonsten genügt ein normaler Gießzyklus.
Wächst die Echte Goldrute in Töpfen oder Kübeln, sollte immer erst dann gegossen werden, wenn die oberen 3 bis 4 cm der Kräutererde vollkommen ausgetrocknet sind. Ist die Pflanze noch recht jung und klein, können die Gießabstände auch geringer ausfallen.
Dünger
Dünger benötigt die Goldrute kaum. Wächst die Goldrute im Gartenboden, so genügt ein mit Kompost vorgedüngter Boden vollkommen aus, um die Pflanze mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Bei Topf- und Kübelkultur sollte während der Blütezeit (so gegen August) eine leichte Düngung erfolgen, da die Nährstoffe durch das häufigere Gießen schneller ausgewaschen werden. Empfehlenswert sind organische Flüssigdünger, die jedoch nur sehr sparsam verwendet werden sollten. 2 bis 3 ml Flüssigdünger verdünnt mit Gießwasser reichen vollkommen aus. Wächst die Goldrute in handelsüblicher Blumenerde so kann auf eine Düngung im ersten Jahr sogar vollständig verzichtet werden. Gekaufte Blumenerde ist in der Regel vorgedüngt und hat ein Nährstoffreservoir für bis zu 6 Monaten. Zuviel Dünger schadet der Goldrute!
Vermehrung
Die Vermehrung der Goldrute erfolgt am besten über das Sameln und Aussäen der Samen im Herbst. Goldrute sät sich übrigens gut selber aus. Gärtner, die eine Selbstaussaat vermeiden wollen, sollten die verblühten Blütenköpfe entfernen, damit die Pflanze keine Früchte und Samen ausbilden kann. Neben der Aussaat ist auch eine vegetative Vermehrung über Stecklinge möglich.
Überwinterung
Die Echte Goldrute ist eine winterharte Pflanze und verträgt hohe Minustemperaturen. Zum Beginn der Frostzeit sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich. Die oberirdischen Blattteile sterben bis Ende November ab und treiben im Frühjahr wieder neu aus.
Ernte
Die Ernte der Goldrute erfolgt am besten zu Beginn der Blütezeit. Soll die Pflanze für heilkundliche Zwecke benutzt werden, so sollten die oberen Pflanzenteile gesammelt werden. Empfehlenswert sind die ersten 15 cm der Goldrute. Genutzt werden können die Blütenköpfe sowie die Blätter. Bei der Trocknung sollte die Pflanzenteile kopfüber aufgehängt werden. Das Goldrutenkraut sollte nach Möglichkeit im Schatten getrocknet werden.

Eisenkraut
Das Echte Eisenkraut, auch Taubenkraut, Katzenblutkraut, Sagenkraut oder Wunschkraut genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Verbenen gehört. Es ist eine traditionelle Heilpflanze.
Das Eisenkraut war früher eine der wichtigsten Heilpflanzen, es wurde sogar zur rituellen Reinigung der Tempel verwendet. Heute wird hauptsächlich sein südamerikanischer Bruder Verbena angeboten und die europäische Pflanze ist fast in Vergessenheit geraten. Die Heilwirkung können wir jedoch eher vom europäischen Eisenkraut erwarten, wohingegen die südamerikanische Verbena stärker zitronig schmeckt und daher als Haustee besser geeignet ist.
Das Eisenkraut ist eine bei uns wild anzutreffende Pflanze und wird allzu oft mit der Zitronenverbene verwechselt. Die auch als Taubenkraut bekannte Verbenenart wird in der alternativen Medizin vor allem als Heilkraut gegen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Depressionen oder auch Darmbeschwerden verwendet. Als Gewürzkraut ist das Kraut praktisch ohne Bedeutung, jedoch findet es sich oft als Zierpflanze in Blumenrabatten oder auf dem Balkon.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Husten, Verdauungsschwäche
Heilwirkung: adstringierend, anregend, antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend,  krampflösend, schmerzstillend, schweißtreibend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Atemwege: Bronchitis,  Keuchhusten, Katarrhe der oberen Luftwege,  Halsschmerzen, Mandelentzündung, Fieber, Verdauungssystem: Sodbrennen, Gallenschwäche, Leberschwäche, Stoffwechsel: Milzerkrankungen, Rheuma, Gicht, Blut verdünnend, Blutarmut, Schwächezustände, Ödeme, Harnorgane: Blasensteine, Nierensteine, Frauenheilkunde: Menstruationsfördernd, Menstruationszyklus regelnd, Milch bildend, Wechseljahresbeschwerden, Nervensystem: Nervenschwäche, Nervosität, Migräne, Augenentzündungen, Haut: Wunden, Schlecht heilende Wunden, Furunkel, Ekzeme, Geschwüre, Schnittwunden, Leichte Brandwunden, Blaue Flecken
wissenschaftlicher Name: Verbena officinalis
Pflanzenfamilie: Eisenkrautgewächse = Verbenaceae
englischer Name: Verbena, Vervian
volkstümliche Namen: Verbena, Druidenkraut, Eisenhart, Heiligkraut, Hahnenkopf, Katzenblut, Junotränen, Merkurblut, Richardskraut, Sagenkraut, Stahlkraut, Taubenkraut, Venusader, Wundkraut
Verwendete Pflanzenteile: Das blühende Kraut
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Glykoside, Verbenalin, Verbenin, ein Alkaloid, Aucubin, Bitterstoffe, Alpha-Sitosterol, Gerbstoff, Gerbsäure, Kieselsäure, Schleim
Sammelzeit: Juli / August
 
Anwendung
Heutzutage wird das Eisenkraut kaum noch als Heilkraut eingesetzt, obwohl es immer noch eine wertvolle Heilpflanze ist. Die Schulmedizin lehnt die Anwendung des Eisenkrautes ab, weil die Wirkungen nicht bewiesen sind. Die Volksheilkunde verwendet das Eisenkraut jedoch gerne an. In erster Linie wird es als Wundkraut benutzt, aber auch für vielfältige innerliche Zwecke wird es angewendet. Das Eisenkraut kann man innerlich als Tee oder als Tinktur anwenden. Das Echte Eisenkraut wird als Grundlage für kosmetische Produkte, als Tee und als alkoholisches Getränk angeboten. Vom Namen her wird es oft mit der ebenfalls zur Familie der Eisenkräuter zählenden Zitronenverbene verwechselt, die häufig unter den irreführenden Bezeichnungen Eisenkraut duftend oder Wohlriechendes Eisenkraut in den Handel kommt. Eine Unterscheidung ist durch Geruch und Geschmack möglich. Während die Zitronenverbene intensiv nach Zitrone duftet und schmeckt, riecht das Echte Eisenkraut eher unauffällig und enthält viele Bitterstoffe.
Eisenkraut in der Pflanzenheilkunde
Das Echte Eisenkraut hat vor allem in der Pflanzenheilkunde eine lange Tradition, die bis ins Altertum zurückreicht. Es wurden ihm insbesondere harntreibende, Gallenfluss anregende und antirheumatische Wirkungen nachgesagt. Als Inhaltsstoffe konnten die Iridoid-Glykoside Verbenalin, Hastatosid und neben einer Reihe anderer Verbindungen auch Verbascosid nachgewiesen werden. Eisen enthält die Pflanze allerdings nicht. Trotz mehrfacher pharmakologischer Untersuchungen aller bekannten Inhaltsstoffe konnte eine eindeutige pharmazeutische Wirkung nicht gesichert nachgewiesen werden. Deshalb werden Eisenkrautpräparate heute, wenn überhaupt, nur noch in der Volksmedizin eingesetzt. Eisenkraut ist wohl aber ein wesentlicher Bestandteil handelsüblicher Erkältungsmittel. Neuere Untersuchungen belegen zudem schlaffördernde sowie neuroprotektive Wirkungen der Inhaltsstoffe. Eisenkrauttee und -öle gelten als wehenauslösendes Mittel.
Tee
Für einen Eisenkrauttee übergießt man zwei Teelöffel des Eisenkrautes, getrocknet oder frisch, mit einer Tasse kochendem Wasser. Fünf Minuten ziehen lassen und dann abseihen. In kleinen Schlucken trinken.
Tinktur
Man kann auch eine Tinktur aus dem Eisenkraut herstellen. Von der Eisenkrauttinktur nimmt man dreimal täglich 10 bis 50 Tropfen ein.
Innerliche Anwendungen
Das Eisenkraut kann man gegen Erkältungskrankheiten verwenden. Auch zur Stärkung der Verdauungsorgane und des Stoffwechsels setzt die Volksheilkunde das Eisenkraut ein. Das Blut soll gereinigt werden, ver-dünnt und neu gebildet. Das Eisenkraut soll die Nerven stärken und Migräne lindern. Außerdem wird es in der volkstümlichen Frauenheilkunde zur Regulierung des Periodenzyklusses eingesetzt. Es soll zudem Menstruationsbeschwerden und Wechseljahresbeschwerden lindern. Auch eine Förderung der Milchbildung wird ihm nachgesagt.
Äußerlich
Besonders beliebt ist das Eisenkraut traditionell in der äußerlichen Behandlung von Wunden. Früher stand es als Heilmittel gegen Kriegs- und Kampfverletzungen im hohen Ansehen. Außer für Verletzungen kann man es auch zur Behandlung von Ekzemen und Geschwüren einsetzen. Äußerlich kann man Kompressen mit dem Tee tränken und auf Wunden legen. Man kann auch Waschungen mit dem Tee vornehmen oder Umschläge auflegen. Auch Teilbäder kann man mit Eisenkraut-Tee durchführen.
Eisenkraut als Heilkraut
Als Heilkraut genießt das Eisenkraut bereits seit vielen hunderten von Jahren einen ausgezeichneten Ruf. Bereits im 1. Jahrhundert ist das Kraut von Dioskurides, einem berühmten römischen Arzt, beschrieben worden.
In alten Kräuterbüchern, z. B. P. A. Matthioli oder Hieronymus Bock, wurde Eisenkraut sowohl für innere als auch äußere Beschwerden verwendet. So wurde Eisenkraut zur Behandlung von Schlangenbissen, Blasenschwäche, Fieber oder Erkältungen eingesetzt. Auch bei äußeren Beschwerden wie Geschwulsten, Hautunreinheiten und Mundfäule wurden Arzneien aus Eisenkraut zubereitet. Angewendet wurde das Heilkraut als Tee, als Weinauszug sowie als Zutat für das als Universalheilmittel bezeichnete Theriak. Erwähnung fand das Eisenkraut auch als Mittel zur Vertreibung böser Geister, was vermutlich auf die Behandlung psychischer Störungen hinweist.
Für viele der damaligen Anwendungsgebiete hat das Kraut heute kaum noch Verwendung. Dennoch enthält Eisenkraut zahlreiche medizinisch wertvolle Inhaltsstoffe, die eine Nutzung als natürliches Heilmittel erlauben.
Nebenwirkungen
Es sind keine Nebenwirkungen bekannt, die bei der Einnahme von Eisenkrautpräparaten zu erwarten wären.
Das Eisenkraut wird vorrangig als Heilkraut verwendet. Aufgrund der vielen Bitterstoffe gilt die Pflanze nicht als gebräuchliches Gewürzkraut.
Eisenkraut in der Küche
Eisenkraut hat einen recht bitteren Geschmack und wird daher nur selten in der Küche verwendet. Gelegentlich wird es zum Würzen von deftigen Fleischgerichten verwendet.
 
Geschichtliches
Das Eisenkraut galt sowohl in der Antike im Mittelmeerraum als heilig, als auch in nördlicheren Gefilden, beispielsweise bei den Galliern. Schon im alten Ägypten wurde das Eisenkraut bei Zeremonien verwendet und Träne der Isis genannt. Im klassischen Griechenland und im römischen Weltreich diente das Eisenkraut als Kopfschmuck für hohe Würdenträger. Außerdem wurde der Altar des Jupiters mit dem Eisenkraut gefegt. Vermutlich hat das auch gut funktioniert, weil das Eisenkraut sehr hart ist. Dem Eisenkraut wurden wundersame Eigenschaften zugeschrieben. Es galt als Heilmittel für alle Kriegswunden und sollte sogar Unsterblichkeit verleihen. In Gallien wurde es von den Druiden fast so hoch eingeschätzt wie die überaus verehrte Mistel. Im Mittelalter wurde das Eisenkraut in nahezu jedem Zaubertrank verwendet und es galt als Allheil-mittel gegen alle Arten von Krankheiten. In Wales wurde das Eisenkraut zum Vertreiben böser Geister verwendet und dementsprechend Teufelsbann (Devil's Bane) genannt.
Dioskurides und Plinius unterschieden ein aufrechtes Peristerion und ein zurückgebogenes Peristerion. Diese wurden von den Vätern der Botanik als Echtes Eisenkraut (aufrechtes Peristerion – Eisenkraut Männlein) und als Weg-Rauke (zurückgebogenes Peristerion – Eisenkraut Weiblein) gedeutet.
Beiden Arten wurden die gleichen Wirkungen zugeschrieben: Vertreiben von Schmerzen der Gebärmutter, Heilung von Hauterkrankungen und von Wunden, von Gelbsucht, Dreitagefieber und Viertagefieber sowie von den Folgen von Schlangen- und Hundebissen.
Die Pflanze sollte mit einem Zeremoniell geerntet werden, bei dem mit Eisen ein Kreis um sie zu ziehen war. Plinius berichtete ausführlich von der kultischen Verwendung der Pflanze bei Römern und Galliern.
 
Pflanzenbeschreibung
Ursprünglich ist das Eisenkraut im Mittelmeerraum heimisch, aber es ist schon vor langer Zeit nach Mitteleuropa gelangt und wächst dort als Wildpflanze. Es wächst vereinzelt und in Gruppen an Wegrändern, auf Weiden, Mauern, Schutt und in Gärten als Beikraut. Das Eisenkraut ist ein- bis mehrjährig. Sein harter vierkantiger Stängel wird bis zu 80 cm hoch, meistens aber nur 30-50 cm. Die rauhen Blätter haben tiefe Einschnitte. Oberhalb der Blätter wachsen dem Eisenkraut mehrere harte Seitenäste, die die winzigen Blüten tragen. Die Blüten sind hellrosa und wachsen in Ähren von unten nach oben.
Das Echte Eisenkraut wächst als sommergrüne, seltener einjährige bis meist kurzlebig ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 75 cm erreicht. Der aufrechte, verzweigte Stängel ist vierkantig und flaumig behaart bis fast kahl. Die Laubblätter sind gegenständig am Stängel verteilt angeordnet. Die Blattspreite verschmälert sich zu einem 0,3 bis 4 cm langen Blattstiel. Die 2 bis 8 cm lange und 1 bis 5 cm breite, eiförmige, verkehrt-eiförmige oder längliche Blattspreite ist papierartig, besonders auf den Blattadern auf der Blattunterseite rau behaart. Die Blattspreite ist grob gezähnt, gelappt bis manchmal tief fiederspaltig.
In Thyrsen stehen schlanke, ährige Teilblütenstände zusammen. Die Tragblätter sind so lang wie der Kelch.
Die relativ kleinen, zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf 1 bis 4 mm langen Kelchblätter sind verwachsen und drüsig flaumig behaart. Die fünf weißlichen bis rötlichen, hellvioletten bis bläulichen, flaumigbehaarten Kronblätter sind zu einer (2 bis) meist 4 bis 8 mm langen Kronröhre verwachsen, der Kronsaum zweilippig und präsentiertellerförmig. Es sind vier fertile Staubblätter, zwei längere und zwei kürzere, vorhanden. Der Fruchtknoten ist kahl. Die Klausenfrucht zerfällt in vier längliche, 2 mm lange Klausen.
 
Aussäen und pflanzen
Eisenkraut gilt als recht anspruchsloses Gewächs, welches weder viel Platz in Anspruch nimmt, noch besonders viel Pflege bedarf. Nichtsdestotrotz sind einige wenige Dinge zu beachten, damit die Pflanze optimal wachsen kann.
Die wohl wichtigste Bedingung ist die Wahl des Standortes. Grundsätzlich mag das echte Eisenkraut vor allem sonnige Standorte, wobei die Pflanze auch Halbschatten gut verträgt. Wer jedoch größere und üppigere Eisenkräuter im Garten haben möchte, sollte dem Kraut einen sonnigen Platz gönnen. Der Boden sollte eher mager, durchlässig und trocken sein. Nährstoffreiche und lehmige Böden mag das Eisenkraut hingegen weniger. Wer dichte Böden hat, sollte diese zuvor mit üblichen Zuschlagsstoffen wie Quarzsand bis zu einer Tiefe von 70 cm auflockern.
Aussaat von Eisenkraut
Im Freiland werden die Eisenkrautsamen am besten zwischen Ende April und Mitte Juni ausgesät. Möglich ist jedoch auch eine Aussaat per Vorkultur zwischen Februar und April, wobei die Samen in einem nährstoffarmen Substrat bei etwa 20 °C aufgezogen werden sollten. Verbena officinalis ist ein Lichtkeimer. Die Samen sollten daher höchsten 5 mm in die Erde bzw. den Boden gedrückt werden. Sind die Keimbedingungen optimal, erscheinen die Keimlinge nach etwa 12 bis 20 Tagen.
Bei der Pflanzung ist ein Pflanzabstand zwischen 25 und 30 cm einzuhalten. Zu geringe Abstände führen meist zu unnötigem Stress und zu einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten.
Das echte Eisenkraut lässt sich auch gut auf Balkon und Terrasse kultivieren. Nach Möglichkeit sollten jedoch tiefe Töpfe, Balkonkästen oder Kübel gewählt werden, da die Pflanze recht tiefe Wurzeln ausbilden kann.
Eisenkraut und Düngung
Wächst das Eisenkraut im Gartenbeet, so muss während der Saison nicht zusätzlich gedüngt werden. Es empfiehlt sich jedoch vor der Pflanzung den Boden mit etwas Kompost oder organischem Dünger zu behandeln. Werden die Pflanzen auf dem Balkon herangezogen, so sollte eine Düngung alle 3 bis 4 Wochen erfolgen. Ein einfacher Universaldünger der mit dem Gießwasser versetzt wird, genügt hier völlig.
Eisenkraut gießen
Die Pflanze ist auf trockene Standorte spezialisiert und muss nicht regelmäßig gegossen werden. Im Gartenbeet sollte ein vollständiges Austrocknen des Bodens über einen längeren Zeitraum jedoch vermieden werden. An sehr heißen Tagen sollte in den Morgen- oder Abendstunden jedoch immer dafür gesorgt werden, dass der Boden mäßig feucht ist. Auf dem Balkon sollte die Wasserverfügbarkeit häufiger getestet werden. Gegossen werden sollte, wenn die Blumenerde halbfingertief vollkommen trocken ist.
Eisenkraut und Pflege
Zur Blütezeit, die meist ab Juni zu erwarten ist, sollten die verblühten Blütenstände zurück geschnitten werden. Dadurch wird die Pflanze effizienter mit Nährstoffen versorgt, was zu einer meist längeren Blütezeit führt.
Überwinterung von Verbena officinalis
Das Eisenkraut gilt als winterharte Staude. Die oberirdischen Pflanzenteile sind jedoch nur wenig frosttolerant und sterben recht schnell ab. Viele Eisenkrautpflanzen treiben im späten Frühjahr wieder aus, einige andere sterben vollständig ab und bleiben einjährig.
Schädlinge und Krankheiten
Eisenkraut als Pflanze ist recht hart im Nehmen. Bei ungünstigen Standortbedingungen oder mangelhafter Pflege kann das Eisenkraut jedoch auch von Blattläusen, Schnecken sowie einige Pilzerkrankungen (u.a. Mehltau) befallen werden. Bei großflächigem Befall mit Mehltau sollte die gesamte Pflanze entfernt werden.
 
Sammeltipps
Das ganze oberirdische Kraut wird vor oder während der Blüte direkt über dem Boden abgeschnitten. Dann bündelt man es zu kleinen Sträußen und hängt es an einem schattigen, zugigen Platz zum Trocknen auf.

Bachblüten
Der Seelentröster und Schmerzen-Besänftiger! (Star of Betlehem)
Diese Menschen brauchen einen Seelentröster und einen Schmerz-Besänftiger
Mit der Blüte bekommen diese Menschen einen Seelentröster und auch den Schmerz-Besänftiger
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Das Durchhalten ist für diese Menschen schwer und können sich nicht transformieren
Mit der Bachblüte können sie wieder durchhalten und transformieren sich auch wieder
Definition und Aufgaben der Ernährung – Grundbegriffe
Unter dem Begriff Ernährung wird die Aufnahme von Nahrung, d.h. die Zufuhr von festen und flüssigen LM. Neben dem Sauerstoff, sind Essen und Trinken absolut lebensnotwendig für unseren Organismus und dessen Stoffwechsel.
So können wir ca. 3 Minuten ohne Sauerstoffaufnahme überleben. Wenige Stunden bis zu max. 3 Tage können wir abhängig von unserer körperlichen Konstitution und unserer Reserven ohne Wasser, bis zu 3 Wochen und mehr ohne Nahrung auskommen.
Definition und Aufgaben der Ernährung – Grundbegriffe Bevor Sie sich nun in die „Tiefen der Ernährungslehre“ begeben, machen Sie sich mit einigen immer wiederkehrenden Begriffen vertraut. Unter Ernährung verstehen wir die Aufnahme von Nahrung, d.h. die Zufuhr von festen und flüssigen Lebensmitteln. Neben der Sauerstoffaufnahme sind Essen und Trinken absolut lebensnotwendig für unseren Organismus und dessen Stoffwechsel. So können wir ca. drei Minuten ohne Sauerstoff überleben. Wenige Stunden bis zu maximal drei Tagen können wir, abhängig von unserer körperlichen Konstitution und unseren Reserven, ohne Wasser, bis zu drei Wochen und mehr ohne Nahrung auskommen. Alle Lebensvorgänge sind an die ständige Aufnahme und Abgabe von Nährstoffen gebunden. Für den Menschen heißt dies: Lebensmittel werden zum Aufbau und zur ständigen Erneuerung von Körpersubstanzen (z.B. Haare, Knochen, Haut, Blut, Hormone …) sowie zur Energiegewinnung aufgenommen. Die dabei anfallenden Endprodukte werden ausgeschieden. Diese in den Körperzellen stattfindende Stoffumwandlung, alle Auf-, Um- und Abbauprozesse in den Organen und Körpergeweben be-zeichnet man als Stoffwechsel. Verdauung nennt man den Prozess, bei dem im Verdauungstrakt (Magen-Darm-Trakt) die Nahrung in verwertbare und nicht verwertbare Bestandteile aufgespalten wird. Die verwertbaren Bestandteile werden durch Verdauungsenzyme in ihre Grundbestandteile zerlegt. Resorption bedeutet die Aufnahme der verdauten Nahrungsbestandteile (Spaltprodukte) aus dem Verdauungstrakt in die Blut- und Lymphbahnen. Bei der Ausscheidung werden die Endprodukte des Stoffwechsels und nicht verwertbare Nahrungsbestandteile über den Darm oder die Nieren ausgeschieden.

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