Direkt zum Seiteninhalt
WALNUSS
Die Walnüsse sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Walnussgewächse. Es sind vorwiegend Bäume, deren Nussfrüchte bei manchen Arten von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind. In Mitteleuropa ist vorwiegend die Echte Walnuss anzutreffen, wesentlich seltener kultiviert oder verwildert die Schwarznuss.
Walnüsse sind vor allem im Winter sehr beliebte Nüsse, die man gerne geräuschvoll knackt und nascht. Die Walnüsse sind nicht nur lecker, sondern sie sind sogar gesund, vor allem für die Blutgefäße. Der ganze, üppige Walnussbaum ist die reinste Apotheke, denn viele seiner Teile können für die Gesundheit genutzt werden. Die Blätter werden als Tee zur Stärkung der Verdauung und bei Hautprobleme genutzt und aus den unreifen Nüssen kann man allerlei Leckereien zubereiten, die zudem noch gesundheitsfördernd sind. Selbst die holzigen Kämben, die man zwischen den Nußhälften hervorpult, fördern die Gesundheit, denn sie sollen gegen Herzrhythmusstörungen helfen können.
 
Anwendung
Der Walnussbaum und seine Teile sind auf vielfältige Weise nutzbar und heilwirksam.
Reife Nüsse
An allererster Stelle der Walnussnutzung stehen natürlich die reifen Früchte und deren Verzehr. Der regelmäßige Genuss von Walnüssen soll die Elastizität der Blutgefäße fördern und somit gegen Arteriosklerose und ihre Folgen wirken. Das wurde erst vor relativ kurzer Zeit von spanischen Wissenschaftlern herausgefunden. Vermutlich sind Substanzen, die den Omega-3-Fettsäuren ähneln, verantwortlich für diese Gefäßfördernde Wirkung. Indirekt kann der Verzehr von Walnüssen dadurch das Risiko senken, an Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken.
Grüne Nüsse
Die unreifen, grünen Nüsse werden auf vielfache Weise angewendet. Gerne wird daraus ein Likör bereitet, mit Zimt, Vanille und Honig. Auch kandiert werden die grünen Nüsse gerne. Die grünen Nüsse sollen die Verdauung und die Leber stärken und das Blut reinigen. Die Durchblutung des Körpers soll verbessert werden - eine Wirkung die vermutlich im Zusammenhang mit der gefäßfördernden Wirkung auch der reifen Nüsse steht. Die unreifen Nüsse sind kurz vor dem Johannistag Ende Juni erntereif. Man sollte sie noch einfach komplett durchstechen können. Die späteren Nussschalen sind in diesem Stadium noch weich, ebenso wie die späteren Nüsse.
Walnussblätter
In der Pflanzenheilkunde sind es die Walnussblätter, die traditionell am häufigsten angewendet werden. Sie haben durch ihren Gehalt an Gerbstoffen eine ausgeprägte zusammenziehende Wirkung. Dadurch helfen sie gegen Probleme des Verdauungssystems und bei Hautentzündungen. Die Walnussblätter werden vorwiegend als Tee angewendet, sowohl innerlich als auch äußerlich.
Walnussblätter Äußerlich
Äußerlich kann man Walnussblätter-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Um-schlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man Hautentzündungen, Ekzeme und Schuppenflechte lindern. Walnussblätter helfen äußerlich eingesetzt auch bei Akne, Fußpilz und Warzen.
Nußkämben
Tees oder Tinkturen aus den Nußkämben stärken das Herz und eignen sich zur begleitenden Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Die Nußkämben sind die holzigen Leisten zwischen den Nusshälften. Vier bis fünf dieser Nußkämben reichen für einen Tee. Den Tee lässt man zehn Minuten ziehen. Davon trinkt man täglich zwei bis drei Tassen.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Walnussbaum ist ursprünglich in Mittelasien heimisch. Über den Mittelmeerraum kam er schließlich auch nach Mitteleuropa. In Mitteleuropa wächst er bevorzugt in milden Gegenden. Seine Blüten sind auch ziemlich frostempfindlich, sodass er zur Blütezeit Ende April möglichst frostfreies Wetter braucht. Der stattliche Baum wird bis zu 25 Meter hoch. Er kann bis zu 200 Jahre alt werden. Im Frühjahr blühen die männlichen Blüten in dicken Kätzchen. Die weiblichen Blüten sind unscheinbar und kugelförmig. Die einzelnen Blätter sind oval und wachsen in Fiedergruppen. Im Laufe des Sommers wer-den die Blätter etwas lederartig. Sie riechen würzig, wenn man sie zerreibt. Bis zum Herbst entwickeln sich aus den Blüten die bekannten Walnüsse. Die gewundenen, wohlschmeckenden Früchte werden von einer harten, hellbraunen Schale geschützt. Diese sitzen in fleischigen grünen Außenschalen, die beim Reifwerden der Früchte von selbst aufplatzen. Die grünen Schalen enthalten einen Farbstoff, mit dem man unter anderem auch Haare färben kann. Der Walnussbaum scheidet mit seinen grünen Anteilen ein Glykosid aus, dass sich in die Substanz Juglon verwandelt, sobald sie freigesetzt wird. Dieses Juglon verhindert das Pflanzenwachstum in unmittelbarer Umgebung des Walnussbaums. Es wirkt für den Walnussbaum also wie eine Art Unkrautbekämpfungsmittel und verhindert auch, dass sich andere Bäume in der Nähe breit machen können.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Hautprobleme
Heilwirkung: adstringierend, anregend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Magenschwäche, Magenentzündung, Darmentzündungen, Verstopfung, Gallenschwäche, Rheuma, Gicht, Gelenkentzündungen, Diabetes, Gürtelrose, Arteriosklerose, Herzrhythmusstörungen, Menstruationsbeschwerden, Haarausfall, Hautentzündungen, Ekzeme, Schuppenflechte, Lidrandentzündungen, Akne, Pickel, Hämorrhoiden, Afterjucken, Fußpilz, Fußschweiß, Übermäßige Schweißbildung, Hühneraugen, Warzen
wissenschaftlicher Name: Juglans regia
Pflanzenfamilie: Walnussgewächse = Juglandaceae
englischer Name: Walnut tree
volkstümliche Namen: Wallnuss, Wälsche Nuss, Welschnuss-Baum, Nussbaum, Christnuss, Steinnuss
Verwendete Pflanzenteile: Nüsse, Unreife Nüsse, Blätter, Nusschalen, Kämben
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Gerbsäure, Tannine, Bitterstoffe, Flavonoide, Juglon, ätherisches Öle
Sammelzeit: Grüne Nüsse: Juni, Blätter: Juni, Reife Nüsse: Herbst

ACKER-RINGELBLUME
Die Acker-Ringelblume ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ringelblumen und innerhalb der Familie der Korbblütler. Die Acker-Ringelblume ist die wilde und kleine Schwester der sehr bekannten Ringelblume. Ab Juni taucht sie einige warme Ecken (z.B. Weinberge) in leuchtendes Gelb-Orange. Ihre kleinen Blüten sind ein hervorragendes Wundheilmittel. Man kann die Acker-Ringelblume auch innerlich anwenden, um Verdauungsbeschwerden zu lindern und gegen Frauenprobleme zu helfen. Die Acker-Ringelblume ist sehr selten und geschützt, sie darf nicht in der Natur gesammelt werden.
 
Anwendung
Wichtig: Die Acker-Ringelblume ist geschützt!
Man kann die Acker-Ringelblume innerlich und äußerlich einsetzen. Die äußerliche Anwendung ist zwar bekannter, aber auch innerlich hat die Acker-Ringelblume einiges zu bieten. Innerlich kann man die Acker-Ringelblume als Tee, in Mischtees oder als Tinktur einnehmen. Für einen Acker-Ringelblumen-Tee übergießt man einen gehäuften Teelöffel Acker-Ringelblumenblüten mit kochendem Wasser und lässt ihn fünf bis zehn Minuten ziehen. Davon trinkt man bei stärkeren Beschwerden drei Tassen täglich.
Verdauungsorgane
Acker-Ringelblumen-Tee stärkt die Verdauungsorgane, lindert Brechreiz und hilft Magengeschwüre abzuheilen. Auch eine leichte Abführwirkung hat die Acker-Ringelblume. Außerdem werden Leber und Galle gestärkt.
Nervensystem
Acker-Ringelblumen-Tee oder Tinktur kann gegen Kopfschmerzen und Einschlafstörungen helfen. Schwindelanfälle werden gemildert. Man kann die Acker-Ringelblume auch gegen Panikattacken verwenden.
Frauenbeschwerden
Die Acker-Ringelblume hat einige Wirkungen in der Frauenheilkunde. Durch ihre krampflösenden Eigenschaften kann die Acker-Ringelblume Periodenkrämpfe lindern. Außerdem ist in der Acker-Ringelblume Beta-Sitosterol enthalten, ein östrogenartiger Wirkstoff, der unregelmäßige Zyklen ausgleicht und Beschwerden der Wechseljahre lindert. Der Inhaltsstoff Stigmasterol fördert den Eisprung und somit indirekt auch die Regulierung des Zyklus. Auch Unfruchtbarkeit kann behoben werden, wenn sie aufgrund von fehlendem Eisprung besteht.
Äußerlich
Das Haupteinsatzgebiet der Acker-Ringelblume ist die äußerliche Anwendung. Die zerquetschten Blätter helfen als Breiumschlag gegen Kopfschmerzen. Sie wirkt fördernd auf die Granulationsbildung beim Wachstum neuer Haut. Außerdem wirkt sie abschwellend, entzündungshemmend, antibakteriell und pilzhemmend. Häufig wird auf die Wirkungsverwandtschaft von Ringelblume und Arnika hingewiesen. Die Ringelblume wirkt jedoch milder, was sie im Endeffekt stärker macht, weil man sie auch in Fällen einsetzen kann, wo Arnika zu scharf wäre. Man kann Acker-RingelblumenTee als Umschlag, für Waschungen und als Bad anwenden. Auch mit verdünnter Acker-Ringelblumen-Tinktur kann man Einreibungen vornehmen und Umschläge machen. Außerdem wird die Ringelblume traditionell als Salbe angewandt. Man kann sie für nahezu alle Arten von Hautverletzungen und Hautentzündungen einsetzen. Auch leichte Brandwunden, Sonnenbrand und Ekzeme kann man mit Ringelblumen-Salbe behandeln. Nach Verletzungen hilft Ringelblumensalbe gegen Quetschungen, Verstauchungen und blaue Flecken. Auch Krampfadern und Krampfadergeschwüre können mit Ringelblumensalbe behandelt werden, ebenso wie Wunden durch Wundliegen (Dekubitus) und offene Beine. Warzen kann man mit frischen, zerquetschten Acker-Ringelblumen-Blättern bekämpfen.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Acker-Ringelblume wächst als einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchs-höhen von 5 bis 30 Zentimetern. Die niederliegenden oder bogig aufsteigenden, verzweigten Stängel sind bis zu den Blütenkörben beblättert. Die unteren Laubblätter sind spatelförmig, kurz gestielt, ganzrandig oder entfernt stumpf gezähnt, die oberen sind lanzettlich mit seicht herzförmigem, stängelumfassendem Grund. Die Körbchen weisen einen Durchmesser von meist 1 bis 2 (selten bis zu 3,5) Zentimetern auf. Die weit glockig Hülle besteht aus grünen Hüllblättern, die an der Spitze oft rötlich überlaufen und weißhäutig berandet sind. Die Blüten sind meist zitronengelb, seltener goldgelb. Die Zungenblüten sind 7 bis 12 mm lang und meist weniger als doppelt so lang wie die Hüllblätter. Die stark gekrümmten, am Rücken dornigen Achänen sind innerhalb eines Korbes meist von dreierlei Gestalt. Die äußeren, Hakenfrüchte genannten, enden in einem zweischneidigen Schnabel und sind ungeflügelt und doppelt so lang wie die Hülle, die mittleren, Kahnfrüchte genannten, sind schwach kahnförmig, die inneren, Larvenfrüchte genannten, sind ringförmig eingerollt und am Rücken quer gerieft. Die Acker-Ringelblume blüht in Mitteleuropa zwischen April und Oktober, im Mittelmeerraum meist von November bis Mai, selten auch ganzjährig.
Die Acker-Ringelblume ist in Südeuropa heimisch. Sie wächst bevorzugt an sonnigen Standorten (Weinberge). Die einjährige Pflanze wird bis zu 30 Zentimeter hoch. Die Blätter sind länglich. Die gelben bis gelborangen Blüten erscheinen zwischen Juni und November. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 1 cm. Aus den Blüten entwickeln sich von Spätsommer bis Spätherbst die Samen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Hautentzündungen, Kopfschmerzen
Heilwirkung: abschwellend, adstringierend, antibakteriell, anregend, entzündungs-hemmend, krampflösend, pilztötend, reinigend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Afterjucken, Angstzustände, Offene Beine, Blutergüsse, Brandwunden (leichte), Brechreiz, Ekzeme, Erysipel, Furunkel, Gallenbeschwerden, Geschwüre, Gesichtsrose, Gürtelrose, Hämorrhoiden, Entzündungen und Vereiterungen der Haut, Unreine Haut, Hautkrebs, Hautleiden, Krampfadern, Kopfschmerzen, Leberschwäche, Gesprungene Lippen, Lymphknotenschwellung, Magen- und Darmstörungen, Magengeschwür, Menstruationsförderung, Menstruationsschmerzen, Mundschleimhautentzündungen, Narbenwucherungen, Pickel, Quetschungen, Schlaflosigkeit, Schnittwunden, Schwindel, Schmerzen in Amputationsstümpfen, Sonnenbrand, Unterschenkelgeschwüre, Verstopfung, Warzen, Wechseljahresbeschwerden, Windeldermatitis, Wunde Babypopos, Wunde Brustwarzen, Wunden, Schlecht heilende Wunden, Wundliegen, Zerrungen
wissenschaftlicher Name: Calendula arvensis L.
Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name: Field marigold
volkstümlicher Name: Acker-Ringelblume
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Bitterstoffe, Calendula-Sapogenin, Saponine, Glykoside, Carotinoide, Xanthophylle, Flavonoide, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Salizylsäure, Taraxasterol, Violaxanthin
Sammelzeit: Juni-Oktober
Sammelhinweis: Geschützt! Darf in der Natur nicht gesammelt werden

BACHBLÜTE WILLOW
Ich fühle mich ungerecht behandelt             
Diese fühlen sich ungerecht zu behandelt
Willow hilft dieses Gefühl der Ungerechtigkeit abzustreifen
 

BACHBLÜTE AGRIMONY
Beginnst mit guten Vorsätzen, gibst aber schnell auf, wenn es schwierig wird
Sie beginnen mit sehr guten Vorsätzen, was sie alles tun wollen, jedoch geben sie sehr schnelle wieder auf, wenn es schwierig wird
Mit der Blüte Agrimony können sie die Vorsätze durchhalten, was sie sich vorgenommen haben

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Hauterkrankungen
Die Haut ist unser größten Organ und enthält viele mikroskopisch kleine Nervenenden, die wie Antennen funktionieren und dem Gehirn Informationen über Wärme, Kälte, Berührung, Druck und Schmerz liefern. Die Haut ist unsere Kontaktstelle zur Außenwelt und wenn wir mit unserer Umgebung Probleme haben – entweder körperlich, aufgrund von Luftverschmutzung oder seelisch -, können sich daraus Hauterkrankungen entwickeln.
Die Haut spiegelt also auch unser Befinden wider und deshalb muss bei Hauterkrankungen der Allgemeinzustand des/der Betroffenen berücksichtigt werden. Liegen seelische Probleme zugrunde, die unbehandelt bleiben, haben nur äußerlich aufgetragene Salben langfristig keine durchgreifende Wirkung. Es ist sogar wahrscheinlich, dass durch Unterdrückung der Symptome mehr Schaden angerichtet wird, denn die Haut bringt nach Hildegards Auffassung von Natur aus Probleme an die Oberfläche, die sonst auf tieferer Ebene zu Erkrankungen führen würden.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
BALDRIAN
Bei Kneipp steht geschrieben: Baldriantee beeinflusst das Nervensystem und wirkt über das Großhirn besonders auf seelische Erregungszustände beruhigend. Weit geschätzt ist die Verwendung als Schlafmittel, besonders wenn die Schlaflosigkeit eine Folge von Übermüdung und Erschöpfung ist. Ebenso werden Zustände von Herzunruhe mit Herzklopfen, soweit sie ein Teil einer allgemeinen Nervosität bilden, beruhigt. Baldrianwurzel lindert Kopfbeschwerden und behebt krampfhafte Zustände, ähnlich wie die Raute, sie wirkt auf beide Leiden gut ein, weil sie deren hauptsächlichste Ursachen, die Gase nämlich, ausscheidet.
Hierbei ist die Mischung mit Fenchel, Anis, Kümmel oder Anserine und der Kamille zweckmäßig.

Zurück zum Seiteninhalt