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Walnuss
Die Walnüsse sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Walnussgewächse. Es sind vorwiegend Bäume, deren Nussfrüchte bei manchen Arten von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind. In Mitteleuropa ist vorwiegend die Echte Walnuss anzutreffen, wesentlich seltener kultiviert oder verwildert die Schwarznuss.
Walnüsse sind vor allem im Winter sehr beliebte Nüsse, die man gerne geräuschvoll knackt und nascht. Die Walnüsse sind nicht nur lecker, sondern sie sind sogar gesund, vor allem für die Blutgefäße. Der ganze, üppige Walnussbaum ist die reinste Apotheke, denn viele seiner Teile können für die Gesundheit genutzt werden. Die Blätter werden als Tee zur Stärkung der Verdauung und bei Hautprobleme genutzt und aus den unreifen Nüssen kann man allerlei Leckereien zubereiten, die zudem noch gesundheitsfördernd sind. Selbst die holzigen Kämben, die man zwischen den Nusshälften hervorpult, fördern die Gesundheit, denn sie sollen gegen Herzrhythmusstörungen helfen können.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Hautprobleme
Heilwirkung: adstringierend, anregend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Magenschwäche, Magenentzündung, Darmentzündungen, Verstopfung, Gallenschwäche, Rheuma, Gicht, Gelenkentzündungen, Diabetes, Gürtelrose, Arteriosklerose, Herzrhythmusstörungen, Menstruationsbeschwerden, Haarausfall, Hautentzündungen, Ekzeme, Schuppenflechte, Lidrandentzündungen, Akne, Pickel, Hämorrhoiden, Afterjucken, Fußpilz, Fußschweiß, Übermäßige Schweißbildung, Hühneraugen, Warzen
wissenschaftlicher Name: Juglans regia
Pflanzenfamilie: Walnussgewächse = Juglandaceae
englischer Name: Walnut tree
volkstümliche Namen: Wallnuss, Wälsche Nuss, Welschnuss-Baum, Nussbaum, Christnuss, Steinnuss
Verwendete Pflanzenteile: Nüsse, Unreife Nüsse, Blätter, Nusschalen, Kämben
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Gerbsäure, Tannine, Bitterstoffe, Flavonoide, Juglon, ätherisches Öle
Sammelzeit: Grüne Nüsse: Juni, Blätter: Juni, Reife Nüsse: Herbst
 
Anwendung
Der Walnussbaum und seine Teile sind auf vielfältige Weise nutzbar und heilwirksam.
Reife Nüsse
An allererster Stelle der Walnussnutzung stehen natürlich die reifen Früchte und deren Verzehr. Der regelmäßige Genuss von Walnüssen soll die Elastizität der Blutgefäße fördern und somit gegen Arteriosklerose und ihre Folgen wirken. Das wurde erst vor relativ kurzer Zeit von spanischen Wissenschaftlern herausgefunden. Vermutlich sind Substanzen, die den Omega-3-Fettsäuren ähneln, verantwortlich für diese Gefäßfördernde Wirkung. Indirekt kann der Verzehr von Walnüssen dadurch das Risiko senken, an Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken.
Grüne Nüsse
Die unreifen, grünen Nüsse werden auf vielfache Weise angewendet. Gerne wird daraus ein Likör bereitet, mit Zimt, Vanille und Honig. Auch kandiert werden die grünen Nüsse gerne. Die grünen Nüsse sollen die Verdauung und die Leber stärken und das Blut reinigen. Die Durchblutung des Körpers soll verbessert werden - eine Wirkung die vermutlich im Zusammenhang mit der gefäßfördernden Wirkung auch der reifen Nüsse steht. Die unreifen Nüsse sind kurz vor dem Johannistag Ende Juni erntereif. Man sollte sie noch einfach komplett durchstechen können. Die späteren Nussschalen sind in diesem Stadium noch weich, ebenso wie die späteren Nüsse.
Walnussblätter
In der Pflanzenheilkunde sind es die Walnussblätter, die traditionell am häufigsten angewendet werden. Sie haben durch ihren Gehalt an Gerbstoffen eine ausgeprägte zusammenziehende Wirkung. Dadurch helfen sie gegen Probleme des Verdauungssystems und bei Hautentzündungen. Die Walnussblätter werden vorwiegend als Tee angewendet, sowohl innerlich als auch äußerlich.
Walnussblättertee
Für einen Walnusstee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Walnussblätter mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Walnusstee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Walnusswirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Walnussblätter Äußerlich
Äußerlich kann man Walnussblätter-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man Hautentzündungen, Ekzeme und Schuppenflechte lindern. Walnussblätter helfen äußerlich eingesetzt auch bei Akne, Fußpilz und Warzen.
Nußkämben
Tees oder Tinkturen aus den Nußkämben stärken das Herz und eignen sich zur begleitenden Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Die Nußkämben sind die holzigen Leisten zwischen den Nusshälften. Vier bis fünf dieser Nußkämben reichen für einen Tee. Den Tee lässt man zehn Minuten ziehen. Davon trinkt man täglich zwei bis drei Tassen.
Nußkämbentinktur
Um eine Nußkämbentinktur selbst herzustellen, übergießt man die Nußkämben in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein.Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Bachblüten
Als Bachblüte steht die Walnuss unter dem Namen Walnut für den Neuanfang.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Vertreter sind sommergrüne Bäume oder große Sträucher. Die Zweige besit-zen ein gekammertes Mark. Die Knospen besitzen wenige Knospenschuppen, die endständige Knospe ist vergrößert. Die Seitenknospen sind sitzend. Die Blätter sind wechselständig, unpaarig gefiedert, groß, aromatisch und ohne Nebenblätter. Sie bestehen aus 5 bis 31 Fiederblättchen. Selten ist das endständige Blättchen reduziert. Der Blattrand ist gesägt oder ganzrandig, die Blattspreite ist auf der Unterseite mit Drüsenpunkten versehen. Die Pflanzen sind monözisch. Die männlichen Kätzchen stehen einzeln seitenständig an vor-jährigem Holz. Sie stehen in den Achseln von Blattnarben, sind ungestielt und hängend. Die unreifen, nackten Kätzchen erscheinen im Spätsommer in den Blattachseln und überwintern als kleine, knospenartige Strukturen. Die weibliche Ähre besteht aus 2 bis 25 Einzelblüten und steht endständig an diesjährigen Trieben. Männliche wie weibliche Blüten stehen an einem Tragblatt und haben zwei Brakteolen, und vier Kelchblätter. In den männlichen Blüten ist die Kelchblattanzahl häufig reduziert. Das Tragblatt ist klein, schmal, nicht gelappt. Die männliche Blüte trägt 7 bis 85 (selten bis 105) Staubblätter, die scheinbar auf Tragblatt, Brakteolen und Kelchblättern stehen, da diese mit dem Blütenboden verschmolzen sind. Die Antheren sind kahl, manchmal auch leicht behaart. Die weiblichen Blüten bestehen aus dem Tragblatt, zwei Brakteolen, deren freie Enden gelappt sind und vier Kelchblättern. Alle sind mit der Spitze des Fruchtknotens verschmolzen mit Ausnahme ihrer Spitzen. Der Fruchtknoten ist damit unterständig. Er besteht aus zwei Fruchtblättern, die median angeordnet sind, in einzelnen Blüten gibt es selten auch 3 oder 4 Fruchtblätter. Der Griffel trägt zwei verlängerte, gekrümmte Griffeläste, auf deren Innenseite die Narbenpolster sitzen. Die Früchte sind groß und ähneln Steinfrüchten (und werden in deutschsprachiger Literatur auch oft als Steinfrüchte bezeichnet). Sie bestehen aus einer gefurchten oder runzeligen Nussfrucht, die von einer ihr anhaftenden, dicken, faserigen und sich meist nicht öffnenden Hülle umgeben ist. Diese Hülle geht aus den Hüllblättern und dem Kelch hervor. Die hölzerne Nußwand, das Perikarp, besitzt meist deutliche Wandhöhlungen. An der Basis ist die Nuss zwei- oder vierfächrig. Die Kotyledonen sind fleischig, vierlappig und gerade. In jeder Klappe sitzt ein Keimblatt. Die Keimung erfolgt hypogäisch. Der Knoten der Kotyledonen hat 2 bis 4 Lakunen und ebenso viele Blattspuren.
Der Walnussbaum ist ursprünglich in Mittelasien heimisch. Über den Mittelmeerraum kam er schließlich auch nach Mitteleuropa. In Mitteleuropa wächst er bevor-zugt in milden Gegenden. Seine Blüten sind auch ziemlich frostempfindlich, so-dass er zur Blütezeit Ende April möglichst frostfreies Wetter braucht. Der stattliche Baum wird bis zu 25 Meter hoch. Er kann bis zu 200 Jahre alt werden. Im Frühjahr blühen die männlichen Blüten in dicken Kätzchen. Die weiblichen Blüten sind un-scheinbar und kugelförmig. Die einzelnen Blätter sind oval und wachsen in Fiedergruppen. Im Laufe des Sommers werden die Blätter etwas lederartig. Sie riechen würzig, wenn man sie zerreibt. Bis zum Herbst entwickeln sich aus den Blüten die bekannten Walnüsse. Die gewundenen, wohlschmeckenden Früchte werden von einer harten, hellbraunen Schale geschützt. Diese sitzen in fleischigen grünen Außenschalen, die beim Reifwerden der Früchte von selbst aufplatzen. Die grünen Schalen enthalten einen Farbstoff, mit dem man unter anderem auch Haare färben kann. Der Walnussbaum scheidet mit seinen grünen Anteilen ein Glykosid aus, dass sich in die Substanz Juglon verwandelt, sobald sie freigesetzt wird. Dieses Juglon verhindert das Pflanzenwachstum in unmittelbarer Umgebung des Walnussbaums. Es wirkt für den Walnussbaum also wie eine Art Unkrautbekämpfungsmittel und verhindert auch, dass sich andere Bäume in der Nähe breit machen können.
 
Stechpalme t
Die Europäische Stechpalme, auch Gewöhnliche Stechpalme, Gemeine Stechpalme, Hülse (englisch: Holly) oder nach dem botanischen Namen Ilex genannt, ist die einzige in Mitteleuropa heimische Pflanzenart der Gattung der Stechpalmen innerhalb der Familie der Stechpalmengewächse.
Die Stechpalmen, auch Hülsen (Hülsdorn, Stechhülsen), Winterbeeren, Christdorn, oder (in Österreich) auch Schradler genannt, sind die einzige Pflanzengattung der Familie der Stechpalmengewächse innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen. Einige Arten und Sorten sind Zierpflanzen für Parks und Gärten. Die Zweige mit den roten Früchten werden in Großbritannien, in Frankreich und Nordamerika als Weihnachtsdekoration verwendet und werden zunehmend auch in Mitteleuropa populär.
Als Weihnachtsschmuck ist die Stechpalme sehr bekannt. Mit ihren leuchtend roten Beeren bringt sie natürliche Farbe in Weihnachtssträuße und -kränze. Früher wurde die Stechpalme auch als Heilmittel, vor allem gegen Fieber, eingesetzt, aber da die Beeren eine umstrittene Giftwirkung aufweisen, wird sie nur noch wenig verwendet. Stattdessen hat die Stechpalme als Bachblüte "Holly" Karriere gemacht.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Geschichtliche Nutzung: harntreibend, Gicht, Rheumatismus, Durchfall, Fieber, Grippe, Bronchitis, Epilepsie
wissenschaftlicher Name: Ilex aquifolium
englischer Name: Holly
volkstümlicher Name: Hülse, Hulste
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Bitterstoff Ilicin, Farbstoff Illixanthin, Gerbstoffe, Wachs, Gummi, Kalisalze, Ilexsäure, Glykosid
Sammelzeit: Juni bis August
 
Anwendung
Da die Giftwirkung der Stechpalme umstritten ist, wird sie in der gängigen Naturheilkunde kaum eingesetzt.
Nur in der Schweiz und als homöopathische Zubereitung findet sie Verwendung. Die Giftwirkung bezieht sich aber vorwiegend auf die Beeren. Manche Quellen besagen, die Beeren seien in größeren Mengen ungenießbar, andere warnen vor gefährlichen Vergiftungen, vor allem bei Kindern. Auf alle Fälle sollte man seinen Kindern wohl verbieten, die Beeren zu essen. Die Blätter enthalten jedoch sehr viel weniger der Stoffe, denen eine Giftwirkung nachgesagt wird. In der Volksheilkunde werden sie als Abkochung bei fieberhaften Erkältungen und Grippe eingesetzt. Außerdem sollen sie eine ausgeprägte harntreibende Wirkung haben, was auch ihre Wirkung bei Rheuma und Gicht erklären würde. Als Bachblüte Holly steht die Stechpalme für die Liebe.
Verwndung
In gemäßigten Gebieten wird die Stechpalme als Zierpflanze in Gärten und Parks angepflanzt. Neben der Wildform sind mehrere Kulturformen im Handel, teils mit anderer Blattgestalt und anderen Blattfarben. An der Westküste der USA, in den Bundesstaaten Kalifornien, Washington, und Oregon sowie in der kanadischen Provinz British Columbia wurden Plantagen angelegt, um die Nachfrage nach dem Weihnachtsschmuck zu befriedigen.
Im Elsass wird aus den Beeren ein Obstbrand, Baie de Houx, hergestellt. Dabei werden die Beeren einer Mazeration in Weinbrand unterzogen, danach erfolgt eine Destillation.
Das dichte, schwere, aber gut polierfähige grüne Holz wurde früher zu Intarsein oder Druckstöcken für Holzschnitte verarbeitet, manchmal auch zu Messer­furnieren oder Spazierstöcken. In der Feintischlerei diente es als Ebenholz­ersatz, da es dunkle Lacke sehr gut annimmt.
Ein bekanntes Stück Hülsenholz ist Johann Wolfgang von Goethes Spazierstock; er steht noch immer im Goethehaus in Weimar.
Die giftigen Früchte wurden früher gegen Verstopfung und Epilepsie und die Blätter gegen Magenschwäche, das Wechselfieber und in Südeuropa gegen Rheuma verwendet. Die gerösteten Samen dienten als Kaffee-Ersatz. In ihnen sind nach neuen Untersuchungen Antioxidantien enthalten, Derivate der Phenylessigsäure.
Die belaubten Zweige können gebündelt werden und an einem Seil befestigt zur Reinigung eines Schornsteins verwendet werden. Dabei funktioniert dieser Stechpalmenbüschel wie eine Stahlbürste.
Zweige und Blätter der Pflanze wurden einst auch gegen die Ratten- und Mäuseplage eingesetzt. So ist aus Lübeck bekannt, dass im Kanzleigebäude Hohlräume in Decken zur Abwehr mit Hülsbusch ausgefüllt waren.
In den Niederösterreichischen Voralpen (Wienerwald, Mostviertel, Elsbeerreich) gehörte die Stechpalme zum traditionellen Bauerngarten. Zumindest ein Baum wurde in ein nördliches Eck (um den Garten durch den Baum möglichst wenig zu beschatten) gesetzt. Bei verlassenen, brach liegenden Gehöften ist sie ein Anzeiger, wo sich einst das 'Gartl' befand.
 
Giftigkeit
Die Blätter sowie die (roten) Beerenfrüchte sind gering giftig. In älterer Literatur werden insbesondere die Beeren als stark giftig beschrieben (20 bis 30 Beeren als tödliche Dosis).
Nach aktuellem Stand werden die Beeren hingegen als gering giftig eingestuft.
Als Symptome einer Vergiftung werden Übelkeit, Erbrechen, in älterer Literatur auch Herzrhythmusstörungen, Lähmungen, Nierenschäden, Durchfall, Magenentzündung und Schläfrigkeit beschrieben.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Ilex-Arten sind sommer- oder immergrüne Bäume und Sträucher, die Wuchshöhen von 2 bis 25 m erreichen. Die meist wechselständig, selten gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind meist gestielt. Die oft ledrigen, manchmal pergamentartigen bis häutigen Blattspreiten sind einfach. Die Blattränder sind glatt oder gesägt bis dornig. Die relativ kleinen Nebenblätter sind haltbar oder früh vergänglich und hinterlassen eine schwielige Narbe. Sie sind zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die Blüten sind klein und unscheinbar und haben neben den Blütenhüllblättern nur einen Staubblattkreis und vier verwachsene Fruchtblätter. Der Fruchtknoten ist oberständig. Die roten, braunen bis schwarzen, selten grün bleibenden, Steinfrüchte enthalten je einen bis zehn Samen.
Die Stechpalme wächst in Gegenden, wo die Winter mild sind und die Sommer feucht. So wächst sie in einigen Landstrichen Europas, in anderen ist es ihr zu kalt. Sie ist der nahezu einzige Vertreter einer großen Pflanzenfamilie in gemäßigten Breiten. Ihre Brüder wachsen in den Tropen, beispielsweise der Matebaum in Paraguay. Häufig wird sie in Gärten und Parks kultiviert. Selten wächst sie jedoch auch wild oder verwildert. Die Wildform ist streng geschützt, weil sie so selten ist. Die Stechpalme ist ein strauchartiger Baum und wird bis zu 15m hoch. Sie hat glänzende Blätter mit dornigen Zacken an den Rändern. Die Blätter bleiben das ganze Jahr über grün, weshalb sie auch gerne als Winterschmuck verwendet werden. Ältere Stechpalmen haben häufig auch Blätter ohne Dornen, vor allem an den Zweigspitzen, wo die unscheinbaren weißen Blüten im Mai sprießen. Da die Stechpalme zweihäusig ist, gibt es zwei unterschiedliche Ausprägungen. Nur an den weiblichen Pflanzen wachsen leuchtend rote Beeren. In seltenen Fällen kommt es zum Geschlechtswandel.
Die immergrünen Blätter werden in der Weihnachtszeit und am Palmsonntag als Schmuck verwendet. Dem Einsatz am Palmsonntag verdankt die Stechpalme auch ihren Namen. Die Namen Hülse und Hulste stammt wohl aus dem Altdeutschen. Ilex stammt aus dem Lateinischen und erinnert an die Eiche. Aquifolium deutet auf die Stacheln an den Blättern hin.
Die Europäische Stechpalme ist ein immergrüner, aufrechter, ein- oder auch mehrstämmiger, 1 bis 5 Meter hoher Strauch oder ein 10 bis 15 Meter hoher, dicht verzweigter Baum mit kegelförmiger Krone. Junge Zweige sind grün und dicht behaart, verkahlen jedoch, wenn sie älter werden. Auch die Rinde des Stamms bleibt lange grün und bildet erst spät eine dünne schwarzgraue Borke. Die Stämme der Baumform können Durchmesser von bis zu 150 Zentimeter erreichen. Die Pflanzen werden bis zu 300 Jahre alt.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 10 bis 15 Millimeter lang. Die Blattspreite ist relativ dick und ledrig, auf der Oberseite glänzend dunkelgrün und unterseits gelbgrün. Die Form der Blattspreite ist elliptisch und am oberen Ende zugespitzt. Der Rand von Blättern aus den unteren Bereichen der Pflanze ist auf beiden Seiten mit Stacheln versehen, die alternierend aufwärts und abwärts geneigt sind. Mit zunehmender Höhe der Pflanze lässt die Bestachelung nach und es treten vermehrt auch völlig stachelfreie Blätter auf:
Die Blütezeit liegt am Ende des Vollfrühlings und reicht von Mai bis Anfang Juni. Die Europäische Stechpalme ist zweihäusig (diözisch). Die doldigen Blütenstände stehen in den Achseln vorjähriger Blätter. Es ist ein kurzer Blütenstiel vorhanden.
Die unscheinbaren, eingeschlechtigen Blüten sind bei einem Durchmesser von etwa 8 mm radiärsymmetrisch und meist vier-, selten fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die 4 oder selten 5 Kelchblätter sind an ihrer Basis verwachsen. Die vier oder selten fünf weißen, manchmal rötlichen Kronblätter sind an ihrer Basis verwachsen. In den männlichen Blüten ist nur ein Kreis mit 4 oder selten 5 Staubblättern vorhanden.
Die bei Reife roten Steinfrüchte sind bei einem Durchmesser von 8 bis 10 Millimetern kugelig, erbsenförmig, glänzend und saftig. Sie enthalten vier Steinkerne, die die Samen enthalten. Die Fruchtreife tritt ab Oktober ein.

Bachblüten
Man macht immer wieder die gleichen Fehler, weil man seine Erfahrungen nicht wirklich verarbeitet und nicht genug daraus lernt (Chestnut Bud)
Diese machen immer und immer wieder die selben Fehler, da sie nicht aus deren Erfahrung wirklich verarbeiten und nicht genug lernen daraus
Mit der Bachblüte können sie diese Erfahrungen verarbeiten und können aus diesen Fehlern lernen
Bachblüten
Man erwartet von seiner Umgebung volle Zuwendung (Chicory)
Diese Menschen erwarten von ihrer Umgebung vollste Zuwendung
Mit der Blüte können sie diese Zuwendung minimieren
Genussfähigkeit
Manch einer könnte dieses Wort für überflüssig halten … Man könnte denken: Natürlich kann ich genießen – sogar sehr gut und gerne!
Diese Kunst des GENIESSENS ist eine, die gelernt werden will und dann ständig weiter geübt werden muss.
Bewusstes Genießen beeinflusst also
-     Die Wahl unserer Lebensmittel
-     Die Art zu essen (Tempo, Ort)
-     Die Geschwindigkeit, eine ausreichende Sättigung zu erreichen und
-     Unsere Psyche
Vergnügen und kurzfristiger Genuss tragen mindestens genauso zu zufriedenem Leben bei wie Selbstkontrolle, die es für das Erreichen langfristiger Ziele braucht. Zentral ist laut einer neuen Studie die Fähigkeit, lustvolle Aktivitäten zu genießen, ohne sich gedanklich davon ablenken zu lassen.
Katharina Bernecker, Motivationspsychologin von der Universität Zürich (UZH), und ihre Forschungspartnerin Daniela Beckervon der Radboud Universität in den Niederlanden entwickelten einen Fragebogen, der die sogenannte hedonistische Fähigkeit misst – die Fähigkeit, unmittelba-ren Bedürfnissen und kurzfristigem Vergnügen nachzugehen und das auch zu genießen, teilte die UZH am Montag mit.
Nicht vom Genuss ablenken lassen
Mit ihrem Fragenkatalog untersuchten die Forscherinnen in verschiedenen Kontexten, ob sich Menschen in dieser Fähigkeit unterscheiden und wie sich dies auf ihr Wohlbefinden auswirkt. Das Resultat: Menschen, die sich dem Genuss ungeteilt hingeben können, erleben nicht nur kurzfristig mehr Wohlbefinden, sondern weisen generell eine höhere Lebenszufriedenheit auf. Sie leiden zudem weniger an Depressions- und Angstsymptomen.
Dabei zeigte sich aber, dass man sich in Genuss- oder Entspannungsmomenten nicht gedanklich ablenken lassen darf, um davon zu profitieren. Das Grübeln über Aktivitäten oder Aufgaben, die man stattdessen erledigen sollte, untergräbt das unmittelbare Bedürfnis, sich zu entspannen.
Sich einfach häufiger einen Abend auf dem Sofa, ein gutes Essen oder ein Bier mit Freunden zu gönnen, führt also nicht automatisch zu mehr Zufriedenheit, so das Fazit der Forscherinnen. Man darf gleichzeitig nicht abgelenkt sein vom Genuss.

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